Archiv des Autors: Wisse

140927 Zirbenweg

Das Jahr läuft und die schönen Tage werden weniger… also nutzen wir das super Wetter aus und beschließen, wieder mal den Zirbenweg hoch über Innsbruck zu bewandern. Sack und Pack ist gleich zusammen, auch die Oma begleitet uns und so machen wir uns auf, einen schönen Familienwandertag zu genießen.

Der Zirbenweg ist super für Familien, da man mit der Gondel auf den Patscherkofel rauffahren kann und dann gleich über den Weg bis zur Tulfeinalm wandern kann.

Wir schnappen uns gleich in der Früh einen Bus, von Aldrans fahren wir nach Lans und dort müssen wir umsteigen. Als der Bus zur Patscherkofelbahn kommt, müssen wir feststellen, dass viele Leute den gleichen Gedanken hatten. Der Bus ist „rappelvoll“ und wir können nur noch ganz vorne im Bus stehen.

Bei der Gondel sind wir gleich die Ersten, die der Enge des Busses entfliehen und daher auch eine der Ersten bei der Gondel. Schnell bringt und die Olympiabahn hinauf in Luftige Höhen… und wir können den Wandertag starten… am Zirbenweg-Törl

Schnellen Schrittes geht es auf den ersten Metern dahin, jeder ist motiviert, Lucy hat eine dicke Jacke an, damit ihr die kühle Morgenluft nichts anhaben kann…

Und schon bald genießen wir die wunderschönen Ausblicke auf die Landeshauptstadt und auch auf die Nordkette.

Das eine oder andere Mal bleiben wir für ein schönes Foto stehen, bzw. um ein paar Schleckereien aus dem Rucksack zu zaubern, und damit auch wieder die Motivation zu erneuern…

Auch zum Kraxeln finden die Kinder immer wieder Zeit. Und das wichtigste überhaupt ist natürlich die Brotzeit auf dem Berge, die wir uns natürlich sehr schmecken lassen

Als der Weg am Schluss dann doch ein bisschen lange wird für die „Schneggalen“, habe ich natürlich noch einen Joker im Rucksack. Mit einem kurzes Seil, das als „Canyoningseil“ (wie Letu es bezeichnet), dient, ziehe ich die Seilschaft einfach noch bis zur Hütte…

Und dann ist er auch schon erreicht, der Endpunkt des Zirbenwegs, das Törl mit dem „Pfiad Gott!“

Da uns die Zeit davonläuft, fahren wir mit dem Sessellift gleich runter ins Tal und gönnen uns in Rinn noch ein Eis. Und wieder Mal was es wunderschön und wir haben einen sehr feinen Tag auf dem Berg erleben dürfen.

140920 Steinkogelspitze (2.633m)

Neuer Partner, neues Glück, so heißt es wohl… da Alfons am Wochenende keine Zeit hat, gehe ich kurz entschlossen mit Wolfgang Singer, einem Freund und Arbeitskollegen in die Kalkkögel. Da mich heuer das Klettersteigfieber gewissermaßen ergriffen hat, will ich auch heute wieder einen Klettersteig machen. Daher ein Ausflug auf den Steingrubenkogel.

Schon die Anreise ganz in der Früh ist abenteuerlich, da wir uns entschlossen haben, bis zur Kemater Alm mit dem Auto zu fahren, um uns den langen beschwerlichen Anstiegsweg zu ersparen. Am Talanfang haben wir schon das Parkticket gelöst, dann geht es über eine Holperstrasse zum Parkplatz bei der Kemater Alm.

Von dort steigen wir zuerst zügig zum Adolf-Pichler-Hütte, und von dort in einem Rutsch hinauf zur Alpenklubscharte. Das ist meine erste Tour mit Wolfgang, aber das wird sicher nicht die letzte bleiben…

Auf der Scharte angekommen, legen wir unser Klettersteigset an und genießen noch kurz die Sonne. Die Sonne kommt zum Vorschein und wärmt uns nach dem langen schattigen Aufstieg

Der Klettersteig auf den Steingrubenkogel wird oft mit den Klassikern in den Dolomiten verglichen, weil man hier eben auch auf schönen ausgesetzten Bändern rund um die kleinen Türmchen und Zinnen herum klettert. Und ich muss sagen, es macht auch richtig Spaß, hier am Seil über dem Abgrund zu balancieren. Nur, ich bin auch immer Froh, dass die Drahtseile an den richtigen Stellen montiert sind.

Auf und Ab geht es dem vorgelegten Eisenweg entlang. Um kleine und größere Türmchen, dann stehen wir auf dem Gipfel

Nach einer ausführlichen Pause auf dem Gipfel mit einer guten Brotzeit machen wir uns wieder auf den Weg ins Tal. Die Ausblicke vom „Kogel“ sind überragend. Wunderschöne Felsformationen kann man in den Kalkkögeln sehen, und allein schon deshalb ist das Gebiet so schützenswert…

Ein zufriedener Wolfgang blickt zurück auf eine schöne Tour… und ich glaube, auch für Wolfi ist eine erneute Tour mit mir vorstellbar…

Ab Schluss kehren wir noch in der Adolf-Pichler-Hütte ein. Ein großes Glück, denn ausgereichnet heute haben sie hier die Oktoberfest-Woche. Es gibt leckeres Bier und wunderbares Hühnchen aus dem Ofen. Mjam… geht es uns gut. Herrliche Tour und ich verspreche mir, daß ich noch öfter in der Kalkkögeln wandern werde…

140914 Hundskopf

Heute geht’s zur ersten kombinierten Tour, eine „Bike & Hike & Climb“ Tour auf den Hundskopf. Zwar nicht sehr lange, aber dafür mit allen Spielarten, die Alfons und ich zur Zeit gerne machen… Wir starten mit dem Radl vom Parkplatz in Gnadenwald und erreichen unkompliziert und schnell die Hinterhorner Alm. Das Radeln mit den Bergschuhen ist besser gegangen, als ich mir das vorgestellt habe. Trotzdem sind wir froh, bei dem nicht ganz idealen Wetter zuerst einmal die Fahrräder abstellen zu können.

Der Rucksack ist gleich „umgebaut“ und wir starten hinauf, bis zum Einstieg in den Klettersteig. Zuerst geht es noch im Nebel hinauf, die Sicht ist nicht gut, der Weg jedoch einfach zu finden. Bald schon reißt die Wolkendecke aber auf und wir können schon Stücke vom Tal sehen, und noch viel wichtiger, von der Sonne

Bald schon erreichen wir den vermeidlichen Einstieg in den Klettersteig, also besprechen wir uns kurz. Alfons will eigentlich den Klettersteig nicht gehen, da er keine Ausrüstung dabei hat, ich aber schon… also ist schnell ausgemacht, Alfons geht den Normalweg und ich gehe den Klettersteig. Am Gipfel würden wir wieder zusammentreffen.

Also schnell umgezogen…

… und gestartet. Irgendwie kommt mir das aber schon bald „spanisch“ vor. Zwar ist der Weg ausgesetzt, aber ein Klettersteig ist das ja nicht wirklich, ich weiß auch nicht. Kurz und schön, aber eben nicht schwierig, erreiche ich kurz nach Alfons den Gipfel. Er wartet dort schon auf mich und schaut ein bisschen verzwickt.

Naja, was war passiert? Alfons meinte, dass der Weg recht ausgesetzt war, den er gegangen ist… Kurz und gut… Alfons war den Klettersteig, den niemand so wie ich mit Klettersteigset begeht, hinaufgegangen, und ich war den Ostgrat rauf, der eigentlich der Normalweg ist… Also genau verkehrt herum. Trotzdem sind wir glücklich auf dem Gipfel gesessen und haben die Aussicht genossen

Der Abstieg ist dann auch nochmals schön über ausgesetzte Bänder. Glücklich und zufrieden erreichen wir die Hinterhorner Alm, auf der wir uns dann auch noch mit einer guten Kaspressknedel-Suppe stärken. Ein Bierle „lutschen“ wir auch noch, dann schwingen wir uns zufrieden auf die Drahtesel uns rauschen ins Tal… was für ein Abschluss!

140907 Patscherkofel

Kurz entschlossen packe ich mir das Mountainbike ins Auto, fahre Richtung Patsch und parke beim Heiligwasser-Parkplatz, um endlich einmal meinen Hausberg per Fahrrad zu bezwingen. Vom Parkplatz geht zuerst nach Patsch und von dort über einen steilen Weg rauf, durch Wald bis zur Patscher Alm…

Von der Patscher Alm zuerst ein Verschnaufer in Form einer recht moderaten Steigung, bevor der zweite steile Abschnitt zur Hochmahdalm kommt. Auch dieser ist bald geschafft, und ich befinde mich bald schon über den Bäumen und genieße die schöne Aussicht auf das Inntag.

Noch ein paar Kurbler und ich stehe auf dem Gipfel, endlich habe ich meinen Hausberg auch mal bestiegen… mit dem Mountainbike