Schlagwort-Archive: Tuxer Alpen

180403 Skitour Tulfeinalm

Bei schönstem Wetter beschließen Michi und ich, heute nochmals eine Skitour auf die Tulfeinalm zu machen. Da die Alm nur mehr wenige Tage offen hat, wird das wohl heute die Abschlußtour sein.

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Wir starten bei der neuen Gufl, dann geht es die schön präparierte Skipiste hinauf. Die Sonne lacht vom Firmament, das Wetter ist echt perfekt. T-Shirt-Temperaturen.

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Auf halbem Wege ziehen dann ein paar Wolken vor die Sonne und es wird merklich kühler. Aber immer noch angenehm zu gehen. Unterwegs treffen wir noch auf Alfons, der in Windeseile auf den Schartenkogel läuft…

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Im oberen Bereich, kurz vor der Alm, bläst der Föhn schon recht heftig, daher beschließen wir, nicht mehr weiterzugehen. Kurz haben wir überlegt, noch auf den Schartenkogel zu steigen, aber bei dem Wind macht das keinen Spaß.

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Lieber rein in die Hütte und ein wenig entspannen. Das Essen ist wie immer köstlich, die Wirtin total freundlich. Ich bin gespannt, wie es hier mit der Alm weitergeht. Der Pachtvertrag der jetzigen Wirtsleute läuft aus, die Zukunft ist ungewiss.

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Nach einer feinen Pause fahren wir in der Dämmerung ab. Die Stimmung ist durch den Föhn wunderschön, die Sonne geht gerade unter und wirft schöne Farbenspiele auf den Himmel.

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Es hat sich wieder mal gelohnt, eine schöne Tour haben wir da heute gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00h
Gesamtlänge: 8,60 km
Höhenmeter: 694 m

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180327 Skitour Schartenkogel

Dienstag ist Skitourenabend am Glungezer und da machen Michi und ich uns auf, zuerst auf den Schartenkogel, und dann zur Tulfeinalm zu schauen. Wir starten direkt nach der Arbeit, sind auch gleich mal beim Parkplatz bei der „Neuen Gufl“. Die Parkplatzsituation ist hier immer ein wenig angespannt. Wir ziehen die Ski an und los geht es über den unteren Teil der Piste…

Langsam gewinnen wir Höhe und bald erreichen wir Halsmarter, der untere Teil der Piste ist immer super zum Einlaufen, aber man kommt halt nicht richtig vom Fleck.

Vorbei an Halsmarter steigen wir den zweiten Teil der Piste, parallel zum Schlepplift hinauf zur „Bergstation“. Hier könnten wir nun zur Tulfeinalm abzweigen, aber wir wollen ja noch einen Gipfel mitnehmen.

War das Wetter beim Start noch freundlich, ziehen jetzt immer wieder Hochnebelfelder und Wolken über den Himmel. Ein wunderschönes Schauspiel, das eine ganz eigene Stimmung hervorruft.

Immer wieder lacht die Sonne durch Wolkenlöcher hervor, um im nächsten Augenblick auch wieder zu verschwinden. Wunderbar. Wir erreichen bald das Ende des oberen Schleppliftes, es soll auch die letzte Saison für diesen Lift sein… nächstes Jahr wird dieser abgebaut.

Nun müssen wir noch über den Ziehweg hinauf bis zum Liftende des Schartenkogellifts, dann haben wir unser Ziel erreicht… der Schartenkogel ist dann nur noch eine Handbreit entfernt.

Wieder ist der Himmel ein wenig freundlicher geworden, als wir das Gipfelkreuz erreichen… aber es ist bitterkalt.

Wir bleiben nicht lange am Gipfel, es ist einfach nicht fein… also packen wir unser Zeugs zusammen, bewundern noch einmal das schöne Wolkenspiel und machen uns auf zur Tulfeinalm.

Beim Runterfahren zur Alm treffen wir, welch ein Zufall, Alfons, der gerade in irrsinnigem Tempo auch auf den Schartenkogel läuft. Wir bleiben nur kurz stehen, denn wir machen aus, uns auf der Hütte zu treffen… dann können wir noch ausgiebig schwatzen! So soll es denn auch sein…

Eine wunderschöne Skitour, mit heute einmaligem Wolkenspiel lassen wir bei einer feinen Hütteneinkehr ausklingen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 10,65 km
Höhenmeter: 991 hm

180302 Geocachen in Bruck am Ziller

Heute mache ich eine schöne Runde mit Letu in Bruck am Ziller. Dort gibt es einen Haufen Geocaches, aufgefädelt auf einem Wanderweg durch Bruck.

Wir starten am Eingang vom Zillertal, stellen das Auto gleich am ersten Parkplatz ab und wandern entlang der Ziller, und sammeln so machen Cache ein.

Dann geht es durch ein paar schöne Bauernwiesen, jetzt noch mit Schnee bedeckt und vorbei an großen Bauernhöfen zum Waldrand. Auch hier finden wir einige Dosen.

Die Aussicht über das Tal ist schön, obwohl das Wetter heute recht kühl ist. Trotzdem lassen wir uns nicht drausbringen und sammeln so schlußendlich über 20 Geocaches.

Das Highlight gibts dann am Schluß, ein uralter Schrämmstollen, den wir auf ca. 40 Meter begehen.

Ein wenig gruslig ist es hier drinnen schon, aber im Gegensatz zu den „guten alten Zeit“, als die Bergleute hier mit dem Geleucht die Luft verpesteten, ist heute das Wetter im Berg sehr angenehm, und auch ein Stück wärmer aus draussen.

171212 Skitour Tulfeinalm (2.035m)

Endlich wieder mal draußen, und das mit „meinem“ Alfons. So macht Sport halt Spaß. Kurzentschlossen haben wir heute die Tulfeinalm (2.035m) als Ziel auserkoren. Nach der Arbeit muß ich erst mein ganzes Skitourenzeugs zusammensuchen, denn das habe ich seit der letztjährigen Einwinterung nicht mehr in Händen gehalten. Überraschend schnell habe ich alles im Rucksack verstaut, dann marschiere ich zum Treffpunkt mit Alfons.

Es hat mittlerweile leicht zu schneien begonnen, das ist ja super. Freudig fahren wir los, der Schneefall wird immer dichter und die Straße immer rutschiger. Beim Parkplatz Glungezerbahn montiert Alfons dann die Schneeketten. Das zahlt sich auch aus.

Am Parkplatz steht nur ein Auto, rasch starten wir los. Toller Schnee und eine gute Gesellschaft machen auch eine abendliche Pistentour zum Erlebnis. Gemütlich steigen wir bis zur Alm auf, gönnen uns ein Bier und eine Suppe. Vor zu kommen mehrere Skitourengeher in die warme Stube, es ist doch ein bisschen was los.

Die Abfahrt ist dann der Wahnsinn, feinster Pulver. Heute habe ich bei der Abfahrt mal richtig Freude, obwohl ich meine Stelzen am Schluss schon gut spüre.

Ein tolles Erlebnis und wunderbarer Auftakt in die Skitourensaison. Danke an Alfons!

Tourendaten
Dauer Aufstieg: 1:44 h
Distanz: 4,02 km
Höhenmeter: 738 m
Lawinenwarnstufe: 3

171020 Meissnerhaus – Viggarspitze (2.306m) – Patscherkofelschutzhaus

Nach einer erholsamen Nacht gönnen wir uns ein rudimentäres, aber gutes Frühstück auf der Hütte, bevor wir uns an die Planung des Tages machen.

Ursprünglich wollten wir auf den Morgenkogel, doch nun, vor Ort, entscheiden wir uns zur Viggarspitze zu gehen.

Die Sonne auf der Südseite ist einfach zu verlockend.

Wir wandern erst den gleichen Weg, den wir gestern gekommen sind, bis zur Boscheben-Hütte zurück.

Doch anstatt Richtung Westen, also zum Kofel zu gehen, gehen wir am Zirbenweg Richtung Viggarspitze. Das Wetter ist kristallklar…

Schon bald müssen wir den Zirbenweg verlassen, denn der Steig auf die Viggarspitze zweigt hier ab. Immer besser wird die Aussicht…

In gemütlicher Steigung haben wir schon bald den höchsten Gipfel vom Gemeindegebiet Aldrans erreicht. Gar nicht so viel los, bei dem Kaiserwetter.

Von hier aus haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Innsbrucker Kessel, aber auch auf die Tuxer, Stubaier und natürlich ins Karwendel. Die Sicht ist gut, aber mittlerweile nicht mehr perfekt. Zu lange schon hat es nicht mehr geregnet oder gewindet, ein wenig Dunst liegt in der Luft.

Wir rast ein wenig auf der Aussichtskanzel, dann wandern wir weiter, zuerst noch ein paar Meter Richtung Glungezerhütte, dann zweigt ein unscheinbarer Weg ab, der uns um die Viggar- und Neunerspitze zurück zum Zirbenweg bringt.

Zwei kurze Stellen sind mit Vorsicht zu genießen, denn hier liegt schon harter Schnee, der zum Rutschen verleitet.

Nach einer guten Stunde erreichen wir den wunderschön ausgebauten Zirbenweg, der uns vorbei an schönen Wäldern und Hütten, zum Patscherkofelschutzhaus bringt.

Nun wird es doch noch mal eine Fahrt mit der „alten Dame“ geben, denke ich mir.

Viele Leute nützen noch die letzte Change aus, die historische Bahn zu verwenden.

Schon Mitte Dezember soll die neue Bahn ihren Betrieb aufnehmen. Dann werden nur noch die Bilder der Olympiabahn existieren.

Im Tal schließen wir die schönen zwei Tage noch mit einem Getränk in der Sonne ab. Torsten und Niko haben noch eine lange Fahrt vor sich, daher heißt es bald Abschied nehmen.

Danke an alle für die wunderschönen zwei Tage, die wir miteinander verbracht haben. Mir es es sehr viel Spaß mit euch gemacht!

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,39 km
Gesamtdauer: 4:58 h
Höhenmeter: 956 m

Route

171019 Vom Patscherkofel (2.246m) zum Meissnerhaus

Mit Freunden aus Deutschland geht es heute bei bestem Wetter nach der Arbeit vom Schutzhaus auf dem Patscherkofel zum Meissnerhaus. Dort wollen wir übernachten.

Wir fahren mit der Pendelbahn hinauf zum Schutzhaus. Das wird wohl auch die letzte Fahrt für mich sein, denn die Pendelbahn wird kommendes Wochenende nach fast 90 Jahren eingestellt.

Auf die Frage, wie es dem Liftangestellten geht, bekommen wir eine doch recht überraschende Antwort: „Ja, moanscht, i plear dem alten Graffl noach?“. Nach weiteren nicht besonders positiven, dafür aber umso amüsanteren Kommentaren erreichen wir die Bergstation.

Wir wandern zuerst hinauf zum Gipfelplateau des Kofels, wo zwar keine Gastronomie offen, aber dafür die Aussicht heute umso phantastischer ist.

Wir setzen uns eine Weile hin und genießen die Fernsicht, dann machen wir uns auf den weiteren Weg. Da wir vor der Dunkelheit auf der Hütte sein wollen, dürfen wir nicht trödeln.

Über den Osthang gehen wir zuerst bis zum Berggasthaus Boscheben, von dort geht dann der Steig hinab ins Viggartal. Ein sehr angenehmer Steig zieht den Berg hinunter, der uns immer wieder schöne Blicke ins Tal eröffnet. Die Hütte haben wir auch schon gesehen.

Unterwegs treffen wir noch auf 2 Wanderer, später stellt sich heraus, dass die Zwei auf Boscheben an einem neuen Abwasser- und WC-System arbeiten.

Bald schon erreichen wir die Hütte, die uns im letzten Abendlich entgegenleuchtet.

Toll, wenn man am Ziel ankommt. Als erstes gönnen wir uns ein Bier auf die Wanderung, schon bald kommt das Abendessen, Frittatensuppe, gefolgt von einem Riesenschnitzel. So lässt es sich leben.

Nach einem feinen Abend gleiten wir zufrieden ins Reich der Träume.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtlänge: 5,06 km
Höhenmeter: 315 m

Route:

170805 Patscherkofel (2.246m)

Es ist Samstag, das Haus ist voll… die Kleinen brauchen Auslauf, das ist eindeutig. Daher beschließen Papa und ich, die 2 Jungs, Letu und einen Freund, auf den Patscher Kofel zu führen.

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Mit der Gondel fahren wir bei nicht ganz perfektem Wetter hinauf zur Bergstation, dort reißen die Wolken aber schon auf. Es ist schwül, sogar auf 2000m. Immer noch angenehmer als im Tal.

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Der Weg vorbei an den Überresten der Panoramabahn ist steil, ein paar Heidelbeeren sind auch schon da und wollen gegessen werden. Immer wieder reißt die Wolkendecke auf und eröffnet schöne Blicke auf das Wipptal, Stubaital und in der Ferne aufs Inntal.

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Die Aussicht von hier oben ist immer wieder schön. Bald erreichen wir das Gipfelkreuz.

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Die Gipfelstube ist zum Zeitpunkt unseres Eintreffens noch geschlossen, aber schon bald kommt der Hüttenwirt mit seinem „Pinzgauer“ raufgefahren und wir können uns eine kleine Erfrischung gönnen. Leon, der zweite Junge, muss noch schnell aufs Klo… schnell wird das aber nicht, denn er schließt sich in der Toilette ein und kommt nicht mehr raus. Erst mit Hilfe einer Leiter kann ich den Kleinen befreien…

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Weiter gehen wir über die Sendeanlage und den Osthang zum Berggasthaus Boscheben. Dort treffen wir auf den Zirbenweg, den wir retour Richtung Bergstation gehen.

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Nachdem wir auf den Gipfel nicht viele Leute getroffen haben, kommen uns auf dem Zirbenweg doch einige Wanderer entgegen. Am Schluss gehen wir noch am ehemaligen Lawinentunnel entlang, der für Skitourengeher als Schutz vor den Lawinen am Osthang errichtet wurde. Heute ist er ein schöner Teil des Zirbenweges, nur noch die Grundmauern, die hangseitig gebaut sind, sind noch zu sehen.

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Bei der Bergstation warten wir auf unsere Gondel, die uns dann wieder hinunter ins Tal bringt.

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Obwohl das Wetter eben nicht strahlend schön war, war die Wanderung doch sehr fein und es hat alles Spaß gemacht.

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Die Jungs sind brav marschiert und hatten nun auch eine gute Portion Auslauf. Bei der Talstation bewundert wir dann noch die neue Gondel Nr. 01.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtlänge: 6,38 km
Höhenmeter: 422 m
Wetter: Schwül und wolkig

170716 GC Der Weg des Adlers II (2.796m)

Seit längerer Zeit wollte ich schon den zweiten Teil des "Weg des Adlers" fertig machen. Hierbei handelt es sich um einen so genannten power Trail, bei dem in kurzer Folge mehrere Geocaches ausgelegt sind. Die gesamte Runde beinhaltet circa 150 Geocache, wobei ich schon einen Teil eingesammelt habe.
Die zweite Motivation für diese Runde sind die so genannten "Seven TuXer Summits", die hier auf dem Weg liegen.
Lucy bringt mich in der Früh zum Parkplatz Volderwildbach.

Von dort starte ich alleine durch das wunderschöne Voldertal Richtung Naviser Jöchl. Schon bald habe ich die ersten Dosen gefunden und gelogged.

Immer leicht aufwärts geht die Forststraße an einem kleinen Dörflein vorbei und am Voldertaler Bergsturz.

Am Ende der Forststraße liegt eine größere Alm, von dort geht ein Steig Richtung Naviser Jöchl.

Hier mache ich meine erste Pause, und packe meine Brotzeit aus. Der Ausblick durch das Voldertal hinaus ins Inntal ist wunderschön, und die Wolken vom Vormittag haben sich auch schon fast verzogen.

Lange bleibe ich nicht sitzen, denn mein Weg ist noch lang. Zuerst besteige ich das Naviser Jöchl.

Dort treffe ich eine Vorarlbergerin, mit der ich mich unterhalten. Während sie auf die Naviser Sonnenspitze steigt, zweigt mein Weg nach rechts in Richtung Grafmartspitze (2.720m), die ich nach einer kurzer Kraxelei erreiche.

Von mir errechnet sich nun ein Stück des weiteren Weges. Da habe ich ja noch was vor…

Überraschend wenige Leute sind auf diesem Pfad unterwegs. Eine Gruppe Schüler begegnet mir, ansonsten weit und breit keine Menschen Seele. Und was noch auffällt, man hört kaum Zivilisationslärm.

Den nächsten Gipfel, denn ich erreiche ist die Grünbergspitze (2.790m). Zwar nur marginal höher, musste ich doch über 150m absteigen und dann wieder aufsteigen. Das klingt nicht viel, aber über den Tag verteilt summiert es sich doch.

Weiter geht es über Stock und Stein, und brüchiges Gelände zum Rosenjoch (2.796m). Damit habe ich den höchsten Punkt meiner heutigen Wanderung erreicht. Die Aussicht ist phänomenal ich setz mich ein wenig hin und genieße den Rundumblick.

Obwohl ich den höchsten Punkt erreicht habe, habe ich noch einiges an Wegstrecke zu meistern. Bis zum Glungezer Bin ich noch eine Weile beschäftigt.

In der Nähe des Tool für Jochens entdecke ich eine für mich geologische Sensation. Versteinerte Bäume. Natürlich bin ich da nicht ganz selber drauf gekommen, ein Earthcache verweist auf diese interessante Stelle.

Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich es zur letzten Talfahrt wohl nicht mehr ganz schaffen werde. Daher stelle ich mich schon mental auf einen langen Abstieg vor.

In diesem Abschnitt der Bergtour ist es gar nicht so einfach, den Weg zu finden. Obwohl die Markierungen alle 5m angebracht sind versteige ich mich immer wieder und muss die rot-weiß-roten Markierungen wieder suchen. Auch das kostet Zeit…

Bald reiche ich mit der Gamslahnerspitze (2.681m) zwar nicht die höchste, aber in meinen Augen anspruchsvollsten Spitze. Von hier habe ich einen wunderschönen Ausblick auf das Arztal und den Patscher Kofel.

Daheim ist gar nicht mehr so weit weg denke ich mir, doch eine Weile soll es schon noch dauern. Immerhin, den nächsten Gipfel, denn ich erreiche, wird auch schon der Glungezer sein.

Der Weg wird wieder lieblicher, fast schon einfach würde ich sagen. Vor den Glungezer wird der Weg noch mal ein wenig schwieriger, dann stehe ich auf dem Gipfel, der auch dem Skigebiet den Namen gibt.

Ab hier befinde ich mich wieder auf bekanntem Territorium. Auf dem Glungezer war ich schon öfters. Unter mir erblicke ich den Schartenkogel, auf den ich öfters mit Alfons eine kurze Skitour machen.

Den Steig zur Tulfeinalm gehe ich sehr rasch, den nun wird es schön langsam kühler. Egal ob ich den Lift erreiche oder nicht, der fährt schon seit Stunden nicht mehr. Also werde ich wohl oder übel ins Tal zu Fuß gehen müssen. Es gibt Schlimmeres, denke ich mir…

Der kürzester Weg führt an der Lifttrasse hinunter ins Tal. Nicht immer ganz einfach zu gehen, da die Piste teils sehr steil ist, aber doch feiner, als der Forststraße zu folgen. Mit halbwegs durchmassiert den Beinen erreiche ich endlich das Tal. Ich gehe schnurstracks in die Larchhüttn und bestell mir ein Bier. Das habe ich mir heute verdient.

Das war wohl heute eine der längsten Touren, die ich bis jetzt unternommen habe. Mir geht es relativ gut, schauen wir mal wie das morgen ausschaut…

Touren Daten
Gesamtdauer: 12 Stunden
Gesamtlänge: 32 km
Höhenmeter: 2.351 m / 2.503 m
Geocaches: 92 Stück

170708 Rinner Alm (1.394m)

Das Wetter ist nicht ganz so gut wie erwartet, das Gewitter von gestern hat sich noch nicht ganz verzogen.

Ich wollte heute mit den Kindern eigentlich recht hoch hinaus, doch nun nehmen wir das Ersatzprogramm, das nicht minder schön ist. Wir wandern durch den Wald hinauf zur Rinner Alm.

Am Parkplatz müssen wir moderate €2.- zahlen, dann geht es direkt los. Nach ein paar Metern erreichen wir einen kleinen Waldspielplatz, den wir uns für später aufheben.

Nicht zu steil, aber doch immer aufwärts geht der Steig, zweimal nehmen wir die ungünstige Variante, doch immer wieder erreichen wir wider den Weg zur Alm. Verlaufen ausgeschlossen…

Der Weg geht fast immer im Wald, da läßt sich die Mittagshitze auch ganz gut aushalten. Sobald wir auf eine Lichtung kommen, brennt die Sonne richtig auf unsere Häupter.

Nach ca. 1:20 h erreichen wir die Hütte, sehr zur Freude der Kinder. Ein kleiner Spielplatz lädt zum Spielen ein, wären da nicht zwei wirklich freche Buben.

Immer wieder schreien Sie Leute an und zeigen den „Stinkfinger“ in alle Richtungen. Von den Eltern ist weit und breit nichts zu sehen. Letu und Sara sind gar nicht mehr erpicht, dort zum Spielplatz zu gehen. Aber nach ein wenig zureden meinerseits machen sie sich doch auf zum Spielplatz. Zwischenzeitlich haben wir uns noch Getränke und Kuchen bestellt.

Es dauert nicht sehr lange, und ich sehe wie Letu eine Watsche vom Größeren kassiert und sich wehrt. Er kommt weinend auf mich zugelaufen. Ich schnappe mir seine Hand und ab gehts retour zum Spielplatz. Den Rüpel werde ich mir kassieren, alles was gut und recht ist. Mann, habe ich einen Zorn. So rotzfreche kleine Dinger habe ich schon gefressen.

Scheinbar einsichtig hat sich der Schläger namens „Pascal“ schon versteckt, sein Bruder meint, er habe nichts getan. So ist mir das auch vorgekommen. Also lass ich den kleineren Frechdachs links liegen und schnappe mir „Pascal“, der nach einigen Aufforderungen aus seinem Versteck rauskommt. Er bekommt eine gescheite Standpauke von mir zu hören. Sozusagen als Warnschuß schließe ich mit: „Wenn mir noch was zu Ohren kommt…“ ab.

Nun kehr Ruhe am Spielplatz ein, auch andere Kinder trauen sich nun her zum Spielen. Sara bedankt sich für die väterliche Hilfe, Letu hat sich nun auch wieder beruhigt. Von den Eltern ist immer noch nichts zu sehen.

Abgesehen von mir scheinen die Beiden aber auch anderen Leuten aufgefallen zu sein, aber eben hauptsächlich „Pascal“. Irgendwie, trotz jetzigem Frieden, ist meinen Kindern das Spielen vergangen, daher trinken wir aus und machen uns auf, ins Tal. Aus dem Augenwinkel sehe ich nochmals einen Mittelfinger, ein kurzer Blick in die Richtige Richtung und die Kinderhand ist verwunden…

Der Absteig macht nun den Junioren ungleich mehr Spaß, zum einen ist es nicht mehr so anstrengend, und es geht auch schön schnell. Bald erreichen wir den Spielplatz, an dem wir noch eine ausgedehnte Pause machen…

Bis auf den Zwischenfall bei der Alm war es heute auch wieder eine schöne Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtstrecke: 4,61 km
Höhenmeter: 455 m

170618 Zirbenweg + Viggarspitze (2.304m)

Ein aktives Wochenende geht dem Ende zu. Heute haben wir noch zusammen mit Gale den Zirbenweg beschritten.

In der Früh holen wir Gale beim Lanser See ab und fahren zur Patscherkofelbahn. Dort steht schon eine Truppe beim Schalter und warten auf das Ticket. Da nur Sara, Letu und ich das Freizeitticket besitzen, müssen auch wir anstehen. Lucy und Gale brauchen ein Ticket.

Der Engpass beim Anstehen zur Gondel wird wohl in Zukunft mit der neuen Bahn Geschichte sein. Wir warten aber eben doch nicht so lange, bald geht es mit der Altehrwürdigen hinauf zum Schutzhaus.

Das Eingangstor zum Zirbenweg ist immer wieder schön, der Weg entlang der schönen Alpenrosen noch schöner.

Wir wandern bis zum Abzweig zur Viggarspitze gemeinsam, dann trennen sich unsere Wege. Letu und ich wollen noch die Viggarspitze mitnehmen, der Gale, Lucy und Sara laufen den originalen Zirbenweg entlang. Auf der Tulfer Alm wollen wir uns wieder treffen.

Von der Abzweigung geht es gleich mal ein paar Höhenmeter hinauf, die Letu super bewältigt. Dann müssen wir ein paar Stufen bewältigen, und schon stehen wir auf dem Sattel zur Viggarspitze.

Wir nehmen den direkten Weg der Viggartrophy hinauf zum Gipfel, und nach kurzer Zeit stehen wir auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Endlich sind wir mal auf einem der zwei Aldranser Gipfel…

Nur eine kurze Rast gönnen wir uns, denn wir müssen weiter zur Tulfer Alm. Der Abstieg führt uns vorbei an der Neunerspitze, die wir heute auslassen. Die schöne Erhöhung werden wir aber bald mal angehen.

Durch einen Latschen- bzw. Zuntergrütel müssen wir hinuntersteigen, Richtung Steig. Letu meint immer wieder: „Papa, wie unendlich weit sind die Latschen noch?“. Doch alles hat irgendwann sein Ende, schlußendlich stehen wir weider auf dem Zirbenweg.

Nun geht es in feinem Auf und Ab hinüber zur Tulfer Alm. Zwei Geocaches haben wir auf dem Weg zur Alm noch auf dem Programm. Dann endlich sehen wir unser Ziel.

Dort werden wir schon erwartet, Lucy besorgt uns schon was zu essen und trinken, denn die Schlange vor der Aussabe ist lang wie eine … äh, Anaconda.

Wir genießen die Sonne, trinken Bier und genießen die Aussicht. Leider müssen wir uns irgendwann von der schönen Umgebung verabschieden und wieder ins Tal. Wie mit Letu vor Kurzem geht es wieder zuerst mit der lustigen 1er-Sesselbahn, ab Halsmarter mit dem 2er Sessellift ins Tal.

Der Bus, der uns zurück zur Patscherkofel-Talstation bringt, kommt erst in 45min., daher trinken wir einen Absacker in der Larchnhittn. Da ich dort noch nie drinnen war, wollte ich mir das eh mal anschauen. Ein netter Platz zum Warten.

Den Abend beschließen wir im Gasthaus Walzl, das speziell für Kinder eine gute Wahl ist. Das Essen schmeckt wieder einmal super, und die Kinder sind gut aufgehoben, auf dem Spielplatz und in der Spielecke.

Ein gelungener Tag und ein gelungenes Wochenende, würde ich sagen. Das Wetter hat auch toll mitgespielt. Mehr kann man nicht verlangen.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 9,06 km
Höhenmeter: 564 m