Schlagwort-Archive: Ammergauer Alpen

250827 Wanderung Plansee (976m)

Heute stehe eine eher gemütliche Wanderung um den Plansee auf dem Programm. Das Wetter ist zuerst nicht so schön, aber es soll noch besser werden.
Von der Hütte fahren wir erst zur Mama, denn sie ist heute mit von der Partie… dann fahren wir zum Seespitz am Plansee.

Mittlerweile mit neuer, moderner Brücke ausgestattet, so starten wir unsere Wanderung direkt am Camping Seespitz.

Es ist noch kühl, doch angenehm. Wir gehen an der Westseite des Sees, am Fuße des Tauerns entlang. Die Uferregion, die Spiegelungen im Wasser, das Spiel der Wolken in der spiegelglatten Oberfläche des Sees, es ist magisch hier!

Bald erreichen wir den Übergang zwischen Plan- und Heiterwanger See. Hier wechseln wir die Ufer, nun geht es südseitig immer auf der ruhigen Seite des Sees nach Osten. Ein Blick zurück steht der Tauern vor uns, den ich vor Zeiten mit Papa überschritten habe.

Es ist noch ruhig am Uferweg. Der erste Teil war noch auf einer neu gebauten Forststraße, nun gehen wir auf einem schönen Steig um den See.

Manchmal fährt das Schiff der Planseeschifffahrt vorbei, dann klatschen ein paar Wellen ans Ufer. Ansonsten ist es unglaublich ruhig und entspannt.

Mama und Biggi versuchen es an einem Bootssteg mit „Bootsstoppen“, aber ohne Erfolg. Niemand kommt vorbei.

Also wandern wir weiter, hier am wilden Südufer sind die Hänge des Lichtbrennjochs ständig in Bewegung, viel Schutt wird hier abgelagert. Die Vegetation hat sich an dieses raue Klima gewöhnt. Ahorn, Wacholder und viel Staudenwerk versuchen hier ihr Glück mit der Ansiedelung.

Die Reste der letzten Bergstürze sind noch gut sichtbar und müssen immer wieder überquert werden. Hier zeigt sich die Natur von ihrer harten, zerstörerischen, aber eben auch kreativen und erneuernden Seite.

Und dann entdecken wir eine kleine Sensation. Schon ein paar Mal sind wir heute an rötlichen Moospolster vorbei gelaufen, jetzt entdecken wir einen kleinen Sonnentau, dann noch einen, und plötzlich ganze Haufen dieser fleischfressenden Pflanze.

Es ist wärmer geworden, nun kommen schon mehr Leute, um hier am Plansee zu entspannen, zu schwimmen oder auch mit dem Kajak zu fahren.

Und wir erreichen bald schon den letzten Teil unseres Ausflugs. Wir passieren noch die Fürchterlichhütte, ein Kleinod am See (Privathütte), dann sind wir am östlichsten Punkt angelangt.

Hier haben wir nochmals einen schönen Ausblick auf den Tauern, an dessen Fuß wir die Wanderung gestartet hatten.

Auch der Säuling, den wir vorgestern bestiegen hatten, liegt im Zwickel vor uns.

Am zweiten Campingplatz vorbei erreichen wir einen Kiosk, dort gönnen wir uns einen Kaffee und eine kurze Pause. Dann beschließen wir, mit dem Schiff die Rückfahrt zum Seespitz zu absolvieren.

Wir haben Glück, ich habe mit mit dem Zeitplan vertan, aber da wir ein paar Minuten zu früh sind, schaffen wir dennoch das Boot. Am Deck finden wir einen Sitzplatz mit Aussicht.

Und so tuckern wir mit der „MS Wilhelm“ gemütlich über den See, in kurzer Zeit erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Der Kapitän, ein junger Mann, hat sichtlich Spaß und keine Hektik bei der Arbeit. Und er strahlt Gemütlichkeit aus.

Das Auto steht direkt an der Anlegestelle, wir fahren wieder retour. Zuerst zu Mama nach Hause, dann weiter auf die Hütte. Es ist noch früh am Tag, daher haben wir noch genügend Zeit, die Sonne und die Gemütlichkeit der Veranda zu genießen.

Am Abend haben wir´s noch gemütlich, gutes Essen und feine Gespräche runden den tollen Tag ab!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 9,87 km
Höhenmeter: ∆ 107 m / ∇ 106 m

2508025 Bergtour Säuling (2.048m)

Biggi und ich sind am Sonntag auf die Hütte gefahren. Das Wetter hat sich über das Wochenende beruhigt, daher beschließen wir, direkt den Hausberg, den Säuling zu besteigen. Von der Hütte aus sparen wir uns ca. 150 Höhenmeter…

… dafür müssen wir den ersten Teil über die Forststraße aufsteigen. Doch nach dem unspektakulären Start erreichen wir bald den Steig.

Die gabelt sich der Weg nochmals, gerade aus erreicht man das Pfacher Älpele, Koflerjoch und die Sieben Täler, wir zweigen nach Links in Richtung Säulinghaus.

Zuerst noch ein wenig im Wald, wird die Vegetation immer lichter und wir bekommen einen Blick auf unser Tagesziel.

Am aktuell geschlossenen Säulinghaus machen wir eine Trinkpause und verstecken eine Flasche Bier, die wir extra für den Schluss mitgenommen haben.
Die Wirtschaft wurde nach vielen Jahren geschlossen, da bestimmte Investitionen in das Haus nicht mehr getätigt wurden. Nun schaut das geschichtsträchtige Haus einer unsicheren Zukunft entgegen…

Anstatt wir üblich auf den Gipfel zu gehen, haben wir beschlossen, zuerst die Umrundung des Säulingsockels anzugehen. Dafür zweigen wir direkt beim Winterraum in westliche Richtung ab.

Über große Schotterreisen und vorbei an kompakten Felswänden wandern wir fast eben in Richtung Pilgerschorfen. Über uns thronen die 12 Apostel, so ist der zackige Grat zwischen Pilgerschrofen und Säuling genannt.

Es ist angenehm warm, nicht zu heiß. Es liegen schon einige Cirren in der Luft, der nächste Wetterumschwung kündigt sich an.

Auf den Schotterreisen haben wir Glück, Steinböcke haben sich zu einem Stelldichein versammelt. Sie ignorieren uns gekonnt, man könnte fast meinen, wir Wanderer sind ihnen egal.

Im Westteil des Säulings war vor einigen Jahren ein großer Kahlschlag des Bergwaldes, nun hat man eine tolle Aussicht auf den Talkessel und den Eingang zum Lechtal.

Im Nordwesten liegt Vils, Pfronten und die Allgäuer Seen im Voralpengebiet. Immer wieder staune ich, wie abrupt der Wechsel vom Berg- zum Flachland hier am Säuling von Statten geht.

Am Wegesrand gibt es viel zu bestaunen, wie zum Beispiel den grün-metallischen Käfer, der regelmäßige Löcher in ein Pestwurzblatt stanzt. Nun wandern wir flach und teils abwärts auf Deutschem Staatsgrund.

Mit der Wilzsulzhütte erreichen wir den niedrigsten Punkt am Sockel des Säulings. Die Hütte wird gerade renoviert, das ist wohl dringend notwendig geworden.

Nun geht es wieder bergauf, durch uralten Waldbestand, hier darf der Wald noch Wald sind, ohne großen Eingriff durch den Menschen.

Wechseln wandern wir durch den Wald, dann wieder über kleine Lichtungen, die den Blick ins wunderschöne Allgäu eröffnen.

Schließlich erreichen wir wieder eine Abzweigung, jetzt geht es über steile Pfade endlich hinauf zum Gipfel. Den Start macht eine Eisenleiter, der Weg anschließend ist relativ einfach.

Steil führt der Steig ziemlich gerade durch die Nordwand, es ist teils schattig und angenehm zu gehen. Die Temperaturen sind mittlerweile wieder recht hoch, da ist Schatten höchst willkommen.

Die Aussicht auf das Alpenvorland, Tegelberg und Schloss Neuschwanstein ist wunderbar.

Rasch haben wir die Wand durchstiegen, der Wegweiser am Anfang hat uns beide ob der Länge ein wenig verunsichert… zum Glück war das wohl eine falsche Angabe.

Über die Gamswiese geht es nun weiter über breite Wege hinauf zum Gipfel.

Das letzte Stück ist nochmals ein wenig felsiger, schließlich erreichen wir den Gipfel des Säulings (2.048m). Das neue Gipfelkreuz, von meinem Cousin gezeichnet, strahlt uns schon entgegen. Ein würdiger Ersatz für das ehemalige Holzkreuz.

In den Osten geblickt sehen wir den massiven Bergstock des Wettersteins mit der dominierenden Zugspitze, vor uns liegt das Koflerjoch, dahinter die Soldatenköpfe und ein Teil des Plansees, bei der „Forelle“. Morgen wollen wir dort stehen…

Während im Südwesten noch die Allgäuer und Lechtaler Berge sind, öffnet ich das Land im Nordwesten und wird „Brettl-eben“.

Das neue Gipfelkreuz, wie schon oben beschrieben, finde ich sehr gelungen.

Nach einer feinen Pause am Gipfel machen wir uns an den Rückweg, dieses Mal geht es über die österreichische, bzw. Südseite hinab zu Säulinghaus.

Das Grenzschild bei der Gamswiese steht noch, der Unterstand der Zöller ist nur mehr schwer erkennbar.

Ein paar Stellen sind seilversichert, generell ist die Südseite häufiger begangen und auch speckiger. Dennoch ist der Weg gut zu begehen und rasch erreichen wir wieder den schönen Boden vor dem Säulinghaus.

Nun holen wir unser Bier aus einer Felsnische, es ist jetzt richtig kühl. Damit setzen wir uns zum Säulinghaus und genießen die feine Sonne und den Durstlöscher!

Der weitere Weg ist nur ident mit dem Aufstieg, erst über den Steig, dann die letzten Meter über den Forstweg. Schließlich erreichen wir wieder unsere Hütte.

Wir setzen uns noch auf die Terrasse, die Sonne schein noch ein wenig her. Dann bereiten wir das Essen her, es gibt heute Pfifferlinge mit Spiralnudeln. Dazu einen guten Salat, ein herrliches Menü.

Nach einem gemütlichen Abend, einem Kartenspiel und Gesprächen krabbeln wir müde ins Bett, es war ein langer, aber feiner Tag!

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:09 h
Gesamtlänge: 13,69 km
Höhenmeter: △ 1. 331 m / ▽ 1.311 m

250706 Bitterlehütte

Am letzten Wochenende haben Biggi und ich schon mal begonnen, die Wiese auf der Hütte zu mähen, dieses Wochenende geht es weiter.
Ich steige vom Bahnhof heute über die Quellfassung zur Hütte hoch, im letzten Teil auch weglos und steil. Aber dafür bin ich in „Null-Komma-Nix“ oben auf der Hütte. Am Abend starte ich noch mit dem mähen, dann muss ich noch ein wenig Nachbarschaftspflege betreiben

Am nächsten Morgen kommt Mama rauf zur Hütte und wir arbeiten gemeinsam. Später kommt Letu auch noch, er ist mit dem Zug von Innsbruck gekommen. Nun geht was weiter… zu Mittag hat Mama einen Leberkäs besorgt, da kommen Erinnerungen auf… am Nachmittag mähen wir weiter, bald haben wir den Verbindungsteil zwischen Straße und Hütte erledigt.
Später am Nachmittag kommt die Familie Bitterle vorbei, ein großes Hallo. Wir essen gemeinsam Kuchen und genießen eine Tasse Kaffee

Wir räumen gemeinsam noch zusammen, dann machen wir es uns auf der Hütte gemütlich. Mama kocht und Spaghetti mit einer sehr guten Sauce (vom Weltladen), dann fährt sie runter ins Tal. Letu und ich bleiben auf der Hütte. Mit einem Kartenspiel und ein wenig lesen verbringen wir einen gemütlichen Abend.

In der Nacht beginnt es zu regnen, das durchkreuzt unsere Pläne, weiterzuarbeiten. Geahnt haben wir es schon… daher bleiben wir länger liegen, dann räumen wir die Hütte auf und spazieren ins Tal. Mama holt uns am Baumplatz ab, dann fahren wir zuerst zum Hüttenbichl.
Es gibt ein gutes Mittagessen, um 13:00 Uhr nehmen wir den Zug nach Innsbruck. Es war ein feines Wochenende auf der Hütte, das Wetter hat meistens gut mitgespielt! Ich freue mich schon wieder auf das nächste Mal…

250628 Bitterlehütte

Es ist, wie jedes Jahr, wieder Zeit, die Wiese auf der Hütte zu pflegen. Dies ist das erste Wochenende, am folgenden Wochenende sind wir nochmals beim Arbeiten.
Biggi begleitet mich dieses Mal, wir fahren am Freitag mit dem Auto, ohne Stau nach Pflach. Den kurzen Aufstieg auf die Hütte haben wir rasch erledigt, dann richten wir uns wohnlich ein.

Das Gras steht schon hoch, am Samstag fangen wir in der Früh an mit dem Mähen. Biggi ist eine große Hilfe, Mama kommt später auch noch dazu und hilft fleissig mit.

Das Mähen geht gut von der Hand, allerdings ist es schon am Vormittag sehr heiß und mühselig zu arbeiten. Sehr wenige Schnecken, weniger Bremsen als üblich, denen ist wohl auch zu heiß.

Biggi genießt die Zeit auf der Hütte, es ist das erste Mal dass sie die Wiese in voller Blütenpracht sieht. Es ist wunderschön. Am Nachmittag fahren wir noch an den Urisee und kühlen uns ab. Bis auf das Geschnatter einer größeren Damengruppe auch ein sehr entspannendes Erlebnis.

Am Abend, wir genießen die kühlere Abendluft, sitzen wir noch auf der Veranda und schauen den Glühwürmchen zu und genießen den unglaublichen Sternenhimmel. Rasch ist der Entschluss gefasst, auf der Veranda zu übernachten.

Am Sonntag fahren wir wieder zurück nach Innsbruck, es war eine feine, heiße, anstrengende, aber befriedigende Zeit auf der Hütte, mit der Ruhe, die dieser Platz ausstrahlt. Ich freue mich schon auf das nächste Wochenende!

250621 Familienwochenende Pflach

Ankunft in Plfach

Am Donnerstag ist Anreisetag, das Programm ist gemütlich ausgelegt. Wir treffen uns bei Mama zu Hause, nach dem ersten großen Hallo setzen wir uns in den Garten, ein kleines Zelt ist hier aufgebaut. Da genießen wir Kaffee, Kuchen und auch ein Bier!

Viel gibt es zu erzählen, wir haben uns teilweise schon länger nicht mehr gesehen.

Auch die Cousine schaut auf einen Sprung vorbei, wir haben es total fein und entspannt.

Ein gemütlicher Tag, am späteren Nachmittag gehen wir noch eine Runde baden, es ist heiß und perfektes Badewetter.

Schloss Linderhof und Planetenweg

Am Freitag fahren wir zum Schloss Linderhof, eine Führung im Schloss steht auf dem Programm.

Schloss Linderhof, in meinen Augen das gemütlichste Schloss von König Ludwig, liegt wunderschön eingebettet in einem Park in den Ammergauer Alpen.

Wir spazieren durch den Park, genießen ein köstliches Picknick, dann schauen wir uns das Schloss mit einer Führung im Inneren an.

Im Anschluss spazieren wir wieder durch den Park, das Wetter ist wieder wunderschön, es ist allerdings auch recht warm.

Da sind die schattigen Plätze heiß begehrt…

Wir gehen eine ausgiebige Runde, schauen uns auch das automatische Wasserspiel des Schlosses an.

Von der „Gloriette“ hat man einen wunderschönen Blick auf den Schloßkomplex, der ein wenig von Versailles inspiriert wurde… natürlich in kleinerem Maßstab.

Auch den „Maurischen Kiosk“ bewundern wir, den König Ludwig bei einer Weltausstellung akquirieren konnte.

Wir fahren im Anschluss wieder zurück nach Pflach, machen eine kurze Pause. Dann steht noch ein zweiter Programmpunkt an, der Plantetenweg.

Reutte hat mittlerweile einen Planetenweg, der im Maßstab die Entfernung unseres Sonnensystems darstellt. Eine sehr empfehlenswerte Wanderung, die auch die eine oder andere Überraschung bereitstellt.

Ein bedeutender Astronom kam aus Reutte, ihm zu Ehren wurden auf dem Mond ein Karter und ein Val benannt.

Starzlachklamm

Am Samstag sind wir schon wieder unterwegs, dieses Mal in Allgäu, in Sonthofen. Dort wandern wir der Starzerklamm entlang.

Tolle Wasserfälle, ein spannender Weg und wieder perfektes Wetter läßt uns den Weg genießen.

Kurze Pausen müssen wir dennoch einlegen, denn die Temperaturen sind echt hoch.

Wir laufen am Klammweg, es sind allerdings auch Canyonauten in der Schlucht am Weg. Spannend, das mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Das Tempo ist gemütlich, so kommen alle auf ihre Kosten, feine Gespräche eingeschlossen.

Bald erreichen wir den oberen Teil der Schlucht, und können nun direkt durch den Wald hochsteigen, zur Alpe Topfen.

Noch ein Blick zurück, wir sehen insgesamt 3 Canyoninggruppen in der kurzen Zeit, die wir hier sind.

Spannende Stellen, wie z.B. eine kurze Höhle sind besonders für die Kinder ein Highlight.

Kurz vor der Alpe machen wir eine Pause, dann wird wieder gejausnet. Der Ausblick ist super, und wir genießen die Rast.

Schließlich steigen wir über einen anderen Weg, vorbei an der großen Alpe, ins Tal ab. Lange können wir nicht warten, wir fahren über das Tannheimer Tal wieder zurück ins Ausserfern.

Sara, Letu und ich müssen wieder nach Innsbruck, während der Rest der Familie am Abend noch ein tolles Grillfest ausrichten.
Wieder schauen wir auf erfolgreiche, gemütliche Familientage zurück. Kleine Reibereien konnten wir bald wieder begraben und so bleiben nur schöne Erinnerungen zurück!

250520/21 Canyoning Stuibenfälle

Nachdem ich letztes Jahr keine einzige Canyoningtour geschafft hatte, bin ich heuer um so motivierter, wieder ein paar Touren zu führen.
Den Start macht heuer wieder eine Jugendgruppe, deren Schule zu unseren Stammgästen zählt. Manche Lehrperson ist uns daher schon bekannt. Den Aufstieg meistern wir bei nicht allzu heißen Bedingungen…

Oben am Zulaufkanal des Plansees angekommen dürfen wir uns erst mal erfrischen und die Anzüge auch nass machen. Dann kommt ein ausführliches Sicherheitsgespräch und wir können losstarten.

Der Startpunkt ist immer ein Sprung ins kühle Nass, dann kommt auch schon der erste Abseiler.

Hier müssen wir die Jugendlichen gut kontrollieren, nicht jeder ist sich der Gefahren an der Kante bewusst. Daher lassen wir sie sich ins Seilgeländer einhängen, damit wir in Ruhe arbeiten können.

Der erste Abseiler, etwas mehr als 20 Meter verläuft gut, hier können für mache die ersten Erfahrungen mit dem Abseilen gemacht werden. Am Grund angekommen, steht wieder ein kleiner Sprung an, um das andere Ufer schwimmend erreichen zu können.

Es ist frühlingshaft kühl, daher ist dem einen oder anderen Teen nun schon kalt. Ein Stück müssen wir nun zur nächsten Abseilstelle gehen, vorbei an schönen „Plungen“, aktuell mit Kaulquappen gefüllt.

Die zweite Abseilstelle, zugleich die höchste der Tour, ist auch die Letze. Wir bauen drei Stände auf, damit kommen die Teilnehmer rasch nach unten und können wieder in gutes Stück durch kaltes Wasser schwimmen.

Der hohe Wasserfall, auch Namensstifter (Stuibenfälle) der Gegend, ist beeindruckend und ein tolles Abenteuer, wenn man diesen abseilt.

Im Anschluss verschwindet das Seil im Rucksack, nun kommen noch eine Reihe von Sprüngen. Gleich am Start kommt ein schöner hoher Sprung von einer Geländekante ins klare Wasser.

Fast alle Teenager springen diesen tollen und unkomplizierten Hupf. Es ist sogar ein wenig Sonne hervorgekommen und man kann sich ein wenig aufwärmen.

Lange währt der Sonnenschein aber nicht, also müssen wir die Wärme mittels Bewegung erzeugen.

Unterwegs finden wir das eine oder andere „Spiel“, wie hier die sogenannte Rolle, bei der man Kopfüber mit ein wenig „Hilfe“ im Wasser landet.

Wieder müssen wir ein Stück am Bach entlang wandern, das wärmt uns alle wieder auf. Und schließlich kommen die letzten Sprünge, angefangen mit der „Arschbombe“, da hier das Wasser nicht allzu tief ist.

Dann kann jeder zeigen, wie gut das Springen mittlerweile funktioniert.

Nun ist das Highlight dran, der „Geländersprung“, den sich allerdings nicht alle Teilnehmer zutrauen. Hier ist gute Sprungtechnik und auch Mut gefragt,

Die Höhe ist beeindruckend, begleitet werden die meisten Sprünge mit Geschrei und Jubel. Schließlich kommt noch der technisch schwierigste Sprung am Schluss dran, den wir auch fast alle meistern!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:48 h
Gesamtlänge: 5,09 km
Höhenmeter: 150 m
Abseiler: 2
Sprünge: mind. 8

250503 Radlrunde Füssen

Gestern war das Wetter noch warm und sonnig, heute ist es zwar trocken, aber trüb. Leider… wir haben heute als Ausgleich zur Wanderung gestern eine Radltour vor. Wir fahren von Pflach über Vils nach Füssen und dann über den Schluxen wieder retour nach Pflach. Start ist bei der Hütte, so haben wir erst mal eine lustige Abfahrt vor uns.

Quer durch Pflach erreichen wir schon nach kurzer Strecke unsere erste Station, den Vogelbeobachtungsturm in Pflach. Diesen besteigen wir uns bewundern das renaturierte Gebiet um den ehemaligen Müllplatz. Wir glauben sogar, einen Biber kurz geschichtet zu haben…

Von Pflach fahren wir über die Radlbrücke in Lechaschau und weiter an den Lechauen, vorbei an Oberletzen zur sogenannten Bärenfalle, von der man auf die Musauer Alm aufsteigen kann.

Ein kurzes Stück müssen wir an der Haupstrasse entlang, dann fahren wir durch Musau und durch das Ranzental nach Vils.

Quer durch Vils, am Betonwerk Schretter vorbei fahren wir zum Alatsee. Hier überschreiten wir die Grenze nach Deutschland, nur ein kleines Schild erinnert daran. Hier müssen wir ein paar Höhenmeter machen, dann erreichen wir den wundersamen See.

Hier machen wir nochmals eine kurze Pause, am Ufer lassen wir die Seele baumeln.

Der Alatsee, bekannt für die seltenen Rotalgen, ist in den letzten Jahren, wohl auch durch einen bestimmten Krimi bekannt und beliebt geworden. Dementsprechend viele Leute sind heute hier.

Am See entlang fahren wir dann weiter Richtung Füssen. Der Alatsee liegt wirklich wunderschön!

In Füssen machen wir eine kurze Kaffeepause, kaum haben wir im Garten unter dem Schirm platz genommen, beginnt es zu regnen. Wir waren den kurzen Guss ab, dann fahren wir weiter nach Schwangau. Hier sehen wir die berühmten Königsschlösser und auch das Gewusel, das diese zwei Schlösser auslösen.

Zum Glück müssen wir hier nicht stehenbleiben, sondern fahren direkt an den Massen vorbei zum Alpsee. Nun haben wir den Fürstenweg, der uns zurück nach Österreich führt, erreicht. Vorbei am Alpsee erreichen wir den alten Grenzübergang.

An der Grenze steht immer noch das kleine Zöllnerhaus, das ich aus meiner Jungend kenne. Hier sind wir als Familie so manches Mal spazieren gewesen.

Wir fahren nicht die normale Straße zum Schluxen ab, sondern fahren am Lusweg (Schwangauer Gitter) weiter bis nach Pinswang. Die Pinswanger Wiesen stehen schon in voller Blüte, der Säuling thront im Hintergrund.

Noch einmal müssen wir einen Aufstieg bewältigen, den Kniepass bei Pflach. Rasch haben wir auch dieses Hindernis überwunden und nun geht es nur mehr Flach nach Pflach!

Das Wetter ist wieder besser geworden, daher kehren wir noch im Gasthaus Alpenblick ein und gönnen uns ein spätes Mittagessen. Dann begeben wir uns wieder auf die Hütte…
Eine tolle Tour, das Wetter war besser als erwartet, bis auf den kurzen Guss in Füssen war es trocken und nicht zu heiß.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3,04 h
Gesamtlänge: 38,25 km
Höhenmeter: △ 512 m / ▽ 677 m

250105 Spazieren Hüttenmühlsee

Im neuen Jahr steht ein Besuch in Pflach auf dem Programm. Mit den Kindern fahre ich per Bahn nach Pflach, dort verbringen wir ein paar Schöne Tage.
Am zweiten Tag mache ich einen Spaziergang rund um den Hüttenbichl, hier ein paar Impressionen von der wunderschönen Winterlandschaft…

Wie gewohnt liegt im Ausserfern mehr Schnee als in Innsbruck, eine richtige Winterlandschaft…

Das alte Waldhaus steht immer noch, leider muss ich feststellen, dass chon wieder Vandalen am Werk waren und nun alle Fenstern eingeschlagen sind. Jammerschade…

Der Säuling lacht zu mir und spiegelt sich wunderschön im Hüttenmühlsee. Es ist bitterkalt, aber wunderschön!

Viel Sonne erreicht dieser Teil des Sees nicht, daher sind auch alle Halme und Gräser „reifüberzogen“.

Ein paar entspannte, feine Tage, die wir sehr genießen! Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in der Heimat!

241026 Bitterlehütte

Die Herbstferien haben begonnen, wir nutzen die Zeit, dem Ausserfern einen Besuch abzustatten. Meine Schwester ist mir den Kindern auch da, so sind wir eine feine Truppe. Wir beschließen, den schönen Tag mit einem Besuch der Hütte zu krönen.
Während Mama, Maria und die Kinder das Auto zum Aufstieg nehmen, wollen Letu und ich den Weg zu Fuß gehen.

Vorbei am Hüttenmühlsee, wandern wir über das Benkat zum Säulingparkplatz. Über schöne Wiesen, kurze Waldstücke erreichen wir eben diesen.

Das Wetter ist heute ein Traum, es ist lau, nicht zu heiß, und die Sonne lacht vom Himmel. Ein besseres Wetter für´s Draußensein gibt es fast nicht.

Der Säuling lockt heute in wunderschönen Herbstfarben, aber das ist *leider* heute nicht unser Ziel. Wir steigen heute nicht so weit auf.

Über die Forststraße, der schnellste Zustieg, steigen wir immer weiter den Säulingfuß empor.

Die Buchenwälder hier strahlen in schönsten Herbstfarben, die Sonne, im Herbst herrlich, beleuchtet den Wald nur noch schöner.

Letu und ich genießen den wunderbaren Spaziergang, es gibt auch einiges zu besprechen. Die Skisaison hat in Letu´s Gedanken schon konkrete Formen angenommen…

Kurz vor der Hütte haben wir nochmals einen schönen Blick auf den imposanten Säulinggipfel. Heuer haben wir dem Haupt schon einen Besuch abgestattet.

Schließlich erreichen wir die Hütte. Die Mauer schaut jetzt wieder super aus, diese wurde ja auch heuer von uns neu aufgeschichtet. Es ist fein warm, während wir auf die Anderen warten, richten wir die Hütte her.

Beim Öffnen der Veranda purzeln uns schon die Fledermäuse entgegen, seit heuer kenne ich sogar die Art: Es sind Zwergfledermäuse, die es sich hier in den Ritzen gemütlich gemacht haben.

Bald sind alle auf der Hütte, nun wir erst mal Essen gekocht. Es gibt ein typisches Hüttenessen, Nudeln mit Tomatensauce… jedem schmeckt es, an der frischen Luft ist das Essen gleich doppelt so gut.

Wir verbringen den Nachmittag hier oben, ich mache die Hütte noch Winterfest, das Wasser wird abgelassen, die Sachen um die Hütte aufgeräumt. So kann der Winter nun kommen…

Am Abend schickt uns der Säuling nochmals einen feurigen Gruß, wunderschön leuchtet der Felsen mit den letzten Sonnerstrahlen.

Ein feiner Tag in größerer Runde, gemütlich und sehr entspannend. Auf der Hütte ist es immer fein!

240816 Säuling (2.048m)

Nachdem wir letzte Woche den „Inntaler Höhenweg“ absolviert haben, steht die zweite Urlaubswoche im Zeichen der Arbeit, wohlgemerkt Arbeit auf der Hütte. Hier haben sich ein paar Aufgaben angesammelt, in erster Linie die Umfassungsmauer, die neu geschichtet werden muss.

Natürlich finden wir daneben auch viel Zeit für entspannende Sachen. Es ist sehr heiß, daher gehen wir Nachmittags meist schwimmen, Ache, Uri- oder Frauensee, die Auswahl ist groß.

Am Freitag haben wir dann mit meinem Papa ausgemacht, den Säuling mit neuem Gipfelkreuz zu besuchen. Um 8:00 Uhr in der Früh brechen wir, Papa, Letu und ich, von der Hütte auf.

Den ersten Teil müssen wir wieder über die Forststraße wandern, die Temperaturen sind schon sehr hoch.

Bei der Abzweigung nehmen wir erst den Weg ostwärts, dann zweigen wir in Richtung Säulinghaus ab.

Durch den Wald, über Stock und Stein wandern wir immer höher. Der Säulingipfel kommt immer näher.

Das Säulinghaus lassen wir im Aufstieg aus, dort werden wir nachher noch ein Bierchen trinken. Jetzt

Es sind ein paar Wolken am Himmel, aber eigentlich ist das Wetter, zumindest am Anfang ganz OK. Der steile Teil durch die Südwand meistern wir rasch.

Wieder einmal muss ich feststellen, dass der Weg in keinem so guten Zustand ist. Die Mengen an Leuten, die hier rauflaufen, haben Spuren hinterlassen.

Letu macht es Spaß, für Papa ist es schon fast Routine, hier hochzusteigen. Und für mich ist es natürlich immer wieder besonders, obwohl ich schon so oft hier gestanden bin.

Nach dem Sattel zieht der Nebel ein, plötzlich sehen wir nur mehr ca. 20m. Und dann sehen wir plötzlich, wie aus dem Nichts, einen Steinbock. Welch ein Bild, das majestätische Tier gegen den Nebelvorhang zu sehen.

Wir streben weiter hoch, nun sind es nur noch ein paar Meter zum Gipfel.

Schlussendlich müssen wir noch über den Grat, dann sehen wir das neue Gipfelkreuz.

Schön, dass wir es geschafft haben, heuer, 2024 wieder mal den Säuling (2.048m) bestiegen zu haben. Wir setzen uns unter das Kreuz und schauen durch sich immer wieder öffnende Wolkenfenster ins Tal.

Nun heißt es wieder, den gleichen weg zurück zu gehen, wir kommen gut voran, mittlerweile sind ein paar Wanderer auf dem Weg zum Gipfel. Dank des nicht so tollen Wetters ist der Ansturm heute aber überschaubar.

Immer wieder geben die Wolken kurze Blicke ins Tal frei, um dann wieder eine dicke Watteschicht zu bilden.

Doch je tiefer wir kommen, desto lichter wird das Wolkenspiel und wahrscheinlich haben wir auf der Hütte schon wieder ein wenig Sonne.

Der Abstieg dauert ungefähr gleich lange wie der Aufstieg, weil man bei dem losen Geröll und Schotter immer vorsichtig absteigen muss.

Die letzten Meter zur Hütte schaffen wir auch noch gut, dann haben wir nochmals Glück…

Direkt oberhalb der Hütte sehen wir nochmals zwei junge Steinböcke, die hier auf der Schotterhalde unterhalb des Aufstieges grasen.

Bei der Hütte treffen wir mit Biggi und Georg, die ein wenig später aufgestiegen sind, zusammen, das Timing könnte nicht besser sein. Wir bestellen uns Getränke und was zu essen! So macht Bergsteigen Spaß.

Die Buben sitzen irgendwann still im Schatten, die Handys sind nicht weit. Auch sie haben die Tour genossen.

Der Säuling ist immer wieder einen Aufstieg wert. Ich bin immer wieder gerne auf diesem besonderen Gipfel. Insgeheim freue ich mich schon auf den nächsten Aufstieg!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:25 h
Gesamtlänge: 8,98 km
Höhenmeter: 955 m