Heuer will der Winter nicht richtig in die Gänge kommen, aber trotzdem, auch dank Beschneidung sind ein paar Skigebiete offen. Für uns am nächsten sind der Patscherkofel und der Glungezer, also fahren wir fast täglich auf die Piste…
Oben am Berg ist die Piste gut, die Talabfahrten sind leider gesperrt. Das bedeutet am „Kofel“ eine sehr kurze Abfahrt, die uns aber trotzdem sehr viel Spaß macht…
Wir setzen unsere Abfahrten dann, zumindest wo genug Schnee liegt, abseits der Pisten im feinen Powder. Das ist lustig und macht die kurze Abfahrt dann doch erträglich…
Da Letu zu Weihnachten eine GoPro bekommen hat, müssen wir natürlich permanent gefilmt werden, auch Fotos sind immer wieder dabei. Er hat eine Mords Freude an dem neuen Teil, und ich muss zugeben, ich auch…
Das Wetter ist mal gut, mal weniger gut, aber für die Weihnachtstage sind wir gut aufgehoben. Uns Dreien, Sara, Letu und mir hat die Skifahrerei auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht… insgesamt sind wir über die Weihnachtstage 10x auf der Piste.. also fast jeden Tag.
Nachdem ich am Vormittag mit Letu beim Skifahren war, beschließe ich am Nachmittag noch eine kurze Skitour auf den Patscherkofel zu machen. Michi ist auch mit von der Partie… eigentlich war es ja ihre Idee.
Da die Talabfahrt aktuell gesperrt ist, fahren wir bis zur Mittelstation, dort ziehen wir die Ski an und laufen los.
Das Wetter ist nicht so sonnig wie am Vortag, aber das tut unserer Freude keinen Abbruch. Wir erreichen ziemlich rasch das Patscherkofelhaus, da es uns noch zu kurz war, beschließen wir gleich weiterzugehen.
Es schneit mittlerweile recht gut, die Sicht ist nicht besonders, aber da wir den Weg kennen, ist das kein Problem. Da wir den „Ziehweg“ auf den Gipfel nehmen, machen wir fast keine Höhenmeter, dafür aber ein wenig Horizontalweg… nicht gerade spannend, aber es passt uns trotzdem gut.
Bald schon erreichen wir den Gipfel, der Schnee hat sich in meinem Bart und auch den Haaren festgesetzt…
…als ich das Stirnband abziehen will, merke ich, dass meine Haare an dem Band festgefroren sind… aua, das hat richtig weh getan.
Wir bleiben nicht lange am Gipfel, es ist nicht besonders gemütlich. Schnell fellen wir ab, dann fahren wir den Ziehweg zurück zum Patscherkofelhaus. Hier bleiben wir auch nicht stehen, über die Patscher Alm fahren wir ins Tal. Der untere Teil der Abfahrt ist nicht präpariert, daher ist die Fahrt nicht gerade angenehm. Und doch kommen wir bis auf wenige Meter zur Talstation. Die letzten 200m müssen wir die Ski tragen, dann erreichen wir das Restaurant bei der Kofelbahn. Dort lassen wir die Tour mit einem „Tiroler Gröschtl“ ausklingen.
Tourendaten
Skitour Gesamtdauer: 1:30 h Gesamtlänge: 4,21 km Höhenmeter: 538 hm
Abfahrt Gesamtdauer: 0:30 h Gesamtlänge: 6,57 km Höhenmeter: -1.266 hm
Heute in der Früh geht’s los, wir, das heißt, Opa, Letu und ich machen uns auf ins Wipptal. Unser Ziel ist ein eigentlich typischer Skiberg, die Vennspitze und evtl. lässt sich „hinten“ noch ein wenig dranhängen. Um kurz nach 8:00 Uhr fahren wir in Aldrans los, ein Privileg des Herbstes, man kann recht spät starten. Wir fahren bis zum Wanderparkplatz beim Gasthof Steckholzer, dort starten wir zu unserem Tagesunternehmen.
Die Herbstzeit ist zwar nicht mehr mit den hohen Temperaturen des Sommers gesegnet, aber gerade heute ist ein sehr angenehmer Tag. Fast T-Shirt-Temperaturen… Und eines hat der Herbst den anderen Jahreszeiten voraus… die wunderbaren Farben. Wir starten unsere Wanderung durch einen Lärchenwald, die leucht-gelben Nadelbäume werden uns heute noch lange begleiten. Wunderschön anzusehen…
Noch ist es im Schatten ein wenig frisch, sobald die Sonne rauskommt, wird es aber wieder warm. Wir steigen über sanfte Böden immer weiter, überall um uns herum leuchten die wunderschönen Lärchen.
Nach einiger Zeit erreichen wir die Waldgrenze, anstatt leuchtender Herbstbäume haben wir nun Matten mit Wacholdersträuchen, so weit das Auge reicht. Eine kurze Felsstufe im Aufstieg meistern wir auch schnell.
Der Ausblick ist ab der Waldgrenze phänomenal, das Wetter ist heute herrlich, ich kann es nicht oft genug sagen. Und die Aussicht ist in alle Richtungen wunderbar! Letu hat heute sein kleines Fernglas dabei, da wird auch so manchem Gamsl nachgeschaut.
Schlussendlich sind wir am Gipfelgrat angelangt, am Zaun entlang geht es hinauf zum ersten Gipfelkreuz, nämlich dem der Vennspitze [2.390m].
Direkt am Grat, wie hier nicht anders zu erwarten, bläst ein leichter Wind. Doch schon ein paar Meter nördlich des Kreuzes finden wir ein windstilles Plätzchen und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit. Dann machen wir uns auf zum nächsten Gipfel, des Rossgrubenkogels [2.450m]. Der Weg zwischen den zwei Gipfeln ist nicht schwer zu gehen, aber teilweise sehr ausgesetzt. Letu macht seine Sache aber sehr gut und ohne Probleme erreichen wir unser nächstes Ziel.
Der weitere Weg führt uns zum Silleskogel [2.418m], auch einer der bekannten Skiberge, im Sommer aber selten besucht. Hier ist kein Gipfelkreuz montiert, eine Steinplatte zeigt den höchsten Punkt hier an. Auch hier bleiben wir nur ganz kurz, nun geht es steil hinunter zum Geierschnabel, einer sehr beeindruckenden Felsformation…
Der sichtbare Pfad zieht rechts vom Geierschnabel steil zu einer Kuppe. Wir beraten uns, schauen uns den weiteren Weg an und kommen zu der Feststellung, dass wir falsch gegangen sind. Wir müssen nochmals aufsteigen, hinauf zum Geierschnabel, denn der Weg führt von hier durch ein breites Tal hinunter zur Sillalm.
Wir gehen nach Erreichen des Geierschnabel weglos in die Talsenke, sehr schön zu gehen, und schwierig ist es auch nicht. Aber wir sind schon eine gute Weile am Weg, Letu wird ein wenig müde. Aber er hält sich wacker… und beeindruckt Opa und mich!
Ü
Über Stock und Stein, im wahrsten Sinne des Wortes gehen wir Talabwärts, Richtung Sillalm. Da wir zumindest im oberen Teil keinen Weg haben, suchen wir uns immer wieder den Pfad des geringsten Widerstandes. Das geht gut, denn Schwierigkeiten stellen sich uns keine in den Weg. Schlussendlich erreichen wir doch wieder einen gut ausgeprägten Pfad, der uns weiter talwärts führt.
Nach langer Strecke ohne richtigen Wegen sind wir dann froh, als wir die Forststraße erreichen, die wieder in unseren Karten eingezeichnet sind. Naja, Froh ist vielleicht der falsche Ausdruck, die Wanderung durch das Gelände hat uns allen Dreien sehr viel Spaß gemacht. Im Tal kehren wir noch im Gasthaus Steckholzer ein und genießen die feine Herbstsonne.
Eine wunderschöne Überschreitung der Venner Berge, die uns sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird…
Tourendaten Gesamtdauer: 5:00 h Gesamtlänge: 11.77 km Höhenmeter: 1.167 hm
Das Wetter ist heute super gemeldet, die Temperaturen angenehm, das heißt in der Schlussfolgerung, ich bin dann mal wieder auf dem Berg. Heute mit den Junioren. Unser Zeil, das wir auch schon lange machen wollen… die zwei Berggipfel auf Aldranser Gemeindegebiet. Viggarspitze und Neunerspitze. Wir starten in Igls bei der Patscherkofelbahn, die uns gemütlich rauf auf Start des Zirbenwegs bringt.
Die ersten paar Meter des Steiges sind gesperrt, es gibt aber eine gute Umleitung. Schon bald erreichen wir den wunderschönen Weg durch diesen großen Zirbenbestand. Und immer wieder erhaschen wir auch Blicke auf die umliegende Bergwelt und das Tal.
Angenehm geht’s auf und ab, nach kurzer Wanderung erreichen wir auch schon das Alpengasthaus Boscheben. Hier sind die Mitarbeiter schon emsig beim Herrichten, es verspricht ein guter Tag fürs Geschäft zu werden. Schon jetzt sind einige Leute am Weg.
Weiter wandern wir auf dem Zirbenweg, bis wir zur Abzweigung zur Viggarspitze kommen. Hier steilt der Weg nun ein wenig auf, das macht aber den Kindern und mir nichts aus. Immer wieder kommen schöne Felsformationen, die für Kurzweil sorgen.
Dann erreichen wir auch schon die erste Station unserer Wanderung, die Viggarspitze [2.306m]. Schon öfter sind wir hier heroben gestanden, auch zu nächtlicher Stunde, als Bergfeuern angesagt war. Im Winter bin ich hier mal mit Alfons gewesen, das war auch eine tolle Tour. Nun wir erst mal fein gebrotzeitet, heute haben wir die Luxusvariante mitgenommen. Und es schmeckt…
Das Wetter ist wunderbar, es ist windstill und so könnte man hier fast ewig bleiben, aber wir müssen weiter. Wir haben ja noch einen zweiten Gipfel zu machen. Also packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Die Abkürzung über einen alten Jägersteig finde ich leider nicht, daher gehen wir den Normalweg zur Neunerspitze, der auch wunderschön ist.
Und hier müssen wir irgendwann mal pausieren, zu viele Heidelbeeren stellen sich uns in den Weg. Diese müssen einfach eingesammelt werden… das kostet uns einiges an Zeit. Bald haben wir einen „Topf“ voll gesammelt und gehen weiter Richtung Neunerspitze.
Nicht immer ist der Weg perfekt, aber wir kommen gut durch und dann haben wir nach einem kurzen steilen Anstieg auch das zweite Etappenziel, Neunerspitze [2.285m] erreicht.
Der Weg von den Neunerspitze bis zum Zirbenweg verläuft fast ausschließlich im Latschengürtel, dementsprechende Temperaturen herrschen hier im Sommer. Heute ist es angenehm. Die Aussicht auf diesem Teil ist nicht ganz so spektakulär, aber immerhin gibt es immer wieder ein paar kleine Felsen, die unserem „Scout“ eine Aussichtsplattform geben.
Schlussendlich erreichen wir Zirbenweg, der sich wie eine Autobahn vom Patscherkofel zum Glungezer schlängelt. Wir sind froh, dass wir die Verlängerung über die zwei „Aldiger“ Berge genommen haben…
Obwohl wir erst in der Tulfeinalm einkehren wollten, lassen wir wegen Platzmangels diese Option sausen und fahren mit dem Einsersessellift, vielleicht das letzte Mal, zur Mittelstation.
Eine lustige Fahrt ist es allemal mit dem alten Ding, geplant ist allerdings, dass auch diese Sektion nächstes Jahr mit einer Gondel ausgestattet wird. Die Bauarbeiten sind schon im Gange, wir werden sehen , wie schnell das Projekt umgesetzt wird. Beim Kugelwald machen wir nochmals eine Pause, Letu geht ein wenig Waldkegeln, während Sara und ich die kleine Pause genießen.
Dann geht auch dieser feine Wandertag zu Ende, mit der neuen Glungezerbahn fahren wir nach Tulfes, wo schon der Bus auf uns wartet. Das war wieder ein wunderschöner Tag im Hoamat´l.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:00 h Gesamtlänge: 10,46 km Höhenmeter: 616 hm
In letzter Zeit war ich hier ein wenig ruhig, aber das heißt nicht, daß ich untätig war. Die Kinder sind jetzt schon groß, daher war ich statt Skitouren öfter mal auf der Skipiste.
Am Samstag hat mich dann Wolfi angerufen und gefragt, ob wir nicht gemeinsam eine Tour machen wollen. Nachdem wir eine Weile überlegt hatten, fiel die Entscheidung auf die Rosslaufspitze. Ein Gebiet, in dem ich schon länger nicht mehr gewesen bin, das letzte Mal mit dem Mountainbike.
Am Sonntag in der Früh, um 7:30 starten wir in Innerst. Die ersten paar hundert Meter müssen wir zwar mit geschulterten Skiern laufen, aber schon bald ist die Schneedecke dick genug, um auf die Bretter umzusteigen.
Noch ist die Talsohle im Schatten und der Weg dementsprechend eisig. Doch schon weiter hinten im Tal scheint die Sonne auf wunderschöne Skihänge. Was für ein Tag…
In angenehmer Steigung führt uns der Weg an der Stullenalm vorbei zur Unteren Nurpensalm. Ab hier verlassen wir den Forstweg und begeben uns in die wunderschönen Skihänge. Unsere gewählte Spur ist nicht ganz neu, der letzte Wind hat die Spur ein wenig zugeweht, aber das Vorankommen geht wunderbar.
Immer wieder müssen wir uns umsehen, die Landschaft hier ist einfach nur schön. Eine wunderbare Gegend. Wir sind nun in der Sonne angekommen und genießen die warme Frühlingssonne.
Auch das Ziel ist nur sichtbar. Zwischendurch sind wir uns mal unsicher, ob wir auf dem richtigen Pfad sind, aber schlußendlich stellen wir dann doch fest, daß alles passt.
Bis jetzt war die Steigung immer sehr angenehm zu gehen, die letzten Meter vor dem Gipfel steilen nun an. Bald schon sind Spitzkehren gefordert, obwohl die Spur nicht ganz angenehm zu gehen ist, da recht steil angelegt, schaffen wir auch diese Hürde, dann stehen wir auf dem Gipfel.
Ein kleiner aperer Fleck lädt uns zum Sonnen ein, während wir unsere Brotzeit genießen. Die Aussicht ist wunderbar, im Hintergrund lacht der Olperer mit dem Fussstein herüber.
Nachdem wir ausgerastet und sattgesehen sind, richten wir uns für die Abfahrt her. Wolfi bevorzugt die steilere Variante und nach kurzer Überredung hat er mich auch überzeugt. Erst ein wenig mulmig, macht es mir dann umso mehr Spaß.
Die Abfahrt ist ein Spaß, der Schnee gut, sogar ein wenig Pulver kann gefunden werden. Viel zu schnell sind wir wieder bei der Unteren Nurpensalm und wechseln wieder auf den Forstweg. Die Abfahrt geht gut von Statten, aber der Weg ist nicht viel besser geworden und im oberen Bereich immer noch recht hart.
Zufrieden erreichen wir wieder das Auto. Das Gasthaus in der Nähe ist geschlossen, also fahren wir nach Weerberg und gönnen uns ein Bier im Dorfgasthäusl. Ein wunderbarer Vormittag mit schönen Eindrücken neigt sich dem Ende zu.
Tourendaten
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 11,97 km
Höhenmeter: 969 m
Mit Wolfi mache ich heute noch eine schnelle „After-Work-Tour“ von der neuen Glungezer-Talstation durch den Wald. Wir starten bei traumhafter Abendstimmung am Parkplatz, die Schneeverhältnisse sind noch super.
Direkt am Parkplatz, sozusagen über die Straße gehend, können wir unsere Ski schon anziehen, es ist genug Schnee vorhanden!
Wolfi ist noch motiviert, die Piste ist zwar hart, griffig genug, damit wir schnell vorankommen. Die Dämmerung setzt ein und wir müssen immer wieder stehenbleiben und staunen ob dem prächtigen Farbenspiel.
Der Weg durch den Wald zieht steil hinauf, stellenweise ist die Spur eisig und macht das Fortkommen nicht so einfach. Trotzdem macht es Spaß.
Obwohl es recht frisch ist, kommen wir doch zum Schwitzen, nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben, erreichen wir nach kurzer Zeit unser Ziel, Halsmarter.
Dort in der gemütlichen Wärme gönnen wir uns ein Bier und plaudern ein wenig. Da wir heute wenig Zeit eingepackt haben, machen wir uns dann auch schon wieder auf, ins Tal zu kommen.
Die Abfahrt ist dann nochmals ein Spaß… wie oft kann man heute noch die Talabfahrt am Glungezer genießen…
Eine kurze Feierabendtour nach der Arbeit? In Tirol immer möglich… im Sommer zu Fuß oder mit dem Mountainbike, im Winter mit den Tourenskiern… heute haben Michi und ich die Patscher Alm als schnelles Ziel ausgewählt. Gestartet wird bei der Heiligwasserwiese in Igls.
Am Donnerstag ist hier immer Nachtskilauf, daher sind wir nicht alleine… aber das ist man am Patscherkofel nie, Pilgerströme ziehen hier, speziell am Donnerstag, dem Skitourentag, hinauf zum Schutzhaus. Die Patscher Alm ist kürzer und weniger überlaufen…
Das Wetter ist gut, es ist zwar frisch, aber nicht zu kalt. Der Wetterbericht würde sagen: „der Jahreszeit angepasst“. Über die Skipiste steigen wir auf, schnell kommen wir voran, die Piste ist auch immer gleichbleibend steil.
Nach dem Heiligwasserlift, vorbei an der Teehüttn kommen wir noch ein Stück der Piste entlang, dann zweigen wir auf den Waldweg ab, der uns direkt und weg von der Skipiste zur Patscher Alm bringt.
Die Hütte haben wir nach ca. 1:15h erreicht, der Wind pfeift um die Hütte und wir freuen uns schon auf den gut beheizten Gastraum. Dort gönnen wir uns Speis und Trank, es ist hier richtig gemütlich… da will man gar nicht mehr raus.
Doch wir müssen auch wieder runter ins Tal, also packen wir zusammen, begleichen die Zeche und machen uns auf, über die Piste wieder zum Olex abzufahren. Ein wunderschöner, weil auch aktiver Abend…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:40 h Gesamtlänge: 6,0 km Höhenmeter: 613 hm
Heuter war (ist) ja ein Winter wie schon lange nicht mehr. Daher wurde von mir die Tourengeherei zugunsten dem Nachwuchs stark vernachlässigt, denn bei solchen Verhältnissen musste ich mit den Kindern *fast* tagtäglich auf die Piste. Das muß einfach ausgenutzt werden.
Unser Einsatzgebiet war der Patscherkofel, mit der neuen Bahn nun gut erschlossen, und dank der Unmengen an Schnee auch richtig lustig zu befahren. Für die Kinder war es das erste Mal im Tiefschnee. Und obwohl es die zwei immer wieder richtig „rausgfetzt“ hat, war die Freude am „Reinen Weiß“ ohne Grenzen…
Heuer bin ich zwar oft mit dem Rad auf die Arbeit gefahren, aber richtige Mountainbike-Touren habe ich fast keine unternommen. Heute ist einer dieser Tage, an denen sich doch ein Klassiker ausgeht. Die Fahrt von Aldrans auf den Issboden (1.873m), über die Sistranser (1.608m) und Alm Aldranser (1.511m) wieder retour. Mit von der Partie ist Michi, die die Hardcorevariante von Innsbruck aus meistern will.
Vom Dorfplatz geht es zuerst ein kleines Stück auf der Hauptstraße, die um diese Uhrzeit an einem Feiertag ausnahmsweise nicht stark befahren ist, rauf zum Kreisverkehr beim ehemaligen Gasthaus Hubertus.
Dann erreichen wir auch schon die Forststraße, die geschottert hinauf zu den einzelnen Almen führt. Der Weg führt am Anfang etwas steiler, aber dann mit gleichbleibenden Steigung auf den Berg hinauf. Dem Sonnenstand ist es zu danken, daß wir noch keine Sonne und dementsprechend kalte Füße bekommen.
Der Herbst hält jetzt augenscheinlich schon Einzug in unsere Gefilde, die Lärchen schlagen auch schon um, schön anzusehen sind die vielen wunderbaren Farben des Waldes.
Die Aussicht auf das Inntal wird auch mit jedem Höhenmeter besser, es dauert nicht mehr lange, und wir haben den Issboden erreicht. Hier hält sich in den Schattenzonen schon der Reif, dies sieht man an der Mächtigkeit der filigranen Strukturen an den Gräsern… da schmilzt hier nichts mehr. Und in der Sonne sehen wir unser höchstes Ziel für heute, die Isshütte.
Wir genießen hier die für heute ersten richtigen Sonnenstrahlen auf einer Rastbank, ein Müsliriegel wird verspeist. Was für ein wunderschönes Wetter heute ist…
So fein es hier ist, ein leichter Bergwind läßt uns schlußendlich dann doch frösteln, wir packen unsere Sachen zusammen, jetzt gehts hinunter ins Tal, natürlich mit einem Zwischenstopp oder zwei, das werden wir noch sehen.
Wir lassen es richtig sausen, das macht jetzt echt Spaß. Damit wir nicht die ganze Forststraßen ausfahren müssen, nehmen wir mal eine Abzweigung auf einen Wanderweg, der uns direkt über die Sistranser Alm bringt. Das macht richtig Spaß. Dort gönnen wir uns in der Sonne eine Erfrischung.
Nach dem kurzen Stopp geht es dann weiter zur Aldranser Alm, dort wollen wir noch einmal ein wenig länger einkehren. Da heute der letzte Tag ist, an dem die Alm offen hat, ist Livemusik da und gutes Essen ist hier sowieso auf dem Programm. Wir gönnen uns ein Wienerschnitzel und auch hier wieder die schöne Aussicht.
Als Abschluss sausen wir dann ich weiß nicht wieviele Höhenmeter hinunter ins Tal, schon bald sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt. Was für eine tolle Tour.
Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 21,55 km
Höhenmeter: 939 m
Nachdem wir das letzte Mal den Brenner Basistunnel live erlebt hatten, haben wir ein paar Geschichten über dieses Riesenprojekts in Europa gelernt. Ein interessanter Punkt war die Entsorgung des Aushubs, der natürlich bei so einem tollen Projekt anfällt. Und hier kommt das Padastertal ins Spiel: als kleine Seitental des Wipptals wird dieser Platz über die Jahre hin weg mit dem ganzen Aushub, der in diesem Bereich anfällt, befüllt werden.
Wir wollen uns anschauen, wie dieses Tal jetzt gerade ausschaut, in ein paar Jahren werden wir wieder zu einer Bestandsaufnahme kommen und wahrscheinlich über die Veränderungen verwundert sein.
Wir starten unsere Wanderung bei der wunderschönen und modernen Kapelle, die den Eingang des Padastertals seit ein paar Jahren ziert.
Der Pfad zieht interessant auf der Orografisch linken Seite in das Tal hinein, schwierigere Stellen wurden von den Erbauen mit Stallstiegen und Holzkonstruktionen entschärft.
Obwohl sicher, sind manche Konstruktionen doch mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Die Luft unter den Füßen scheint nicht enden zu wollen.
Von jeder Stelle des Steigers sieht man in den Talboden, in dem schon fleißig Aushubmaterial deponiert wurde.
Abwechslungsreich ist der Steig alle Mal, das Highlight ist wohl der begehbare Trinkwasserstollen am Ende des Tales. Ein Eisentor an jeder Seite versperrt den Zugang, jedoch ist es Besuchern des Tales gestattet, durch den Stollen hin durch zu wandern.
Der Stollen ist nur ein paar hundert Meter lang, aber speziell für die Jugend sehr spannend.
Da es im Tunnel recht kalt ist, sind wir froh als wir wieder an die frische, warme Herbstluft kommen.
Natürlich finden wir auf dem Weg ein paar Geocaches, meine Kinder helfen mir fleißig die einzelnen Dosen zu bergen.
Eine schöne Runde neigt sich bald dem Ende zu, wir erreichen wir den Ausgangspunkt am Eingang des Padastertals.
Während die Kinder am Straßenrand kurz warten, hole ich das Auto, dass doch ein paar Meter im Talinneren geparkt ist.
Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 6,00 km
Höhenmeter: 268 hm