210403 Feuerköpfle (1.494m)

Obwohl das Wetter nicht gerade einladend ist, beschließen Papa, Letu und ich, ein Stück zu wandern. Das Ziel ist ein wenig flexibel gehalten, wir starten zuerst zur schön gelegenen Costaris-Kapelle, dann sehen wir weiter.

Startpunkt ist der Frauensee, ein mystischer See in wunderbarer Lage. Die Sage erzählt von einem versunkenen Schloss, das am Seegrund liegen soll. Auch ein Drache soll hier sein Unwesen treiben.

Schon kurz nach der Abzweigung vom See liegt eine geschlossene Schneedecke auf der Forststraße. Der Schnee ist sehr angenehm zu gehen und wir benötigen die Schneeschuhe noch nicht.

Rasch machen wir Höhe, an einer Kehre zweigen wir in den Wald ab. Aber hier wird es spürbar steiler. Und die Schritte müssen wohl gewählt werden, der gefrorene Schnee ist teils hinterhältig rutschig.

Immer wieder erreichen wir Passagen, die gut mit den Schneeschuhen gehen würden, um im nächsten Moment wieder fast schneefrei weiterzulaufen.

Das Wetter ist heute kühl und wechselhaft, jedoch wird es während unserer Tour immer wieder kurzfristig sonnig, im nächsten Moment zieht dann schon wieder eine Nebelbank ein.

Dementsprechend ist die Aussicht auf den Talkessel. Wir sind allerdings froh, wenn kurze Wolkenfenster einen Blick ins Tal ermöglichen.

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Bei einer Stelle mit nettem Bänklein machen wir eine kurze Trinkpause, im Anschluß kommt der steilste Teil der Tour auf uns zu.

Erst müssen wir über ein wenig Fallgut klettern, dann ist der Weg richtig Steil unterhalb einer Felswand. Doch stet, Fuss vor Fuss wird auch dieser Teil erklommen…

… und dann haben wir es geschafft, das Feuerköpfl liegt vor uns. Mit schöner Bank zum Ausruhen und sich eine kleine Jause zu gönnen.

Wir haben auch Glück, das Wetter klart just in diesem Moment ein wenig auf.

Zwar sehen wir nicht arg viele Berge, aber dafür direkt in die Heimat und wo das Heimhaus steht.

Beim Abstieg nehmen wir nun doch die Schneeschuhe zur Hilfe, gerade für Papa und mich wegen dem Einbrechen in die Schneedecke eine große Hilfe.

Letu verwendet die Teller am Anfang, aber bald will er nicht mehr. Und mit seinem Gewicht „schwebt“ er fast über den Schnee…

Das macht sich im Abstieg dann auch bemerkbar, wie ein Sausewind flitzt er über den harten Schnee…

… und gönnt sich auch den einen oder anderen Sprung.

Rasch erreichen wir den Frauensee, die gemütliche Tour war viel zu schnell vorbei. Gerne wieder einmal…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 5,31 km
Höhenmeter: 519 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee, Triebschnee)

210401 Hahnenkamm (1.938m)

Ich verbringe ein paar Tage bei meiner Mutter in Reutte, da geht sich auch noch eine Skitour mit Papa aus. Der Hahnenkamm bietet sich als schnelle Alternative an, hier muss man nicht ganz so früh los starten und kommt trotzdem sicher rauf und runter… immerhin herrschen jetzt Frühjahresverhältnisse.

Der Start am Parkplatz ist nur für Sekunden gemütlich, dann heißt es, den „Schüttler“ empor steigen. Steil, steiler, am steilsten ist hier die Devise…

Vorsorglich haben wir die Harscheisen montiert und sind auch recht froh. Nach dem Steilstück können wir die Aufstiegshilfe wieder verstauen, der weitere Weg ist nun nicht mehr so „gaach“.

Wir wandern an der Chilihütte vorbei, Erinnerungen an meine Jugend kommen auf. Der Hahnenkamm war „mein“ Skigebiet, hier waren wir öfter. Und als ein paar Jahre bei der Bergwacht war, hatte ich hier Pistendienst.

Natürlich ist das Skigebiet mittlerweile modernisiert worden, an die alte Gondelbahn erinnert nur noch die baufällige Bergstation, die Pisten sind allerdings die Selben geblieben…

Die Singerhütte hat auch schon bessere Zeiten gesehen, dennoch hoffe ich, dass den Reuttener ihr feines Skigebiet weiterhin erhalten bleibt. Es ist ein Luxus, ein Skigebiet direkt vor der Haustüre zu haben.

Beim Aufstieg meine ich noch zu Papa: „Wenn die Bergstation noch ein paar Jahre hier steht, dann muss das Gebäude wohl unter Denkmalschutz gestellt werden…“. Wer weiß…

Bald erreichen wir die letzte Bergstation, der Gipfel ist nun in greifbare Nähe gerückt.

Der Sendemast am höchsten Punkt ist nicht zu übersehen…

… ein Gipfelkreuz ist ein wenig südwestlich auch vorhanden.

Die letzten Meter sind nochmals ein wenig steiler, dann stehen wir beim Skidepot ein paar Meter unterhalb des Gipfels.

Richtig schön ist aber der ganze Gipfel nicht. Dafür ist die Aussicht mehr als Ausgleich.

Von Gipfel sieht man den Talkessel, ins Tannheim und in das untere Lechtal.

Am Gipfel treffen wir einen Kollegen von Papa, mit dem wir uns ein wenig unterhalten. Dann geht es an die Abfahrt.

Auf der Piste selber ist die Fahrerei zwar anstrengend, aber zumindest gut machbar, abseits der Piste ist das Fahren für mich fast nicht mehr möglich… zu weich ist der Schnee mittlerweile geworden.

Der Schüttler ist dennoch rasch erreicht, der Säuling lacht zu mir herrüber. Auf den letzten Metern ins Tal wundere ich mich, dass immer noch Leute aufsteigen. Aber gut, hier am Hahnenkamm ist das wegen fehlender Gefahren gut möglich…

Im Tal angekommen, nehme ich die Einladung zu einer guten bayrischen Jause bei Papa gerne an. WWeißwürscht, Weißbier und Brexgen“… so lass ich gerne eine Tour ausklingen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:55 h
Gesamtlänge: 7,62 km
Höhenmeter: 991 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschneeproblem)

210329 Sonnenspitze (2.639m)

Die Zeitumstellung bringt abgesehen von einem durcheinander gewirbelten Biorhythmus auch gewisse Vorteile. Die Sonne steht länger am Firmament, so kann nun manche Tour, die besser bei Tageslicht begangen wird, auch nach der Arbeit durchgeführt werden.

Mit Wolfi treffe ich mich heute, um die Sonnenspitze im Glungezergebiet zu besteigen. Der erste Teil ist ident mit dem mir sehr bekannten Aufstieg auf den Schartenkogel.

Da aktuell das FIS-Rennen stattfindet, wurden wir vom zuvorkommenden Liftpersonal informiert, nicht die Piste, sondern die Skitourenroute zu verwenden. Und speziell bei der Abfahrt sollten wir auf entgegenkommende Ratracks achten.

Im oberen Teil der „Pistentour“ kürzen wir ein wenig über Gelände ab. Vor uns, als mächtiger Block, ergebt sich das Glungezermassiv.

Kurz vor Erreichen des Schartenkogel zweigt der Weg nach Westen ab. Wir verlassen die Piste und steigen über eine gut ausgetretene Skispur höher.

Die Frühlingssonne scheint schon recht warm, daher können wir den Aufstieg „hemdsärmelig“ bestreiten, ein Privileg des Frühlings…

Lange stehenbleiben dürfen wir trotzdem nicht, sobald der „Motor“ runterfährt, wird es kühl… und animiert uns sogleich, weiterzugehen.

Der Gipfel des Glungezer, des Nachbargipfels „unserer“ Sonnenspitze, kommt in Sichtweite. Auf seinem Haupt, bzw. ganz in der Nähe steht die berühmte Glungezerhütte und die militärische Einrichtung „Goldhaube“.

Unser Ziel ist nun auch in greifbarer Nähe gerückt, einen letzten Hang müssen wir noch im Zickzack aufsteigen.

Dann stehen wir auf dem höchsten Punkt der Tour, der Sonnenspitze (2.639m). Die Aussicht ist phänomenal, es ist fast windstill auf dem Gipfel und die Sonne lacht noch schwach vom Himmel.

Der Blick nach Westen zeigt mir den Verlauf einer meiner heurigen Touren, der „Route Roman“.

Nach Osten liegt das schon grüne Inntal vor uns, auf den Bergen liegt aber noch genügend Schnee, um noch die eine oder andere Tour zu ermöglichen.

Am Gipfel ist es kalt geworden, daher fahren wir ab. Der erste Teil ist gut befahren, aber dennoch im Gelände. Da stellt sich Buckelpistengefühl ein.

Den unteren Teil bestreiten wir im Skigebiet, einmal kürzen wir noch über eine weitere Buckelpiste ab. Die Sonne steht nun tief und zaubert warme Farben auf die bestens präparierte Pisten.

Mit der Gondel fahren wir das letzte Stück ins Tal, am Parkplatz genießen wir noch die letzten Strahlen der untergehenden Sonne… perfektes Timing zu einer perfekten After-Work-Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:50 h
Gesamtlänge: 10,17 km
Höhenmeter: 1.185 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Altschneeproblem, Gleitschneeproblem)

210326 Patscherkofel Schutzhaus (1.965m)

Obwohl die heutige Tour zugegebenermaßen meine Wochenendplanung komplett durcheinander gewirbelt hat, hat es sich absolut rentiert. Wenig anstrengend, schönstes Wetter, eine gute Aussicht, T-Shirt-Temperaturen und last, but not least, wunderbare Gesellschaft in Form von Wolfi! Was will man mehr…
Die Tour ist ja schon hinlänglich durch andere Beschreibungen auf diesem Blog bekannt, daher lasse ich hier ein paar Bilder sprechen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,61 km
Gesamtdauer: 2:10 h
Höhenmeter: 960 m
Lawinenwarnstufe: 1

210324 Rinner alm (1.394m)

Das Wetter will ausgenützt werden, so zieht es mich nach der Arbeit noch schnell auf die Rinner Alm… schon zum x-ten Mal. Dieses Mal ist Manni dabei, der schon „Aldranser-Alm-geprüft“, nach kurzem Überlegen zusagt.
Auf der Alm zaubert Manni zwei „Zillertaler“ aus dem Rucksack… eine feine und wohlschmeckende Überraschung
Zum Weg selber muss nicht mehr viel gesagt werden, daher teile ich hier nur ein paar Impressionen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,65 km
Gesamtdauer: 1:47 h
Höhenmeter: 497 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee)

210323 Schartenkogel (2.311m)

Und wieder steht eine schöne „After-Work-Tour“ auf den Schartenkogel auf dem Programm. Ich fahre mit dem Bus zur Talstation. An der Bushaltestelle treffe ich Paul, mit dem ich am Hirzer gewesen bin.
Bei der Talstation muss er noch auf ein paar Leute warten, derweilen mache ich mich schon auf den Weg. Von Halsmarter steige ich rasch neben der Piste, im Pulk mit zig anderen Sportlern auf.

Das Wetter ist wunderbar, die Sonne lacht vom Himmel und es ist fast ein wenig lau.

Der Ausblick auf das Inntal ist wunderbar, wenn gleich die Fernsicht ein wenig getrübt ist. Gerade dieser lichte Nebel macht für mich den Reiz dieser Stimmung aus.

Ich nehme den linken Weg zum Schartenkogel, also nicht über die Piste, sondern ein wenig über flaches Skigelände.

Die Steigerei macht richtig Spaß, die Geschwindigkeit ist heute aber höher als sonst.

Über eine letzte Kuppe steigend, sehe ich nun auch mein Ziel, ein im heurigen Jahr schon mehrere Male besuchtes Gipfelkreuz, den Schartenkogel.

Die Aussicht vom Rücken auf das Skigebiet und besonders auf das Glungezermassiv ist beeindruckend. Die die Abendsonne tut den Rest dazu.

Am Gipfel sind schon ein paar Leute, unter anderem treffe ich wieder David (von letzter Woche).
Mir ist kalt, ich ziehe mich rasch um, genieße den Sonnenuntergang. Dann fahre ich wieder ab. Mein Zeitfenster ist ein wenig beschränkt, ich muss zum Bus. Wie der Sausewind rausche ich die Piste hinunter, die Gondel kommt mir unglaublich langsam vor… was sie jedoch faktisch nicht ist. Im Tal habe ich nur noch Minuten, ich jogge mit den Tourenskischuhen zum Gemeindeplatz, und erreiche gerade noch den Bus. Wunderbar!

Was für eine schöne Tour das heute war, im Bus genieße ich die letzten Sonnenstrahlen, bevor sich die Sonne zur Nachtruhe begibt.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,15 km
Gesamtdauer: 1:10 h
Höhenmeter: 771 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Triebschnee, Gleitschnee)

210321 Rinner Alm (1.394m)

„Papa, wir müssen heute noch schnell auf die Rinner Alm“, meint Junior. „Auf dann“, sage ich, „aber heute mit Schneeschuhen“.

Die ersten Meter vom Parkplatz aus sind allerdings so dünn mit weißem Zauber bedeckt, dass die Schneeschuhe vorerst am Rucksack bleiben.

Schon bald wird die Schneedecke jedoch „schneeschuhtauglich“ und wir montieren die guten Stücke. Diese, speziell den Krallen geschuldet, erleichtern den ansonsten rutschigen Aufstieg ungemein.

Dazwischen nehmen wir die Gehhilfen für ein Stück ab, denn im dichteren Wald ist das gehen Ohne doch leichter.

Im oberen Drittel sind wir wieder froh, dass wir an die Schneeschuhe gedacht haben. Bis auf zwei Stellen ist die Aussicht auf das Inntal spärlich.

Schließlich erreichen wir die tief verschneite Rinner Alm, vor zwei Wochen noch sind wir nur auf den letzten Metern im Schnee gelaufen…

So schnell kann sich die Landschaft verändern. Bei der Hütte ziehen wir uns um, Nach einer ersten Weigerung von Letu werden militärische Seiten aufgezogen. Besser kurz kalt, als lange erkältet…

Letu testet im Anschluss noch die tief eingeschneite und ein wenig vereiste Schaukel, die er perfekt in Gang bringt.

Zu lange halten wir uns nicht auf, es ist kühl und wir können auch nicht richtig sitzen. Ein Schluck Tee wärmt uns, dann marschieren wir den selben Weg zurück ins Tal.

Runter läuft es sich nicht schlecht mit den großen Tellern an den Füßen. Es muss nur ein wenig lockerer Schnee vorhanden sein. Auf der harten Piste ist das Gehen eher unangenehm.

Dennoch müssen wir ein paar Mal auf die Forststraße ausweichen, aber am Straßenrand macht der Abstieg dennoch Spaß.

Bald erreichen wir den Eislaufplatz, ganz in der Nähe des Parkplatzes. Hier entledigen wir uns unserer Gehhilfen.

Die letzten Meter laufen wir dann auf der Straße zurück zum Auto. Unspektakuläre, aber schöne Runde. Hoffentlich bald wieder.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,11 km
Gesamtdauer: 3:05 h
Höhenmeter: 555 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unterhalb Waldgrenze)

210319 St. Magdalena im Halltal (1.287m)

Nach dem Skifahren sind Letu und ich noch nicht ganz ausgelastet, daher wandern wir noch ein Stück ins Halltal. Die Schneeschuhe lassen wir zu Hause, weil so viel Schnee liegt nicht… wie wir uns da getäuscht haben.

Schon am Eingang beim Hackl sehen wir, dass hier genug Schnee liegt. Je höher wir kommen, desto besser wird die Schneehöhe… Sogar „Banklsitzen“ wird so zur Herausforderung…

Gott sei Dank ist unser Schuhwerk, wenngleich klobig und im Falle von Letu sogar noch ein wenig groß, den Unbilden des Schnees mehr als gewachsen.

Kurz vor dem Bettelwurfeck müssen wir einen frischen Lawinenkegel übersteigen. Es war zwar nur ein kleiner Rutscher, aber doch beeindruckend.

Schnell verlassen wir den Bereich, wenngleich die Gefahr wohl gebannt ist, denn „da oben“ dürfte nicht mehr viel Schnee in der Rinne liegen.

Auf der anderen Talseite lacht der Bettelwurf zu uns herunter. Dieser Bereich ist im Hochwinter ein gefürchteter Lawinenstrich, im Sommer rauschte so manche Mure in die Talsohle.

Am Bettelwurfeck wird die Straße extrem steil, eine Steigung von 32% ist hier angezeigt. Gerade im Sommer, mit dem Mountainbike, eine sportliche Herausforderung.

An Ende des Ecks, die Straße verläuft nun nach Westen, wird der Weg flacher und führt weiter Richtung Herrenhäuser und Bergwerksareal.

Ein Blick zurück zeigt mir meine geliebte Hüttenspitze, ein wenig versteckt sieht man auch die Wechselreise.

Vor uns, schon fast am Ziel, sehen wir das Kartellerjöchl, das dem Bergwerk direkt vorgelagert ist.

Nordseitig kann man die fast surreal wirkenden Plattentürme, der Sage nach versteinerte Knappen, daher auch im Volksmund „Steinerne Knappen“ genannt, bewundern. Geologisch gesehen sind diese Türmchen die letzten Reste einer Brecciedecke.

Kurz vor Erreichen von St. Magdalena überholen wir zwei ältere Herren. Am Berggasthaus angekommen treffen wir den Rest der lustigen Runde. Und sogar die Küche ist offen, so bekommen wir auch noch was zu trinken und einen Buchtel mit Vanillesauce.

Nach der Pause steigen wir den selben Weg ab, der Schnee im hinteren Halltal wird uns heuer wohl noch eine Weile begleiten.

Der Bergbach ist fast nicht sicht- und hörbar, der Schnee hat sich dämpfend über das normalerweise gurgelnde Wasser gelegt.

Unterwegs sehen wir immer wieder abgestellte Rodeln, die man bei St. Magdalena ausleihen kann. Leider geht es heute nicht zu rodeln, der Schnee ist zu pappig. Letu probiert es selber aus… und gibt nach kurzer Zeit auf.

Beim Trinkwasserstollen wird die Schneedecke wieder dünner, wir bleiben der Einfachheit halber auf der Salzstraße, den Fluchtsteig nehmen wir das nächste Mal. Bei den kühnen Felswänden tummeln sich ein paar Gämsen, die wir eine Zeitlang beobachten.

Beim Abstieg treffen wir wieder die Männertruppe vom Gasthaus, wir unterhalten uns ein wenig über das Halltal. Es dämmert schon, als wir den Parkplatz glücklich erreichen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,0 km
Gesamtdauer: 3:26 h
Höhenmeter: 537 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee unterhalb 2.000m)

210316 Schartenkogel (2.311m)

Ein kurzes, letztes Aufbäumen des Winters bringt nochmals schönsten Pulver in unsere Lande. Da bietet sich ein Ausflug auf den Schartenkogel, direkt nach der Arbeit an. Mit dem Postbus fahre ich direkt von zu Hause (ohne Umsteigen) zum Skigebiet, mit der Gondel hinauf zur Mittelstation.

Die letzten Ski- und Snowboardfahrer rauschen die Piste hinunter, während ich mich leicht bekleidet die alte Pistentrasse hoch quäle.

Das Wort quälen verwende ich in Zusammenhang mit jeglichen Sportarten nur selten, aber die ehemalige Trasse des Schlepplifts hat es echt in sich. Mich wundert manchmal, dass wir zu Zeiten des Schleppers ohne Blessuren rauf gekommen sind.

Nur kurze flachere Stücke laden zum Verschnaufen ein, dann kommt der nächste Steilanstieg. Doch nach ca. 400 Höhenmeter erreiche ich die Bergstation der neuen Bahn und bin aus dem Gröbsten raus.

War das Wetter bis hier noch in Ordnung, ist nun eine Kombination aus Dämmerung, Wolken und Schneefall eingetreten. Die Sicht ist schlecht, teilweise kann die Aufstiegsspur nicht gesehen werden.

Trotzdem sind immer wieder wunderschöne Stellen zu bestaunen, das Zusammenspiel von Bäumchen, frischem Schnee und Felsen fasziniert mich hier am „Glungi“ immer wieder…

Kurz vor der Bergstation „Schartenkogellift“ holt ein einsamer Tourengeher zu mir auf. Welche Überraschung, es ist ein Arbeitskollege von mir… David. Wir gehen gemeinsam weiter, und bald erreichen wir das Ziel, das Gipfelkreuz des Schartenkogels (2.311m)

Es ist nicht nur bitterkalt, sondern auf windig. Eigentlich nichts Neues, in dieser Ecke, aber immer wieder aufs Neue „grausig“. Rasch ziehen wir uns um und fahren wieder ab.

Der Aufstieg war steil, aber gut. Der Aufenthalt am Gipfel wie üblich kalt, windig und nicht besonders einladend, dafür war die Abfahrt richtig lustig. Weicher, fluffiger Schnee versüßt mir den Abschluss der Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge:7,77 km
Höhenmeter: 803 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Triebschnee, Waldgrenze, alle Expo.)

210315 Erste Figlversuche

Wer schon mal auf Figl gestanden ist, weiß, was das für ein Gelächter ist. Speziell für jene, die nicht auf den Figl´n stehen. Aber was sind Figl… das sollten zumindest die Tiroler kennen… Figl steht für Firn Gleiter, eine lustige Erfindung aus der Mitte des letzten Jahrhunderts.

Lange Rede, kurzer Sinn, Letu und ich machen uns bei sehr untypischen Figlverhältnissen zur Heiligwasserwiese auf, um unser „neues“ Spielzeug auszuprobieren. Und gleich vorweg… einfach ist anders… Letu macht auf jeden Fall die bessere Figur und deshalb sind keine Beweise meiner Fahrkunst sichtbar…

Wie man auf den Bildern sieht, handelt es sich um einfache Aluschienen mit einer Bindung drauf, die mittels Schnur gebunden wird.

Leider ist das Gefälle der Heiligwasserwiese nicht so groß, daher ist die Fahrerei noch ein wenig schwieriger.

Wir haben trotz des Wetters die größte Gaudi, die Teile sind „Fun Pur“, und werden sicher noch öfter im Einsatz sein.