Archiv des Autors: Wisse

240511 Familienwochenende 2024 – Alpaka Wanderung

Nach einem wunderbaren Frühstück steht heute als Highlight eine Alpaka-Wanderung in der Nähe unserer Unterkunft auf dem Programm.

Rasch sind wir an dem Gut, dort werden wir von der Besitzerin schon erwartet. Eine kurze Einweisung, damit wir mit den „Basics“ vertraut sind, dann können wir schon rein ins Alpaka-Areal.

Die erste Übung ist das Füttern der Tiere, das soll auch beidseitiges Vertrauen aufbauen. Die Kinder sind schon fleißig beim Sondieren, welches Tier wohl am Besten passen werde.

Schließlich wird noch am Platz die Einteilung gemacht. Hier fällt ein für mich sehr netter Spruch, der sich alsbald als absolut wahr herausstellen wird: „Wir finden für jeden Charakter das geeignete Alpaka“.

Ein paar kurze Gewöhnungsschritte, dann starten wir los mit unserer Wanderung. Während Maggo und ich als Begleiter fungieren, haben alle Anderen jeweils ein Tier an der Leine, die ganz kleinen Kinder sind natürlich auch in Begleitung.

Über einen erst engen Pfad erreichen wir bald eine schöne Kirche, dort zweigen wir auf einen Waldweg ab.

Nun geht es steiler bergan, aber in der Kühle des Waldes ist dies gerade angenehm. Plötzlich scheuen die Tiere, nach ein paar beruhigenden Worten lassen sie sich aber wieder weiterführen. Die Ursache bleibt im Verborgenen…

Schließlich erreichen wir den Waldrand und sehen nun den Ulrichshögl vor uns, der kleinen Hügel, den wir am ersten Tag besuch hatten.

Das Gras steht hier schon hoch, teilweise haben die Bauern am Vortag das Wetter genutzt und die Wiesen gemäht.

Immer wieder müssen wir mit den Tieren eine Fresspause einlegen. Ich bin fasziniert, wie viel Gras und Kräuer die putzigen Vierbeiner verdrücken können.

Vorbei an der Margeritenwiese und dem Nechlhof wandern wir über noch eine Wiese inmitten dieser schönen Landschaft.

Ein weiteres Stück müssen wir durch den Wald, dann erreichen wir wieder zuerst die Kapelle und dann die Koppel. Hier darf sich nun jeder ausgiebig von „seinem“ Alpaka verabschieden…

… und Zeit für Portraits bleibt auch noch!

Im Anschluss an dieses Abenteuer gönnen wir uns noch ein gutes Mittagessen in Thundorf, gemütlich lassen wir den Nachmittag verstreichen. Zurück in der Unterkunft heißt es für Letu und mich packen, wir fahren heute schon wieder retour.

Die Zufahrt vergeht gewohnt unspektakulär, schließlich erreichen wir am späteren Nachmittag Innsbruck und sind froh, wieder zu Hause zu sein.

Das war wieder mal ein gelungenes Familienwochenende, danke hiermit an die Organisatorin!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:57 h
Gesamtlänge: 5,01 km
Höhenmeter: 143 m

240510 Familienwochenende 2024 – Burghausen

Ein wunderschöner Morgen, die Sonne lacht vom Himmel. Das Frühstück am Bauernhof tut noch das seine, damit der Tag nicht besser starten kann!
Heute steht das schöne Städtchen Burghausen auf dem Programm. Was ist so besonders an diesem Ort? Die Burg ist eine der längsten Burgen überhaupt… über einen (1) Kilometer lang…

Am Eingang werden wir von unserer Tourführerin empfangen. Richtig „gewandet“ steht sie schon am Parkplatz, nach kurzer Einführung starten wir unseren Rundgang.

Wir starten ganz am Anfang, beim Haupttor und arbeiten uns Tor für Tor, Hof für Hof weiter in die zentrale Burg.

Das ganze Areal ist noch bewohnt, wir hören zu unserem Erstaunen, dass die Wartezeiten für eine Wohnung hier bis zu 25 Jahre dauert. Dafür ist der Platz auch wirklich magisch…

Das das unterhalb der Burg liegende Örtchen strahlt Eleganz und Gemütlichkeit aus, die schönen bunten Häuser erinnern ein wenig an die Innzeile in Innsbruck, mit dem Unterschied, dass hier die Salzach durchfließt.

Die Burg selber wurde nie angegriffen und erst unter Napoleon teilweise umfunktioniert. Damals wurde das Haupttor geschliffen, der Rest blieb bis in die Jetzt-Zeit gut erhalten.

Nach einem langen, aber sehr interessanten Marsch erreichen wir schließlich den vorletzten Hof, der uns zur Hauptburg führt.

Auf der Ostseite der Burg liegt der Wöhrsee, ein weiteres Schutz der Burg. Heute ist dies allerdings kein Schutzwall mehr, sondern ein beliebter Erholungsplatz und im Sommer sicher auch ein beliebter Badeplatz.

Die beeindruckende Hauptburg ist bis heute in einem wunderbaren Zustand, da hier immer gelebt wurde, sei es als Wohnareal, oder aber auch als Kaserne.

Hier im Hof sind wir am Ende unserer interessanten Tour angekommen. Wir machen noch ein nettes Gruppenfoto auf der Stiege im Innenhof, dann verlässt uns unsere Führerin, die einen formidablen Job geleistet hat!

Wir wandern ein Stück retour, dann biegen wir über einen kleinen Steig hinab in die Stadt.

Überall entdecken wir gemütliche, kleine Plätze.

Bald erreichen wir den Hauptplatz der Stadt, dort schauen wir uns kurz um und entdecken einen gemütlich ausschauenden Gastgarten.

Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen und im Anschluss noch ein Eis. Damit sind wir gut gestärkt.

Wir erkunden noch den unteren Teil der Stadt, aber der Ort, wenngleich schön, ist doch recht überschaubar.

Wir schauen in ein paar Geschäfte, finden dies und das und genießen die Zeit zusammen. So wie ein Familienausflug halt sein soll!

Langsam werden wir dann doch müde von der Herumwanderei, also machen wir nochmals Pause auf einer Bank, dann brechen wir auf zu unserer Unterkunft.

Ein letzter Blick auf die Burg, die majestätisch über der Stadt thront, dann spazieren wir durch verwinkelte Gassen zurück zum Parkplatz.

In der Unterkunft gibt es erst mal Kaffee und eine ausgiebige Pause. Am Schluss des Tages spazieren wir nochmals auf den Ulrichshögl, um den Sonnenuntergang zu genießen…

Ein feiner Tag neigt sich dem Ende zu, wir sitzen zu Abend noch ein wenig zusammen und haben eine feine Zeit.

240509 Familienwochenende 2024 – Anreise

Das alljährliche Familienwochenende steht vor der Tür, heuer sind wir nochmals am selben Ort wie letztes Jahr, allerdings hat sich das Programm ein wenig geändert. Der Platz hatte sich letztes Jahr als ideal speziell für die Kinder herausgestellt, daher war die Entscheidung heuer rasch getroffen.
Am Donnerstag ist Anreisetag, und über den Nachmittag verteilt trudeln wir nach der Reihe ein.

Die Zimmer sind schon vorab eingeteilt, das schließt so manche Diskussion gleich von Vorne herein aus und lässt das Wochenende entspannter starten. Letu und Sara haben gleich mal ihre Betten ausgesucht, später soll sich alles nochmals ein wenig ändern!

Während wir auf die restliche Mannschaft, wir sind die Ersten am Bauernhof, eintrudelt, genießt Sara die Stille mit einem Buch, Letu hat das Trampolin wiederentdeckt und übt fleißig neue Tricks.

Währenddessen wandere ich mich Mama auf den Ulrichshögl, einem kleinen Muggel mit Kirche gleich in der Nähe.

Die Aussicht auf das Alpenvorland ist phänomenal, das Wetter passend dazu nur mit ein paar harmlosen Wolken gespikt… echter bayrischer Himmel also!

Oben am Hügel angelangt, sehen wir das „Margeriten-Haus“, das uns letztes Jahr auch schon fasziniert hatte. Und heute ist die Kirche auch offen und wir können einen Blick in das Innere des Gotteshauses werfen.

Zufälligerweise kommt auch noch der Organist vorbei und bietet uns eine kleine, aber feine Privatführung durch die Kirche an. Wunderbar….
Vor der Kirche bewundern wir noch die Aussicht auf Salzburg und den Untersberg, dann drehen wir wieder um.

Bei unserer Ankunft ist der Rest der Familie nun auch eingetroffen und wir genießen einen Kuchen auf Saras Geburtstag.

Und später, als der erste Trubel vorbei ist, gönnen sich die Erwachsenen einen „Sundowner“

Am Abend gibt es wunderbare Spaghetti Bolognese, und mit einem feinen Gesprächsabend lassen wir den Tag ausklingen!
Ich freue mich schon auf morgen…

240505 Kriegerkapelle (1.739m)

Das Wetter ist wiederum, entgegen dem Wetterbericht, schön, aber ein wenig kühler als gestern. Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, hier starten wir unsere Wanderung auf die Kriegerkapelle.

Dem ersten Teil folgen wir meiner Standardroute auf die Rinner Alm, überall blüht, kreucht und fleucht es! Wunderbar, der Frühling.

Ein paar Meter folgen wir der Schotterstraße, dann zweigen wir auch schon auf den Rinner Almsteig.

Am Waldspielplatz vorbei, die Forststraße ein paar Mal querend, steigen wir höher und höher.

Am Steig sehen wir immer wieder die Auswirkungen der letzten Föhnwellen. Überall liegen sturm-gefällte Bäume.

Über wurzel-bewähren Steig erreichen wir schlussendlich das erste Ziel, die Rinner Alm (1.397m).

Diese ist heute gut besucht, viele Wanderer nutzen das gute Wetter. Der erste Blick über die Bänke auf der Veranda zeigt keine freien Plätze. Uns ist das egal, da wir eh noch keine Einkehr planen.

Hinter der Alm steigen wir höher, und über den Vogelfängerweg erreichen wir den Vogelfänger-Boden

Hier wurde die Infotafel überarbeitet, in neuem Glanz erstrahlen hier Tannenmeise, Fichten-Kreuzschnabel und Buchfink. Auch wenn ich diese Vögel hier noch nicht gesichtet habe, die Bilder sind dafür umso anschaulicher.

Nun wechseln wieder wieder auf eine Forststraße, die ganz neu hergerichtet scheint. Zumindest ist hier wenig Verkehr, denn der Belag ist noch in perfektem Zustand.

Am Ende zweigt ein kleiner Weg nach rechts, und wir erreichen unser für heute höchstes Ziel, die Kriegerkapelle (1.739m).

Die Aussicht von diesem Platz ist spektakulär, leider ist es noch ein wenig kühler geworden und die Pause auf der Aussichtsbank reduziert sich auf das Nötigste!

Wir folgen dem gleichen Weg zur Abzweigung Rinner Alm / Aldranser Alm, dann wandern wir in Richtung der zweiten Alm.

Über den Sepplsteig, einen kleinen Verbindungssteig zwischen den Almen, wandern wir durch moosigen Wald und eng stehende Bäume.

Das letzte Stück bestreiten wir wieder auf einer Forststraße, bevor wir vor unserer zweiten Alm, der Aldranser Alm (1.503m) stehen. Auch hier kehren wir nicht ein…

Es ist später geworden als geplant, also schauen wir, dass wir ohne Pause weitergehen. durch ausgedehnte Moosbeerfelder steigen wir ziemlich direkt von der Alm ab ins Tal.

Am alten Almenweg begegnen wir zwei Wanderern, ansonsten sind wir heute, bis auf die Hütten-Umgebungen, recht einsam am Weg gewesen.

Bei dem Trinkwasserkraftwerk „Schreyerbach“ treten wir aus dem Wald und stehen auf den schönen Wiesen oberhalb der Aste. Wir passieren die Starkenbergsiedlung und das Industriegebiet, wandern kurz durch den Wald, erreichen das Sägewerk Dollinger und schließlich den Dorfkern von Aldrans.

Eine tolle, ausgedehnte Wanderung. Das Wetter hat bis zum Schluss mitgespielt, wir sind trockenen Fußes angekommen! Toll, fein war´s!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:12 h
Gesamtlänge: 13,58 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 1.016 m

240504 Maria Larch

Eine ausgesprochene Frühjahrswanderung führt von Fritzens über das Larchtal nach dem ebenso genannten Wallfahrskirchlein „Maria Larch“. Biggi hat heute diesen Tourenvorschlag gemacht, unter anderem auch deshalb, weil die Wetterprognose nicht so stabil wirkt.

Leider ist der Parkplatz in Fritzens schon voll, aber wir finden eine feine Alternativ am Weg und stellen unser Auto neben der Straße ab. Hier führt ein kleiner Pfad hinauf zu unserer Route

Erst noch im Wald, erreichen wir bald die schönen Wiesen am Eingang des Taxertals. Hier führt uns der Weg abwechselnd über Asphalt und wieder Waldpfaden immer östlicher ins Tal.

Diese Gegend ist wunderschön, das haben sich auch die Pferdebesitzer gedacht, ein Pferdestall reiht sich an den Nächsten… unser Blickt schweift ein wenig weiter, die Hüttenspitze und der Hochmahdkopf mit dem Halltal liegen in der Ferne!

Das Farbenspiel des Frühjahrs ist im vollen Gange, auch wenn die Wiesen durch Überdüngung nicht mehr die natürliche Vielfalt aufweisen, sind sie doch schön anzuschauen.

Generell ist diese Gegen gut ausgestattet mit optischen Reizen.

Wir folgen erst dem Taxertal, dann zweigen wir in das Larchtal ein. Heute ist überraschend wenig los, ich hätte mir bei diesem Prachtwetter doch mehr Spaziergänger erwartet…

Über feine Wege folgen wir immer weiter dem Tale entlang.

Um schließlich kurz vor dem Erreichen der östlichen Straße auf den Wallfahrtsort zu stoßen.

Maria Larch ist bekannt für sein Heilwasser, das im 18 Jahrhundert einem blinden Mädchen geholfen haben soll. Noch heute kommen Leute und holen das Wasser direkt aus der Quelle.

Nun wenden wir uns wieder dem Inntal zu, wir erreichen die Häuser von Neu-Terfens und genießen den Ausblick auf Kellerjoch, Kuhmesser (Kuhmöser) und die Loas, der Sattel zwischen Kuhmesser und Gilfert.

Wir haben die Asphaltstraße, der wir nach Westen folgen, erreicht. Es ist fein warm und windstill, fast idyllisch… einzig die Landjugend, die mit den Motorrädern bei uns vorbeischießen, stören die Ruhe.

Mit Gilfert und auf der anderen Seite dem Patscherkofel im Blick beenden wir unsere Wanderung. Eine tolle Runde für´s Frühjahr, bei dem Wetter heute haben wir noch dazu richtig Glück gehabt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:17 h
Gesamtlänge: 11,62 km
Höhenmeter: 374 m

240428 Halltal

Das Wetter ist Aprilhaft, die Übergangszeit immer ein wenig schwierig einzuschätzen. Wir beschließen, einen Sprung ins Halltal zu schauen, denn dort ist sicher auch schon der Frühling am Vormarsch.

Vom Hackl wandern wir ein paar Meter über die Salzstraße, dann zweigen wir ab auf den Fluchtsteig. Bei der Abzweigung ins Eibental überlegen wir kurz, gerade aus weiter zu gehen, doch dann nehmen wir doch den steilen Steig über das Eibental.

Im oberen Bereich des Aufstiegs liegt noch einiges an Schnee, das ist wohl auch ein Indikator, dass in höheren Lagen die Tourenmöglichkeiten, zumindest aus Wanderers Sicht, noch eingeschränkt ist.

Der schöne Blick ins Halltal begeistert mich immer wieder, der Schnee ist sichtbar, zumindest auf den Südlagen, in die Höhe verdrängt worden.

Beim wunderschönen St. Magdalena-Gasthaus ist heute Ende unserer Runde. Wir verzichten auf eine Einkehr, der Himmel hat jetzt mehr zugezogen und es ist kühler geworden.

Vorbei am Alpengasthaus, im Rückblick sehen wir die kleine, aber markante Hüttenspitze, erreichen wir wieder die Salzstraße.

An dieser entlang wandern wir bis zur zweiten Ladhütte. Vom Bettelwurfmassiv fließt einiges an Wasser ab, den tollen Wasserfall im Bild habe ich in dieser Form noch nicht gesehen.

An der Ladhütte wechseln wir wieder auf den angenehmeren Fluchtsteig, der uns zügig zum Ausgangspunkt bringen wird.

Der Weg zur Bettelwurfhütte sollte schon geöffnet sein, die Hütte selber hat noch geschlossen. Mittlerweile konnten neue Pächter gefunden werden und einer Öffnung der Hütte Ende Mai steht nichts im Wege.

Unterwegs entdecken wir unseren ersten Enzian dieses Jahr! Je tiefer wir kommen, desto mehr entwickelt sich die Natur.

Der Bergbach führt starkes Wasser, die Schneeschmelze ist im vollen Gange. Daher konnten wir auch den nicht immer vorhandenen Wasserfall heute sehen.

Am Hackl beschließen wir, das schon eröffnete Kneippbad einzuweihen, ich bin immer wieder überrascht, wie kalt das Wasser dann doch ist. Ein paar flotte Runden gehen sich im Wasser aus, dann brennen die Füße, und wir brauchen eine Pause!
Der Wohlfühlfaktor stellt sich alsbald ein… kneippen ist schon doch was Gutes!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:44 h
Gesamtlänge: 8,45 km
Höhenmeter: 535 m

240426 Inntalrunde (Fahrrad)

Freitag ist immer „kurzer“ Arbeitstag und ich beschließe, direkt nach der Arbeit den Heimweg ein wenig auszudehnen. Ich fahre von der Arbeit in Innsbruck los und steuere gleich auf den den Inntalradweg hin.

Diesem folge ich in Richtung Osten, also der Flussrichtung des Inn´s folgend. Das Wetter ist sehr angenehm, es ist warm, aber nicht heiß und alles passt perfekt!

Vor kurzem noch ist eine Kaltfront durchs Land gezogen und hat die Berge in frischen, glänzenden Schnee gehüllt. Das tut dem Kontrast nur gut, im Tal blühen die Wiesen, auf den Bergen residiert noch der Winter!

Vorbei an Hall erreiche ich Baumkirchen und den „illegalen“ Bumptrack, der zur Zeit immer in den Nachrichten erwähnt wird. Bei einer kurzen Begutachtung muss ich feststellen, ich wäre als Kind mit einer solchen Einrichtung überglücklich gewesen. Hoffentlich können sie hier einen Kompromiss, speziell zugunsten der Kinder finden!

An Fritzens vorbei erreiche ich die ersten Häuser von Neu-Terfens, hier quere ich über die Innbrücke auf die Südseite des Inns.

Vor mir liegt die Lampsenspitze, auf der ich zu meiner Militärzeit einmal gestanden bin… dieser Gebirgszug würde mich wieder mal interessieren!

Auf der anderen Seite ist das Kellerjoch, der Hausberg von Schwaz, hier werde ich mit Biggi heuer im Sommer hoffentlich das Ende einer tollen Wanderung feiern. Doch dazu später einmal mehr…

Über schöne Feldwege, teils asphaltiert fahre ich wieder retour gen Westen. War der Weg bis jetzt immer am Inn flussabwärts, merke ich nun, dass ich wieder gehen den Strom fahre… dabei merke ich weniger die Höhenmeter, sondern an den straffen Gegenwind, der mir den Bart zersaust.

Unterwegs fällt mir ein Spruch meiner Mutter ein: Sie meinte vor kurzem, dass immer weniger Insekten vorhanden sind, das sieht man vor allem auf den Windschutzscheiben der Autos, so ihr Kommentar…
Mir kommt heute allerdings vor, dass ich die Stellen befahren habe, an denen noch genügend kreucht und fleucht… zumindest habe ich so viele Insekten geschluckt, dass das fast als Mittagessen durchgehen könnte.

An der Karlskirche vorbei, erreiche ich bald wieder das „Badl“ bei Hall in Tirol. Hier biege ich nun auf einen Schleichweg ab, der mich kürzest möglich nach Aldrans bringen soll.

Hier bleibe ich kurz stehen und entdecke promt einen Spitzmorchel… und noch einen, zwei, drei… dann ist Ende. Obwohl ich den ganzen Bereich mehrmals absuche, bleibt es bei den vier Pilzen… was für ein Zufall!

In Ampass bleibe ich bei einem kleinen Lebensmittelgeschäft stehen und gönne mir eine Mittagsjause. So gestärkt ist der restliche Weg nach Hause ein Klax!

Kurz vor Aldrans eröffnet sich mir wieder dieser wunderbare Ausblick auf das Oberland, heute mit den frisch getünchten Bergen schon fast kitschig.

Zufrieden erreiche ich mein Zuhause. Die Heimfahrt war heute untypisch lang, hat aber richtig Spaß gemacht. Ich bin richtig motiviert, öfter mal mit dem Rad „auszureiten“…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:14 h
Gesamtlänge: 45,70 km
Höhenmeter: △ 394 m / ▽ 223 m

240414 Hoadl (2.340m)

Die Temperaturen sind dieses Jahr schon fast früh-sommerlich, im April… doch noch haben Biggi und ich die Skisaison nicht aufgegeben. Heute ist letzter Tag in der Axamer Lizum, wir beschließen, noch eine Pistentour zu machen, während sich die Buben, Georg und Letu, im Funpark austoben können.

Wir fahren mit dem Bus zu Biggi und dann mit dem Auto weiter in die Lizum. Der Parkplatz ist zwar nicht gesteckt voll, aber gut besucht. Auch noch ein paar Camper, die wahrscheinlich vom gestrigen „Ugly Ski Day“ über geblieben sind, zieren die große Betonfläche.

Am Parkplatz treffen wir uns noch mit Doris, einer Freundin von Biggi, die uns heute begleitet. Die Schneeverhältnisse sind überraschend gut, wir können direkt bei der Talstation losgehen.

Die Burschen genießen die warmen Temperaturen, Letu ist sogar kurzärmlig am Weg.

Ein kurzes steileres Stück müssen wir mit ein paar Spitzkehren meistern, ansonsten verläuft der Aufstieg unspektakulär, aber schön.

Wir sind relativ spät gestartet und merken, dass die Schneequalität unter den erstarkten Sonnenstrahlen leidet. Im Aufstieg sehen wir „Etwas“ im Schnee liegen, zum Glück schaut ein vorbeikommender Skifahrer nach dem Rechten. Es ist eine Jacke, die wahrscheinlich einer der „Ugly Skier“ gestern verloren hat… vermutlich ist es doch ein wenig wilder zugegangen.

Es ist zwar schon spät in der Saison, dennoch überrascht und der geringe Andrang bei diesem Kaiserwetter. Uns soll es recht sind, dann haben wir die Piste für uns.

Die Sonne scheint intensiv auf uns herab, daher ist das Nachschmieren mit Sonnencreme sehr wichtig…

Die Aussicht wird wie gewohnt mit der Höhe immer besser. Die Kalkkögel sind jedes Mal wieder beeindruckend. Ich hoffe, im Sommer schaffe ich hier die eine oder andere Bergtour.

Oberhalb des Dohlennests, einem kleinen Gasthäuschen, machen wir eine Pause und trinken einen Schluck.

Dann starten wir den Endspurt. Immer wieder sehen wir die Spuren des Saharastaubs, der sich gut zwischen präparierter und nicht-präparierter Piste unterscheiden lässt.

Am Grat zum Hoadl, dem Gipfelrestaurant, eröffnet sich der Blick ins Senderstal mit Kemater Alm und Adolf-Pichler-Hütte und den beeindruckenden Gipfeln um die Alpenclubscharte

Flach ziehen sich die letzten Meter hinauf zum Hoadl. Die Burschen haben uns schon gemeldet, dass sie oben auf uns warten. Und auch wir freuen uns auf eine feine Erfrischung.

Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und den Hoadl (2.340m), eigentlich schön gelegen. So fein das Hoadl-Gasthaus ist, eine Augenweide finde ich das Gebäude dennoch nicht… praktisch ist es allemal.

Wir essen im Innenbereich eine Kleinigkeit, dann setzen sich die Erwachsenen nochmals in die Sonne und die Buben fahren eine Runde in den Funpark.

Fast schon zu gemütlich wird es hier oben, die Sonne wärmt, das Bier schmeckt gut, so könnte man es schon eine Weile aushalten…

… leider müssen wir weiter. Vom Hoadl fahren wir über die Abfahrt zum Funpark, dort sammeln wir die Jungs ein, und fahren weiter zum Parkplatz. Zufrieden fahren wir nach Innsbruck zurück.

Die Temperaturen waren am Hoadl schon gut, aber kein Vergleich zu Innsbruck. Dort zeigt uns das Auto-Thermometer +30°C an, neue Rekordtemperatur für April… der Klimawandel lässt sich einfach nicht mehr leugnen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 784 m / ∇ 769 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Nassschneelawinen)

240413 Einradeln

12.04.2024
Das Frühjahr kommt heuer mit Riesenschritten daher, die Temperatur sind abnormal hoch. Wir beschließen, das schöne Wetter auszunutzen, und mit dem Rad eine Runde nach Volders und retour zu fahren.
Ich fahre von zu Hause zu Biggi, dann radeln wir am Radweg nach Osten aus Innsbruck hinaus.

Das Wetter ist ein Traum, dem entsprechend viel los ist auf dem Radlweg. Bald erreichen wir Hall in Tirol, weiter fahren wir nach Volders. Hier queren wir den Inn und fahren auf der Nordseite wieder zurück nach Innsbruck.

Nicht meine Erste, aber dafür die längste Runde im neuen „Radljahr“. Ein gemütliches Einradeln, das Freude auf mehr macht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:06 h
Gesamtlänge: 36,32 km
Höhenmeter: 261 m

13.04.2024
Da die Tour und das Wetter gestern so fein waren, nutzen wir es aus und fahren heute wieder eine Runde.
Dieses Mal haben wir ein paar Höhenmeter eingeplant, wir fahren wieder direkt von Innsbruck, dieses Mal in Richtung Nordkette. Georg begleitet uns am Anfang, zweigt dann aber auf einen Trail ab, während Biggi und ich weiter bergan radeln.

Beim Rechenhof stellen wir fest, dass das Gasthaus geschlossen ist, daher fahren wir weiter und setzten uns ein wenig oberhalb in die Sonne. Dann fahren wir wieder retour nach Innsbruck, auch heute eine tolle Tour

Ich bin motiviert, dieses Jahr ein wenig mehr mit dem Rad zu unternehmen, in feiner Begleitung radelt es sich ja auch viel leichter…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:54 h
Gesamtlänge: 23,13 km
Höhenmeter: 523 m

240407 Longfall (1.075m)

Unser dritter und letzter Tag in Meran. Nachdem wir gestern eine feine Runde um Meran, entlang der Waalwege gemacht haben, zieht es uns heute in höhere Gefilde.

Wir starten wieder bei der Unterkunft, nur heute in die entgegengesetzte Richtung. Unser erster Weg führt uns hinauf ins Dorf Tirol.

Durch das Dorf, sehr touristisch und heute im Zeichen der Erstkommunion, erreichen wir den Steig nördlich des Dorfes, der uns hinauf zu den Muthöfen führt. Auf dem Weg dorthin kommen wir am sogenannten Farmerkreuz vorbei.

Steile Wiesen am Weg zeugen von dem entbehrungsreichen Leben hier im „Land der Berge“. Heutzutage sind diese Plätze allerdings sehr idyllisch gelegen.

Die Aussicht von den Höhen auf Meran sind atemberaubend, das Wetter ist zwar nicht ganz so schön wie am Vortag, aber dennoch mehr als ausreichend für eine gute Aussicht.

Wir gönnen uns eine kurze Pause, genießen die Aussicht in vollen Zügen, dann wandern wir weiter auf unserem Weg.

Ein kleines Durchgangstor müssen wir durchschreiten, dann erreichen wir die Muthöfe.

Im Hintergrund sehen wir den Oberhochmuthof und das Gasthaus Steinegg. Beide sind über eine spektakuläre Seilbahn erreichbar.

Unser Weg führt nun nach Nordwesten, diesem folgend über einem kleinen, steilen Wiesenpfad, bis wir wieder Wald erreichen.

Fast ohne Höhenverlust wandern wir nun entlang dieses Steiges ins Fineletal mit dem Longfallhof, unserem heutigen Ziel.

In gemütlichem Auf- und Ab steigen wir immer tiefer in dieses einsame Tal, zumindest scheint es heute so.

Wir hören den Finelebach schon lange rauschen, schließlich erreichen wir den Talgrund und den schönen Wasserlauf.

Hier genießen wir wieder die nochmals eine kurze Pause, leider müssen wir feststellen, dass das Gasthaus heute geschlossen hat. Dennoch werden wir den sympatischen Ort noch im Vorbeigehen bewundern.

Lange habe ich gerätselt, woher der Name dieses Gasthauses wohl herkommen würde… nachdem wir den langen Wasserfall (Longfall) gesehen haben, ist uns allen klar, wie dieser Name entstanden ist.

Das Gasthaus selber liegt auf einer schönen Almwiese, es ist wohl früher mal wirklich eine Alm gewesen. Über die Qualität des Gasthauses können wir nicht Auskunft geben, eben weil geschlossen.

Der Pfad führt nun um das Gasthaus, dann ein Stück dem Zaun entlang, um schlussendlich wieder zum gewohnten Waldweg zu werden.

Im Sommer sicher fein zu gehen, ob des Schattens, finden wir den Weg heute auch sehr angenehm. Die Temperaturen sind ja jenseits der normalen Durchschnittstemperaturen (Stichwort Klimawandel), aber irgendwie auch richtig fein!

Am Weg retour kommen wir auch noch bei den bekannten Erdpyramiden vorbei. Hierbei handelt es sich um Konglomerat, auf dem ein Deckstein liegt. Dieser schützt ein wenig vor Erosion, allerdings werden die vom Deckstein ungeschützten Passagen ausgewaschen. Zurück bleiben Pyramiden-ähnliche Gebilde…

Die Natur ist hier in Südtirol auch schon wieder ein paar Wochen voraus, besonders angetan haben es mir die schönen Blüten des Waldsauerklees.

Je tiefer wir kommen, desto größer und vielfältiger wird die Blumenpracht. An der Passer sind schon regelrechte Blumenwiesen zu sehen…

Wir folgen einem kleinen Steig, der uns dann auch direkt an die Passer führt.

Diesem Gewässer folgen wir nur ein paar Meter, dann zweigen wir auf einen Pfad, der uns ins Zentrum von Meran bringen soll.

Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir wieder einen Waalweg.

Unsere Unterkunft können wir am Senderbühel schon erkennen, aber noch haben wir ein wenig Strecke vor uns…

Dieser Waalweg gefällt mir besonders gut, es sind ein paar kleine Täler zu queren und machen den Steig abwechslungsreich.

Schließlich erreichen wir den Beginn von Meran, die Zenoburg thront hoch über uns und der Passer und blickt grimmig auf uns herab.

Lieblicher ist hier der Übergang der Passer, Stromschnellen, kleine Katarakte und wunderschöne Felsformationen säumen den Weg.

Den letzten Weg bestreiten wir auf dem uns schon bekannten Tiroler Steig, der steil zurück zum Dorf Tirol führt.

Oben angekommen, gönnen wir uns noch eine Erfrischung, dann fahren wir (leider) schon wieder retour nach Nordtirol. Ich wäre gerne noch einen Tag geblieben… aber andererseits habe ich den Aufenthalt genossen und Lust auf Mehr bekommen.

Obwohl ich heuer das Konzept des Buabenwochenendes ein wenig geändert habe, finde ich die Wanderungen sehr gelungen. Es bleibt mehr Zeit, sich auszutauschen, das war bei den Klettersteigen nicht immer der Fall.
Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das nächste Jahr, wieder mit der gesamten Schar eine tolles Wochenende im Frühling verbringen zu können!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:41 h
Gesamtlänge: 20,31 km
Höhenmeter: 1258 m