Eine ausgesprochene Frühjahrswanderung führt von Fritzens über das Larchtal nach dem ebenso genannten Wallfahrskirchlein „Maria Larch“. Biggi hat heute diesen Tourenvorschlag gemacht, unter anderem auch deshalb, weil die Wetterprognose nicht so stabil wirkt.
Leider ist der Parkplatz in Fritzens schon voll, aber wir finden eine feine Alternativ am Weg und stellen unser Auto neben der Straße ab. Hier führt ein kleiner Pfad hinauf zu unserer Route
Erst noch im Wald, erreichen wir bald die schönen Wiesen am Eingang des Taxertals. Hier führt uns der Weg abwechselnd über Asphalt und wieder Waldpfaden immer östlicher ins Tal.
Diese Gegend ist wunderschön, das haben sich auch die Pferdebesitzer gedacht, ein Pferdestall reiht sich an den Nächsten… unser Blickt schweift ein wenig weiter, die Hüttenspitze und der Hochmahdkopf mit dem Halltal liegen in der Ferne!
Das Farbenspiel des Frühjahrs ist im vollen Gange, auch wenn die Wiesen durch Überdüngung nicht mehr die natürliche Vielfalt aufweisen, sind sie doch schön anzuschauen.
Generell ist diese Gegen gut ausgestattet mit optischen Reizen.
Wir folgen erst dem Taxertal, dann zweigen wir in das Larchtal ein. Heute ist überraschend wenig los, ich hätte mir bei diesem Prachtwetter doch mehr Spaziergänger erwartet…
Über feine Wege folgen wir immer weiter dem Tale entlang.
Um schließlich kurz vor dem Erreichen der östlichen Straße auf den Wallfahrtsort zu stoßen.
Maria Larch ist bekannt für sein Heilwasser, das im 18 Jahrhundert einem blinden Mädchen geholfen haben soll. Noch heute kommen Leute und holen das Wasser direkt aus der Quelle.
Nun wenden wir uns wieder dem Inntal zu, wir erreichen die Häuser von Neu-Terfens und genießen den Ausblick auf Kellerjoch, Kuhmesser (Kuhmöser) und die Loas, der Sattel zwischen Kuhmesser und Gilfert.
Wir haben die Asphaltstraße, der wir nach Westen folgen, erreicht. Es ist fein warm und windstill, fast idyllisch… einzig die Landjugend, die mit den Motorrädern bei uns vorbeischießen, stören die Ruhe.
Mit Gilfert und auf der anderen Seite dem Patscherkofel im Blick beenden wir unsere Wanderung. Eine tolle Runde für´s Frühjahr, bei dem Wetter heute haben wir noch dazu richtig Glück gehabt.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:17 h Gesamtlänge: 11,62 km Höhenmeter: 374 m
Das Wetter ist Aprilhaft, die Übergangszeit immer ein wenig schwierig einzuschätzen. Wir beschließen, einen Sprung ins Halltal zu schauen, denn dort ist sicher auch schon der Frühling am Vormarsch.
Vom Hackl wandern wir ein paar Meter über die Salzstraße, dann zweigen wir ab auf den Fluchtsteig. Bei der Abzweigung ins Eibental überlegen wir kurz, gerade aus weiter zu gehen, doch dann nehmen wir doch den steilen Steig über das Eibental.
Im oberen Bereich des Aufstiegs liegt noch einiges an Schnee, das ist wohl auch ein Indikator, dass in höheren Lagen die Tourenmöglichkeiten, zumindest aus Wanderers Sicht, noch eingeschränkt ist.
Der schöne Blick ins Halltal begeistert mich immer wieder, der Schnee ist sichtbar, zumindest auf den Südlagen, in die Höhe verdrängt worden.
Beim wunderschönen St. Magdalena-Gasthaus ist heute Ende unserer Runde. Wir verzichten auf eine Einkehr, der Himmel hat jetzt mehr zugezogen und es ist kühler geworden.
Vorbei am Alpengasthaus, im Rückblick sehen wir die kleine, aber markante Hüttenspitze, erreichen wir wieder die Salzstraße.
An dieser entlang wandern wir bis zur zweiten Ladhütte. Vom Bettelwurfmassiv fließt einiges an Wasser ab, den tollen Wasserfall im Bild habe ich in dieser Form noch nicht gesehen.
An der Ladhütte wechseln wir wieder auf den angenehmeren Fluchtsteig, der uns zügig zum Ausgangspunkt bringen wird.
Der Weg zur Bettelwurfhütte sollte schon geöffnet sein, die Hütte selber hat noch geschlossen. Mittlerweile konnten neue Pächter gefunden werden und einer Öffnung der Hütte Ende Mai steht nichts im Wege.
Unterwegs entdecken wir unseren ersten Enzian dieses Jahr! Je tiefer wir kommen, desto mehr entwickelt sich die Natur.
Der Bergbach führt starkes Wasser, die Schneeschmelze ist im vollen Gange. Daher konnten wir auch den nicht immer vorhandenen Wasserfall heute sehen.
Am Hackl beschließen wir, das schon eröffnete Kneippbad einzuweihen, ich bin immer wieder überrascht, wie kalt das Wasser dann doch ist. Ein paar flotte Runden gehen sich im Wasser aus, dann brennen die Füße, und wir brauchen eine Pause! Der Wohlfühlfaktor stellt sich alsbald ein… kneippen ist schon doch was Gutes!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:44 h Gesamtlänge: 8,45 km Höhenmeter: 535 m
Unser dritter und letzter Tag in Meran. Nachdem wir gestern eine feine Runde um Meran, entlang der Waalwege gemacht haben, zieht es uns heute in höhere Gefilde.
Wir starten wieder bei der Unterkunft, nur heute in die entgegengesetzte Richtung. Unser erster Weg führt uns hinauf ins Dorf Tirol.
Durch das Dorf, sehr touristisch und heute im Zeichen der Erstkommunion, erreichen wir den Steig nördlich des Dorfes, der uns hinauf zu den Muthöfen führt. Auf dem Weg dorthin kommen wir am sogenannten Farmerkreuz vorbei.
Steile Wiesen am Weg zeugen von dem entbehrungsreichen Leben hier im „Land der Berge“. Heutzutage sind diese Plätze allerdings sehr idyllisch gelegen.
Die Aussicht von den Höhen auf Meran sind atemberaubend, das Wetter ist zwar nicht ganz so schön wie am Vortag, aber dennoch mehr als ausreichend für eine gute Aussicht.
Wir gönnen uns eine kurze Pause, genießen die Aussicht in vollen Zügen, dann wandern wir weiter auf unserem Weg.
Ein kleines Durchgangstor müssen wir durchschreiten, dann erreichen wir die Muthöfe.
Im Hintergrund sehen wir den Oberhochmuthof und das Gasthaus Steinegg. Beide sind über eine spektakuläre Seilbahn erreichbar.
Unser Weg führt nun nach Nordwesten, diesem folgend über einem kleinen, steilen Wiesenpfad, bis wir wieder Wald erreichen.
Fast ohne Höhenverlust wandern wir nun entlang dieses Steiges ins Fineletal mit dem Longfallhof, unserem heutigen Ziel.
In gemütlichem Auf- und Ab steigen wir immer tiefer in dieses einsame Tal, zumindest scheint es heute so.
Wir hören den Finelebach schon lange rauschen, schließlich erreichen wir den Talgrund und den schönen Wasserlauf.
Hier genießen wir wieder die nochmals eine kurze Pause, leider müssen wir feststellen, dass das Gasthaus heute geschlossen hat. Dennoch werden wir den sympatischen Ort noch im Vorbeigehen bewundern.
Lange habe ich gerätselt, woher der Name dieses Gasthauses wohl herkommen würde… nachdem wir den langen Wasserfall (Longfall) gesehen haben, ist uns allen klar, wie dieser Name entstanden ist.
Das Gasthaus selber liegt auf einer schönen Almwiese, es ist wohl früher mal wirklich eine Alm gewesen. Über die Qualität des Gasthauses können wir nicht Auskunft geben, eben weil geschlossen.
Der Pfad führt nun um das Gasthaus, dann ein Stück dem Zaun entlang, um schlussendlich wieder zum gewohnten Waldweg zu werden.
Im Sommer sicher fein zu gehen, ob des Schattens, finden wir den Weg heute auch sehr angenehm. Die Temperaturen sind ja jenseits der normalen Durchschnittstemperaturen (Stichwort Klimawandel), aber irgendwie auch richtig fein!
Am Weg retour kommen wir auch noch bei den bekannten Erdpyramiden vorbei. Hierbei handelt es sich um Konglomerat, auf dem ein Deckstein liegt. Dieser schützt ein wenig vor Erosion, allerdings werden die vom Deckstein ungeschützten Passagen ausgewaschen. Zurück bleiben Pyramiden-ähnliche Gebilde…
Die Natur ist hier in Südtirol auch schon wieder ein paar Wochen voraus, besonders angetan haben es mir die schönen Blüten des Waldsauerklees.
Je tiefer wir kommen, desto größer und vielfältiger wird die Blumenpracht. An der Passer sind schon regelrechte Blumenwiesen zu sehen…
Wir folgen einem kleinen Steig, der uns dann auch direkt an die Passer führt.
Diesem Gewässer folgen wir nur ein paar Meter, dann zweigen wir auf einen Pfad, der uns ins Zentrum von Meran bringen soll.
Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir wieder einen Waalweg.
Unsere Unterkunft können wir am Senderbühel schon erkennen, aber noch haben wir ein wenig Strecke vor uns…
Dieser Waalweg gefällt mir besonders gut, es sind ein paar kleine Täler zu queren und machen den Steig abwechslungsreich.
Schließlich erreichen wir den Beginn von Meran, die Zenoburg thront hoch über uns und der Passer und blickt grimmig auf uns herab.
Lieblicher ist hier der Übergang der Passer, Stromschnellen, kleine Katarakte und wunderschöne Felsformationen säumen den Weg.
Den letzten Weg bestreiten wir auf dem uns schon bekannten Tiroler Steig, der steil zurück zum Dorf Tirol führt.
Oben angekommen, gönnen wir uns noch eine Erfrischung, dann fahren wir (leider) schon wieder retour nach Nordtirol. Ich wäre gerne noch einen Tag geblieben… aber andererseits habe ich den Aufenthalt genossen und Lust auf Mehr bekommen.
Obwohl ich heuer das Konzept des Buabenwochenendes ein wenig geändert habe, finde ich die Wanderungen sehr gelungen. Es bleibt mehr Zeit, sich auszutauschen, das war bei den Klettersteigen nicht immer der Fall. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das nächste Jahr, wieder mit der gesamten Schar eine tolles Wochenende im Frühling verbringen zu können!
Tourendaten Gesamtdauer: 5:41 h Gesamtlänge: 20,31 km Höhenmeter: 1258 m
Der Samstag Morgen weckt uns mit wunderbarem Wetter, die kurze Hose wird gleich ausgepackt. Wir starten mit einem üppigen Frühstück in den neuen Tag. Heute stehen Waalwege (Südtiroler Wasserwege) auf dem Programm. Nach dem Frühstück starten wir direkt bei der Unterkunft, über den Tiroler Steig wandern wir nach Meran.
Wir müssen quer durch Meran, an der Passer entlang, vorbei an schönen Gebäuden, teilweise aus der K&K Zeit. Kaiserin Sissi war ja in Meran länger auf Besuch, davon profitiert die Stadt bis heute.
Der Passer weiter entlang passieren wir das „Ippodromo“ (Maiser Pferderennplatz), ein riesiges Areal mitten in der Stadt.
Wir überqueren die Etsch, nun müssen wir ein Stück bergan gehen, nun wird die Aussicht besser und besser. Bald sehen wir nochmals zurück auf Meran, das Ippodromo ist nun gut sichtbar. Im Hintergrund thront Ifinger und der Hirzer über der schönen Stadt.
Schließlich erreichen wir Marling und damit auch den Start in den Marlinger Waalweg, der wir nun ein paar Kilometer begleiten können. Allerdings gehen wir entgegnen dem Wasserfluss, da wir nach Norden nach Algund wandern.
Dieser Wasserweg wurden vom Kartäuserkloster Allerengelberg zur Bewässerung ihrer Weinberge angelegt. Erbaut wurde der längste Waalweg Südtirols (ca. 12 km) zwischen 1737 und 1756.
Wir haben heute den gefühlt perfekten Zeitpunkt für die Begehung gefunden. Das Wetter ist ein Traum und der Andrang hält sich noch in Grenzen.
Wunderschön in Schuss gehalten und immer noch in Verwendung, erinnern mich diese Wassergräben an die Levadas in Madeira.
Unterwegs gibt es immer wieder kleine Erfrischungen, natürlich gegen Entgelt.
Der Weg führt, dem Wassergefälle geschuldet immer eben am Fuß des Larchbühel, dem Hausberg Marlings entlang Richtung Norden.
Am Schluss, die letzten 800 m des Weges, wurde der Waal modernisiert und in den Berg verlegt. Dennoch ist der Weg noch begehbar.
An Steilwänden entlang, teilweise mit Brücken und Stegen ausgestattet, führt der Weg bis zum Übergang der Etsch.
Beim Zollwirt wechseln wir die Flussseite, nun erreichen wir den zweiten Waalweg, den hier heute begehen wollen.
Auch der Algunder Waalweg ist spitzenmäßig angelegt, der Pfad ist ein wenig breiter, und nur sind schon mehr Leute am Weg.
Viele Familien nutzen den feinen Tag für einen Ausflug, in der Ferne grüßen uns noch die schneebedeckten Berge
Mit flottem Schritt wandern wir nun gen Osten, nördlich von Meran in Richtung Schloss und Dorf Tirol.
Streckenweise können wir noch den alten Waalweg besichtigen, die Bauweise unterscheidet sich von den betonieren Trögen von heute sehr, natürlich sind diese Abschnitte auch wartungsintensiver.
In Gratsch zweigen wir nach Norden ab, denn wir wollen noch das Schloss Tirol besichtigen. Allerdings muss der Aufstieg zur Festung hart erkämpft werden, steil windet sich der Pfad zur Straße hinauf.
Stiegen, Waldpfade und schöne Aussicht, so kann man diesen kurzen Weg, der fast gerade den Berg hinaufführt, beschreiben.
Schließlich erreichen wir Kronsbühel mit der markanten Kirche, ab hier führt uns die Fahrstraße zum Schloss hinüber.
Wunderschön gelegen steht hier die Stammburg und wiege der Grafschaft Tirol. 1420 wurde der Regierungssitz der Grafschaft von Meran nach Innsbruck verlegt.
Das Schloss wurde umgehend renoviert und beherbergt ein sehr interessantes Museum mit baugeschichtlichen Betrachtungen der Burg.
Die Aussicht aus dem Rittersaal über den Talkessel von Meran ist spektakulär, fast übersieht man, wie wunderschön die Säulen am Fenster ausgearbeitet sind.
Erst um 1900 wurde das Burgareal wieder hergestellt, davor wurden Teile sogar als Steinbruch verwendet. Seit 2003 befindet sich im Schloss das Landesmuseum.
Besonders schön sind die Portal-arbeiten an der Kapelle, mit exotischen Tieren und Szenen.
Im Bergfried befindet sich eine für mich sehr interessante Ausstellung zu den Jahren seit der Teilung von Nord-, Ost- und Südtirol. Erst das Eintritt in die EU und die Gründung der Europaregion Tirol hat hier wieder ein wenig Ruhe einkehren lassen.
Über den ostseitigen Abstieg wandern wir aus dem Schloss nun nach Dorf Tirol.
Immer wieder begeistern die Ausblicke auf die Hügel- und Bergwelt rund um Meran.
Am frühen Nachmittag erreichen wir wieder den Schneeburghof, nach diesem Marsch haben wir uns eine Pause verdient.
Wir lassen den Nachmittag und Abend auf der Terrasse ausklingen, das Essen schmeckt heute besonders gut!
Tourendaten Gesamtdauer: 4:46 h Gesamtlänge: 21,93 km Höhenmeter: 485 m
Der Frühling kündigt sich mit Riesenschritten an, die Blumen sprießen und blühen, die Natur erwacht wieder. Zu den feinen Temperaturen steuern Föhn und mittransportierter Saharastaub auch noch ihren Teil bei.
Biggi und ich beschließen, auf die Rinner- und evtl. weiter auf die Aldranser Alm zu gehen. Also meine Trainingsrunde, gestartet wird wie üblich in Rinn.
Über den Rinner Almensteig machen wir gleich Höhe, die Temperaturen sind für die Jahreszeit aber echt ungewöhnlich… dem Klimawanderl sei „Dank“.
Der Föhn ist heuer auch stärker in Erscheinung getreten und überall im Wald können wir seine Spuren entdecken. Einige schöne, alte Bäume sind dem Südwind zum Opfer gefallen, teilweise mitten in intaktem Forst.
Wir haben ein gutes Tempo, und schon bald erreichen wir das Gatter zur Rinner Alm und schließen damit den ersten Teil der Wanderung ab.
Obwohl die Aussicht mäßig ist, freu ich mich ob der Temperaturen schon sehr auf die heurige Bergsaison. Einige Projekte habe ich auf meiner Liste…
Die Rinner Alm (1.380m) ist geschlossen, dennoch gönnen wir uns eine kurze Pause in der Schaukel
Die Sonne lugt durch die staub-durchdrungenen Luft, die Pause ist sehr gemütlich. So beschließen wir, da Schnee auch keiner mehr liegt, zur nächsten Alm aufzubrechen.
Durch moosbewachsenen Fichtenwald spazieren wir am Verbindungsweg gen Westen.
Wir erreichen die Forststraße, die hinauf zur nächsten Alm führt. Von hier haben wir ein paar Ausblicke auf das Inntal, leider ist die Sichtweite heute bescheiden.
Die Aldranser Alm (1.511m) ist auch noch geschlossen, allerdings wird es nicht mehr lange dauern. Wir setzen uns auf eine Bank, genießen einen Schluck Wasser. Die ersten E-Biker kommen auch schon oben an.
Der Wind ist der einzige Wermutstropfen heute, und schlussendlich ist es auch dieser, der uns von dem ansonsten gemütlichen Plätzchen vertreibt.
Auf dem Waldsteig wandern wir hinunter nach Fagslung, vorbei an der Wasserfassung für Aldrans
Immer wieder sehen wir Frühlingsboten, die uns an die kommenden warmen Saison erinnern, wie hier im Bilde der Huflattich.
Über die Felder vor Fagslung erreichen wir wieder Siedlungsgebiet, über das Industriegebiet wandern wir nach Aldrans.
Eine gemütliche Einstiegstour, in feinster Gesellschaft. So kann es weitergehen… Ich freu mich schon auf die kommende Saison…
Tourendaten Gesamtdauer: 2:57 h Gesamtlänge: 9,91 km Höhenmeter: △ 643 m / ▽ 853 m
Der Föhn wütet schon seit gestern im Land Tirol, besonders in den typischen Windschneisen. Damit fällt unsere geplante Skitour aus, wir müssen umdisponieren. Nach kurzer Überlegung fällt mir das Halltal ein, das ja durch die geographische Ausrichtung windgeschützt sein sollte. Zum Parkplatz Hackl fahren wir mit dem Auto, dann starten wir über die Salzstraße ins Tal hinein.
Schon nach kurzer Wegstrecke wechseln wir auf den feinen Fluchtsteig, der im unteren Bereich breit ist und feines „Nebeneinanderlaufen“ zulässt.
Der erste Teil der Wanderung liegt noch offen zum Inntale, daher bläst auch hier der Wind mit vehementer Intensität. Zumindest ist es nicht so kalt!
Beim Bettelwurfeck macht das Halltal einen Knick nach Westen, damit wird dem Wind ein Hindernis in den Weg gelegt und für uns wird der weitere Aufstieg angenehmer.
Wir bleiben immer nahe an der Bergflanke, wir beschließen beim Aufstieg, den Eibentalsteig zu nehmen. Damit sind wir nördlich vom Zunterkopf und an der Leeseite vom Föhnwind.
In der Früh war der Himmel noch recht schicklich, aber jetzt ziehen immer mehr Wolken auf. Dennoch, es ist lau und trocken, also wandern wir weiter.
Wir erreichen das wunderschön gelegene Alpengasthaus Sankt Magdalena, eine Einkehr ist obligatorisch. Wir finden einen feinen Platz in der Veranda-Stube, der Kachelofen ist eingeschürt, es ist lauschig warm in der Stube. Eine feine Tom-Yam-Suppe (Thai) mit anschließender Topfenschnitte stillen den kleinen Hunger.
Das Wetter wird leider eher nicht besser, daher machen wir uns an den Rückweg. Dieses Mal nehmen wir den „unteren“ Fluchtsteig, der durch schöne Buchen- und Eibenwälder ins Tal führt.
Zeitzeugen des ehemaligen Salzbergbaus sind immer noch sichtbar, die Soleleitung, die ich schon seit Jahren immer wieder fotografisch dokumentiere, ist immer noch „gut in Schuss“, zumindest streckenweise.
In den Grashängen und auch in den Schotterreisen sitzen, liegen und stehen Gämsen. Zum Fotografieren (mit der iPhone-Kamera) sind sie dann doch zu weit weg.
Am Talanfang lässt der Frühling seine ersten Boten sprießen, die ersten Leberblümchen, und auch Seidelbast entdecken wir.
Dies war eine feine Wanderung durch das Halltal, die sich heute rentiert hat. Während sonstige Aktivitäten ob des Windes wohl nur erschwert möglich gewesen wären, hat diese Runde definitiv Spaß gemacht.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:38 h Gesamtlänge: 7,72 km Höhenmeter: ∆ 533 m / ∇ 532 m
Am Freitag, den 23.02.2024 meldete sich der Winter mit Trompeten und Fanfaren zurück, mit Verkehrschaos im ganzen Niederschlagsbereich, von Osttirol, Zillertal, über das Wipptal bis ins Tiroler Oberland… Am nächsten Tag lacht uns ein blauer Himmel entgegen, und verzaubert die Landschaft in das sprichwörtliche „Winter-Wonderland“.
Da unsere Zeit, und auch unser „Wollen“ heute ein wenig bescheiden ist, beschließen Biggi und ich, einen ausgedehnten Spaziergang durch die Zauberlandschaft zu machen.
Wir starten direkt in Aldrans und spazieren über die östlichen Felder, vorbei am Altersheim, zum Goaßgogl. Die steileren Passagen im Wald sind unangenehm zu gehen, da der Schnee, bzw. der Untergrund rutschig wie Seife ist.
Über das Pfarrtal erreichen wir die Wiesen vor dem Widum in Ampass. Hier haben wir einen wunderschönen Blick auf die zwei Türme der Ampasser Pfarrkirche. Der obere Turm musste gebaut werden, weil die Glocke für den originalen Kirchturm zu schwer war.
Vorbei am Kirchbühel und dem Ampasser Widum, müssen wir ein paar Meter der Straße folgend bergan Richtung Ebenwald. Nach 200m zweigt ein Weg nach Rechts ins Herztal ab.
Der Weg führt durch den Wald, es liegt einiges an Schnee, aber die Stapferei geht gut von Statten. Die Temperaturen sind schon wieder relativ hoch, daher schmilzt der Schnee auf den Bäumen relativ schnell ab.
Überall tropft es, immer wieder brechen kleine Schneelawinen von den Ästen ab. Wir ziehen uns vorsorglich die Kapuzen über den Kopf, das spart uns ein paar Mal ein kühles Genick.
Durch das Tal erreichen wir bald den Herzsee, der teils gefroren vor uns liegt. Natürlich keine tragende Eisschicht, dafür sind die Temperaturen zu hoch, aber immerhin schaut es hübsch aus.
Vom Herzsee spazieren wir schlussendlich über die Dörferstrasse hinab ins Dorfzentrum von Aldrans! So schließt sich eine gemütliche Rund in der Umgebung von Aldrans.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:28 h Gesamtlänge: 4,79 km Höhenmeter: △ 169 m / ▽ 173 m
Gestern haben wir schon einen Teil der heutigen Route ausgekundschaftet, heute wollen wir die Überschreitung des Koflerjochs angehen. Biggi und ich haben auf der Hütte übernachtet, nach einem guten Frühstück kommt Papa noch zu unserer Wanderschaft dazu. Das Wetter ist heute ein Traum!
Der erste Teil des Aufstiegs liegt noch im Schatten, aber wir sind zuversichtlich, dass wir bald bestes Bergwetter genießen können.
Gegenüber sehen wir die Tannheimer Berge, die schon voll im Sonnenlicht strahlen. Was für ein Glück wir heute haben…
Beim Pflacher Älpele, das wir gestern schon besucht hatten, sehen wir ein wunderschönes Schauspiel: Cirren (Federwolken) am Himmel, wahrscheinlich bedingt durch eine Föhnströmung, sind wie Pinselstriche an den ansonsten blauen Himmel gemalt.
Kurz nach der Alm ziehen wir uns die Grödel an, die sich nun wieder sehr bewähren. Die Schneedecke ist hart gefroren und tragfähig. Daher reichen die Spikes und die Schneeschuhe bleiben noch am Rucksack.
Vom Grat beim Zunterkopf eröffnet sich ein besonderer Blick in die Ammergauer Alpen. Dieses zu Unrecht wenig bekannte und begangene Gebiet hat ein paar schöne Touren parat: Hoher Straußberg, Krähe, Hochplatte und Hochblasse. Hier könnte man Tage um Tage ohne Massenansturm verbringen.
Wir genießen eine kurze Pause und die Aussicht, mittlerweile haben wir die sonnigen Hänge erreicht. Der Schnee wird nun ein wenig weicher, aber noch brechen wir nicht durch den Harschdeckel durch
Während auf der Nordseite die Ammergauer Alpen locken, sehen wir im Süden den Eingang ins Lechtal, die Tannheimer Berge (Gehren-, Köllenspitze, Gimpel und Rotflüh). Heute sehen wir keine einzige Wolke am Firmament, auch das Tal ist heute sonnendurchflutet.
Den mächtige Säuling mit dem Ostanstieg und der Lehngära, und im Vordergrund unsere Spuren…
Wir folgen ungefähr dem Sommerweg auf den Gipfel des Koflerjochs, dennoch müssen wir das eine oder andere Mal ausweichen. Die Latschen sind mit Vorsicht zu genießen, unter den zugeschneiten Stauden können wir große Hohlräume verstecken, die unweigerlich zum Einbruch durch die Schneedecke führen.
Am Grat selber ist der Schnee ziemlich verblasen, die Aussicht zwischen Säuling und Tegelberg zeigt und schon das „Brettl-Eben“ Alpenvorland.
Die Sonne wärmt uns nun sehr gut, noch ein Stück schaffen wir am Rücken ohne Schneeschuhe, aber dann wird es doch Zeit, die Auflagefläche am Schnee zu vergrößern.
Die Schneeschuhe sind schnell angelegt, für Biggi übrigens das erste Mal, und dann stapfen wir schon am Grat weiter Richtung Gipfel. Schon von hier sehen wir, dass es hier heute nicht einsam ist…
Immer wieder müssen lassen wir unsere Blicke über die wunderschöne Landschaft schweifen, nach Westen blickens sehen wir Vils und Pfronten, darüber thronen die Große Schlicke, Vilser Kegel, Aggenstein, Breitenberg und viele mehr.
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Nun stehen wir schon direkt unter dem Gipfelkreuz, die letzten Meter steigen wir steil, aber doch problemlos zum Gipfel auf. Oben angekommen, schauen wir wieder in die Runde, unter uns der Almengrund der Kofelalpe, im Hintergrund der mächtige Bergstock der Zugspitze.
Da ich mir eine leichte Augenentzündung zugezogen habe, muss ich mit optischer Brille und darüber der Skibrille aufsteigen. Aber es ist eh Fasching…
Eine ausgiebige Pause am Gipfel, mit selbstgemachtem Zelten und Tee lässt uns neue Kraft tanken. Den Abstieg meistern wir, nachdem dies von ein paar entgegenkommenden Leuten empfohlen wurde, wieder mit den Grödeln. Der Aufstieg mit den Schneeschuhen war zwar leider kurz, hat aber viel Spaß gemacht.
Über die Sattelköpfe wandern wir nun hinab Richtung Dürrenberger Alm, die wir nach kurzem Auf- und Ab erreichen. Erst hatten wir überlegt, hier eine Einkehr zu machen, aber zum einen ist die Hüttenveranda voll, zum anderen haben wir noch eine gute Wegstrecke vor uns.
Am Westrand der Alm erreichen wir den Steig Richtung Falzkopfhütte.
Kurz bevor wir die Hütte erreichen, zweigen wir in die Sieben Täler ab, dieser Weg führt uns wieder zum Pflacher Älpele.
Hier wechselt der Weg nun häufig ab, zwischen hoch-winterlich und fast schon sommerlich. An manchen Stellen kommt wohl den ganzen Winter keine Sonne zu, daher müssen wir an diesen Stellen auch aufpassen.
Speziell der Oberlauf des Lettenbaches liegt in „ewigem Dunkel“ und ist stark vereist. Wunderschön anzuschauen, beim Abstieg mit ein wenig Vorsicht zu genießen
Der Schnee ist nur an einer Stelle stark gefroren, ansonsten ist es fast schon feiner Stapfschnee, in dem man gut Stufen treten kann. An den pfiffigeren Stellen ziehen wir die Grödel an, damit läuft es sich dann ganz sicher.
Nach einigem Auf- und Ab erreichen wir dann wieder das Pflacher Älpele, mit dem uns nun bekannten Weg zurück zur Hütte.
Die letzten Meter laufen wir angenehm der Forststraße entlang, ich finde diese Teil trotz Monotonie immer angenehm, denn hier kann man fein auslaufen…
Wir kehren noch kurz bei der Hütte ein, trinken ein Bier und Kaffee, Essen eine Kleinigkeit und räumen zusammen. Dann spazieren wir weiter ins Tal, zum Auto. Eine feine Zeit auf der Hütte neigt sich dem Ende zu, wir kommen hoffentlich bald wieder…
Tourendaten Gesamtdauer: 5:21 h Gesamtlänge: 13,10 km Höhenmeter: △ 1.074m / ▽ 1.060m
Diese Wochenende bin ich mit Biggi im schönen Außerfern, genauer gesagt auf der Hütte. Die Anreise am Freitag geht zügig, allerdings ist das Wetter alles andere als bergtauglich… es regnet. Am Morgen, wir wollen eine Runde wandern, regnet es zwar nicht mehr, aber es ist nebelig. Wir lassen uns nicht abschrecken…
Der erste Aufstieg von der Hütte folgt dem Forstweg, aber schon nach kurzer Zeit erreichen wir Steig zum Säulinghaus bzw. zum Koflerjoch.
Wir bewegen uns an der Obergrenze der Nebelbank, immer wieder erhaschen wir ein paar Sonnenstrahlen… das könnte noch ein schöner Tag werden.
Wir wandern über den Steig zum Pflacher Älpele, einer ehemaligen kleinen Alm im Gemeindegebiet…
Die Sonne wird immer prominenter, die Scharrhütte, eine Jagdhütte am gleichen Boden, leuchtet im Winterkleid.
Von der Alm zweigen wir auf den Forstweg Richtung Säulinghaus ab, das Koflerjoch wollen wir ohne Schneeschuhe nicht besteigen. Auch am Forstweg liegt viel Schnee, der das Stapfen manchmal beschwerlich macht.
Das wunderschöne Winterwetter und die damit verbundene geniale Landschaft ist allerdings jede Strapaze wert.
Die Wolken hängen nur noch im Tal, hier oben auf dem Berg herrscht wünderschönes, fast schon kitschiges Wetter vor.
Der Blick ins Lechtal, kurz vor dem Säulinghaus liegt immer noch fest eingepackt unter Wolken…
Schließlich erreichen wir das Säulinghaus, das jetzt im Winter nur an ausgewählten Tagen offen hat. Wer lastet der Schnee auf dem Vordach, ich hätte nicht gedacht, dass so viel Schnee hier oben liegt.
Biggi und ich setzen uns in die Sonne, wir beobachten, wie sich die Wolken im Tal langsam verziehen und auflösen.
Nach ausgiebiger Rast wandern wir über den Säulingsteig zurück zu Hütte.
Der Säuling leuchtet heute mit dem frischen Schnee wunderschön.
An der Stelle, die vorher noch den Lechtalblick mit Wolken versperrt hat sehen wir jetzt den Lech und das untere Lechtal.
Beim Blick zurück nach Norden stelle ich mal wieder fest, der Säuling ist der schönste Berg für mich.
Wir müssen ein gutes Stück durch den Wald, die milden Temperaturen habe diesem nun in einen sprichwörtlichen Regenwald verwandelt. Überall tropft der schmelzende Schnee herunter.
Immer wieder leuchtet die Sonne durch das Unterholz und verzaubert den Wald.
Schließlich erreichen wir die Hütte, und wir genießen einen Kaffee bei den letzten Sonnenstrahlen auf der Veranda. Sobald der Feuerball verschwunden ist, muss geheizt werden, damit es gemütlich bleibt.
Wir kochen was Gutes, spielen Karten und lassen den feinen Tag ausklingen.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:18 h Gesamtlänge: 8,86 km Höhenmeter: ∆ 633 m / ∇ 674 m
Der letzte Tag eines schlussendlich wunderschönen Jahres. Und das in bester Gesellschaft, mit Biggi im Halltal… was will man mehr! Unser eigentlicher Plan, mit den Schneeschuhen zu gehen, verwerfen wir gleich am Anfang des Halltals… es liegt einfach nicht genug Schnee!
Das Wetter ist ein wenig bewölkt, es ist auch sehr warm geworden. 10°C sind aktuell in Absam gemeldet… und das merken wir auch am Anfang…
Über den Fluchtsteig steigen wir höher und höher, und der Schnee lässt wirklich auf sich warten!
Ab der zweiten Ladhütte ist es dann doch endlich ein wenig winterlich, wir wechseln auf die Salzstraße, die auch als Rodelbahn dient.
Immer mehr Schnee türmt sich auf, dennoch wäre es heute mit Schneeschuhen nicht fein gewesen.
Bald erreichen wir auch die Abzweigung nach Sankt Magdalena und die zweite Ladhütte. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu den Herrenhäusern.
Schließlich sind wir bei den Herrenhäusern angekommen. Der erste Besuch gilt der Kapelle, danach gönnen wir uns Tee und einen eiskalten Radler.
Im Knappenhäusl gibt es immer wieder etwas zu entdecken, heute fällt mir der „Aufhänger“ an der Damentoilette auf..
Seit ein paar Jahren kümmert sich ein Verein um das Herrenhaus, damit dieses nicht noch mehr verfällt. Ich hoffe, dass das auch aufgeht!
Vom Bergwerk wandern wir erst ein Stück die Salzstraße nach Absam, zweigen dann aber nach Sankt Magdalena ab. Das Alpengasthaus ist offen und wir gönnen uns eine wunderbar schmeckend „Thai-Suppe“…
So gestärkt wandern wir über den Fluchtsteig wieder ins Tal.
Die Hüttenspitze, das Ziel der ersten Bergtour von Biggi und mir, liegt direkt vor uns, allerdings nun im Winterkleid.
Obwohl nicht so viel Schnee wie gewohnt im Halltal liegt, muss doch gesagt werden, dass im Gegensatz dazu das Inntal fast „sommerlich“ wirkt… bis in hohe Lagen liegt aktuell kein Schnee! Ohne Beschneiung wäre Skifahren wohl nicht überall möglich!
Ab dem Bettelwurfeck ist dann der Weg fast aper, unterwegs sehen wir noch ein paar Gämsen, die in einer Reise grasen.
Eine gemütliche, würdige Abschlusstour für das Jahr 2023! Ein wunderbares Jahr neigt sich dem Ende zu und macht Platz für ein neues, frisches Jahr 2024!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:32 h Gesamtlänge: 12,55 km Höhenmeter: ∆ 744 m / ∇ 738 m