Schlagwort-Archive: Tuxer Alpen

220312 Arztal (Richtung Pfoner Kreuzjöchl)

Heute starte ich wieder mal eine Tour mit Wolfgang, in unserem Lieblingstal, dem Arztal. Nachdem mich Wolfi abgeholt hat, fahren wir zum Hinterlarcher.

Die Schneelage ist hier nicht üppig, daher müssen wir die Ski die ersten paar Meter tragen…

… doch ein wenig weiter im Tal ist dann genügend Schnee. Wir folgen sicherheitshalber der Forststraße, diese hat nämlich eine schöne Schneeauflage.

Kurz vor der Eisenbahnerhütte (Rosenjochhütte) zweigen wir von der Straße ab und steigen über die Wiese weiter auf.

Der Schnee ist noch hart, aber lange wird er das wohl bei diesen Temperaturen nicht bleiben…

Vorbei an den Ruinen der alten Alm erreichen wir wieder die schöne Brücke über den Bach. Heute ist von diesem allerdings nicht viel zu sehen, zu viel Schnee liegt in diesem Bereich.

Vorbei an der Arztaler Hütte, mit vielen Spuren im Schnee, erreichen wir die Ebene, ,die zum Arztaler Niederleger führt.

Über sanft steigendes Gelände machen wir weiter Höhe, das Tal öffnet sich und nun zeigen sich die tollen Tourenziele… die prominentesten sind Grünbergspitze und Rosenjoch.

Wir steigen Richtung Pfonner Kreuzjöchl auf, wir müssen uns hierzu an der rechten Talseite halten. Mitten im Kessel entdecken wir ein Zelt, da haben wohl ein paar Enthusiasten übernachtet…

Wir erreichen einen schönen Boden, dort machen wir eine längere Pause. Die Brotzeit wird nun auch verspeist. Nach kurzer Beratung entschließen wir uns, die Tour hier zu beenden… ich merke immer noch, dass ich nicht ganz fit bin.

Aber auch wenn wir keinen Gipfel gemacht haben, auch bis hierher hat sich die Tour gelohnt und hat viel Spaß gemacht. Wir bereiten uns für die Abfahrt her…

Die Schneequalität ist nicht erste Sahne, aber das fahren geht trotzdem überraschend gut.

Wieder einmal bewundere ich die schöne Landschaft und die perfekten Skihänge, die das Arztal zu bieten hat.

Beim Arztaler Niederleger machen wir eine Pause…

… wir finden einen tollen, windstillen Platz in der Sonne und genießen die feine Mittagssonne.

Die Pause genießen wir heute ausführlich lange, aber es ist so gemütlich hier, man mag gar nicht weg. Die Hütte ist zwar geschlossen, aber Wolfi hat vorgeplant und zwei kleine Bier mitgebracht… die runden die feine Rast perfekt ab.

Die Hütte liegt an einer perfekten Stelle und erlaubt einen schönen Rundumblick.

Und an den Hütten sieht man auch, wieviel Schnee hier eigentlich noch liegt…

Die Abfahrt von der Hütte weg bestreiten wir wieder über die schneereiche Forststraße. Diese erlaubt zwar keine großartigen Schwünge, aber dafür gibts auch keine Schränzer in die Ski.

Eine feine Tour mit Wolfi, gerne wieder einmal…

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,67 km
Gesamtdauer: 2:58 h
Höhenmeter: 764 m
Lawinenwarnstufe: 1

220308 Schartenkogel

Nachdem ich jetzt eine Zeit lang aus privaten Gründen und auch Dank einer Corona – Infektion sportlich außer Gefecht war, soll diese Tour heute wieder der Start in den Aufbau meiner Kondition darstellen.

Auserkoren habe ich für die erste Tour meinen geliebten Schartenkogel, allerdings habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass meine Leistungsfähigkeit nicht überragend ist.

Mit dem Bus erreiche ich wie üblich die Talstation, mit der Gondel fahre ich zur Mittelstation, dort wo der Schnee zu Hause ist. Zu meiner Überraschung habe ich bei der Anfahrt gesehen, dass noch Skifahrer die Talabfahrt benutzen.

Der Skibetrieb ist schon eingestellt, normalerweise bin ich früher am Weg, wenn noch ein paar Leute die Piste bevölkern. Heute ist nur noch Skitourenvolk am Weg, das zu dieser Uhrzeit hinauf, dem Berge zustrebt.

Die Stimmung ist ausgezeichnet, der Tag wäre heute perfekt für eine Tour unter Tage gewesen, allerdings war ich da beruflich eingespannt und konnte nicht früher weg.

Der Aufstieg selber über die Piste ist unspektakulär, einzig die Aussicht ist fast schon magisch. In meinem Enthusiasmus bin ich wohl am Anfang gleich zu schnell los gestartet, das rächt sich schon bald… die Form muss erst wieder hergestellt werden.

Während die Sonne der Nacht Platz macht, und der Himmel sich mit einem Farbfeuerwerk nochmals vor der Dunkelheit wehrt, läuft es mir siedend heiß den Rücken runter: Ich habe wohl die Taschenlampe nicht mit…

Ein kurzer Check im Rucksack lässt meine Ahnung wahr werden, mit einer nächtlichen Abfahrt bei Neumond habe ich nicht gerechnet, zumindest nicht ohne Geleucht!

Ich kalkuliere scharf, ein paar Höhenmeter gehen sich noch aus, doch ich darf das letzte Tageslicht nicht ausreizen, sonst finde ich den Weg ins Tal nicht mehr.

Während im Westen ein wunderschöner Himmel mit Pastellfarben zu mir herüber lacht, beschließe ich, die Tour bei der alten Schleppliftstation abzubrechen und die letzte Helligkeit für die Abfahrt zu nutzen.

Als ich die Talstation erreiche, ist auch das letzte Licht weg, und es ist richtig finster. Zum Glück ist mir die fehlende Leuchte früh genug eingefallen…

Bei der Mittelstation sehe ich gerade die „Aldranser Gondel“ an mir vorbeiziehen, ich bin nicht schnell genug. Daher muss ich mit der „Sistraner Kabine“ Vorlieb nehmen. Zur Erklärung, am Glungezer hat jedes beteiligte Dorf eine „eigene“ Gondel mit Dorfnamen spendiert…

Im Tal wartet schon der Postbus 4134 auf mich, ich bin der einzige Fahrgast, das bleibt auch bis zu meiner Haltestelle so…

Eine gemütliche „Einstiegstour“ geht somit zu Ende, wobei ich schon festgestellt habe, dass in nächster Zeit wieder mehr Training angesagt ist.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:13 h
Gesamtlänge: 5,41 km
Höhenmeter: 520 m
Lawinenwarnstufe: 1

220122 Patscher Alm (1.694m)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass Michi und ich eine Tour gemacht haben. Heute geht es was „schnelles“ am Vormittag aus, also beschließen wir, auf die Patscheralm zu gehen.
Der Aufstieg, bis auf einen kleinen Verhauer, bestreiten wir unspektakulär, sogar auf das übliche Fotografieren vergessen wir beide. Kurz vor der Alm braust ein unguter, kalter Wind, daher fällt uns die Einkehr in ebenjene nicht schwer.
Während Michi eine köstliche Würstelsuppe isst, genieße ich das phantastische Sauerkraut mit Käsknödel.
Die Abfahrt erfolgt auf gut präparierter, griffiger Piste. Die heuer angenehmste Abfahrt!

Eine gemütliche, nichts desto trotz tolle Tour auf den Hausberg. Gerne wieder mal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:49 h
Gesamtlänge: 4,95 km
Höhenmeter: 679 hm
Lawinenwarnstufe: 1 (Pistentour, unter Waldgrenze)

220114 Patscherkofel Schutzhaus (1.965m)

Der Schnee will dieses Jahr einfach nicht einziehen, schießt es mir durch den Kopf… ein kurzes Studium des letzten Eintrags impliziert Assoziationen mit dem bekannten Film „Und täglich grüßt das Murmeltier…“
Wieder stehe ich mit Wolfgang nach kurzer Anfahrt am Fuße des Patscherkofels.

Wir steigen über den uns im ersten Bereich geläufigen Weg über die Steile Piste auf. Heute ist der Untergrund griffiger wie letztes Mal, zumindest ist das mein Eindruck.

Die Sonne kommt erreicht immer wieder unsere Aufstiegsspur, es fühlt sich fast an wie im Frühjahr.

Beim oberen Teil nehmen wir den direkten Aufstieg über die Olympiaabfahrt. Auch hier müssen wir nur zwei Mal leicht abweichen, es ist steil, aber die Spur ist gut.

Im obersten Bereich, kurz vor dem Schutzhaus sehen wir den wunderschönen Mond über dem Horizont auftauchen. Der Ausblick aufs Inntal zeigt die Misere des heurigen Winters sehr gut. Im Tal so gut wie kein Schnee!

Kurz vor dem Schutzhaus machen wir an einer gemütlichen Stelle Pause im Sonnenschein, dann beschließen wir, schon von hier die Abfahrt anzugehen. Hier ist es gemütlich

Wolfi hat heute noch einen Termin, daher müssen wir zu gegebener Zeit im Tal sein. Wir packen alles ein und fahren über die eigentlich gute Piste ab.

Rasch erreichen wir das Tal, die Sonne ist nun auch schon am Horizont angekommen. Perfektes Timing, würde ich sagen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:02 h
Gesamtlänge: 7,09 km
Höhenmeter: 938 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2.400m), Pistentour

220106 Patscherkofel Schutzhaus (1.965m)

Die Schneelage ist in „meinen“ Gebieten recht dürftig, daher habe ich auch nicht wirklich Lust, ins Gelände zu gehen. Daher ist der Anruf von Wolfi, eine kurze Tour auf den Kofel zu machen, erfreuliche Abwechslung. Wolfi holt mit zu Hause ab, rasch erreichen wir den Parkplatz.

Von hier starten wir über die Olympiaabfahrt unseren Aufstieg. Die Piste ist hart, am Rand teilweise „mulfig“. Komische Verhältnisse.

Der Zeitpunkt scheint gut gewählt, es sind nur noch wenige Skifahrer am Weg und die Anzahl der Tourengeher ist auch überschaubar.

Abgesehen von der harten und deshalb teils rutschigen Piste, die dem eklatanten Schneemangel geschuldet ist sind auch die Schneekanonen lästig… können aber halbwegs gut ausgewichen werden.

Heuer wurde die Aufstiegsroute geändert, die Routenführung ist allerdings gut geworden und die Skifahrer werden nicht arg gestört.

Teils auf Forstwegen, teils auf der Piste erreichen wir irgendwann die Patscher Alm.

Das Wolkenspiel am Himmel ist wieder mal wunderschön. Es zeigt sich wieder mal, dass es kein schlechtes Wetter oder schlechte Verhältnisse (abgesehen von der Lawinenlage) gibt, jedes Wetter hat seine Vorzüge.

Der letzte Teil führt über eine flache Forststraße und die letzten Meter nochmals über die Piste.

An der Bergstation ist für heute Schluss, wir ziehen uns rasch um, es ist kühl geworden.

Die Abfahrt im Dämmerlicht stellt für mich eine Herausforderung dar. Während Wolfi „nach Gehör“ abfährt, muss ich irgendwann doch die Stirnlampe auspacken. So gerüstet erreichen wir ohne Probleme, aber leicht durchgefroren die Talstation.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:31 h
Gesamtlänge: 9,88 km
Höhenmeter: 994 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Triebschnee), Pistentour

211218 Patscherkofel Schutzhaus (1.965m)

Berichte verschiedener Tourengeher haben meinen Verdacht bestätigt. Fahrten abseits der Piste sind aktuell nicht so ratsam, nicht wegen der eigentlich sehr günstigen Lawinensituation, sondern wegen dem Bruchharsch, der eine Abfahrt in den meisten Gebieten zur Zumutung macht…

Ich setzte mich also in der Früh in den Bus uns fahre ins nächste Skigebiet, zum Patscherkofel. Dieser hat heute den ersten Tag Liftbetrieb, ich bin schon gespannt, wie viel los sein wird.

Da ich vor dem Start der Lifte schon los marschiere, bin ich fast alleine. Nur ein paar wenige Tourengeher sind mit mir am Weg. Die Sonne bescheint schon die Nordkette, während der Kofel noch im kalten Schatten liegt.

Die Temperatur ist für den Aufstieg sehr angenehm, allerdings ist die Piste sehr hart, an den steilsten Stellen muss ich aufpassen, nicht abzurutschen.

Ich habe den Aufstieg über die Olympiaroute gewählt, steil macht man hier rasch Höhenmeter, bei der Abzweigung zur Familienabfahrt nehme ich die Route zur Patscher Alm.

Teils an der Piste, teils im Wald genieße ich den ruhigen Aufstieg, so manche Eisskulptur am Wegesrand muss ich eingehend bewundern. Die Natur ist einfach ein genialer Baumeister…

Beim Start war es noch recht kühl, doch die Sonne schiebt sich immer weiter in die Höhe und wird wohl hoffentlich bald auch mich erreichen.

Ein Blick Richtung Stubai zeigt die Serles, die Gletscher im Hintergrund, und die Nockspitze.

Immer wieder blinzelt die Sonne zwischen den Bäumen hervor, leider bleibt es aber dabei…

Die ersten Skifahrer sind eingetroffen. Manch einer lässt es auf der perfekt präparierten Piste richtig krachen…

Ich bin einem Skitourengeher gefolgt, der einen Ziehweg zur Patscher Alm genommen hat. Es ist ein kleiner, aber feiner Umweg, der ruhig durch den Wald führt.

Die Patscher Alm liegt noch im Schatten, allerdings raucht der Kamin schon und im Hintergrund lacht die Sonne schon ein wenig hervor.

Über die nicht präparierte Rennstrecke steige ich in direkter Linie auf zur Bergstation.

Ein paar Mal muss ich ob der harten Piste Spitzkehren einlegen, das ist eine gute Übung für weitere Unternehmungen im Winter.

Ein Blick in die Umgebung läßt mich wundern, ob eine Tour in der Sonne nicht doch ein wenig geschickter gewesen wäre… nun ist das allerdings schon zu spät.

Beim erreichen der Bergstation ziehe ich mich schnell um, richte mich für die Abfahrt her…

…und rausche schon wieder los.

Die Piste ist hart, aber griffig, die Fahrt dementsprechend rasant. Schnell erreiche ich die Talstation. Allerdings muss ich feststellen, dass eben noch nicht alle Pisten präpariert sind. Die Olympiaabfahrt „Variante“ ist noch gesperrt, ebenso wie die von mir begangene Rennstrecke und die linke Heiligwasserwiese. Es braucht noch ein mehr Schnee…

Ich bin allerdings zufrieden, diese Tour werde ich heuer sicher noch öfter zum Training absolvieren. Am Donnerstag ist dies sogar nach Liftschluss möglich, Tourenabend genannt.

Nur 10min. muss ich warten, dann fährt der Postbus mich wieder heim nach Aldrans.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,99 km
Gesamtdauer: 1:54 h
Höhenmeter: 960 m
Lawinenwarnstufe: 1 (Gleitschnee unter 2.400m)

211213 Schartenkogel (2.311m)

Es ist wieder soweit, die Skitourensaison hat begonnen. Und wer mir letztes Jahr fleißig gefolgt ist, hat wohl festgestellt, dass der Schartenkogel als „Afterworktour“ bei mir hoch im Kurse war und ist. Was wäre also angemessener, als mit dieser Tour den neuen Winter einzuläuten.

Mit der Bahn fahre ich bis zur Mittelstation, es ist heute relativ warm geworden, der Schnee hat im Talbereich darunter gelitten. Nicht so in der Höhe…

Die ehemalige Schlepplifttrasse ist nun der bevorzugte Aufstiegsweg zur Bergstation. Man muss nicht mit den Skifahrern auf der Piste konkurieren und zusätzlich kann man sich in Demut üben, wenn man zurückdenkt, dass diese steile Auffahrt schon von den kleinsten Skifahrern gemeistert werden musste…

Über den Sommer hatte ich schon wieder vergessen, wie steil die Piste wirklich ist. Aber Gott sei Dank ist der Aufstieg nur ungefähr 400 Höhenmeter, dann flacht das Gelände ab.

Doch zuerst muss die Bergstation erreicht werden. Zum Glück tun sich rechter Hand schönste Aufblicke auf das Inntal auf, das lenkt die Gedanken ein wenig zum Schönen und die Anstrengung rückt in den Hintergrund.

Und ich habe echt Glück. Das Wetter ist wunderschön, die Abendstimmung lässt keine Wünsche übrig. Ich mache gefühlt 100e Bilder, die ich dann zu Hause wehmütig wieder löschen muss… nur ein paar schöne Bilder behalte ich mir am Rechner und im Herzen.

Nach der Bergstation kommt wie gesagt ein flaches Stück, perfekt, um nochmals durchzuatmen. Der Mond ist aufgegangen und verzaubert die Landschaft. Mit dem Handy lässt sich der Erdtrabant nur andeutungsweise abbilden…

Nach der Flachstelle kommt ein kleiner Boden, der früher mal die Bergstation eines Schleppliftes hier in der Kalten Kuchl war. Dieser wurde schon vor längerer Zeit abgebaut, nichts erinnert mehr an diesen kleinen Lift.

Mein Ziel für heute steht nun direkt vor mir, auf dem Bild fast schon unscheinbar. Der Mond verleiht der Szenerie ein wenig Anmut.

Im „Rückspiegel“ sehe ich über dem Inntal noch die letzten Schattierungen der Dämmerung. Bald wird es wohl dunkel werden.

Vom Ende der Piste sind es nur noch ein paar Meter zur Gipfelkreuz des Schartenkogels. Selten habe ich dieses Kreuz für mich alleine gehabt, noch seltener war ich im Aufstieg alleine… heute passt einfach alles!

Ich genieße einen Schluck heißen Tee, packe gemütlich meine Sachen zusammen und stelle fest, dass es heute echt angenehm am Gipfel ist. Warum ist das erwähnenswert? Normalerweise, und das sind gefühlt 98% aller Tage, bläst hier ein eiskalter Wind. Heute ist dem nicht so , es ist windstill und sogar gefühlt winterlich lau.

Nach der feinen Pause fahre ich vom Gipfel zur Piste zurück. Leider übersehe ich den einen oder anderen Stein, Schäden am Ski entstehen dennoch nicht… zum Glück.

Die Abfahrt macht Spaß, der Schnee ist schön griffig, teilweise ein wenig eisig. Rasch erreiche ich die Mittelstation. Für die (gesperrte) Talabfahrt fehlt mir der Mut, zu fragil war die Schneelage am Wochenende, besser ist es sicher nicht geworden.

Da es schon nach dem offiziellen Dienstschluss, zumindest für Skifahrer ist, muss ich in zur Bushaltestelle im Dorf spazieren. Dort warte ich nicht mal drei (3) Minuten, und der Bus ist da.
Eine wunderschöne Tour und ein wunderbarer Einstieg in eine hoffentlich tolle Saison!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:52 h
Gesamtlänge: 7,85 km
Höhenmeter: 798 m
Lawinenwarnstufe 3 (Triebschnee, Altschnee)

211211 Rodeln Rinner Alm (1.394m)

Letu und ich wollen, auch wenn das Wetter nicht so ideal ist, nicht faul auf der Couch liegen, wir wollen raus. Also werden die Rodeln aus dem Schopf geholt, der Bus nach Rinn bestiegen und los geht es.

In letzter Zeit bin ich recht oft in Rinn, aber bis jetzt ist es mir noch nicht langweilig geworden. Im Gegenteil… denn in diesem Falle ist die Bahn von der schönen Alm ist bestens präpariert. Das konnte ich gestern bei meiner Schneeschuhwanderung sehen

Die ersten Meter muss die Rodel noch umständlich auf der Schulter getragen werden, doch schon bald ist ausreichend Schnee auf der Bahn, um das Gefährt hinter sich her zuziehen.

Auch wenn die Forststraße die langweiligste „Bergbewegung“ verspricht, wir verkürzen uns die Zeit mit lustigen Geschichten und auch tiefsinnigeren Gesprächen.

Immer wieder entdecken wir schöne Szenen am Wegesrand, einmal ein Rinnsal, das ein fast schon sureales Gemälde in den Schnee gezaubert hat…

… ein andermal beobachten wir zwei Holzarbeiter beim Durchforsten des Waldes.

Auch so manche schöne Aussicht auf das verschneite Inntal können wir ergattern.

Im oberen Bereich des Aufstiegsweges, der getrennt von der Rodelbahn zur Alm führt, hat es der Räumdienst fast zu gut gemeint. Steine und Kiesel machen das Ziehen der Rodel an kurzen Stellen spannend…

Der Weg zieht sich nun schon ein wenig, meint Letu…

… aber schlussendlich erreichen wir den Start der Rodelbahn. Eine Kurze Pause, um die Justierung herstellen, reicht. Dann stürzen wir uns ins Abenteuer…

Der erste Teil bis zur Rinner Alm ist recht flach und daher ideal zum Einfahren.

Dort, bei der Alm, müssen wir erst noch einen kurzen Gegenanstieg von ein paar Metern meistern, dann haben wir wieder beste Bahn vor uns.

Und die Strecke ist heute wirklich perfekt, rasant sausen wir ins Tal, dass es nur eine Freude ist. Obwohl Letu die alte, starre Rodel verwendet, hat er das Teil gut im Griff.

Die Kurven werden gedriftet, es wird nicht mehr gebremst, maximal rasch überholt. So sausen wir in kürzester Zeit ins Tal.

Die letzten Paar Meter sind fast die rasantesten, eine lange Gerade mit schöner Schneeauflage macht es möglich. Ein paar Bodenwellen lassen und jubelnd in die Höhe schanzen.

Am Ziel angekommen reicht ein Blick auf die Uhr um festzustellen, dass der Bus gleich mal da ist. Das nenne ich mal Timing. Wir warten nicht mal 10min., dann können wir schon einsteigen. Wir schauen uns zufrieden an, das war ein toller Nachmittag!

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,42 km
Gesamtdauer: 1:45 h
Höhenmeter: 561 m

211210 Kriegerkapelle Rinn (1.739m)

Der Winter hat ja endlich Einzug im „Land im Gebirge“ gehalten, leider ist die Schneeauflage nicht überall gleich üppig ausgefallen. Das Südöstliche Mittelgebirge hat weniger weißen Zauber abbekommen als andere Gegenden, für die Tourenski reicht es meiner Meinung nach nicht…
Heute habe ich mir die Kriegerkapelle in Rinn auserkoren, und begehen werde ich dieses Ziel mit Schneeschuhen.

Mit dem Bus erreiche ich rasch Rinn, vorbei am Waldspielplatz geht es in die Höhe.

Mit jedem Höhenmeter wird die Schneehöhe auch besser, allerdings ist es noch ohne Schneeschuhe feiner, die Rodelbahn ist gut präpariert und so komme ich rasch voran.

Am Almenweg liegt dann doch mehr Schnee, daher montiere ich auf halber Strecke endlich die Schneeschuhe. Mit den Krallen rutsch ich viel weniger und der Rucksack ist auch nur mehr „halb“ so schwer…

Im tieferen Schnee spielen die großen Füße dann ihren Vorteil vollends aus. Obwohl heute ob der niedrigen Temperaturen ein recht lockerer Schnee (wie Pulver) vorliegt, sind die Schneeschuhe doch bequem.

Bei der Rinner Alm mache ich eine kurze Teepause, dann steige ich die letzten Meter hinauf zur Kriegerkapelle.

Der Weg scheint gut frequentiert zu sein, obwohl ich fast niemanden gesehen habe. Der Weg ist auf jeden Fall gut angetreten, teils mit Tourenskien und teilweise durch Schneeschuhe.

Bei der Abzweigung zur Kapelle komme ich an einem „verschandelten“ Schild vorbei. Und wieder einmal muss ich mich wundern, wie jemand auf solche schräge Ideen kommt, Sprüche auf die Wegweiser zu schreiben…

Schließlich erreiche ich die Kriegerkapelle auf 1.739m Höhe. Ich stelle mich, da gerade ein böiger, kalter Wind weht, kurz in das Gotteshaus, trinke nochmals eine Tasse Tee. Nachdem ich mir eine warme Jacke angezogen habe, genieße ich die Aussicht auf Innsbruck und gehe wieder zurück zur Abzweigung.

An der Kreuzung entscheide ich mich für den Weg nach Aldrans, ich bin ja Dank Öffi-Anfahrt flexibel.

Zuerst habe ich noch eine Spur, der ich folgen kann und die das Stapfen ein wenig einfacher macht.

Immer wieder fährt der Wind in den Wald ein und wirbelt Schneefahnen auf. Damit mir der kalte Staub nicht in den Hals rieselt, setze ich mir die Kapuze auf.

Nach ein paar Metern endet die Spur im Wald und dreht um. Da ich mir sicher bin, auf dem richtigen Weg zu sein, gehe ich weiter. Und ich habe Recht, bald erreiche ich die Forststraße, tief verschneit und unberührt liegt der Weg vor mir.

Bis zur Aldranser Alm muss ich eine eigene Spur legen, das macht Spaß und ist was besonderes… ich fühle mich wie der erste Mensch in dieser Gegend.

Auf der Alranser Alm mache ich kurze Pause, eine letzte Tasse Tee gönne ich mir.

Anschließend geht es steil den Steig hinunter ins Tal. Der Weg ist mir gut bekannt, und doch ist im Winter alles anders. Dennoch erreiche ich ohne Zwischenfälle die Forstrasse.

Auf der Forststraße entledige ich mich der Schneeschuhe, hier ist einfach nicht mehr genug Schnee.

Über schöne Bauernwiesen erreiche ich den Aldranser Ortsteil Fagslung, weiter wandere ich über die Hauptstraße zum Sistranser Industriegebiet. Hier habe ich was zu erledigen, meine Ski sind hier gerade im Service gewesen und nun bereit zum mitnehmen…

Während ich nun stark bepackt mit Schneeschuhen, großem Rucksack, Skiern und einem riesigen Grinser durch den Wald flaniere, kommt mir eine ältere Damen entgegen und mein lächelnd: „Gel, Skifahren macht glücklich…“

Ja, eh! denke ich mir. Skifahren war ich zwar nicht, aber die Schneeschuhtour hat mir auch sehr viel Spaß gemacht und war der ideale Aufheller des heutigen Tages.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:07 h
Gesamtlänge: 15,83 km
Höhenmeter: ∆ 971 m / ∇ 1.131 m
Lawinenwarnstufe: 2 (bis Waldgrenze, Gleitschnee)

211206 Rodeln Rinner Alm

Pünktlich zur „Stillen Zeit“ ist die Landschaft weiß geworden. Da freut sich das winteraffine Sportlerherz, die zauberhafte Landschaftsdecke ist allerdings dünn, und die Ski noch beim Service.
Da bietet sich ein alternatives Sportgerät an, das letztes Jahr nicht so oft im Einsatz war… die Rodel.

Ganz in der Nähe unseres Zuhauses befindet sich die präparierte Rodelbahn der Rinner Alm, die wir uns für den ersten Ausflug gewählt haben. Die ersten paar Meter sind zwar nur dünn mit Schnee bedeckt, schon nach kurzem Aufstieg wird die Auflage üppiger und verheißt eine spannende Abfahrt.

Der Aufstieg über die Forststraße ist genau so, wie man sich das vorstellt (Stichwort: Hatsch). Man bewegt sich langsam in die Höhe, aber die große Spannung bleibt hier aus…

So manches schöne Motiv sehen wir neben der Straße, aber dies ändert nichts an der Tatsache, dass sich der Weg halt, geschuldet der Monotonie, zieht wie Kaugummi.

Im oberen Bereich des Steiges wechseln wir auf den „Rinner Alm Steig“, obwohl mit der Rodel nicht so toll begehbar, ist der Pfad durch den verschneiten Wald doch um vieles schöner!

Vorsicht müssen wir nur bei den tief hängenden Ästen walten lassen, allzu schnell rieselt das feine Pulver in den Kragen und löst einen kurzen Kälteschauer aus.

Es ist kühl und dumper geworden, und das in relativ kurzer Zeit. Nach dem letzten steilen Aufstieg durch den Wald erreichen wir die Rodelbahn. Jetzt steht einer flotten Talfahrt nichts mehr im Wege.

Rasch in die wärme Jacke geschlüpft und das Geleucht eingeschaltet, rauschen wir auch schon los. Viel zu schnell erreichen wir wieder das Tal, mir fällt ein Liedtext ein: „Eine Schlittenfahrt ist lustig, eine Schlittenfahrt ist schön!„… mehr gibt es hier nicht anzumerken!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:35 h
Gesamtlänge: 5,5 km
Höhenmeter: 393 m