Dienstag ist Skitourenabend am Glungezer (ebenso der Donnerstag), daher schau ich, dass ich früh von der Arbeit wegkomme. Ich fahre mit dem Bus nach Hause, pack meine Sachen und nehme den nächsten Bus zur Glungezerbahn. Die erste Sektion bis Halsmarter benutze ich den Lift, die Schneelage im Tal ist nicht mehr sehr gut… hier oben ist es viel besser.
Heute ist extrem wenig los, die Skifahrer sind schon nach Hause, daher entscheide ich mich für den Aufstieg entlang der Gondeltrasse. Und ich bin nicht der Einzige, der so entscheidet.
Der Vorteil, wenn man nicht erst am Abend losgeht, man kann noch die letzten Lichter des Tages ausnutzen und genießen.
Das Wetter ist wunderschön, die Abenddämmerung einfach nur herrlich. Ich steige entlang der Piste auf, es ist wunderbar leise und friedlich.
Bald erreiche ich den Schartenkogel (2.311m), mein Ziel. Im Westen geht der Mond auf, das Inntal liegt mir zu Füßen. Der Ausblick ist atemberaubend… hier kann ich mich nie sattsehen.
Während ich meine Sachen verstaue, die Aussicht genieße und mich auf die Abfahrt freue, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung… bei genauerer Nachschau entdecke ich eine Maus, die hier im Schnee, zwischen den Zirbenbänken herumhuscht… ein ungewöhnlicher Platz für ein so kleines Tier im Winter.
Ich ziehe mir die Ski an, schiebe mich hinüber zur Bergstation des Schartenkogellifts. Da sehe ich jemanden stehen, der mir bekannt vorkommt. Ich grüße, aber ich erkenne den Herren ob seiner hellen Stirnlampe nicht.
Die Abfahrt ist wunderbar, ich fahre auf der linken Piste bis über die Tulfeinalm, dann quere ich hinüber zur Abfahrt Richtung Halsmarter. Am Lift angelangt, steht der Herr vom Gipfel neben mir. Groß und immer noch mit heller Stirnlampe, fragt er mich: „Ist er es oder ist er es nicht?“. Sobald die Lampe aus ist, erkenne ich Paul, meinen guten Freund. Welch ein Spaß… wir fahren gemeinsam im Bus nach Aldrans…
… und gönnen uns noch ein Bier im Café Maria. So eine Begegnung muss mit einem Bier begossen werden…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:42 h Gesamtlänge: 7,64 km Höhenmeter: △ 749 m / ▽ 742 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 1 / über 2.200 m LWS 2 (Triebschnee, Altschnee)
Da mir die Tour mit Letu gestern so gut gefallen hat, beschließe ich heute nochmals mit Biggi die selbe Route zu nehmen. Wieder mit Bus und Gondel angereist, starten wir bei der Mittelstation.
Ein kurzer Aufstieg entlang der Piste, dann zweigen wir auch wieder in den Wald ein. Es sind einige Tourengeher am Weg.
Kaum haben wir allerdings die Abzweigung in den Wald genommen, ist auch schon Vorbei mit dem Ansturm, hier sind wir so gut wie alleine!
Von der Routenwahl her sind heute keine Überraschungen dabei, wir folgen stur der gleichen Spur wie gestern.
Durch eine Schneise sehen wir dann auch schon die Bergstation auf 1.969m). Wir bleiben allerdings im Wald auf unserer einsamen Spur.
Weiter oben passieren wir dann noch das Klimahaus, und über offene Flächen steigen wir höher und höher, wieder das Stubai im Blick!
Die Querungen unterhalb des Osthangs sind angenehm zu gehen, wir streifen die steilen Stellen nur ein wenig.
Wunderschöne Ausblicke zur Serles, Habicht und den Gletschern begleiten uns.
Der Blick schweift ins Inntal, es liegt zwar nicht viel Schnee, aber dennoch wirkt es ein wenig winterlich…
Der Blick vom Patscherkofel, egal ob Ober- oder Unterland, ist bei richtiger Wetterlage fast nicht zu toppen. Roßkopf, Hohe Munde, Martinswand, Nordkette… alle Berge liegen fast zum Greifen nahe!
Nach dem Waldgürtel erreichen wir den breiten Rücken des Patscherkofels. Die Form des Kofels erinnert mich immer wieder daran, dass dieser Berg zumindest teilweise unter dem Inntalgletscher gelegen hatte…
Wie üblich hat die Schneedecke am Gipfel sehr gelitten. Starker Wind, gute Sonneneinstrahlung, alles Feinde einer geschlossenen Schneedecke.
Dennoch finden wir eine feine Spur bis zum Gipfel, ohne die Ski ausziehen zu müssen…
Teilweise, gerade in Rinnen und Mulden liegt dann wieder viel Schnee und läßt mich tolle Fotos machen!
Beim nunmehrigen Aufstieg über den Westrücken erblicke ich auch den Morgenkogel, den ich vor vielen, vielen Jahren bestiegen habe!
Schließlich erblicken wir zuerst die Sendestation auf dem Kofel, dann stehen wir schon bald am Gipfel
Eine Einkehr in der Gipfelstube geht sich heute auch aus, fein ist es! Die Sonne ist total angenehm und überraschenderweise ist keine Lüftchen am Gipfel zu spüren. Wir sitzen auf der Veranda und genießen den Nachmittag!
Die Abfahrt klappt gut, es ist hart, aber gut fahrbar. Und im Tal angekommen, wartet schon der Bus auf uns. Super war´s…
Tourendaten Gesamtdauer: 2:00 h Gesamtlänge: 9,78 km Höhenmeter: △ 531 m / ▽ 1.205 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 / über 2.200 m LWS 3 (Altschnee, Gleitschnee)
Der große Schneefall hat immer noch nicht eingesetzt, dennoch beschließen Letu und ich, heute eine kurze Skitour zu machen. Als Ziel wird der Patscherkofel ab Mittelstation auserkoren.
Mit Bus und Bahn haben wir schnell unseren Startpunkt erreicht, nun folgen wir den Schildern, die den Skiweg „Waldweg“ anzeigen. Im Verlauf verlassen wir allerdings diesen Weg…
Eine feine Skispur im Wald hat es uns angetan, ein paar steilere Passagen müssen bewältigt werden, dafür ist hier nichts los. Die meisten Tourengeher bevorzugen halt doch die Piste!
Vorbei am Klimahaus, einmal müssen wir die Forststraße queren, erreichen wir den weiteren Aufstieg zum „Kofel“
Hier liegt zumindest ein wenig Schnee und Bodenkontakt haben wir dank guter Spuranlage keinen, dennoch wäre eine „Schafel Schnee“ doch ganz gut!
Der Wald wird nun immer lichter, wir sind schon im oberen Teil der Tour. Die Bergstation der Kofelbahn haben wir schon länger unter uns gelassen, bei unserer Spurwahl sind wir dort gar nicht vorbeigekommen.
Der Ausblick ins Stubaital ist wunderschön, der Tag heute einfach nur herrlich! So macht das „Draussensein“ auf jeden Fall Spaß.
Wir steigen nun parallel zum Gipfelweg auf, kürzen aber immer wieder ein paar Kehren ab.
Im oberen Teil nehmen wir dann die Forststraße zum Gipfel, die letzten Meter sind angenehm zu gehen.
Zufrieden erreichen wir den Gipfel, für Letu eine große Freude. Eine Skitour mit Gipfelkreuz ist halt doch was tolles!
Da es heute recht angenehm ist, lassen wir uns am Gipfel ein wenig Zeit und genießen die Aussicht.
Ein Schluck Tee ist auch noch drinnen, dann fahren wir ab. Zuerst nehmen wir die Abfahrt über die Forststraße, später erreichen wir das Skigebiet. Für´s Gelände ist einfach zu wenig Schnee…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:57 h Gesamtlänge: 10,24 km Höhenmeter: △ 525 m / ▽ 1.209 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 / über 2.200 m LWS 3 (Altschnee, Gleitschnee)
Ein Tour „hinterm Haus“, so beschreibe ich diese Wanderung immer… dennoch war ich heuer nur ein einziges Mal hier oben, abgesehen von zwei Rodeltouren. Heute, bei feinem Wetter, starten wir, Biggi und ich, von Rinn aus. Die Almen sollen noch offen sein… das kommt uns zupass.
Herbst ist auch immer Pilzsaison, und wortwörtlich, der Waldboden ist bedeckt von „Schwammerln“. Auch ein paar recht interessante Exemplare sind dabei, wie zum Beispiel der „Orangrote Becherling“
Der Aufstieg bis zur Rinner Alm führt hauptsächlich durch Wald, meist handelt es sich hierbei um Fichtenforst, mit dem für die Gegend typischen Moosböden.
Auf der Rinner Alm ist gar nicht so viel los, wie vermutet. Noch ist die Sonne nicht ganz hinter dem Berg hervor gekrochen, die Veranda liegt noch im Schatten. Wir wollen sowieso weiter auf die Aldranser Alm, daher machen wir nur eine kurze Trinkpause hinter der Hütte.
Im weiteren Verlauf entdecken wir ein totes Eichhörnchen auf dem Boden… es sieht aus, als ob es einfach umgefallen ist, keine Spuren eines äußeren Einflusses. Recht interessant, eines dieser putziger Dinger genauer betrachten zu können. Die Schwarzfärbung ist übrigens nur eine Farbvariante. Die Schwarzen keine eigene Art zum kastanienbraunen Eichhörnchen
Unser weiterer Weg führt uns in Richtung Aldranser Alm, der Verbindungsweg führt ein Stück über eine Forststraße, hier ist einer meiner Lieblingsausblicke auf das Inntal.
Auf der Aldranser Alm kehren wir ein, die Sonne hat nun endlich den Patscherkofel überwunden, der tiefe Stand zu dieser Jahreszeit macht sich aber schon bemerkbar!
Nach einer feinen Pause in der Herbstsonne verlassen wir diesen schönen Platz und wandern über Waldwege wieder ins Tal
Es ist leicht föhnig, aber hier sind wir windgeschützt. Dennoch profitieren wir von den sehr angenehmen Temperaturen.
Unterwegs finden wir einen mobilen Hochsitz. Ein professionelles Gerät, in dieser Form von mir noch nie gesehen… das muss ich gleich ausprobieren.
Der Weg durch die Moosbeerstauden ist jedes Mal wieder faszinierend, das Licht heute noch dazu sehr schön.
Am Herztalbach entlang befindet sich ein schöner Fleck gleich in der Nähe des Frauenmarterls. Hier ist der Bach aufgestaut und hat schöne Becken gebildet.
Über den alten Aldranser Almenweg erreichen wir die Felder oberhalb der Starkensiedlung. Hier grast eine Herde Schafe, die sich wahrscheinlich von der Alm retour gekommen sind.
Über die Starkensiedlung, die zu Sistrans gehört, erreichen wir das Gewerbegebiet. Rasch erreichen wir das Zentrum von Aldrans und sind wieder zu Hause.
Ein gemütlicher Kaffee rundet die feine Wanderung ab, das Wetter haben wir heute sehr gut genutzt.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:12 h Gesamtlänge: 9.92 km Höhenmeter: ∆ 608 m / ∇ 767 m
Heute habe ich mir frei genommen, um einen feinen Tag mit Biggi zu verbringen. Das Wetter ist zumindest trocken, und die Sonne lugt ab und zu zwischen den Föhnwolken hervor. Wir wollen heute dem Padauner Kogel einen Besuch abstatten. Wir parken direkt in Padaun, oberhalb vom Gasthaus Steckholzer.
Zuerst müssen wir ein Stück über die Verbindungsstraße zum Brenner gehen, im Hintergrund können wir die aufgelassene Piste des Sattelbergs sehen. Übrigens ein sehr bekannter Skitourenberg, dem wir auch schon unsere Aufwartung gemacht hatten.
Beim Larchenhof zweigen wir von der Straße ab und folgend dem steilen Aufstieg auf den Padauner Kogel, Wegenummer 83.
Zuerst schreiten wir durch abwechselnd lichten und dichten Wald, vorbei an leider schon älteren Parasolpilzen, immer weiter in die Höhe.
Immer wieder öffnet sich der Wald, der Blick von diesem Berg ist sensationell. Richtung Südwesten sehen wir ins Obernbergtal, mit den mächtigen Tribulaunen im Hintergrund.
Im Osten schickt uns der Olperer seine Grüße entgegen, nun schon mit frischem Schnee eingedeckt.
Diese Aussicht konnten wir heuer schon ein paar Mal, aus verschiedenen Perspektiven genießen. Dennoch ist der Blick auf diesen mächtigen Berg immer wieder eine Pause wert.
Direkt im Süden sehen wir die Brennerschneise mit der aktuell heiß diskutieren Brennerautobahn, links davon der Wolfendorn, im blumigem Italienisch „Spina del Lupo“ genannt. Das klingt meiner Meinung nach schöner…
Der Weg auf den höchsten Punkt ist einfach, gemütlich, aber nicht langweilig. Besonders die oben genannte Aussicht macht etwas her. Auch im Frühjahr / Frühsommer ein lohnender Ausflug. Nicht umsonst ist der Padauner Kogel als einer der Blumenberge Tirols bekannt.
Je weiter wir hoch schreiten, desto besser wird die Rundumsicht. Im Süden sehen wir schon vermehrt Wolken aufziehen, noch hält das Wetter aber.
Über nun braune Matten erreichen wir schließlich den Gipfel des Padauner Kogels (2.066m).
Der Wind bläst uns um die Ohren, es ist frisch hier oben. Im Wald, ohne Wind, war es noch angenehm warm, nun muss die Windjacke her, ansonsten wird es ungemütlich.
Die Stimmung ist eigen, wie es bei Föhnlage üblich ist. Einmal schaut es nach Regen aus, in nächsten Moment scheint wieder die Sonne. Direkt am Gipfel ist es ungemütlich, ein paar Meter unterhalb, auf einer Bank, sitzen wir aber dann im Windschatten.
Hier genießen wir die Aussicht, bevor wir uns wieder aufmachen, und uns an den Abstieg machen.
Wir steigen über den Nordhang ab, vor uns liegt das Wipptal, die Aussicht reicht bis zum Patscherkofel und dem Karwendel. Die Sonne scheint nun immer wieder und bringt die ausgedehnten Lärchenwälder zum glühen.
Gerade im Herbst fällt auf, wie viele Lärchen hier im Wipptal auf den Berghängen wachsen. Nun, mit dem Herbstkleid fallen diese wunderschönen Bäume besonders auf.
Auf dem Weg nach unten sehen wir noch einen schönen Effekt der herbstlichen Entnadelung… überall liegen die Lärchennadeln und bedecken den Steig mit „Krippenheu“, wie ich die Nadeln auch nenne.
Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, das Gasthaus Steckholzer.
Schön gelegen und trotz der Abgelegenheit immer wieder gut besucht, beschließen auch wir, hier noch eine Einkehr zu machen.
Ein sehr gutes Mittagessen und Kaffee und Kuchen runden unsere Wanderung ab. Beim Weg zum Auto blicken wir noch einmal zurück auf den von hier kühlen Zacken des Padauner Kogels.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:34 h Gesamtlänge: 6,23 km Höhenmeter: ∆∇ 519 m
Das Wetter ist schön, aber die Zeit begrenzt. So greift man gerne auf Altbewährtes zurück. Der Kofel, fast direkt vor der Tür gelegen, wird wieder einmal zum Ziel erkoren. Mit dem Bus von Aldrans zur Talstation, dann gleich, dank Jahresticket, hinauf in kühlere Regionen.
Von der Bergstation (1.965m) wandern wir über den Steig oberhalb der Forststraße in Richtung Gipfel des Patscherkofels.
Den Steig sind wir in früheren Tagen öfter gegangen, die Kinder und ich. In den letzten Jahren haben wir immer wieder neue Gebiete erwandert, es ist schön, hier mal wieder entlang zu gehen.
Der Patscherkofel liegt aussichtsmäßig sehr günstig, man sieht ins Wipp-, Stubaital, ins Ober- und Unterland und natürlich auf die Landeshauptstadt.
Gekrönt wird der Gipfel von einer monströs großen Sendeanlage, für Fernsehen, Rundfunk, aber auch Telekommunikation.
Wir erreichen nach knapp 30 Minuten das Gipfelkreuz…
… wir machen ein „schnelles“ Gipfelfoto, dann wandern wir auch schon weiter, denn hier ist heute noch nicht Schluss.
Vorbei an der Sendeanlage, über den Osthang wandern wir in Richtung Boscheben.
Ich finde es schon interessant, wie sich eine Landschaft über die Jahreszeiten ändert. Das letzte Mal war ich im Winter hier, hier sind wir die Route Roman abgegangen.
Immer am Grat entlang, nur manchmal weicht der Weg in Richtung Viggartal aus. Die Aussicht ist auf jeden Fall wunderschön, egal ob in den Süden oder den Norden.
Vor uns liegen das Kellerjoch, Neuner- und Viggarspitze und die Sonnenspitze mit Glungezer. Einige dieser Gipfel bin ich gerade vor kurzem im Zuge des „Inntaler Höhenweges“ abgegangen.
Obwohl mir der Weg sehr vertraut ist, finde ich immer neue Aspekte, langweilig wird mir der Pfad nie. Unterhalb des Sistranser Schützenkreuzes hindurch kommen wir zum nächsten Abhang.
Rückblickend sehen wir die beeindruckende Sendestation auf dem Kofel.
Nun geht es fast durchgängig abwärts, bis wir schlussendlich bei Boscheben das kleine Gasthaus erreichen.
Hier beschließen wir, eine kleine Einkehr zu machen. Essen gibt es auf Anfrage noch keines, aber was zu trinken bekommen wir. Komisch finde ich, dass 10 Minuten später ein paar Leute Erbsensuppe, Brote und Kuchen kredenzt bekommen.
Ein wenig irritiert verlassen wir den eigentlich gemütlichen Platz, beim Kreuz machen wir noch ein Foto, das ist auch unter Umkehrpunkt.
Am unteren Zirbenweg entlang wandern wir flotten Schrittes wieder zurück zur Kofel-Bergstation.
Durch das Zirbentor hindurchgehend, beenden wir unsere Wanderung über den Kofel.
Beim Schutzhaus machen wir nochmals eine Rast, hier bekommen wir alles was das Herz begehrt. Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen, heute ist es richtig fein.
Das Essen ist wunderbar, wir genießen die Rast hier oben. Mit der Kofelbahn fahren wir wieder zurück ins Tal, und mit dem Bus, der schon auf uns wartet, geht es zurück nach Aldrans!
Eine gemütliche Tour, die bei „fast jedem Wetter“ gemacht werden kann. Allerdings ist so wunderschönes Wetter wie heute das sprichwörtliche i-Tüpfelchen! Wunderbar war´s…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:23 h Gesamtlänge: 5,52 km Höhenmeter: 302 m
Heute steht eine besondere Tour auf dem Programm. Schon vor längerer Zeit haben wir, Wolfgang, Paul und ich, Andi eine „Tour seiner Wahl“ geschenkt. Heute schaffen wir es, Andi hat sich den Haneburger mit EBike und Bergtour gewünscht. Eine super Wahl, finde ich! Das Wetter ist auch perfekt, so steht einem wunderbaren Tourentag nichts im Wege.
Wir starten direkt in Aldrans, mit dem EBike fahren wir über Rinn und Tulfes, da wir relativ früh am Weg sind, ist die Anfahrt über die Hauptstraße relativ angenehm, nicht zu viele Autofahrer.
Rasch erreichen wir Tulfes, ich bin überrascht, wie angenehm die Fahrerei mit dem Rad ist. Ich konnte mir das Bike von Andi ausleihen, super gewartet und eingestellt, da macht das Fahren gleich zweimal so viel Spaß.
Wir fahren von Tulfes hinauf nach Windegg, diese Kanzel hat einen wunderschönen Ausblick auf Innsbruck und das Inntal.
Das Wetter ist perfekt, es ist schon relativ warm, und keine Wolke trübt den blauen Himmel!
Von Windegg fahren wir über die Schotterstraße fast eben nach Volderwildbad. Dort fängt nun die ansteigende Forststraße ins Voldertal an.
Wir folgend diesem Weg bis zur Abzweigung auf die Vorbergalm (1.668m).
Hier drehen wir in die entgegengesetzte Richtung, nun geht es hinauf auf die Markisalm (1.896m).
Ein wenig abseits der Alm stellen wir unsere Räder in den Wald, nun müssen wir per Pedes weiter gehen. Der Erste ist gleich der abenteuerlichste Teil unserer Tour, weglos führt uns Wolfi durch den Zirbenwald, bis wir, fast ein wenig erleichtert, den Steig auf den Haneburger finden.
Wie ich schon mit Biggi feststellen mußte, ist aktuell die Moosbeerzeit angebrochen. Zum Klauben komme ich heute nicht, aber ich stecke mir immer wieder ein paar süßen Beeren in den Mund.
Den Wald haben wir nun hinter uns gelassen, die Aussicht auf das Inntal ist wie gewohnt wunderschön, die Fernsicht heute ein Traum.
Stehig, mit feinem Tempo ziehen wir höher und höher, der Gipfel schaut extrem weit entfernt aus.
Trotz dem steht Höhersteigen bleibt noch genügend Zeit für Unterhaltung und Erklärungen von Wolfi…
Doch Distanzen täuschen (nicht nur) mich immer wieder. Der Weg führt direkt zum Gipfel, dem entsprechend schnell machen wir Höhenmeter.
Unter uns liegt nun gut sichtbar das Voldertal, die Markisalm, im Hintergrund sehen wir den Schartenkogel und die Hinterseite des Glungezer-Skigebiets.
Wolfi kennt sich hier super aus, er erklärt uns immer wieder spannende und interessante Fakten über das Voldertal, den Glungezer und überhaupt über die Tuxer.
Kurzweilig erreichen wir den Gipfel. Für Andi ein kurzer, sehr emotionaler Moment, endlich hat er ein lange gehegtes Ziel erreicht! Bravo!
Wir genießen die Rundschau, dann setzen wir uns ein paar Meter unterhalb des Gipfels in eine Kuhle und packen die Brotzeit aus. Dank Andi habe ich auch Marschverpflegung bekommen, an Bargeld kauend wäre ich wohl verhungernd am Gipfel geblieben. Wolfgang und Andi haben noch einen guten Schnaps dabei, so gestärkt kann uns nichts mehr passieren!
Vor ein paar Jahren bin ich die Strecke vom Largoz am Grat in Richtung Haneburger und Malgrübler gewandert… wegen Schnees musste ich dann allerdings abbrechen. Umso glücklicher bin ich heute, dass ich in toller Runde hier oben stehe.
Für den Abstieg brauchen wir, auch wegen dem verblockten Gelände, fast gleich lang wie für den Aufstieg! Immerhin erreichen wir, mit feinen Gesprächen, zügig wieder die Almwiesen.
Über diese Matten wandern wir rasch weiter in Richtung der Fahrräder.
Wolfgang findet zielsicher die Abzweigung in die Pampa, wir müssen ja wieder unsere Ebikes finden.
Vorbei an uralten Zirben, manche mögen ein paar Jahrhunderte alt sein, suchen wir unseren Weg.
Wolfgang hat ein gutes Näschen für den Weg, wir finden einen Hochstand wieder, den wir im Aufstieg gesichtet hatten, nun ist klar wo wir hin müssen.
Ab hier erreichen wir die Räder zielsicher und schnell. Rasch haben wir diese flottgemacht, dann fahren wir den selben Weg wieder hinunter ins Tal.
An der Voldertalhütte machen wir eine verdiente Pause, hier gibt es Bier und gutes Essen, genau das was wir jetzt wollen! Wir stoßen nochmals auf das gelungene Geburtstagsgeschenk an. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht!
Nach der ausgedehnten Rast fahren wir über Kleinbergstraße nach Tulfes und über die Dörferstraße weiter.
Das Wetter hat sehr gut gehalten, es ist immer noch fein warm. Der Akku am Rad zeigt auch noch 25% Ladung, es ist nun Zeit den Turbo einzuschalten.
Bei Andi und Gabi zu Hause gibt es dann nochmals einen Ausklang mit Brotzeit und lustigen Geschichten!
Ein rundum gelungener Tag, der uns noch länger in Erinnerung bleiben wird.
Tourendaten Bike Hinfahrt Gesamtdauer: 1:58 h Gesamtlänge: 18,86 km Höhenmeter: △ 1.286 m / ▽ 107 m
Aufstieg Haneburger Gesamtdauer: 3:05 h Gesamtlänge: 5,26 km Höhenmeter: △▽ 690 m
Bike Rückfahrt Gesamtdauer: 21,29 km Gesamtlänge: 1:00 h Höhenmeter: △ 203 m / ▽ 1.306 m
Was bietet sich für einen Freitag Nachmittag als sportliche Aktivität an… naja, das zähle ich jetzt nicht alles auf, aber Eines geht immer wieder: Ein kurzer Klettersteig. Wir haben uns zum Einstimmen den Glungezer Klettersteig ausgesucht, Biggi ist mit Georg dabei, Letu und ich. Wir benutzen die Bahn zum Hochfahren, damit verkürzen wir die Strecke immens.
Heuer ist das der erste Klettersteig, die Euphorie, die ich vor ein paar Jahren für das Ferrata-gehen entwickelt hatte, ist wohl ein wenig eingerostet. Umso mehr freue ich mich, dass die Jugend heute dabei ist!
Bei der Y-Stütze ist eine Markierung und auch ein besonderer Zirbenbaum auf einem Felsblock. Hier steigen wir ein paar Meter den Hang empor, dann ziehen wir uns das Klettersteigset an.
Der Einstieg ist extrem leicht, eigentlich ist hier gar kein Set notwendig. Aber Übung macht den Meister, erklären wir. Über einen Einfachen Blockrücken steigen wir hoch, dann ist das Seil wieder ein paar Meter unterbrochen.
Der Klettersteig ist sehr gut angelegt, die Erbauer haben sehr viel aus der Landschaft geholt. Dennoch ist die Ferrata eben sehr einfach und sicher kein Sportklettersteig. Aber für Kinder, oder für Wiedereinsteiger stellt der Weg doch einen schönen Aufstieg dar.
Die Aussicht auf das Skigebiet ist exzellent. Man sieht , dass in den letzten Jahren viel investiert wurde. Der Zirbensee, so der eingängige Name, stellt eine der auffälligsten Änderung dar.
Nun kommen doch ein paar „knackigere“ Stelle, der Spaßfaktor ist auf jeden Fall größer.
Es ist ein lustiges Auf und Ab, um den Steig recht attraktiv zu machen, mussten ein paar nicht ganz logische Schlenker eingebaut werden. Anstatt an einer Stelle logischerweise geradeaus weiter zugehen, müssen wir fast umdrehen, um in ein kleines Tal abzusteigen. Daraufhin geht der Steig wieder in die Höhe.
Es macht uns auf jeden Fall viel Spaß, das Wetter ist wieder einmal auf unserer Seite…
Ein paar Blöcke sind senkrecht angebohrt, hier muss man ein kleines bisschen zugreifen, dann können wir wieder ein paar Meter spazieren.
Eine lustige Stelle ist das „Versteck des Bergmändchens“, ein knapper Schlitz, der in die Höhe führt.
Gleich im Anschluss kommt nochmals ein sehr enger Schlupf, in den ich nun mit abgenommenem Rucksack durch passe.
Das ist sicher eines der Highlights der Tour, aber überhaupt nicht schwer, nur eben recht eng.
Wir erreichen eine Seilbrücke, ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es knapp werden könnte mit der Gondel-Abfahrt, wenn wir noch weitergehen. Also beschließen wir, hier Ende zu machen. Die Buben probieren noch ein paar Stunts an der Brücke, während Biggi und ich unsere Sachen einpacken.
Zum Abstieg wählen wir den Sommersteig über die Schäfferhütte. Diesen Weg bin ich im Winter schon öfter mit Tourenski gegangen, im Sommer war ich erst einmal hier.
Der weitere Weg führt über die Piste, eigentlich so wie wir hoch gegangen sind.
Murmeltierbaue sehen wir viele, aber die putzigen Pelztiere sehen wir heute leider nicht.
Bei Halsmarter beschließen wir noch eine Einkehr zu machen, da wir alle hungrig sind, schlagen wir hier richtig zu… Burger, Flammkuchen, und natürlich braucht es auch was trinken… so lassen wir es uns gut gehen. Richtig fein war´s…
Tourendaten Gesamtdauer: 2.14 H Gesamtlänge: 3,75 km Höhenmeter: 323 m
Der Inntaler Höhenweg war eines der Highlights dieses Jahres. Die Tour war super , das Wetter war immer fein, und wir hatten Glück mit den Hütten und auch mit den Mit-Wanderern.
Der letzte Tag unserer Wanderung ist angebrochen, das Wetter ist (zumindest auf unserer Höhe wunderbar. Das Frühstück hier auf der Kellerjochhütte ist ein super Start in den neuen Tag, ein Blick aus dem Fenster zeigt blauen Himmel, mit einer Nebeldecke im Tal.
Wir beschließen, noch zur Kapelle am Kellerjoch aufzusteigen, um die Aussicht zu genießen. Die Rucksäcke bleiben in der Hütte, da wir eh den gleichen Weg zurück müssen.
Der Aufstieg ist teilweise drahtseilgesichert, schwierig ist er allerdings nicht. Unterwegs treffen wir immer wieder auf Schafe, die überraschend geländegängig sind.
Die Kapelle wurde 1931 eingeweiht, betreut wird sie von den Schwazer Schützen. Schon viele Male hat hier der Blick eingeschlagen oder der Föhn zugeschlagen. Das ist der exponierten Lage des kleinen Gotteshauses geschuldet.
Der Blick ins Inntal, mit der sich lichtenden Wolkendecke, ist ein würdiger Abschuss unserer Tour.
Auch im Zillertal liegt noch Hochnebel, dieser sieht noch ein wenig kompakter aus als im Inntal.
Wir genießen die Sonne an der Kapelle, und natürlich den wunderbaren Rundumblick.
Am Rückweg passieren wir wieder die Schafe, die sich hier weidlich am Gras satt fressen. Zumindest bei gutem Wetter ein Paradies für die Tiere.
Wir wandern wieder zurück zur Kellerjochhütte, holen unsere Rucksäcke, verabschieden uns, dann steigen wir ab, in Richtung Hecherhaus.
Der Hochnebel hat sich nun fast ganz verzogen, wir sehen einen Teil unserer Tour, den Patscherkofel und auch näher den Gilfert. Eine tolle Tour, das muss ich schon sagen!
Vom Kellerjoch wandern wir Richtung Naunz, hier werden wir fündig… wir packen die Wasserflasche aus, die wir vorsorglich entleert haben und klauben Moosbeeren. Wir haben genau den richtigen Platz gefunden, süß und groß sind die „gschmackigen“ Früchte.
Schon gestern hatten wir beim Aufstieg vom Loassattel viele Moosbeeren (Heidelbeeren) gesehen, aber noch keine Zeit und Muße gehabt, diese zu sammeln. Heute ist das anders.
Nachdem wir unsere Behältnisse gefüllt haben, wandern wir weiter. Wir erreichen den Arbeserkogel (2.026m). Hier kann man noch die Überreste des alten Liftes sehen, der vom Hecherhaus herauf geführt hatte.
Steil wandern wir ins Inntal, nun sehen wir schon das Hecherhaus, das auch als Bergstation der Kellerjochbahn dient.
Hier kehren wir ein, gönnen uns eine kleine Jause. Gestärkt wandern wir, nachdem wir uns gegen die Liftbenutzung entschieden haben, am Wanderweg tiefer ins Tal
Der Steig ist schön und wir sind froh, diese Option gewählt zu haben. Rasch steigen wir tiefer und tiefer. Unterwegs finden wir noch eine kümmerliche Hand voll Pilze.
Schließlich erreichen wir die Talstation der Kellerjochbahn, damit auch das Ende unserer tollen Wanderung.
Ein Blick auf den Fahrplan zeigt uns, dass wir noch viel Zeit zum Warten haben, daher beschließen wir noch auf ein Getränk ins Hotel Frieden zukehren.
Der Ausblick von der Terrasse auf das Inntal ist phänomenal. So ausgerastet, machen wir uns pünklich auf zum Bus.
Eine spannende Fahrt vom Berg ins Tal ist die Busfahrt allemal, wohlbehalten erreichen wir zuerst Hall, und dann fahren wir über Innsbruck zurück nach Aldrans.
Der Inntaler Höhenweg, der mir schon ein paar Jahre immer wieder unterkommen ist, ist endlich absolviert. Und das in bester Gesellschaft. Die Wanderung hat sehr viel Spaß gemacht, die Hütten waren alle Tipp-Topp, das Wetter hat auch gut mitgespielt. Sozusagen alles perfekt! So eine Tour kann ich mir bald wieder vorstellen!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:18 h Gesamtlänge: 7,04 km Höhenmeter: ∆ 168 m / ∇ 1022 m