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240618 Figln auf der Saile (2.404m)

Schon ewig ist es her, dass ich mich Michi auf dem Berg war… heute endlich treffen wir uns, und Michi hat gleich ein „Schmanker“ vorbereitet.
Vom Parkplatz „Axamer Lizum“ starten wir, neben der Standardausrüstung mit Figl bestückt in Richtung Halsl und Saile…

Der Frühling ist auch hier eingekehrt. Überall sprießen Enzian, Platenigl und vielerlei Blühwerk und erfreuen das Auge!

Michi macht das Tempo, und so erreichen wir innerhalb kurzer Zeit das Halsl. An diesem Übergang ins Stubai teilen sich die Wege. Wir wandern heute weiter in Richtung Saile, man könnte aber weiter auch auf den Ampferstein oder eben ins besagte Stubai (über Pfarrach)

Mein obligatorischer Wetterbericht darf natürlich nicht fehlen, das Wetter ist sehr fein, allerdings ein wenig windig!

Je höher wir steigen, desto schöner wird der Blick in den „Kessel“ der Kalkkögel, wo die Adolf Pichler Hütte liegt. Im hinteren Bereich, beim Steingrubenkogel und auch der Seespitze liegt noch viel Schnee in den Rinnen… ein Hoffnungsschimmer für unser heutiges Unternehmen.

Die Wiesen sind hier voller Blumen, ein buntes Meer liegt vor uns.

Bald kommt der Gipfel der Saile ins Blickfeld. Wir haben ein paar Wanderer getroffen, die Meisten mit Schlafsack und Isomatte am Weg… das Ziel ist klar und selbstredend. Die Saile ist bekannt als „Schlafberg Innsbrucks“.

Das Wetter wäre an sich toll zum Übernachten, der Wind würde mich aber stören, in dieser Höhe ist die Brise empfindlich kalt geworden.

Wir statten dem Gipfel nur einen kurzen Besuch ab, dann wandern wir nach Südwesten, zur Mairrinne. Diese im Winter bekannte Tourenvariante wollen wir mit den Figln abfahren. Viel Schnee wird nicht mehr liegen, aber vielleicht reicht es aus.

Sobald wir in die Rinne reinsehen, wissen wir auch, dass wir die Abfahrt genießen können. Wir pausieren im oberen Bereich, verspeisen unsere Jause und bestaunen das einsetzende Farbenspektakel am Himmel, Vorbote des kommenden Sonnenuntergangs.

Dann heißt es, Jacke, Gamaschen, Figl und Handschuhe anziehen, und dem Vergnügen steht nichts mehr im Wege. Ich bin bis jetzt immer mit Skischuhen gefiglt, daher ist es für mich am Anfang eine größere Umstellung…

… aber der Schnee ist super weich und die Sonnen schein zumindest im oberen Bereich noch auf die Rinne. Das muss einfach Spaß machen!

Michi macht den ersten Schwung, ein wenig geübter als ich, aber Kontrolle ist bei den Figln sowieso eine Eigenschaft, die nicht ganz zutreffend ist!

Überraschend schnell habe ich die Bewegung mit den weichen Bergschuhen heraußen. Und so macht die Rinne sehr viel Spaß. Sobald man von der Sonnen- auf die Schattenseite wechselt, merkt man einen „Härteunterschied“ der Schneedecke.

Ein Heidenspass, der sich hier uns erschließt…

… leider viel zu schnell wieder vorbei! Die letzten Meter steigen wir „klassisch“ ab, die Figl verstauen wir wieder am Rucksack.

Die Sonne schiebt sich hinter ein Wolkenband am Horizont, und sobald der Feuerball verborgen ist, wird es merklich kühler.

Die Reststrecke der Mairrinne, bis zum Bigitzköpflhaus laufen wir über eine schöne Schotterreise ab, rasch erreichen wir die aktuell geschlossene Hütte.

Der Himmel wird immer bunter…

Beim weiteren Abstieg über den steilen Bergpfad hinunter zur Axamer Lizum können wir ein wunderschönes Farbenspiel am Himmel beobachten.

Zufrieden erreichen wir wieder den Parkplatz, da ist so gut wie nichts mehr los. Eine tolle Tour, hoffentlich schaffen wir es bald wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Bewegungszeit: 1:40 h
Gesamtlänge: 7,60 km
Höhenmeter: 880 m

240609 Patscher Alm (1.694m)

Heute ist das Wetter nicht ganz so strahlend wie gestern, aber eigentlich, da sind sich Biggi und ich einig, ist perfektes Wanderwetter.

Wir haben die Patscheralm, mit optionaler Erweiterung, als Ziel auserkoren. Start ist bei dem Parkplatz nach Heiligwasser, direkt am Goldbichl gelegen.

Es hat die letzten Tag viel geregnet, und da werden die schon feuchten Nordhänge hier noch grüner… und die Bäche führen auch gut Wasser.

Gleich am Anfang nehmen wir einen direkten Aufstieg durch den Wald. Steil, aber nicht unangenehm machen wir einige Höhenmeter…

Die Temperaturen sind angenehm, und dank Nebel ist die Stimmung im Wald auch wunderbar und sogar ein wenig mystisch.

Immer wieder touchieren wir die nun sommerlich-blühenden Skipisten der Patscherkofelbahn. Teilweise ist es schwierig, sich das Ganze mit präparierter Skipiste vorzustellen.

Der Ausblick ins Oberland und zur Munde ist nicht so positiv, das Wetter verschlechtet sich zusehens.

Der Weg führt abwechslungsreich durch Wald, Beerenböden, und wie beschrieben teils auch über Pisten.

Unterhalb der Patscher Alm ist der Weg plötzlich ein wenig „komisch“, allerdings finden wir dann doch wieder auf den richtigen Pfad und steigen problemlos weiter.

Teilweise spannende Strukturen im Wald, speziell Wurzeln und abgestorbene Bäume ziehen mich immer wieder in den Bann…

Noch einmal über eine Piste, dann öffnet sich der Wald und wir sind auf dem Almboden der Patscher Alm.

Die Patscher Alm, ein Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes, liegt vor uns. Wir sitzen uns vor die Hütte, es ist zwar eher kühl, aber in der Hütte ist geheizt. Mir ist es dort ein wenig zu heiß, daher bleiben wir draussen.

Ein nettes Schild mit einem originellen Spruch bringt mich zum Schmunzeln: „WIR HABEN EINE ♥ FREUNDLICHE SELBSTBEDIENUNG, DANKE!

Gestärkt wollen wir erst in Richtung Lanser Alm, aber die Hüttenwirtin meint, dass der Steig sehr rutschig und auch dreckig ist. Dies ist dem Regen geschuldet. Daher ändern wir unsere Planung und wandern auf ähnlichen Wegen wieder retour ins Tal.

Immer wieder kommen wir auf interessante Pfade, der Patscherkofel ist vollend mit Wegen übersät, teilweise ist es schon schwer, auf dem „richtigen“ Weg zu bleiben.

Schussendlich führen alle Wege nach Rom, bzw. zum Parkplatz beim Goldbichl…

Wir sind wieder parallel zur Skipiste am Weg, von oben sehen wir den Rosengarten, den Biggi und ich vor ein paar Wochen besucht hatten… allerdings heute bei weniger guten Bedingungen.

Trotz Wetterverschlechterung kommen wir trockenen Fußes ins Tal, die Wanderung hat uns beiden sehr gut gefallen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Bewegungszeit: 2:16 h
Gesamtlänge: 8,47 km
Höhenmeter: 722 m

240608 Zirbenweg

Recht gutes Wetter, motivierte Kinder… da muss man doch einfach eine Wanderung planen. Schnell ist was gesucht… das allen Ansprüchen Genüge tut.
Tja, das war wohl ein wenig zu optimistisch… plötzlich haben die Kinder keine Zeit, beziehungsweise was besseres vor und ich stehe alleine da! Nun ja, ich bleibe dabei, es wird heute doch wieder mal der Zirbenweg sein. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge…

Mit der Glungezerbahn fahre ich den Berg empor, von der Bergstation wandere ich hinüber zur Tulfeinalm (2.035m). Hier treffe ich einen der Betreiber, der meint, der Zirbenweg ist gesperrt, wegen Schneefeldern.

Ich habe zur Not Grödel dabei, daher beschließe ich, den Weg zu probieren.

Durch das schöne Zirbentor starte ich meine Wanderung zum Patscherkofel. Der Weg, eigentlich total leicht, sollte auch heute keine besonderen Schwierigkeiten aufweisen.

Bald komme ich zu den ersten Schneefeldern, diese weisen wunderbaren Stapfschnee auf, daher stellen diese überhaupt keine Schwierigkeit dar.

Ich merke allerdings, dass der Weg offiziell gesperrt ist… ich bin ganz alleine auf dem Weg. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert!

Immer wieder muss ich Schneefelder queren, die aber sehr fein zu begehen sind. Dennoch wunder ich mich, dass sich der Schnee hier so gut gehalten hat… scheint doch die Sonne schon in der Früh auf diese Plätze.

Vorbei an der Abzweigung zur Neuerspitze, die schneefrei ausschaut, bleibe ich dennoch auf dem Pfad zum Patscherkofel.

Immer wieder sind kleine und größere Schneefelder zu queren. Obwohl leicht zu begehen, ist das wohl für das „normale“ Zirbenweg-Publikum doch ein wenig zu viel des Guten.

Ab ungefähr der Hälfte, ich habe gerade ein steileres Feld gequert, kommen mir die ersten Personen vom Kofel entgegen. Und es werden im weiteren Weg immer mehr und mehr Wanderer…

Ich genieße den Blick auf das Inntal, auch im Karwendel sind noch viele Schneefelder sichbar, es liegt doch noch einiger Schnee im Gebirge!

Ich erreiche die Abzweigung zur Viggarspitze, dies ist mein normaler „Zirbenweg“, den ich sehr gerne gehe, da ich hier immer einen Gipfel mitnehmen kann.

Der Zirbenweg, obwohl technisch sehr einfach, ist landschaftlich ein Kleinod. Ich bin hier immer wieder gerne unterwegs!

Mein Blick in den Süden, über den Morgenkogel zeigt ein paar dunkle Wolken. Der Wetterbericht sagt aber keine Gewitter voraus.

Der Blick nach Norden zeigt schönsten Himmel, und nur ein paar harmlose Schönwetterwolken sind sichtbar.

Die ersten Frühlingsblumen sprießen auch schon in der Höhe, im Tal ist der Frühling mittlerweile voll angekommen.

Wo sich die Schneefelder weiter zurückgezogen haben, zeigt der Weg teilweise Risse und Winterschäden, die wohl noch ausgebessert werden müssen.

Beim letzten, und einem der steilsten Schneefelder kommt mir ein sehr altes Ehepaar entgegen. Ich wundere mich ein wenig, wie sie das geschafft haben, muss ihnen aber auch einigen Respekt zollen!

Der Himmel ist nun schon diesiger geworden, aber das Wetter wird wohl noch halten.

Ich erreiche die Bahn, es ist ein wenig windig geworden, daher beschließe ich, gleich weiter ins Tal zu fahren.

Die Tour hat mir sehr gut gefallen, der Zirbenweg wird mir wohl nicht so schnell langweilig werden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:02 h
Gesamtlänge: 7,85 km
Höhenmeter: ▲ 183 m / ▼ 260 m

240602 Urlaub Toskana III

Nachdem wir am Vortag in Sienna waren, wollen wir heute mal die nähere Umgebung ein wenig genauer erkunden. Da bietet sich das pittoreske Städtchen „San Gusme“ an.

Ungefähr 15 Minuten von unserer Unterkunft entfernt, liegt dieser kleine, befestigte Ort auf einem Hügel und überblickt das Hügelland.

Der Platz wurde uns so beschrieben: „Eine Stadt wie eine Filmkulisse, aber ohne Menschen“. Und genau das ist auch unser Eindruck. Hier ist nichts los, es gibt zwar zwei Gasthäuser, aber weder Lebensmittelladen noch Bäcker.

Dennoch ist es wunderschön hier, wie spazieren ein wenig in den schönen Gassen herum, auch entdecken wir die lustige Figur von „Luca Cava“

Der Spruch neben der Statue ist bezeichnend: „König, Herrscher, Papst, Philosoph, Poet, Bauer und Arbeiter: Der Mensch bei seinen täglichen Verrichtungen. Nicht lachen, denkt [lieber] über euch selber nach“

Obwohl sehr klein, ist es hier wirklich sehr schön. Unsere Vermutung, dass es sich hier vielfach um Freizeitwohnsitze handelt, ist nicht ganz unbegründet.

Auf der Westseite der Stadt liegt ein kleiner Friedhof, mit den typischen Zypressen. Wir wandern an der Ummauerung vorbei, dann wird der Pfad kleiner.

Ein Blick retour zeigt uns auch die schöne Westseite von San Gusme.

Der Waldpfad ist angenehm zu begehen, wir müssen ein Stück durch das Gebüsch, dann erreichen wir wieder größere Wege, teils auch Forststraßen.

Immer wieder spazieren wir an wunderschön gerichteten Weingütern vorbei. Die Gegend, gelegen am südlichen Rand des Chianti-Gebiets ist bekannt für den gleichnamigen Wein.

Biggi findet immer wieder interessante Pflanzen am Wegrand, die wir gemeinsam versuchen zu bestimmen. So lerne ich auch ein wenig „Botanik“…

Die Weinberge faszinieren mich schon, speziell wie schön es hier gerichtet ist. Da steckt augenscheinlich viel Arbeit drinnen!

Mit dem Wetter, während in Tirol richtig kalt und nass, haben wir richtig Glück. Die Sonne scheint vom Himmel, es ist zwar nicht richtig heiß, aber sehr angenehm.

Wir machen eine feine runde quer durch die Umgebung von Castel Nuovo Berardenga, um schlussendlich wieder bei der Unterkunft anzulangen.

Am Swimmingpool hängt die Jugend ab, diese genießen das Summerfeeling, das sich hier in der Toskana schneller als zu Hause ausbreitet.

Am Abend beschließen wir, noch in ein Restaurant in der Nähe aufzusuchen. In Villa a Sesta werden wir fündig. Ein feines Gasthaus mit einer tollen Terrasse; das Essen ist wunderbar und die Aussicht auf den Sonnenuntergang ein Traum…

Der Spaziergang im Anschluss nach Hause führt uns durch Felder schließt diesen wunderbaren Tag ab.

Bei der Unterkunft ist eine Leinwand aufgebaut, für die Fußball-Affinen Seelen.

Wieder neigt sich ein schöner Tag dem Ende zu.

Am nächsten Morgen passiert nicht mehr viel, wie packen unsere Siebensachen ins Auto und fahren nach einem gemütlichen Vormittag mit Mittagessen los. Die Fahrt ist ereignislos, keine Staus und nur ein paar kleinere Gewitter… rasch erreichen wir wieder Innsbruck und freuen uns… Zu Hause ist es halt auch richtig schön!

240531 Urlaub Toskana II (Siena)

Heute steht ein Besuch in der Stadt Siena an. Von der Unterkunft fahren wir ca. 30 Minuten gen Westen, vorbei an der schönen Landschaft der Toskana.

In Siena finden wir rasch einen guten Parkplatz ein wenig unterhalb der Altstadt. Von hier erreichen wir fußläufig den historischen Stadtkern.

Siena, ehemals Stadtstaat und in direkter Konkurenz mit Florenz, zählt zu einer der schönsten Stadte der Toskana und auch ganz Italiens.

Überall entdecken wir tolle Details, Schilder, die auf die verschiedenen Stadtteile von Siena hinweisen. Diese Bezirke, Contrade genannt, treten beim Palio di Siena, dem berühmten Pferderennen gegeneinander an.

Wir bewegen uns durch die Gassen und Straßen der Stadt und kommen dem Hauptplatz immer näher.

Unterwegs finden wir kleine Geschäfte, die zum Bummeln und Anschauen verleiten, ein paar Postkarten finden wir auch als Erinnerungen!

Dann erreichen wir durch den nördlichen Zugang den beeindruckenden „Piazza del Campo“, den Hauptplatz. Hier findet zweimal im Jahr das weltberühmte „Palio di Siena“ statt, eines der härtesten Pferderennen der Welt.

Immer wieder entdecken wir Brunnen mit Stelen, auf denen der Wolf mit Romulus und Remus dargestellt ist. Der Legende nach mussten die Kinder von Remus aus Rom flüchten und gründeten Castelvecchio, den ältesten Teil Sienas.

Bald erreichen wir auch den Duomo, den Dom von Sienna, der mit seinem schwarz-weißen Baustil sofort ins Auge sticht.

Der Dom ist ein beeindruckendes Bauwerk, wie schon gesagt in Schwarz/Weiß gehalten. Heute haben wir Glück, die Schlange an der Eintrittskasse ist überschaubar.

Wir holen uns ein Kombiticket für den Dom, und einen angehängten Turm, der einen guten Überblick über Siena verspricht.

Zuerst betreten wir das auch innen beeindruckenden Gotteshaus. Überall entdecken wir schöne Details, wie zum Beispiel die wunderbare Kanzel.

In Folge betreten wir das anhängende Museum, das eine große Auswahl an sakraler Kunst vorzuweisen hat.

Nach dem Dom spazieren wir über den Vorplatz zum „Facciatone“. Hierbei handelt es sich um einen unvollendeten Erweiterungsbau, der heutzutage als Aussichtsplattform besichtigt werden kann.

Über steile Wendeltreppen steigen wir stetig höher.

Zuerst erreichen wir das Zwischengeschoss. Hier sehen schon gut auf den Dom.

Wir steigen höher und erreichen die höchste Aussichtsplattform. Von hier haben wir einen tollen Ausblick über die Dächer von Siena.

Wieder herunten, sehen wir nochmals von Außen den „Facciatone“. Hier sieht man gut, dass dies als Erweiterung vom Dom gedacht war.

Über die schönen Gassen des ehemaligen Stadtstaat spazieren wir wieder zurück zum Parkplatz. Unterwegs stärken wir uns noch in einer „Take-Away-Pizzaria“.

Bei der Unterkunft angelangt, beschließen wir noch, im Garten zu spazieren und eine Runde in den Pool zu springen.

Ich nutze die Zeit und gehe noch eine Runde laufen. San Gusme, der Nachbarort hat es mir angetan.

Am späteren Nachmittag startet das Fest im Garten.

Eine importierte Band aus Innsbruck ist für die musikalische Begleitung zuständig, ein leckeres (vegetarisches) Buffet rundet die Sache ab!

Ein gemütlicher und ereignisreicher Tag, mit Besuch in Siena, Joggen in der Umgeben, und ein tolles Fest am Abend neigt sich dem Ende zu! Zufrieden gehen wir spät ins Bett. Morgen ist auch wieder ein Tag!

240530 Urlaub Toskana I

Wir, Biggi und ich, sind in der Toskana zu einer Einweihungsfeier eingeladen. Dazu gesellen sich noch die Kinder von Biggi und eine gute Freundin. Am späten Nachmittag, es ist ein Reisewochenende angesagt, starten wir los…

Ohne Probleme passieren wir den Brenner, Sterzing mit der großen Autobahn-Mautstelle. Über Verona, Modena, Bologna, Florenz und Sienna erreichen wir die südliche Toskana. Es ist schon spät in der Nacht, die letzte Stunde fahren wir in Dunkelheit. So versäumen wir die schöne Umgeben, diese können wir die nächsten Tage dann voll genießen.

Ein wunderschöner nächster Tag startet und wir erkunden die Umgebung. Das besagte Gut, von einer Freundin von Biggi erworben, wurde in den letzten Monaten hergerichtet und wartet nun seiner Gäste. Wir dürfen schon mal „testen“…

Ein feines Frühstück in der Sonne, während Tirol im Regen erstickt, lässt uns fein in den Tag starten.

Die Unterkunft ist einfach, aber sehr stylisch ein- und hergerichtet. Das ist ein echter Traumplatz.

Wir schauen uns den interessiert den gesamten Komplex an, überall gibt es schöne Ecken und Details zu entdecken.

Ein Schwimmingpool inmittes eines Olivenhains macht die Idylle komplett! Sehr zu empfehlen, dieser Platz!

Sogar einen „Schwimmingpool“ für Frösche entdecken wir, dieser ist mit Seerosen ausstaffiert…

Bald haben wir einen großen Teil des Anwesens umrundet und finden das Gesamtkonzept mehr als gelungen.

Am späten Vormittag fahren wir nach Castelnuovo Berardenga, um ein paar Sachen für zum Essen und Trinken zu kaufen. Heute ist hier Bauernmarkt mit frischem Obst und Gemüse.

Wir trinken einen Kaffee in der Bar Centrale, dann spazieren wir ein wenig durch den Ort. Ich schaue mir auf dem Weg noch ein kleines Kirchlein an, während der Rest die Umgebung erkundet.

Die Kirche ist innen sehr schlicht, aber sehr feierlich. Ich finde die schlichten Kirchen sehr schön!

Wir fahren wieder retour zur Unterkunft, nach einer kurzen Pause und Mittagessen wollen wir noch ein wenig spazieren gehen. Zumindest für Biggi und mich trifft das zu…

Hinter dem Platz ist ein kleiner Hügel, der uns richtiggehend einlädt.

Von weiter oben haben wir eine feine Aussicht über die nähere Umgebung. Die Umgebung hat einiges an Pflanzen zu biegen, der gelbe Ginster sticht besonders hervor.

Schließlich erreichen wir wieder das Anwesen mit den typischen Zypressen. Es ist ein wenig kühl geworden, aber immer noch angenehm.

Wir verbringen einen gemütlichen Abend, teilweise mit anderen Gästen und den Eignern… es ist echt super hier!

240525 Radrunde Füssen

Über das Wochenende bin ich mit Letu auf der Hütte. Wir haben dieses Mal unsere Räder mitgenommen, einfach mal zum probieren, wie gut das gehen würde. Und so ausgerüstet, beschließen wir, die Räder gleich auch gut zu nutzen.

Von Pflach aus starten wir in Richtung Vogelturm, am Weg entlang zum Lech. Letu nutzt die „feinen“ Strecken für kleine Kunsteinlagen, während ich mich umschaue und so manche Kuriosität in der Natur finde.

Nach dem Vogelturm führt uns der Weg durch die schönen Lechauen.

Bei Lechaschau wechseln wir die Flussseite und fahren über die Radlbrücke auf die Westseite des Lechs.

Aktuell führt der Lech gar nicht so viel Wasser, das soll sich aber in den nächsten Tage noch ändern…

Über die Lechauen in der Nähe von Oberletzen…

…dann weiter über Musau und hinaus über schöne Wiesen nach Vils. Dort sticht uns gleich das „Wahrzeichen“, die Schretter-Firma ins Auge.

Bevor wir Vils erreichen, zweigen wir nach rechts ab, in Richtung Vilser Scharte.

Nun müssen wir ein paar Meter hochfahren, bis wir die Scharte und kurz danach den Alatsee erreichen.

Der schöne See, der vor ein paar Jahren durch den Roman „Seegrund“ bekannt wurde, liegt nun vor uns. Leider ist das Wetter heute nicht so toll, ansonsten hätte sich hier ein kurzer Sprung ins kühle Nass angeboten.

Weiters fahren wir über das Faulenbachtal und den Burkenbichlberg in Richtung Füssen.

Plötzlich stehen wir auf dem Mundloch des Grenztunnels. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber nun kommt mir in den Sinn, dass der Tunnel unterhalb von uns verläuft.

Wir nutzen unseren Trip nach Füssen auch für einen Besuch im Sportmarkt. Hier kaufen wir uns so manches tolle „Sport-Accessoire“ ein.

Abgerundet wir unser Besuch noch durch ein feines Mittagessen mit Country-Klängen am Grill!

Da das Wetter nicht so toll ist, ist heute einiges los am Sportmarkt. Wir haben genug Geld ausgegeben, nun geht es wieder (mit Umweg) zurück in nach Pflach.

Wir fahren quer durch die Altstadt von Füssen, vorbei an der Schiffswirtschaft…

… und schließlich über einen spannenden Waldweg oberhalb der Hauptstraße in Richtung Schwangau.

Schwangau, Ort der Königsschlösser, mit dem weltberühmten Schloss Neuschwanstein, ist auch heute wieder gut besucht. Allerdings sind wir nur auf Durchreise, daher stört uns das nicht.

Das wunderschöne zweite Schloss ist „Hohenschwangau“, das Geburts-Schloss vom Märchenkönig „Ludwig II.“

Bald haben wir die Tourismushochburg und die Menschenmassen hinter uns gelassen, nun radeln wir wieder gemütlich auf feinen Straßen am Alpsee vorbei.

Hier bin ich viele Jahre nicht mehr gewesen, wunderschön liegt der Alpsee eingebettet zwischen Wäldern und Bergen. Kein Wunder, dass so viele Leute diesen Platz sehen wollen.

Am Gasthaus Schluxen vorbei erreichen wir Oberpinswang, nun rückt der Säuling wieder in gewohnter Form in unser Blickfeld.

Das letzte Hindernis, der Kniepass auf unserem Weg wird auch gleichzeitig die größte Herausforderung. Kaum auf halber Höhe, meint Letu, dass er Luft am Reifen verliert. Kein Problem, denke ich mir, ich habe Flickzeug und einen Ersatzschlauch dabei.
Leider ist das Flickzeug nicht komplett, kein Kleber mehr vorhanden, und der Schlauch passt auch nicht… Oje!

Da wir aber so nahe am Zuhause sind, radle ich schnell nach Pflach weiter, hole das Auto von Mama und fahre damit zurück zu Letu. Gerade als ich eintreffe, fängt es leicht zu regnen an. Also schnell das Zeug ins Auto und ab nach Hause.

Wir stellen das Auto zu Hause ab, fahren nach Reutte. Dort besorgen wir Reparaturzeug und können das Rad wieder herrichten.
Dann fahren wir zur Hütte hoch, heute schlafen wir nochmals hier oben!

Wir genießen die Aussicht und machen uns ein gutes Essen. Später spielen wir noch ein paar Runden „Mensch-ärgere-dich-nicht“… und ich muss mich aber doch sehr ärgern…

Nicht allzu spät kriechen wir in die Federn… es war ein langer Tag!

Es war ein sehr feiner Aufenthalt auf der Hütte und eine tolle Radltour, die wir heute unternommen haben. Das machen wir hoffentlich bald mal wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:22 h
Gesamtlänge: 38,27 km
Höhenmeter: 463 m

240520 MTB Vorbergalm, Voldertal (1.668m)

Da es uns gestern mit dem Radl so gut gefallen hat, beschließen Biggi und ich, heute gleich noch eine Runde zu drehen.
Wir küren das Voldertal zu unserem Ziel, die Anfahrt per Auto ist zwar mühselig, aber schön. Am Parkplatz angekommen stellen wir fest, dass wir heute nicht die Einzigen sind. Rasch sind die Mountainbikes startklar gemacht und wir legen los.

Die Straße zieht ziemlich gerade das Tal hinein, mit gleichbleibender Steigung. Nur wenige Flachpassagen lassen die Wadeln ein wenig abkühlen.

Immer weiter führt uns der Weg ins Gebirge. Beim schönen Wasserschloss kommen uns Radler mit Skiern auf dem Rücken entgegen, die kommen vom hintersten Tal. Scheinbar ist es noch halbwegs gut gegangen.

Überall fließt in den Tuxern das Wasser, es ist sehr grün. Im direkten Vergleich zum Karwendel fällt dieser Unterschied enorm auf.

Wir passieren die Abzweigung zur Voldertalhütte, beim Rückweg werden wir hier eine Einkehr machen. Aber nun wollen wir noch weiter zur Vorbergalm.

Der erste Teile der Tour führt durch alte Wälder, im Sommer ob der Kühle eine Wohltat. Auch heute genießen wir dies, allerdings leidet die Aussicht ein wenig darunter.

Schließlich erreichen wir das sogenannte Dörfl, eine Ansammlung von Häuschen, die wirklich einen leichten Siedlungscharakter ausstrahlt.

Hier verschnaufen wir noch einmal, genießen die Aussicht und erfreuen uns auch an dem schönen Wetter. Es ist aber ein wenig kühler als gestern…

Nun steht der Schlussspurt am Programm, führte der Weg bis jetzt immer kerzengerade ins Tal hinein, macht er kurz vor der Alm eine 180 Grad-Kurfe…

…um dann in einem weiten Bogen auf die Alm zu führen.

Schließlich sind wir am Ziel. Auf der Alm wird schon fleißig die kommende Saison vorbereitet, im Hintergrund sehen wir noch die schneebedeckten Tuxer Gipfel. Wieder einmal werden wir an unsere geplante Tour im Sommer erinnert und die Vorfreude wächst!

Bei der Alm ist kein Ausschank, daher setzen wir uns in der Nähe auf eine Bank, in die Sonne und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit. Das tut nun richtig gut, es ist sehr angenehm in der Sonne!

Gegenüber der Alm liegt gut sichtbar der Voldertaler Bergsturz. Im Winter 1820 stürzte hier die Ostflanke des Glungezers mit Getöse ins Tal. Der Bergsturz staute den Bach auf, daher war hier von 1820 bis 1900 ein kleiner See vorhanden. Die Sage vom Glungezerriesen spiegelt diese dramatischen Ereignisse wieder.

Nachdem wir unsere ausgedehnte Pause genossen haben, fahren wir über den gleichen Weg wieder ins Tal, bzw. zum Parkplatz.

Bei der Voldertalhütte (Naturfreunde Tirol) machen wir noch einen Zwischenstopp, gönnen uns Kaffee und Kuchen und sind bas erstaunt, wie viele Leute doch den Weg in dieses urige Tal gefunden haben.

Das Voldertal gefällt mir auch sehr, gerne möchte ich bald wieder eine Tour hier machen! Ich freu mich schon…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 12,16 km
Höhenmeter: 588 m

240519 MTB Walder Alm (1.501m)

Heute ist Radltag, und das Wetter ist wieder Mal auf unserer Seite. Die Tour heute: Wir, Biggi und ich wollen über den Forstweg über dem Vomper Loch auf die Walder Alm radeln. Vor ein paar Jahren bin ich die Strecke mal mit Alfons gefahren, ich habe sehr gute Erinnerungen an die Tour und freue mich schon sehr!

Wir starten am Wanderparkplatz bei der Mautstraße zur Hinterhorner Alm. Zuerst müssen wir ein Stück der Straße entlang fahren. Allerdings ist dieser Weg nicht so stark befahren und wir kommen gut voran.

Nachdem der Weg uns immer weiter nach Osten und in Richtung Vomper Loch führt, erreichen wir die Forststraße, die uns nun in die Höhe führt.

Das Wetter ist wunderschön, allerdings nicht so heiß. Ideal für eine Tour mit dem Mountainbike. Noch ist der Weg angenehm flach, wir passieren wunderschöne Blumenwiesen.

Dann wird der Weg ein wenig steiler und führt uns durch Laub- und Mischwald.

Wir erreichen den Wendepunkt, in einer „Fast-180-Grad“-Kurfe dreht der Weg nun gen Westen, hinein in das Vomper Loch. Vor uns, prominent, liegt nun die Huderbankspitze, einer der schwierigeren Karwendelberge.

Wir genießen die Aussicht und die Sonne, allzu lange bleiben wir allerdings nicht stehen, noch ein Stück des Weges liegt vor uns.

Mich faszinieren die Täler rund um Innsbruck immer wieder. Sei es das mir ans Herz gewachsene Halltal, oder auch wie hier das Vomper Loch. So nahe zur Landeshauptstadt und dennoch so unberührt und wild…

Der Blick zurück offenbart den Anfang des Vomper Loches und im Hintergrund den Largoz.

Wir erreichen die gemütliche Ganalm, die eine wunderbare Lage hat. Heute kehren wir hier nicht ein, denn unser Ziel liegt immer noch vor uns.

Über der Alm wird der Weg wieder ein wenig steiler…

… und wasserreicher…

… und generell wilder. Aber mit dem Radl kommen wir überall durch.

Auf den letzten Metern schiebt sich der von hier imposant in den Himmel stechende Hundskopf ins Blickfeld.

Und dann sehen wir endlich die Walder Alm, auch dieser Platz wunderschön auf einer weiten Hochebene inmitten von Almwiesen gelegen.

Wir haben heute mal wieder eine gute Brotzeit dabei, daher bleiben wir anstatt bei der Alm bei der Kapelle stehen, lehnen uns an den Zaun und genießen die ausgedehnte Pause…

… mit wunderschöner Aussicht auf das Almen-Ensemble.

Nach ausgiebiger Pause fahren wir über die Asphaltstraße hinab ins Tal, direkt zum Auto.

Eine tolle Tour liegt hinter uns, mit einer feinen Abfahrt. Diese Tour macht Freude auf mehr Touren diesen Sommer!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:38 h
Gesamtlänge: 23,42 km
Höhenmeter: 819 m

240512 Wanderung Rosengarten

Das Wetter ist super, Biggi und ich beschließen, eine kleine Wanderung von Aldrans aus zu machen. Den Rosengarten in Igls habe ich schon länger nicht besucht, also fällt die Wahl auf diese Runde. Mit dem Bus fahren wir zuerst zum Olex (Patscherkofel Talstation)

Von hier wandern wir parallel zur Bundesstraße, aber schön im Wald gelegen gen Süden. Am Grünwalderhof queren wir die Straße und erreichen den Rosengarten.

Woher der Rosengarten seinen Namen hat, kann ich nicht genau sagen, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass auch hier die Färbung am Abend, beim Sonnenuntergang eine Rolle gespielt hat. Ähnlich wie das im Südtirol auch der Fall sein soll…

Am Waldrand entlang wandern wir auf schönem Pfad, dann durch den Wald bis zum Kurpark in Igls.

Wir queren den Ort, bis wir kurz vor der Haltestelle Igls der Linie 6 auf ein Kneippkurbad stoßen. Dort kommen wir nicht vorbei, rasch schlüpfen wir aus den Schuhen und strecken die Füße in das kalte Nass.

Das Wasser ist wirklich kalt, mehr wie zwei Runden schaffe ich nicht, dann muss ich raus aus dem Wasser. Aber so erfrischt, ist der weitere Weg ein Klax.
Von Igls spazieren wir erst nach Lans, dann über den Lanser See zum Lanser Golfplatz.

Über feine Wiesenwege und durch einen kurzen Waldpfad erreichen wir mein Zuhause. Eine feine, unkomplizierte Wanderung in der direkten Umgebung… so mag ich das!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 9,11 km
Höhenmeter: △ 106 m / ▽ 347 m