Schlagwort-Archive: Tuxer Alpen

200620 Bergfeuern Viggarspitze (2.306m)

Es ist wieder soweit, das Bergfeuer bzw. Herz-Jesu-Feuer steht für heuer wieder an. Leider, wie fast jedes Jahr ist das Wetter heute wieder durchwachsen. Am Nachmittag ist es mal sonnig, dann ziehen wieder Wolken über das Mittelgebirge.
Da es nicht regnet, machen wir uns doch mit den Jungschützen und Junghuttlern auf, erstes Ziel, eine Jause auf der Aldranser Alm.

Da wir einiges zum transportieren haben für die Feuer, sind wir motorisiert auf der Alm. Übrigens hat die „Aldranser“ heuer einen neuen Pächter… die erste Probe der neuen Küche passt auf jeden Fall mal…

Den Jungs schmeckt es auch, so gestärkt können wir weiter rauf zum Issboden fahren, von wo aus wir dann zur Viggarspitze wandern werden.

Heuer haben wir keine Übernachtung im Zelt geplant, daher sind wir schnell abmarschbereit. Jeder bekommt ein wenig Brennmaterial in den Rucksack, dann marschieren wir los.

Zuerst müssen wir durch die Weide mit übermütigen Haflingern… so manchem ist sichtlich unwohl, aber die Pferde sind eindeutig nur neugierig.

Dann steigen wir durch den Wald hinauf Richtung Viggarspitze

Wir sind ca. 1 Stunde am Weg, das passt genau, damit alle gut nachkommen.

Auf den letzten Metern wird es nochmals kurz ein wenig dunkel, aber wir haben Glück, wir bleiben vom Regen verschont.

Schlußendlich erreichen wir den Gipfel, wir haben noch genügend Zeit, alles herzurichten. Und das Wetter hält auch… das könnte heuer noch richtig gut werden!

Als es dämmert, werden die Feuer angezündet. Schon bald bekommen wir Feedback vom Tal, es schaut schön aus. Ja dann hat sich das Feuern heuer auf jeden Fall rentiert.

Es ist kühl geworden am Gipfel, daher stehen wir ein wenig um die Feuer und genießen die Aussicht ins Inntal. Dann bereiten wir uns für den Abstieg vor. Jeder hat eine Taschenlampe oder Fackel dabei, bedächtig steigen wir ab.

Natürlich braucht man in der Nacht ein wenig länger für den Abstieg, aber es läuft gut, die Jungs sind diszipliniert und folgenden unseren Anweisungen.

Im Rückblick sehen wir noch die Feuer am Gipfel, ein paar von uns sind noch zurückgeblieben…

Am Issboden lassen wir den Abend mit einer kleinen Grillerei ausklingen, dem Obmann sei dank: es gibt Brot und Wurst.

Zufrieden erreichen um mitten in der Nacht wieder Aldrans… heuer hat es allen sichtlich Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:35 h
Gesamtlänge: 4,70 km
Höhenmeter: 487 m

200613 Hochmahdalm (1.907m)

Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen verschlechtern, daher mach ich mit den Kindern noch eine Kurzwanderung auf die Hochmahdalm am Patscherkofel.

Wir machen es uns extra gemütlich und werden mit der Bahn rauffahren und dann erst auf die Hochmahd und dann auf die Patscher Alm gehen. So der Plan.

Leider ist die obere Sektion der Seilbahn gesperrt und wir müssen den Weg ein wenig ändern. Zwar immer noch gemütlich, aber Sara ist alles andere als begeistert. Das wird sich schon legen hoffe ich.

Der Weg ist angenehm steil, daher ist der Aufstieg angenehm. Aber es ist unglaublich, wie viele Leute am Weg sind. Scheinbar hat sich ganz Innsbruck und das Mittelgebirge auf den Weg gemacht, den Kofel zu erstürmen.

An der Patscher Alm laufen wir vorbei, wir nehmen eine Abkürzung durch den Wald, weil ein paar Kühe vor der Alm liegen und das Letu gar nicht behagt…

Die Aussicht ins Stubai und auf die Serles ist super, ein paar kleine Wolken können uns da auch nicht betrüben… dennoch sind das die ersten Anzeichen eine Wetteränderung.

Nach dem ersten Groll macht es dann allen Dreien doch viel Spaß. Manchmal rauscht eine Radlergruppe an uns vorbei, ansonsten sehen wir haufenweise Wanderer… an so viele kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern.

Schlußendlich erreichen wir die Hochmahdalm, eine sehr gemütliche Hütte mit wunderbaren Tiefblicken. Ich bin hier bis jetzt zum meiner Schande nur einmal vorbeigekommen, und da bin ich nicht eingekehrt! Das werde ich nun ändern…

Sara und Letu sind auch froh und ein wenig hungrig, also bestellen wir was zu essen. Letu und Sara teilen sich eine Pfanne Eier mit Speck, ich nehme eine Hauswurst.

Als das Essen schlußendlich da ist, meint Letu nur, das ist aber wenig… also wird noch ein Pfännchen bestellt… jetzt sind alle glücklich.

Der Abstieg verläuft nun über eine Abzweigung, die direkt bei der Hütte startet. Hier kommen wir steil und direkt wieder retour auf den Fahrweg. Eine richtige Abkürzung nenne ich das mal…

Nochmals schaue ich hinüber ins Stubai, die Wolken werden nun mehr…

Auch dieses Mal lassen wir die Patscher Alm, die recht gut besucht ist, links liegen… zwar wäre ein Kuchen noch eine Sache gewesen, aber man kann nicht alles haben. Rasch fahren wir mit der Bahn wieder ins Tal… es ist richtig schwül geworden.

Während der Runterfahrt beschließen wir, noch was zu machen. Während ich die Kinder ins Tivoli bringe (jetzt sind sie ja groß genug für den alleinigen Schwimmbadbesuch), fahre ich noch nach Gleins, denn da warten noch ein paar Geocache auf mich…

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,86 km
Gesamtdauer: 1:20
Höhenmeter: 263 m

200612 MTB Almenrunde SÖM

Ja ich gebe zu, der Titel verwirrt. Was soll das heißen? MTB und SÖM. Während der erste Begriff noch jedem geläufig sein dürfte, dürfte der zweite für ein wenig Rätselraten sorgen. Daher hier gleich die Auflösung: SÖM steht für Südöstliches Mittelgebirge. Und dahin führt mich heute auch meine Radtour.

Eigentlich wollte ich heute ganz was anderes machen, nach einer kreative Denkpause beschloss sich aber, “meine“ Almen zu besuchen.

Von Aldrans fuhr ich über die Prockenhöfe nach Rinn, bis hierher alles auf Asphalt. Nun wechselte der Weg zu einer Forststrasse mit gemütlicher Steigung. Die erste Alm, die ich erreiche, war die Rinner Alm ().

Ohne Pause fuhr ich an der schönen, urigen Alm vorbei, und machte mich auf zur nächsten Alm, der Aldranser Alm. Weiter in angenehmer Steigung und auf einer guten Fall Straße konnte ich diese schnell erreichen. Auch hier überrascht mich der hohen Besucher Andrang, der mich schon bei der Rinner Alm überrascht hatte.

Hier dachte ich auch noch nicht ans pausieren, mein nächstes Ziel sollte nun die Kriegerkapelle sein. Diese schön über dem Inntal gelegene Kapelle ist immer einen Besuch wert.

Hier bei der kleinen Gotteshaus machte ich meine erste Rast. Die Sonne sendet schon ihre warmen Strahlen auf dem Platz, und erinnerte mich daran, Sonnencreme aufzutragen.

Lange kann ich nicht verweilen, denn ich habe noch einen längeren Weg vor mir. Daher packe ich meine sieben Sachen zusammen und genieße noch mal den Ausblick ins Inntal.

Die nächste Station sollte eigentlich die Sistranser Alm sein, aber auch hier beschert mir meine Motiv ation heute einen kleinen Abstecher. Ich zweige beim erstbesten Wegweiser Richtung Issboden ab, das beschert mir nochmals 300 Extrahöhenmeter.

Hier angelängt wünsche ich mir nichts sehnlicher als eine gute Brotzeit, aber leider spuckt mein Rucksack nur einen kleinen, aber feinen Müsliriegel aus. Wenigstens etwas, danke ich mir und genieße die kleine Jause. Während ich bei der Rauffahrt fast alleine war, sehe ich nun fast schon rudelweise Radler, mit und ohne Motor raufkommen… also genug pausiert, jetzt kommt die herrliche Abfahrt!

Der erste Teile der Abfahrt ist noch ein wenig grob, das ist mir beim Rauffahren gar nicht so aufgefallen, aber jetzt beim Abwärtsritt ist Vorsicht geboten, schnell kommt ein unverhoffter Stein und kann der Abfahrtsfreude ein schnelles Ende bescheren.

Recht rasant, aber sicher erreiche ich wieder den Talgrund… und so eine 20minütige Abfahrt macht schon richtig Spaß. In Sistrans erreiche ich wieder die Asphaltstraße und rausche die letzten Kilometer auf Seitenstraßen nach Hause.

Später am Nachmittag fahre ich mit den Kindern noch ins Tivoli, und dort gönne ich mir schlußendlich auch ein verdientes Bier. Tolle Tour mit vielen Eindrücken…

Tourendaten
Gesamtlänge: 28,52 km
Gesamtdauer: 3:06 h
Höhenmeter: 1.363 m

200523 Padauner Kogel (2.066m)

Wieder ist ein neuer Wandertag angebrochen, heute sind wir eine illustre Runde. Mit von der Partie sind abgesehen von Letu und mir auch noch Sara und Jean, ein Freund des Hauses. Zu viert machen wir uns auf, das Wipptal unsicher zu machen.

Schöne Häuser in Padaun

Wir fahren Richtung Vals und dann weiter nach Padaun. Kurz vor dem Weiler parken wir beim Gasthaus Steckholzer und starten unsere Wanderung auf der Asphaltstraße Richtigung Larchenhof.

Die Wanderschaft…

Überall blühen schon die schönsten Blumen, der Padauerkogel ist bekannt für seine Artenvielfalt bezüglich Blumen.

Jean und Sara inmitten von Löwenzahn

Beim Larchenhof zweigt der Weg in den Wald, der Pfad wird ein wenig steiler, dafür auch schattig. Langsam aber sicher machen wir Höhe, die Aussicht wird immer schöner.

Sara, Letu, Jean

Links und Rechts von uns erstrahlen die Blumen, wir sehen Enzian, Gelbe Küchenschellen und sonst noch Blumen, die schön anzuschauen, aber mir unbekannt sind.

Der Wald lichtet sich, nun ist die Aussicht auf das Brennergebiet immer besser. Im Blick das Obernbergtal, mit den Tribulaunen im Abschluß…

Obernbergtal mit Tribulaune

Auf der anderen Seite, am Talschluß von Vals begrüßt und der Olperer mit dem Fussstein unter schönem Föhnhimmel.

Olperer, Fussstein, Schrammacher und Sagwandspitze

Und auch der Brenner selber, hier im Hintergrund zu sehen, mit dem Wolfendorn und der Flatschspitze ist zu sehen.

Wolfendorn, Flatschspitze, im Tal der Brenner-Grenzübergang

Nun haben wir den Rücken erreicht, der Weg flacht ab, der Pfad schlängelt sich über schöne Wiesen hinauf zum Gipfel.

Das Ziel haben wir schon vor Augen, es kann nicht mehr weit sein. Ein Blick zurück zeigt uns nochmals den Weg. Im Hintergrund sieht man jetzt auch den Brennersee.

Brenner-Passübergang und Brennersee im Tal…

Und dann haben wir es geschafft, das Gipfelkreuz ist zum Greifen nahe.

Nur noch wenige Meter

Nun haben wir uns eine Brotzeit verdient, zum Glück haben wir heute vorgesorgt und Wurstsemmel für die Wanderschaft mitgenommen!

Rast am Geipfel, links hinter dem Kreuz das Wipptal

Es ist angenehm auf dem Gipfel, wir genießen den Rundblick, ich sehe so manches Ziel, das noch auf meiner „Liste“ steht.

Nochmals das Wipptal, im Hintergrund Nordkette und Patscherkofel

Da es langweilig ist, den gleichen Weg retour zu gehen, beschließen wir eine Überschreitung. Der Abstieg ist um einiges steiler als der Aufsteig, daher heißt es Konzentration…

Wieder erreichen wir nach der Waldgrenze einen urwüchsigen Wald, mit richtig alten Bäumen am Wegesrand.

Knorrige, alte Bäume

Viel rascher als der Aufstieg geht der Abstieg, bald schon erreichen wir wieder Padaun und den Gasthof Steckholzer. Leider ist dieser noch geschlossen, aber im Sommer kommen wir bestimmt noch einmal her.

Padaun, links im Vordergrund der Steckholzer

Ein letztes Hindernis muss vor dem Parkplatz bezwungen werden, ein kleiner Bach. Die Kinder probieren zuerst die „Alte-Leute-Methode“, da diese aber langweilig ist, wird anschließend noch gesprungen. Juhu!!!

Es ist vollbracht, auch den Padauner Kogel haben wir nun mal besucht. Viele Jahre wollen wir hier herkommen, nun haben wir es geschafft. Und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein.

Ein letzter Gruß vom Tagesziel

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,61 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 559 m

200516 Heiligwasserrunde

Wochenende ist Wanderzeit, auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist. Letu und ich beschließen, einen neuen Weg rund um Heiligwasser auszuprobieren. Wir starten vom großen Parkplatz an der Forststraße zu Heiligwasser. Wir wandern aber von hier gen Süden, Richtung Brenner.

Am Waldrand entlang erreichen wir nach kurzer Zeit Patsch, hier zweigen wir in den Wald ab. Beim Gstill steilt der Weg auf und macht eine scharfe Biegung gegen Norden. Auf einer Forststraße erreichen wir bald Heilgwasser. Das Gasthaus ist offen, aber wir kehren nicht ein. Wir besuchen die Kirche, eine kurze Andacht, dann wandern wir weiter.

Das Wetter ist heute nicht so sonnig, trotzdem ist es relativ warm. Und es herrscht eine fast schon mystische Stimmung in dem wunderschönen Wald um den Wallfahrtort. Immer wieder bleiben wir im Wald stehen und genießen das Spiel des Nebels im Wald.

Nachdem wir die Hälfte der Runde geschafft haben, fängt es einmal leicht zu tröpfeln an. Es dauert nicht lange, wir werden auch fast nicht nass. Trotzdem bildet sich ein weiterer Hingucker aus… schöne Wassertropfen auf den Pflanzen, die wie kleine Kristalle glänzen.

Runter geht es dann zum Teil über die uns schon bekannte Steinerne Stiege, dann erreichen wir wieder eine Forststraße, die uns vorbei an so mancher Kuriosität zur Olympischen Rodelbahn Igls bringt.

Beim Starthaus der Bobbahn machen wir eine kurze Pause, Letu jubelt den vertuellen Fahrern zu! Dann gehen wir über den Speckbacherweg zurück zum Ausgangspunkt. Eine schöne Wanderung mit mystischer Stimmung.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtlänge: 6,52 km
Höhenmeter: 299 hm

200502 Aldranser Alm (1.511m)

Ein wenig Regen, ein wenig Sonne, das Wetter hat sich endlich auf den April besonnen. Zum Glück ist es nicht kalt, daher steht unser Beschluß fest: Heute wirds die Aldranser Alm. Sara beschließt, heute auch mitzugehen.
Wir starten in der Aste, einem Ortsteil von Aldrans unsere Wanderung

Die ersten Meter sind relativ fad über eine Asphaltstraße, wir erreichen den Wasserbehälter und bald danach einen schönen Schafstall. Ab hier sind wir auf einem Schotterweg unterwegs, das schon viel angenehmer ist.

Nach einer Weile zweigen wir in den Wald ab, und suchen uns einen alternativen Weg hinauf zur Alm. Es sind hier so viele Wege, einige davon auch Downhill-Pisten, daß man sein Ziel eigentlich nicht verfehlen kann.

Steil zieht der Weg durch den Wald, Sara hat schon fast die Lust verloren, als wir endlich die Alm erreichen. Wir schon erwartet, die die Hütte geschlossen, aber ein paar Handwerker legen gerade noch Hand an. In zwei Wochen soll Eröffnung sein, um genauer zu sein, am 15. Mai. 2020… heuer mit neuer Pächterin! Wir sind schon gespannt…

Auf der Alm wird als Erstes richtig gut gebrotzeitet, wir haben heute alles dabei. Nach diesem Aufstieg schmeckt die Jause zweimal so gut. Dann genießen wir noch kurz die Aussicht. Leider ist es nicht so gemütlich, daher brechen wir brechen wir bald wieder auf…

Wir nehmen anfangs den selben Weg retour ins Tal, nur ganz am Schluss probieren wir einen „neuen“ Pfad. Dieser führt uns erst ein wenig in die Irre, trotzdem gefällt uns der Steig sehr gut… auch wenn es manchmal extrem steil ist.

Immer wieder kreuzen wir eine Forststraße, um gleich wieder im dichten Wald zu verschwinden. Verlaufen kann man sich defakto hier nicht, daher lassen wir uns auf das kleine „Experiment“ ein, wer weiß, welch schönen Weg wir noch finden.

Den Kindern machts Spaß, mir auch…

Schlußendlich erreichen wir wieder die Wasserfassung und die wunderschönen Frühlingswiesen.

Ein kleines Bächlein teilt die Wiesen. Letu kann nicht wiederstehen und muss seine Füsse reinhängen. Lange bleibt er nicht stehen, schnell ist er wieder aus dem eisekalten Wasser herausgesprungen. Zufrieden und heute auch überglücklich, den Weg geschafft zu haben, erreichen wir wieder das Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:15 h
Gesamtlänge: 9,91 km
Höhenmeter: 713 hm

200501 Arztalalm (1.900m)

Letu und ich brauchen schon wieder ein wenig Bewegung, da bietet sich das Arztal an, das uns schon mit so manch schöner Wanderung beglückt hat. Heute wollen wir den Weg am Falkasanerbach entlanggehen, der uns in angenehmer Steigung auf die Alm bringen soll.

Los gehts beim Parkplatz Hinterlarcher, von dort erreichen wir auch den namensgebenden Hof. Die Besitzer sitzen mit Zipfelmütze im Garten, man merkt sofort, daß hier im Arztal der Jahreskreislauf „anders“ läuft. Noch viel frischer ist hier die Luft, wir befinden uns immerhin auf 1.380 m.

Gleich hinter dem Bauernhof startet die Forststraße auf die Arztalalm, die auch gut mit dem Moutainbike zu bewerkstelligen ist. Das habe ich mir auf jeden Fall schon für den Sommer vorgenommen!

Vorbei an so manch schöner Hütte, die Rosenjochhütte ist hier besonders zu erwähnen, erreichen wir bald die waldfreien Regionen kurz vor der Alm. Ein besonderer Platz auf dem Weg ist eine Überquerung von zwei älteren Brücken, die sich abenteuerlich über ein kleines Bächlein spannen.

Kurz vor der Arztalalm erreichen wir auch die letzten Schneereste des Winters, die hier perdu nicht weg gehen wollen. Aber auch hier, im schroffen Arztal wird der Winter nicht mehr lange bleiben können.

Über eine Kuppe steigend sehen wir endlich die Alm, ein großes Solarpanel als „Eyecatcher“ prominent davorgelagert.

Doch bevor wir uns hier kurz zur Rast setzen können, müssen wir noch das Bödele vor der Alm queren, und das hat noch eine kleine Überraschung parat. Schneebedeckte Brücken, relativ rutschig, müssen noch gequert werden. Nachdem das letzte Hindernis bewältigt ist, erreichen wir die Alm.

Eine kurze Pause gönnen wir uns auf der Terasse, aber lange wollen wir heute hier nicht bleiben, denn es ist noch recht kühl.

Für den Weg retour wählen wir den Aufstiegsweg. Wie immer, wenn man einen Weg in die entgegengesetzte Richtung geht, entdeckt man interessante Plätze, die beim Aufstieg verborgen geblieben sind.

Viel zu schnell erreichen wir wieder den Ausgangspunkt. Eine feine Wanderung, die ich bei höheren Temperaturen sicher nochmals machen möchte. Ausserdem gibt es in der Nähe die Hinterlarcher Mühle, die im Sommer an Freitagen einen Schaubetrieb hat. Sicher eine interessante Geschichte.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 8,54 km
Höhenmeter: 570 hm

200430 Rinner Alm (1.394m)

Nach einem recht inaktiven Tag im Homeoffice und in der Homeschool denken sich Letu und ich, es muss noch ein kleiner Ausflug in die Natur sein. Schnell ist ein Ziel auserkoren, wir wollen auf die Rinner Alm. Weil: Wir müssen nicht weit fahren und es ist auch nicht ganz so weit hinauf.

Wir parken nicht am kostenpflichtigen Wandererparkplatz, sondern direkt im Ort. Dort müssen wir zwar ein paar Höhenmeter mehr machen, aber das schadet nicht. Von dort müssen wir ein Stück auf der Asphaltstraße und dann gehts schon in den Wald hinein. Bald erreichen wir den Waldspielplatz.

Ein kleiner unscheinbarer Pfad zweigt von hier in den Wald, den nehmen wir, ein wenig Abenteuer muss auch sein. Bald erreichen wir durch ein wildes Dornengestrüpp hindurch wieder die Forststraße und nun auch den Rinneralm-Steig.

Dieser zieht meist in angenehmer Steigung durch den kühlen Wald. Zweimal wird es ein wenig steiler, hier ist ein neuer Wegabschnitt erstellt worden, weil der alte Weg durch Wasseraustritt relativ feucht und matschig geworden ist. Dieser ist sehr steil, aber dafür auch entsprechend kurz.

Kurz vor der Hütte erreichen wir eine Lichtung, mit wunderbarem Ausblick auf Innsbruck und das obere Inntal. Schlußendlich erreichen wir die Hütte, die leider (oder zum Glück ob der Einsamkeit) geschlossen ist.

Wir schauen uns um, alles ist ruhig. Wir sind die einzigen Besucher heute. Es gibt einen Schluck Wasser und eine Reihe Haselnuss-Schoko.

Dann brechen wir wieder auf, wir nehmen den gleichen Steig hinunter und erreichen zufrieden ob des feinen Ausflugs das Zentrum von Rinn und unser Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 4,87 km
Höhenmeter: 485 m

200425 Heiligwasser

Heute ist einer der ersten Tage nach einer langen Schönwetterperiode, der ein wenig Regen erhoffen läßt. Leider wird ausser ein paar Tropfen nichts aus dem längst überfälligen Regen.
Wir nutzen wieder das Wetter für eine, zugegebenermaßen kurze Wanderung nach Heiligwasser. Sara ist dieses Mal auch mit von der Partie, daher sind wir mal wieder zu Dritt!

Die Tour fängt schon recht lustig an, jeder ist gut gelaunt. Das ist auch kein Wunder, der Frühling ist nun vollends angekommen und die Wiesen strahlen nur so durch den Löwenzahn.

Zuerst folgen wir ein Stück einem asphaltierten Wiesenweg, bald schon erreichen wir den Oachkatzlbrunnen. Von hier müssen wir noch ein Stück durch den Wald, dann erreichen wir den „Bilderweg Lans“, einen schön gestalteten Kreuzweg.

Bei den einzelnen Stationen müssen wir Fragen beantworten, damit wir am Schluß einen Geocache einsammeln können. Dieser müßte nach meiner Vermutung irgendwo bei Heiligwasser liegen. Zuerst müssen wir aber noch ein paar Höhenmeter machen…

Ein Highlight der Wanderung ist die „Steinerne Stiege“, ein schöner Abschnitt des Weges. Hier sind Platten zu einer „Naturstiege“ geschichtet worden. Dazwischen fließt ein kleines Bächlein. Wo keine Steine liegen, hat das Wasser den Boden aufgeweicht und wir müssen trockener zu trockener Stelle hüpfen.

Nun flacht der Weg ab, wir sehen hinunter auf die Bobbahn und die Heiligwasserwiese, der kleine Skilift für Anfänger. Und schlußendlich erreichen wir die Wallfahrtskirche Heiligwasser. Leider ist der Gastbetrieb aktuell ruhend gestellt, trotzdem ist der Platz einfach magisch. Und die Kirche lädt zu einer kurzen Andacht ein…

Wir bleiben kurz hier, die Kinder spielen ein Spiel während ich noch einen in der Nähe versteckten Geocache suchen gehe. Bald schon habe ich mich im Logbuch eingetragen und „sammle“ die Junioren ein.
Der Weg zurück ist der Selbe wie der Herweg. Leider zweigen wir einmal falsch ab und müssen nochmals ein Stück den Berg empor. Zum Glück haben wir unseren Fehler früh genug eingesehen…

Der Runterweg ist für die Kids eindeutig der feinere Weg, leider hat Sara ein wenig Weh im Knie, aber gemütlich erreichen wir doch wieder den Talgrund.

Am Oachkatzlbrunnen löschen wir den Durst, dann geht’s ab zum Auto. Eine kurze, aber schöne Wanderung, die bei jedem Wetter machbar ist.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 5,20 km
Höhenmeter: 347 hm

200419 Goaßgogl und Pfaffensteig

In Zeiten von Corona sind alle Aktivitäten ein wenig eingeschränkt. Da besinnt man sich auf so manche kleine, aber feine Wanderung in der direkten Umgebung. Man braucht kein Auto, kann gleich direkt von Zuhause losgehen und ist in wunderschöner Natur. Herz, was willst du mehr…

Aldranser Pfarrkirche

Letu und ich starten von zu Hause aus, erst geht es Richtung Altersheim. Doch schon bald zweigen wir auf einen kleinen Feldweg, der uns über die Wiesen beim Altersheim nach Westen bringt.

Die Wanderer…

Vorbei an den Häusern im Pfarrtal erreichen wir den Ostrand der Felder, und müssen nun Querfeldein. Letu hat eine Analogkamera mit, denn die Kinder wollen mal Filme entwickeln… noch habe ich die gesamte Labor-Ausrüstung zu Hause, daher wagen wir das Experiment.

Letu beim fotografieren…

Ein letzter Blick zum Kirchturm von Aldrans, dann erreichen wir den Wiesenrand und den Weg zum Goaßgogl. Überall blühen schon die Frühlingsboten, wunderschön leuchtet der Löwenzahn in sattem Gelb.

Blumenpracht

Der Pfad führt am Hügelgrat durch einen schönen Wald, hinauf zum Goaßgogl. Oben treffen wir zwei Bekannte, die gerade beim Werkeln sind.

Letze Meter zum Goaßgogl

Wir bleiben nur kurz stehen, denn wir haben wollen ja noch weiter über den Pfaffensteig retour gehen. Auf dem Weg ins Tal finden wir eine regelrechte Maiglöckchen-Plantage, die wir auch gleich ein wenig genauer betrachten. Die ersten Blüten kommen auch schon zaghaft hervor.

Gleich gebenan hat sich ein Imker einen feinen Platz für seine Bienen hergerichtet. Und diese summen schon fleissig herum, auf der Suche nach dem süßen Nektar.

Nachdem wir vom Hügel über einen steilen Pfad runtergestiegen sind, erreichen wir die Wies beim Ampasser Widum, mit dem herrlichen Ausblick auf den Kirchbühel von Ampass. Im Hintergrund tront der mächtige Bettelwurf, die Vorfreude auf größere Bergfahrten steigt.

Kirchbühel

Vorbei am Kirchbühel müssen wir die Hauptstraße, die aktuell nicht so stark befahren ist, queren und erreichen den zweiten Teil unserer Wanderung: den Pfaffensteig. In dieser Gegend hatte letztes Jahr der Borkenkäfer sein Unwesen getrieben, darum wurde massiv ausgeholzt.

Ein paar Meter müssen wir aufsteigen, dann geht es nur mehr runter, fast bis zur Inntal-Talsohle in der Nähe vom Schloss Ambras.

An der äusseren Begrenzungsmauer vom Schloss Ambras geht es wieder bergwärts, hinauf zu unserem Dörfl. Zwischendurch bleiben wir mal beim Aldranser Bach stehen und schauen uns die beeindruckende Schlucht hier an. Wie man sich doch bei diesem kleinen Bächlein täuschen kann. Sogar eine Abseilstelle mit Ausgleichsverankerung können wir ausmachen…

Der Bach verengt sich hier und fließt dann über den Schlossgarten hinab nach Innsbruck, und über einige Irrwege schlußendlich in den Inn. Unser Weg führt uns nun an den Häusern hier am Bach vorbei hinauf auf die Felder nördlich von Aldrans. Wir bewundern eine schön geschichtete Steinmauer, die erst seit kurzem hier steht…

Wunderschöne Steinmauer, wahrscheinlich erst vor kurzem geschichtet…

Schlußendlich erreichen wir wieder unser Dorf, eine schöne Wanderung durch die nähere Umgebung geht dem Ende zu. Es gibt auch hier, ganz in der Nähe immer wieder tolle Sachen zu entdecken…

Frühlingswiese, im Hintergrund Stempeljochspitze, Pfeiserspitze, Speckkarspitze, Bettelwurf und Hohe Fürleg
Glücklich fast am Ziel…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1,5 h
Gesamtlänge: 4,86 km
Höhenmeter: 220 m