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210416 Seeblesspitze (2.628m) ✨

Der Winter ist in den letzten Tagen wieder bis in die Tallagen vorgedrungen, die Berge glitzern in reinstem Weiß. Wolfi macht den Vorschlag, den Tag frei zu nehmen für eine Skitour. Nach kurzer Suche entscheiden wir uns für das Arztal. Eigentliches Ziel soll die Grünbergspitze sein, aber dazu später…

Start ist beim bekannten Parkplatz Hinterlarcher, jedes Mal wieder begeistert mich hier die faire Parkgebührenpolitik! Danke an dieser Stelle dafür!

Die Schneelage erscheint beim Hinterlarcher erst nicht üppig, aber am Forstweg liegt bald genug Schnee, um die Ski anzuschnallen.

Mit jedem Meter wird die Schneehöhe besser. Eine Spur führt hinein ins Arztal, jedoch sind seit dem letzten Schneefall nicht mehr viele Leute hier gewesen.

Ich kenne den Weg zum Arztal Niederleger vom Sommer, da ich hier ein paar Mal unterwegs war, aber im Winter verändert sich die Landschaft dennoch stark…

Wolfi ist seinen neuen Skiern unterwegs, das merke ich speziell am Tempo, das heute deutlich zugelegt hat.

Kurz nach dem Niederleger, über eine Kuppe kommend, eröffnet sich das wunderschöne Skigelände des hinteren Arztals.

Mit uns sind zwei junge Männer am Weg, die uns beim Aufstieg überholen. Das ist uns nicht unrecht, denn diese legen nun eine schöne Spur und machen uns den Aufstieg angenehmer.

Immer wieder bewundern wir die Auswirkungen des letzten Wintereinbruchs. Es ist kühl, aber sehr sonnig. Dementsprechend glitzert die Sonne auf der Schneeoberfläche…

Am Ende des Almbodens erklimmen wir eine etwas steilere Stufe und erreichen den Arztaler Hochleger.

Im Hintergrund sehen wir unser eigentliches Ziel, die Grünbergspitze (2.790m). Wir müssen noch ein gutes Stück aufsteigen, das Gelände ist jedoch sehr angenehm zu begehen.

Die Grünbergspitze teilt sich einen großen Teil des Aufstiegs mit der Seeblesspitze, er im Bereich der Seeblesböden teilt sich der Weg. Hier stellen wir fest, dass der weitere Aufstieg zur Grünbergspitze schon einen unangenehmen Harschdeckel aufweist, daher beschließen wir kurzentschlossen, auf die Seeblesspitze mit ihren Nordhängen auszuweichen. Hier lockt noch Pulverschnee…

Der Blick von dieser Höhe ins Wipptal lässt uns fast vergessen, dass es schon Mitte April ist.

Vor dem Gipfel wird es nochmals ein wenig steiler, der Untergrund ist sehr hart, daher ziehe ich mir der Bequemlichkeit geschuldet Harscheisen an. Es sind zwar nur ein paar kurze, rutschige Stellen, aber ich bin dennoch froh, die kleine „Krallenhilfe“ zu haben.

Schließlich erreichen wir unser Tagesziel, auch wenn sich dieses erst während der Tour ergeben hat.

Ein Gipfel mit schönem Gipfelkreuz erwartet uns. Es ist richtig zapfig (kalt) am höchsten Punkt, garniert mit eine „Wipptal-üblichen“ Brise. Eine lange Pause wird das hier also nicht werden…

Der Blick nach Osten zeigt uns noch die Grünbergspitze mit feinen Skihängen, wenn denn die Schneequalität passt.
Mittlerweile sind mit uns sechs Leute auf dem Gipfel, das Gedränge hält sich allerdings sehr in Grenzen… mich fasziniert die Ruhe in diesem Tal, berücksichtigt man die Nähe zu Innsbruck, immer wieder.

Da die Kälte echt unangenehm ist, verstauen wir unser Zeug und stürzen uns ins Vergnügen. Und das ist es im oberen Teil auch wirklich. Waden-tiefer, sehr feiner Pulverschnee. Und das Gefälle ist auch perfekt, um ein paar schöne Schwünge in den frischen Schnee zu ziehen.

Gemessen an der Schneequalität ist diese Tour mein Highlight im Winterhalbjahr 2020/2021. Um es mit Wolfi´s punktgenauen Worten zu wiederholen: „Perfekt!“

Wir genießen die Abfahrt, bei einer nicht so steilen Passagen verschneide ich einmal und schaue als Konsequenz aus wie ein Schneemann… egal, es macht einfach Spaß.

Bis zum Hochleger finden wir besten Pulver vor und Wolfi beweist sein untrügliches Gespür für die besten Ecken, unverspurt und fein zu fahren.

Je tiefer wir abfahren, desto mehr leidet die Schneequalität. Das Frühjahr ist trotz niedrigen Temperaturen mit einer starken Sonneneinstrahlung merkbar.

Dennoch, der Spaß der Abfahrt ist uns in die Gesichter geschrieben, auch wenn ich mir immer wieder ein wenig besseres Skikönnen wünschen würde.

Beim Arztaler Niederleger (Arztalalm) machen wir unsere wohlverdiente, am Gipfel ausgefallene Pause. Die Sonne scheint genau auf die windgeschützte Bank, da schmeckt die Jause gleich doppelt.

Die Aussicht, mit wunderschönen Abfahrtsspuren, zeigt uns das Pfoner Kreuzjöchl, eine Tour, die noch auf meiner Liste steht.

Die weitere Abfahrt bestreiten wir über die Forststraße, der Schnee ist nun schon schwer, Kurven zu fahren eine Kunst…

Wir können trotzdem fast bis zum Ende der Forststraße abfahren, am Schluss schaut so mancher Stein aus dem Schnee, außer ein paar Schreckmoment entsteht jedoch kein bleibender Schaden…
Eine wunderschöne Tour, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Und wenn es ist letzte Tour für heuer wäre, sie wäre absolut würdig dieses Titels..

Tourendaten
Gesamtlänge: 15,56 km
Gesamtdauer: 4:47 h
Höhenmeter: 1.355 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Triebschnee)

210409 Rinner Wald

Eigentlich ist das Ziel eine schnelle Runde auf die Rinner Alm gewesen, aber wegen umfangreichen Holzschlägerarbeiten können wir den gewohnten Weg nicht benützen.
Die Alternative erweist sich als nicht ganz so günstig, irgendwann beschließen wir, den Weg nicht weiter zu verfolgen und die Rinner Alm Rinner Alm sein zu lassen. Die läuft uns schon nicht weg.
Wir lassen es uns nicht verdrießen, trinken ein gemütliches Bier aus Manni’s Rucksack (der muss in dem kleinen Ding eine Quelle haben), und spazieren wieder zum Ausgangspunkt. Hauptsache draußen in der wunderschönen Natur…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 5,31 km
Höhenmeter: 373 m

210329 Sonnenspitze (2.639m)

Die Zeitumstellung bringt abgesehen von einem durcheinander gewirbelten Biorhythmus auch gewisse Vorteile. Die Sonne steht länger am Firmament, so kann nun manche Tour, die besser bei Tageslicht begangen wird, auch nach der Arbeit durchgeführt werden.

Mit Wolfi treffe ich mich heute, um die Sonnenspitze im Glungezergebiet zu besteigen. Der erste Teil ist ident mit dem mir sehr bekannten Aufstieg auf den Schartenkogel.

Da aktuell das FIS-Rennen stattfindet, wurden wir vom zuvorkommenden Liftpersonal informiert, nicht die Piste, sondern die Skitourenroute zu verwenden. Und speziell bei der Abfahrt sollten wir auf entgegenkommende Ratracks achten.

Im oberen Teil der „Pistentour“ kürzen wir ein wenig über Gelände ab. Vor uns, als mächtiger Block, ergebt sich das Glungezermassiv.

Kurz vor Erreichen des Schartenkogel zweigt der Weg nach Westen ab. Wir verlassen die Piste und steigen über eine gut ausgetretene Skispur höher.

Die Frühlingssonne scheint schon recht warm, daher können wir den Aufstieg „hemdsärmelig“ bestreiten, ein Privileg des Frühlings…

Lange stehenbleiben dürfen wir trotzdem nicht, sobald der „Motor“ runterfährt, wird es kühl… und animiert uns sogleich, weiterzugehen.

Der Gipfel des Glungezer, des Nachbargipfels „unserer“ Sonnenspitze, kommt in Sichtweite. Auf seinem Haupt, bzw. ganz in der Nähe steht die berühmte Glungezerhütte und die militärische Einrichtung „Goldhaube“.

Unser Ziel ist nun auch in greifbarer Nähe gerückt, einen letzten Hang müssen wir noch im Zickzack aufsteigen.

Dann stehen wir auf dem höchsten Punkt der Tour, der Sonnenspitze (2.639m). Die Aussicht ist phänomenal, es ist fast windstill auf dem Gipfel und die Sonne lacht noch schwach vom Himmel.

Der Blick nach Westen zeigt mir den Verlauf einer meiner heurigen Touren, der „Route Roman“.

Nach Osten liegt das schon grüne Inntal vor uns, auf den Bergen liegt aber noch genügend Schnee, um noch die eine oder andere Tour zu ermöglichen.

Am Gipfel ist es kalt geworden, daher fahren wir ab. Der erste Teil ist gut befahren, aber dennoch im Gelände. Da stellt sich Buckelpistengefühl ein.

Den unteren Teil bestreiten wir im Skigebiet, einmal kürzen wir noch über eine weitere Buckelpiste ab. Die Sonne steht nun tief und zaubert warme Farben auf die bestens präparierte Pisten.

Mit der Gondel fahren wir das letzte Stück ins Tal, am Parkplatz genießen wir noch die letzten Strahlen der untergehenden Sonne… perfektes Timing zu einer perfekten After-Work-Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:50 h
Gesamtlänge: 10,17 km
Höhenmeter: 1.185 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Altschneeproblem, Gleitschneeproblem)

210326 Patscherkofel Schutzhaus (1.965m)

Obwohl die heutige Tour zugegebenermaßen meine Wochenendplanung komplett durcheinander gewirbelt hat, hat es sich absolut rentiert. Wenig anstrengend, schönstes Wetter, eine gute Aussicht, T-Shirt-Temperaturen und last, but not least, wunderbare Gesellschaft in Form von Wolfi! Was will man mehr…
Die Tour ist ja schon hinlänglich durch andere Beschreibungen auf diesem Blog bekannt, daher lasse ich hier ein paar Bilder sprechen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,61 km
Gesamtdauer: 2:10 h
Höhenmeter: 960 m
Lawinenwarnstufe: 1

210324 Rinner alm (1.394m)

Das Wetter will ausgenützt werden, so zieht es mich nach der Arbeit noch schnell auf die Rinner Alm… schon zum x-ten Mal. Dieses Mal ist Manni dabei, der schon „Aldranser-Alm-geprüft“, nach kurzem Überlegen zusagt.
Auf der Alm zaubert Manni zwei „Zillertaler“ aus dem Rucksack… eine feine und wohlschmeckende Überraschung
Zum Weg selber muss nicht mehr viel gesagt werden, daher teile ich hier nur ein paar Impressionen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,65 km
Gesamtdauer: 1:47 h
Höhenmeter: 497 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee)

210323 Schartenkogel (2.311m)

Und wieder steht eine schöne „After-Work-Tour“ auf den Schartenkogel auf dem Programm. Ich fahre mit dem Bus zur Talstation. An der Bushaltestelle treffe ich Paul, mit dem ich am Hirzer gewesen bin.
Bei der Talstation muss er noch auf ein paar Leute warten, derweilen mache ich mich schon auf den Weg. Von Halsmarter steige ich rasch neben der Piste, im Pulk mit zig anderen Sportlern auf.

Das Wetter ist wunderbar, die Sonne lacht vom Himmel und es ist fast ein wenig lau.

Der Ausblick auf das Inntal ist wunderbar, wenn gleich die Fernsicht ein wenig getrübt ist. Gerade dieser lichte Nebel macht für mich den Reiz dieser Stimmung aus.

Ich nehme den linken Weg zum Schartenkogel, also nicht über die Piste, sondern ein wenig über flaches Skigelände.

Die Steigerei macht richtig Spaß, die Geschwindigkeit ist heute aber höher als sonst.

Über eine letzte Kuppe steigend, sehe ich nun auch mein Ziel, ein im heurigen Jahr schon mehrere Male besuchtes Gipfelkreuz, den Schartenkogel.

Die Aussicht vom Rücken auf das Skigebiet und besonders auf das Glungezermassiv ist beeindruckend. Die die Abendsonne tut den Rest dazu.

Am Gipfel sind schon ein paar Leute, unter anderem treffe ich wieder David (von letzter Woche).
Mir ist kalt, ich ziehe mich rasch um, genieße den Sonnenuntergang. Dann fahre ich wieder ab. Mein Zeitfenster ist ein wenig beschränkt, ich muss zum Bus. Wie der Sausewind rausche ich die Piste hinunter, die Gondel kommt mir unglaublich langsam vor… was sie jedoch faktisch nicht ist. Im Tal habe ich nur noch Minuten, ich jogge mit den Tourenskischuhen zum Gemeindeplatz, und erreiche gerade noch den Bus. Wunderbar!

Was für eine schöne Tour das heute war, im Bus genieße ich die letzten Sonnenstrahlen, bevor sich die Sonne zur Nachtruhe begibt.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,15 km
Gesamtdauer: 1:10 h
Höhenmeter: 771 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Triebschnee, Gleitschnee)

210316 Schartenkogel (2.311m)

Ein kurzes, letztes Aufbäumen des Winters bringt nochmals schönsten Pulver in unsere Lande. Da bietet sich ein Ausflug auf den Schartenkogel, direkt nach der Arbeit an. Mit dem Postbus fahre ich direkt von zu Hause (ohne Umsteigen) zum Skigebiet, mit der Gondel hinauf zur Mittelstation.

Die letzten Ski- und Snowboardfahrer rauschen die Piste hinunter, während ich mich leicht bekleidet die alte Pistentrasse hoch quäle.

Das Wort quälen verwende ich in Zusammenhang mit jeglichen Sportarten nur selten, aber die ehemalige Trasse des Schlepplifts hat es echt in sich. Mich wundert manchmal, dass wir zu Zeiten des Schleppers ohne Blessuren rauf gekommen sind.

Nur kurze flachere Stücke laden zum Verschnaufen ein, dann kommt der nächste Steilanstieg. Doch nach ca. 400 Höhenmeter erreiche ich die Bergstation der neuen Bahn und bin aus dem Gröbsten raus.

War das Wetter bis hier noch in Ordnung, ist nun eine Kombination aus Dämmerung, Wolken und Schneefall eingetreten. Die Sicht ist schlecht, teilweise kann die Aufstiegsspur nicht gesehen werden.

Trotzdem sind immer wieder wunderschöne Stellen zu bestaunen, das Zusammenspiel von Bäumchen, frischem Schnee und Felsen fasziniert mich hier am „Glungi“ immer wieder…

Kurz vor der Bergstation „Schartenkogellift“ holt ein einsamer Tourengeher zu mir auf. Welche Überraschung, es ist ein Arbeitskollege von mir… David. Wir gehen gemeinsam weiter, und bald erreichen wir das Ziel, das Gipfelkreuz des Schartenkogels (2.311m)

Es ist nicht nur bitterkalt, sondern auf windig. Eigentlich nichts Neues, in dieser Ecke, aber immer wieder aufs Neue „grausig“. Rasch ziehen wir uns um und fahren wieder ab.

Der Aufstieg war steil, aber gut. Der Aufenthalt am Gipfel wie üblich kalt, windig und nicht besonders einladend, dafür war die Abfahrt richtig lustig. Weicher, fluffiger Schnee versüßt mir den Abschluss der Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge:7,77 km
Höhenmeter: 803 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Triebschnee, Waldgrenze, alle Expo.)

210315 Erste Figlversuche

Wer schon mal auf Figl gestanden ist, weiß, was das für ein Gelächter ist. Speziell für jene, die nicht auf den Figl´n stehen. Aber was sind Figl… das sollten zumindest die Tiroler kennen… Figl steht für Firn Gleiter, eine lustige Erfindung aus der Mitte des letzten Jahrhunderts.

Lange Rede, kurzer Sinn, Letu und ich machen uns bei sehr untypischen Figlverhältnissen zur Heiligwasserwiese auf, um unser „neues“ Spielzeug auszuprobieren. Und gleich vorweg… einfach ist anders… Letu macht auf jeden Fall die bessere Figur und deshalb sind keine Beweise meiner Fahrkunst sichtbar…

Wie man auf den Bildern sieht, handelt es sich um einfache Aluschienen mit einer Bindung drauf, die mittels Schnur gebunden wird.

Leider ist das Gefälle der Heiligwasserwiese nicht so groß, daher ist die Fahrerei noch ein wenig schwieriger.

Wir haben trotz des Wetters die größte Gaudi, die Teile sind „Fun Pur“, und werden sicher noch öfter im Einsatz sein.

210312 Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter der nächsten Tage verheißt wieder weiße Pracht, ein der Jahreszeit nicht ungewöhnlicher Zauber. Heute jedoch locken die milden Temperaturen, gaukeln schon eine noch nicht ganz eröffnete Wandersaison vor.

Das Ziel, heute gut gangbar, ist die Aldranser Alm. Und einen neuen Mitstreiter habe ich auch gewonnen, Manni begleitet mich auf dieser Marsch.

Wir starten in Fagslung, einem kleinen Weiler von Aldrans. Von hier müssen wir erst ein Stück mit dem Forstweg vorlieb nehmen, bis wir den eigentlich Steig erreichen. Dieser führt dann, immer wieder die Forststraße kreuzend, relativ direkt Richtung Alm.

Im oberen Drittel der Wanderung müssen wir uns mit Schnee und Eis herumschlagen, eine Stelle, ein vereister Bach, erfordert höchste Konzentration…

Der letzte Teil ist steil und führt und fast aper hinauf zur Aldranser Alpe.

Dann stehen wir vor der gemütlichen Hütte. Hoffentlich auch bald wieder geöffnet, und wieder zu einer feinen Einkehr einladend.

Wir setzen uns auf die Westseite der Hütte, auf einen leckeren Trunk müssen wir nicht verzichten, denn irgendwie haben sich Dosen in den Rucksack verirrt und wollen jetzt konsumiert werden.

Das Wetter wechselt währenddessen dauern die „Gesichtsfarbe“… mal düster wie hier, dann wieder Sonnenschein…

… sogar kurzzeitige Schneeschauer sind dabei. Da möchte man fast meinen, das Wetter des Folgemonats sei am Werke.

Nach der gemütlichen Rast, die Dämmerung setzt nun ein, läuten wir den Abstieg ein.

Naturgemäß geht es runter viel schneller als rauf… dennoch ist Obacht, speziell bei den eisigen Stellen angeraten.

Im oberen Bereich des Anstieges, bzw. nun Abstieges, sind immer wieder längere Eis- und Schneeflächen zu passieren.

Obwohl teilweise Konzentration gefordert ist, sind wir natürlich nicht aus der Ruhe zu bringen und haben so manches Späßchen am laufen…

Als wir beim Parkplatz ankommen, ist es schon fast dunkel. Das Timing heute war perfekt, ein toller Auftakt in die neue Wandersaison.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:50 h
Gesamtlänge: 9,68 km
Höhenmeter: 627 m

210310 Rinner Alm (1.394m)

A schnelle Tour nach der Arbeit, da bietet sich die Rinner Alm geradezu an. Mit Junior starte ich direkt nach der Arbeit zuerst mit dem Auto nach Rinn, zum Parkplatz bei der Kirche.

Vom Parkplatz wandern wir ein paar Meter auf der Asphaltstraße, dann erreichen wir das Ende der Rodelbahn. Diese sind wir noch vor Kurzem runter gerauscht…

Es ist der Jahreszeit entsprechend kühl, aber im „Bergaufgang“ wird uns schon warm ums Herz und in den Muskeln und Fasern.

Dennoch, Sonne haben wir auf der Wanderung heute keine… und das läge nicht an einer Wolkendecke oder ähnlichem… nein, es liegt einzig an der Uhrzeit und auch der Hangausrichtung…

Der Rinner Alm Steig ist ein angenehm angelegter Steig, der bis auf eine steile Stelle eine moderaten Anstieg zur Alm erlaubt.

Im Sommer, besonders an heißen Tag eine empfehlenswerte Strecke, ist es hier im Winter relativ kühl, auch wenn im Tal schon die Frühjahresgefühle erwachen…

In der unteren Hälfte verläuft der Weg immer im dichten Wald, nur ein paar Schneisen erlauben einen schönen Rundblick, wie hier auf das Bettelwurfmassiv.

Trotz hoher und fordernder Geschwindigkeit ist Letu immer wieder für Späße zu haben, sei es ausgewachsene Bäume ausreißen, laufen, springen und sonstigen Schindluder.

Die Forststraße auf die Alm verläuft im feinen Zickzack den Berg hinauf, der Wanderpfad geht weniger Kompromisse ein, schnurstracks verläuft die Schneide den Wald hinauf. Und natürlich haben wir Zweitere gewählt…

Ungefähr ab der Hälfte wird das Vorhandensein von Schnee immer häufiger. Generell gut begehbar, offenbaren einzelne eisige Stellen einen tückischen Hinterhalt.

Mit offenem Auge für Rutschpartien, aber auch mit dem wunderbaren Farbenspiel am Horizont klimmen wir immer weiter nach oben.

Eine letzte, zugegeben mächtige Schneelandschaft müssen wir meistern…

… dann erreichen wir das lustige „Tor zur Alm“, wie ich es gerne betituliere.

Die Alm hat zu, es war nicht anders erwartet. Selbst in normalen Jahren wäre nun, ob der nicht-fahrbereiten Rodelbahn wohl kaum offen, noch unwahrscheinlicher unter der Woche…

In einer windstillen Ecke ziehen wir uns schnell um. Handschuhe, Kappe und wärmende Jacke sind nun angezeigt, als der Tag flux der Nacht den Platz überlässt.

Ehrfürchtig beobachten wir das tägliche Spiel am Horizont, da so gar nie langweilig wird.

Den ersten Teil des Abstiegs schaffen wir ohne Lampen, spätestens im Wald brauchen wir zur unfallfreien Orientierung ein zusätzliches Licht…

Gerade um die blanken Eisstellen zu erspähen, ist die Stirnlampe ein wahrlich rentables Werkzeug, das zwar fast immer im Rucksack schlummert, aber heute gute Dienste verrichtet.

Naturgemäß ist der Abstieg wesentlich schneller als der Aufstieg bewerkstelligt. Die Schrittgeschwindigkeit wird durch ein gewisses Unwohlsein von Letu im Wald, wohl der vielen unheimlichen Geräusche geschuldet, immer schneller. Und daher stehen wir schneller als erwartet wieder am Ausgangspunkt…

Eine gemütliche Feierabendrunde, die wir heuer hoffentlich noch öfter nach der Arbeit / der Schule absolvieren können.

Tourendaten
Gesamtlänge: 5,16 km
Gesamtdauer: 1:42 h
Höhenmeter: 503 m