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220923 Largoz (2.214m) Wattenspitze (2.321m), Rosskopf (2.382m)

Es gibt bestimmte Touren, die sich einfach nicht mit Öffis machen lassen. Dazu gehören einige Touren im Voldertal. Es stimmt, man könnte den Fußmarsch vom Tals aus machen, dann würden sich aber manche Touren zu regelrechten Gewaltmärschen auswachsen. Lange Rede, kurzer Sinn: Heute bin ich mit „meinem“ Flomobil am Weg…

Der Parkplatz bei der Krepperhütte, einer der wenigen verbliebenen Gratisparkplätze ist mein Ausgangspunkt. Von hier steige ich über einen wunderschönen Steig hinauf Richtung Kamm.

Die Wegfindung im unteren Teil ist einfach, bis zur Alm führt eine regelrechte Autobahn den Berg hinauf.

Bei der Alm genieße ich einen kurzen Blick auf das Inntal, doch zum längeren Verweilen ist es einfach noch zu kalt. Das hebe ich mir für später auf.

Der Aufstieg ist nun richtig kühl, ich packe Handschuhe und Mütze aus, die sind nun schon notwendig. Kurz vor dem Largoz kommt dann doch noch die Sonne über den Horizont und es wird wärmer.

Das Wetter ist noch gut, aber über den Bergen sind doch schon ein paar kaum merkliche Schleier sichtbar… das soll sich im Laufe des Tages noch verstärken.

Vom Glotzen, wie er auch im lokalen Sprachgebrauch genannt wird, sehe ich nun das erste Mal den weiteren Wegverlauf.

Ker Kamm bis zur Wattenspitze schaut relativ schneefrei aus, der Weg ist einfach, und ein Verlaufen eigentlich ausgeschlossen.

Teilweise sehe ich Spuren eines Wanderers im Schnee, der die Runde vor mir gemacht hat. Das ist an bestimmten Stellen doch hilfreich. Der Ausblick ist wunderbar, rechts von mir das Voldertal und links sehe ich das Wattental, mit dem Lager Walchen (Truppenübungsplatz)

Auch ins Unterland, speziell in den Rofan sieht man von diesem Kamm aus sehr gut.

Mein zweiter Gipfel ist die Wattenspitze, ein unscheinbarer Zapfen, der allerdings nicht ganz trivial zu besteigen ist. Ein klein wenig kraxeln sollte man können…

Ein kleines, aber feines Gipfelkreuz krönt die höchste Stelle hier am Grat…

Die sogenannte „Schlüsselstelle“ am Weg ist ein kurzes Band, bei dem man sich ein wenig bücken muss. Nichts spektakuläres, einfach eine schöne Stelle.

Auf dem Weg zum Roßkopf liegt nun immer mehr Schnee, der Aufstieg ist aber noch gut und einfach möglich.

Im Rückblick sieht man auch , dass ab hier immer mehr weißes Gold liegt. Ich freue mich schon auf den Winter…

Auf dem Gipfel des Roßkopfes ist kein klassisches Gipfelkreuz, sondern ein Brettkonstrukt auf einem Steinfundament, geziert von einem Tiroler Adler.

Ursprünglich hatte ich geplant, noch weiter zum Haneburger (2.550m) aufzusteigen, aber wegen dem Schnee lasse ich diesen Plan dann doch sausen. Deshalb nehme ich den Rückweg über den oberen Steig.

Vorbei an wunderschönen Tümpeln, die zum fotografieren einladen, erreiche ich noch ein paar Moosbeerfelder.

Die Moosbeeren sind gefroren, überreif und schmecken nicht mehr gut, allerdings finde ich noch ein paar Granten, die noch gut sind. Diese sammel ich ein, die geben eine wunderbare Marmelade ab.

Ein paar Meter sind es noch, dann sehe ich erste Anzeichen menschlicher Tätigkeiten… eine Mauer aus Steinen, wahrscheinlich als Schutz für Tiere.

Und gleich darauf stehe ich wieder vor der Largozalm, nun allerdings sonnengeflutet. Ich setze mich auf eine kleine Bank, packe meine Brotzeit aus. Dazu gibt es noch ein Bier aus dem Brunnen, das die Wirtsleute hier für einsame Wanderer gegen kleinen Obolus zurückgelassen haben.

Der Himmel ist nun voller Schlieren und das merkt man auch an den Temperaturen. Also beschließe ich nach einer guten Stunde Pause, den Abstieg zu wagen.

Ich folge dem selben Weg ins Tal, den ich in der Früh schon aufgestiegen bin.

Rasch erreiche ich den Parkplatz und fahre zurück nach Hause. Eine feine Herbstwanderung, die mir wieder mal richtig gut getan hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 11,86 km
Höhenmeter: 1.217 m

220815 Viggarspitze (2.306m)

Unser eigentliches Ziel heute war aus wettertechnischen Überlegungen aufgegeben worden, daher haben wir uns für ein lokals, aber dennoch feines Abenteuer eingelassen. Wir, das sind Wolfi und ich.
Wir starten von der Bergstation der Glungezerbahn…

… vorbei an der Tufeinalm…

… und zum Tor zum Zirbenweg.

Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich ohne Kinder am Zirbenweg unterwegs bin. Allerdings steht nicht der gesamte Weg auf dem Programm, sondern nur ein Teil bis zur Abzweigung zur Neunerspitze.

Der breite, schöne Weg ist heute Menschenleer… das Wetter ist einfach nicht gut genug. Ein paar Hartgesottene haben es geschafft, aber so wenig los kann ich mich schon seit Jahren nicht mehr erinnern.

Dafür macht es uns Zweien umso mehr Spaß, nicht immer ausstellen müssen und gemütlich ein paar feine Diskussionen führen.

Der Blick ins Inntal und zum Karwendel offenbart immer wieder tief hängende Wolken, die auf eine weitere Wetterverschlechterung hinweisen.

Wir erreichen die Abzweigung zur Neunerspitze, und da wir motiviert sind, machen wir uns auf zu diesem ersten Gipfel.

Der Aufstieg ist steil, aber dank nicht zu heißem Wetter angenehm zu bewältigten.

Im Unterintall braut sich auch schon schlechtes Wetter zusammen, heute ist in Tirol mal generell Regen angesagt.

Im Oberinntal hat es gefühlsmäßig schon geregnet, aber noch schaut es nicht nach Verbesserung aus.

Wir stehen schon ganz in der Nähe der Neunerspitze, im Latschengürtel stecken ein paar Orientierungsstangen und immer wieder Steinmänner.

Rasch haben wir das Gipfelkreuz erreicht…

… und gönnen uns eine erste Jause.

Ein Blick hinüber zum Gipfel des Patscherkofels zeigt eine besondere Wolkenformation direkt um den Gipfel…

Es ist kühl, daher brechen wir nach der Jause bald wieder auf, wir steigen nun auf der Westseite ab.

Grobes Tuxer Geröll, ein kompletter Gegensatz zum Schutt der Kalkalpen, erleichtert uns das teilweise weglose Gehen.

Am Übergang zum Zirbenweg entscheiden wir uns für den Aufstieg zur Viggarspitze, die fast zum Greifen nahe vor uns liegt.

Durch blaue Moosbeerfelder erreichen wir das gut bekannte Gipfelkreuz.

Hier lassen wir nur einmal kurz unseren Blick über die Bergwelt gleiten, dann spazieren wir weiter gen Westen.

Schöne Landschaften finden sich überall am Weg, auch ein Blick zurück zu den zwei Spitzen rentiert sich.

Der schön gelegene Issboden, bei dem wir immer unser Bergfeuer-Camp aufschlagen, ist auch sehr gut einsichtig.

Nun sind wir fast am Ziel angekommen, die Überreste des Lawinentunnels zeigen die Nähe zur Bergstation.

Das Schutzhaus ist heute auch schlecht besucht, vielleicht ist ein gemütlicher Tag auch mal was Feines…

Die moderne Bergstation stellt zum Schutzhaus einen sehr großen Kontrast dar, rasch hüpfen wir in die Gondel ins Tal.

Eine Busverbindung nach Aldrans lässt heute auf sich warten, daher nehme ich den Bus nach Lans und spaziere die restliches Meter nach Aldrans.

Gemütlich erreiche ich mein gemütliches Dorf… eine tolle Wanderung, gar nicht weit weg von zu Hause.

Tourendaten
Gesamtlänge: 2:53 h
Gesamtdauer: 8,90 km
Höhenmeter: ∆ 477 m / ∇ 573 m

220703 Fünfgipfelrunde (Glungezerkreuz, 2.660m)

Das Wetter ist wunderschön gemeldet und ein Blick aus dem Fenster bestätigt die Vorhersage. Schnell muss ich entscheiden, wohin es mich heute verschlägt. Eine Tour, die ich schon länger mal machen will, ist die folgende Fünfgipfelrunde: Schartenkogel, Glungezer, Sonnenspitze, Viggarspitze und Neunerspitze…

Ich fahre mit der Bahn zur Bergstation und starte dort meine Tour. Die Aussicht auf die Inntalfurche ist vom Glungezer aus eine der Schönsten…

Raschen Schrittes steige ich über den Rücken des Schartenkogels (2.311 m) hinauf zum Gipfelkreuz. Dem Ruf des Wetters sind einige Leute gefolgt, dem entsprechend viel Besuch haben die verschiedenen Gipfel heute.

Am Schartenkogel bleibe ich nur für einen schnelle Schluck Wasser stehen, weiter geht es über das Tulfeinjöchl und dann hinauf zum Glungezer (2.660 m). Ich wähle dazu den aufgelassenen Steig direkt durch die Flanke, der zwar gefühlt ein wenig steiler, aber auch weniger bevölkert ist.

Die Wanderungen in diesem Bereich unserer grandiosen Berglandschaft ist ohne großen Anspruch an das Können, dennoch fasziniert mich die abenteuerliche Stimmung hier immer wieder.

Im Hintergrund, sozusagen am Horizont lacht der Olperer in hellem Schneekleid zu uns…

… auf der anderen Seite winken Karwendel und Rofan zu mir rüber, lockend, ich solle sie doch bald wieder besuchen.

Noch ein Schwenker bringt mich wieder zurück ins Jetzt, westlich vom Glungezerkreuz liegen meine heutigen Ziele. Im Vordergrund die schöne Sonnensitze (2.639 m), ganz hinter der Patscherkofel, den ich heute auslassen werde.

Vom Glungezerkreuz hinüber zur Sonnenspitze sind es nur ein paar Minuten, vorausgesetzt, man kann halbwegs behände über das Blockwerk springen. Mit hoher Konzentration ist diese Aufgabe schnell gemeistert…

Auf der Sonnenspitze riskiere ich wiederum nur einen kurzen Rundblick, dann steige ich auf der Westseite des Gipfels ab. Der Pfad ist noch gut sichtbar, das ändert sich aber nach ein paar Metern.

Der gewählte Pfad führt direkt ins Tal, ich will aber noch ein paar Stationen einbauen. Daher verlasse ich den ausgetretenen Weg und gehe querfeldein, in der Hoffnung, den zweiten Pfad zu finden.

Das Gelände ich einfach und gut zu begehen, einzig die tiefen Löcher, die in den Verblockungen entstehen können, muss man beachten.
Bald öffnet sich wieder ein schöner Blick, die Viggarspitze (2.306 m) auf der linken, die Neuerspitze (2.285 m) auf der rechten Seite. Ich will die Überschreitung beider Gipfel heute noch rasch erledigen…

Wunderbare Felsformationen, teilweise ist sogar der Weg mit Felsplatten ausgelegt…

Über den Ostgrat ersteige ich den Gipfel… zu klein sollte man allerdings nicht sein, ansonsten erhöht sich der Schwierigkeitsgrad um Einiges.

Direkt hinter dem Gipfel zweite ich ohne Pfad in die Nordflanke der Viggarspitze. Ein paar Schritte Vorsicht, dann entdecke ich einen verwachsenen Weg hinunter zum vom Gipfel erspähten Wanderweg.

Als ich diesen erreiche, bin ich ein wenig enttäuscht, schmal und voller Latschen ist der Weg alles andere als fein. Schlimmer wäre nur, wenn man direkt und weglos durch die Latschen müsste…

Im oberen Bereich sind weniger Latschen und der Weg wird besser. Bald schon erreiche ich den Gipfel. Nun ist eine Rast mit Brotzeit obligatorisch… ich habe den letzten Gipfel für heute bestiegen.

Gemütlich sitze ich in der Sonne, fast alle Gipfel von heute kann ich einsehen. Nach der Pause mache ich mich über das Frauental zum Zirbenweg auf. Hier ist noch ruhig… bald schon werde ich genau das Gegenteil erleben.

Der bekannte Zirbenweg lockt, ganz klar, jedes schöne Wochenende Hundertschaften mit Kind und Kegel auf den Berg…

… es muss auch gesagt werden, dass die Wegführung für Kinder einfach super ist. Keine Absturzgefahr, immer wieder schöne und interessante Abschnitte. Herz, was willst du mehr… zumindest wenn der Junior dabei ist!

Kurz vor der Kofelbahn sieht man noch eine Mauer, die Überreste der ehemaligen Lawinengalerie. Mit dieser konnten die Skifahrer früher ohne Gefahr den gefährlichen Osthang queren.

Beim Lift angekommen, hüpfe ich gleich in eine Gondel. Zu viel ist mir am Schutzhaus los, als dass mich eine Einkehr locken würde. Heute scheint echt halb Innsbruck am Weg zu sein…

Mit dem Bus, jetzt da ich glücklicher „Klimaticket-Besitzer“ bin, reise ich wieder relativ schonend heim nach Aldrans!
Eine wunderschöne Tour… die ich sicher wieder mal machen werde!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:35 h
Gesamtlänge: 14,07 km
Höhenmeter: △ 977 m / ▽ 1.079 m

220614 Rinner- und Aldranser Alm

Eine kleine, aber feine After-Work-Tour sollte es heute werden. Das Wetter ist super, es ist sehr warm, daher wähle ich den Weg auf die Rinner- und Aldranser Alm. Den Rückweg, wie schon öfter exerziert, bewältige ich über die Aste, das kleine Industriezentrum in Aldrans und über den Wald retour nach Hause.
Der Aufstieg ist speziell bei warmem Wetter ein Genuss, denn fast immer wandelt man durch kühlen Wald, nur kurz unterbrochen von Stellen mit schöner Aussicht auf das Tal.

Die Rinner Alm (1.380m) erreiche ich nach flotten 38 Minuten, von einer Einkehr sehe ich ab, zu viel Volk hat sich auf der Terrasse versammelt und ich bin alleine unterwegs. Der feine Waldweg zur Aldranser Alm (1.511m) ist in 15 Minuten bewältigt, auch hier das selbe Bild… viele Mountainbiker, die meisten mit Motor genießen die Abendsonne.
Über die Forststraße, teilweise joggend erreiche ich zuerst das Wasserbassin von Aldrans, anschließend die Aste und schlussendlich wieder das Dorf.

Eine feine Tour bei bestem Wetter. Da bin ich froh, dass ich mich aufgerafft habe 😊.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:59 h
Gesamtlänge: 11,05 km
Höhenmeter: △ 595m / ▽ 716 m

220606 Rinner-, Aldranser-, Sistranser Alm

Die Kinder sind schwer beschäftigt, das Wetter zu schön, um im Haus zu bleiben, also mache ich mich mit dem Bus auf nach Rinn. Mein erstes Ziel soll die Rinner Alm sein. Der Start ist mitten im Dorf bei der Kirche, über den Parkplatz erreiche ich den Steig.

Da ich alleine bin, kann ich ein wenig auf die Tube drücken, rasch wandere ich den Rinner – Almensteig empor.

Immer wieder eröffnet sich ein schöner Blick auf Innsbruck, doch viel Zeit zur Umschau gönne ich mir heute nicht. Nach 36 min. erreiche ich die Rinner Alm. Die Terrasse ist total voll, das war auch zu erwarten.

Daher beschränke ich mich auf einen Gruß zu den Wirtsleuten, dann gehe ich flotten Schrittes weiter zur Aldranser Alm.

Der Abschnitt zwischen Rinner- und Aldranser Alm gefällt mir auf dieser Strecke fast am Besten, wunderschöne, kühle Waldpassagen sind auch an heißen Sommertagen angenehm zu erwandern. Auf der Aldranser Alm ist auch richtig was los, daher hier das selbe Spiel… ich Grüße und gehe weiter.

Nach kurzer Überlegung und Blick auf die Uhr beschließe ich, noch weiter auf die Sistranser Alm zu gehen. Bei dem Wetter sollte man jede Sekunde auskosten. Schon bald erreiche ich diese auch sehr fein gelegene Alm, hier möchte ich mal wieder mit dem Rad rauffahren.

Nach drei Almen habe ich heute genug, nun wandere ich talwärts, das nächste Etappenziel ist Sistrans.

Schon nach kurzer Wanderung erreiche ich den Parkplatz, den Ort quere ich flott. Auf einem Schild kann ich nochmals die Richtungs- und Zeitangaben der einzelnen Almen überprüfen…

Der Weg von Sistrans nach Aldrans führt über Rans, der Mais auf den Feldern schießt schon aus dem Boden. Wie schon gestern festgestellt, hat der Regen hier gut getan.

In Richtung Oberland und Martinswand breiten sich wunderschöne Weizenfelder mit Kornblumen aus, ein richtig schöner Ausblick. Zufrieden wandere ich nach Hause, diese Runde gefällt mir ausnehmend gut…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:27 h
Gesamtlänge: 11,60 km
Höhenmeter: △ 727 m / ▽ 865 m

220606 Radausflug Mittelgebirge

Schön langsam startet auch mein Junior in die Sommersaison. Wir beschließen in der Früh spontan, ein wenig durch die Gegend zu radeln. Von zu Hause aus geht es gleich in die Höhe, hinauf zum Herzsee…

Der wunderschön gelegene See, früher einmal eine der Badeanstalten von Aldrans, liegt heute ruhig im Wald, nur ein paar Petrijünger säumen das Ufer und versuchen ihr Glück.

Es ist noch fein kühl zu dieser morgendlichen Stunde, richtig angenehm…

Am Ostende des Sees liegt noch das alte Badehaus, das jetzt dem Tiroler Fischereiverein gehört.

Nach dem nächsten Stich erreichen wir die Prockenhöfe, die Felder sind schon bestellt und der Mais wächst dank des letzten Regens gut an!

Unserer weiterer Weg führt uns zur Aste, weiter über den Speckbacherweg und durch schöne Waldwege nach Judenstein.

Wir fahren am Waldrand, an ein paar Stellen öffnet sich ein Blick auf Rinn.

Ein paar hartnäckige Wolken schmiegen sich an die Bergflanken, ansonsten ist das Wetter perfekt sonnig. Und es wird trotz der frühen Stunde von Minute zu Minute wärmer.

Vorbei am Poltenhof und entlang des Lavierenbachs erreichen wir wieder die Landstraße nach Rinn.

Ein Plakat am Straßenrand, bei einer Bushaltestelle, erfasst Letu´s Aufmerksamkeit. Das nächste Konzert der Wiltener ist nicht mehr lange hin… und er wird wohl mitsingen.

Unseren Abschluss machen wir von Rinn über den Wiesenhof zurück nach Aldrans. Wir nehmen die Landstraße, da können wir mal ein wenig „brettern“… Letu hat es Spaß gemacht, mir natürlich auch!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:18 h
Gesamtlänge: 15,51 km
Höhenmeter: 315 m

220510 Mit dem Rad nach Igls

In den letzten Tagen sind die Temperaturen sprunghaft angestiegen, das Wetter fast schon sommerlich geworden. Da bietet sich ein kleiner Umweg auf dem Nachhauseweg von der Arbeit geradezu an.

Ich radle von Innsbruck über den Lemmenhof hinauf Richtung Igls.

Die Temperaturen sind schon recht hoch, dennoch weht eine leichte, erfrischende Brise.

Die Fahrt durch den Wald ist erfrischend angenehm, da kann man der Nachmittagshitze gut entfliehen.

Über den Lanser Steig und Poltenweg erreiche ich nach einiger Zeit die Poltenhütte.

Ab hier ist es nicht mehr weit zur kleinen Ortschaft Vill, die zu Igls gehört.

Das Frühjahr ist nun auch vegeationsmäßig angekommen, die Bäume, Wiesen und anderen Pflanzen schlagen aus, nur noch in großer Höhe schneebedeckt.

Der Ausblick auf Innsbruck ist von dieser Seite, ähnlich dem der Aldranser Alm, wunderschön und doch auch erschreckend: Der ganze Talboden ist verbaut, so gut wie keine freien Flächen sind hier sichtbar…

Beim Gasthaus Turmbichler verlasse ich Vill auch schon wieder und fahre über den Viller Steig nach Igls.

Bei der alten Patscherkofel-Talstation nehme ich den Weg hinauf zum Olex, bzw. zur neuen Talstation.

Hier endet mein kurzer Trip heute, nur noch die Abfahrt nach Aldrans steht an. Genussvoll rolle ich den Weg. Viel zu schnell bin ich wieder zu Hause, die Abfahrt ist halt doch fast das Schönste…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:01 h
Gesamtlänge: 14,48 km
Höhenmeter: 422 m

220427 Rinner und Aldranser Alm

Nachdem ich die letzten Wochen sehr inaktiv war, wird es wieder Zeit, ein wenig in die Natur zu ziehen. Die Übergangszeit, in der wir uns gerade befinden, ist wunderbar: Zarte Temperaturen locken ins Freie, dennoch sind die hohen Lagen für den Wanderer noch unzugänglich. Da bieten sich Almen an, erkundet zu werden. Natürlich sind die heuten zwei Ziele, Rinner Alm (1.380m) und Aldranser Alm (1.495m) hinlänglich bekannt, nichts desto Trotz lohnenswert.

Wir starten direkt im Ortskern von Rinn. Ein paar Meter einer Dorfgasse entlang erreichen wir den eigentlichen Wanderparkplatz. Ab hier erreichen wir den Steig, der uns direkt, mit ein paar Forststraßen-Überquerungen, hinauf zur Alm. Gemütlich „Ratschend“ erreichen wir die Rinner Alm nach 50 Minuten.

Eine kurze Rast in der Sonne sei uns gegönnt, dann geht es über schöne Waldsteige weiter zur Aldranser Alm.

Das Forstwegenetz am Kofel ist stark ausgebaut, daher trifft man andauern auf Forststraßen. Ideal zum Mountainbiken, wie ich schon von einigen Touren weiß.

Der Wechsel des Wettergeschehens ist akkurat an den Monat angepasst. War es am Morgen noch kühl und nass, scheint nun die Sonne und es ist angenehm… solange man nicht im Schatten stehenbleibt.

Immer wieder öffnen sich die bekannten schönen Aussichten auf die Landeshauptstadt und das wunderbare Mittelgebirge. Auch sichtbar, wie sehr die Schneedecke auch in den höheren Lagen gelitten hat.

Kurz vor der Alm finden wir noch ein paar kleine Schneefelder, die die höheren Temperaturen überlebt haben. Dennoch hält auch hier der Frühling Einzug…

Bei der Aldranser Alm machen wir eine längere Pause. Da der Gastbetrieb noch nicht angelaufen ist, geöffnet wird erst am 1. Mai, habe ich vorsorglich eine Dose Bier mitgenommen, die wir nun in der wärmenden Sonne genießen.

Nach der gemütlichen Pause wandern wir wieder zurück, teils auf Alternativwegen, zum Ausgangspunkt. Eine gemütliche Runde mit feinen Gesprächen neigt sich dem Ende zu. Das war ein feiner Einstieg in eine hoffentlich gute Wander- und Bergsaison 2022!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:06 h
Gesamtlänge: 7,19 km
Höhenmeter: 699 m

220312 Arztal (Richtung Pfoner Kreuzjöchl)

Heute starte ich wieder mal eine Tour mit Wolfgang, in unserem Lieblingstal, dem Arztal. Nachdem mich Wolfi abgeholt hat, fahren wir zum Hinterlarcher.

Die Schneelage ist hier nicht üppig, daher müssen wir die Ski die ersten paar Meter tragen…

… doch ein wenig weiter im Tal ist dann genügend Schnee. Wir folgen sicherheitshalber der Forststraße, diese hat nämlich eine schöne Schneeauflage.

Kurz vor der Eisenbahnerhütte (Rosenjochhütte) zweigen wir von der Straße ab und steigen über die Wiese weiter auf.

Der Schnee ist noch hart, aber lange wird er das wohl bei diesen Temperaturen nicht bleiben…

Vorbei an den Ruinen der alten Alm erreichen wir wieder die schöne Brücke über den Bach. Heute ist von diesem allerdings nicht viel zu sehen, zu viel Schnee liegt in diesem Bereich.

Vorbei an der Arztaler Hütte, mit vielen Spuren im Schnee, erreichen wir die Ebene, ,die zum Arztaler Niederleger führt.

Über sanft steigendes Gelände machen wir weiter Höhe, das Tal öffnet sich und nun zeigen sich die tollen Tourenziele… die prominentesten sind Grünbergspitze und Rosenjoch.

Wir steigen Richtung Pfonner Kreuzjöchl auf, wir müssen uns hierzu an der rechten Talseite halten. Mitten im Kessel entdecken wir ein Zelt, da haben wohl ein paar Enthusiasten übernachtet…

Wir erreichen einen schönen Boden, dort machen wir eine längere Pause. Die Brotzeit wird nun auch verspeist. Nach kurzer Beratung entschließen wir uns, die Tour hier zu beenden… ich merke immer noch, dass ich nicht ganz fit bin.

Aber auch wenn wir keinen Gipfel gemacht haben, auch bis hierher hat sich die Tour gelohnt und hat viel Spaß gemacht. Wir bereiten uns für die Abfahrt her…

Die Schneequalität ist nicht erste Sahne, aber das fahren geht trotzdem überraschend gut.

Wieder einmal bewundere ich die schöne Landschaft und die perfekten Skihänge, die das Arztal zu bieten hat.

Beim Arztaler Niederleger machen wir eine Pause…

… wir finden einen tollen, windstillen Platz in der Sonne und genießen die feine Mittagssonne.

Die Pause genießen wir heute ausführlich lange, aber es ist so gemütlich hier, man mag gar nicht weg. Die Hütte ist zwar geschlossen, aber Wolfi hat vorgeplant und zwei kleine Bier mitgebracht… die runden die feine Rast perfekt ab.

Die Hütte liegt an einer perfekten Stelle und erlaubt einen schönen Rundumblick.

Und an den Hütten sieht man auch, wieviel Schnee hier eigentlich noch liegt…

Die Abfahrt von der Hütte weg bestreiten wir wieder über die schneereiche Forststraße. Diese erlaubt zwar keine großartigen Schwünge, aber dafür gibts auch keine Schränzer in die Ski.

Eine feine Tour mit Wolfi, gerne wieder einmal…

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,67 km
Gesamtdauer: 2:58 h
Höhenmeter: 764 m
Lawinenwarnstufe: 1

220308 Schartenkogel

Nachdem ich jetzt eine Zeit lang aus privaten Gründen und auch Dank einer Corona – Infektion sportlich außer Gefecht war, soll diese Tour heute wieder der Start in den Aufbau meiner Kondition darstellen.

Auserkoren habe ich für die erste Tour meinen geliebten Schartenkogel, allerdings habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass meine Leistungsfähigkeit nicht überragend ist.

Mit dem Bus erreiche ich wie üblich die Talstation, mit der Gondel fahre ich zur Mittelstation, dort wo der Schnee zu Hause ist. Zu meiner Überraschung habe ich bei der Anfahrt gesehen, dass noch Skifahrer die Talabfahrt benutzen.

Der Skibetrieb ist schon eingestellt, normalerweise bin ich früher am Weg, wenn noch ein paar Leute die Piste bevölkern. Heute ist nur noch Skitourenvolk am Weg, das zu dieser Uhrzeit hinauf, dem Berge zustrebt.

Die Stimmung ist ausgezeichnet, der Tag wäre heute perfekt für eine Tour unter Tage gewesen, allerdings war ich da beruflich eingespannt und konnte nicht früher weg.

Der Aufstieg selber über die Piste ist unspektakulär, einzig die Aussicht ist fast schon magisch. In meinem Enthusiasmus bin ich wohl am Anfang gleich zu schnell los gestartet, das rächt sich schon bald… die Form muss erst wieder hergestellt werden.

Während die Sonne der Nacht Platz macht, und der Himmel sich mit einem Farbfeuerwerk nochmals vor der Dunkelheit wehrt, läuft es mir siedend heiß den Rücken runter: Ich habe wohl die Taschenlampe nicht mit…

Ein kurzer Check im Rucksack lässt meine Ahnung wahr werden, mit einer nächtlichen Abfahrt bei Neumond habe ich nicht gerechnet, zumindest nicht ohne Geleucht!

Ich kalkuliere scharf, ein paar Höhenmeter gehen sich noch aus, doch ich darf das letzte Tageslicht nicht ausreizen, sonst finde ich den Weg ins Tal nicht mehr.

Während im Westen ein wunderschöner Himmel mit Pastellfarben zu mir herüber lacht, beschließe ich, die Tour bei der alten Schleppliftstation abzubrechen und die letzte Helligkeit für die Abfahrt zu nutzen.

Als ich die Talstation erreiche, ist auch das letzte Licht weg, und es ist richtig finster. Zum Glück ist mir die fehlende Leuchte früh genug eingefallen…

Bei der Mittelstation sehe ich gerade die „Aldranser Gondel“ an mir vorbeiziehen, ich bin nicht schnell genug. Daher muss ich mit der „Sistraner Kabine“ Vorlieb nehmen. Zur Erklärung, am Glungezer hat jedes beteiligte Dorf eine „eigene“ Gondel mit Dorfnamen spendiert…

Im Tal wartet schon der Postbus 4134 auf mich, ich bin der einzige Fahrgast, das bleibt auch bis zu meiner Haltestelle so…

Eine gemütliche „Einstiegstour“ geht somit zu Ende, wobei ich schon festgestellt habe, dass in nächster Zeit wieder mehr Training angesagt ist.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:13 h
Gesamtlänge: 5,41 km
Höhenmeter: 520 m
Lawinenwarnstufe: 1