Spontanität zahlt sich manchmal aus, so wie heute. Nachdem sich Michi kurzfristig bei mir gemeldet hat und gefragt hat, ob ich mit auf die Aldranser Alm will (Spontanität #1), ist Letu noch nach Hause gekommen und hat gefragt ob er mit darf (Spontanität #2). Von zu Hause aus fahren wir erst mal die mühselige Rinnerstraße bis zum Kreisel, ab hier beginnt der eigentliche Forstweg, bei der Starkenhofsiedlung.
Zuerst noch ein paar Meter auf dem Asphalt erreichen wir dann kurz vor der Wasserfassung die Schotterstraße und Letu kann endlich sein neues Radl richtig auskosten. Und das macht er mit Bravour.
Mit von der Partie ist auch noch Ephraim, ein Kollege von Michi. So in der 4er-Runde ist es eine lustige Fahrt nach oben, einzig die Temperatur könnte Anstoß für Beschwerden sein.
Bei der schönen Aussicht bleiben wir kurz stehen, die Luft ist allerdings diesig, ein Zeichen, das vermehrt Feuchtigkeit eingelagert ist. Am Mittwoch ist ein kurzer Wetterwechsel gemeldet, der am Dienstag mit Gewittern eingeläutet werden wird.
Gemütlich fahren wir immer näher an unser Ziel, Letu schlägt sich wacker, die restlichen Drei natürlich auch…
Am Ziel sind wir dann alle Zufrieden. Es sind einige Leute hier oben, für einen Montag ganz ordentlich.
Wir bestellen uns Getränke und etwas zu essen, das haben wir uns jetzt wirklich verdient…
Während wir das Essen genießen, geht schön langsam die Sonne unter… ein wunderschönes Schauspiel, von dem niemand genug bekommen kann.
Zu lange dürfen wir jetzt nicht mehr sitzen bleiben, sonst wird die Abfahrt schwierig. Also essen wir auf, packen zusammen und fahren runter ins Tal.
An dieser Stelle nochmals ein Kompliment an Letu für seine erste Mountainbiketour auf eine Alm! Das hast du toll gemacht!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:32 h Gesamtlänge: 22,31 km Höhenmeter: 965 hm
Ein sehr ruhiger Fleck ganz in der Nähe der Landeshauptstadt ist das Padastertal. Bekannt geworden ist dieser Platz in den letzten Jahren als letzte Ruhestätte des Aushubs aus dem Brennerbasistunnel (BBT). Unglaublich, aber wahr, hier wird ein ganzes Tal verfüllt, damit der Tunnel nach Italien gebaut werden kann. Schenkt man den Machern hier Glauben, wird nach Abschluss der Arbeiten hier kein sichtbarer Schaden vorhanden sein.
Ich starte am unteren Ende der Baustelle, da befindet sich ein kleiner Parkplatz. Entlang des Prosantewegs wandere ich aufwärts, so mancher Geocache versteckt sich hier am Wegesrand. Stetig mache ich Höhe und die Aussicht auf das Wipptal und die Autobahn wird immer besser… das Brummen der aktuell wenig befahrenen Nord-Süd-Route ist immer zu hören.
Der Forstweg ist nicht spektakulär, aber dennoch schön zu gehen. Die Aussicht auf Serles und Nösslachjoch entschädigt für vieles…
Immer wieder erlaubt die Wegführung schöne Blicke ins Tal, einmal in Richtung Obernbergtal und Vinaders, dann wieder ins Padastertal selber mit der großen Schutthalde.
Das Wetter war beim losgehen noch recht schlecht, erst waren sogar ein paar Tropfen zu spüren. Doch nun wird es warm, fast schon schwül… und die Fernsicht ist gut.
Schließlich erreiche ich am Prosanteberg das etwas eigene „Gipfelkreuz“, hier mache ich eine kurze Pause und entdecke gleich ein Edelweiß, das hier mitten in der Wiese steht.
Das Gipfelkreuz steht war nicht auf einem Gipfel, aber stellt trotzdem den höchsten Punkt meiner Wanderung. Von hier fällt die Forststraße nun ab, bis ich schließlich die Seaperalm erreiche. Diese urige Hütte gefällt mir auf Anhieb… wunderschön gelegen und mit gemütlichen Wirtsleuten. Der Hüttenwirt wollte mich schon beim rauf gehen mitnehmen…
Ich gönne mir ein Bier, die Sonne lacht her, es ist still und angenehm, so lasse ich mir das gefallen. Ich bestelle mir noch eine Speckjausn, damit ist mein Glück vollkommen!
Fast kann ich mich nicht von diesem magischen Ort trennen, dennoch muss ich weiter, ich habe noch ein bisschen Weg vor mir…
Der Rückblick zeigt nun mein nächstes Problem, eine Wolkenwand schiebt sich über der Alm hervor und schaut nicht so einladend aus. Aktuell ist das Wetter ein wenig labil, das muss in die Tourenplanung einfließen.
Schließlich erreiche ich den Talboden des Padastertals, die BBT-Deponie liegt genau vor mir. Ich hoffe für uns alle im schönen Landl, dass dieses Projekt auch wirklich den Segen bringt, den sich die Planer versprochen haben. Zu groß sind die Eingriffe in die Natur schon jetzt.
Im Padastertal selbst gibt es einen schön angelegten Rundwanderweg der BBT, bei dem sogar ein 500m langer Tunnel zur Begehung freigegeben wurde. Hier bin ich schon mal mit den Kindern durchspaziert und das war eine Riesengaude. Heute begehe ich den halben Weg, startend von eben genanntem Tunnel am Talschluss.
Nach dem Tunnel gehe ich noch entlang der Aushubdeponie, immer am Waldrand bzw. an Felswänden vorbei, schließlich erreiche ich nach 3 Stunden wieder den Parkplatz. Just hier fängt es zu regnen an, da habe ich nochmals Glück gehabt!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:59 h Gesamtlänge: 12,46 km Höhenmeter: 739 m
Ein sehr heißer Tag steht uns laut Wetterbericht bevor, daher starten wir heute mal sehr früh. um 5:45 ist für die Kinder Tagwache, das ruft initial keine große Freude hervor. Trotzdem schaffe ich es irgendwie, die zwei Junioren zu motivieren… Im Anschluss holen wir Michi ab, die ist heute auch mit von der Partie. Dann fahren wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, zum Parkplatz bei der Krepperhütte (1.352m).
Der erste Teil der Wanderung geht durch Nadelwald, die Kühle ist noch spürbar, den Kindern ist erst sogar kalt. Das legt sich aber schon bald, die Temperaturen steigen langsam, aber unaufhaltsam. Als wir ins Almgelände kommen, sind die Temperaturen trotz der Höhe recht warm.
Die Aussicht, sobald man den Wald verlässt, ist atemberaubend, das Inntal liegt einem zu Füßen, im Hintergrund die Stubaier Alpen und der Karwendel.
Der Weg zieht sich in angenehmer Steigung den Berg hinauf, bald schon erreichen wir unser erstes Ziel, die Largozalm (1.930m)
Wir machen hier noch keine Pause, zuerst wollen wir auf den Gipfel des Largoz, im Anschluss werden wir uns hier eine Erfrischung gönnen.
Ein wenig verwundert muss ich verstellen, dass hier sehr viele Leute am Weg sind. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Largoz nur im Winter stark frequentiert wird, aber dem ist nicht so. Ganze Heerscharen ziehen gen Gipfel, der größte Teil sind Einheimische.
Schaut man gegen Süden, sieht man die Wattenspitze, auch ein schöner Skiberg. Im Hintergrund sieht man die Tuxer Skiberge, die jedoch ob der Abgelegenheit nicht ganz so viel Besuch erhalten.
Kolonnen wälzen sich auf den Gipfel, der nun schon in greifbare Nähe gerückt ist. Sara braucht nochmals ein kleines Motivationsgespräch, dann stehen wir auf dem höchsten Punkt der Tour.
Ein Blick in den Osten offenbart im Vordergrund zwei kleine Seelein, dahinter der Bergrücken mit der Walder Alm und weiters die Ausläufer des Karwendels und Teile des Rofan.
Die Brotzeit am Gipfel schmeckt uns heute bei diesem Kaiserwetter natürlich besonders. Es ist windstill, warm und der Ausblick ist auch noch toll… das hat man nicht so oft.
Letu ist natürlich gleich wieder am erkunden der Gegend und kraxelt auf jeden Stein und Felsblock hinauf.
Vom Gipfel des Largoz gehen wir zum Gipfelkreuz der Pfadfinder Wattens (2.096m). Dort genießen wir nochmals die sensationelle Aussicht ins Unterland, dann wandern wir weiter zur Alm.
Überall blühen die Almrosen, wunderschön anzuschauen…
Rasch erreichen wir die Largozalm, nun können wir eine Pause machen. Die Alm ist nicht bewirtschaftet, aber der Senn stellt immer ein paar Kisten Getränke in den Brunnen, gegen einen kleinen Obolus kann man sich hier bedienen.
Hier ist wirklich gemütlich sitzen, aber eine Kleinigkeit treib uns dann doch noch ins Tal… nach der Tour, da wir eh durch Hall fahren, gibt es noch ein Eis vom „Kasenbacher“… das ist genau der richtige Abschluss für die gelungene Tour.
Tourendaten: Gesamtlänge: 11,07 km Gesamtdauer: 4:30 h Höhenmeter: 859 m
Heute beschließen wir die Naviser Almenrunde zu absolvieren. Wir starten vom Parkplatz „Schranzberg“ im hinteren Navis. Ab hier haben wir einen gemütlichen Start, der Forstweg hat eine sehr angenehme Steigung.
Sara am Start…
Bächlein
Immer an einem Bächlein entlang erreichen wir nach kurzer Zeit einen wunderschönen Boden mit uralten Bäumen. Hier würde sich ein Picknick anbieten… oder einfach nur Baumklettern…
Kletterpartie am alten Riesen
Nach dem Boden wechseln wir auf die nördliche Bachseite, der Weg führt nun in den Wald, steil zwar, aber dafür mit ein wenig Schatten. Wir machen ein paar Höhenmeter, bevor wir die erste Alm unserer Runde erreichen. Die leicht erreichbare Peeralm (1.663m) hatten wir schon vor ein paar Jahren mal besucht…
Peeralm
Aktuell ist die Alm geschlossen, denn es gibt keinen Pächter. Das soll aber in den nächsten Monaten erledigen…
Blick zum Talschluss
Unser Weg führt auf schönen Wegen weiter hinein ins hintere Navistal. Die Sonne lacht immer noch vom Himmel, aber an bestimmten Wolken sieht man schon, dass das Wetter nicht 100% stabil ist…
Wandersleut
Wir wandern an einigen Privathütten vorbei und erreichen am Talschluss die Klammalm (1.947m), den für heute höchsten Punkt unserer Wanderung. Dort lassen wir es uns gut gehen, die Kasknödel sind uns sehr empfohlen worden, und es stimmt, diese sind geschmacklich fast nicht zu toppen!
Rast bei der Klammalm
Wir genießen die Pause auf der Terrasse vor der Hütte. Die Hütte ist gut besucht, wir bekommen dennoch einen tollen Platz.
Klammalm
Nach der erholsamen Rast wandern wir wieder Tal-auswärts, vorbei an Almrosen, die jetzt in voller Blüte stehen…
Almrosen
Wanderer
Im Navis wird die Almkultur noch richtig gepflegt, zumindest hat es den Anschein. Die Almen hier sind riesig und überall sieht man das Vieh grasen… für Letu so manches Mal eine Herausforderung, denn die großen Tiere sind nicht unbedingt seine besten Freunde…
Almgrund „ohne nie“…
Im feinen Auf- und Ab wandern wir zur nächsten Alm…
Wanderer
Wanderer
… der Weg ist wunderbar zu gehen. Mal müssen wir über einen Zaun kraxeln, mal einen Bach überqueren, den Kindern wir auf den Fall nicht langweilig.
Lustige Bachquerung
Später erfahren wir vom Hüttenwirt auf der Poltenalm, dass es am Vortag stark geregnet hat… wir sehen heute immer wieder Auswirkungen davon. Schäden halten sich in Grenzen, aber der Boden ist extrem feucht und überall tritt Wasser aus und bahnt sich seinen Weg, manchmal auch über den Wanderpfad.
Kühe am Horizont
Wir erreichen die Poltenalm (1.880m), hier gibt es nun Kuchen als Nachspeise. Die Hütte wird aktuell als Familienbetrieb geführt und ist nur an den Wochenenden offen. Auch hier fällt auf, dass viele Einheimische das gute Hüttenangebot nutzen.
Poltenalm
Von der Poltenalm überblickt man fast das ganze Navistal. Die Aussicht ist wunderbar. Wir wandern über Mähder und Almwiesen weiter zur Stöcklalm (1.882m). Auch hier machen wir kurz Rast, dann wandern wir zur heute letzten Hütte…
Aussicht auf Habicht und Serles
Die Naviser Hütte, keine Alm, aber trotzdem ein Einkehrplatz, ist für heute der Abschluss unserer Almenrally. Wo sonst kann man relativ einfach über 5 Hütten mit Einkehrmöglichkeit wandern… im Navis ist es auf jeden Fall möglich und auch empfehlenswert. Die Naviser Hütte hat aktuell auch wegen einem Pächterwechsel geschlossen, aber im Sommer soll das große Hause wieder aufgehen.
Naviser Hütte
Schlußendlich ist der Talgrund wieder erreicht, die letzten Meter zum Parkplatz sind bald geschafft. Das Wetter hat gehalten, aber nun schaut der Himmel schon ein wenig dunkel aus. Da haben wir noch richtig Glück gehabt…
Schilderwald
Wanderer
Am Parkplatz ist fast nichts mehr los… dafür ist hier in letzter Zeit wohl mal richtig geholzt worden. Eine tolle Wanderung, die Naviser Almenrunde. Wir finden sie sehr empfehlenswert und kommen bestimmt wieder mal her.
Parkplatz… doch wer parkt hier?
Tourendaten Gesamtdauer: 4:40 h Gesamtlänge: 13,97 km Höhenmeter: 742 m
Es ist wieder soweit, das Bergfeuer bzw. Herz-Jesu-Feuer steht für heuer wieder an. Leider, wie fast jedes Jahr ist das Wetter heute wieder durchwachsen. Am Nachmittag ist es mal sonnig, dann ziehen wieder Wolken über das Mittelgebirge. Da es nicht regnet, machen wir uns doch mit den Jungschützen und Junghuttlern auf, erstes Ziel, eine Jause auf der Aldranser Alm.
Da wir einiges zum transportieren haben für die Feuer, sind wir motorisiert auf der Alm. Übrigens hat die „Aldranser“ heuer einen neuen Pächter… die erste Probe der neuen Küche passt auf jeden Fall mal…
Den Jungs schmeckt es auch, so gestärkt können wir weiter rauf zum Issboden fahren, von wo aus wir dann zur Viggarspitze wandern werden.
Heuer haben wir keine Übernachtung im Zelt geplant, daher sind wir schnell abmarschbereit. Jeder bekommt ein wenig Brennmaterial in den Rucksack, dann marschieren wir los.
Zuerst müssen wir durch die Weide mit übermütigen Haflingern… so manchem ist sichtlich unwohl, aber die Pferde sind eindeutig nur neugierig.
Dann steigen wir durch den Wald hinauf Richtung Viggarspitze
Wir sind ca. 1 Stunde am Weg, das passt genau, damit alle gut nachkommen.
Auf den letzten Metern wird es nochmals kurz ein wenig dunkel, aber wir haben Glück, wir bleiben vom Regen verschont.
Schlußendlich erreichen wir den Gipfel, wir haben noch genügend Zeit, alles herzurichten. Und das Wetter hält auch… das könnte heuer noch richtig gut werden!
Als es dämmert, werden die Feuer angezündet. Schon bald bekommen wir Feedback vom Tal, es schaut schön aus. Ja dann hat sich das Feuern heuer auf jeden Fall rentiert.
Es ist kühl geworden am Gipfel, daher stehen wir ein wenig um die Feuer und genießen die Aussicht ins Inntal. Dann bereiten wir uns für den Abstieg vor. Jeder hat eine Taschenlampe oder Fackel dabei, bedächtig steigen wir ab.
Natürlich braucht man in der Nacht ein wenig länger für den Abstieg, aber es läuft gut, die Jungs sind diszipliniert und folgenden unseren Anweisungen.
Im Rückblick sehen wir noch die Feuer am Gipfel, ein paar von uns sind noch zurückgeblieben…
Am Issboden lassen wir den Abend mit einer kleinen Grillerei ausklingen, dem Obmann sei dank: es gibt Brot und Wurst.
Zufrieden erreichen um mitten in der Nacht wieder Aldrans… heuer hat es allen sichtlich Spaß gemacht.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:35 h Gesamtlänge: 4,70 km Höhenmeter: 487 m
Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen verschlechtern, daher mach ich mit den Kindern noch eine Kurzwanderung auf die Hochmahdalm am Patscherkofel.
Wir machen es uns extra gemütlich und werden mit der Bahn rauffahren und dann erst auf die Hochmahd und dann auf die Patscher Alm gehen. So der Plan.
Leider ist die obere Sektion der Seilbahn gesperrt und wir müssen den Weg ein wenig ändern. Zwar immer noch gemütlich, aber Sara ist alles andere als begeistert. Das wird sich schon legen hoffe ich.
Der Weg ist angenehm steil, daher ist der Aufstieg angenehm. Aber es ist unglaublich, wie viele Leute am Weg sind. Scheinbar hat sich ganz Innsbruck und das Mittelgebirge auf den Weg gemacht, den Kofel zu erstürmen.
An der Patscher Alm laufen wir vorbei, wir nehmen eine Abkürzung durch den Wald, weil ein paar Kühe vor der Alm liegen und das Letu gar nicht behagt…
Die Aussicht ins Stubai und auf die Serles ist super, ein paar kleine Wolken können uns da auch nicht betrüben… dennoch sind das die ersten Anzeichen eine Wetteränderung.
Nach dem ersten Groll macht es dann allen Dreien doch viel Spaß. Manchmal rauscht eine Radlergruppe an uns vorbei, ansonsten sehen wir haufenweise Wanderer… an so viele kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern.
Schlußendlich erreichen wir die Hochmahdalm, eine sehr gemütliche Hütte mit wunderbaren Tiefblicken. Ich bin hier bis jetzt zum meiner Schande nur einmal vorbeigekommen, und da bin ich nicht eingekehrt! Das werde ich nun ändern…
Sara und Letu sind auch froh und ein wenig hungrig, also bestellen wir was zu essen. Letu und Sara teilen sich eine Pfanne Eier mit Speck, ich nehme eine Hauswurst.
Als das Essen schlußendlich da ist, meint Letu nur, das ist aber wenig… also wird noch ein Pfännchen bestellt… jetzt sind alle glücklich.
Der Abstieg verläuft nun über eine Abzweigung, die direkt bei der Hütte startet. Hier kommen wir steil und direkt wieder retour auf den Fahrweg. Eine richtige Abkürzung nenne ich das mal…
Nochmals schaue ich hinüber ins Stubai, die Wolken werden nun mehr…
Auch dieses Mal lassen wir die Patscher Alm, die recht gut besucht ist, links liegen… zwar wäre ein Kuchen noch eine Sache gewesen, aber man kann nicht alles haben. Rasch fahren wir mit der Bahn wieder ins Tal… es ist richtig schwül geworden.
Während der Runterfahrt beschließen wir, noch was zu machen. Während ich die Kinder ins Tivoli bringe (jetzt sind sie ja groß genug für den alleinigen Schwimmbadbesuch), fahre ich noch nach Gleins, denn da warten noch ein paar Geocache auf mich…
Tourendaten Gesamtlänge: 4,86 km Gesamtdauer: 1:20 Höhenmeter: 263 m
Ja ich gebe zu, der Titel verwirrt. Was soll das heißen? MTB und SÖM. Während der erste Begriff noch jedem geläufig sein dürfte, dürfte der zweite für ein wenig Rätselraten sorgen. Daher hier gleich die Auflösung: SÖM steht für Südöstliches Mittelgebirge. Und dahin führt mich heute auch meine Radtour.
Eigentlich wollte ich heute ganz was anderes machen, nach einer kreative Denkpause beschloss sich aber, “meine“ Almen zu besuchen.
Von Aldrans fuhr ich über die Prockenhöfe nach Rinn, bis hierher alles auf Asphalt. Nun wechselte der Weg zu einer Forststrasse mit gemütlicher Steigung. Die erste Alm, die ich erreiche, war die Rinner Alm ().
Ohne Pause fuhr ich an der schönen, urigen Alm vorbei, und machte mich auf zur nächsten Alm, der Aldranser Alm. Weiter in angenehmer Steigung und auf einer guten Fall Straße konnte ich diese schnell erreichen. Auch hier überrascht mich der hohen Besucher Andrang, der mich schon bei der Rinner Alm überrascht hatte.
Hier dachte ich auch noch nicht ans pausieren, mein nächstes Ziel sollte nun die Kriegerkapelle sein. Diese schön über dem Inntal gelegene Kapelle ist immer einen Besuch wert.
Hier bei der kleinen Gotteshaus machte ich meine erste Rast. Die Sonne sendet schon ihre warmen Strahlen auf dem Platz, und erinnerte mich daran, Sonnencreme aufzutragen.
Lange kann ich nicht verweilen, denn ich habe noch einen längeren Weg vor mir. Daher packe ich meine sieben Sachen zusammen und genieße noch mal den Ausblick ins Inntal.
Die nächste Station sollte eigentlich die Sistranser Alm sein, aber auch hier beschert mir meine Motiv ation heute einen kleinen Abstecher. Ich zweige beim erstbesten Wegweiser Richtung Issboden ab, das beschert mir nochmals 300 Extrahöhenmeter.
Hier angelängt wünsche ich mir nichts sehnlicher als eine gute Brotzeit, aber leider spuckt mein Rucksack nur einen kleinen, aber feinen Müsliriegel aus. Wenigstens etwas, danke ich mir und genieße die kleine Jause. Während ich bei der Rauffahrt fast alleine war, sehe ich nun fast schon rudelweise Radler, mit und ohne Motor raufkommen… also genug pausiert, jetzt kommt die herrliche Abfahrt!
Der erste Teile der Abfahrt ist noch ein wenig grob, das ist mir beim Rauffahren gar nicht so aufgefallen, aber jetzt beim Abwärtsritt ist Vorsicht geboten, schnell kommt ein unverhoffter Stein und kann der Abfahrtsfreude ein schnelles Ende bescheren.
Recht rasant, aber sicher erreiche ich wieder den Talgrund… und so eine 20minütige Abfahrt macht schon richtig Spaß. In Sistrans erreiche ich wieder die Asphaltstraße und rausche die letzten Kilometer auf Seitenstraßen nach Hause.
Später am Nachmittag fahre ich mit den Kindern noch ins Tivoli, und dort gönne ich mir schlußendlich auch ein verdientes Bier. Tolle Tour mit vielen Eindrücken…
Tourendaten Gesamtlänge: 28,52 km Gesamtdauer: 3:06 h Höhenmeter: 1.363 m
Wieder ist ein neuer Wandertag angebrochen, heute sind wir eine illustre Runde. Mit von der Partie sind abgesehen von Letu und mir auch noch Sara und Jean, ein Freund des Hauses. Zu viert machen wir uns auf, das Wipptal unsicher zu machen.
Schöne Häuser in Padaun
Wir fahren Richtung Vals und dann weiter nach Padaun. Kurz vor dem Weiler parken wir beim Gasthaus Steckholzer und starten unsere Wanderung auf der Asphaltstraße Richtigung Larchenhof.
Die Wanderschaft…
Überall blühen schon die schönsten Blumen, der Padauerkogel ist bekannt für seine Artenvielfalt bezüglich Blumen.
Jean und Sara inmitten von Löwenzahn
Beim Larchenhof zweigt der Weg in den Wald, der Pfad wird ein wenig steiler, dafür auch schattig. Langsam aber sicher machen wir Höhe, die Aussicht wird immer schöner.
Sara, Letu, Jean
Links und Rechts von uns erstrahlen die Blumen, wir sehen Enzian, Gelbe Küchenschellen und sonst noch Blumen, die schön anzuschauen, aber mir unbekannt sind.
Gelbe Küchenschelle
Enzian
Der Wald lichtet sich, nun ist die Aussicht auf das Brennergebiet immer besser. Im Blick das Obernbergtal, mit den Tribulaunen im Abschluß…
Obernbergtal mit Tribulaune
Auf der anderen Seite, am Talschluß von Vals begrüßt und der Olperer mit dem Fussstein unter schönem Föhnhimmel.
Olperer, Fussstein, Schrammacher und Sagwandspitze
Und auch der Brenner selber, hier im Hintergrund zu sehen, mit dem Wolfendorn und der Flatschspitze ist zu sehen.
Wolfendorn, Flatschspitze, im Tal der Brenner-Grenzübergang
Nun haben wir den Rücken erreicht, der Weg flacht ab, der Pfad schlängelt sich über schöne Wiesen hinauf zum Gipfel.
Wegweiser
Ziel im Blick
Das Ziel haben wir schon vor Augen, es kann nicht mehr weit sein. Ein Blick zurück zeigt uns nochmals den Weg. Im Hintergrund sieht man jetzt auch den Brennersee.
Brenner-Passübergang und Brennersee im Tal…
Und dann haben wir es geschafft, das Gipfelkreuz ist zum Greifen nahe.
Nur noch wenige Meter
Nun haben wir uns eine Brotzeit verdient, zum Glück haben wir heute vorgesorgt und Wurstsemmel für die Wanderschaft mitgenommen!
Rast am Geipfel, links hinter dem Kreuz das Wipptal
Es ist angenehm auf dem Gipfel, wir genießen den Rundblick, ich sehe so manches Ziel, das noch auf meiner „Liste“ steht.
Nochmals das Wipptal, im Hintergrund Nordkette und Patscherkofel
Da es langweilig ist, den gleichen Weg retour zu gehen, beschließen wir eine Überschreitung. Der Abstieg ist um einiges steiler als der Aufsteig, daher heißt es Konzentration…
Obacht, Abstieg…
Die Laune ist gut!
Wieder erreichen wir nach der Waldgrenze einen urwüchsigen Wald, mit richtig alten Bäumen am Wegesrand.
Knorrige, alte Bäume
Viel rascher als der Aufstieg geht der Abstieg, bald schon erreichen wir wieder Padaun und den Gasthof Steckholzer. Leider ist dieser noch geschlossen, aber im Sommer kommen wir bestimmt noch einmal her.
Padaun, links im Vordergrund der Steckholzer
Ein letztes Hindernis muss vor dem Parkplatz bezwungen werden, ein kleiner Bach. Die Kinder probieren zuerst die „Alte-Leute-Methode“, da diese aber langweilig ist, wird anschließend noch gesprungen. Juhu!!!
Alte-Leute-Methode
Beherzter Sprung
Es ist vollbracht, auch den Padauner Kogel haben wir nun mal besucht. Viele Jahre wollen wir hier herkommen, nun haben wir es geschafft. Und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein.
Ein letzter Gruß vom Tagesziel
Tourendaten Gesamtlänge: 6,61 km Gesamtdauer: 2:45 h Höhenmeter: 559 m
Wochenende ist Wanderzeit, auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist. Letu und ich beschließen, einen neuen Weg rund um Heiligwasser auszuprobieren. Wir starten vom großen Parkplatz an der Forststraße zu Heiligwasser. Wir wandern aber von hier gen Süden, Richtung Brenner.
Am Waldrand entlang erreichen wir nach kurzer Zeit Patsch, hier zweigen wir in den Wald ab. Beim Gstill steilt der Weg auf und macht eine scharfe Biegung gegen Norden. Auf einer Forststraße erreichen wir bald Heilgwasser. Das Gasthaus ist offen, aber wir kehren nicht ein. Wir besuchen die Kirche, eine kurze Andacht, dann wandern wir weiter.
Das Wetter ist heute nicht so sonnig, trotzdem ist es relativ warm. Und es herrscht eine fast schon mystische Stimmung in dem wunderschönen Wald um den Wallfahrtort. Immer wieder bleiben wir im Wald stehen und genießen das Spiel des Nebels im Wald.
Nachdem wir die Hälfte der Runde geschafft haben, fängt es einmal leicht zu tröpfeln an. Es dauert nicht lange, wir werden auch fast nicht nass. Trotzdem bildet sich ein weiterer Hingucker aus… schöne Wassertropfen auf den Pflanzen, die wie kleine Kristalle glänzen.
Runter geht es dann zum Teil über die uns schon bekannte Steinerne Stiege, dann erreichen wir wieder eine Forststraße, die uns vorbei an so mancher Kuriosität zur Olympischen Rodelbahn Igls bringt.
Beim Starthaus der Bobbahn machen wir eine kurze Pause, Letu jubelt den vertuellen Fahrern zu! Dann gehen wir über den Speckbacherweg zurück zum Ausgangspunkt. Eine schöne Wanderung mit mystischer Stimmung.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:50 h Gesamtlänge: 6,52 km Höhenmeter: 299 hm
Ein wenig Regen, ein wenig Sonne, das Wetter hat sich endlich auf den April besonnen. Zum Glück ist es nicht kalt, daher steht unser Beschluß fest: Heute wirds die Aldranser Alm. Sara beschließt, heute auch mitzugehen. Wir starten in der Aste, einem Ortsteil von Aldrans unsere Wanderung
Die ersten Meter sind relativ fad über eine Asphaltstraße, wir erreichen den Wasserbehälter und bald danach einen schönen Schafstall. Ab hier sind wir auf einem Schotterweg unterwegs, das schon viel angenehmer ist.
Nach einer Weile zweigen wir in den Wald ab, und suchen uns einen alternativen Weg hinauf zur Alm. Es sind hier so viele Wege, einige davon auch Downhill-Pisten, daß man sein Ziel eigentlich nicht verfehlen kann.
Steil zieht der Weg durch den Wald, Sara hat schon fast die Lust verloren, als wir endlich die Alm erreichen. Wir schon erwartet, die die Hütte geschlossen, aber ein paar Handwerker legen gerade noch Hand an. In zwei Wochen soll Eröffnung sein, um genauer zu sein, am 15. Mai. 2020… heuer mit neuer Pächterin! Wir sind schon gespannt…
Auf der Alm wird als Erstes richtig gut gebrotzeitet, wir haben heute alles dabei. Nach diesem Aufstieg schmeckt die Jause zweimal so gut. Dann genießen wir noch kurz die Aussicht. Leider ist es nicht so gemütlich, daher brechen wir brechen wir bald wieder auf…
Wir nehmen anfangs den selben Weg retour ins Tal, nur ganz am Schluss probieren wir einen „neuen“ Pfad. Dieser führt uns erst ein wenig in die Irre, trotzdem gefällt uns der Steig sehr gut… auch wenn es manchmal extrem steil ist.
Immer wieder kreuzen wir eine Forststraße, um gleich wieder im dichten Wald zu verschwinden. Verlaufen kann man sich defakto hier nicht, daher lassen wir uns auf das kleine „Experiment“ ein, wer weiß, welch schönen Weg wir noch finden.
Den Kindern machts Spaß, mir auch…
Schlußendlich erreichen wir wieder die Wasserfassung und die wunderschönen Frühlingswiesen.
Ein kleines Bächlein teilt die Wiesen. Letu kann nicht wiederstehen und muss seine Füsse reinhängen. Lange bleibt er nicht stehen, schnell ist er wieder aus dem eisekalten Wasser herausgesprungen. Zufrieden und heute auch überglücklich, den Weg geschafft zu haben, erreichen wir wieder das Auto.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:15 h Gesamtlänge: 9,91 km Höhenmeter: 713 hm