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200411 Lanserköpfl (930m)

Man muss es schon fast ein wenig Ironie nennen, das Wetter ist seit Wochen trocken und wunderschön, und wir dürfen nur „moderate“ Sportaktivitäten im Freien durchführen. Heute, Sara ist dieses Mal auch mit von der Partie, machen wir eine Wanderung zum Lanserköpfl. Diese Runde können wir wunderbar von zu Hause aus starten, und der Weg dorthin ist interessant und schön.

Die ersten Meter vom Hause weg…

Von Zuhause startend wandern wir nach Westen, der Sonne entgegen. Erst über Bauernwiesen, flach und wenig anstrengend. Dann wird es ein wenig steiler, es geht rauf zum Aldiger Bahnhof, Haltestelle der Straßenbahn Nr. 6.

Kurz durch den Wald, in Richtung des kleinen, aktuell geschlossenen Gasthäuschens „Vogelhütte“. Dieser Name hat mich schon immer fasziniert. Woher kommt dies? Nach kurzer Recherche habe ich folgendes herausgefunden: In früheren Zeiten waren Vögel eine beliebte Delikatesse in Tirol (siehe auch Vogelfocher, oder Vogelfänger). Gasthäuser wie eben dieses hier hatten sich auf die Bewirtung mit dem kleinen Federvieh spezialisiert, daher auch der Name: Vogelhütte.
Kurz bevor wir jedoch die Jausenstation erreichen, biegen wir beim Golfplatz wieder in den Wald ab.

Abzweigung beim Golfplatz

Nun geht es in angenehmer Steigung, leicht schattig und daher angenehm kühl in Richtung Seerosenweiher. Immer wieder bewundern wir die schöne Aussicht, die sich hier, auf der östlichen Mittelgebirgsterasse eröffnet. Über allem tront immer der mächtige Patscherkofel.

Der mächtige Patscherkofel tront über allem…

Kurz bevor wir den unter Naturschutz stehenden Seerosenweiher erreichen, biegen wir wieder ab, zu unserem eigentlichen Tagesziel, dem Lanserkopf. Hier steilt der Weg ein letztes Mal auf und mündet fast am Schluß in einen Hohlweg ein. Flotte Downhiller kommen uns entgegen und stürzen sich wagemutig so manch steilen Steig hinunter.

Letu zieht seine Schwester die letzten steilen Meter über den Hohlweg…

Wer schon länger nicht mehr am Lanserkopf war, wird verwundert festellen, wie sehr hier ausgeholzt wurde. War der Gipfel dieses kleinen Hügels „früher“ noch völlig bewaldet, ist jetzt das ganze Plateau abgeholzt und neue Bäumchen wurden gepflanzt. Dies müssen wir feststellen, nachdem wir eine Abkürzung nehmen und oben ein Betretungsverbot festellen…

Forstliches Sperrgebiet… das haben wir wohl übersehen!

Die Kinder sind heilfroh, daß wir nun den Gipfel erreicht haben, ab jetzt ist der Weg eben oder abwärtsführend. Wir machen eine kleine Pause bei den Überresten ehemaliger Flakstellungen, die Innsbrucks Süden im Weltkrieg II verteidigten.

Letu und Sara bei den Flakstellungen

Ein Schluck Wasser stärkt uns und wir machen uns auf, den Weg weiter zum Lansersee zu gehen. Kaum unterwegs, fällt den Kindern und Letu im Besonderen immer wieder ein „Latzi“ ein…

Bald erreichen wir den Lansersee, der ruhig in der Frühlingssonne glänzt. In einem „normalen“ Jahr wäre der See wahrscheinlich geöffnet, und viele Leute würden, wenn auch nicht schwimmend, die Sonnenstrahlen genießen und sich leicht bekleidet bräunen. Heuer ist alles anders…

Menschenleere Liegewiese

Bald nach dem See erreichen wir den asphaltierten Weg zurück zur Vogelhütte, den wir ein Stück begehen werden. Wir sind nicht die Einzigen, viele Menschen nutzen den warmen Frühlingstag aus…

Wir gehen an der Mittelgebirgsbahn-Trasse entlang, leider wurde der Schienenverkehr dieser schönen Bahn in den letzten Jahren sukzessive reduziert und dieser Tage fährt die Bahn unter der Woche überhaupt blos noch 2x täglich. An den Wochenenden fährt sie ein dafür wenig öfter, das ist den Touristen geschuldet.

Wiederum zweigen wir vom geraden Weg ab, nun wandern wir über die Felder retour nach Aldrans, die Vogelhütte haben wir heute komplett ausgelassen. Nun ja, einkehren hätten wir eh nicht können, daher ist es nicht schlimm, daß uns unser Weg anders geführt hat.

Blick vorbei am Mühlsee auf den Patscherkofel

Vorbei am privaten Mühlsee mit dem schattigen alten Haus im Hintergrund, über das ich bis jetzt nicht viel rausfinden konnte, erreichen wir wieder Aldiger Grund. Kurz bevor wir den Wald erreichen, sehen wir ein gar sonderbares Getier über den Weg huschen.

Schwarzblauer Ölkäfer, auch Schwarzer Maiwurm

Es ist ein Schwarzblauer Ölkäfer, auch Schwarzer Maiwurm genannt. Noch nie hatte ich sowas gesehen und auch erst durch die Nachschau zu Hause konnte ich feststellen, um welchen Kreucher es sich hier handelt.

Letu und Sara auf den letzten Metern…

Das letzte Stück führt uns immer entlang des Lanser Baches, der angenehm gurgelnd mit uns mitzulaufen scheint. Dieser Teil ist einer meiner liebsten Stellen zum Spazieren und Joggen, die Ruhe hier kann ich immer wieder sehr genießen.

Idyllischer Lanser Bach

Abschließend erreichen wir wieder den Bahnhofsweg, der uns direkt und kurzweilig retour nach Hause bringt. Eine schöne Runde mit tollen Eindrücken.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:06 h
Gesamtlänge: 7,33 km
Höhenmeter: 213 hm

200410 MTB Mittelgebirgsrunde

Nach wir gestern eine erste Aufwärmrunde gemacht haben, beschließen wir, heute ein wenig weiter zu fahren. Das Wetter ist unverändert schön, und lädt zu Aktivitäten im Freien ein. Heute wollen wir zumindest in die gleiche Richtung wie gestern fahren, aber heute soll die Runde wenig länger werden. Wir starten wieder von zu Hause, dieses Mal sind die Startbedingungen aber ganz anders. Da wir über den Herzsee fahren wollen, müssen wir erst die steile Dorfstraße rauf zum Gewässer…

Nach dieser kurzen Einführung ins Bergradeln erreichen wir den See und können kurz entspannen… aber nur kurz, den die nächste Steigung steht schon vor der Türe…

Nachdem wir auch diese Steigung gemeistert haben, erreichen wir die Prockenhöfe, ein kleiner Weiler von Aldrans, wunderschön in jetzt schon grünen Wiesen gelegen. Direkt am namenlosen Bächlein zweigen wir nach links, dem Taxerhof entgegen. Nun können wir es mal „laufen lassen“, eine angenehme Steigung bringt uns zur kleinen Nebenstraße nach Kienberg.

Wir sind augenfällig nicht die einzigen, die heute ins Freie strömen, auch sonst sind viele Radler am Weg. Auffällig ist allerdings das Alter der Menschen und auch, daß fast jeder, unabhängig vom Alter, ein E-Bike verwendet.

Letu und ich sind da natürlich eine Ausnahme, wir fahren immer noch Stromlos durch die Gegend, aber positiver Weise auch ohne „Nebengeräuse“ vom E-Bike. Über Kögl erreichen wir schlußendlich unser erstes Etappenziel, Kienberg. Hier zweigen wir ins Zimmertal ein, das uns immer weiter Richtung Hall in Tirol bringt.

Angenehme Wege, gepaart mit kleinen Anstiegen und schönen Abfahren machen diese Runde angenehm und dementsprechend auch beliebt. Neben den E-Bikern sehen wir nun vermehrt Rennradfahrer, die die wunderschöne Trainingsstrecke abfahren.

Am Glockenhof erreichen wir die Straße von Tulfes nach Hall. Obwohl unser erstes Ziel Judenstein gewesen wäre, beschließen wir jetzt, eine andere Route zu verwenden. Wir fahren Richtung Hall, vorbei am schon lange geschlossenen Wirtshaus „Volderwaldhof“.

Nun zweigen wir auf eine keine, unbekannte Straße kurz vor dem Gasthof Badl, links hinauf, noch ein paar Höhenmeter müssen bewältigt werden. Dafür erreichen wir eine Nebenstraße nach Häusern, die uns weg von der vielbefahrenen Hauptstraße bringt.

Anschließend erreichen wird die kleine Siedlung Häusern, die noch zu Ampass gehört. Hier zweigen wir auf die Felder ab, eben radeln wir über grobe Wege nach Ampass, der Kirchbichl immer im Blickfeld.

Nun noch eine Steigung, bis wir das Widum Ampass erreichen, über die Felder und wieder auf den Weg, den wir gestern schon „genossen“ haben, allerdings in die verkehrte, nach unten führende Variante. Nun müssen wir uns hinauf zum Fussballplatz kämpfen, das ist eine ganz nett steile Steigung. Auch diese meistert Letu mit Bravour… die Aldranser Alm läßt grüßen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:20 h
Gesamtlänge: 16,77 km
Höhenmeter: 369 hm

200409 MTB Herzbachtal – Aufwärmrunde

Es ist nun ein wenig lockerer geworden im Heiligen Land Tirol. Dank der Covid19-Krise sind wir alle in unseren Freizeitaktivitäten beschnitten worden. Eine notwendige Maßnahme, natürlich, aber nicht für jeden so leicht einzuhalten.

Wir haben uns strickt an die Maßnahmen der Regierung gehalten, man schaut ja auf sich und auf die Anderen. Hoffentlich, so wünschen wir uns, geht dieser Kelch an uns vorbei. Nun ja, zumindest ein paar Einschränkungen sind gefallen und wir dürfen wieder Joggen und Radfahren! Das ist schon eine wohlgesehende Änderung in unserem sonst so auf das traute Heim zentralisierte Lebensweise…

Letu und ich beschließen, das Rad, gereinigt und eingestellt schon vor einiger Zeit, aus dem düsteren Keller zu holen und ins wunderschöne, helle Licht zu führen. Die Sonne lacht vom Firmament, nicht erst seit kurzem, besseres Wetter könnte man sich nicht wünschen. Nach kurzer Beratung beschließen wir, ins Herzbachtal zu fahren.

Von Aldrans fahren wir über den Fussballplatz und das Widum Ampass in Richtung Herzbachtal.

Der Start ist angenehm, es geht erst mal flach hinweg und anschließend abwärts. Doch ab dem Widum Ampass steilt die Straße auf, jetzt heißt es, die Wadeln zu aktivieren.

Im Herzbachtalist ist es fast immer schattig, aber auch wunderschön und dank der angenehmen Lufttemperaturen relativ warm. Langsam arbeiten wir uns den Waldweg hinauf, unser Ziel ist der Herzsee.

Letu macht sich gut, da wir noch nicht so viele Bergtouren gemacht haben, muß er erst ein wenig lernen, langsam und konstant zu fahren. Aber das funktioniert eben schon recht gut und er ist ein wissbegieriger Schüler…

Nach der ersten Steigung am Anfang der Forststraße legen sich die Straße zurück und es geht gemütlich entlang des Herzbachs in Richtung des Sees. Jedoch, ich kenne die Strecke nur zu gut, am Schluß kommt nochmals ein kurzes, knackiges Stück, das Letu aber ohne Probleme meistert.

Hier, am Ende der Waldstrecke erwartet uns schon wieder die Sonne, nun können wir diese gut gebrauchen, denn ab hier geht es am kleinen See vorbei und anschließend über die Straße wieder retour zu unserem trauten Heim.

Tourendaten
Gesamtdauer: 30:00 h
Gesamtlänge: 4,64 km
Höhenmeter: 120 hm

200302 Skispaß am Patscherkofel

Es wird wieder mal Zeit für einen kleinen Skitag. Das Wetter ist nicht gerade super, daher bleiben wir wieder einmal in der Nähe, der Patscherkofel ist eh recht fein. Schnell erreichen wir den Parkplatz, fast nichts los heute.

Letu in der Gondel…

Mit der Gondel erreichen wir rasch die Mittelstation, wir fahren noch rauf bis zur Bergstation. Hier hören wir, dass die Bahn gestern wegen Wind geschlossen war, heute ist es zwar wieder windig, aber scheinbar nicht ausreichend…

Auf der Piste…

Die erste Fahrt, das haben wir uns angewöhnt, ist immer zum Aufwärmen, danach können wir es krachen lassen. Letu erwartet es jedoch nicht und saust gleich in den Funpark.

Auf der Piste…

Noch ist echt wenig los, das ändert sich jedoch im Laufe des Vormittags. Immer mehr Leute kommen, es ist zwar nicht gesteckt voll, aber im Vergleich zu den ersten zwei Abfahren, bei denen wir sozusagen alleine auf der Piste waren, ist jetzt „halli-galli“.

Auf der Piste…

Beim großen Funpark ist heute eine Veranstaltung, daher sind auch hier viele Snowboarder und Freestyler. Letu findet aber immer wieder eine Lücke, um in den Funpark reinzufahren… Papa muss filmen!

Letu beim Sprung…

Geschlagene fünf Stunden sind wir heute insgesamt am Weg, nur eine kurze Pause bei der Teehütte, für einen Kakao gönnen wir uns. Beide sind wir heute richtig motiviert.

Heiligwasserwiese…

Doch jeder Spaß hat auch mal sein Ende, um 14:30 müssen wir nach Hause, weil ich noch eingeladen bin. Rückblickend haben wir heute schon was gemacht… Letu und ich!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:25 h (Abfahrtszeit)
Gesamtlänge: 42,85 km
Höhenmeter: -9.649 hm

200216 Skitour Morgenköpfl (2.216m) und Überfallgründl (2.302m)

Heuer hat zwar mit der Skifahrerei gut begonnen, aber irgendwie habe ich nie wirklich Zeit für Skitouren. Heute ist jedoch wieder mal ein Tag, an dem sich „was“ ausgeht. Zusammen mit Michi wollen wir auf den Morgenkogel rauf. Richtig fit sind wir beide nicht, Michi war am Vortag richtig lange skitechnisch am Weg, und bei mir schlägt sich die Huttlerzeit ein wenig auf die Kondi…

Um 9:00 Uhr, also relativ spät, starten wir von Aldrans aus zum Parkplatz beim Hinterlarcher in Ellbögen. Von dort müssen wir zuerst einmal die Ski eine gute Strecke tragen, denn Schnee ist nicht gerade üppig, auch nicht hier im Schneeloch im Arztal. Trotzdem wollen wir unser Glück probieren. Also heißt es zuerst einmal marschieren…

Stapfen im Schnee…

Nach ca. 20min. haben wir allerdings so viel Schnee unter den Sohlen, dass wir es wagen, die Ski anzuschnallen…

Im Wald ist die Spursuche nicht immer ganz einfach…

Und es funktioniert. Zwar ist gerade im Wald immer wieder ein wenig „Schneesuche“ angesagt, aber trotzdem kommen wir flott weiter.

Am Boden sieht man die Rückstände des letzten Windes

Lange marschieren wir durch den Wald, der Schnee wird langsam immer mehr und wir bewundern schöne Schneeformationen am Weg … erstellt durch den Baumeister Wind.

Schöne Schneeformationen

Bald lichtet sich der Wald ein wenig und der Schnee nimmt zu… die Aussicht wird immer besser, der Wind hat unterwegs allerdings auch aufgefrischt.

Blick ins Wipptal und zur Saile

Nachdem wir den Wald verlassen haben, sehen wir auch schon unser erstes Ziel, das Morgenköpfl. Hierher habe ich es noch nie geschafft, daher freue ich mich schon auf einen neuen Gipfel.

Das Ziel vor Augen

Wir gehen bis zu einem kleinen, windgeschützten Abhang, dort lassen wir unsere Ski zurück. Die letzten Schritte auf den Gipfel müssen wir zu Fuß machen, hier wäre ein Aufstieg mit Skiern nicht möglich. Steil fällt die Wand ins Arztal hinunter…

Morgenköpfl (2.216m)

Hier am Gipfel machen wir eine kurze Pause, doch leider ist der Wind zu stark, um es sich gemütlich zu machen. Schon ein paar Tage sind vergangen, seit dem letzten Eintrag ins Gipfelbuch. Dieser Gipfel ist nicht überlaufen, die Aussicht aber auf jeden Fall super…

Pause am Gipfel

Im Hintergrund sehen wir unser eigentliches Ziel, den Morgenkogel (2.607m). Nach kurzer Beratung schreiben wir diesen aber ab, das ist heute einfach nicht drin. Also marschieren wir noch bis zum Überfallgründl (2.302), dem höchsten Punkt unserer heutigen Tour.

Auf dem Weg zum Überfallgründl…

Der Name „Überfallgründl“ lässt meine Phantasie anspringen, aber auch später, zu Huase kann ich keinerlei Informationen zu diesem interessanten Namen finden. Am markanten Steinmandl pausieren wir nochmals, doch richtig gemütlich ist es auch hier nicht. Der Blasius ist wieder arg am wüten…

Am Überfallgründl

Wir ziehen uns schnell um, fellen ab und machen uns schnell aus dem Staub. Kaum haben wir ein paar Schwünge in den Nordhang gemacht, wird der Wind zum Glück weniger. Die Schneequalität ist nicht prickelnd, aber zumindest im oberen Teil relativ hart und gut zu fahren.

Der Wind faucht uns um die Ohren

Bald erreichen wir den Wald, hier ist der Schnee patzig und weich, das Fahren eine echte Herausforderung. Trotz alledem macht die Fahrt doch ein wenig Spaß. Nach einer „richtigen“ Waldbahn erreichen wir die Profeglalm, auch Ochsenalm genannt. Wir machen hier eine kurze Pause, nun scheint die Sonne ein wenig, der Platz ist windgeschützt und wir genießen den feinen Moment an der Alm.

Wasser holen bei der Alm

Doch wir müssen weiter, nochmals geht es durch den Wald, die Abfahrt ist nicht einfach. Dann erreichen wir den Forstweg und ab hier ist die Abfahrt zwar unspektakulär, aber zumindest nicht mehr so schwierig zu meistern. Irgendwann ist der Schnee wieder fertig und wir müssen die letzten paar hundert Meter zu Fuß laufen.

Abfahrt über die Almstraße

Vom Hinterlarcher fahren wir über Patsch nach Hause, beim Altwirt besuchen wir noch einen Bekannten, und essen eine Kleinigkeit.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,98 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 1.088 m
Lawinenwarnstufe: 2

200104 Skitour Schartenkogel (2.310m)

Das Wetter ist zwar durchwachsen, aber Michi und ich haben doch ausgemacht, heute eine kleine Skitour auf den Schartenkogel zu wagen. Da nicht gerade viel Schnee liegt, ist die Talabfahrt gesperrt. Wir nutzen daher für den ersten Teil des Aufstiegs, also bis Halsmarter, die neue Gondel. Da ich heute ein wenig verplant bin, felle ich erst im Lift auf… dank dem großzügigen Platzangebots in der Gondel kein Problem.

Bei der Bergstation satteln wir um auf unsere Ski und starten gleich los, erst ein wenig flach, doch dann gleich mal den steilen Abschlußhang hinauf. Der Schnee ist griffig, daher kommen wir gut ohne Harscheisen aus.

Blick vom Ziehweg zur Bergstation des Schartenkogellifts

Rasch erreichen wir erst das Ende des Schlepplifts, dann gehen wir über die linke Piste weiter Richtung Ziehweg.

Michi, im Hintergrund sieht man überall Steine… die Schneeauflage ist nicht üppig

Auch den Ziehweg haben wir rasch überwunden, dann sind wir schon beim letzten Aufschwung.

Kurz vor dem Ziel… im Hintergrund ein schöner Blick auf Innsbruck

Von der Bergstation „Schartenkogellift“ sind es nur noch ein paar Meter, dank wenig Schnee müssen wir uns einen Weg durchs Geröll bahnen… aber immer mit Schnee unter den Fellen.

Kurz vor dem Gipfel

Hier fellen wir ab, verstauen unser ganzes Zeug und beschließen, rasch wieder abzufahren. Es ist nicht gerade fein hier oben, es bläst ein kalter Wind…

Bei der Abfahrt machen wir noch einen Einkehrschwung in der Tulfein-Alm. Nun unter neuem Pächter, hat sich die Hütte dennoch nicht verändert ist nach wie vor gemütlich und auch gut besucht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 7,62 km
Höhenmeter: 796 m

200101 Skifahren zu Weihnachten

Heuer will der Winter nicht richtig in die Gänge kommen, aber trotzdem, auch dank Beschneidung sind ein paar Skigebiete offen. Für uns am nächsten sind der Patscherkofel und der Glungezer, also fahren wir fast täglich auf die Piste…

Oben am Berg ist die Piste gut, die Talabfahrten sind leider gesperrt. Das bedeutet am „Kofel“ eine sehr kurze Abfahrt, die uns aber trotzdem sehr viel Spaß macht…

Wir setzen unsere Abfahrten dann, zumindest wo genug Schnee liegt, abseits der Pisten im feinen Powder. Das ist lustig und macht die kurze Abfahrt dann doch erträglich…

Da Letu zu Weihnachten eine GoPro bekommen hat, müssen wir natürlich permanent gefilmt werden, auch Fotos sind immer wieder dabei. Er hat eine Mords Freude an dem neuen Teil, und ich muss zugeben, ich auch…

Das Wetter ist mal gut, mal weniger gut, aber für die Weihnachtstage sind wir gut aufgehoben. Uns Dreien, Sara, Letu und mir hat die Skifahrerei auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht… insgesamt sind wir über die Weihnachtstage 10x auf der Piste.. also fast jeden Tag.

191227 Skitour Patscherkofel (2.246m)

Nachdem ich am Vormittag mit Letu beim Skifahren war, beschließe ich am Nachmittag noch eine kurze Skitour auf den Patscherkofel zu machen. Michi ist auch mit von der Partie… eigentlich war es ja ihre Idee.

Da die Talabfahrt aktuell gesperrt ist, fahren wir bis zur Mittelstation, dort ziehen wir die Ski an und laufen los.

Das Wetter ist nicht so sonnig wie am Vortag, aber das tut unserer Freude keinen Abbruch. Wir erreichen ziemlich rasch das Patscherkofelhaus, da es uns noch zu kurz war, beschließen wir gleich weiterzugehen.

Es schneit mittlerweile recht gut, die Sicht ist nicht besonders, aber da wir den Weg kennen, ist das kein Problem. Da wir den „Ziehweg“ auf den Gipfel nehmen, machen wir fast keine Höhenmeter, dafür aber ein wenig Horizontalweg… nicht gerade spannend, aber es passt uns trotzdem gut.

Bald schon erreichen wir den Gipfel, der Schnee hat sich in meinem Bart und auch den Haaren festgesetzt…

…als ich das Stirnband abziehen will, merke ich, dass meine Haare an dem Band festgefroren sind… aua, das hat richtig weh getan.

Wir bleiben nicht lange am Gipfel, es ist nicht besonders gemütlich. Schnell fellen wir ab, dann fahren wir den Ziehweg zurück zum Patscherkofelhaus. Hier bleiben wir auch nicht stehen, über die Patscher Alm fahren wir ins Tal.
Der untere Teil der Abfahrt ist nicht präpariert, daher ist die Fahrt nicht gerade angenehm. Und doch kommen wir bis auf wenige Meter zur Talstation. Die letzten 200m müssen wir die Ski tragen, dann erreichen wir das Restaurant bei der Kofelbahn. Dort lassen wir die Tour mit einem „Tiroler Gröschtl“ ausklingen.

Tourendaten

Skitour
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 4,21 km
Höhenmeter: 538 hm

Abfahrt
Gesamtdauer: 0:30 h
Gesamtlänge: 6,57 km
Höhenmeter: -1.266 hm

191027 Vennspitze-Runde [2.450m]

Heute in der Früh geht’s los, wir, das heißt, Opa, Letu und ich machen uns auf ins Wipptal. Unser Ziel ist ein eigentlich typischer Skiberg, die Vennspitze und evtl. lässt sich „hinten“ noch ein wenig dranhängen. Um kurz nach 8:00 Uhr fahren wir in Aldrans los, ein Privileg des Herbstes, man kann recht spät starten. Wir fahren bis zum Wanderparkplatz beim Gasthof Steckholzer, dort starten wir zu unserem Tagesunternehmen.

Die Herbstzeit ist zwar nicht mehr mit den hohen Temperaturen des Sommers gesegnet, aber gerade heute ist ein sehr angenehmer Tag. Fast T-Shirt-Temperaturen… Und eines hat der Herbst den anderen Jahreszeiten voraus… die wunderbaren Farben. Wir starten unsere Wanderung durch einen Lärchenwald, die leucht-gelben Nadelbäume werden uns heute noch lange begleiten. Wunderschön anzusehen…

Noch ist es im Schatten ein wenig frisch, sobald die Sonne rauskommt, wird es aber wieder warm. Wir steigen über sanfte Böden immer weiter, überall um uns herum leuchten die wunderschönen Lärchen.

Nach einiger Zeit erreichen wir die Waldgrenze, anstatt leuchtender Herbstbäume haben wir nun Matten mit Wacholdersträuchen, so weit das Auge reicht. Eine kurze Felsstufe im Aufstieg meistern wir auch schnell.

Der Ausblick ist ab der Waldgrenze phänomenal, das Wetter ist heute herrlich, ich kann es nicht oft genug sagen. Und die Aussicht ist in alle Richtungen wunderbar! Letu hat heute sein kleines Fernglas dabei, da wird auch so manchem Gamsl nachgeschaut.

Schlussendlich sind wir am Gipfelgrat angelangt, am Zaun entlang geht es hinauf zum ersten Gipfelkreuz, nämlich dem der Vennspitze [2.390m].

Direkt am Grat, wie hier nicht anders zu erwarten, bläst ein leichter Wind. Doch schon ein paar Meter nördlich des Kreuzes finden wir ein windstilles Plätzchen und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit. Dann machen wir uns auf zum nächsten Gipfel, des Rossgrubenkogels [2.450m]. Der Weg zwischen den zwei Gipfeln ist nicht schwer zu gehen, aber teilweise sehr ausgesetzt. Letu macht seine Sache aber sehr gut und ohne Probleme erreichen wir unser nächstes Ziel.

Der weitere Weg führt uns zum Silleskogel [2.418m], auch einer der bekannten Skiberge, im Sommer aber selten besucht. Hier ist kein Gipfelkreuz montiert, eine Steinplatte zeigt den höchsten Punkt hier an. Auch hier bleiben wir nur ganz kurz, nun geht es steil hinunter zum Geierschnabel, einer sehr beeindruckenden Felsformation…

Der sichtbare Pfad zieht rechts vom Geierschnabel steil zu einer Kuppe. Wir beraten uns, schauen uns den weiteren Weg an und kommen zu der Feststellung, dass wir falsch gegangen sind. Wir müssen nochmals aufsteigen, hinauf zum Geierschnabel, denn der Weg führt von hier durch ein breites Tal hinunter zur Sillalm.

Wir gehen nach Erreichen des Geierschnabel weglos in die Talsenke, sehr schön zu gehen, und schwierig ist es auch nicht. Aber wir sind schon eine gute Weile am Weg, Letu wird ein wenig müde. Aber er hält sich wacker… und beeindruckt Opa und mich!

Über Stock und Stein, im wahrsten Sinne des Wortes gehen wir Talabwärts, Richtung Sillalm. Da wir zumindest im oberen Teil keinen Weg haben, suchen wir uns immer wieder den Pfad des geringsten Widerstandes. Das geht gut, denn Schwierigkeiten stellen sich uns keine in den Weg. Schlussendlich erreichen wir doch wieder einen gut ausgeprägten Pfad, der uns weiter talwärts führt.

Nach langer Strecke ohne richtigen Wegen sind wir dann froh, als wir die Forststraße erreichen, die wieder in unseren Karten eingezeichnet sind. Naja, Froh ist vielleicht der falsche Ausdruck, die Wanderung durch das Gelände hat uns allen Dreien sehr viel Spaß gemacht. Im Tal kehren wir noch im Gasthaus Steckholzer ein und genießen die feine Herbstsonne.

Eine wunderschöne Überschreitung der Venner Berge, die uns sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird…

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:00 h
Gesamtlänge: 11.77 km
Höhenmeter: 1.167 hm

190914 Zirbenweg mit Viggarspitze [2.306m] und Neunerspitze [2.285m]

Das Wetter ist heute super gemeldet, die Temperaturen angenehm, das heißt in der Schlussfolgerung, ich bin dann mal wieder auf dem Berg. Heute mit den Junioren. Unser Zeil, das wir auch schon lange machen wollen… die zwei Berggipfel auf Aldranser Gemeindegebiet. Viggarspitze und Neunerspitze. Wir starten in Igls bei der Patscherkofelbahn, die uns gemütlich rauf auf Start des Zirbenwegs bringt.

Die ersten paar Meter des Steiges sind gesperrt, es gibt aber eine gute Umleitung. Schon bald erreichen wir den wunderschönen Weg durch diesen großen Zirbenbestand. Und immer wieder erhaschen wir auch Blicke auf die umliegende Bergwelt und das Tal.

Angenehm geht’s auf und ab, nach kurzer Wanderung erreichen wir auch schon das Alpengasthaus Boscheben. Hier sind die Mitarbeiter schon emsig beim Herrichten, es verspricht ein guter Tag fürs Geschäft zu werden. Schon jetzt sind einige Leute am Weg.

Weiter wandern wir auf dem Zirbenweg, bis wir zur Abzweigung zur Viggarspitze kommen. Hier steilt der Weg nun ein wenig auf, das macht aber den Kindern und mir nichts aus. Immer wieder kommen schöne Felsformationen, die für Kurzweil sorgen.

Dann erreichen wir auch schon die erste Station unserer Wanderung, die Viggarspitze [2.306m]. Schon öfter sind wir hier heroben gestanden, auch zu nächtlicher Stunde, als Bergfeuern angesagt war. Im Winter bin ich hier mal mit Alfons gewesen, das war auch eine tolle Tour.
Nun wir erst mal fein gebrotzeitet, heute haben wir die Luxusvariante mitgenommen. Und es schmeckt…

Das Wetter ist wunderbar, es ist windstill und so könnte man hier fast ewig bleiben, aber wir müssen weiter. Wir haben ja noch einen zweiten Gipfel zu machen. Also packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Die Abkürzung über einen alten Jägersteig finde ich leider nicht, daher gehen wir den Normalweg zur Neunerspitze, der auch wunderschön ist.

Und hier müssen wir irgendwann mal pausieren, zu viele Heidelbeeren stellen sich uns in den Weg. Diese müssen einfach eingesammelt werden… das kostet uns einiges an Zeit. Bald haben wir einen „Topf“ voll gesammelt und gehen weiter Richtung Neunerspitze.

Nicht immer ist der Weg perfekt, aber wir kommen gut durch und dann haben wir nach einem kurzen steilen Anstieg auch das zweite Etappenziel, Neunerspitze [2.285m] erreicht.

Der Weg von den Neunerspitze bis zum Zirbenweg verläuft fast ausschließlich im Latschengürtel, dementsprechende Temperaturen herrschen hier im Sommer. Heute ist es angenehm. Die Aussicht auf diesem Teil ist nicht ganz so spektakulär, aber immerhin gibt es immer wieder ein paar kleine Felsen, die unserem „Scout“ eine Aussichtsplattform geben.

Schlussendlich erreichen wir Zirbenweg, der sich wie eine Autobahn vom Patscherkofel zum Glungezer schlängelt. Wir sind froh, dass wir die Verlängerung über die zwei „Aldiger“ Berge genommen haben…

Obwohl wir erst in der Tulfeinalm einkehren wollten, lassen wir wegen Platzmangels diese Option sausen und fahren mit dem Einsersessellift, vielleicht das letzte Mal, zur Mittelstation.

Eine lustige Fahrt ist es allemal mit dem alten Ding, geplant ist allerdings, dass auch diese Sektion nächstes Jahr mit einer Gondel ausgestattet wird. Die Bauarbeiten sind schon im Gange, wir werden sehen , wie schnell das Projekt umgesetzt wird.
Beim Kugelwald machen wir nochmals eine Pause, Letu geht ein wenig Waldkegeln, während Sara und ich die kleine Pause genießen.

Dann geht auch dieser feine Wandertag zu Ende, mit der neuen Glungezerbahn fahren wir nach Tulfes, wo schon der Bus auf uns wartet. Das war wieder ein wunderschöner Tag im Hoamat´l.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:00 h
Gesamtlänge: 10,46 km
Höhenmeter: 616 hm