Archiv des Autors: Wisse

250115 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Dienstag ist Skitourenabend am Glungezer (ebenso der Donnerstag), daher schau ich, dass ich früh von der Arbeit wegkomme. Ich fahre mit dem Bus nach Hause, pack meine Sachen und nehme den nächsten Bus zur Glungezerbahn. Die erste Sektion bis Halsmarter benutze ich den Lift, die Schneelage im Tal ist nicht mehr sehr gut… hier oben ist es viel besser.

Heute ist extrem wenig los, die Skifahrer sind schon nach Hause, daher entscheide ich mich für den Aufstieg entlang der Gondeltrasse. Und ich bin nicht der Einzige, der so entscheidet.

Der Vorteil, wenn man nicht erst am Abend losgeht, man kann noch die letzten Lichter des Tages ausnutzen und genießen.

Das Wetter ist wunderschön, die Abenddämmerung einfach nur herrlich. Ich steige entlang der Piste auf, es ist wunderbar leise und friedlich.

Bald erreiche ich den Schartenkogel (2.311m), mein Ziel. Im Westen geht der Mond auf, das Inntal liegt mir zu Füßen. Der Ausblick ist atemberaubend… hier kann ich mich nie sattsehen.

Während ich meine Sachen verstaue, die Aussicht genieße und mich auf die Abfahrt freue, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung… bei genauerer Nachschau entdecke ich eine Maus, die hier im Schnee, zwischen den Zirbenbänken herumhuscht… ein ungewöhnlicher Platz für ein so kleines Tier im Winter.

Ich ziehe mir die Ski an, schiebe mich hinüber zur Bergstation des Schartenkogellifts. Da sehe ich jemanden stehen, der mir bekannt vorkommt. Ich grüße, aber ich erkenne den Herren ob seiner hellen Stirnlampe nicht.

Die Abfahrt ist wunderbar, ich fahre auf der linken Piste bis über die Tulfeinalm, dann quere ich hinüber zur Abfahrt Richtung Halsmarter.
Am Lift angelangt, steht der Herr vom Gipfel neben mir. Groß und immer noch mit heller Stirnlampe, fragt er mich: „Ist er es oder ist er es nicht?“. Sobald die Lampe aus ist, erkenne ich Paul, meinen guten Freund. Welch ein Spaß… wir fahren gemeinsam im Bus nach Aldrans…

… und gönnen uns noch ein Bier im Café Maria. So eine Begegnung muss mit einem Bier begossen werden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:42 h
Gesamtlänge: 7,64 km
Höhenmeter: △ 749 m / ▽ 742 m
Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 1 / über 2.200 m LWS 2 (Triebschnee, Altschnee)

250105 Spazieren Hüttenmühlsee

Im neuen Jahr steht ein Besuch in Pflach auf dem Programm. Mit den Kindern fahre ich per Bahn nach Pflach, dort verbringen wir ein paar Schöne Tage.
Am zweiten Tag mache ich einen Spaziergang rund um den Hüttenbichl, hier ein paar Impressionen von der wunderschönen Winterlandschaft…

Wie gewohnt liegt im Ausserfern mehr Schnee als in Innsbruck, eine richtige Winterlandschaft…

Das alte Waldhaus steht immer noch, leider muss ich feststellen, dass chon wieder Vandalen am Werk waren und nun alle Fenstern eingeschlagen sind. Jammerschade…

Der Säuling lacht zu mir und spiegelt sich wunderschön im Hüttenmühlsee. Es ist bitterkalt, aber wunderschön!

Viel Sonne erreicht dieser Teil des Sees nicht, daher sind auch alle Halme und Gräser „reifüberzogen“.

Ein paar entspannte, feine Tage, die wir sehr genießen! Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in der Heimat!

241231 Jahresrückblick 2024

Auch 2024 ist wieder einiges von Statten gegangen. Bedingt durch meine neue Partnerin war die Motivation noch höher und so kann ich und wir gemeinsam auf ein paar tolle Touren zurückblicken.

Januar

Gestartet wurde das Jahr auf der Hütte in Pflach, mit einem Ausflug auf das Koflerjoch. Schnee war am Anfang des Jahres 2024 Mangelware, dennoch konnten wir die „Route Roman“ am Patscherkofel absolvieren.

Februar

Im Februar beschert uns das Wetter eine Schaufel voll Schnee und so wird es zumindest kurz winterlich. Genau das Richtige für eine Rodeltour und auch Skitouren

März

Der März präsentiert sich aktiv und durchwachsen. Mal ist es fast schon sommerlich, dann wacht man zu weißer Landschaft auf. Dementsprechend abwechslungsreich ist auch das Sportprogramm: Skifahren, Schneeschuhgehen, Rodeln, Wandern und Skitouren… alles ist drin!

April

Auch der April hat einiges zu bieten, neben Skifahren, Wandern und Fahrradfahren findet hier auch das mittlerweile legendäre „Buabenwochenende“ statt! Sogar eine Figlrunde auf der Nordkette ist dabei…

Mai

Der Mai ist sehr ereignisreich, eine Reise in die Toskana, Wanderungen und Radltouren in der Umgebung, dann noch das Familienwochenende in der Nähe von Salzburg, inklusive Alpaka-Wanderung. Da ist für jeden was dabei!

Juni

Im Juni starten wir richtig in die Wanderzeit, obwohl in den Bergen teils noch überraschend viel Schnee liegt. Achensee, Figln auf der Saile und ein paar Almen stehen auf dem Programm.

Juli

Der Juli ist zwar streng, aber leider ist weniger Zeit für sportliche Aktivitäten vorhanden. Die alljährliche Gipfelmesse auf der Viggarspitze, die Italienwoche und Mähen auf der Hütte sind die Haupttätigkeiten.

August

Im Sommermonat schaffen wir eine tolle Runde mit Andi auf den Haneburger! Touren auf den Säuling und den Glungezer und schließlich das Highlight des Jahres, der Tuxer Höhenweg sichern einen tollen August.

September

Im September zieht es uns hauptsächlich ins Karwendel und den Rofan, hoch über der Landeshauptstadt und dem Achensee ist es wunderschön!

Oktober

Der zehnte Montag präsentiert sich angenehm, daher wird hier noch fleißig gewandert, sei es im Inntal oder im Ausserfern.

November

Vielleicht nicht der typische Monat für eine Reise nach Venedig, hatten wir aber ideale Verhältnisse. Dazu kamen noch ein Wanderungen und die erste Skitour des Jahres, auf den Hoadl.

Dezember

Abgesehen von einer Wanderung auf die Walderalm steht der Dezember im Zeichen des kommenden Winters, und so manche Winteraktivität macht jetzt schon Spaß auf die kommende Saison!

Kombinierte Daten 2024:
Gesamtdauer: 347h
Gesamtstrecke: 2.070 km
Höhenmeter: △ 68.906m / ▽ 94.711m

Fazit
2024 war ein wunderschönes Jahr, das kann ich mit Bestimmtheit sagen. Die vielen Touren, die ich insbesondere mit Biggi genießen konnte, werden mir lange im Gedächtnis bleiben! Und einhergehend freue ich mich schon auf das neue Jahr, das hoffentlich genau so tolle Eindrücke bringt!

Ich blicke freudig auf 2025!

Prosit Neujahr!

241229 Rodeln Juifenalm (2.022m)

Heute steht mal ein feines Programm auf dem Plan. Wir wollen auf die Juifenalm, zum rodeln. Nach einem feinen Frühstück starten wir mit dem Auto ins Lüsenstal. Die Anfahrt ist lange, aber rentiert sich.

Der Parkplatz ist schon gut besucht, aber wir finden einen Platz. Dann starten wir über die Rodelabfahrt unseren Aufstieg. Die Bahn sieht toll aus, das wird sicher eine flotte Abfahrt.

Einziger Wermutstropfen ist der gemeinsame Aufstieg auf der Abfahrtspiste. Aber da noch nicht viele Rodler unterwegs sind, ist das kein Problem. Hier im Tal herrscht Winter, anders als im Inntal…

Die Umgebung ist ein Wahnsinn, namhafte Skitourenberge grüßen uns… Lamsenspitze, Zischgeles… diese warten noch auf eine Besteigung von uns.

Bald erreichen wir die Sonne, damit wird der Aufstieg noch feiner.

Im Aufstieg sind einige Leute, vor uns geht eine Gruppe von 3 älteren Herren. Die brauchen die ganze Breite des Weges und bewegen sich nur widerwillig, wenn Rodler von oben kommen… das löst bei mir nur Unverständnis aus.

Schließlich erreichen wir die schön gelegene Alm. Der Andrang ist groß, aber wir sind heute im Selbstversorgermodus, daher stört uns das nicht. Wir setzen uns ein paar Meter neben die Hütte und genießen die Sonne!

Der mitgebrachte Zelten schmeckt nach dem Aufstieg vorzüglich, dazu noch ein heißer Tee, was braucht man mehr! Vielleicht ein Bier… aber das gönne ich mir dann später!

Dankenswerterweise haben die Pächter hier ein paar Sonnenliegen aufgestellt, die wir benutzen dürfen. So ist die Pause richtig fein, fast will man hier liegen bleiben.

Wir freuen uns allerdings auf die Abfahrt, daher richten wir uns für die Abfahrt her. Dann beginnt der Spaß, rasch sausen wir die tolle Piste runter. Biggi ist eindeutig in ihrem Element, ich habe fast keine Chance, ihr nachzukommen.

Viel zu schnell ist der Spaß zu Ende, in Nu haben wir den Ausgangspunkt erreicht. Das war ein Spaß, den wir hoffentlich bald wieder wiederholen können!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:46 h
Gesamtlänge: 9,92 km
Höhenmeter: △ ▽ 576 m
Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 (Altschnee, Gleitschnee)

241228 Skitour Patscherkofel (2.246m)

Da mir die Tour mit Letu gestern so gut gefallen hat, beschließe ich heute nochmals mit Biggi die selbe Route zu nehmen. Wieder mit Bus und Gondel angereist, starten wir bei der Mittelstation.

Ein kurzer Aufstieg entlang der Piste, dann zweigen wir auch wieder in den Wald ein. Es sind einige Tourengeher am Weg.

Kaum haben wir allerdings die Abzweigung in den Wald genommen, ist auch schon Vorbei mit dem Ansturm, hier sind wir so gut wie alleine!

Von der Routenwahl her sind heute keine Überraschungen dabei, wir folgen stur der gleichen Spur wie gestern.

Durch eine Schneise sehen wir dann auch schon die Bergstation auf 1.969m). Wir bleiben allerdings im Wald auf unserer einsamen Spur.

Weiter oben passieren wir dann noch das Klimahaus, und über offene Flächen steigen wir höher und höher, wieder das Stubai im Blick!

Die Querungen unterhalb des Osthangs sind angenehm zu gehen, wir streifen die steilen Stellen nur ein wenig.

Wunderschöne Ausblicke zur Serles, Habicht und den Gletschern begleiten uns.

Der Blick schweift ins Inntal, es liegt zwar nicht viel Schnee, aber dennoch wirkt es ein wenig winterlich…

Der Blick vom Patscherkofel, egal ob Ober- oder Unterland, ist bei richtiger Wetterlage fast nicht zu toppen. Roßkopf, Hohe Munde, Martinswand, Nordkette… alle Berge liegen fast zum Greifen nahe!

Nach dem Waldgürtel erreichen wir den breiten Rücken des Patscherkofels. Die Form des Kofels erinnert mich immer wieder daran, dass dieser Berg zumindest teilweise unter dem Inntalgletscher gelegen hatte…

Wie üblich hat die Schneedecke am Gipfel sehr gelitten. Starker Wind, gute Sonneneinstrahlung, alles Feinde einer geschlossenen Schneedecke.

Dennoch finden wir eine feine Spur bis zum Gipfel, ohne die Ski ausziehen zu müssen…

Teilweise, gerade in Rinnen und Mulden liegt dann wieder viel Schnee und läßt mich tolle Fotos machen!

Beim nunmehrigen Aufstieg über den Westrücken erblicke ich auch den Morgenkogel, den ich vor vielen, vielen Jahren bestiegen habe!

Schließlich erblicken wir zuerst die Sendestation auf dem Kofel, dann stehen wir schon bald am Gipfel

Eine Einkehr in der Gipfelstube geht sich heute auch aus, fein ist es! Die Sonne ist total angenehm und überraschenderweise ist keine Lüftchen am Gipfel zu spüren. Wir sitzen auf der Veranda und genießen den Nachmittag!

Die Abfahrt klappt gut, es ist hart, aber gut fahrbar. Und im Tal angekommen, wartet schon der Bus auf uns. Super war´s…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 9,78 km
Höhenmeter: △ 531 m / ▽ 1.205 m
Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 / über 2.200 m LWS 3 (Altschnee, Gleitschnee)

241227 Skitour Patscherkofel (2.246m)

Der große Schneefall hat immer noch nicht eingesetzt, dennoch beschließen Letu und ich, heute eine kurze Skitour zu machen. Als Ziel wird der Patscherkofel ab Mittelstation auserkoren.

Mit Bus und Bahn haben wir schnell unseren Startpunkt erreicht, nun folgen wir den Schildern, die den Skiweg „Waldweg“ anzeigen. Im Verlauf verlassen wir allerdings diesen Weg…

Eine feine Skispur im Wald hat es uns angetan, ein paar steilere Passagen müssen bewältigt werden, dafür ist hier nichts los. Die meisten Tourengeher bevorzugen halt doch die Piste!

Vorbei am Klimahaus, einmal müssen wir die Forststraße queren, erreichen wir den weiteren Aufstieg zum „Kofel“

Hier liegt zumindest ein wenig Schnee und Bodenkontakt haben wir dank guter Spuranlage keinen, dennoch wäre eine „Schafel Schnee“ doch ganz gut!

Der Wald wird nun immer lichter, wir sind schon im oberen Teil der Tour. Die Bergstation der Kofelbahn haben wir schon länger unter uns gelassen, bei unserer Spurwahl sind wir dort gar nicht vorbeigekommen.

Der Ausblick ins Stubaital ist wunderschön, der Tag heute einfach nur herrlich! So macht das „Draussensein“ auf jeden Fall Spaß.

Wir steigen nun parallel zum Gipfelweg auf, kürzen aber immer wieder ein paar Kehren ab.

Im oberen Teil nehmen wir dann die Forststraße zum Gipfel, die letzten Meter sind angenehm zu gehen.

Zufrieden erreichen wir den Gipfel, für Letu eine große Freude. Eine Skitour mit Gipfelkreuz ist halt doch was tolles!

Da es heute recht angenehm ist, lassen wir uns am Gipfel ein wenig Zeit und genießen die Aussicht.

Ein Schluck Tee ist auch noch drinnen, dann fahren wir ab. Zuerst nehmen wir die Abfahrt über die Forststraße, später erreichen wir das Skigebiet. Für´s Gelände ist einfach zu wenig Schnee…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:57 h
Gesamtlänge: 10,24 km
Höhenmeter: △ 525 m / ▽ 1.209 m
Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 / über 2.200 m LWS 3 (Altschnee, Gleitschnee)

241201 Walderalm (1.501m)

Gestern auf der Piste, heute auf der aperen Sonnenseite in Innsbruck… zur Zeit ist fast alles möglich. Wir wollen heute nochmals per Pedes auf die Walder Alm. Wir parken in Sankt Michael (Gnadenwald), bei einem Privathaus und spazieren über erst kleine Wege am Klammbach entlang.

Bald erreichen wir einen Forstweg bei einer kleinen Brücke, die wir auch überqueren müssen. Wir wollen allerdings nicht auf dem zugegebenermaßen schönen Forstweg bleiben, sondern zweigen immer wieder auf den Steig ab, der die Serpentinen des Forstweges abkürzt.

Immer höher steigen wir hoch, die Sonne scheint direkt auf den Hang. Es ist so fein, dass ich bald die Jacke ausziehe und mit T-Shirt weitergehe. Beim Raufgehen funktioniert das sehr gut, lange stehen bleiben sollte man allerdings nicht.

Der Rundumblick in den Süden, zu den Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderschön…

… und auch der Hundskopf, der direkte Gipfel oberhalb der Walder Alm ist nun sehr gut sichtbar. Auch die Form des Hundekopfes kann man nun gut sehen.

Je höher wir stiegen, desto mehr sind die Spuren der niedrigen nächtlichen Temperaturen und der kommende Winter sichtbar. Vereiste Bäche und leicht angezuckerte Wiesen sprechen ein eindeutiges Bild.

Schließlich erreichen wir den lieblichen Boden der Walder Alm (1.501m). Die Alm ist sogar geöffnet, allerdings setzen wir in der Nähe an ein Feldkreuz und genießen den mitgebrachten Tee.

Im Hintergrund der Walder Alm sticht hauptsächlich die Huderbank-Spitze heraus, einen der nicht einfach zu besteigender Berg in der Hinterautal-Vomper-Ketter des Karwendels.

Im Süden lacht die Sonne vom Himmel, da sehen wir die Skigebiete am Glungezer und am Patscherkofel… diese werden auch bald, solange das Wetter mitspielt, öffnen!

Am Weg nach unten schaue ich nochmals auf den Hundskopf empor. Meine erste Klettersteigtour habe ich hier absolviert, auch schon viele Jahre her…

Rasch erreichen wir wieder das Tal, hier ist es angenehm warm und fein. Der Blick gegen Westen zeigt Hochmahdkopf und Hüttenspitze.

Wir holen unser Auto wieder am Privatparkplatz ab, leider ist niemand zu Hause.

Wir fahren daher rasch nach Innsbruck, dort machen wir uns ein feines Mittagessen und anschließend einen Kaffee! Ein feiner Tag war das wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:36 h
Gesamtlänge: 8,26 km
Höhenmeter: ∆∇ 620 m

241130 Hoadl (2.340m)

Heute steht die erste Skitour der Saison auf dem Programm. Ich bin sehr motiviert, denn ich habe mir unter dem Jahr neue Tourenschuhe gekauft und möchte diese schon länger ausprobieren. Endlich ist es soweit.
Wir starten am gut gefüllten Parkplatz, bzw. bei der Talstation. Da schon Herren- und Damenabfahrt geöffnet sind, beschließen wir über die Damenabfahrt aufzusteigen.

Wir sind bei weiterem nicht die Einzigen, allerdings stören die Tourengeher-Massen nicht, wir gehen in unserem Tempo los und finden bald eine angenehme Geschwindigkeit. Im unteren Teil ist es schattig und kühl, im oberen Teil sehen wir die Sonne, der wir uns langsam, aber stetig nähern.

Kurz nach dem Dohlennest erreichen wir endlich die wärmende Sonne, nun ist der Aufstieg wirklich angenehm. Gemütlich steigen wir höher, immer weiter dem Hoadlhaus entgegen.

Wir haben bestes Tourenwetter, es ist richtig fein. Und erst mal eine Pistentour ist ein guter Start in die neue Saison. Leider ist im Gelände viel zu wenig Schnee, zumindest für meinen Geschmack. Die Kunstschneepiste ist hart, aber gut zu begehen.

Schließlich erreichen wir den Hoadl, mit dem neben dem modernen Hoadlhaus unscheinbaren Kreuz. Es sind gefühlt mehr Tourengeher als Skifahrer am Weg…

Nach einer kurzen Pause mit einem Schluck Tee fahren wir über die Damenabfahrt wieder zurück ins Tal. Eine unspektakuläre, aber feine Einstiegstour, die Freude auf mehr macht… ich freue mich schon auf die nächste Tour

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:13 h
Gesamtlänge: 7,82 km
Höhenmeter: ∆∇ 780 m
Lawinenwarnstufe: 3

241117 Rumer Alm (1.230m)

Oh, der wunderbare Herbst lockt uns schon wieder in die Natur. Die Farben vom Himmel und der Natur sind einfach nur WOW. Da es in den Nächten nun schon frisch wird, wandern wir heute auf der Sonnenseite von Innsbruck. Es geht auf die Rumer Alm.

Wir starten direkt im Saggen, über den Psennersteg wechseln wir auf die Nordseite des Inns. Nun wandern wir über breite Wanderweg in Richtung Mühlauer Klamm.

Die Lärchen, meiner Meinung nach die schönsten Bäume im Herbst, strahlen vor blauem Himmel, dass es nur so eine Pracht ist.

Bald schon haben wir eine schöne Aussicht auf die Landeshauptstadt, im Hintergrund der mächtige König Serles und links davon der Patscherkofel.

Wir nehmen den Steig über die Guflhütte, der uns direkt in die Mühlauer Klamm führt.

Es ist relativ viel Wasser vorhanden, das wahrscheinlich vom Schmelzwasser des letzten kurzen Schneefalls herrührt.

Auch der Mühlauer Bach führt viel Wasser, was uns vor gewisse Herausforderungen stellt. Biggi hat zum Glück die wasserfesten Schuhe an, ich leider nicht. So eine Herausforderung habe ich nicht bedacht…

Und es kommt, wie es kommen muss… während Biggi mit Hilfe trockenen Fußes über das Wasser hüpft, klatsche ich promt ins Wasser im Nahbereich des Ufers. Sofort spüre ich Kälte am Fuß… aber zum Glück nur kurz!

Um das Ungemach zu vervollständigen, schlagen wir den falschen Weg ein, jonglieren über steiles Gras und mehrere Wasserläufe am Bach entlang, bis wir unseren Fehler feststellen. Wir müssen nochmals ein kurzes Stück zurückgehen und erreichen wieder den richtigen Weg.

Ab nun ist wieder alles in Butter, wir streben nun der Rumer Alm entgegen. Da wir schon in weiser Voraussicht eine volle Hütte erwarten, gönnen wir uns eine Pause mit Jause an einem sonnigen Platz. Sehr gemütlich ist es hier.

Nach einer ausgedehnten Rast wandern wir zur Rumer Alm (1.230m), die genau so wie vermutet voll bis auf den letzten Platz ist.

Wir beschließen, unser Einkehr-Glück auf der Arzler Alm zu probieren, daher müssen wir erst ein Stück am gleichen Steig zurück, um dann oberhalb der IKB-Baustelle auf feinem Weg weiterzugehen.

Der Lackensteig ist gut zu begehen, wir queren mächtige Lawinenrinnen, die erahnen lassen, was der Schnee, einmal in Bewegung, anzurichten im Stande ist.

Kurz vor der Alm haben wir nochmals einen schönen Ausblick auf die Tuxer Alpen, die wir heuer im Sommer durchschreiten durften.

Durch einen schönen Buchenwald, die Blätter liegen schon alle darnieder, erreichen wir die schön gelegene, gut geführte Raststätte.

Die Lawinenpoller, vor ein paar Jahren grunderneuert, sind ein weithin sichtbares „Landmark“ der Arzler Alm (1.067m)

Zu meiner Überraschung finden wir ein wunderschön sonniges Plätzchen an der Hüttenmauer, der Keller steht nach gefühlten 5 Sekunden bei uns und nimmt unsere Bestellung auf. Toll!

Wir genießen die Sonne, doch je tiefer sich diese senkt, desto kühler wird es auf der Terrasse. Daher brechen wir rechtzeitig auf, um noch zu lichter Stunde ins Tal zu kommen.

Rasch erreichen wir wieder den Aufstiegsweg, diesem Folgende sind wir bald wieder in der Stadt.

Wiederum queren wir den Psennersteg, nun sind wir fast wieder zu Hause! Eine feine Wanderung,

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:11 h
Gesamtlänge: 14,30 km
Höhenmeter: △▽ 771 m

241107 Alpensöhnehütte (1.345m)

Es herrscht wunderschönes Herbstwetter, perfekt, um noch ein wenig Wandern zu gehen. Heute soll das Halltal wieder mal einen Besuch unsererseits bekommen. Unser ursprünglicher Plan, den wir dann aber abändern, ist die Hüttenspitze.

Beim Hackl geparkt, gehen wir ein paar Meter zur Brücke des Weißenbachs, den wir eben hier überschreiten. Ein wenig weglos gehen wir am Bachufer entlang, bis wir den Stich zum Maximiliansbrünndl erreichen.

Hier verlassen wir den Bachverlauf und queren durchs Gelände zum Aufstiegspfad zur Hüttenspitze.

Gegenüber von uns liegt der Hochmahdkopf, den wir vor zwei Monaten besucht haben.

Nun haben wir den „richtigen“ Pfad erreicht, der in schönem Zickzack durch den Wald, hinauf in Richtung Halltaler Hütte.

Kurz vor der Hütte finden wir den Abstieg ins Halltal, der durch die Ladhüttenklamm führt und bei der ersten Ladhütte auf die Bergstraße gelangt.

Unser Weg führt weiter empor, die Farben im Herbst sind wunderschön. Zwar nicht so bunt wie im Frühjahr/Frühsommer, aber dafür warm und stimmungsvoll.

Die Luft ist klar, der Blick ins Halltal sensationell. Wir sehen bis zum Issboden, weiter oben soll dann der Ausblick noch besser werden.

Wir passieren die Halltaler Hütte (1.220m), kleine Details am Wegesrand faszinieren mit immer wieder. Hier entdecken wir zwei Pilze, die aus einem abgestorbenen Baumstamm wachsen.

Kurz bevor wir die Alpensöhnehütte erreichen, machen wir Brotzeit auf einer sonnenbeschienenen Lichtung. Die Zeit ist heute gegen uns, wir müssen am Nachmittag noch Erledigungen machen, daher beschließen wir, nach der Pause wieder abzusteigen.

Von der Lichtung erreichen wir ohne Höhenverlust die Alpensöhnehütte. Wunderbar über dem Halltal gelegen, hat diese private Hütte einen grandiosen Ausblick von der Terasse!

Die Aussicht ist immer noch gut, allerdings macht sich der Föhneinfluss langsam bemerkbar, in den höheren Schichten mehren sich die „Cirren“.

Ein paar Meter nach der Hütte ist eine kleine Aussichtskanzel. Hier verschlägt es uns fast die Sprache… einen besseren Ausblick auf das Halltal kann ich mir nicht vorstellen. Kartellerjöchl, Roßkopf, Stempel- und Lafatscherjoch… und auch die Plattentürme. Alles liegt in unserem Sichtfeld.

Ab hier steigen wir über einen wunderschönen Steig wieder ins Tal ab, der Steil, aber nicht schwierig ins Tal führt.

Ganz ohne dürfte der Steig dann doch nicht sein, speziell wenn man hier ein wenig „eingespritzt“ absteigt… so zumindest lässt es ein altes Gedenktaferl vermuten, das wir am Wegesrand sehen.

Das Halltal liegt schon im winterlichen Schatten, ungemütlich schaut es von oben aus und unten ist es nicht viel besser. Wir gehen flotten Schrittes hinaus zum Parkplatz, der dann doch noch in der Sonne liegt.

Diese gemütliche Wanderung hat es wieder mal gezeigt, das Halltal ist immer wieder einen Besuch wert!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:16 h
Gesamtlänge: 7,82 km
Höhenmeter: ∆∇ 648 m