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200606 Geocaching Bergwerksweg Nösslachjoch

Nach einer längeren Schönwetterperiode sind nun ein paar durchwachsene Tage angesagt. Nichts desto trotz machen sich Letu und ich auf, eine kleine Wanderung mit Geocache-Einlagen zu absolvieren.

Als Ziel haben wir uns das Gebiet um die Bergeralm ausgesucht. Hier gibt es nämlich auch einen interessanten Bergwerksweg. Am Nösslachjoch wurde lange Kohle angebaut, das kann man heute auf einen schönen Weg nachvollziehen.

Wir starten am Parkplatz in Hagaten, und folgen längere Zeit einen Forstweg. Immer wieder sind Info-Tafeln aufgestellt, die über die früheren Bergbautätigkeiten informieren.

Obwohl es nie regnet, ist es mal warm und mal kalt. Das Wetter kann sich heute nicht wirklich entscheiden, in welche Richtung es gehen möchte.also heißt es einmal Jacke an, im nächsten Moment Jacke wieder aus.

Unterwegs finden wir mal ein Wolkenloch, und können eine feine Jause auf einer Bank genießen. Da ist die Sonne dann schon angenehm…

An einem Pausenplatz fallen uns 3 runde Steine auf. Eine in der Nähe befindliche Infotafel klärt auf: Es handelt sich um Mühlsteine aus Brekzie. Das beton-ähnliche Gestein war demnach aufgrund der Härte ein beliebtes Material für Mühlsteine und die hier geschlagenen Steine über die Grenzen bekannt und beliebt.

Es ist nicht mehr so weit zum Ziel, dem noch sichtbaren Bergwerksstollen am Nösslachjoch. Immer wieder sehen wir Ausbisse mit Schwarzerde, dem hier vorkommenden Kohlegestein.

Die letzten Meter müssen wir durch eine Kuhweide, für Letu sind die großen Tiere ein Graus. Trotzdem „kämpft“ er sich tapfer durch. Dann stehen wir schlussendlich auf der Halde des ehemaligen Kohlebergwerks…

… das Mundloch zum Bergwerk ist mit einem Gitter verschlossen, innen sieht man auch, dass nach ein paar Metern ein Verbruch vorhanden ist… trotzdem schaut die Zimmerei und das Mauerwerk relativ neu aus. Das dürfte also nicht ganz original sein…

Aus dem Mundloch fließt ein kleines Bächlein, das Wasser war schon immer des Bergmanns Feind. Für Letu und mich auf jeden Fall sehr interessant, hier mal „in den Berg zu schauen“…

Nachdem wir uns satt gesehen haben, wandern wir den fast gleichen Weg wieder ins Tal. Bei der Nösslachhütte machen wir noch eine kurze Pause und gönnen und einen Kuchen. Nichts los, in diesem schönen Gasthäuschen. Auf Nachfrage meint die Kellnerin, das liege daran, dass der Brenner noch geschlossen ist… und das Wetter auch nicht so gut ist.

Die Stärkung ist auf jeden Fall wunderbar und wir genießen die Umgebung von der Sonnenterasse aus… auch wenn sich Diese nicht immer zeigen will. Dafür kann Letu von der hohen Kanzel aus unter uns die Kühe beobachten…

Schlussendlich wandern wir wieder retour zum Wanderparkplatz, unterwegs findet Letu immer wieder neues „Spielzeug“. Für mich lustig zum zuschauen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,16 km
Höhenmeter: 455 m

200522 Geocachen Inzing

Es wieder mal Zeit für einen Geocachertag für mich. Ich habe mir, in der Hoffnung, mit den Kindern was zu unternehmen, den Fenstertag frei genommen, aber leider müssen beide Kids in die Schule. Na, dann gehe ich eben „Cachen“. Inzing steht schon länger auf dem Programm. Ich parke beim Sportplatz, wandere durch das wunderschöne Toblaten und erreiche bald den Wald…

Schöne Farne in ungewöhnlicher Größe zieren den Wegesrand, ein feines Bächlein plätschert neben mir und der Weg wird immer steiler… bis er plötzlcih aus dem Wald bricht und eine wunderschöne Aussicht, unter anderem auf die Hohe Munde bietet…

Das Wetter ist total fein, ich spüre die starken Sonnenstrahlen schon in Genick… und die ersten Föhnschlieren zeichnen sich am Himmel ab…

Auf dem Weg erreiche ich auch den Weiler Hof, ein unter Denkmalschutz stehender Dorfteil, der sich wunderschön in die Landschaft schmiegt. Und ich kann gerade noch sehen, wie ein Jungbauer seine Schafe aus der Koppel treibt. Eine Besonderheit ist ein sogenannter „Schneeglöckchenbaum“, ein Mitbringsel eines Missionars aus China. Das einzige Exemplar in Tirol…

Nach dem Weiler Hof wandere ich weiter auf den Gigglberg und in einer schönen Schleife wieder retour Richtung Inzing. Der Weg ist jetzt schon ein wenig Enger, mancherorts sieht man, daß der Weg auch für Downhiller verwendet wird…

Relativ lange wandere ich auch verschlungenen Pfaden und finde so manchen Geocache auf dem Weg…

Dann sehe ich durch das Blätterdach wieder hinunter auf Inzing. Der Weg durch den Wald, der mir ausnehmend gut gefallen hat, nimmt ein Ende…

… am Wannerkreuz mache ich noch eine kurze Pause. Anschließend wandere ich wieder retour zum Parkplatz.

Eine schöne Wanderung über Inzing mit ein paar neuen Geocaches… so gefällt mir ein freier Tag!

200521 Miederer Berg / Hocheben (1.413m)

Wir starten die Wanderung beim Touristeninfo-Parkplatz in Mieders. Zuerst geht es durch den netten Ortskern.

Dann zweigen wir ab, nun geht es ab ins Wassertal. Bald schon kommt der stattliche Zirkenhof in Sichtweite.

Es ist angenehm warm und wir genießen die wunderschöne Landschaft.

Immer wieder werden wir mit wunderschönen Ausblicken auf die Kalkkögel und auf König Serles belohnt.

Ob’s von Bauern ist oder vom Tourismusverband: Der Thron am Wegesrand ist ein Highlight.

Viel Forststrasse ist heute auf dem Programm, und das von der steilen Sorte.

Schöne Ausblicke Richtung Inntal hellen die Monotonie der Forststrasse auf.

Letu macht es trotzdem sichtlich Spaß…

Der Weg ist teilweise nicht mehr zu sehen, denn hier wurde massiv Holz geschlagen.

Am höchsten Punkt, bei Hocheben (1.413m) finden wir eine gemütliche Bank, wo wir jausnen.

Auf dem Abstieg treffen wir noch so manch Getier…

Kurz vor Mieders kommen wir nochmals an eine Stelle mit wunderschöner Aussicht.

Am Startpunkt angelangt sehen wir noch eine Kuriosität: Ein Doppelhaus, eine Seite alt, eine Seite frisch renoviert. Das schaut schräg aus… und eine Mühle finden wir auch noch…

Den Abschluss machen wir am Miederer Kalvarienberg. Hier genießen wir nochmals die Ruhe und rasten ein wenig auf einer Bank.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,29 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 671 m

190915 Habicht [3.277m]

Der Hoger in Gschnitz
der Waldraster Spitz
und die Martinswand
sein die Höchsten im Land
– alter Spruch

Der Habicht, im Volksmund auch Hoger genannt, ist schon lange ein Ziel, das ich gerne besteigen möchte. Lange Zeit galt dieser mächtige, markte Block als höchster Berg des Landes. Obwohl dies schon länger widerlegt ist, der Habicht sticht aus der Berglandschaft heraus und stellt ein lohnendes und herausforderndes (Tages-) Ziel dar. Hier die Aussicht vom Zirbenweg (gestrige Tour).

Der Weg vom Gschnitztal über die Innsbrucker Hütte ist ein Langer, daher machen wir uns trotz herbstlich-später Dämmerung früh auf. Um 6:00 Uhr starten wir schon vom Wanderparkplatz kurz nach Gschnitz, mit von der Partie: Michi, Max und ich. Während wir uns noch die Bergschuhe anziehen, geistern eine deutsche Wanderin um uns herum, der wir heute noch öfter begegnen werden.

Der Aufstieg über den Jubiläumssteig ist unspektakulär, aber sehr schön und mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht aus besser. Bald schon haben wir eine umfassende Sicht auf die Tribulaune, die Schwarze Wand und die Gargglerin…

Das wären auch mal Ziele, philosophieren wir… zumindest der Gschnitzer Tribulaun ist für uns machbar, der Pflerscher Tribulaun ist dann schon was für Spezialisten… doch all zulange müssen wir nicht überlegen, noch lange ist unser heutiger Weg…

Nachdem wir die Waldgrenze, vorbei an ein paar verfallenen Stadeln, erreicht haben, wird die Rundumsicht doch noch spektakulär… und wir sind noch nicht mal bei der Hälfte, das wäre die Innsbrucker Hütte. Der Weg schmiegt sich schön an den Hang, immer wieder müssen wir kleine Schotterreise überqueren. Sogar eine Steinbock-Geiß sehen wir, die sich nur wiederwillig vom Steig entfernt, als wir ankommen.

Schlussendlich macht der Weg einen großzügigen Bogen nach Rechts und dann erhaschen wir das erste Mal einen Blick auf die Innsbrucker Hütte [2.369m]. Was für ein großer Bau, hier in diesem abgelegenen Teil der Welt…

Bei der Hütte machen wir eine kurze Rast, ohne jedoch einzukehren. Diesen Genuss müssen wir uns erst verdienen… also gibt´s Wasser und Müsliriegel. Direkt hinter der Hütte steilt nun der Weg auf, es wird steiniger, aber nicht weniger interessant… bis zur Hütte war der Wandererstrom noch recht überschaubar, hinter uns war eine Gruppe im Aufstieg, ansonsten waren wir alleine. Nun, ab der Innsbrucker Hütte kommen noch all die Hüttenübernachter dazu, daher sind jetzt doch einige Leute am Wege, wobei es trotzdem keine Verzögerungen gibt.

Der erste Teil ab der Hütte ist ein wenig steiler, teilweise auch mit Seilversicherungen, im weiteren Verlauf legt sich aber das Gelände zurück und es werden wieder normale Wanderwege. Bald erreichen wir den Habichtferner, ein kleines, spaltenfreies Schneefeld, das früher wohl ein mächtiger Gletscher gewesen sein mag. Ohne Probleme können wir am Rande vorbeigehen und erreichen den letzten Aufschwung zum Gipfel.

Die letzten Paar Meter auf den Gipfel sind dann nochmals mit Seil versichert und lassen imposante Tiefblicke auf das Schneefeld zu, dann erreichen wir den höchsten Punkt, den Gipfel des Habichts [3.277m], oder eben auch Hogers. Obwohl einige Leute hier anwesend sind, ist auf dem geräumigen Gipfelplateau auch für uns noch Platz. Andächtig setzen wir uns und genießen die fulminante Rundumschau…

Fast 1,5 Stunden bleiben wir am Gipfel sitzen, genießen eine gute Brotzeit, bestaunen die Bergwelt und genießen einfach das Nichtstun. Und die Aussicht ist wirklich grandios… Wildspitz, Ortler, Marmolada, Zugspitz… und im Süden dominierend, die Tribulaune. Herrlich, einfach nur herrlich…

Nach einer sehr guten Rast machen wir uns wieder auf den Rückweg. Der Tag ist nicht mehr ganz jung und wir wollen ja auch noch bei der Innsbrucker Hütte eine Rast machen. Der Abstieg folgt dem Aufstieg, bald haben wir wieder das Schneefeld erreicht. Hier ist schon manch Unglück passiert, wenn einer den Weg abkürzen wollte und über das Schneefeld abgefahren ist. Wir halten uns an den Umgehungsweg und sind wahrscheinlich auch nicht viel langsamer.

Bald erreichen wir den schwierigsten Teil der Tour, eine Geröllflanke mit Drahtseilversicherung. Nicht wirklich arg, aber auf die Tour bezogen wohl das Anspruchsvollste.

Rasch haben wir auch diesen Teil durchquert, dann sehen wir schon die Hütte vor uns. Endlich, denken wir uns alle Drei… denn durstig sind wir schon! Und ein wenig hungrig… zumindest die Michi. Essen tun wir aber dann alle was… Es ist hier total gemütlich in der Sonne, wir genießen zum zweiten Mal heute das gemütliche zusammensitzen und haben es lustig.

Die Zeit schreitet allerdings voran, und wir müssen aufbrechen, es ist noch ein Stück ins Tal. Am Anfang begleitet uns noch die Sonne und taucht die Landschaft in schönes herbstliches Nachmittagslicht ein…

Irgendwann erreichen wir auch das Auto, es ist nun schon dämmrig, wir beschließen noch, in Trins in der Pizzeria was zu essen, damit schließen wir diesen langen, aber sehr schönen und eindrucksvollen Tag ab… es war wieder ein herrliches Erlebnis in den Tiroler Bergen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:50 h
Gesamtlänge: 17.97 km
Höhenmeter: 2.017 hm

190827 Sonnenaufgang Serles [2.717m]

3:00 Uhr – Tagwache! Jaja, wenn man früh auf den Berg will, muss man sich sputen. Heute wollen wir König Serles auf´s Haupt steigen, um dort den Aufgang der Sonne zu bewundern. Um das Ganze auch noch vor der Arbeit unterzubringen, ist ein früher Start angesagt. Mit dem Auto fahren wir bis Maria Waldrast, die Mautstelle hat zwar noch nicht offen, aber das Tor ist in der Nacht (extra) offen gelassen, damit frühere Wandersleut durchkommen. Vorbildlich…

Der Start bei Maria Waldrast ist immer ein wenig mit Wegsuche verbunden, gerade am Anfang merkt man, dass hier viele Pfade zum Ziel führen, und manche eben nicht. Heute haben wir Glück und erwischen gleich den richtigen Weg. Bald sind wir im Latschengürtel und gehen um den Bergfuß herum.

Bald schon erreichen wir das Serlesjöchl [2.384m], hier sind wir trotz früher Stunde nicht mehr die Einzigen. Schon ein paar Lichtkegel ziehen den Berg hinauf und sorgen für eine unwirkliches Stimmung. Und am Horizont sieht man schon einen ersten Silberstreifen. Die Schlüsselstelle, eine kurze Leiter, ist gleich gemeistert.

Nun macht sich schon die Dämmerung bemerkbar, bald schon können wir die Taschenlampen ausschalten und gehen ohne künstliches Licht weiter…

Der Blick ins Tal ist phänomenal, unten ist es sicher noch dunkler als hier bei uns heroben.

Wir sind gut unterwegs, kurz vor dem Gipfel wird die Morgenstimmung immer heller und die Sonne kündigt sich langsam aber sicher an.

Dann erreichen wir auch schon den Gipfel und finden ein schönes Plätzchen mit direktem Blick auf den Sonnenaufgang. Ein gutes Frühstück ist auch im Rucksack, die Michi hat da vorgesorgt… da können meine Müsliriegel wohl im Rucksack bleiben… Gott sei Dank!

Zeitlich besser hätten wir es nicht erwischen können, kaum haben wir es uns gemütlich gemacht, bricht auch schon die Sonne durch… was für ein Schauspiel.

Wir genießen den Sonnenaufgang, schnell macht sich die erste Wärme der Strahlen bemerkbar. Leider muss zumindest ich auf die Arbeit, daher können wir nicht ewig hier bleiben. Wir packen zusammen und machen uns auf den Rückweg. Noch ist es morgendlich kühl, aber das wird sich bald legen…

Je weiter wir ins Tal kommen, desto wärmer wird es, wir sind beim Abstieg genau auf der Sonnenseite, wunderbar…

Wir gehen den gleichen Weg wieder Retour nach Maria Waldrast, dank der Morgenstunde ist es auch noch in den Latschen angenehm. Rasch erreichen wir wieder den Ausgangspunkt unserer Bergtour. An eine Einkehr ist nicht mehr zu denken, ersten wegen der Arbeit, zweitens ist es einfach noch zu früh… daher machen wir dem Herrgott noch unsere Aufwartung, und danken für einen wunderschönen Start in einen neuen Tag.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,15 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 1.093 hm

190208 Skitour und Skikurs Mutters

Letu hat diese Woche Skikkurs an der Muttereralm gehabt, traditionell werden diese fünf Tage immer mit einem Skitrennen abgeschlossen. Ebenso hat es sich eingebürgert, dass die sportlichen „Aldiger“ sich mit den Tourenskiern zum Rennen aufmachen. So auch ich, das erste Mal dieses Jahr…

Beim Aufstieg treffe ich natürlich gleich ein paar bekannte Eltern denen ich mich dann einfach anschließe. So machen wir uns gemeinsam auf, der Piste entlang zu gehen. Nach nicht ganz 1,5 Stunden erreichen wir die Bergstation der Muttereralm…

Wir sind früh genug, daher gönnen wir uns einen Kaffee. Dann ist das Rennen. Letu schneidet heuer gut ab, das Üben in den Weihnachtsferien hat sich gelohnt. Das müssen wir nächstes Jahr auch wieder machen, denn so macht der Skikurs halt gleich noch mehr Spaß…

Im Anschluss an das Rennen fahren Letu und ich noch ein paar Mal auf und ab, es ist ein so schöner Tag, das muss man einfach ausnutzen… und ich kann sehen, dass der Skikurs echt was gebracht hat. Ich komme dem Junior fast nicht mehr nach 🙂

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:20 h
Gesamtlänge: 3,10 km
Höhenmeter: 660 hm

180910 Geocachen im Angesicht der Serles

Wieder mal ein schöner Tag und nicht wirklich ein strenges Programm… also gehen Letu und ich einmal mehr Geocachen. Nachdem wir die Karte studiert haben, sehen wir, dass bei den Serlesbahnen noch ein paar Dosen auf ihre Entdeckung warten.

Mit der Gondel fahren wir hinauf zur Bergstation, unterwegs bewundern wir die kühnen Rodler, die bei der Sommerrodelbahn hinunterschießen. Nicht alle haben den Dreh draußen, aber das sollen wir später auch noch selber feststellen. Letu hat die Bahn gesichtet, danach dreht sich alles nur noch um die spätere Abfahrt. Wir werden sehen…

Von der Bergstation aus folgen wir den Koordinaten zu den einzelnen Dosen, die Sucherei geht immer schnell von Statten.

Schöne Dosen sind hier versteckt, wir können auch ein paar Travelbugs, die ich in der letzten Zeit gesammelt habe, ablegen.

Die Runde haben wir flott absolviert, Letu hilft fleißig mit, und bald schon stehen wir wieder bei der Bergstation.

Nun sehe ich, dass eine riesige Menschenschlange bei der Abfahrt mit der Sommerrodelbahn steht. Da vergeht mir schon die Lust auf dieses Vergnügen. Aber Letu will unbedingt einmal fahren, also holen wir uns die Tickets und gönnen uns den Spaß.

Überraschenderweise geht es dann doch schneller als befürchtet, und schon bald sitzen wir in den gelben Flitzern.
Die Abfahrt ist toll, aber vor uns ist eine Touristin mit ihrer Tochter, die den ganzen Betrieb aufhält. Also müssen wir immer wieder langsam fahren, um wieder ein wenig Aktion zu bekommen.

Unten angekommen ist Letu total glücklich, das hat ihm richtig Spaß gemacht. Und mir natürlich auch…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:25 h
Gesamtlänge: 6,16 km
Höhenmeter: 265 m

180822 Ampferstein (2.556m)

Wieder ein schöner Tag, wieder eine Möglichkeit, die tolle Tiroler Bergwelt zu erkunden. Es geht in die Kalkkögel, genauer gesagt auf den Ampferstein, mit Option auf die Marchreisenspitze. Mit von der Partie ist wieder mal Tamara, mit der ich heuer schon ein paar schöne Bergtouren machten durfte.

Wir starten am Parkplatz der Axamer Lizum, hinter dem unsäglich hässlichen, wenngleich fast schon legendärem Olypmiahotel geht’s auch gleich bergauf, Richtung Halsl (1.992m).

Tamara legt ein gutes Tempo vor, daher kommen wir rasch weiter. Es ist drückend schwül, aber das Wetter schaut zumindest hier noch stabil aus. Weiter weg, im Unter- und Oberland brauen sich schon Wolkenbänke auf, doch die stressen uns noch nicht.

Unterwegs treffen wir einen, übrigens den einzigen Wanderer bei der heutigen Tour, der uns rät, umzudrehen, weil das Wetter wohl nicht halten wird. Gott sei Dank sind wir manchmal Beratungsresistent und gehen weiter.

Am Halsl wird nochmals die Lage gecheckt, wir sind uns einig, dass das Wetter hält. Also weiter hinauf, den Steig. Dieser steilt nun ein wenig auf, es wird schottrig, aber trotzdem fein zu gehen. Kaum sind wir losgegangen, sendet uns Petrus einen Gruß, ein leises Donnergrollen aus dem Wipptal erinnert uns daran, das Wetter im Auge zu behalten.

Überrascht, dass man doch eine Weile über den „Buckel“ des Ampfersteins marschieren muss, erreichen wir schlussendlich den „Lustigen-Bergler-Steig“, einen sehr leichten Klettersteig, den wir ohne KS-Ausrüstung, aber dafür auf Empfehlung von mehreren Seiten, zumindest mit Helm gehen.

Nette Kletterstellen wechseln sich mit Gehstrecken in der wunderschönen Arena der Kalkkögel ab.

Ich genieße jeden Schritt in dieser urtümlichen Landschaft, die so gar nicht nach Nordtirol passen will. Überall Türmchen, Bänder, und natürlich viel Geröll…

Die letzten Meter vor dem Gipfel sind dann wieder sehr einfach, und bald schon haben wir den Gipfel des Ampfersteins (2.556m) erreicht.

Eine Tiroler Flagge weht vom Gipfelkreuz, hier war ein Patriot am Werke…

Nun wird erst mal eine Pause gemacht, Tamara packt einen wunderbaren „Grantenschnaps“ aus, den wir uns auf der Zunge zergehen lassen.

Dann wird der obligatorische Blick gen Himmel, zu den Wolken gemacht. Wir sitzen auf dem Ampferstein wie auf einer Sonneninsel. Über dem Patscherkofel, im Oberland bei Telfs und im gesamten Unterland, aber auch im Wipptal gehen überall Schauer nieder, während wir die feinste Sonne genießen.

Unsere Beobachtungen konzentrieren sich auf das Unwetter bei Telfs, denn wir sind der einhelligen Meinung, dass das das einzige Wetter mit „Potential“ ist. Der Regen rückt immer näher, ein paar Donnergroller haben wir schon auch gehört, da rückt das Vorhaben, die Marchreisenspitze mitzunehmen, schon wieder in weitere Ferne.

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Ganz unschlüssig bleiben wir noch 10 Minuten auf dem Gipfel, doch irgendwann sind wir uns dann doch handelseins… die Marchreisenspitze lassen wir heute sausen, zu unsicher ist das Wetter. Ein bisschen wehmütig schauen wir nochmals zu dem beeindruckenden Koloss hinüber, dann machen wir uns über den „Lustigen-Bergler-Steig“ wieder an den Abstieg.

Obwohl wir beim mehrmaligen Rückblick doch hadern, ob die Entscheidung zur Rückkehr die Richtige war, werden wir unsere Entschluss am Parkplatz dann nicht bedauern.

Der Abstieg ist kurzweilig, schon bald erreichen wir wieder das Halsl. Der weitere Weg zum Parkplatz belohnt uns noch ein paar Mal mit schönen Aussichten auf das Tiroler Land und auf die spannenden Wolkenspiele am Himmel.

Am Parkplatz angekommen, wollen wir erst noch hier in der Hütte was trinken, die hat aber leider geschlossen. Also setzen wir uns ins Auto, um loszufahren… und dann macht es schon das erste Mal „Klatsch“, ein dicker Regentropfen schlägt auf die Windschutzscheibe… dann noch einer und noch einer! Haben wir ein Glück gehabt…

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In Innsbruck, Tamara hat noch ein wenig Zeit bis zum Zug, kehren wir in der „Kantine“ auf ein Bier ein. Hier treffen wir noch zwei bekannte Gesichter, Spaß am Schluss der Tour ist garantiert.

Wieder einmal haben wir ein wunderschönes Bergerlebnis gehabt, das mir noch länger in Erinnerung bleiben wird.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:12 h
Gesamtlänge: 9,00 km
Höhenmeter: 1.012 m

180714 Serles (2.717m)

Gerade letzte Woche war ich auf der Serles, heute gehts schon wieder auf den „Altar von Tirol“. Während ich das letzte Mal mit Letu am Weg war, sind heute Solomon, Rashid, Sara mit mir am Weg. Letu ist heute auf einer Geburtstagsfeier eingeladen und daher verhindert. Daher sind wir letzte Woche „vorgegangen“.

Wir starten heute ein wenig früher als letztes Mal, um 7:30 sind wir schon von zu Hause weg. Es nieselt ganz leicht, aber dem Wetterbericht nach soll dies nur nördlich des Inns zutreffen, ein Blick in den Süden verspricht besseres Wetter.

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Bis Maria Waldrast fahren wir wieder mit dem Auto, dann machen wir uns auf, den Gipfel zu erklimmen. Erst gehts durch den Wald, ein wenig steiler, dann kommt die lange Querung mit den drei Schotterreisen.

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Alles schaffen wir mit Bravour, und schon bald kommen wir in Sichtweite des Serlesjöchls (2.384m).

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Hier machen wir eine kurze Pause, bevor wir die Stufe in Angriff nehmen. Unter uns ist eine richtige Menschenschlange im Anmarsch, daher beschließen wir gleich aufzubrechen, damit wir an der Leiter keine allzulange Wartezeit haben.

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Zum Glück müssen wir gar nicht warten, wir können gleich die Stufen rauf. Hier zeigt sich zum ersten Mal, daß Solomon eben nicht so oft auf dem Berge ist. Trotz Ungeübtheit schafft er die Stelle ohne Probleme.

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Der Weg zum Gipfel ist dann wieder einfach, einzig kurze Kraxelstellen, einmal mit Seilversicherung sind zu meistern.

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Alles geht gut. Einzig die Kondition macht Solo zu schaffen, die letzen 15 Minuten auf den Gipfel scheinen ihn zu quälen.

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Am Gipfel der Serles (2.717m) sind alle Strapazen vergessen, die Aussicht grandios. Einige Leute, die mit uns aufgestiegen sind, gratulieren im Besonderen Solo, was ihn sichtlich freut. Auf die Leistung kann er auf jeden Fall stolz sein.

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Nach einer ausgedehnten Pause machen wir uns wieder auf den Hinunterweg. Das stellt sich als schwieriger als der Aufstieg heraus.

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Solo muß bei einigen Stellen extrem langsam tun, da er sich recht unsicher fühlt. Rashid im Gegensatz hüpft herum wie eine Gemse… und Sara muß ich sogar ein wenig einbremsen.

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Die letzte Schwierigkeit, die Stufe, meistern wir dann auch noch, dann geht es ins Tal. Der Weg ist nun lange, aber eben nicht mehr schwierig.

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Solos Knie macht Probleme, daher ist ihm das Geradeauslaufen lieber als die Abwärtpassagen.

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„Runter kommt man so oder so…“, das Motto von Solo erfüllt sich dann nach langem Marsch, als wir wieder bei Maria Waldrast, glücklich und zufrieden ankommen. Speziell für Solo war es ein Highlight des Urlaubs, aber sicher auch die anstrengenste Aktion.

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Beim Gasthaus gönnen wir uns noch eine gute Hauswurst und ein Bier, dabei wird der Energiespeicher wieder gefüllt.

Eine wunderschöne Tour, die allen sehr viel Spaß gemacht hat.

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Tourendaten
Gesamtlänge: 9,46 km
Gesamtdauer: 6:00 h
Höhenmeter: 1.048 m

180708 Serles (2.717m)

Lange schon stand sie Serles wieder auf dem Programm, dieses Mal mit Letu. Im Vorfeld war mir schon bewusst, das die Strecke dem Bub auf die Substanz gehen würde, aber jedes Mal, wenn wir nach Innsbruck oder ins Wipptal fahren, stand schon der Spruch im Raume „Papa, wann gehen wir zwei auf die Serles“.Nach einem herzhaften Frühstück fahren wir über die Autobahn mit erfrischend wenig Verkehr nach Maria Waldrast. Obwohl wir nicht so früh ankommen, sind doch nur überschaubare Menschenmassen vor Ort.

Das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Das Wetter ist schaut nicht berauschend aus, aber das ist jetzt nebensächlich.Hinter dem Kloster und dem Parkplatz gehen wir nach links weg, hinauf in den lichten Wald.

Hier ist es erst recht steil, doch schon bald flacht der Weg ab, es geht über Latschenfelder hinüber zum Serlesjöchl (2.384m).

Einzig der letzte Aufschwung zum Jöchl ist steiler, und hier muss ich Letu das erste Mal ein wenig motivieren.

Kaum oben angekommen, sagt eine sportliche Frau zu Letu: „Harrschaft, du bischt aber a guater Bergsteiger, so wia du do aufimarschiert bischt…“.

Ein Leuchten in den Augen zeigt die neu gewonnene Motivation an, und nach einer kurzen Pause meint er von sich aus: „Papa, kumm, pack ma´s“…

Gleich hinter dem Serlesjöchl ist die Schlüsselstelle, ein Felsriegel mit einer Leiter, nichts Wildes, aber da der Berg so gut besucht ist, schon relativ speckig. Daher muß man seine Schritte gut wählen. Während Letu vorklettert, übernehme ich hinter im die „Sicherungsaufgabe“. Und gut ist es gegangen.

Kurze Klettereinlagen auf dem Weg zum Gipfel stellen keine Herausforderung dar und schon bald sind wir in Sichtweite des Gipfelkreuzes.

Die Freude steht Letu ins Gesicht geschrieben, aber auch ein wenig Müdigkeit. Der Gipfel der Serles (2.717m) ist erreicht.

Das sind immerhin über 1.000m im Aufstieg. Das ist in meinen Augen schon eine Leistung, auf die er (und ich natürlich auch) stolz sein kann.

Wir gönnen uns eine ausgedehnte Pause auf dem Gipfel, die Aussicht ist zwar nicht berauschend, aber im Dunst erkennen wir sogar Aldrans, der Patscherkofel ist nicht fern und unter uns Maria Waldrast.

Wir haben uns ein etwas windstilles Plätzchen am Gipfel ausgesucht, daher können wir eine Zeit lang bleiben, aber trotzdem ist das Wetter heute nicht so toll, als daß man hier Stunden bleiben möchte.

Der Abstieg erfordert nochmals Konzentration von uns, zu leicht rutscht man auf dem feinen Geröll ab.

Unterwegs sehen wir einen Paragleiter, der verzweifelt versucht, seinen Schirm in die Höhe zu bringen. Nachdem wir dem Wagnis eine Weile zugeschaut haben, gehen wir weiter. Das wird wohl nicht so schnell was…

Am Serlesjöchl machen wir nochmals eine kurze Pause, dann marschieren wir wieder los. Nächstes Ziel wird Maria Waldrast sein, dort werden wir uns was gönnen.

Der Latschengürtel ist rasch gequert, dann noch durch den feinen Wald, der angenehm duftet. Schlußendlich erreichen wir das Kloster.

Ein Blick in die Kirch mit einem kurzen Dankgebet darf hier nicht fehlen. Wir verhalten uns ganz unauffällig, weil gerade eine Messe gefeiert wird. Müde und zufrieden setzen wir uns in die Gaststätte. Es gibt ein Kinderwienerschnitzel und eine Hauswurst mit Kartoffel und Kraut.

Volle gut.Nach der Stärkung ist der Letu dann auch schon wieder am Spielplatz, die Strapazen sind vergessen.

Sohnemann, das hast du toll gemacht! Ich bin stolz auf dich!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:00 h
Gesamtlänge: 11,10 km
Höhenmeter: 1.037 m