Archiv der Kategorie: Wandern

260101 Wanderung Patscherkofel (2.246m)

Die letzte Skitour war nicht so üppig mit Schnee gesegnet, daher wollen wir heute mal eine Wanderung wagen. Während Biggi und ich uns für den Gipfel des Patscherkofels entscheiden, wollen die Jungs, Georg und Letu lieber Skifahren…

Wir starten am Gipfelhaus, über den Vitalweg wandern wir in gemütlicher Steigung höher und höher. Es ist angenehm, die Sonne ist aber heute nicht ganz klar sichtbar…

Wir sind gut ausgerüstet, so kann uns die Temperatur nichts. Und an den Füßen haben wir heute für den besseren Gripp die Spikes montiert.

Wohin wir auch schauen, ins hintere Viggartal zum Beispiel, es liegt nirgends auch noch nennenswert Schnee… zumindest nicht für Skitouren.

Der Weg zum Gipfel ist hart und eisig, aber auch hier möchte ich nicht nicht gerne mit Skier am Weg sein, denn spitze Steine sind unser stetiger Begleiter.

Am Gipfel machen wir nur eine kurze Pause, denn wir wollen bei der Bergstation (unserem Start) noch mit den Jungs was essen gehen.

Also verbleiben wir ein paar Minuten am Gipfel, dann wandern wir den selben Weg wieder zurück zur Seilbahn.

Auch im Oberinntal ist es frühlingshaft. Schnee nur auch den hohen Gipfeln, und da auch nur für die Optik.

Ich bin schon gespannt, ob und wann der nächste, wohlgemerkt bitter nötige Schnee kommt.

Rasch erreichen wir wieder die Bergstation und das Schutzhaus. Wir kehren ein, die Jungs sind schon da. Leider ist die Küche schon beim schließen, daher fahren wir zur Talstation, dort gibt es auch was Gutes…

Wir gönnen uns eine Pizza und lassen den feinen Nachmittag ausklingen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:31 h
Gesamtlänge: 5,87 km
Höhenmeter: △ 296 m / ▽ 295 m
Lawinenstufe: 1

251221 Wanderung Seegrube (1.905m)

Der große Schneefall lässt immer noch auf sich warten, daher machen wir heute eine herbstliche Wanderung auf die Seegrube (Nordkette) über den Seegrubensteig

Mit an Bord ist heute wieder einmal Doris. Wir treffen uns bei der Hungerburg (Talstation Nordkettenbahn). Ein paar Schritte über den Parkplatz, dann sind wir schon auf dem Steig, der erst über die alte Talabfahrt führt.

Bald schon zweigen wir auf den Steig ab, der mit ziemlich gerader Streckenführung aufwartet. Typisch „Innsbruckerspur“, denke ich mir.

Über uns fahren im Viertelstundentakt die Nordkettenbahn und transportieren Unmengen an Touristen auf den Berg. Und obwohl auf dem Seilbahnsteig auch viel los ist, ist es dennoch beschaulicher…

Immer wieder stehen wir vor der Wahl, steiler Steig, oder langatmige Serpentinen. Wir entschließen uns für einen „gesunden“ Mix, so macht der Aufstieg viel mehr Spaß.

Ich habe mir, auch wegen der Jahreszeit, die Skitourenhose angezogen. Das bereue ich nun, es ist mir speziell an den Beinen recht warm. Mittlerweile habe ich sogar nur noch ein T-Shirt an.

Der Abschnitt mit der bekannten „Stiege“ ist erreicht, nun heißt es, die teils recht hohen Stufen zu bewältigen. Das geht am Besten mit Ruhe und Takt.

Weiter und weiter steigen wir hinauf, 100 Treppen sind erreicht…

Wie viele Stufen es schlussendlich sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber wir haben es dann doch einmal geschafft.

Der Ausblick auf die Landeshauptstadt ist wunderbar, ich sehe sogar bis zu mir nach Hause.

Ab dem Ende der Stiegen müssen wir noch durch die „Grube“ hinauf bis zum Restaurant. Das geht wieder in einem Mix aus Forststraße und Abkürzungen.

Der 3er-Stützenlift ist nicht im Betrieb, zu wenig Schnee ist hier vorhanden…

Auch die Seegrube selber weit wenig Schnee auf. Es ist schon ein Kreuz heuer, bestes Wetter, aber kein Schnee… hoffentlich hat Frau Holle bald Erbarmen mit uns.

Die letzten Meter zur Bergstation laufen wir noch auf der Piste hinauf, dann haben wir es Geschafft… knapp 1000 Höhenmeter und einige Stiegen, ein doch ausführlicherer Sonntagsspaziergang.

Im Rückblick sehen wir noch einige Leute hochlaufen, es ist viel los hier auf dem Berg. Touristen, Bergläufer, Wanderer und auch ein paar Skifahrer, der Zauberteppich ist immerhin am Laufen!

Nach einer kurzen Beratung beschließen wir, sofern wir einen Platz ergattern können, im Restaurant einzukehren.

Und siehe da, auf der Terrasse werden wir fündig. Obwohl sehr viel los ist, finden wir doch einen Platz an der Sonne.

Es ist total fein in der Sonne, aber von Zeit zu Zeit macht sich dann der Südföhn bemerkbar, daher braucht es doch die Jacke und eine Kapuze. Wir essen eine Kleinigkeit, und genießen den Ausblick.

Die Sicht zum Patscherkofel, Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderbar!

Gestärkt und zufrieden fahren wir mit der übervollen Bahn zur Hungerburg hinunter, dort treffen wir Georg, es gibt Kiachl und einen Glühwein. Auch dieser nette, kleine Christkindlmarkt ist gut besucht.

Eine feine Wanderung, wenn sonst nicht viel möglich ist. Das werden wir bestimmt wieder mal machen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:26 h
Gesamtlänge: 4,56 km
Höhenmeter: △ 1.048 m / (Abfahrt mit Bahn)

251116 Wanderung Halltal, Winklerhütte (1.345m)

Das Wetter ist in Ordnung, der Bewegungsdrang wieder mal groß. Heute geht´s ins Halltal, aber heute mal ein bisschen neu gedacht. Wir starten am Hackl, wie üblich, und wandern zuerst in Richtung Alpensöhnehütte, auch der Weg auf die Hüttenspitze startet gleich.

Es ist bedeckt, aber nicht unfein, gerade die richtige Temperatur zum Wandern. Die Natur hat sich Herbst-mäßig bunt/bräunlich angezogen, die Farben und die vielen Schattierungen sind wunderschön.

Der Blick ins Halltal, von dieser Talseite aus gesehen, ist immer wieder spektakulär, besonders der Blick zum Lafatscherjoch mit den steilen Felswänden begeistert immer wieder…

Das Wetter ist eigen, es ist angenehm warm, aber nicht windig. Dennoch fühlt es sich leicht föhnig an. Schleierwolken verdecken die Sonne und dämpfen das Licht.

Wir erreichen die private Halltaler Hütte, schön auf einem Rücken gelegen.

Direkt nach der Hütte bewältigen wir ein paar steile Kehren und erreichen die Abzweigung zur Alpensöhnehütte.

Mit offenen Augen wandern wir durch die hier ursprüngliche Natur, es gibt einiges zu sehen.

An der Alpensöhnehütte (1.367m), auch Winklerhütte genannt, machen wir eine gemütliche Trinkpause…

… um nachher noch die Aussicht an der Seilbahnstation ins hintere Halltal zu genießen. Eine wunderschöne Gegend…

Wir folgen dem steilen Weg hinunter in die Bettelwurfreisen, hier zweigen wir in den Weg von der Bettelwurfhütte ein.

Ein Blick über die Schulter zeigt uns die Hüttenspitze und die berüchtigte Winklerwand. Diese Reise sind wir vor nicht allzu langer Zeit hinunter gelaufen.

Kurz vor der Straße müssen wir einen Murenstrich überqueren, das Halltal scheint Tag und Nacht in Bewegung zu sein.

Bei der zweiten Ladhütte wechseln wir nun auf den Fluchtsteig, der uns in Richtung St. Magdalena führt.

Schließlich erreichen wir das Alpengasthaus. Dieser Platz ist einer der Lieblingsplätze von Biggi und mir, gemütliche Einkehr und gutes Essen, was will man mehr.

Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen und genießen die Gastfreundschaft. Dann brechen wir wieder auf.

Über das Eibental steigen wir dieses Mal ab, normalerweise ist das unser Aufstiegsweg. Es geht relativ steil durch den Wald.

Schließlich erreichen wir wieder den Fluchtsteig, der uns hinaus zum Hackl führt.

Eine echt tolle Tour, mit sehr feiner Begleitung. Da freue ich mich schon auf eine Wiederholung!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:48 h
Gesamtlänge: 10,61 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 851 m

251109 Wanderung Walderalm (1.501m)

Das Wetter ist herbstlich angenehm, und Biggi und ich konnten die Buben motivieren, mit uns eine Wanderung zu unternehmen. Nach kurzer Überlegung kommen wir auf die Walder Alm, da waren wir schon länger nicht mehr…

Wir starten in Gnadenwald, zuerst ein Stück eine Forststraße hinauf, später durch den Wald.

Auf den Bergen liegt schon der erste Schnee, ein kleiner Gruß vom Winter. Letu und ich freuen uns schon auf die Jahreszeit, die am Besten mit zwei Brettern genossen wird.

Kurz vor der Alm spazieren wir über eine Almwiese, rechts auf einem Hügel liegt die Kapelle, Linkerhand die Walder Alm.

Kurz vor der Alm ist ein schöner Teich, der Hundskopf spiegelt sich wunderschön in dem dunklen Gewässer.

Überraschenderweise ist die Walder Alm geöffnet, innen finden wir leider keinen Platz, aber vor der Hütte bekommen wir einen nicht ganz so warmen Sitzplatz.

Gut eingepackt genießen wir ein feines Mittagessen, ein Hoch auf die Wirtsleute!

Da es nicht ganz so warm ist, brechen wir direkt nach dem Essen wieder auf, den Rückweg bestreiten wir auf bekannten Wegen.

Ein Blick zurück auf die Walderalm, die von der Huderbank-Spitze dominiert wird, zeigt wieder mal, wie schön diese Hütte liegt.

Wir kehren noch kurz bei der Kapelle ein, dann machen wir uns auf ins Tal.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: 8,02 km
Höhenmeter: ∆ 639 m / ∇ 617 m

251101 Wanderung Aldranser Alm

Die Tage der geöffneten Almen ist gezählt, die Ausfahrt mit dem Mountainbike ist auch nicht mehr so schick, wegen den Temperaturen wäre es… besonders beim Runterfahren…

Ich beschließe, auf die Rinner Alm zu gehen. Eine schnelle Runde, die sich immer rentiert.

Über den Rinnner Alm Steig steige ich schnell höher, im Wald wurde heuer viel geschlägert, ganze Waldstriche wurden freigeholzt.

Bald habe ich den steilen Stich erreicht und auch flott überwunden. Nun bin ich gleich bei der Alm.

Und siehe da, schon nach ein paar Minuten erreiche ich das Gatter zur Rinner Alm. Erstes Ziel ist erreicht.

Die Alm ist geschlossen, wie nicht anders erwartet. Daher mache ich mich über den Verbindungsweg auf, die nächste Alm zu besuchen.

Das Wetter ist super, dennoch haben die meisten Raststätten im Gebirge nun die Winterruhe angetreten. Die Rinner Alm stellt eine Ausnahme dar, denn hier ist im Winter auch geöffnet, mit tollem Rodelvergnügen.

Allerdings haben sie gerade „Betriebsurlaub“ und ich genieße eben nur die Aussicht, bevor ich mich weiter zur Aldranser Alm begebe.

Zuerst wander ich durch Wald, das letzte Stück muss ich über die gut gerichtete Forststrasse zur Alm hoch laufen.

Auch hier ist schon Saisonende eingeläutet, aber die Wirtsleute sind noch da und so gibt es noch ein paar Reste zum erwerben. Ich setze mich in die Sonne und bestelle ein gutes, kühles Bier. Das tut richtig gut…

Ein wenig später, und 2 Biere weiter mache ich mich auf den Weg ins Tal. Nun folge ich dem alten Almenweg in die Niederungen, genauer nach Fagslung.

Sobald man nicht mehr in der Sonne ist, wird es kühl… der Winter naht!

Tim Tal ist es dann wieder, speziell in der Sonne, wärmer. Ich wandere bis zur Bushaltestelle und werde für die letzten Meter von einer freundlichen Familie im Auto mitgenommen.

Das war wohl die letzte „bewirtschaftete“ Tour für 2025 auf die Aldranser Alm. Evtl. komme ich später wieder mal rauf, aber da werde ich dann wohl eher heißen Tee auf der Terrasse schlürfen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:11 h
Gesamtlänge: 7,68 km
Höhenmeter: ∆ 616 m / ∇632 m

251031 Rauschbrunnen (1.060m)

Um das feine Herbstwetter ein wenig zu nutzen, beschließen Biggi und ich, eine feine Rauschbrunnenrunde zu absolvieren. Wir starten am Wanderparkplatz beim Gasthaus Planötzenhof. Durch lichten Wald wandern wir in angenehmer Steigung zum Höttinger Bild

Vom Höttinger Bild geht es dann fast in gleicher Höhe in Richtung Alpengasthaus Rauschbrunnen.

Der Herbstwald ist magisch, die Farben zu keiner Jahreszeit so schön wie nun.

Wir erreichen den Rauschbrunnen (1.060m) schon bald, die Terrasse befindet sich im letzten Sonnenlicht, daher beschließen wir noch, hier ein wenig zu pausieren.

Die Pächter sind noch da, wir bekommen was zu trinken und genießen die feine Pause in der Sonne.

Der Blick in den Süden zeigt die beeindruckende Serles, aber auch Tuxer- und Stubaier Alpen.

Die Sonne steht schon tief, lange wird es nicht mehr bis zur Dämmerung dauern, daher wandern wir über den gleichen Weg wieder zurück in die Landeshauptstadt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 6,94 km
Höhenmeter: ∆ 382 m / ∇ 369 m

251011 Patscherkofel (2.246m)

Bei Prachtwetter soll man in die Natur gehen, das ist manchmal schon fast ein Zwang. Man schaut aus dem Fenster raus und die Sonne lacht vom Firmament. Raus, raus, raus…. ruft da das Wanderherz. Heute ist Georg mit und, Biggi und mir unterwegs, daher wird das Ziel auch ein wenig justiert. Eine Patscherkofelumrundung ist da gerade das Richtige.

Wir starten von der Bergstation (1.935m), dank neuem Freizeitticket fahren wir gemütlich mit der Bahn in luftige Höhen. Der Ausblick von dieser Höhe ist wunderbar, der Blick ins Stubaital ein Traum. Ganz leichter Bodennebel ist sichtbar, oder ist das doch der Hausbrand?

Wir starten direkt von der Station den Vitalweg in Richtung Gipfel, allerdings bleiben wir nicht allzu lange auf der Forststraße, wir zweigen auf einen kleineren Pfad ab. Dieser spart und die weitläufigen Kehren der Forststraße…

Rasch gewinnen wir Höhe, von dieser haben wir heute nicht allzu viel zu bewältigen. Kaum sind wir aus dem Waldgürtel getreten, tut sich die ganze Tiroler Bergpracht auf. Stubai, Wipptal, Oberinntal… und überall wunderbare Bergziele.

Die Herbstfarben sind ein Traum, erdige Brauntöne vermischt mit dem unglaublich blauen Himmel. Wir gehen ein wenig querfeldein, das Ziel, die Sendeanlage am Gipfel des Kofels ist schon in Sicht.

Schließlich erreichen wir den Gipfel. Die Gipfelstube ist zwar offen, aber das Essensangebot nicht jedermanns Sache, daher beschließen wir, bei der Bergstation einzukehren. Außerdem ist sowieso viel los in der Gipfelstube! Wir kehren ein Andermal ein.

Die Sendeanlage, schon fast ein Wahrzeichen auf dem Gipfel, ist und bleibt dennoch ein Ungetüm und wirkt ein wenig deplatziert.

Die, mittlerweile ist hier die Gipfelstube untergebracht, ehemalige Bergstation des Einserliftes auf den Kofelgipfel ist auch keine architektonische Meisterleistung. Aber immerhin wird sie heute noch nützlich verwendet. Auch ein Umziehraum für Tourengeher (im Winter) ist vorhanden.

Wir machen eine kurze Rast am Gipfel und genießen den Rundumblick.

Ins Unterinntal geschaut wirkt es hier weniger nebelig, sogar den Kaiser sehen wir heute wieder mal in seiner ganzen Pracht.

Dann steigen wir über den Osthang wieder ab in Richtung Bergstation. Unterwegs sehen wir Unmengen an Moosbeeren, leider sind diese schon überreif und nicht mehr schmackhaft. Wären wir 2 Wochen früher hier gewesen, eine üppige Ernte wäre uns Gewiss gewesen

Der Osthang liegt schon teils im Schatten und ohne Sonne ist es gleich kühl. Unter uns sehen wir die Grünbodenhütte auf dem tollen Boden oberhalb von Innsbruck.

Nach Osten geschaut sehen wir Viggar-, Neuner- und Sonnenspitze, den Glungezer kann man auch erahnen.

Die Farben sind faszinierend, der Herbst ist ein wahres Leuchtfeuer…

Steil zieht der Weg den Osthang hinab, dann erreichen wir die Grünbodenhütte und den Zirbenweg. Nun ist es nicht mehr weit zurück.

Der Zirbenweg, besonders gerne von Einheimischen besucht, ist breit und kinderfreunlich, und man kann nebeneinander gehen. So kommen wir auch ein wenig zum Quatschen.

Im Nahebereich des Schutzhauses steht immer noch die Stützmauer des alten Lawinentunnels, teilweise nagt der Zahn der Zeit an dem „Gemäuer“

Vor uns liegt nun Schutzhaus und Bergstation. Nach kurzer Beratung beschließen wir, in „Das Kofel“ einzukehren, hier wollen wir gut essen.

Ein feines Essen, gekrönt von einem Kaffee lässt uns die Wanderung ausklingen. Georg fährt ein wenig früher zurück in die Stadt, während Biggi und ich noch die wärmenden Sonnenstrahlen ausnutzen.

Der Nebel ist nun auch mehr geworden, besonders gut im Stubai zu sehen.

Wieder eine tolle Wanderung, die heute zwar gemütlich, aber auch sehr beeindruckend war. Ein Hoch auf die Berge!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:32 h
Gesamtlänge: 3,74 km
Höhenmeter: ∆ 292 m / ∇ 292 m

250921 Astenau Alpe (1.483m)

Nachdem wir gestern überraschend länger am Weg waren als geplant, machen wir heute eine gemütliche Runde aus Biggi´s Kindheit. Die Astenau Alpe am Achensee soll unser Ziel sein.
Gestartet wird in Eben am Achensee, am großen Wanderparkplatz.

Der Weg ist speziell für Kinder mit einigen Figuren und ausrangierten Schuhen geschmückt, so soll beim zugegeben monotonen Aufstieg durch den Wald keine Langeweile aufkommen.

MIt der Höhe wird zum einen der Wald lichter und natürlich auch die Weitsicht besser.

Bald schon sehen wir hinüber ins Karwendel, wir sind ja heute auf der Rofan-Seite unterwegs. Im Tal liegt Eben, rechts davon, für uns noch nicht sichtbar, der Achensee.

Ein lustiges „HALBZEIT“-Schild ist bald erreicht, die Zeiten, die am Parkplatz angeschrieben sind, haben wir deutlich unterschritten, stellen wir ein wenig überrascht fest.

Der lange Rücken des Stanser Jochs liegt nun westlich von uns gut einsehbar, daneben der Bärenkopf, von dem ich mittlerweile auch schon viel gehört habe.

Und dann stehen wir auch schon vor der Alpe. Mir fällt auf, dass im ganzen Inntal die Berghütten als Alm bezeichnet werden, nur das Außerfern, wie auch das Allgäu und die Vorlande wird auch oft die Bezeichnung Alpe verwendet… die Astenau bezeichnet sich eben auch als Alpe, ein interessantes Detail.

Bevor wir uns eine Einkehr in der Hütte gönnen, spazieren wir noch zur Materialseilbahn, um den Ausblick auf den Wilden und Zahmen Kaiser, das Zillertal und das Unterintal zu genießen.

Die Aussicht ist wunderschön, die Fernsicht auch. Dennoch sind die ersten Föhnfische am Himmel und deuten auf einen baldigen Wetterumschwung hin.

Wir setzen und auf eine Bank neben der Bahn und bestaunen unser schönes Tirolerland. Den Inntaler Höhenweg, den wir letztes Jahr begangen sind, können wir hier zu großen Teilen einsehen…

Es ist fein warm, der Wind hält sich noch in Grenzen, daher beschließen wir noch einen Besuch der schön gelegenen Astenau Alpe (1.483m)

Es gibt hier sogar ein Moar´n (Weizen-Cola) und einen Russ (Weizen-Sprite), die ein wenig an das Allgäu denken lassen… leider können wir hierzu nicht mehr herausfinden.

Das Schnitzel und der Schweinsbraten, sozusagen als Beilage zum Getränk, munden hervorragend, das Essen hier ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Dazu kommt noch die Freundlichkeit der Wirtsleute… alles perfekt, würde ich sagen!

Jeden noch so feine Pause hat irgendwann ein Ende, wir steigen erst ein paar Meter zur „Notburga-Kapelle“ ab, dann nehmen wir den selben Steig wieder ins Tal retour.

Eine kleine, aber sehr feine Runde am Achensee. Manchmal sind gerade diese kleinen Wanderungen voller Überraschungen: Für mich heute die tolle Alm und der wunderbare Ausblick… da komme ich sicher wieder her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5,47 km
Gesamtlänge: 2:06 h
Höhenmeter: △ 530 m / ▽ 515 m

250920 Lichtsee, Eggerberg (2.280m)

Schon längere Zeit wollte ich mir mal den Lichtsee im Obernbergtal anschauen. Das einzige Mal, wo ich in die Nähe gekommen bin, war während einer Skitour auf die Rötenspitze, und da war der See wohl unter Schnee begraben.
Heute starten wir bei bestem Wetter beim Gasthof Waldesruh, den wir mit dem Bus und Zug von Innsbruck aus erreicht haben.

Ein paar Meter vom riesigen Parkplatz weg liegt der trefflich benannte Waldbauer. Kurz nach dem Hof erreichen wir die Forststraße, die uns weiter in die Höhe führen wird.

Das herbstliche Licht ist wunderschön, die Farben sanft und doch satt, ohne das gleißende Licht des Sommers. Herbstzeit ist Wanderzeit, sage ich immer wieder!

Die Forststrasse führt durch lichten Lärchenwald empor, an diesen kann ich mich noch gut von der Skitour erinnern.

Schließlich erreichen wir die Kastneralm (1.734m), eine schön gelegene, aber nicht bewirtschaftete Hütte… bzw. bewirtschaftet ist die Alm schon, aber es gibt keinen Ausschank!

Kurz nach der Hütte wechseln wir von der Forststraße auf einen schönen Steig, der uns nun über wunderschöne Wiesen weiter in Richtung Lichtsee führt.

Es ist angenehm warm, aber nicht mehr so heiß, wie es dann und wann im Sommer war. Das perfekte Wanderwetter, mehr kann man nicht sagen!

Wir wandern in Richtung Nösslachjoch, aber viel spektakulärer ist immer wieder der Blick über die Schulter… das Tribulaun-Dreigestirn im Süden ist einfach eindrucksvoll.

Kurz vor dem See öffnet sich auch der Blick auf die sanften Berge in dieser Gegend, der Obernberger See mit dem umliegenden Bergen, Allerleigrubenspitze, Hoher Lorenzen, Geierkragen, Grubenkopf… allesamt bekannte und einfache Skitourenberge.

Der Herbst ist im Gebirge schon fest eingezogen, die Blätter der Moosbeeren (Heidelbeeren) verfärben sich rot, überall sind reife Granten (Preiselbeeren). Wir können dennoch widerstehen, diese Überfülle an Früchte zu ernten.

Schließlich erreichen wir den wunderschön gelegenen See. Wir setzen uns in die spätsommerlich-warme Almwiese und genießen die Ruhe am See… wir sind nicht die Einzigen, aber die Ruhe ist doch überragend. Im Hintergrund lacht der Olperer zu uns herüber…

Das Wasser schaut einladend aus, aber eine kurze Prüfung mit den Händen lässt uns zurückschrecken. Obwohl es ein paar Wenige gibt, die ins Wasser steigen, ist mir die Lust an einem (sehr) erfrischenden Bad vergangen.

Wir rasten eine Weile unterhalb der Fischerhütte, genießen unsere Jause im Angesicht des Sees und der Tribulaune, dann folgenden wir dem weiteren Weg in Richtung Nösslachjoch.

Die großen Steigungen haben wir schon am Anfang hinter uns gebracht, nun geht es in angenehmen Auf und Ab immer in der Nähe des Grates nach Nordosten.

Der Rundumblick bei dieser Wanderung ist einfach wunderbar, ich kann mich gar nicht sattsehen. Besonders der Blick in den Süden offeriert immer wieder neue Sichtungen.

An einer Stelle sind die Moosbeermatten besonders rot, es ist schon fast ein wenig kitschig.

Wir kommen immer näher ans Nösslachjoch, daher sehen wir mittlerweile auch gut auf den Brennerübergang nach Italien, rechts flankiert vom Sattelberg, links der beeindruckende „Spina del Lupo (Wolfendorn)“

Zwischendurch steigen wir vom Eggerjoch hinauf auf den Eggerberg, dieser liegt am Weg und bietet sich für eine kleine, einfache Überschreitung an. Auch hier ein krasser Unterschied zum damaligen Winteraufstieg.

Das letzte Ziel rückt nun ins Blickfeld. Der Wind hat mittlerweile stark aufgefrischt, es soll in den nächsten Tagen zu einem Wetterwechsel kommen, der sich mit stärkerem Föhnwind ankündigt. Das können wir hier eindeutig bestätigten.

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Zum Glück ist es nicht zu frisch, und auch sind wir froh, den Wind nicht die ganze Tour über gehabt zu haben.
Wir erreichen die Bergstation der „Hoher Turm“ – Bahn. Auch hier fällt mir wieder ein anderes Bild ein… Wintertraum… im Dezember 2023 hat das Wipptal hier anders ausgeschaut.

Im Panoramarestaurant Bergeralm gönnen wir uns ein Getränk und einen Apfelstrudel und beschließen so die tolle Tour von heute…

Mit dem Bus fahren wir direkt vom der Talstation wieder retour nach Innsbruck, so eine Rundwanderung mit Öffi´s ist schon was feines.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:49 h
Gesamtlänge: 10,53 km
Höhenmeter: △ 1.067 m / ▽ 339 m

250827 Wanderung Plansee (976m)

Heute stehe eine eher gemütliche Wanderung um den Plansee auf dem Programm. Das Wetter ist zuerst nicht so schön, aber es soll noch besser werden.
Von der Hütte fahren wir erst zur Mama, denn sie ist heute mit von der Partie… dann fahren wir zum Seespitz am Plansee.

Mittlerweile mit neuer, moderner Brücke ausgestattet, so starten wir unsere Wanderung direkt am Camping Seespitz.

Es ist noch kühl, doch angenehm. Wir gehen an der Westseite des Sees, am Fuße des Tauerns entlang. Die Uferregion, die Spiegelungen im Wasser, das Spiel der Wolken in der spiegelglatten Oberfläche des Sees, es ist magisch hier!

Bald erreichen wir den Übergang zwischen Plan- und Heiterwanger See. Hier wechseln wir die Ufer, nun geht es südseitig immer auf der ruhigen Seite des Sees nach Osten. Ein Blick zurück steht der Tauern vor uns, den ich vor Zeiten mit Papa überschritten habe.

Es ist noch ruhig am Uferweg. Der erste Teil war noch auf einer neu gebauten Forststraße, nun gehen wir auf einem schönen Steig um den See.

Manchmal fährt das Schiff der Planseeschifffahrt vorbei, dann klatschen ein paar Wellen ans Ufer. Ansonsten ist es unglaublich ruhig und entspannt.

Mama und Biggi versuchen es an einem Bootssteg mit „Bootsstoppen“, aber ohne Erfolg. Niemand kommt vorbei.

Also wandern wir weiter, hier am wilden Südufer sind die Hänge des Lichtbrennjochs ständig in Bewegung, viel Schutt wird hier abgelagert. Die Vegetation hat sich an dieses raue Klima gewöhnt. Ahorn, Wacholder und viel Staudenwerk versuchen hier ihr Glück mit der Ansiedelung.

Die Reste der letzten Bergstürze sind noch gut sichtbar und müssen immer wieder überquert werden. Hier zeigt sich die Natur von ihrer harten, zerstörerischen, aber eben auch kreativen und erneuernden Seite.

Und dann entdecken wir eine kleine Sensation. Schon ein paar Mal sind wir heute an rötlichen Moospolster vorbei gelaufen, jetzt entdecken wir einen kleinen Sonnentau, dann noch einen, und plötzlich ganze Haufen dieser fleischfressenden Pflanze.

Es ist wärmer geworden, nun kommen schon mehr Leute, um hier am Plansee zu entspannen, zu schwimmen oder auch mit dem Kajak zu fahren.

Und wir erreichen bald schon den letzten Teil unseres Ausflugs. Wir passieren noch die Fürchterlichhütte, ein Kleinod am See (Privathütte), dann sind wir am östlichsten Punkt angelangt.

Hier haben wir nochmals einen schönen Ausblick auf den Tauern, an dessen Fuß wir die Wanderung gestartet hatten.

Auch der Säuling, den wir vorgestern bestiegen hatten, liegt im Zwickel vor uns.

Am zweiten Campingplatz vorbei erreichen wir einen Kiosk, dort gönnen wir uns einen Kaffee und eine kurze Pause. Dann beschließen wir, mit dem Schiff die Rückfahrt zum Seespitz zu absolvieren.

Wir haben Glück, ich habe mit mit dem Zeitplan vertan, aber da wir ein paar Minuten zu früh sind, schaffen wir dennoch das Boot. Am Deck finden wir einen Sitzplatz mit Aussicht.

Und so tuckern wir mit der „MS Wilhelm“ gemütlich über den See, in kurzer Zeit erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Der Kapitän, ein junger Mann, hat sichtlich Spaß und keine Hektik bei der Arbeit. Und er strahlt Gemütlichkeit aus.

Das Auto steht direkt an der Anlegestelle, wir fahren wieder retour. Zuerst zu Mama nach Hause, dann weiter auf die Hütte. Es ist noch früh am Tag, daher haben wir noch genügend Zeit, die Sonne und die Gemütlichkeit der Veranda zu genießen.

Am Abend haben wir´s noch gemütlich, gutes Essen und feine Gespräche runden den tollen Tag ab!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 9,87 km
Höhenmeter: ∆ 107 m / ∇ 106 m