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180102 Hausputz und 180103 Zum Equator

02.01.2018

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von häuslichen Tätigkeiten. Es gilt die Wäsche zu waschen, die Sachen zu ordnen, und eine ugandische Spezialität: die Haare machen.

Für meinen Teil verbringe ich den meisten Tag auf der Veranda und lese ein Buch. Auch hier wieder der Kindle, ein Segen.

Am Abend gehen wir mit den Kindern noch ins „Il Paradiso“, einem Restaurant mit äthiopischer und internationaler Küche, also für jeden was dabei. Letu und Aga bestellen sich zusammen eine Pizza, Sara und Pipa bekommen Chickenwings mit Pommes

Lucy und ich gönnen uns Enyera (äthiopisches Sauerbrot) mit Rindfleisch und Fisch. Sehr lecken und auch gut würzig 🤪.

Beim heimkommen gehen die Kinder flux ins Bett und wir großen gönnen uns noch ein paar indische Soaps und im Anschluss „Die Rückkehr der Mummie“.

Stationen

  • Kampala

03.01.2018

Heute gehts zum Equator. Der liegt ca. 50km südlich von Kampala, also nicht so besonders weit. Wir müssen allerdings durch den dichten Verkehr von Kampala durch, da dauert alles ein wenig länger.

Bald jedoch lassen wir den staubigen Stadtalltag mit der Hektik hinter uns und fahren auf der Masaka-Route in den Süden. Leider ist der Name, ursprünglich der einer Stadt auch im übertragenen Sinn zu verstehen. Die meisten und brutalsten Unfälle in Uganda ereignen sich hier.

Wir erreichen allerdings ohne Zwischenfälle den Equator, wo wir uns erst mal ein Soda gönnen.

Dann lassen wir uns das Wasserexperiment zeigen, auf der Nordhalbkugel dreht sich das Wasser im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im Gegenuhrzeigersinn und direkt auf dem Equator fließt das Wasser ohne Drehung ab.

Ich habe das Experiment schon vier mal gesehen und konnte keine Unregelmäßigkeiten entdecken.

Auf dem Weg zurück stoppen wir noch für „Roadside Snacks“, Fleischspieße, gebackene Kochbananen und Sodas zum mitnehmen. So bewaffnet erreichen wir die letzte Station des Tages, Lucy’s ehemalige Secondary School.

Hinein gehen wir zwar nicht, aber wir machen ein netten Bild vor dem Gate. Dann geht es Final nach Hause, durch die dauernde Konzentration beim Fahren bin ich ganz nett geschlaucht, die Kinder tun im Garten etwas für den Bewegungsdrang. Stationen

  • Kampala
  • Equator

171229 Gulu und 171230 Nach Kampala

29.12.2017

Da wir am Vortag relativ spät angereist sind und aber Vollpension gebucht haben, dürfen wir noch bis 14 Uhr in der Lodge bleiben. Um 15:50 Uhr müssen wir auf jeden Fall aus dem Park sein, da der Eintritt immer 24 h gültig ist.

Daher wird zuerst einmal herzhaft gefrühstückt, es gibt alles was das Herz begehrt. Auch Nutella für die Kinder ist da. Letu kann nicht genug von Pfannkuchen mit der Haselnusscreme bekommen.

Anschließend gehts für einen Teil nochmals in den Swimmingpool. Leider haben nicht alle von der Partie Badesachen mitgenommen, da heißt es teilen. Letu bekommt meine Hose, die nun ausschaut wie eine Boxershort.

Viele Stunden bleiben die Kinder im Wasser, es ist super erfrischend bei der mittäglichen Hitze. Leider haben wir die Sonne nicht mit eingerechnet, und beim Mittagsbuffet hat Sara stark gerötete Backen und Letu klagt über Augenschmerzen. Verblitzt, oder evtl. auch das Chlor, auf den Fall kann er die Augen fast nicht offenhalten.

Zum Glück habe ich Augentropfen dabei, die lindern zumindest das Kratzen.

Nach dem Mittagessen fahren wir los, nächste Station ist Gulu, einer Stadt im Norden, in der Sinia früher gearbeitet hat. Zu meiner Zeit war die Gegend nicht sicher hier, die berüchtigte LRA (Lord Resistance Army) trieb hier ihr Unwesen. Aber seit Jahren ist hier Ruhe eingekehrt und die Stadt befindet sich im Aufschwung.

Wir übermachen in einem Hotel in der Nähe des berühmten „Acholi Inn“, ein kleines Restaurant ist mit angeschlossen.

Lucy und Sinia fahren am Abend noch auf Verwandtenbesuch, ich bleibe mit den Kindern im Hotel, da sie beide angeschlagen sind. Auch Lucy’s Patenkind, Treva, fühlt sich nicht wohl, er hat Bauchschmerzen. Wir vermuten das ungewohnte Essen in Chobe.

Später essen wir im Restaurant noch eine Kleinigkeit, es gibt für die Kinder einen Cheeseburger. Toll.

Stationen

  • Chobe Lodge
  • Gulu

30.12.2017

Unsere Runde ist nun fast zu Ende, den zweiten Teil der Reise werden wir in Kampala verbringen.

Die Fahrt von Gulu nach Kampala verläuft ohne Probleme, bis auf die Geschwindigkeitskontrolle der ugandischen Polizei, die mich mit 57 km/h im Ortsgebiet erwischt. Meine Bemerkung, der Tacho muss falsch anzeigen, scheint zu überzeugen, ich darf ohne Strafe weiter: „Happy new year“.

Nach ca. 6 h erreichen wir sicher das Haus in Kampala. Der Abend vergeht unspektakulär, ein paar Biere, gutes Essen und feine Gespräche, dazu ugandische Musikclips im Fernsehen. Was wünscht man sich mehr. 😜

StationenGulu

  • Karuma
  • Luwero
  • Kampala

171227 Radio Pacis und 171228 Chobe Safari Lodge

27.12.2017

Am Vormittag lese ich in meinem Buch, die Kinder spielen im Garten. Später fahren Lucy und die Junioren in die Stadt, während ich mich ausruhen. Die letzten Tage hatte ich eine Kieferentzündung, aber dank einem ugandischen Hausmittel habe ich das gut auskurieren können.

Am späteren Nachmittag fahren wir noch zu meiner alten Arbeitsstelle, Radio Pacis. Wir fahren mit einem Tuk-Tuk dorthin. Die gib’s auch noch nicht so lange in Arua.

Viele Neuerungen können wir bewundern, jedoch ist auch viel altbekanntes geblieben. Die alten Gebäude stehen immer noch, der Weinberg existiert auch noch.

Father Tonino und Sherry empfangen uns herzlich, auch der „neue“ Horizontler, Michael Dornetshuber mit Familie ist da. Damals zu meiner aktiven Zeit hätte mich Michael in die Geheimnisse der Radiostation eingeführt.

Der traditionelle Weihnachtsbaum steht auch noch, obwohl es schon die vierte Generation ist. Wir genießen Eis und Snacks, Sherry ist nach wie vor eine hervorragende Gastgeberin. Feine Gespräche begleitet den Abend, mit einigen Neuigkeiten aus der Radiowelt.

Spät Abends fahren wir mit dem Tuk-Tuk zurück nach Hause. Ein gutes Gefühl, dass mein ehemaliges Projekt noch so gut läuft.

Stationen

  • Arua
  • Radio Pacis

28.12.2017

Früher Aufbruch ist wieder angesagt, heute gehts in die Chobe Safari Lodge. Bis wir alles und jeden in Anyavu eingepackt haben, vergehen jedoch Stunden. Doch irgendwann kommen wir doch los, ab in den Süden.

Wir nehmen die selbe Strecke nach Pakwach, dort wollen wir und trennen, das kleine Auto mit dem Gepäck fährt auf der Hauptstraße weiter, während wir durch den Park fahren wollen. Schon beim Eingang sehen wir viele Elefanten.

Am Gate empfiehlt uns der Ranger, eine grundehrliche Haut, dass wir schon recht spät dran sind und besser auch die Hauptstraße nehmen sollen. Um diese Uhrzeit sind die Elefanten auch recht aktiv und die Parkstrassen könnten verlegt sein.

Schweren Herzens nehmen wir auch den Hauptweg zur Chobe Lodge. Bei Karuma biegen wir auf den anderen Pfad zur Lodge. Kurz bevor wir unsere Unterkunft erreicht haben, sehen wie eine Abzweigung zu einem Wasserloch. Das lassen wir uns nicht entgehen. Und dem ist gut so, wir sehen haufenweise Giraffen, Affen, Warzenscheine, Gazellen.

Und dann erreichen wir endlich unser Ziel, die neu aufgebaute Chobe Lodge.

Ein wahres Prachthotel, und das Beste ist der Swimmingpool. Die Kinder sind gleich im Schwimmdress, und rein gehts ins kühle Nass. Unter uns im Nile hören wie die Nilpferde sich geräuschvoll auf die Nacht vorbereiten. Und auch das Essen am Abend lässt sich sehen.

Am Abend sitzen wir noch zusammen und genießen den Abend.

Stationen

  • Arua
  • Pakwach
  • Karumabridge
  • Chobe Lodge (Murchison Falls National Park)

171225 Heilige Messe und 171226 Maracha

25.12.2017

Am Vormittag, nach einem ausführlichen Frühstück afrikanischer Prägung, das heißt Kochbananen mit Fleischstücken, machen wir uns auf ins Heimatdorf von Lucy. Wir fahren von Arua nach Vurra, um dann dem Grenzverlauf zur DR Kongo entlang nach Logiri zu reisen.

Von dort ist es noch ein Katzensprung nach Anyavu, und zur Kirche.

Diese ist zwar schon 2 Stunden in Gänge, aber wir sind trotzdem herzlichst willkommen. Der Bruder von Lucy, Alex, freut sich riesig uns zu sehen. Vor der Kirchengemeinschaft müssen wir uns auch noch vorstellen, dabei kann ich meine drei Worte Lugbara wieder mal zum Besten geben. Großes Gelächter ist die Folge, die Leute sind nicht gewohnt, dass ein Mundu (Weißer) ihre Sprache beherrscht: Mi n’goni, ma ru Mike (Wie gehts, mein Name ist Mike).

Nach der heiligen Messe fahren wir noch zum Heimhaus, zollen den Gräbern von Semi und Hannah Oguda, den Eltern von Lucy Respekt. Dann steht das obligatorische Essen auf dem Plan, gefolgt von einem leckeren Weihnachtskuchen.

Die Zeit vergeht, bald schon heißt es Abschied nehmen und wir fahren im letzten Sonnenlicht zurück nach Anyafio. Den Abend verbringen wir gemütlich zu Hause.

Stationen

  • Arua
  • Vurra
  • Logiri
  • Anyavu

26.12.2017

Heute gehts weiter mit den Verwandtenbesuchen, wir fahren nach Maracha. Dort war ich zu meinen Dienstzeiten öfter mal zum Helfen im Krankenhaus, auch hier macht sich die neue Straße sofort bemerkbar. War es zu meinen Zeiten ein „hardship“, hier herzufahren, ist die Strecke heute bequem in 15 Minuten gemeistert.

Hier treffen wir Aunti Dee, eine Schwester von Lucy’s Mutter. Wir werden, natürlich, zum Essen eingeladen.

Der Gockelhahn muss aber erst noch eingefangen werden, daher besuchen wir gleich in der Nähe Tutu, eine Freundin von Lucy. Wir bekommen ein Bier und Soda’s serviert, dann steht auch hier ein volles Essen auf dem Tisch.

Na das kann ja noch heiter werden. Schmecken tut’s natürlich vortrefflich, daher langen wir auch richtig zu. Nach dem Essen gibts eine feine Pause, bevor wir zum nächsten Festmahl eilen.

Da auf einem ugandischen Bauernhof alle Tiere frei rumlaufen, haben unsere Kinder schon bald die Geißlein entdeckt. Welch ein Hallo.

Bei Aunti Dee dann das gleiche Spiel, der Gockel ist nun fertig, dazu gibts leckeres Ugali und Gemüse. So kann man schon leben. Gemütliches Plauschen mit den Angehörigen rundet unserem Besuch ab, es wird wieder Zeit, die Rückreise anzutreten. Zum Abschied bekommen sie noch eine Flasche Rotwein geschenkt, die werden wir am Abend noch genießen.

Vollgefressen, mit vielen neuen Eindrücken, besonders für Letu, fahren wir glücklich nach Hause.

Stationen

  • Arua
  • Maracha

171223 Auf nach Arua und 171224 Rasttag

23.12.2017

Um 6:00 Uhr in der Früh, bevor der arge Frühverkehr startet, fahren wir los nach Arua. Überraschend wenig Verkehr wälzt sich durch Kampala, dieser Tage ist der Verkehr hier richtig zäh geworden.

Ich habe mein „eigenes“ Auto bekommen und darf gleich beweisen, ob ich den Verkehr noch beherrsche. Und so ist st es, ich bin noch immer ein guter Drängler 😁.

Bald schon sind wir aus der Hauptstadt raus und fahren auf wunderbar hergerichteten Straßen in den Norden. Ich bin überrascht, wie gut die Wege hier gerichtet wurden.

Über Luwero erreichen wir Karuma, mit der berühmten Brücke über den Nil. Leider sind heute keine Paviane zu besichtigen, denen scheint einfach zu wenig Verkehr zu sein, oder ist es doch die Hitze.

Als nächstes erreichen wir Pakwatch, dort müssen wir nochmals über den Albertnil fahren. Kurz vor der Brücke sichten wir unseren ersten Elefanten, direkt neben der Strasse.

Nun ist es zum Glück nicht mehr ganz so weit, in Nebbi bleiben wir bei einem kleinen Straßengasthaus stehen und genießen köstliches Nynassa mit Ziegenfleisch und Erbsen. Köstlich…

Nach fast 9 Stunden erreichen wir endlich müde aber zufrieden das Haus in Anyafio. Paul und Ben, die derzeitigen Bewohner grüßen uns herzlichst. Und dazu gibt es ein Leckerbierchen.

Den Abend verbringen wie in gemütlicher Runde bei Essen und Bier, dann treffe ich mich im Anschluss noch mit „meinen“ ehemaligen Technikern, und höre mir an, wie es ihnen so ergangem ist. Es ist schön zu sehen, dass es allen gut geht.

StationenKampala

  • Luwero
  • Karuma
  • Parkwach
  • Nebbi
  • Arua

24.12.2017

Auch heute dürfen wir richtig ausschlafen, immer ist jemand da, der die Kinder versorgt. Die letzten Reisetage stecken mir doch noch in den Knochen.

Am Abend besuchen wir Robina, eine Tante von Lucy. Wir sind zum Abendessen eingeladen, eine große Runde erwartet uns schon sehnlichst.

Wie immer schmeckt das Essen super und die Kinder finden schnell Anschluss an die Gruppe. Spät abends machen wir uns auf den Heimweg.

Stationen

  • Arua

171221 Abreise Uganda und 171222 Ruhetag

21.12.2017

Eigentlich fängt unser Abenteuer schon einen Tag vor der Abreise an. Nachdem ich online einchecken will, bekomme ich die Meldung, dass Letu’s Reisepass nur noch 3 Monate gültig ist. Das bedeutet, kein Abflug für den Junior… außer, wir bekommen noch rechtzeitig einen neuen Pass.

Lucy hängt sich mordsmässig ins Zeug, sodass nach 3 Stunden ein neuer Notpass auf dem Tisch liegt. Puh, nochmals Glück gehabt.

Alfons bringt uns um 2 Uhr in der Früh zum Flughafen nach München. Der Verkehr ist wie zu erwarten sehr gering, sodass wir zeitig in „MUC“ stehen. Viel Gepäck wartet darauf, aufgegeben zu werden.

Bald schon sitzen wir im Flieger nach Brüssel, schnell umgestiegen befinden wir uns auf dem Weg nach Entebbe. Ein Zwischenstopp in Kigali gehört einfach dazu.

Um 00:45h erreichen wir endlich, nach fast 23 Stunden das Haus von Sinia, der Schwester von Lucy. Alles ist gut gegangen. Am Immigrationoffice sind wir schnell durchgekommen.

Die Wärme und die geruchsintensive Umgebung ziehen mich sofort wieder in den Bann, es ist schön, wieder hier zu sein.

Stationen

  • München „MUC“
  • Brüssel
  • Kigali
  • Entebbe
  • Kampala

22.12.2017

Am folgenden Tag steht mal ausschlafen auf dem Programm, dann faulenzen wir in der afrikanischen Sonne. Wir haben viel zu erzählen und hören, wie es hier zugeht. Gemütliches Essen runden den faulen Tag ab. Fein ist es hier.

Stationen

  • Kampala