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160905 Lechtalhöhenweg Etappe 3

Dritte Etappe – Ansbacher Hütte zur Memminger Hütte

Ein Blick aus dem Fenster bestätigt unsere Befürchtung, über Nacht, bzw. in der Früh hat es zu schneien begonnen.

Der geplante „Augsburger Höhenweg“ fällt also ins Wasser, viel Hoffnung hatten wir eh nicht mehr gehabt. Unsere Alternativroute führt über die Memminger Hütte, das Weitere werden wir dann am Abend planen.

Wir lassen uns den Tag trotzdem nicht verdriesen, frühstücken reichlich am guten Buffet und stellen dann die „Abmarschbereitschaft“ her. Da es immer noch schneit, ziehen wir gleich das Regengewand und auch die Gamaschen an.

Die ersten Schritte von der Hütte versprechen glitschiges Vergnügen, doch schon nach ein paar Höhenmetern wird der Schnee griffiger und wir kommen gut voran. Zuerst erreichen wir die Kopfscharte (2.523m), bald gefolgt vom heute korrekt bezeichneten Winterjöchl (2.528m).

Nach einiger Sucherei erreichen wir noch die Grießlscharte (2.684m). Hier suchen wir nach einem nicht ganz einfachen Abstieg mit Grödeln vergeblich den Weg, also beschließen wir, diretissima ins Tal abzusteigen.

Nach einiger Sucherei und einer rutschigen Überquerung eines zugeschneiten Altschneefeldes erreichen wir wieder den richtigen Weg und sehen an der anderen Talseite schon die Memminger Hütte… so nah, und doch so fern.

Durch das Langkar und die Schafgufel führt uns der Weg ins wunderschön grüne Parseier Tal, den Schnee haben wir mittlerweile hinter uns gelassen.

Den reißenden Parseierbach überqueren wir fast trocken, hier pausieren wir auch kurz und ziehen uns um.

Der nächste Abschnitt führt uns nun wieder hinauf, über das Bärenpleistal, „Im Kessel“ und Rosengarten zur Memminger Hütte.

Im unteren Teil ist der Weg noch ausgesetzt, im oberen Teil noch dazu unangenehm lehmig und rutschig. Das nasse Wetter hat diesen Weg richtiggehend versaut, aber mit der „Schritt-für-Schritt“-Technik erreichen wir auch hier wieder ohne Probleme unser Ziel, die Memminger Hütte. Der in der Früh noch sichtbare Schnee ist mittlerweile verschwunden, und kurze Sonnenfenster versprechen Wetterbesserung.

In der Gaststube werden wir unfreundlich empfangen, aber zumindest bekommen wir ein 4-Bett-Zimmer, zusammen mit zwei in Deutschlang lebenden Polen.
Wir erlauben uns eine kurze Rast, dann steigen wir noch in einer knappen 1/2h auf den Seekogel (2.414m), um die dort rastenden Steinböcke aus der Nähe zu bewundern.

Diese imposanten Tiere machen nicht die geringste Anstalt, von uns wegzulaufen. Mich reißt das zu einem Scherz hin, die Tiere sind wohl angepflockt…

Das Panorama vom Gipfel ist heute wunderschön, da die Wolken zusammen mit dem Restschnee eine wunderschöne Stimmung fabrizieren. Papa und ich genießen die wunderschöne Aussicht…

Die Bedienung auf der Memminger Hütte hat diesen Ausdruck fast nicht verdient, zumindest das Essen ist gut. Auch gesellen sich die Zimmergenossen aus Polen zu uns an den Tisch, später noch kommen zwei Deutsche, die wir schon auf der Ansbacher Hütte kennengelernt haben, zu uns, und wir haben einen lustigen Abend mit viel Gelächter… die vielgerühmte Bergsteigerkameradschaft!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5 h
Gesamtlänge: 13,20 km
Aufstieg: 954 m
Abstieg: 1.121m
Max. Höhe: 2.632m

Höhenprofil
hpetappe3

Kartenausschnitt

160904 Lechtalhöhenweg Etappe 2

Zweite Etappe – Leutkirchner Hütte bis Ansbacher Hütte

Gut ausgeruht erwachen wir Frühmorgens und packen unsere Rucksäcke für die zweite Etappe. Das Frühstück ist etwas trocken, aber die große Tasse Kaffee hilft, das Brot runterzubekommen. Wir bedanken uns beim Hüttenwirt für die freundliche Aufnahme, bazahlt haben wir, wir auf den AV-Hütten üblich, schon am Abend.

Das Wetter ist gut, und wir kommen schnell hinauf auf das Winterjöchl (2.261m).

Dann geht der Weg über angenehme Pfade über die Hirschpleis, unter dem Stanskogel hindurch Richtung Schindlekopf (2.471m). Obwohl der Gipfel nicht direkt am Weg liegt, beschließen wir, den kleinen Kopf mitzunehmen. Wir stellen die Rucksäcke ab und kraxeln geschwind auf die kleine Erhebung. Der Ausblick ist wirklich schön von hier.

Von oben sehen wir schon unser nächstes Ziel, das Kaiserjochhaus (2.310m) und auch den Pfad dorthin.

Die AV-Hütte haben wir rasch erreicht, da es aber noch früh am Vormittag ist, beschließen wir auch hier, nicht einzukehren, sondern gleich das nächste Ziel anzusteuern. Über nun ausgesetz werdende Wege erreichen wir die Kridlonscharte (2.371m). Von hier haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Hintersee, und obwohl das Wetter nicht mehr ganz so gut ist, ist die Landschaft malerisch.

Hier treffen wir einen Wanderer mit seinen 3 Söhnen, die auch auf dem Weg zur Ansbacher Hütte sind. Der Vater meint zu uns, es sei ein Kreuz mit den Jungs, die springen immer so schnell, dafür brauchen sie öfter Pause. Er würde so viel lieber langsam durchmarschieren… ich kann ihn total verstehen.

Bald erreichen wir das Hinterseejöchl (2.482m), nochmals mit einem schönen Blick auf den Hinetersee. Zuerst ist der Weg wieder sehr angenehm zu gehen, wir kommen rasch voran, dann steigert sich der Anspruch wieder ein wenig, beim Jochrücken müssen wir einige schottrige Tobel durchqueren.

Trotzdem sind wir zügig am Weg, und bald stehen wir am Alperschonjoch (2.303m).

Nun teilt sich der Weg, da wir aber nicht sicher sind, wie der rechte Weg auf die Samspitze ((2.624m) ist, beschließen wir, den einfacheren Weg über das Flarschjoch (2.464m) zu nehmen.

Mit den Rucksäcken, die mit Wasser doch bis zu 13kg auf die Waage bringen, sind manche Balance-Akte doch nicht ganz so einfach.

Vom Flarschjoch umrunden wir die Samspitze, das Gipfelkreuz immer im Blick, und erreichen auch schon die Ansbacher Hütte.

Ein netter Empfang auf der Hütte, gepaart mit einem 3-Bett-Zimmer für uns Zwei, überzeugt uns schon, daß es uns hier gefallen wird.

Wir gönnen uns ein Weizen auf der Hütte, und schauen auf die Uhr… es ist noch sehr viel Tag übrig, also beschließen wir spontan, noch auf die Samspitze, aber ohne Rucksack zu gehen. Wir nehmen nur eine Jacke mit und starten los.

Nicht weit über der Hütte fängt es zu nieseln an, aber wir beschließen, noch weiter zur Spitze zu gehen. Bald hört das Nieseln wieder auf und wir erreichen den Gipfel der Samspitze (2.624m).

Am Abend genießen wir ein 3-Gänge-Hüttenmenü, das wirklich vorzüglich ist. Auch das Hüttenpersonal ist total freundlich und mit den anderen Gästen verstehen wir uns blendend. Ein Ällgäuer Künsterpaar gesellt sich zu uns und wir reden über Gott und die Welt, speziell was sich im Tourismus zwischen früher und heute unterscheidet. Ich höre hauptsächlich interessiert zu, denn Kurt kann so einiges aus vergangenen Tagen preisgeben.

Zeitig gehen wir wieder ins Bett, es hat nun zu regnen begonnen.

Der Wetterbericht ist also akurat gewesen! „Greißlige Stimmung draußen“, mehr fällt mir nicht ein und gerne kuschle ich mich in den Hüttenschlafsack.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 13,80 km
Aufstieg: 1.014 m
Abstieg: 908 m
Max. Höhe: 2.624 m

Höhenprofil
hpetappe2

Kartenausschnitt

160903 Lechtalhöhenweg Etappe 1

Erste Etappe – Zürs bis Leutkirchner Hütte

Heute geht es endlich los, Papa und ich machen uns auf, den Lechtaler Höhenweg zu begehen. Wir fahren schon in der Früh von Reutte mit dem Postbus bis nach Zürs, von dort wollen wir unsere Tour starten.

Im Bus rufe ich noch auf der Leutkirchner Hütte an, um ein Zimmer zu reservieren, aber der Hüttenwirt meint nur, „alles ausgebucht, da braucht´s gar nit kemmen…“. Welch ein Schock zuerst, aber wir beschließen, trotzdem unser Glück zu versuchen…

Nach ein wenig mehr als 2 Stunden erreichen wir unseren Ausgangspunkt, Zürs.

Der erste Teil von Zürs aus geht auf einer asphaltierten Piste über das Skigebiet hinauf zur Trittalm.

Hier wird der Weg dann „schotterig“, ist aber immer noch sehr breit. Es geht in einem schönen Boden, dem Pazüel, Richtung Stuttgarter Hütte. Schon vom Boden aus sieht man die stolze Hütte über dem Tal thronen…

Der Boden ist weit und zu unserer Rechten sehen wir größere Herden an Almvieh. Das gehört wohl zur Pazüel-Alm.

Vor der Stuttgarter Hütte wird der Weg ein wenig steiler, und wir erreichen das erste Joch auf der Tour, das Krabach-Joch (2.305m).

Dann sind wir auch schon bei der DAV-Hütte. Da es noch früh ist, beschließen wir, nicht einzukehren, sondern gleich weiter zur Leutkirchner Hütte zu gehen.

Nach kurzem Marsch erreichen wir das Erli-Joch (2.430m). Es geht zuerst recht einfach, immer weiter hinunter ins Almajurtal bis zur Erlach-Alm. Auf halbem Weg kommt uns eine Gruppe Zürser entgegen, bewaffnet mit Mountainbikes. Na, wer´s mag… Papa und ich sind uns einig, das würden wir nicht wollen.

Wir erreichen die Erlach-Alm (1.922m), eine größere Jägerschaft ist auch zugegen. Wir stärken uns mit einem Weizen und fragen die Jäger ein wenig aus. Murmeltier und Gemse hat heute dran glauben müssen, jetzt wird gefeiert, meinen sie. Als wir auf unseren weiteren Weg zu sprechen kommen, meint der Chef-Jäger, daß der Weg „arg schlecht beieinander ist“. Trotzdem wollen wir es wagen.

Wir gehen von der Alm zuerst noch ein paar Meter gerade aus, dann steilt der Steig auf, in den Stapfe-Tobel. Schon der Anblick des Weges verspricht „prickelnde Spannung“… ausgesetzt, schottrig und abschüssig, das sind die Charaktereigenschaften, die mir noch spontan einfallen. Aber nachdem wir einsteigen, stellen wir fest, daß es nicht so schlimm ist, wie es ausgeschaut hat. Klar, rutschen darf man nicht, aber wo darf man das schon in den Bergen!

Der Tobel ist bald bemeistert und wir steigen hinauf zum Almajur-Joch (2.237m). Von hier aus ist es nur ein kurzer Weg bis zur Leutkirchner Hütte (2.261m).

Auf Nachfrage beim Hüttenwirt ist wie erwartet kein Zimmer frei, Lager schaut auch schlecht aus, aber „wir werden schon was finden…“, wir müssen uns noch ein wenig gedulden. Nach einiger Zeit könnten wir den Winterraum mit „kleinem“ Hund für die Nacht haben, aber wir wollen das Lager nicht mit einem unbekannten, und wie sich herausstellt, gar nicht so kleinen Hund teilen. Wärend er uns das erzählt, schaut er mich augenzwinkernd an und meint nur: „Gel, du hast heute in der Früh angerufen…“

Etwas später haben wir doch noch Glück, eine Absage beschert uns ein feines 2-Betten-Zimmer, Luxus pur also. Ach das Essen am Abend ist sehr gut, und der Hüttenwirt ein feiner Kerl, ursprünglich aus Kärnten.
Um 19:30h liegen wir schon im Bett, wer mich kennt, weiß, daß das fast „Mittag“ ist… trotzdem schlafen wir auch Dank der Ruhe und der guten Luft bald ein, vorfreudig auf den nächsten Tag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 13,60 km
Aufstieg: 1.299 m
Abstieg: 649 m
Max. Höhe: 2.441 m

Höhenprofil
hpetappe1

Kartenausschnitt

151024 Hannauer Hütte +

Der Samstag steht schon länger fest für eine Bergtour. Das Wetter ist gut angesagt, ein goldener Herbsttag soll kommen. Na denn…

Aus Ermangelung an Bergkameraden plane ich eine leichte Tour in der Wildschönau, aber dazu kommt es dann doch nicht. Papa hat Zeit und möchte gerne mit, für ihn ist jedoch die Fahrerei sehr lange. Daher disponieren wir geschwind um, und treffen uns sozusagen in der Mitte. Das wäre dann … naja, nicht ganz vermessungstechnisch, aber doch gefühlt in der Mitte: Etwas in Boden, am Hahntennjoch.

Papa hat auch den passenden Vorschlag, es soll die Hannauer Hütte, aber mit Klettersteigzustieg werden. Das ist eine super Idee. Wir treffen uns in der Früh in Boden, von dort startet zuerst ein gemütlicher Forstweg bis zur Seilbahnstation der Hannauer Hütte. Von dort startet der Steig hinauf zur Hütte.

Wir zweigen jedoch schon ein wenig früher ab und erreichen so den Einstieg zum Klettersteig.

Ganz sicher sind wir uns nicht, denn es liegt schon überall Schnee und wir können den Steig nicht ganz abschätzen. Jedoch gibt es eine sehr einfache Variante (B/C), die wir uns vornehmen. Mit dem Eis werden wir schon zurechtkommen… wir ziehen unsere Gurte an und starten los.

Der Steig ist super eingerichtet, und die Schwierigkeiten sind wirklich gering. Dennoch müssen wir mit dem immer wieder vorhandenen Eis sehr vorsichtig sein.

Dennoch geht der Aufsteig sehr angenehm von Statten, auch dank der wirklich guten Absicherung. Zwischendurch sehen wir einmal die Seilbrücke vom schwierigeren Teil, den wir aber zum Glück doch nicht begangen sind.

Der Steig ist relativ kurz, bald erreichen wir ein Plateau über der Hannauer Hütte. Juhu, unser erster Winter-Klettersteig.

Die Sonne lacht uns ins Gesicht, und die Temperaturen sind schon sehr angenehm. Wir ziehen uns auf der Terasse der Hütte um, die Gurte aus.

Die Hütte hat zwar geschlossen, aber es haben ein paar Leute im Winterraum übernachten, weitere Leute sind vom Tal unterwegs.

Wir machen nur eine kurze Pause, dann beschießen wir, über das Galtseitejoch ins Fundaistal abzusteigen, nach Pfafflar und von dort zurück nach Boden zu wandern.

Wir starten los, doch schon kurz nach der Hütte sehen wir, daß der Weg seit dem letzten Schneefall noch nicht oft gegangen worden ist. Zum Glück haben wir die Gamaschen mitgenommen, die uns jetzt gute Dienste tun. Zur Sicherheit eingepackte Grödel haben wir noch im Rucksack belassen.

Wir steigen den Weg bis zu einer Abzweigung hinauf, dann sehen wir unseren weiteren Weg, anscheinend schneefrei, bzw. schneearm. Also los, sagen wir uns…

Zuerst machen wir noch gut Höhe, doch dann geht der Weg recht flach entlang des Bergrückens. Gemsen und einen Steinbock schauen uninteressiert zu uns herunter und grasen weiter. Wir jedoch tun uns immer schwerer… der Schnee wird tiefer und immer wieder brechen wir tief ein. Bald erreichen wir einen Punkt, an dem wir uns entscheiden müssen. Weiter gehen oder umdrehen..

Wir entscheiden uns für´s umdrehen. Später werden wir froh sein, denn der Weg wäre noch richtig lang gewesen, auch ohne Schnee schon eine Herausforderung.

Der Rückweg verläuft unspektakulär, die Gemsen schauen nochmals auf uns herab, der Steinbock ist schon weg…

…bald erreichen wir die Hannauer Hütte, bei der wir uns über unsere Jause hermachen. Die schmeckt aber gut… besonders in der noch starken Oktobersonne.

Dann steigen wir den Normalweg hinunter. Zwischendrinnen stellt Papa einmal fest, daß der Klettersteig auf jeden Fall feiner zum gehen war, hier sind ein paar richtig böse Eisstellen, die wir umgehen müssen.

Doch alles geht gut und wir erreichen bei der Seilbahn den Forstweg und auf diesem weiter unser Auto. Unterwegs unterhalten wir uns noch mit einem lustigen Jäger, der uns ein paar Sachen über die Gegend erzählt.

Beim Auto sind wir glücklich, eine schöne Runde gemacht zu haben. Einziger Wermutstropfen… kein Gasthaus weit und breit. Aber das Bier gibts trotzdem irgendwann… aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Tourendaten:
Gesamtstrecke: 13,95km
Gesamtdauer: 5:17h
Höhenmeter: 1.095m

Fallerscheinalpe (26.07.2015)

Ein Familienausflug soll es heute werden, mit 3 Generationen. Mit von der Partie sind Oma, Opa, Larissa und Maggo mit den Kindern, Maria und ich mit den Kindern. Sozusagen die geballte Weissensteiner-Taskforce.

Einzig Daniel und Bettina sind nicht dabei, aber von Kopenhagen war der Weg dann wohl doch zu weit.
Wir beschließen, nach Fallerschein im Lechtal zu wandern, wir nehmen ein Picknick mit, damit wir uns an einem Bächlein verköstigen können. Die Verladetätigkeiten ähneln bei dieser Gruppengröße schon fast einer Militäraktion, aber wir haben das wirklich gekonnt erledigt… falls du, liebes Bundesheer, ein paar Logistikoffiziere brauchst, ich wüsste eine Handvoll…

Opa wird in Lechaschau abgeholt, dann sind wir komplett und fahren über Stanzach hinein ins Namlosertal. Es sind noch wenige Motorradfahrer auf dem Weg, daher ist die Fahrt recht entspannt. Mit den Parkplätzen, geschuldet auch der hohen Parkkunst mancher Automotivkünstler, schaut es schlecht aus, aber da wir einen „Local (=Opa)“ dabei haben, finden wir ein Stück weiter einen guten Parkplatz in einer Ausweiche. Bald versammelt, machen wir uns auf den Weg zur Fallerscheinalpe.

Das höchste bewohnte Almdorf Österreichs ist ein wirklich schöner Platz, wir wandern durch die nett hergerichteten Häuser zur Sennerstube, in der wir uns ein kühles Getränk gönnen wollen.

Heute ist Schnitzeltag, aber da wir unser Picknick dabeihaben, bleibt uns nur, den wunderbaren Duft der panierten Wunderwerke zu inhalieren. Leider ist heute viel los, und das mit der Getränkeverteilerei dauert ewig. Nach ca. 1 Stunde sind wir verköstigt und machen uns auf den Weg zurück, um unser Picknick doch noch zu genießen. Der Hunger passt auf jeden Fall schon.

Wir erreichen bald ein Bächlein, an dem wir uns niederlassen. Die ausgewählten Köstlichkeiten munden uns sehr.

Wir genießen die Ruhe und Aussicht auf die Lechtaler Berge, dann machen wir uns wieder auf, zum Parkplatz. Auf dem Weg fallen mir noch ein paar Strukturen auf, die ich am Nachhauseweg fotografiere…