Archiv der Kategorie: Wandern

210603 Bitterlehütte und Umgebung

Bei einem verlängerten Wochenende bietet sich für uns immer ein Aufenthalt bei der Hütte an. Da der Rest der Familie anderweitig verplant ist, machen sich heute Letu und ich auf, dort ein paar Tage zu verbringen.

Rund um die Hütte gibt es immer was zu tun, das hier zu beschreiben wäre allerdings öde. Doch auch Wanderungen stehen auf dem Programm…

Am Nachmittag des ersten Tages spazieren wir erst auf der Forststraße, an uralten Fichten vorbei, bis zum Einstieg in den Säulingsteig.

Um die Monotonie des Forstweges aufzubessern, lässt sich Letu so einiges Einfallen. Eine der besten Ideen ist der Sonnenhut!

Obwohl nicht mehr viel gemäht wird am Säuling, sind überall noch schöne Städel, zum Teil gut hergerichtet, zu sehen.

Das Wetter ist, wie der Wetterbericht schon vorhergesagt hat labil, während unseres Aufstiegs können wir dem beeindruckenden Aufbau von Gewitterwolken zusehen.

Am Steig angelangt, wandern wir nun talwärts, denn hier gibt es einen für mich unentdeckten Geocache.

Obwohl das Ausserfern klimatisch gegenüber dem Inntal definitiv kühler ist, ist der Frühling doch auch hier am Kommen…

Erste Enziane kündigen die nahende warme Jahreszeit an…

Als wir das „Buchenwäldele“ erreichen, wird mir klar, wie lange ich diesen Steig nicht mehr gegangen bin. Früher war das mein Standardaufstieg auf den Säuling, die letzten Jahre habe ich den Aufstieg immer bei der Hütte begonnen…

Bald erreichen wir wieder die Forststraße, die uns nun von „unten“ wieder zur Hütte führt.

Letu findet ein paar Kletterfelsen am Wegesrand, doch als dann eine Schuppe ausbricht, ist es vorbei mit der Kraxlerei… zum Glück ist er mit dem Schrecken davon gekommen…

Kurz vor der Hütte sehen wir noch den Säulinggipfel in voller Pracht, der uns auf einen Besuch einlädt…

Es ist noch warm, aber nicht mehr so gewitterträchtig. Während Letu an der Hütte bastelt, richte ich uns das Abendessen am Grill her! Das passt als Abschluss des feinen Tages perfekt.

Ein gemütlicher Kartler schließt dann unseren feinen Tag ab…

210524 Halltal

Heuer haben sich die Geschwister April und Mai einen Scherz erlaubt und haben sich, zwillingsmäßig, getauscht… zumindest was das Wetter betrifft. Während der April relativ stabiles Wetter aufgewiesen hatte, ist der Mai heuer unberechenbar. Blauer Himmelt tauscht in kürzester Zeit mit leichtem Nieselregen, dann wieder warm, teilweise schwül… es ist alles dabei.
Um dennoch ein wenig in der Natur zu sein, wandern Letu und ich in unser geliebtes Halltal. Die Idee kam übrigens vom Junior höchstpersönlich.

Da wir nicht gerade früh aufgebrochen sind, finden wir den Parkplatz Hackl schon gut belegt vor, dennoch können wir einen Parkplatz ergattern. Den ersten Teil bestreiten wir, wie fast immer, auf dem Fluchtsteig, ein wenig erhöht über der eigentlichen Salzstraße.

Wie immer macht diese Passage sehr viel Spaß, der aus lawinentechnischen Überlegungen gebaute Steig ist heute der schönest Eintritt in dieses wild-romantische Tal.

Beim Bettelwurfeck, das wir unter uns sehen, zweigen wir heute nach links ab, ins sogenannte Eibental. Dieser Weg, den ich vor kurzem das erste Mal begangen bin, führt Steil, sehr steil empor.

Es ist genau so, wie ich es mag… die Anstrengung ist hier am Anfang, knackig steigen wir empor… weiter oben flacht der Pfad dann auch ab… erst die Arbeit, dann das Spiel.

Wenn man am Eibental-Steig den Scheitel erreicht hat, quert der Weg in Grasflanken parallel zur Salzstraße. Die Aussicht ins hintere Halltal ist von diesem Pfad spektakulär.

Ohne Höhenänderung verläuft der Weg erst auf einem schmalen Steig, der sich dann kurz vor St. Magdalena zur breiten Forststraße weitet. Und dann strahlt schon das weiße Gebäude des ehemaligen Klosters zu uns her.

Heute marschieren wir gleich weiter, ein kurzes Stück wandern wir noch auf der Forststraße, bis wir über ebendiese die Einmündung in die Salzstraße erreichen. Hier drehen wir um, um nun auf der Asphaltstraße wieder hinab ins Tal zu gehen.

Auch in diesem rauen Tal zieht der Frühling ein, überall sprießen schöne gelbe Blümchen, es könnte sich hierbei um Steinkraut handeln…

Bei der Trinkwasserfassung queren wir wieder auf den Fluchtsteig mit seinen Relikten (Soleleitung) aus den goldenen Zeiten des Salzabbaues.

Knorrige alte Buchen, die hier neben dem Weg wachsen, sind unter Tage schön anzusehen, in der Nacht könnten diese aber auch ein wenig wohligen Grusel auslösen.

Am Rückweg kommen wir wieder an unserem Aufstiegspfad zurück, ein Wegweiser zeigt hier das Eibental an.

Der Fluchtsteig macht immer in beiden Richtungen Spaß, der Rückblick zur Bettelwurfreise lässt erahnen, dass bei Gewitter hier die Stimmung nicht so entspannt ist.

Kurz vor dem Parkplatz entdeckt Letu ein paar verblühte Löwenzahn, oder auch Pusteblumen, die er freudestrahlend in alle Windrichtungen bläst. Da wird nächstes Jahr der Löwenzahn wohl wieder gut wachsen…

Das Kneippbecken am Hackl ist wieder eröffnet. Ich bezweifle allerdings, ob viele Lebewesen abgesehen von den schockgefrorenen Regenwürmern dieses Angebot heuer schon genutzt haben. Letu und ich wagen ein „Tänzchen“, nach einer Runde sind die Beine gefühllos, die zweite Runde ist dann schon fast eine Zumutung. Dafür ist die Wärme im Anschluss an das Kneippen sehr angenehm.

Ein schöne Einstimmungswanderung, der hoffentlich noch viele Tage im Halltal folgen werden.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: ca. 8km (GPS Aussetzer)
Höhenmeter: 576 m

210522 Ausflug Silberbergwerk und Hubertusweg

Das Wochenende steht vor der Tür, die strengen Corona-Maßnahmen purzeln stückweise, endlich können auch Gastronomie und touristische Angebote, vorbehaltlich dem „G*G*G (Geimpft*Genesen*Getestet) besucht werden.
Die Kinder sind motiviert, das Wetter ist gut, daher rauschen wir nach Schwaz. Das Silberbergwerk steht heute auf dem Programm…

Bei Ankunft stellen wir fest, dass fast keine Leute da sind. Das sind schon mal gute Voraussetzungen. Ob wir reserviert haben: „Nein“, „Welches *G* können wir vorweisen?“, „Getestet“, Ja, dann viel Spaß.
Nach kurzer Wartezeit fahren fahren wir in den Berg ein… immer wieder ein tolles Erlebnis.

Normalerweise bekommt man Mäntel gegen die Feuchte, aber das ist wegen Corona aktuell nicht möglich, daher müssen wir mit unsere recht sommerliche Kleidung auskommen. Die Führung ist uns wohl bekannt, dennoch staunen wir immer wieder über die beeindruckende Mine, besonders über die Schwazer Wasserkunst.

Scheinbar wurde die Lockdown-Zeit ein wenig genutzt, um das Bergwerk ein wenig aufzupeppen. Das fällt auf jeden Fall positiv auf.

Beeindruckend sind die Trockenmauern, die hier im Bergwerk überall aufgeschichtet wurden. Durch die spezielle Bauweise werden die Mauern durch den Bergdruck immer fester…

In den schmalen Gängen muss man teils gebückt laufen, früher waren die Menschen halt doch ein wenig kleiner.

Über die bekannte Treppe „Rummel-Di-Pumpel, Weg-war-der-Kumpel“ erreichen wir auch wieder das Ende der Tour und die Eisenbahn hinaus ins Freie… ein tolles Erlebnis, immer wieder.

Im Anschluss besuchen die Kinder einen Spielplatz, während ich einen Geocache suche. Zufällig ist die Aussicht von eben diesem Versteck genau auf den Eiblschrofen mit dem bekannten Felssturz von 1999 ausgerichtet.

Um dem Bewegungsdrang noch nachzugeben, spazieren wir von Pill auf dem Hubertussteig unterhalb des Kellerjochs in Richtung Osten. Ein gemütlicher Steig, mit nur moderate Steigungen und sehr schönen Abschnitten, wie diesem Bächlein vorweist.

Den Kindern macht es Spaß, mir auch. Und „zufällig“ finde ich noch 2 Geocaches auf dem Weg 😁.

Wir gehen nicht den gesamten Weg ab, weil wir wieder retour zum Auto müssen.

Die Natur ist hier eindeutig im Frühjahrsmodus, überall wächst und gedeiht es. Die Vögel pfeifen von den Bäumen und überall wuselt es.

Der Rückweg zieht sich dann doch ein wenig, aber wir verzagen nicht…

… im Gegenteil, es macht einfach nur Spaß, im Freien zu sein.

Kurz bevor wir Pill wieder erreichen, machen wir noch eine Verschnaufpause und genießen das Panorama, das sich uns bietet… im Vordergrund der Inn, im Hintergrund das Karwendel.

Immer wieder muss ich mir vor Augen führen, wie froh wir sein müssen, eine so schöne Natur und ein wunderbares Landl zu haben. Es ist einfach nur herrlich hier!

210515 Hütte und Säulinghaus (1.720m)

Ein verlängertes Wochenende ist prädestiniert, um ein paar Kleinigkeiten auf der Hütte herzurichten. Die Entscheidung ist daher schnell gefällt und wir begeben uns auf zu unserem Bergdomizil.

Die Wiese ist hat gerade das Winterkleid abgeschüttelt und ist noch dementsprechend kurz, das wird sich wohl in den nächsten Wochen rasch ändern. Am „Alten Baum“ haben wir eine Feuerstelle eingerichtet,

Während wir uns am Feuer gemütlich unterhalten, habe ich ein paar Würstel auf den Grill gelegt… das duftet gut.

Der Abend ist gemütlich, wie es halt auf einer Hütte so ist und die Nachtruhe erholsam, da man fast keine störenden Geräusche hört.

Am Morgen haben wir mit Papa ausgemacht, auf das Säulinghaus zu wandern. Sara bleibt in der Hütte, während Letu und ich mitgehen. Von der Hütte starten wir ein Stück über den Forstweg, dann erreichen wir den Steig.

Im oberen Teil des Weges liegt noch Schnee, deshalb begraben wir unser Vorhaben, auf den Gipfel zu gehen gleich wieder. Dafür haben wir nicht die richtigen Schuhe an.

Kurz vor der Hütte zweigt ein unscheinbarer, steiler Pfad in den Wald ab…

… diesem folgen wir, steil und nicht immer ganz ohne, höher und höher.

Zu meiner Überraschung stehen wir plötzlich direkt vor dem Säulinghaus. Obwohl ich schon so viele Male hier war, diesen Weg kannte ich noch nicht.

Das Refugium hat noch nicht geöffnet, der Hüttenwirt ist zwar mit Helfern am Werk, aber außer einer nicht sehr positiven Einschätzung zu den Corona-Maßnahmen erhalten wir nichts… schade!

Wir sitzen eine Weile auf der Terrasse, dann wandern wir wieder retour zu unserer Hütte.

Der Steig führt gut ausgebaut, aber steil hinab ins Tal. Stellenweise müssen wegen Vereisung aufpassen, die Sonne scheint hier doch noch nicht überall hin.

Am Forstweg angelangt, beschließen wir spontan, den Weg über das Pflacher Älpele zu nehmen. Ein Blick zurück bringt den Pilgerschrofen und die Zwölf Apostel ins Blickfeld… vielleicht schaffe ich diese zwei Ziele heuer…

Der Blick auf den Talkessel ist wunderbar, besonders die Tannheimer Berge stechen hier prominent ins Auge. Die alles überragende Gehrenspitze ist allerdings nicht die höchste Ergebung, wie man hier vermuten würde…

Rasch erreichen wir das Älpele, das seit zwei Jahren einen engagierten neuen Pächter gefunden hat. Klaus ist zufällig gerade anwesend, das bedeutet für uns eine kurze Einkehr mit einem Schnapserl, dazu gibt es ein paar Anekdoten über die Hüttenrenovierung. Einfach super…

Vom Älpele wandern wir zurück zum Forstweg und über diesen wieder zurück zu unserer Hütte. Eine kurze, tolle Wanderung, der uns viel Freude gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 7,99 km
Höhenmeter: 677 m

Nachtrag:
Während Papa im Anschluss an die Tour wieder ins Tal absteigt, bleiben wir noch eine Nacht auf der Hütte, frühstücken ausgiebig, und dann wird aufgeräumt… damit wir das nächste Mal wieder eine schöne Bleibe vorfinden!

210411 Straßberghaus (1.191m)

Der Blasius (Föhn) kündet von nahendem Ungemach, am Wochenbeginn soll das Wetter umschlagen. Die Füße jucken und wollen nochmals ins Freie geführt werden. Da fällt mir der vor nicht allzu langer Zeit neu eröffnete Zimmerbergklamm-Steig ein. Ein holpriger Name für eine tolle Wanderung.

Wir starten hinter dem Thöni-Werk in Telfs, schon nach ein paar Metern ist keine Spur der großen Fabrik zu sehen…

Wildromantisch fließt der kleine Zimmerbergklammbach durch das Ende der Schlucht gen Telfs.

Wir marschieren ein gutes Stück am Bach entlang, anfangs ist der Steig sehr einfach im Wald gelegen, je weiter wir kommen, desto ansprechender wird das Gelände. Ein wenig pfiffig darf es ruhig sein…

Die Schlucht schaut nun endlich ein wenig wie eine Schlucht aus…

… der Hinweis, dass hier mit Steinschlag zu rechnen ist, kommt mir dennoch ein wenig deplatziert vor. Auch hier scheint die neue Mentalität „Lieber etwas zu vorsichtig sein…“ Einzug gehalten

Der Blick zurück Richtung Inntal zeigt ein paar der schönen Skiberge, Hocheder und Rietzer Grießkogel stechen prominent hervor.

Endlich erreichen wir den neuen Teil des Steiges, die Holzstiege, die über die Felswand führt. Der Stieg wurde vor ein paar Jahren erst wieder reaktiviert, nachdem die alte Steiganlage zu gefährlich worden war.

Der Ausblick von der Stiege ist spektakulär, sehr gut sieht man auf die schon zurückgelegte Wegstrecke.

Teilweise ist der alte Steig noch erkennbar, doch in ein paar Jahren wird die Natur alle Spuren des alten Zimmberbergklammsteigs ausgelöscht haben.

Letu hat heute seine GoPro mit dabei und damit lassen sich manch lustige Bilder erzeugen.

Nach dieser Engstelle weitet sich das Tal wieder ein wenig, unser Weg führt am oberen Elektrizitätswerk vorbei in Richtung Straßberghaus.

Der Steig ist sehr schön angelegt, dennoch erkennt man die latente Gefahr von Steinschlägen, Muren und Wegverlegungen. Der Untergrund scheint nicht überall stabil zu sein. Vielleicht habe ich dem Eingangs gesehenen Schild doch unrecht getan.

Wir verlassen die Schlucht und wandern über offene Waldstücke weiter. War am Anfang des Steigs noch Frühling angesagt, ist der Winter in der Höhe noch sehr präsent.

Am Straßberghaus (1.191m) treffen wir eine eBike-Gruppe, die gerade angeregt über die Kapazität der Akkus im Zusammenspiel mit der weiteren Routenplanung diskutieren…

Unser Akku ist noch voll, Müdigkeit ein Fremdwort. Aber eine Jause schmeckt immer, daher suchen wir uns eine gemütliche Bank am Wegesrand und lassen es uns gut gehen.

Das aktuelle Wetter ist sehr wechselhaft, im einen Moment ist einem im T-Shirt fast zu warm, im nächsten Moment braucht man eine Jacke. Hinzu kommt ein permanenter Wind, der zusätzlich kühlt.

Das Inntal liegt uns zu Füßen, auch den Patscherkofel und unser schönes Dorf können wir in der Ferne sehen.

Beim Abstieg sammeln wir noch Geocaches ein, Letu nützt jede Gelegenheit, auf Baumstämmen zu balancieren.

Mir scheint, dass der Wind hier zu größeren Forstschäden geführt hat. Nun wir aufgeräumt. Zwar sind die Schneisen nicht immer schön anzusehen, aber mit den modernen Maschinen geht die Arbeit dafür um ein Vielfaches schneller von der Hand als früher.

Ein kleiner Wermutstropfen der ansonsten reizenden Frühlingstour ist der kurze Gegenanstieg am Schluss, den wir bewältigen müssen. Das war so nicht geplant, wir schaffen es allerdings zügig und erreichen alsbald das Auto.
Die Zimmerbergklamm-Rundtour hat uns sehr gefallen und wird sicherlich mal wiederholt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:57 h
Gesamtlänge: 12,70 km
Höhenmeter: 681 m

210409 Rinner Wald

Eigentlich ist das Ziel eine schnelle Runde auf die Rinner Alm gewesen, aber wegen umfangreichen Holzschlägerarbeiten können wir den gewohnten Weg nicht benützen.
Die Alternative erweist sich als nicht ganz so günstig, irgendwann beschließen wir, den Weg nicht weiter zu verfolgen und die Rinner Alm Rinner Alm sein zu lassen. Die läuft uns schon nicht weg.
Wir lassen es uns nicht verdrießen, trinken ein gemütliches Bier aus Manni’s Rucksack (der muss in dem kleinen Ding eine Quelle haben), und spazieren wieder zum Ausgangspunkt. Hauptsache draußen in der wunderschönen Natur…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 5,31 km
Höhenmeter: 373 m

210403 Feuerköpfle (1.494m)

Obwohl das Wetter nicht gerade einladend ist, beschließen Papa, Letu und ich, ein Stück zu wandern. Das Ziel ist ein wenig flexibel gehalten, wir starten zuerst zur schön gelegenen Costaris-Kapelle, dann sehen wir weiter.

Startpunkt ist der Frauensee, ein mystischer See in wunderbarer Lage. Die Sage erzählt von einem versunkenen Schloss, das am Seegrund liegen soll. Auch ein Drache soll hier sein Unwesen treiben.

Schon kurz nach der Abzweigung vom See liegt eine geschlossene Schneedecke auf der Forststraße. Der Schnee ist sehr angenehm zu gehen und wir benötigen die Schneeschuhe noch nicht.

Rasch machen wir Höhe, an einer Kehre zweigen wir in den Wald ab. Aber hier wird es spürbar steiler. Und die Schritte müssen wohl gewählt werden, der gefrorene Schnee ist teils hinterhältig rutschig.

Immer wieder erreichen wir Passagen, die gut mit den Schneeschuhen gehen würden, um im nächsten Moment wieder fast schneefrei weiterzulaufen.

Das Wetter ist heute kühl und wechselhaft, jedoch wird es während unserer Tour immer wieder kurzfristig sonnig, im nächsten Moment zieht dann schon wieder eine Nebelbank ein.

Dementsprechend ist die Aussicht auf den Talkessel. Wir sind allerdings froh, wenn kurze Wolkenfenster einen Blick ins Tal ermöglichen.

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Bei einer Stelle mit nettem Bänklein machen wir eine kurze Trinkpause, im Anschluß kommt der steilste Teil der Tour auf uns zu.

Erst müssen wir über ein wenig Fallgut klettern, dann ist der Weg richtig Steil unterhalb einer Felswand. Doch stet, Fuss vor Fuss wird auch dieser Teil erklommen…

… und dann haben wir es geschafft, das Feuerköpfl liegt vor uns. Mit schöner Bank zum Ausruhen und sich eine kleine Jause zu gönnen.

Wir haben auch Glück, das Wetter klart just in diesem Moment ein wenig auf.

Zwar sehen wir nicht arg viele Berge, aber dafür direkt in die Heimat und wo das Heimhaus steht.

Beim Abstieg nehmen wir nun doch die Schneeschuhe zur Hilfe, gerade für Papa und mich wegen dem Einbrechen in die Schneedecke eine große Hilfe.

Letu verwendet die Teller am Anfang, aber bald will er nicht mehr. Und mit seinem Gewicht „schwebt“ er fast über den Schnee…

Das macht sich im Abstieg dann auch bemerkbar, wie ein Sausewind flitzt er über den harten Schnee…

… und gönnt sich auch den einen oder anderen Sprung.

Rasch erreichen wir den Frauensee, die gemütliche Tour war viel zu schnell vorbei. Gerne wieder einmal…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 5,31 km
Höhenmeter: 519 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee, Triebschnee)

210324 Rinner alm (1.394m)

Das Wetter will ausgenützt werden, so zieht es mich nach der Arbeit noch schnell auf die Rinner Alm… schon zum x-ten Mal. Dieses Mal ist Manni dabei, der schon „Aldranser-Alm-geprüft“, nach kurzem Überlegen zusagt.
Auf der Alm zaubert Manni zwei „Zillertaler“ aus dem Rucksack… eine feine und wohlschmeckende Überraschung
Zum Weg selber muss nicht mehr viel gesagt werden, daher teile ich hier nur ein paar Impressionen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,65 km
Gesamtdauer: 1:47 h
Höhenmeter: 497 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee)

210319 St. Magdalena im Halltal (1.287m)

Nach dem Skifahren sind Letu und ich noch nicht ganz ausgelastet, daher wandern wir noch ein Stück ins Halltal. Die Schneeschuhe lassen wir zu Hause, weil so viel Schnee liegt nicht… wie wir uns da getäuscht haben.

Schon am Eingang beim Hackl sehen wir, dass hier genug Schnee liegt. Je höher wir kommen, desto besser wird die Schneehöhe… Sogar „Banklsitzen“ wird so zur Herausforderung…

Gott sei Dank ist unser Schuhwerk, wenngleich klobig und im Falle von Letu sogar noch ein wenig groß, den Unbilden des Schnees mehr als gewachsen.

Kurz vor dem Bettelwurfeck müssen wir einen frischen Lawinenkegel übersteigen. Es war zwar nur ein kleiner Rutscher, aber doch beeindruckend.

Schnell verlassen wir den Bereich, wenngleich die Gefahr wohl gebannt ist, denn „da oben“ dürfte nicht mehr viel Schnee in der Rinne liegen.

Auf der anderen Talseite lacht der Bettelwurf zu uns herunter. Dieser Bereich ist im Hochwinter ein gefürchteter Lawinenstrich, im Sommer rauschte so manche Mure in die Talsohle.

Am Bettelwurfeck wird die Straße extrem steil, eine Steigung von 32% ist hier angezeigt. Gerade im Sommer, mit dem Mountainbike, eine sportliche Herausforderung.

An Ende des Ecks, die Straße verläuft nun nach Westen, wird der Weg flacher und führt weiter Richtung Herrenhäuser und Bergwerksareal.

Ein Blick zurück zeigt mir meine geliebte Hüttenspitze, ein wenig versteckt sieht man auch die Wechselreise.

Vor uns, schon fast am Ziel, sehen wir das Kartellerjöchl, das dem Bergwerk direkt vorgelagert ist.

Nordseitig kann man die fast surreal wirkenden Plattentürme, der Sage nach versteinerte Knappen, daher auch im Volksmund „Steinerne Knappen“ genannt, bewundern. Geologisch gesehen sind diese Türmchen die letzten Reste einer Brecciedecke.

Kurz vor Erreichen von St. Magdalena überholen wir zwei ältere Herren. Am Berggasthaus angekommen treffen wir den Rest der lustigen Runde. Und sogar die Küche ist offen, so bekommen wir auch noch was zu trinken und einen Buchtel mit Vanillesauce.

Nach der Pause steigen wir den selben Weg ab, der Schnee im hinteren Halltal wird uns heuer wohl noch eine Weile begleiten.

Der Bergbach ist fast nicht sicht- und hörbar, der Schnee hat sich dämpfend über das normalerweise gurgelnde Wasser gelegt.

Unterwegs sehen wir immer wieder abgestellte Rodeln, die man bei St. Magdalena ausleihen kann. Leider geht es heute nicht zu rodeln, der Schnee ist zu pappig. Letu probiert es selber aus… und gibt nach kurzer Zeit auf.

Beim Trinkwasserstollen wird die Schneedecke wieder dünner, wir bleiben der Einfachheit halber auf der Salzstraße, den Fluchtsteig nehmen wir das nächste Mal. Bei den kühnen Felswänden tummeln sich ein paar Gämsen, die wir eine Zeitlang beobachten.

Beim Abstieg treffen wir wieder die Männertruppe vom Gasthaus, wir unterhalten uns ein wenig über das Halltal. Es dämmert schon, als wir den Parkplatz glücklich erreichen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,0 km
Gesamtdauer: 3:26 h
Höhenmeter: 537 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee unterhalb 2.000m)

210312 Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter der nächsten Tage verheißt wieder weiße Pracht, ein der Jahreszeit nicht ungewöhnlicher Zauber. Heute jedoch locken die milden Temperaturen, gaukeln schon eine noch nicht ganz eröffnete Wandersaison vor.

Das Ziel, heute gut gangbar, ist die Aldranser Alm. Und einen neuen Mitstreiter habe ich auch gewonnen, Manni begleitet mich auf dieser Marsch.

Wir starten in Fagslung, einem kleinen Weiler von Aldrans. Von hier müssen wir erst ein Stück mit dem Forstweg vorlieb nehmen, bis wir den eigentlich Steig erreichen. Dieser führt dann, immer wieder die Forststraße kreuzend, relativ direkt Richtung Alm.

Im oberen Drittel der Wanderung müssen wir uns mit Schnee und Eis herumschlagen, eine Stelle, ein vereister Bach, erfordert höchste Konzentration…

Der letzte Teil ist steil und führt und fast aper hinauf zur Aldranser Alpe.

Dann stehen wir vor der gemütlichen Hütte. Hoffentlich auch bald wieder geöffnet, und wieder zu einer feinen Einkehr einladend.

Wir setzen uns auf die Westseite der Hütte, auf einen leckeren Trunk müssen wir nicht verzichten, denn irgendwie haben sich Dosen in den Rucksack verirrt und wollen jetzt konsumiert werden.

Das Wetter wechselt währenddessen dauern die „Gesichtsfarbe“… mal düster wie hier, dann wieder Sonnenschein…

… sogar kurzzeitige Schneeschauer sind dabei. Da möchte man fast meinen, das Wetter des Folgemonats sei am Werke.

Nach der gemütlichen Rast, die Dämmerung setzt nun ein, läuten wir den Abstieg ein.

Naturgemäß geht es runter viel schneller als rauf… dennoch ist Obacht, speziell bei den eisigen Stellen angeraten.

Im oberen Bereich des Anstieges, bzw. nun Abstieges, sind immer wieder längere Eis- und Schneeflächen zu passieren.

Obwohl teilweise Konzentration gefordert ist, sind wir natürlich nicht aus der Ruhe zu bringen und haben so manches Späßchen am laufen…

Als wir beim Parkplatz ankommen, ist es schon fast dunkel. Das Timing heute war perfekt, ein toller Auftakt in die neue Wandersaison.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:50 h
Gesamtlänge: 9,68 km
Höhenmeter: 627 m