210603 Bitterlehütte und Umgebung

Bei einem verlängerten Wochenende bietet sich für uns immer ein Aufenthalt bei der Hütte an. Da der Rest der Familie anderweitig verplant ist, machen sich heute Letu und ich auf, dort ein paar Tage zu verbringen.

Rund um die Hütte gibt es immer was zu tun, das hier zu beschreiben wäre allerdings öde. Doch auch Wanderungen stehen auf dem Programm…

Am Nachmittag des ersten Tages spazieren wir erst auf der Forststraße, an uralten Fichten vorbei, bis zum Einstieg in den Säulingsteig.

Um die Monotonie des Forstweges aufzubessern, lässt sich Letu so einiges Einfallen. Eine der besten Ideen ist der Sonnenhut!

Obwohl nicht mehr viel gemäht wird am Säuling, sind überall noch schöne Städel, zum Teil gut hergerichtet, zu sehen.

Das Wetter ist, wie der Wetterbericht schon vorhergesagt hat labil, während unseres Aufstiegs können wir dem beeindruckenden Aufbau von Gewitterwolken zusehen.

Am Steig angelangt, wandern wir nun talwärts, denn hier gibt es einen für mich unentdeckten Geocache.

Obwohl das Ausserfern klimatisch gegenüber dem Inntal definitiv kühler ist, ist der Frühling doch auch hier am Kommen…

Erste Enziane kündigen die nahende warme Jahreszeit an…

Als wir das „Buchenwäldele“ erreichen, wird mir klar, wie lange ich diesen Steig nicht mehr gegangen bin. Früher war das mein Standardaufstieg auf den Säuling, die letzten Jahre habe ich den Aufstieg immer bei der Hütte begonnen…

Bald erreichen wir wieder die Forststraße, die uns nun von „unten“ wieder zur Hütte führt.

Letu findet ein paar Kletterfelsen am Wegesrand, doch als dann eine Schuppe ausbricht, ist es vorbei mit der Kraxlerei… zum Glück ist er mit dem Schrecken davon gekommen…

Kurz vor der Hütte sehen wir noch den Säulinggipfel in voller Pracht, der uns auf einen Besuch einlädt…

Es ist noch warm, aber nicht mehr so gewitterträchtig. Während Letu an der Hütte bastelt, richte ich uns das Abendessen am Grill her! Das passt als Abschluss des feinen Tages perfekt.

Ein gemütlicher Kartler schließt dann unseren feinen Tag ab…

210524 Halltal

Heuer haben sich die Geschwister April und Mai einen Scherz erlaubt und haben sich, zwillingsmäßig, getauscht… zumindest was das Wetter betrifft. Während der April relativ stabiles Wetter aufgewiesen hatte, ist der Mai heuer unberechenbar. Blauer Himmelt tauscht in kürzester Zeit mit leichtem Nieselregen, dann wieder warm, teilweise schwül… es ist alles dabei.
Um dennoch ein wenig in der Natur zu sein, wandern Letu und ich in unser geliebtes Halltal. Die Idee kam übrigens vom Junior höchstpersönlich.

Da wir nicht gerade früh aufgebrochen sind, finden wir den Parkplatz Hackl schon gut belegt vor, dennoch können wir einen Parkplatz ergattern. Den ersten Teil bestreiten wir, wie fast immer, auf dem Fluchtsteig, ein wenig erhöht über der eigentlichen Salzstraße.

Wie immer macht diese Passage sehr viel Spaß, der aus lawinentechnischen Überlegungen gebaute Steig ist heute der schönest Eintritt in dieses wild-romantische Tal.

Beim Bettelwurfeck, das wir unter uns sehen, zweigen wir heute nach links ab, ins sogenannte Eibental. Dieser Weg, den ich vor kurzem das erste Mal begangen bin, führt Steil, sehr steil empor.

Es ist genau so, wie ich es mag… die Anstrengung ist hier am Anfang, knackig steigen wir empor… weiter oben flacht der Pfad dann auch ab… erst die Arbeit, dann das Spiel.

Wenn man am Eibental-Steig den Scheitel erreicht hat, quert der Weg in Grasflanken parallel zur Salzstraße. Die Aussicht ins hintere Halltal ist von diesem Pfad spektakulär.

Ohne Höhenänderung verläuft der Weg erst auf einem schmalen Steig, der sich dann kurz vor St. Magdalena zur breiten Forststraße weitet. Und dann strahlt schon das weiße Gebäude des ehemaligen Klosters zu uns her.

Heute marschieren wir gleich weiter, ein kurzes Stück wandern wir noch auf der Forststraße, bis wir über ebendiese die Einmündung in die Salzstraße erreichen. Hier drehen wir um, um nun auf der Asphaltstraße wieder hinab ins Tal zu gehen.

Auch in diesem rauen Tal zieht der Frühling ein, überall sprießen schöne gelbe Blümchen, es könnte sich hierbei um Steinkraut handeln…

Bei der Trinkwasserfassung queren wir wieder auf den Fluchtsteig mit seinen Relikten (Soleleitung) aus den goldenen Zeiten des Salzabbaues.

Knorrige alte Buchen, die hier neben dem Weg wachsen, sind unter Tage schön anzusehen, in der Nacht könnten diese aber auch ein wenig wohligen Grusel auslösen.

Am Rückweg kommen wir wieder an unserem Aufstiegspfad zurück, ein Wegweiser zeigt hier das Eibental an.

Der Fluchtsteig macht immer in beiden Richtungen Spaß, der Rückblick zur Bettelwurfreise lässt erahnen, dass bei Gewitter hier die Stimmung nicht so entspannt ist.

Kurz vor dem Parkplatz entdeckt Letu ein paar verblühte Löwenzahn, oder auch Pusteblumen, die er freudestrahlend in alle Windrichtungen bläst. Da wird nächstes Jahr der Löwenzahn wohl wieder gut wachsen…

Das Kneippbecken am Hackl ist wieder eröffnet. Ich bezweifle allerdings, ob viele Lebewesen abgesehen von den schockgefrorenen Regenwürmern dieses Angebot heuer schon genutzt haben. Letu und ich wagen ein „Tänzchen“, nach einer Runde sind die Beine gefühllos, die zweite Runde ist dann schon fast eine Zumutung. Dafür ist die Wärme im Anschluss an das Kneippen sehr angenehm.

Ein schöne Einstimmungswanderung, der hoffentlich noch viele Tage im Halltal folgen werden.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: ca. 8km (GPS Aussetzer)
Höhenmeter: 576 m

210522 Ausflug Silberbergwerk und Hubertusweg

Das Wochenende steht vor der Tür, die strengen Corona-Maßnahmen purzeln stückweise, endlich können auch Gastronomie und touristische Angebote, vorbehaltlich dem „G*G*G (Geimpft*Genesen*Getestet) besucht werden.
Die Kinder sind motiviert, das Wetter ist gut, daher rauschen wir nach Schwaz. Das Silberbergwerk steht heute auf dem Programm…

Bei Ankunft stellen wir fest, dass fast keine Leute da sind. Das sind schon mal gute Voraussetzungen. Ob wir reserviert haben: „Nein“, „Welches *G* können wir vorweisen?“, „Getestet“, Ja, dann viel Spaß.
Nach kurzer Wartezeit fahren fahren wir in den Berg ein… immer wieder ein tolles Erlebnis.

Normalerweise bekommt man Mäntel gegen die Feuchte, aber das ist wegen Corona aktuell nicht möglich, daher müssen wir mit unsere recht sommerliche Kleidung auskommen. Die Führung ist uns wohl bekannt, dennoch staunen wir immer wieder über die beeindruckende Mine, besonders über die Schwazer Wasserkunst.

Scheinbar wurde die Lockdown-Zeit ein wenig genutzt, um das Bergwerk ein wenig aufzupeppen. Das fällt auf jeden Fall positiv auf.

Beeindruckend sind die Trockenmauern, die hier im Bergwerk überall aufgeschichtet wurden. Durch die spezielle Bauweise werden die Mauern durch den Bergdruck immer fester…

In den schmalen Gängen muss man teils gebückt laufen, früher waren die Menschen halt doch ein wenig kleiner.

Über die bekannte Treppe „Rummel-Di-Pumpel, Weg-war-der-Kumpel“ erreichen wir auch wieder das Ende der Tour und die Eisenbahn hinaus ins Freie… ein tolles Erlebnis, immer wieder.

Im Anschluss besuchen die Kinder einen Spielplatz, während ich einen Geocache suche. Zufällig ist die Aussicht von eben diesem Versteck genau auf den Eiblschrofen mit dem bekannten Felssturz von 1999 ausgerichtet.

Um dem Bewegungsdrang noch nachzugeben, spazieren wir von Pill auf dem Hubertussteig unterhalb des Kellerjochs in Richtung Osten. Ein gemütlicher Steig, mit nur moderate Steigungen und sehr schönen Abschnitten, wie diesem Bächlein vorweist.

Den Kindern macht es Spaß, mir auch. Und „zufällig“ finde ich noch 2 Geocaches auf dem Weg 😁.

Wir gehen nicht den gesamten Weg ab, weil wir wieder retour zum Auto müssen.

Die Natur ist hier eindeutig im Frühjahrsmodus, überall wächst und gedeiht es. Die Vögel pfeifen von den Bäumen und überall wuselt es.

Der Rückweg zieht sich dann doch ein wenig, aber wir verzagen nicht…

… im Gegenteil, es macht einfach nur Spaß, im Freien zu sein.

Kurz bevor wir Pill wieder erreichen, machen wir noch eine Verschnaufpause und genießen das Panorama, das sich uns bietet… im Vordergrund der Inn, im Hintergrund das Karwendel.

Immer wieder muss ich mir vor Augen führen, wie froh wir sein müssen, eine so schöne Natur und ein wunderbares Landl zu haben. Es ist einfach nur herrlich hier!

210515 Hütte und Säulinghaus (1.720m)

Ein verlängertes Wochenende ist prädestiniert, um ein paar Kleinigkeiten auf der Hütte herzurichten. Die Entscheidung ist daher schnell gefällt und wir begeben uns auf zu unserem Bergdomizil.

Die Wiese ist hat gerade das Winterkleid abgeschüttelt und ist noch dementsprechend kurz, das wird sich wohl in den nächsten Wochen rasch ändern. Am „Alten Baum“ haben wir eine Feuerstelle eingerichtet,

Während wir uns am Feuer gemütlich unterhalten, habe ich ein paar Würstel auf den Grill gelegt… das duftet gut.

Der Abend ist gemütlich, wie es halt auf einer Hütte so ist und die Nachtruhe erholsam, da man fast keine störenden Geräusche hört.

Am Morgen haben wir mit Papa ausgemacht, auf das Säulinghaus zu wandern. Sara bleibt in der Hütte, während Letu und ich mitgehen. Von der Hütte starten wir ein Stück über den Forstweg, dann erreichen wir den Steig.

Im oberen Teil des Weges liegt noch Schnee, deshalb begraben wir unser Vorhaben, auf den Gipfel zu gehen gleich wieder. Dafür haben wir nicht die richtigen Schuhe an.

Kurz vor der Hütte zweigt ein unscheinbarer, steiler Pfad in den Wald ab…

… diesem folgen wir, steil und nicht immer ganz ohne, höher und höher.

Zu meiner Überraschung stehen wir plötzlich direkt vor dem Säulinghaus. Obwohl ich schon so viele Male hier war, diesen Weg kannte ich noch nicht.

Das Refugium hat noch nicht geöffnet, der Hüttenwirt ist zwar mit Helfern am Werk, aber außer einer nicht sehr positiven Einschätzung zu den Corona-Maßnahmen erhalten wir nichts… schade!

Wir sitzen eine Weile auf der Terrasse, dann wandern wir wieder retour zu unserer Hütte.

Der Steig führt gut ausgebaut, aber steil hinab ins Tal. Stellenweise müssen wegen Vereisung aufpassen, die Sonne scheint hier doch noch nicht überall hin.

Am Forstweg angelangt, beschließen wir spontan, den Weg über das Pflacher Älpele zu nehmen. Ein Blick zurück bringt den Pilgerschrofen und die Zwölf Apostel ins Blickfeld… vielleicht schaffe ich diese zwei Ziele heuer…

Der Blick auf den Talkessel ist wunderbar, besonders die Tannheimer Berge stechen hier prominent ins Auge. Die alles überragende Gehrenspitze ist allerdings nicht die höchste Ergebung, wie man hier vermuten würde…

Rasch erreichen wir das Älpele, das seit zwei Jahren einen engagierten neuen Pächter gefunden hat. Klaus ist zufällig gerade anwesend, das bedeutet für uns eine kurze Einkehr mit einem Schnapserl, dazu gibt es ein paar Anekdoten über die Hüttenrenovierung. Einfach super…

Vom Älpele wandern wir zurück zum Forstweg und über diesen wieder zurück zu unserer Hütte. Eine kurze, tolle Wanderung, der uns viel Freude gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 7,99 km
Höhenmeter: 677 m

Nachtrag:
Während Papa im Anschluss an die Tour wieder ins Tal absteigt, bleiben wir noch eine Nacht auf der Hütte, frühstücken ausgiebig, und dann wird aufgeräumt… damit wir das nächste Mal wieder eine schöne Bleibe vorfinden!

210425 Pfoner Kreuzjöchl (2.640m) ✨

Auch wenn sich im Tal schon die ersten Motorradfahrer, Rennradfahrer und sonstige Sommersportler tummeln, zieht es mich dennoch nochmals hoch in weiße Gefilde. Mit Wolfi habe ich schnell einen Verbündeten gefunden, und das Ziel ist auch bald ausgemacht. Das Pfoner Kreuzjöchl, auf meine Liste schon längst fällig, wird heute besucht.

Start ist beim allseits bekannten Hinterlarcher (der mit den niedrigen Parkgebühren). Hier beschleichen uns erste Zweifel, ob nicht die Liegewiese am Baggersee die bessere Wahl gewesen wäre. Kein Fleckchen Schnee weit und breit, und wir liegen hier immerhin schon auf über 1400 m. Ein Blick ins hintere Tal verrät uns, dass es dort auch nicht so gut ausschaut. Was tun?

Der Forstweg ist auch aper, dennoch wollen wir unser Glück versuchen. Die Ski am Rücken sind schwer, dennoch marschieren wir frohgemut bergan. Irgendwann erscheint uns die Schneelage auf der Forststraße genügend zu sein, um auf die Ski umzusteigen.

Obwohl der Schnee mittlerweile immer mehr geworden ist, müssen wir dennoch an kurzen Stücken die Ski tragen.

Der Blick ins Wipptal, Richtigung Serles signalisiert uns, dass in dieser Höhe, wie zum Beispiel am Gleinser Berg der Frühling klar die Oberhand gewinnt.

Ab dem Arztaler Niederleger ändert sich die Situation und unsere Stimmung schlagartig, harten, wunderbarer Frühlingsschnee, in mehr als ausreichender Menge. Jetzt sind wir überglücklich, das Wagnis eingegangen zu sein.

Der einzige Wermutstropfen ist die doch relativ dichte Bewölkung. Zwar blitzt die Sonne immer wieder durch sich öffnende Fenster hervor, aber für eine richtige „Firnerei“ ist das halt einfach zu wenig.

Wenn die Sonne allerdings mal raus schaut, dann verzaubert sie die Landschaft. Die Lufttemperaturen sind mild, daher können wir mit T-Shirt aufsteigen.

Den heutigen Routenverlauf konnten wir bei der Tour vor ein paar Tagen, die wir beim Niederleger ausklingen haben lassen, gut einsehen. Nie hätten wir vermutet, so schnell wieder hierzu sein.

Schönste Skihänge eröffnen sich vor uns, der weitere Tourenverlauf ist gut einsehbar. Wir müssen den Hang queren, anschließend verläuft der Weg über den sanften Grat.

Die Sonne scheint um diese Jahreszeit schon recht intensiv, allerdings merken wir an bestimmten Stellen einen unangenehmen, kühlen Wind… wohl ein Vorbote des kommenden Wetterverschlechterung.

Schließlich sehen wir unser Ziel, den Gipfel des Pfoner Kreuzjöchls zum Greifen nahe. Der Aufstieg war unproblematisch, aber lang. Die Harscheisen konnten heute auch im Rucksack verbleiben…

Die Aussicht ins Tal ist wie immer sensationell, das Inntal ist schon grün, auf den höheren Gipfeln liegt aber noch gut Schnee…

Den normalerweise gut besuchten Gipfel müssen wir heute nur mit einer weiteren Tourengeherin, die von Navis aufgestiegen ist, teilen. Zu unserem Leidwesen müssen wir zugeben, dass sie mit der südlichen Abfahrt wohl den Joker gezogen hat…

Nach kurzer Pause auf dem Gipfel, es ist relativ kühl, fahren wir an unserer Aufstiegsroute ab. Beim Aufstieg haben wir schon ein paar Bruchharschfelder überquert, dementsprechend gespannt sind wir auf die Abfahrt.

Die Fahrt ist dann aber richtig gut, wir haben zwar keinen Firn, aber feine, harte Skifelder in der Abfahrt. Erst weiter unten wird der Schnee weicher.

Im Rückblick sehen wir einen wunderschönen Firnspiegel, aber heute würde wahrscheinlich auch das Warten nicht viel nützen, zu sehr wurde die Sonne durch die Wolkenfetzen behindert.

Die Abfahrt ist teils rasant, teils selektiv, wie Wolfi so schön sagt. Dennoch muss ich unumwunden zugeben, dass ich die Abfahrt entgegen erster Annahmen sehr genossen habe. Vor dem Niederleger zweigen wir in die Nordhänge auf der südlichen Bachseite, da liegt noch eindeutig mehr Schnee…

Durch den Wald ist die Abfahrt durchwachsen, aber wohlbehalten erreichen wir den kleinen Steg, der uns wieder auf die „richtige“ Seite des Baches bringen wird.

Über die Brücke müssen wir die Ski tragen, aber noch sind wir noch nicht fertig mit dem Skivergnügen. Am Forstweg liegt hier noch ausreichend Schnee für die Abfahrt.

Auch hier wieder merkt man, wie extrem die Gegensätze im Frühjahr sein können. Während wir mit den Ski abfahren, kommt uns ein Ebiker entgegen, später auch noch ein paar Wanderer, die uns zugegebenermaßen ein wenig verwundert anschauen.

Irgendwann ist mit dem Abfahrtsvergnügen doch Ende, und wir entledigen uns unserer Skier und ziehen die „normalen“ Schuhe an. Damit ist der Abstieg leichter zu bewerkstelligen.

Während Wolfi drei Schneefelder weiter unten die Ausrüstung verstaut, habe ich schon früher aufgegeben und bin in den Wandermodus gewechselt.

Der Weg zum Parkplatz vermittelt dann wieder den gleichen Eindruck, den wir in der Früh schon hatten… das Frühjahr ist da. Und dennoch sind wir überglücklich, hier nicht klein beigegeben zu haben, sondern den strapaziösen An- und Abstieg dennoch in Kauf genommen zu haben.

So sind wir schlussendlich nochmals richtig auf unsere Kosten gekommen. Eine tolle Tour in einem wunderschönen Gebiet.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:45 h
Gesamtlänge: 14,93 km
Höhenmeter: 1.250 m
Ausrichtung: W, NW
Lawinenwarnstufe: 1 (Vormittags)

210424 Figln – Nordkette

Heute steht eine für uns neue Sache auf dem Programm… Figln. Figl, auch Firngleiter genannt, sind Kurzski ohne Belag, damit die Teile auch richtig robust sind. Die Fahrt mit diesem Spaßgerät ist fast ausschließlich im Frühjahr, eben bei Firn möglich. Und die Nordkette in Innsbruck ist hier ein Hotspot dafür geworden…

Mit Skischuhen neben der Blumenwiese

Im Frühjahr finde ich die letzten Winteraktivitäten immer sehr amüsant. Während wir mit Skischuhen durch die Stadt trampeln, kommen uns schon Leute mit Shorts entgegen. Trotzdem, das zeichnet Innsbruck aus, man wird nicht komisch angeschaut, das ist hier ganz normal… das Nebeneinander der Extreme.

Auffahrt mit der Hungerburgbahn

Mit der Hungerburg- und anschließend der Nordkettenbahn erreichen wir rasch die sogenannte Seegrube. Das Anziehen der Figl gestaltet sich als recht mühsam, weil unsere Leihgeräte eine Schnürung aufweisen. Das wird aber dem Spaß keinen Abbruch tun…

Erste Schritte

Nachdem die Gleiter fest am Schuhwerk montiert sind, starten wir unsere ersten Versuche… spaßig, aber gar nicht so leicht. Die Ski sind so kurz, das man fast vergessen könnte, dass da überhaupt was an den Schuhen ist.

Übersicht Seegrube

Nach der Devise, der frühe Vogel fängt den Wurm, sind wir zeitig auf der Seegrube gekommen und dementsprechend sind noch nicht so viele Leute. Der Schnee ist aber schon weich, daher haben wir gut gewählt…
Die erste Abfahrt besteht noch aus viel Bodenkontakt, aber mit jedem Meter wird, das Gleichgewicht fordernd, die Figlkunst besser. So bald rauschen wir in den Rinnen und im weichen Schnee nach unten…

Rinne

Speziell die Rinnen sind ein Markenzeichen der Nordkette… da hier viele Leute die selben Spuren abfahren, sind diese Abfahrtsschneisen in manchen Wintern fast schon mannshoch.

Sara in der Rinne

So manchen Sturz gönnen wir uns, wegen dem weichen Schnee wird man aber nur nass, richtig wehtun kann man sich zum Glück nicht…

Mit fortschreitender Stunde füllt sich das Skigebiet mit Figlern. Da der Sessellift hier schon an die Grenzen kommt, wird die Schlange der Wartenden immer länger… am Schluss brauchen wir fast 15min. am Lift.

Das ist was los…

Beim Hochfahren sieht man wieder die Rinnen, die hier überall entstehen.

Bergfahrt

Der Blick auf die Landeshauptstadt, Patscherkofel, Serles und Habicht, Tuxer und Stubaier Alpen ist einfach toll…
Wir genießen die Aussicht und beschließen, es gut sein z -lassen.

Innsbruck mit Tuxern und Stubaiern

Die Gondel bringt uns wieder ins Tal, überrascht stellen wir fest, wie viele Leute hier noch auf die Bergfahrt warten. Die Entscheidung, früh zu starten, war definitiv die Richtige.
Den Kindern und mir hat es sehr gut gefallen… das ist definitiv nicht das letzte Mal mit den Firngleitern.

Da ist noch mehr los…

210416 Seeblesspitze (2.628m) ✨

Der Winter ist in den letzten Tagen wieder bis in die Tallagen vorgedrungen, die Berge glitzern in reinstem Weiß. Wolfi macht den Vorschlag, den Tag frei zu nehmen für eine Skitour. Nach kurzer Suche entscheiden wir uns für das Arztal. Eigentliches Ziel soll die Grünbergspitze sein, aber dazu später…

Start ist beim bekannten Parkplatz Hinterlarcher, jedes Mal wieder begeistert mich hier die faire Parkgebührenpolitik! Danke an dieser Stelle dafür!

Die Schneelage erscheint beim Hinterlarcher erst nicht üppig, aber am Forstweg liegt bald genug Schnee, um die Ski anzuschnallen.

Mit jedem Meter wird die Schneehöhe besser. Eine Spur führt hinein ins Arztal, jedoch sind seit dem letzten Schneefall nicht mehr viele Leute hier gewesen.

Ich kenne den Weg zum Arztal Niederleger vom Sommer, da ich hier ein paar Mal unterwegs war, aber im Winter verändert sich die Landschaft dennoch stark…

Wolfi ist seinen neuen Skiern unterwegs, das merke ich speziell am Tempo, das heute deutlich zugelegt hat.

Kurz nach dem Niederleger, über eine Kuppe kommend, eröffnet sich das wunderschöne Skigelände des hinteren Arztals.

Mit uns sind zwei junge Männer am Weg, die uns beim Aufstieg überholen. Das ist uns nicht unrecht, denn diese legen nun eine schöne Spur und machen uns den Aufstieg angenehmer.

Immer wieder bewundern wir die Auswirkungen des letzten Wintereinbruchs. Es ist kühl, aber sehr sonnig. Dementsprechend glitzert die Sonne auf der Schneeoberfläche…

Am Ende des Almbodens erklimmen wir eine etwas steilere Stufe und erreichen den Arztaler Hochleger.

Im Hintergrund sehen wir unser eigentliches Ziel, die Grünbergspitze (2.790m). Wir müssen noch ein gutes Stück aufsteigen, das Gelände ist jedoch sehr angenehm zu begehen.

Die Grünbergspitze teilt sich einen großen Teil des Aufstiegs mit der Seeblesspitze, er im Bereich der Seeblesböden teilt sich der Weg. Hier stellen wir fest, dass der weitere Aufstieg zur Grünbergspitze schon einen unangenehmen Harschdeckel aufweist, daher beschließen wir kurzentschlossen, auf die Seeblesspitze mit ihren Nordhängen auszuweichen. Hier lockt noch Pulverschnee…

Der Blick von dieser Höhe ins Wipptal lässt uns fast vergessen, dass es schon Mitte April ist.

Vor dem Gipfel wird es nochmals ein wenig steiler, der Untergrund ist sehr hart, daher ziehe ich mir der Bequemlichkeit geschuldet Harscheisen an. Es sind zwar nur ein paar kurze, rutschige Stellen, aber ich bin dennoch froh, die kleine „Krallenhilfe“ zu haben.

Schließlich erreichen wir unser Tagesziel, auch wenn sich dieses erst während der Tour ergeben hat.

Ein Gipfel mit schönem Gipfelkreuz erwartet uns. Es ist richtig zapfig (kalt) am höchsten Punkt, garniert mit eine „Wipptal-üblichen“ Brise. Eine lange Pause wird das hier also nicht werden…

Der Blick nach Osten zeigt uns noch die Grünbergspitze mit feinen Skihängen, wenn denn die Schneequalität passt.
Mittlerweile sind mit uns sechs Leute auf dem Gipfel, das Gedränge hält sich allerdings sehr in Grenzen… mich fasziniert die Ruhe in diesem Tal, berücksichtigt man die Nähe zu Innsbruck, immer wieder.

Da die Kälte echt unangenehm ist, verstauen wir unser Zeug und stürzen uns ins Vergnügen. Und das ist es im oberen Teil auch wirklich. Waden-tiefer, sehr feiner Pulverschnee. Und das Gefälle ist auch perfekt, um ein paar schöne Schwünge in den frischen Schnee zu ziehen.

Gemessen an der Schneequalität ist diese Tour mein Highlight im Winterhalbjahr 2020/2021. Um es mit Wolfi´s punktgenauen Worten zu wiederholen: „Perfekt!“

Wir genießen die Abfahrt, bei einer nicht so steilen Passagen verschneide ich einmal und schaue als Konsequenz aus wie ein Schneemann… egal, es macht einfach Spaß.

Bis zum Hochleger finden wir besten Pulver vor und Wolfi beweist sein untrügliches Gespür für die besten Ecken, unverspurt und fein zu fahren.

Je tiefer wir abfahren, desto mehr leidet die Schneequalität. Das Frühjahr ist trotz niedrigen Temperaturen mit einer starken Sonneneinstrahlung merkbar.

Dennoch, der Spaß der Abfahrt ist uns in die Gesichter geschrieben, auch wenn ich mir immer wieder ein wenig besseres Skikönnen wünschen würde.

Beim Arztaler Niederleger (Arztalalm) machen wir unsere wohlverdiente, am Gipfel ausgefallene Pause. Die Sonne scheint genau auf die windgeschützte Bank, da schmeckt die Jause gleich doppelt.

Die Aussicht, mit wunderschönen Abfahrtsspuren, zeigt uns das Pfoner Kreuzjöchl, eine Tour, die noch auf meiner Liste steht.

Die weitere Abfahrt bestreiten wir über die Forststraße, der Schnee ist nun schon schwer, Kurven zu fahren eine Kunst…

Wir können trotzdem fast bis zum Ende der Forststraße abfahren, am Schluss schaut so mancher Stein aus dem Schnee, außer ein paar Schreckmoment entsteht jedoch kein bleibender Schaden…
Eine wunderschöne Tour, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Und wenn es ist letzte Tour für heuer wäre, sie wäre absolut würdig dieses Titels..

Tourendaten
Gesamtlänge: 15,56 km
Gesamtdauer: 4:47 h
Höhenmeter: 1.355 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Triebschnee)

210411 Straßberghaus (1.191m)

Der Blasius (Föhn) kündet von nahendem Ungemach, am Wochenbeginn soll das Wetter umschlagen. Die Füße jucken und wollen nochmals ins Freie geführt werden. Da fällt mir der vor nicht allzu langer Zeit neu eröffnete Zimmerbergklamm-Steig ein. Ein holpriger Name für eine tolle Wanderung.

Wir starten hinter dem Thöni-Werk in Telfs, schon nach ein paar Metern ist keine Spur der großen Fabrik zu sehen…

Wildromantisch fließt der kleine Zimmerbergklammbach durch das Ende der Schlucht gen Telfs.

Wir marschieren ein gutes Stück am Bach entlang, anfangs ist der Steig sehr einfach im Wald gelegen, je weiter wir kommen, desto ansprechender wird das Gelände. Ein wenig pfiffig darf es ruhig sein…

Die Schlucht schaut nun endlich ein wenig wie eine Schlucht aus…

… der Hinweis, dass hier mit Steinschlag zu rechnen ist, kommt mir dennoch ein wenig deplatziert vor. Auch hier scheint die neue Mentalität „Lieber etwas zu vorsichtig sein…“ Einzug gehalten

Der Blick zurück Richtung Inntal zeigt ein paar der schönen Skiberge, Hocheder und Rietzer Grießkogel stechen prominent hervor.

Endlich erreichen wir den neuen Teil des Steiges, die Holzstiege, die über die Felswand führt. Der Stieg wurde vor ein paar Jahren erst wieder reaktiviert, nachdem die alte Steiganlage zu gefährlich worden war.

Der Ausblick von der Stiege ist spektakulär, sehr gut sieht man auf die schon zurückgelegte Wegstrecke.

Teilweise ist der alte Steig noch erkennbar, doch in ein paar Jahren wird die Natur alle Spuren des alten Zimmberbergklammsteigs ausgelöscht haben.

Letu hat heute seine GoPro mit dabei und damit lassen sich manch lustige Bilder erzeugen.

Nach dieser Engstelle weitet sich das Tal wieder ein wenig, unser Weg führt am oberen Elektrizitätswerk vorbei in Richtung Straßberghaus.

Der Steig ist sehr schön angelegt, dennoch erkennt man die latente Gefahr von Steinschlägen, Muren und Wegverlegungen. Der Untergrund scheint nicht überall stabil zu sein. Vielleicht habe ich dem Eingangs gesehenen Schild doch unrecht getan.

Wir verlassen die Schlucht und wandern über offene Waldstücke weiter. War am Anfang des Steigs noch Frühling angesagt, ist der Winter in der Höhe noch sehr präsent.

Am Straßberghaus (1.191m) treffen wir eine eBike-Gruppe, die gerade angeregt über die Kapazität der Akkus im Zusammenspiel mit der weiteren Routenplanung diskutieren…

Unser Akku ist noch voll, Müdigkeit ein Fremdwort. Aber eine Jause schmeckt immer, daher suchen wir uns eine gemütliche Bank am Wegesrand und lassen es uns gut gehen.

Das aktuelle Wetter ist sehr wechselhaft, im einen Moment ist einem im T-Shirt fast zu warm, im nächsten Moment braucht man eine Jacke. Hinzu kommt ein permanenter Wind, der zusätzlich kühlt.

Das Inntal liegt uns zu Füßen, auch den Patscherkofel und unser schönes Dorf können wir in der Ferne sehen.

Beim Abstieg sammeln wir noch Geocaches ein, Letu nützt jede Gelegenheit, auf Baumstämmen zu balancieren.

Mir scheint, dass der Wind hier zu größeren Forstschäden geführt hat. Nun wir aufgeräumt. Zwar sind die Schneisen nicht immer schön anzusehen, aber mit den modernen Maschinen geht die Arbeit dafür um ein Vielfaches schneller von der Hand als früher.

Ein kleiner Wermutstropfen der ansonsten reizenden Frühlingstour ist der kurze Gegenanstieg am Schluss, den wir bewältigen müssen. Das war so nicht geplant, wir schaffen es allerdings zügig und erreichen alsbald das Auto.
Die Zimmerbergklamm-Rundtour hat uns sehr gefallen und wird sicherlich mal wiederholt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:57 h
Gesamtlänge: 12,70 km
Höhenmeter: 681 m

210409 Rinner Wald

Eigentlich ist das Ziel eine schnelle Runde auf die Rinner Alm gewesen, aber wegen umfangreichen Holzschlägerarbeiten können wir den gewohnten Weg nicht benützen.
Die Alternative erweist sich als nicht ganz so günstig, irgendwann beschließen wir, den Weg nicht weiter zu verfolgen und die Rinner Alm Rinner Alm sein zu lassen. Die läuft uns schon nicht weg.
Wir lassen es uns nicht verdrießen, trinken ein gemütliches Bier aus Manni’s Rucksack (der muss in dem kleinen Ding eine Quelle haben), und spazieren wieder zum Ausgangspunkt. Hauptsache draußen in der wunderschönen Natur…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 5,31 km
Höhenmeter: 373 m

210405 Hochmahdkopf (1.738m)

Den eigentlichen Plan hat es mir heute ein wenig durcheinander gewirbelt, da sieht man wieder, wie wichtig eine Tourenplanung, inklusive Alternative oder Notfallplan ist.
Ich starte um 7:15 Uhr beim Hackl in Absam, gleich vom Parkplatz zieht ein steiler Pfad hinauf, mein erstes Ziel ist der Hochmahdkopf.

Steil ist der Weg, aber so macht man halt auch schnell Höhe. Das Wetter ist noch blenden, der Ausblick auch. Vor mir taucht immer wieder das beeindruckende Bettelwurfmassiv auf.

Im Tal grünt es schon sehr, das sieht man aus dieser Höhe gut. Und ich sehe von hier auch nach Hause, ins Mittelgebirge und nach Aldrans.

Der Blick ins Unterland zeigt anhand der Luft schon den kommenden Wetterumschwung. Sogar mit Schnee ist zu rechnen, aktuell fast nicht vorstellbar.

Ich habe nun den Bereich erreicht, der besonders schwer vom Waldbrand 2014 betroffen war. Noch hat sich hier die Natur nicht erholt, das wird wohl noch einige Jahre dauern.

Schließlich erreiche ich den Hochmahdkopf (1.738 m). Ich bin alleine, ein Stück hinter mir sehe ich einen zweiten Wanderer hochsteigen.

Ich raste kurz aus, trinke einen Schluck und mache mich auf zum zweiten Gipfel, dem Haller Zunterkopf.

Von hier finde ich die Aussicht auf Innsbruck immer sehr schön, eingebettet zwischen den Bergen liegt sie da, die Alpenhauptstadt.

War bis jetzt fast gar kein Schnee beim Aufstieg vorhanden, wechselt nun die Landschaft recht rasch. Das hat auch mit der Ausrichtung zu tun, hier oben scheint die Sonne dann doch nicht direkt auf den Schnee und er hält sich umso länger.

Schon von weitem habe ich die Schlüsselstelle zum Haller Zunterkopf gesehen. Meist ist der Weg einfach, einzige die Steilstelle mit Seil, die überwunden werden will, damit der Weg fortgesetzt werden kann, ist ein wenig fordernd.
Leider muss ich feststellen, dass mit meinen Bordmitteln und meinem Können hier Schluss ist. Zu steil und ausgesetzt wäre die Eiskletterei über die Stufe. Diesen Gang werde ich nochmals bei weniger Schnee durchführen.

Ich verschnaufe kurz und betrachte den Aufstiegsweg. Die Schneedecke auf der Nordseite ist noch recht mächtig. Ich beschließe dennoch, mein Glück mit dem Nordabstieg nach St. Magdalena zu wagen.

Hier kommt die Sonne selten her, daher hat sich der Schnee gut gehalten und macht so manche Passage spannend. Ich montiere mir die Grödel, und wieder einmal bin ich froh, dass ich im Frühjahr dieses Hilfsmittel immer im Rucksack habe.

Sehr steil führt der Pfad durch den Hochwald, drei Lawinenkegel muss ich queren. Der Weg ist nicht immer sichtbar und die wenigen Fußspuren, denen ich folge, sind auch nicht immer schlüssig.

Dennoch erreiche ich nach ca. 40 Minuten das Gasthaus St. Magdalena. Hier gönne ich mir ein Bier und wunderbar schmeckende „Sankt Johanner“ (übrigens seit kurzer Zeit meine absoluten Lieblingswürste).

Mit meinem Sitznachbarn, einem ehemaligen Gschnitzer, habe ich eine feine Konversation, so vergeht die Zeit im Fluge. Leider muss ich nach kurzer Zeit schon wieder aufbrechen, ich habe noch was vor…

Für den Abstieg wähle ich den Fluchtsteig, der mich rasch bis zur zweiten Ladhütte führt.

Schnee ist fast keiner mehr vorhanden, aber ein paar eisige Stellen verlangen Aufmerksamkeit. Die Hüttenspitze lacht zu mir herüber, diese hätte ich heute auch als Ziel im Auge gehabt.

Der Fluchtsteig ist trotz der frühen Jahreszeit in sehr gutem Zustand und kann ohne größere Probleme begangen werden, wie mir durch die Frequenz der mir entgegenkommenden Wanderaspiranten vor Augen geführt wird.

Ich bin glücklich, meinen speziellen Weg heute gegangen zu sein. Meistens war ich auf einsamen Bergpfaden unterwegs, die wenigen Begegnungen waren sehr angenehm. Im Halltal ist heute auch nicht ganz so viel los, aber je weiter ich zum Hackl komme, desto mehr Spaziergänger treffe ich.

Schließlich erreiche ich den Ein- und Ausgang des Halltals, den Hackl. Die Brücke ist mir immer ein lieber Wegmarker, über den ich gerne zum Abschluss schreite.
Eine tolle Tour neigt sich dem Ende zu, das Wetter ist zwar noch warm, aber nicht mehr so strahlend schön wie in der Früh…

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,28 km
Gesamtdauer: 4:12 h
Höhenmeter: 1.352 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee, Triebschnee)