Schlagwort-Archive: Tuxer Alpen

200927 Wanderung Vögelsberg

In den letzten Tagen hat es relativ tief herunter geschneit, daher sind Gipfeltouren zur Zeit mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem wollen Letu und ich ein wenig in die Natur, daher machen wir uns auf zum Vögelsberg in Wattens.

Hier gibt es scheinbar einen feinen Wanderweg, der auch so manche Spielmöglichkeit am Wegesrand bereitstellt. Also machen wir heute mal auf „gemütlich“. Schon kurz nach dem Start erreichen wir die ersten Stationen.

Hier gibt es „Taxen-Weitwurf“, „Eiermusik“, „Hasenbaubesichtigung“ und Riesenfiguren.

Nebenbei bietet der Weg, da schon ein wenig höher gelegen, schönste Ausblicke auf das Inntal, das gerade jetzt, mit weißen Schneegipfeln, wunderschön anzuschauen ist.

Im Wald ist es zwar kühl, aber sobald wir wieder in die Sonne kommen, können wir uns aufwärmen. „Tik-Tak-To“ oder aber auch „Mensch-ärgere-dich-nicht“, immer wieder kommen lustige Stationen für Groß und Klein.

An einer der letzten Stationen spielen wir ein wenig länger, weil es eben so viel Spaß macht…

… dann erreichen wir das Gasthaus Vögelsberg.

Wir gönnen uns eine kleine Stärkung, hier gibt es einen leckeren Karotten-Nuss-Kuchen, der uns richtig gut schmeckt. Und die Leute hier sind auch sehr freundlich. Eine Einkehr hier ist empfehlenswert.

Da wir auch zum Geocachen da sind, müssen wir nach der Pause noch ein wenig weiter hochsteigen, hier finden wir noch einen sogenannten „Tradi“, für den Multi reichen leider (wie ich später feststellen muss) meine Rechenfähigkeiten nicht aus.

Was ich berechnet habe, stellt sich als falsch heraus, daher gehen die letzten 100 Höhenmeter auf mich… sehr zum Ärger von Letu. Papa, du musst schon richtig rechnen!

Den Multi lassen wir aus, den müssen wir ein andermal lösen, trotzdem hat sich die Wanderung hierher absolut rentiert. Wieder einen schönen Flecken Heimat besuchen können, was will man mehr!

Tourendaten:
Gesamtlänge: 7 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 486 m

200913 Sonnenspitze, Glungezer, Schartenkogel

So, am Freitag hatte ich schon gesagt, dass dies wohl als mein „Glungezerwochenende“ in Erinnerung bleiben würde, nun schließt sich heute der Kreis. Am Freitag waren wir im Tulferwald Pilze sammeln, gestern sind wir über den Zirbenweg zum Glungezer spaziert, und heute mache ich noch den Glugezerklettersteig mit Letu.

Der erste Aufstieg über die Piste ist heuer leider ein nicht besonders schönes, aber notwendiges Übel, das wir aber gerne in Kauf nehmen. Die steile Piste kenne ich schon vom Winter als Skitourenaufstieg, heute kommt mir aber alles noch ein wenig steiler vor.

Auch Letu, sonst nicht schnell unterzukriegen, schnauft erleichtert auf, als wir endlich die alte Bergstation erreichen. Ab hier flacht der Weg ein wenig ab.

Ein Stück über der Bergstation ist der neue Speichersee zu sehen, wunderschön schaut das Wasser aus.

Bei der Stütze 8 des Schartenkogellifts erreichen wir schließlich den markanten Stein mit einer Zirbe oben drauf… hier ist der Einstieg in den Klettersteig.

Zuerst müssen wir nur über ein paar Blöcke kraxeln, das geht auch noch ohne Ausrüstung. Auf einer kleinen Almmatte machen wir dann Pause, brotzeiten ein wenig und ziehen uns die Klettersachen an. Nun gehts los…

Der Klettersteig ist, wie die Beschreibung auch sagt, eigentlich eher ein Kraxelpark über Blöcke, durch Schründe und Schluchten… viel Klettersteig ist nicht vorhanden, trotzdem macht es uns beiden richtig Spaß.

Am Schluss kommt das eigentliche Highlight, die Abschlußwand. Letu meistert auch Diese mit Bravour, dann stehen wir am Ausstieg.

Nun müssen wir noch ein Geröllfeld durchqueren. Hier macht der Gang fast gleich viel Spaß wie der Klettersteig vorher. Weglos, aber nicht ohne Markierungen steigen wir fast gerade hinauf zur Sonnenspitze. Wer wohl all diese Steine hier verteilt hat…

Nur noch ein paar Minuten, dann haben wir den ersten Gipfel des Tages erreicht, die Sonnenspitze (2.639m). Wir setzen uns am Gipfel hin, viel los ist trotz des schönen Wetters nicht.

Wir sind recht durstig und haben fast keine Vorräte mehr, also beschließen wir, in der Glungezerhütte einzukehren. Diese ist nur 5 Minuten vom Sonnenspitzgipfel entfernt. Letu bekommt fürs brave Marschieren einen Kuchen, ich begnüge mich mit einem Isogetränk.

Nach der wohltuenden Pause nehmen wir noch rasch das Glungezerkreuz (2.660m) mit. Dieser nicht besonders schöne Gipfel, immerhin steht hier ein Betonklotz des österreichischen Bundesheeres, fesselt uns nicht lange. Ein kurzes Foto am Kreuz, dann gehen wir den Abstieg an.

Fast schon im Laufschritt geht es an der Hütte vorbei und durch das Geröllfeld weiter ins Tal, Richtung Schartenkogel. Unterwegs kommen wir an einem lustigen Tor vorbei, das hier irgendwie deplatziert wirkt.

Ein Blick ins Voldertal sagt mir, dass ich da auch bald wieder mal „reingehen“ muss. Im Hintergrund lacht der Olperer herüber

Die Aussicht ist fantastisch, egal wohin man schaut. Immer wieder bleiben wir stehen und schauen abwechselnd ins Oberland, Unterland, gen Süden zu den Gletscherriesen…

Schließlich erreichen wir das Tulfeinjöchl und kurz darauf den Schartenkogel. Hier pausieren wir noch einmal und genießen die Aussicht.

Die kleinen Wolken vom Vormittag haben sich fast verzogen, aber immer noch ist es relativ diesig. Der Blick auf Innsbruck ist trotzdem spektakulär.

Direkt am Gipfel des Schartenkogels steht eine Bank mit allen Gipfeln der näheren Umgebung. Ein kurzer Vergleich zeigt uns, dass wir Beide schon alle gezeigten Gipfel erstiegen haben. Letu will es aber nochmals wissen, und steigt in Sekundenschnelle über alle Gipfel.

Nun folgen wir dem Schartenkogelsteig, bei der Abzweigung zur Bergstation nehmen wir den Alternativweg, der uns ein Stück hinunter ins Voldertal führt.

Die Nachmittagssonne taucht mit ihren Strahlen die ganze Natur in ein warmes, herbstliches Licht, dazu kommen noch die wunderbaren Herbstfarben.

Der Steig scheint nicht so oft begangen zu sein, führt uns aber immer näher an Halsmarter. Nun wird Letu schön langsam müde, und ich muss ihn immer wieder motivieren. Wir spielen ein paar Buchstabenspiele und schon geht es wieder.

Am Weg kommen wir erst an der Stalsinsalm vorbei, dann noch bei der Hubertushütte.

Schlussendlich stehen wir bei der Mittelstation bei Halsmarter. Das ist nun auch Zeit geworden, viel länger hätte die Tour für Letu nicht mehr sein brauchen.

Wir hüpfen in die Gondel und fahren hinunter zum Parkplatz. Einen Sprung schauen wir noch im Larchenhittl vorbei, eine kleine Stärkung muss nach dieser Tour sein!

Eine tolle Tour, die uns beiden sehr gut gefallen hat. Diese müssen wir in irgendeiner Form wieder mal machen, sind wir uns einig.

Tourendaten
Gesamtlänge: 14,0 km
Gesamtdauer: 6:05 h
Höhenmeter: 1317 m

200912 Zirbenweg

Einmal im Jahr geht es für uns zum Zirbenweg, hoch über dem östlichen Mittelgebirge. Zum einen ist der Weg sehr leicht begehbar, zum anderen ist die Aussicht spektakulär. Und heute, sozusagen in weiser Voraussicht, nehme ich mir auch noch den Riffl mit…

Heute ist auch Gene mit von der Partie, Letu und Sara sind bei dieser Wanderung sowieso immer dabei. Wir fahren mit der Kofelbahn rauf zur Bergstation, denn hier startet beim „Eingangstor“ der schöne Weg.

Über herbstliche Almmatten wandern wir am Grünbichl, an der schönen privaten Hütte vorbei…

Immer wieder finden wir Moosbeer und Granten am Wegesrand, die schnell gesammelt oder „geriffelt“ werden. Schnell stellen wir fest, bei wenigen Beeren ist das händische sammeln recht flott, bei größeren Beerenansammlungen macht das Riffeln mehr Spaß.

Bei Boscheben machen wir eine ganz kurze Pause beim Kreuz, dann wandern wir weiter. Die Sonne steht nun schon hoch am Firmament und die Temperaturen sehr angenehm.

Am Weg gibt es immer wieder lustige Stellen, die besonders Letu *noch* gefallen. Je erwachsener die Kinder werden, desto uninteressanter werden diese Abenteuerplätze, wie hier die kleine Höhle.

Wieder finden wir größere Beerenfelder, die mitgebrachte Box ist rasch gefüllt. Und die Beeren schmecken super!

Immer wieder kommen wir an Tafeln vorbei, die über den Zirbenbestand, die Flora und auch über Lawinen informieren.

Auch die Ausblicke ins Tal, obwohl es heute nicht ganz wolkenlos ist, sind spektakulär. Immer wieder fällt hier auf, wie stark bebaut das Inntal ist. Nur wenige Wiesen haben hier zwischen Innsbruck und Hall in Tirol überlebt…

Nun kommt auch unser erstes Ziel ins Blickfeld, die Tulfeinalm. Dort wollen wir eine Kleinigkeit essen, sofern wir einen Platz bekommen.

Doch die letzten Meter sind dann doch ein wenig anstrengend für die nicht-so-geübten.

Schlussendlich erreichen wir die Alm und haben auch noch Glück, wir bekommen einen schönen Platz in der Sonne! Hier bleiben wir nun ein bisschen, bestellen Getränke und für den Hunger einen Speckknödel…

… bald kommen die riesigen Knödel. Nach diesem Festschmaus sind wir wieder fit für den Rest der Wanderung.

Normalerweise war der letzte Abschnitt nur noch der kurze Spaziergang von der Tulfeinalm zur Bergstation des Einser-Sesselliftes. Doch da dieser Lift eben abgebaut wurde und nicht mehr verwendbar ist, müssen wir nun entlang der Piste zur Mittelstation gehen. Es gäbe auch einen Forstweg, doch wir entscheiden uns für die direkte Variante, und die heißt eben „steile Skipiste“.

Überall zeigen sich die unschönen Seiten einer Baustelle, auch die alten Stützen des Liftes finden wir…

… einfach abgeflext und nun wartend auf den letzten Weg zum Schrotthändler.

Von der Mittelstation nehmen wir die Gondel ins Tal, an der Bushaltestelle müssen wir auch nicht lange auf unseren Transport zum Parkplatz der Patscherkofelbahn warten.

Wohlbehalten erreichen wir wieder unser Auto, ein schöner Wandertag geht seinem Ende zu.

Tourendaten
Gesamtlänge: 13,39 km
Gesamtdauer: 5:00 h
Höhenmeter: 458 m / -1.198 m

200911 Tulferwald (Pilze sammeln)

Rückblickend werde ich mich an diese Zeit als das „Glungezerwochenende“ erinnern… aber dazu später mehr. Das Wetter ist wunderschön, fein warm, aber nicht zu heiß. Ein richtiger Altweibersommertag. Wir beschließen, den Nachmittag zu nutzen und im Wald nach Pilzen Ausschau zu halten.

Dazu fahren wir mit der neuen Glungezerbahn, sogar in der richtigen Gondel (Aldrans) hinauf zur Mittelstation. Hier stehen wir dann vor der großen Baustelle…

… der ganze Bereich wird hier umbaut. Fuhr hier noch letztes Jahr ein „Einer-Sessellift“ im Sommer, umgebaut zu einem Schlepplift im Winter, ist nun von der alten Bahn nicht mehr viel zu sehen. Die meisten Stützen sind schon abgerissen.

Wenn auch ein wenig Wehmut wegen dem richtig coolen Einser-Sessellift mitschwingt, freuen wir uns schon auf den Winter mit der neuen Bahn… die Gondeln sind einfach super-bequem.

Bevor wir mit der Pilzsucherei starten, kehren wir noch im Alpengasthaus Halsmarter ein. Während die Kinder den Kugelwald besuchen und dort die Zirbenkugelbahnen ausprobieren, setze ich mich in die Sonne und genieße ein Bier.

Zum Abschluss läuft Letu noch auf die Aussichtsplattform, um sich einen Überblick zu verschaffen…

Dann starten wir in den Wald, das erste Stück müssen wir zwar noch über die Piste, aber schon bald sind wir im Wald. Und es hat uns nicht getäuscht, kaum sind wir im Unterholz, sehr wir schon die ersten Pilze…

Immer wieder finden wir Steinpilze… leider ist ein guter Teil der leckeren Schwämme wurmstichig und muss daher im Wald verbleiben.

Dennoch, nach ca. 2:30 h gemütlicher Wanderung durch den Wald haben wir schon eine gute Ausbeute an Steinpilzen, Maronenröhrlingen und Hexenröhrling. Und 5 (!!!) schöne Einerschwammerlen haben wir auch gefunden…

Tourendaten
Gesamtlänge: 5,87 km
Gesamtdauer: 2:36 h
Höhenmeter: 60 m / -683 m

200728 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Spontanität zahlt sich manchmal aus, so wie heute. Nachdem sich Michi kurzfristig bei mir gemeldet hat und gefragt hat, ob ich mit auf die Aldranser Alm will (Spontanität #1), ist Letu noch nach Hause gekommen und hat gefragt ob er mit darf (Spontanität #2). Von zu Hause aus fahren wir erst mal die mühselige Rinnerstraße bis zum Kreisel, ab hier beginnt der eigentliche Forstweg, bei der Starkenhofsiedlung.

Zuerst noch ein paar Meter auf dem Asphalt erreichen wir dann kurz vor der Wasserfassung die Schotterstraße und Letu kann endlich sein neues Radl richtig auskosten. Und das macht er mit Bravour.

Mit von der Partie ist auch noch Ephraim, ein Kollege von Michi. So in der 4er-Runde ist es eine lustige Fahrt nach oben, einzig die Temperatur könnte Anstoß für Beschwerden sein.

Bei der schönen Aussicht bleiben wir kurz stehen, die Luft ist allerdings diesig, ein Zeichen, das vermehrt Feuchtigkeit eingelagert ist. Am Mittwoch ist ein kurzer Wetterwechsel gemeldet, der am Dienstag mit Gewittern eingeläutet werden wird.

Gemütlich fahren wir immer näher an unser Ziel, Letu schlägt sich wacker, die restlichen Drei natürlich auch…

Am Ziel sind wir dann alle Zufrieden. Es sind einige Leute hier oben, für einen Montag ganz ordentlich.

Wir bestellen uns Getränke und etwas zu essen, das haben wir uns jetzt wirklich verdient…

Während wir das Essen genießen, geht schön langsam die Sonne unter… ein wunderschönes Schauspiel, von dem niemand genug bekommen kann.

Zu lange dürfen wir jetzt nicht mehr sitzen bleiben, sonst wird die Abfahrt schwierig. Also essen wir auf, packen zusammen und fahren runter ins Tal.

An dieser Stelle nochmals ein Kompliment an Letu für seine erste Mountainbiketour auf eine Alm! Das hast du toll gemacht!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 22,31 km
Höhenmeter: 965 hm

200726 Seaperalm (2.090m)

Ein sehr ruhiger Fleck ganz in der Nähe der Landeshauptstadt ist das Padastertal. Bekannt geworden ist dieser Platz in den letzten Jahren als letzte Ruhestätte des Aushubs aus dem Brennerbasistunnel (BBT). Unglaublich, aber wahr, hier wird ein ganzes Tal verfüllt, damit der Tunnel nach Italien gebaut werden kann. Schenkt man den Machern hier Glauben, wird nach Abschluss der Arbeiten hier kein sichtbarer Schaden vorhanden sein.

Ich starte am unteren Ende der Baustelle, da befindet sich ein kleiner Parkplatz. Entlang des Prosantewegs wandere ich aufwärts, so mancher Geocache versteckt sich hier am Wegesrand. Stetig mache ich Höhe und die Aussicht auf das Wipptal und die Autobahn wird immer besser… das Brummen der aktuell wenig befahrenen Nord-Süd-Route ist immer zu hören.

Der Forstweg ist nicht spektakulär, aber dennoch schön zu gehen. Die Aussicht auf Serles und Nösslachjoch entschädigt für vieles…

Immer wieder erlaubt die Wegführung schöne Blicke ins Tal, einmal in Richtung Obernbergtal und Vinaders, dann wieder ins Padastertal selber mit der großen Schutthalde.

Das Wetter war beim losgehen noch recht schlecht, erst waren sogar ein paar Tropfen zu spüren. Doch nun wird es warm, fast schon schwül… und die Fernsicht ist gut.

Schließlich erreiche ich am Prosanteberg das etwas eigene „Gipfelkreuz“, hier mache ich eine kurze Pause und entdecke gleich ein Edelweiß, das hier mitten in der Wiese steht.

Das Gipfelkreuz steht war nicht auf einem Gipfel, aber stellt trotzdem den höchsten Punkt meiner Wanderung. Von hier fällt die Forststraße nun ab, bis ich schließlich die Seaperalm erreiche. Diese urige Hütte gefällt mir auf Anhieb… wunderschön gelegen und mit gemütlichen Wirtsleuten. Der Hüttenwirt wollte mich schon beim rauf gehen mitnehmen…

Ich gönne mir ein Bier, die Sonne lacht her, es ist still und angenehm, so lasse ich mir das gefallen. Ich bestelle mir noch eine Speckjausn, damit ist mein Glück vollkommen!

Fast kann ich mich nicht von diesem magischen Ort trennen, dennoch muss ich weiter, ich habe noch ein bisschen Weg vor mir…

Der Rückblick zeigt nun mein nächstes Problem, eine Wolkenwand schiebt sich über der Alm hervor und schaut nicht so einladend aus. Aktuell ist das Wetter ein wenig labil, das muss in die Tourenplanung einfließen.

Schließlich erreiche ich den Talboden des Padastertals, die BBT-Deponie liegt genau vor mir. Ich hoffe für uns alle im schönen Landl, dass dieses Projekt auch wirklich den Segen bringt, den sich die Planer versprochen haben. Zu groß sind die Eingriffe in die Natur schon jetzt.

Im Padastertal selbst gibt es einen schön angelegten Rundwanderweg der BBT, bei dem sogar ein 500m langer Tunnel zur Begehung freigegeben wurde. Hier bin ich schon mal mit den Kindern durchspaziert und das war eine Riesengaude. Heute begehe ich den halben Weg, startend von eben genanntem Tunnel am Talschluss.

Nach dem Tunnel gehe ich noch entlang der Aushubdeponie, immer am Waldrand bzw. an Felswänden vorbei, schließlich erreiche ich nach 3 Stunden wieder den Parkplatz. Just hier fängt es zu regnen an, da habe ich nochmals Glück gehabt!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:59 h
Gesamtlänge: 12,46 km
Höhenmeter: 739 m

200705 Largoz (2.214m)

Ein sehr heißer Tag steht uns laut Wetterbericht bevor, daher starten wir heute mal sehr früh. um 5:45 ist für die Kinder Tagwache, das ruft initial keine große Freude hervor. Trotzdem schaffe ich es irgendwie, die zwei Junioren zu motivieren…
Im Anschluss holen wir Michi ab, die ist heute auch mit von der Partie. Dann fahren wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, zum Parkplatz bei der Krepperhütte (1.352m).

Der erste Teil der Wanderung geht durch Nadelwald, die Kühle ist noch spürbar, den Kindern ist erst sogar kalt. Das legt sich aber schon bald, die Temperaturen steigen langsam, aber unaufhaltsam. Als wir ins Almgelände kommen, sind die Temperaturen trotz der Höhe recht warm.

Die Aussicht, sobald man den Wald verlässt, ist atemberaubend, das Inntal liegt einem zu Füßen, im Hintergrund die Stubaier Alpen und der Karwendel.

Der Weg zieht sich in angenehmer Steigung den Berg hinauf, bald schon erreichen wir unser erstes Ziel, die Largozalm (1.930m)

Wir machen hier noch keine Pause, zuerst wollen wir auf den Gipfel des Largoz, im Anschluss werden wir uns hier eine Erfrischung gönnen.

Ein wenig verwundert muss ich verstellen, dass hier sehr viele Leute am Weg sind. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Largoz nur im Winter stark frequentiert wird, aber dem ist nicht so. Ganze Heerscharen ziehen gen Gipfel, der größte Teil sind Einheimische.

Schaut man gegen Süden, sieht man die Wattenspitze, auch ein schöner Skiberg. Im Hintergrund sieht man die Tuxer Skiberge, die jedoch ob der Abgelegenheit nicht ganz so viel Besuch erhalten.

Kolonnen wälzen sich auf den Gipfel, der nun schon in greifbare Nähe gerückt ist. Sara braucht nochmals ein kleines Motivationsgespräch, dann stehen wir auf dem höchsten Punkt der Tour.

Ein Blick in den Osten offenbart im Vordergrund zwei kleine Seelein, dahinter der Bergrücken mit der Walder Alm und weiters die Ausläufer des Karwendels und Teile des Rofan.

Die Brotzeit am Gipfel schmeckt uns heute bei diesem Kaiserwetter natürlich besonders. Es ist windstill, warm und der Ausblick ist auch noch toll… das hat man nicht so oft.

Letu ist natürlich gleich wieder am erkunden der Gegend und kraxelt auf jeden Stein und Felsblock hinauf.

Vom Gipfel des Largoz gehen wir zum Gipfelkreuz der Pfadfinder Wattens (2.096m). Dort genießen wir nochmals die sensationelle Aussicht ins Unterland, dann wandern wir weiter zur Alm.

Überall blühen die Almrosen, wunderschön anzuschauen…

Rasch erreichen wir die Largozalm, nun können wir eine Pause machen. Die Alm ist nicht bewirtschaftet, aber der Senn stellt immer ein paar Kisten Getränke in den Brunnen, gegen einen kleinen Obolus kann man sich hier bedienen.

Hier ist wirklich gemütlich sitzen, aber eine Kleinigkeit treib uns dann doch noch ins Tal… nach der Tour, da wir eh durch Hall fahren, gibt es noch ein Eis vom „Kasenbacher“… das ist genau der richtige Abschluss für die gelungene Tour.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 11,07 km
Gesamtdauer: 4:30 h
Höhenmeter: 859 m

200628 Naviser Almenrunde (1.947m)

Heute beschließen wir die Naviser Almenrunde zu absolvieren. Wir starten vom Parkplatz „Schranzberg“ im hinteren Navis. Ab hier haben wir einen gemütlichen Start, der Forstweg hat eine sehr angenehme Steigung.

Immer an einem Bächlein entlang erreichen wir nach kurzer Zeit einen wunderschönen Boden mit uralten Bäumen. Hier würde sich ein Picknick anbieten… oder einfach nur Baumklettern…

Kletterpartie am alten Riesen

Nach dem Boden wechseln wir auf die nördliche Bachseite, der Weg führt nun in den Wald, steil zwar, aber dafür mit ein wenig Schatten. Wir machen ein paar Höhenmeter, bevor wir die erste Alm unserer Runde erreichen. Die leicht erreichbare Peeralm (1.663m) hatten wir schon vor ein paar Jahren mal besucht…

Peeralm

Aktuell ist die Alm geschlossen, denn es gibt keinen Pächter. Das soll aber in den nächsten Monaten erledigen…

Blick zum Talschluss

Unser Weg führt auf schönen Wegen weiter hinein ins hintere Navistal. Die Sonne lacht immer noch vom Himmel, aber an bestimmten Wolken sieht man schon, dass das Wetter nicht 100% stabil ist…

Wandersleut

Wir wandern an einigen Privathütten vorbei und erreichen am Talschluss die Klammalm (1.947m), den für heute höchsten Punkt unserer Wanderung. Dort lassen wir es uns gut gehen, die Kasknödel sind uns sehr empfohlen worden, und es stimmt, diese sind geschmacklich fast nicht zu toppen!

Rast bei der Klammalm

Wir genießen die Pause auf der Terrasse vor der Hütte. Die Hütte ist gut besucht, wir bekommen dennoch einen tollen Platz.

Klammalm

Nach der erholsamen Rast wandern wir wieder Tal-auswärts, vorbei an Almrosen, die jetzt in voller Blüte stehen…

Im Navis wird die Almkultur noch richtig gepflegt, zumindest hat es den Anschein. Die Almen hier sind riesig und überall sieht man das Vieh grasen… für Letu so manches Mal eine Herausforderung, denn die großen Tiere sind nicht unbedingt seine besten Freunde…

Almgrund „ohne nie“…

Im feinen Auf- und Ab wandern wir zur nächsten Alm…

… der Weg ist wunderbar zu gehen. Mal müssen wir über einen Zaun kraxeln, mal einen Bach überqueren, den Kindern wir auf den Fall nicht langweilig.

Lustige Bachquerung

Später erfahren wir vom Hüttenwirt auf der Poltenalm, dass es am Vortag stark geregnet hat… wir sehen heute immer wieder Auswirkungen davon. Schäden halten sich in Grenzen, aber der Boden ist extrem feucht und überall tritt Wasser aus und bahnt sich seinen Weg, manchmal auch über den Wanderpfad.

Kühe am Horizont

Wir erreichen die Poltenalm (1.880m), hier gibt es nun Kuchen als Nachspeise. Die Hütte wird aktuell als Familienbetrieb geführt und ist nur an den Wochenenden offen. Auch hier fällt auf, dass viele Einheimische das gute Hüttenangebot nutzen.

Poltenalm

Von der Poltenalm überblickt man fast das ganze Navistal. Die Aussicht ist wunderbar. Wir wandern über Mähder und Almwiesen weiter zur Stöcklalm (1.882m). Auch hier machen wir kurz Rast, dann wandern wir zur heute letzten Hütte…

Aussicht auf Habicht und Serles

Die Naviser Hütte, keine Alm, aber trotzdem ein Einkehrplatz, ist für heute der Abschluss unserer Almenrally. Wo sonst kann man relativ einfach über 5 Hütten mit Einkehrmöglichkeit wandern… im Navis ist es auf jeden Fall möglich und auch empfehlenswert.
Die Naviser Hütte hat aktuell auch wegen einem Pächterwechsel geschlossen, aber im Sommer soll das große Hause wieder aufgehen.

Naviser Hütte

Schlußendlich ist der Talgrund wieder erreicht, die letzten Meter zum Parkplatz sind bald geschafft. Das Wetter hat gehalten, aber nun schaut der Himmel schon ein wenig dunkel aus. Da haben wir noch richtig Glück gehabt…

Am Parkplatz ist fast nichts mehr los… dafür ist hier in letzter Zeit wohl mal richtig geholzt worden.
Eine tolle Wanderung, die Naviser Almenrunde. Wir finden sie sehr empfehlenswert und kommen bestimmt wieder mal her.

Parkplatz… doch wer parkt hier?

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 13,97 km
Höhenmeter: 742 m

200620 Bergfeuern Viggarspitze (2.306m)

Es ist wieder soweit, das Bergfeuer bzw. Herz-Jesu-Feuer steht für heuer wieder an. Leider, wie fast jedes Jahr ist das Wetter heute wieder durchwachsen. Am Nachmittag ist es mal sonnig, dann ziehen wieder Wolken über das Mittelgebirge.
Da es nicht regnet, machen wir uns doch mit den Jungschützen und Junghuttlern auf, erstes Ziel, eine Jause auf der Aldranser Alm.

Da wir einiges zum transportieren haben für die Feuer, sind wir motorisiert auf der Alm. Übrigens hat die „Aldranser“ heuer einen neuen Pächter… die erste Probe der neuen Küche passt auf jeden Fall mal…

Den Jungs schmeckt es auch, so gestärkt können wir weiter rauf zum Issboden fahren, von wo aus wir dann zur Viggarspitze wandern werden.

Heuer haben wir keine Übernachtung im Zelt geplant, daher sind wir schnell abmarschbereit. Jeder bekommt ein wenig Brennmaterial in den Rucksack, dann marschieren wir los.

Zuerst müssen wir durch die Weide mit übermütigen Haflingern… so manchem ist sichtlich unwohl, aber die Pferde sind eindeutig nur neugierig.

Dann steigen wir durch den Wald hinauf Richtung Viggarspitze

Wir sind ca. 1 Stunde am Weg, das passt genau, damit alle gut nachkommen.

Auf den letzten Metern wird es nochmals kurz ein wenig dunkel, aber wir haben Glück, wir bleiben vom Regen verschont.

Schlußendlich erreichen wir den Gipfel, wir haben noch genügend Zeit, alles herzurichten. Und das Wetter hält auch… das könnte heuer noch richtig gut werden!

Als es dämmert, werden die Feuer angezündet. Schon bald bekommen wir Feedback vom Tal, es schaut schön aus. Ja dann hat sich das Feuern heuer auf jeden Fall rentiert.

Es ist kühl geworden am Gipfel, daher stehen wir ein wenig um die Feuer und genießen die Aussicht ins Inntal. Dann bereiten wir uns für den Abstieg vor. Jeder hat eine Taschenlampe oder Fackel dabei, bedächtig steigen wir ab.

Natürlich braucht man in der Nacht ein wenig länger für den Abstieg, aber es läuft gut, die Jungs sind diszipliniert und folgenden unseren Anweisungen.

Im Rückblick sehen wir noch die Feuer am Gipfel, ein paar von uns sind noch zurückgeblieben…

Am Issboden lassen wir den Abend mit einer kleinen Grillerei ausklingen, dem Obmann sei dank: es gibt Brot und Wurst.

Zufrieden erreichen um mitten in der Nacht wieder Aldrans… heuer hat es allen sichtlich Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:35 h
Gesamtlänge: 4,70 km
Höhenmeter: 487 m

200613 Hochmahdalm (1.907m)

Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen verschlechtern, daher mach ich mit den Kindern noch eine Kurzwanderung auf die Hochmahdalm am Patscherkofel.

Wir machen es uns extra gemütlich und werden mit der Bahn rauffahren und dann erst auf die Hochmahd und dann auf die Patscher Alm gehen. So der Plan.

Leider ist die obere Sektion der Seilbahn gesperrt und wir müssen den Weg ein wenig ändern. Zwar immer noch gemütlich, aber Sara ist alles andere als begeistert. Das wird sich schon legen hoffe ich.

Der Weg ist angenehm steil, daher ist der Aufstieg angenehm. Aber es ist unglaublich, wie viele Leute am Weg sind. Scheinbar hat sich ganz Innsbruck und das Mittelgebirge auf den Weg gemacht, den Kofel zu erstürmen.

An der Patscher Alm laufen wir vorbei, wir nehmen eine Abkürzung durch den Wald, weil ein paar Kühe vor der Alm liegen und das Letu gar nicht behagt…

Die Aussicht ins Stubai und auf die Serles ist super, ein paar kleine Wolken können uns da auch nicht betrüben… dennoch sind das die ersten Anzeichen eine Wetteränderung.

Nach dem ersten Groll macht es dann allen Dreien doch viel Spaß. Manchmal rauscht eine Radlergruppe an uns vorbei, ansonsten sehen wir haufenweise Wanderer… an so viele kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern.

Schlußendlich erreichen wir die Hochmahdalm, eine sehr gemütliche Hütte mit wunderbaren Tiefblicken. Ich bin hier bis jetzt zum meiner Schande nur einmal vorbeigekommen, und da bin ich nicht eingekehrt! Das werde ich nun ändern…

Sara und Letu sind auch froh und ein wenig hungrig, also bestellen wir was zu essen. Letu und Sara teilen sich eine Pfanne Eier mit Speck, ich nehme eine Hauswurst.

Als das Essen schlußendlich da ist, meint Letu nur, das ist aber wenig… also wird noch ein Pfännchen bestellt… jetzt sind alle glücklich.

Der Abstieg verläuft nun über eine Abzweigung, die direkt bei der Hütte startet. Hier kommen wir steil und direkt wieder retour auf den Fahrweg. Eine richtige Abkürzung nenne ich das mal…

Nochmals schaue ich hinüber ins Stubai, die Wolken werden nun mehr…

Auch dieses Mal lassen wir die Patscher Alm, die recht gut besucht ist, links liegen… zwar wäre ein Kuchen noch eine Sache gewesen, aber man kann nicht alles haben. Rasch fahren wir mit der Bahn wieder ins Tal… es ist richtig schwül geworden.

Während der Runterfahrt beschließen wir, noch was zu machen. Während ich die Kinder ins Tivoli bringe (jetzt sind sie ja groß genug für den alleinigen Schwimmbadbesuch), fahre ich noch nach Gleins, denn da warten noch ein paar Geocache auf mich…

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,86 km
Gesamtdauer: 1:20
Höhenmeter: 263 m