Archiv des Autors: Wisse

220806 Mähen auf der Bitterlehütte

Es ist wieder Zeit, auf der Hütte nach dem Rechten zu sehen und die Wiese zu stutzen. Einen Teil habe ich ja schon vor Wochen gemacht, in der vergangenen Woche waren noch ein paar Helfer dabei und haben schon Vorarbeit geleistet.

Seit ich stolzer Besitzer eines Klima-Tickets bin, reise ich viel mit Bus und Bahn. Heute ist sogar das Fahrrad dabei, damit ich in Reutte mobil bin. Heute habe ich es rechtzeitig zum Bahnhof geschafft, kaum bin ich unter Dach, schüttet es in Strömen.

Auf der Wiese angekommen, sehe ich schon die gute Vorarbeit. Der rechte, obere Teil der Wiese ist noch zu mähen, das schaffe ich an diesem Wochenende gut. Später kommen noch Letu und Mama auf die Hütte, mehrere Hände machen der Arbeit ein schnelles Ende. Sara bleibt dieses Mal im Tal, es sind gerade meine Geschwister auf Besuch…

Das Wetter ist bewölkt, aber warm. Also das beste Wetter, um zu mähen. Die Sonne knallt nicht so stark vom Himmel und die berühmt/berüchtigten Bremsen auf der Wiese sind heute im Urlaub.

Von der Stimmung her ist dies eines der interessantesten Wetterlagen, immer wieder ziehen Nebelbänke über die Wiese, teilweise mit einer unglaublichen Geschwindigkeit… die Hexen kochen wohl wieder einmal!

Die Arbeit geht gut von der Hand, bald schon liegt der größte Teil des Grases und muss nur noch weg geräumt werden.

Gemäht wird, wie schon die letzten Jahre, mit der Sense. Das hat gleich mehrere Vorteile: Ökologisch, und was mir fast am wichtigsten ist, sehr leise. Man hört die Vögel, Insekten, leider manchmal auch den Verkehr unten an der Umfahrungsstraße.

Beim Aufstieg habe ich zwei schöne Parasole gefunden, die werden nun paniert und gebacken. Das ist ein feines Abendessen für Letu und mich…

Am Montag in der Früh geht es wieder zurück nach Innsbruck, der Bus fährt um 5:50 Uhr los und fährt direkt bis Innsbruck. Perfekt für mich, da fahr ich gleich auf die Arbeit.

Die Kinder bleiben noch ein paar Tage bei der Oma, während ich diese Woche wieder schaffen muss. Das Fahrrad hat mir dieses Wochenende sehr gute Dienste geleistet… das werde ich öfter machen.

Ein wunderschönes Wochenende auf der besten Hütte der Welt! Hoffentlich bald wieder…

220717 Lignano

Welch ein Kontrastprogramm stellt der alljährliche Familienurlaub in Lignano dar. Schon zum vierten Mal sind wir in Lignano Pineta, am schönen Campingplatz Pino Mare. Heuer zählen wir mit Kind und Kegel 12 Personen…

Das Wetter ist, wie es im Italienurlaub sein soll, sehr warm, und jeden Tag während unseres Aufenthalts wird es ein Grad wärmer.

Der Tagesablauf, abgesehen vom ersten Tag der Anreise, ist unaufgeregt und sehr entspannt. Am Morgen wird im Garten gefrühstückt, das ist ein ewiges Kommen und Gehen, bis jeder gespeist hat…

Der nächste Programmpunkt ist der Besuch am Meer, der am Vormittag noch erträglich ist, am Nachmittag wird der Sand so heiß, dass ein Aufenthalt bzw. Fußmarsch eben dort zur kurzen, aber qualvollen Tortour wird.

Wir sind allerdings hart im Nehmen, daher steht so manches Mal ein Besuch am Stand zu Mittag an… allerdings nur, um kurz ins Wasser zu hüpfen und dann wieder über den glühenden Strand nach Hause zu hopsen…

Normalerweise ist die Zeit von Mittag bis zum frühen Nachmittag Zeit für Siesta, da ruhen sich alle aus… ein Teil liest, ein Teil spielt am Handy oder Tablett. Und so mancher schließt auch seine Augen.

Am Nachmittag ziehen wir mehr oder minder geschlossen zum Pool, schwimmen, Ballspielen mit den Kindern oder Wassergymnastik, es ist für jeden was dabei.

Am Abend ist dann immer noch erst Kinderdisco, dann die Vorstellung für die Teens, Jungen und Junggebliebenen…

So vergeht ein Tag um den Anderen, teilweise fliegt die Zeit, obwohl, oder vielleicht gerade deswegen, gefühlt nichts passiert.
Dennoch ist es entspannend, die Kinder sind immer beschäftigt und man bekommt den Kopf frei…

Ein Ausflug ins Zentrum von Lignano Sabbiadoro gehört zu unserem mittlerweile gut eingespielten Wochenablauf natürlich auch dazu.

Während das Gros der Urlaubsgesellschaft sich zum Strand und in die Geschäftsstraße aufmachen, beschließe ich, mir zwei Geocaches am nördlichsten Punkt von Lignano zu sichern.

Am äußersten Rand einer Steinmole entdecke ich die Dose! Wunderbar. Im Anschluss treffen wir uns alle wieder und gönnen uns ein gutes Abendessen.

Komplettiert wird der Ausflug mit einem kurzen (erneuten) Spaziergang in der Stadt.

Im Hafenbecken bewundern wir die schönen Boote und genießen die letzten Lichtstrahlen des heutigen Tages!

Am Folgetag, zur gefühlt größten Mittagshitze mache ich mich mit einer kleinen Gruppe Verwegener auf, einen T5-Klettercache zu bergen. Gott sei Dank ist da ein wenig Schatten, so kann man das anstrengende Abenteuer dann doch gut überstehen…

Im Anschluss haben wir ein in Österreich selten vorzufindendes Versteck, einen sogenannten LP (Lost Place). Eine alte Farm, die besonders den Buben sehr gut gefällt. Wir schauen uns um, die Dose wird auch bald entdeckt…

Zurück im Camp gibt es für alle etwas Erfrischendes an der Eisdiele…

Viel zu schnell vergehen die Tage, obwohl wir nicht viel gemacht haben… ausgespannt sind wir alle, ein gemütlicher Tagesablauf sorgt für Tiefenentspannung. Wer weiß, vielleicht sind wir nächstes Jahr wieder hier!

Danke an alle, die dabei waren, für die schöne Zeit! Es hat mir (und ich glaube Allen) viel Spaß gemacht.

220708 Canyoning Stuibenfälle

Und schon wieder bin ich in den Stuibenfällen. Obwohl ich am Parkplatz einen echten Schreck bekomme, soviel Leute sind hier, verläuft sich im Aufstieg das Gewimmel…

Heute habe ich richtig Glück, ich habe eine kleine, feine Familie aus Dänemark. Zu Viert ist man einfach sehr flexibel und es macht richtig Spaß, den einen oder anderen Sprung nochmals zu machen.

Die Abseilstellen sind rasch und ohne befürchteten Stau absolviert, die anfängliche Nervosität der Jugendlichten ist verpufft.

Am großen Abseiler sind wir wieder allein, es ist schon fast verdächtig ruhig. Aber schlussendlich stellt sich heraus, dass wir einfach Glück haben…

… wahrscheinlich haben gerade eine gute Zeit erwischt, um die Stuibenfälle in vollen Zügen genießen zu können.

Im zweiten Teil wird dann wieder viel gesprungen und geschwommen, bei diesen Temperaturen ist das eine willkommene Erquickung.

Der Spaßfaktor ist heute hoch, die Jugendlichen sind sehr motiviert und springen wirklich gut. Da kann man dann schon den einen oder anderen besonderen Sprung wagen.

Wohlbehalten erreichen wir wieder den Ausstieg und machen uns gleich wieder auf den Weg zur Bootshütte. Eine tolle Tour, die mir auch wieder sehr viel Spaß gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:24 h
Gesamtlänge: 8 km
Höhenmeter: 100 m
Abseiler: 2
Sprünge: mind. 8

220708 Canyoning Wiesbachl

Für mich steht ein komplettes Wochenende im Zeichen des Canyonings. Nachdem ich gestern in den Stuibenfälle war, kommt heute noch das wunderschöne Wiesbachl dazu.

Der Aufstieg ist zwar warm, aber nicht unangenehm. Dennoch sind die Teilnehmer froh, als wir den Einstieg erreichen und ich das Sicherheitsgespräch machen kann.

Dann geht der Spaß auch schon los mit dem ersten Abseiler. Im Gegensatz zu den Stuibenfällen ist hier der Fokus aufs Abseilen gerichtet. Und mit dem schönen Wasserstand macht das richtig Spaß.

Direkt nach dem ersten Absatz kommen zwei feine Rutschen, die wir im kalten Wasser ohne Probleme überwinden.

Nach ein paar Metern kommen wir zum großen Abseiler, der eine kleine Vorstufe hat. Hier lasse ich die Gäste per, während Friedl, der zweite Guide, den großen Wasserwall bearbeitet.

Der große Abseiler hat ca. 16m Höhe und liegt wunderschön in einem kleinen Kessel. Beim Einstieg, von mir gerne Dom genannt, ist sogar ein kleines Dach, das diesen Teil der Schlucht höhlenartig macht.

Am Schluss kommen noch die bei den Gästen und speziell auch bei den Guides beliebten Abschlussfälle: Fächer, Waschmaschine und Rutsche…

In der Waschmaschine werden die Leute einmal richtig durchgewaschen und können die Kraft des Wassers am eigenen Leib spüren…

… da ist dann eine kurze Erholung in der Sonne notwendig!

Nach diesen drei Absätzen haben wir die Tour geschafft. Dem Einen oder Anderen ist ein wenig kalt geworden… die Waschmaschine war auf Kaltwasser programmiert.

Wir folgen dem am Schluss wieder unscheinbaren Bächlein bis zur Straße, dort sind wir dann auch schon wieder am Ausgangspunkt der Tour…

Eine feine Truppe in einer wunderschönen Schlucht, so kann man Canyoning genießen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 4 km
Höhenmeter: 150 m
Abseilstellen: 6

220707 Canyoning Stuibenfälle

Ein fast schon fixes Canyoningevent im Jahreskreis ist der Besuch einer Jugendgruppe aus Belgien. Jedes Jahr aufs Neue kommt eine ausgewählte Mannschaft ins Lechtal und bucht regelmäßig eine Canyoningtour.

Wir starten, nachdem die Ausrüstung in der Bootshütte verteilt wurde, vom Parkplatz Stuibenfälle mit dem schweißtreibenden Aufstieg über den Ministersteig.

Oben, mittlerweile schon fast traditionell hüpfen wir zur Abkühlung in den Plansee, alle sind wieder frisch und schon gespannt auf die Tour. Nach einer Sicherheitseinweisung legen wir auch schon mit einem Sprung los.

Direkt im Anschluss kommt schon die erste Abseilstelle mit 23m. Ein gemütlicher Einstieg ins Abenteuer.

Nach einem Sprung und einer kurzen Wanderstrecke erreichen wir den zweiten Wasserfall mit ca. 30 Meter Höhe.

Obwohl die Abseilstelle leichter ist als der erste Absatz kostet es die Teilnehmer doch immer wieder Überwindung, sich ins Seil zu setzen und die viele Luft unter den Füssen zu ignorieren.

Beim „Hohen Abseiler“, wie der eigentliche Stuibenfall auch genannt wird, landen die Gäste direkt im Wasser und müssen eine kurze, aber kühle Strecke schwimmen.

Alle meistern das zweite Hindernis ohne Probleme, nun können wir das Seil einpacken und uns auf die Springerei konzentrieren.

Da man im frischen Wasser in den hinteren Stuibenfälle immer, auch bedingt durch Wartezeiten, auskühlt, ist die nun folgende Gehstrecke eine willkommene Aufwärmung.

Schlussendlich erreichen wir mit der „Arschbombe“ wieder feines Hüpfgelände, jeder kommt auf seine Kosten.

Da die heutige Truppe wunderbar diszipliniert ist und alle sehr gut springen, wagen wir uns an den Geländersprung, den höchsten Absatz im Schluchtenverlauf. Ganze 9 Meter sind luftig zu überwinden, ein Heidenspaß…

Am Schluss der Schlucht ist nochmals Sprung auf Sprung, manche nicht so hohen Absätze können auch mittels Rolle gemeistert werden.

Der finale Sprung ist war nicht sehr hoch, muss aber weit gesprungen werden, damit man die Felswand nicht touchiert. Aber bei solch guten Springern wie heute stellt auch das kein Problem dar…

Eine sehr feine Truppe, die wir heute führen durften!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:05 h
Gesamtlänge: 8 km
Höhenmeter: 100 m
Abseilstellen: 2
Sprünge: mind. 8

220703 Fünfgipfelrunde (Glungezerkreuz, 2.660m)

Das Wetter ist wunderschön gemeldet und ein Blick aus dem Fenster bestätigt die Vorhersage. Schnell muss ich entscheiden, wohin es mich heute verschlägt. Eine Tour, die ich schon länger mal machen will, ist die folgende Fünfgipfelrunde: Schartenkogel, Glungezer, Sonnenspitze, Viggarspitze und Neunerspitze…

Ich fahre mit der Bahn zur Bergstation und starte dort meine Tour. Die Aussicht auf die Inntalfurche ist vom Glungezer aus eine der Schönsten…

Raschen Schrittes steige ich über den Rücken des Schartenkogels (2.311 m) hinauf zum Gipfelkreuz. Dem Ruf des Wetters sind einige Leute gefolgt, dem entsprechend viel Besuch haben die verschiedenen Gipfel heute.

Am Schartenkogel bleibe ich nur für einen schnelle Schluck Wasser stehen, weiter geht es über das Tulfeinjöchl und dann hinauf zum Glungezer (2.660 m). Ich wähle dazu den aufgelassenen Steig direkt durch die Flanke, der zwar gefühlt ein wenig steiler, aber auch weniger bevölkert ist.

Die Wanderungen in diesem Bereich unserer grandiosen Berglandschaft ist ohne großen Anspruch an das Können, dennoch fasziniert mich die abenteuerliche Stimmung hier immer wieder.

Im Hintergrund, sozusagen am Horizont lacht der Olperer in hellem Schneekleid zu uns…

… auf der anderen Seite winken Karwendel und Rofan zu mir rüber, lockend, ich solle sie doch bald wieder besuchen.

Noch ein Schwenker bringt mich wieder zurück ins Jetzt, westlich vom Glungezerkreuz liegen meine heutigen Ziele. Im Vordergrund die schöne Sonnensitze (2.639 m), ganz hinter der Patscherkofel, den ich heute auslassen werde.

Vom Glungezerkreuz hinüber zur Sonnenspitze sind es nur ein paar Minuten, vorausgesetzt, man kann halbwegs behände über das Blockwerk springen. Mit hoher Konzentration ist diese Aufgabe schnell gemeistert…

Auf der Sonnenspitze riskiere ich wiederum nur einen kurzen Rundblick, dann steige ich auf der Westseite des Gipfels ab. Der Pfad ist noch gut sichtbar, das ändert sich aber nach ein paar Metern.

Der gewählte Pfad führt direkt ins Tal, ich will aber noch ein paar Stationen einbauen. Daher verlasse ich den ausgetretenen Weg und gehe querfeldein, in der Hoffnung, den zweiten Pfad zu finden.

Das Gelände ich einfach und gut zu begehen, einzig die tiefen Löcher, die in den Verblockungen entstehen können, muss man beachten.
Bald öffnet sich wieder ein schöner Blick, die Viggarspitze (2.306 m) auf der linken, die Neuerspitze (2.285 m) auf der rechten Seite. Ich will die Überschreitung beider Gipfel heute noch rasch erledigen…

Wunderbare Felsformationen, teilweise ist sogar der Weg mit Felsplatten ausgelegt…

Über den Ostgrat ersteige ich den Gipfel… zu klein sollte man allerdings nicht sein, ansonsten erhöht sich der Schwierigkeitsgrad um Einiges.

Direkt hinter dem Gipfel zweite ich ohne Pfad in die Nordflanke der Viggarspitze. Ein paar Schritte Vorsicht, dann entdecke ich einen verwachsenen Weg hinunter zum vom Gipfel erspähten Wanderweg.

Als ich diesen erreiche, bin ich ein wenig enttäuscht, schmal und voller Latschen ist der Weg alles andere als fein. Schlimmer wäre nur, wenn man direkt und weglos durch die Latschen müsste…

Im oberen Bereich sind weniger Latschen und der Weg wird besser. Bald schon erreiche ich den Gipfel. Nun ist eine Rast mit Brotzeit obligatorisch… ich habe den letzten Gipfel für heute bestiegen.

Gemütlich sitze ich in der Sonne, fast alle Gipfel von heute kann ich einsehen. Nach der Pause mache ich mich über das Frauental zum Zirbenweg auf. Hier ist noch ruhig… bald schon werde ich genau das Gegenteil erleben.

Der bekannte Zirbenweg lockt, ganz klar, jedes schöne Wochenende Hundertschaften mit Kind und Kegel auf den Berg…

… es muss auch gesagt werden, dass die Wegführung für Kinder einfach super ist. Keine Absturzgefahr, immer wieder schöne und interessante Abschnitte. Herz, was willst du mehr… zumindest wenn der Junior dabei ist!

Kurz vor der Kofelbahn sieht man noch eine Mauer, die Überreste der ehemaligen Lawinengalerie. Mit dieser konnten die Skifahrer früher ohne Gefahr den gefährlichen Osthang queren.

Beim Lift angekommen, hüpfe ich gleich in eine Gondel. Zu viel ist mir am Schutzhaus los, als dass mich eine Einkehr locken würde. Heute scheint echt halb Innsbruck am Weg zu sein…

Mit dem Bus, jetzt da ich glücklicher „Klimaticket-Besitzer“ bin, reise ich wieder relativ schonend heim nach Aldrans!
Eine wunderschöne Tour… die ich sicher wieder mal machen werde!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:35 h
Gesamtlänge: 14,07 km
Höhenmeter: △ 977 m / ▽ 1.079 m

220614 Rinner- und Aldranser Alm

Eine kleine, aber feine After-Work-Tour sollte es heute werden. Das Wetter ist super, es ist sehr warm, daher wähle ich den Weg auf die Rinner- und Aldranser Alm. Den Rückweg, wie schon öfter exerziert, bewältige ich über die Aste, das kleine Industriezentrum in Aldrans und über den Wald retour nach Hause.
Der Aufstieg ist speziell bei warmem Wetter ein Genuss, denn fast immer wandelt man durch kühlen Wald, nur kurz unterbrochen von Stellen mit schöner Aussicht auf das Tal.

Die Rinner Alm (1.380m) erreiche ich nach flotten 38 Minuten, von einer Einkehr sehe ich ab, zu viel Volk hat sich auf der Terrasse versammelt und ich bin alleine unterwegs. Der feine Waldweg zur Aldranser Alm (1.511m) ist in 15 Minuten bewältigt, auch hier das selbe Bild… viele Mountainbiker, die meisten mit Motor genießen die Abendsonne.
Über die Forststraße, teilweise joggend erreiche ich zuerst das Wasserbassin von Aldrans, anschließend die Aste und schlussendlich wieder das Dorf.

Eine feine Tour bei bestem Wetter. Da bin ich froh, dass ich mich aufgerafft habe 😊.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:59 h
Gesamtlänge: 11,05 km
Höhenmeter: △ 595m / ▽ 716 m

220606 Rinner-, Aldranser-, Sistranser Alm

Die Kinder sind schwer beschäftigt, das Wetter zu schön, um im Haus zu bleiben, also mache ich mich mit dem Bus auf nach Rinn. Mein erstes Ziel soll die Rinner Alm sein. Der Start ist mitten im Dorf bei der Kirche, über den Parkplatz erreiche ich den Steig.

Da ich alleine bin, kann ich ein wenig auf die Tube drücken, rasch wandere ich den Rinner – Almensteig empor.

Immer wieder eröffnet sich ein schöner Blick auf Innsbruck, doch viel Zeit zur Umschau gönne ich mir heute nicht. Nach 36 min. erreiche ich die Rinner Alm. Die Terrasse ist total voll, das war auch zu erwarten.

Daher beschränke ich mich auf einen Gruß zu den Wirtsleuten, dann gehe ich flotten Schrittes weiter zur Aldranser Alm.

Der Abschnitt zwischen Rinner- und Aldranser Alm gefällt mir auf dieser Strecke fast am Besten, wunderschöne, kühle Waldpassagen sind auch an heißen Sommertagen angenehm zu erwandern. Auf der Aldranser Alm ist auch richtig was los, daher hier das selbe Spiel… ich Grüße und gehe weiter.

Nach kurzer Überlegung und Blick auf die Uhr beschließe ich, noch weiter auf die Sistranser Alm zu gehen. Bei dem Wetter sollte man jede Sekunde auskosten. Schon bald erreiche ich diese auch sehr fein gelegene Alm, hier möchte ich mal wieder mit dem Rad rauffahren.

Nach drei Almen habe ich heute genug, nun wandere ich talwärts, das nächste Etappenziel ist Sistrans.

Schon nach kurzer Wanderung erreiche ich den Parkplatz, den Ort quere ich flott. Auf einem Schild kann ich nochmals die Richtungs- und Zeitangaben der einzelnen Almen überprüfen…

Der Weg von Sistrans nach Aldrans führt über Rans, der Mais auf den Feldern schießt schon aus dem Boden. Wie schon gestern festgestellt, hat der Regen hier gut getan.

In Richtung Oberland und Martinswand breiten sich wunderschöne Weizenfelder mit Kornblumen aus, ein richtig schöner Ausblick. Zufrieden wandere ich nach Hause, diese Runde gefällt mir ausnehmend gut…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:27 h
Gesamtlänge: 11,60 km
Höhenmeter: △ 727 m / ▽ 865 m

220606 Radausflug Mittelgebirge

Schön langsam startet auch mein Junior in die Sommersaison. Wir beschließen in der Früh spontan, ein wenig durch die Gegend zu radeln. Von zu Hause aus geht es gleich in die Höhe, hinauf zum Herzsee…

Der wunderschön gelegene See, früher einmal eine der Badeanstalten von Aldrans, liegt heute ruhig im Wald, nur ein paar Petrijünger säumen das Ufer und versuchen ihr Glück.

Es ist noch fein kühl zu dieser morgendlichen Stunde, richtig angenehm…

Am Ostende des Sees liegt noch das alte Badehaus, das jetzt dem Tiroler Fischereiverein gehört.

Nach dem nächsten Stich erreichen wir die Prockenhöfe, die Felder sind schon bestellt und der Mais wächst dank des letzten Regens gut an!

Unserer weiterer Weg führt uns zur Aste, weiter über den Speckbacherweg und durch schöne Waldwege nach Judenstein.

Wir fahren am Waldrand, an ein paar Stellen öffnet sich ein Blick auf Rinn.

Ein paar hartnäckige Wolken schmiegen sich an die Bergflanken, ansonsten ist das Wetter perfekt sonnig. Und es wird trotz der frühen Stunde von Minute zu Minute wärmer.

Vorbei am Poltenhof und entlang des Lavierenbachs erreichen wir wieder die Landstraße nach Rinn.

Ein Plakat am Straßenrand, bei einer Bushaltestelle, erfasst Letu´s Aufmerksamkeit. Das nächste Konzert der Wiltener ist nicht mehr lange hin… und er wird wohl mitsingen.

Unseren Abschluss machen wir von Rinn über den Wiesenhof zurück nach Aldrans. Wir nehmen die Landstraße, da können wir mal ein wenig „brettern“… Letu hat es Spaß gemacht, mir natürlich auch!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:18 h
Gesamtlänge: 15,51 km
Höhenmeter: 315 m

220517 Canyoning Stuibenfälle

Gestern hatte ich den ersten Teil der Schülergruppe, heute ist der zweite, wenn auch kleinere Teil dran. Wir steigen wieder über den Ministersteig auf, am See hüpfen wir ins kühle Nass, eine wahre Wohltat nach dem schweißtreibenden Aufstieg.

Die Gruppe ist heute ein wenig quirliger, aber dennoch kann ich die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer binden und das „Sicherheitsgespräch“ durchführen.

Dann starten wir schon mit dem ersten Sprung. hinein in das kalte Schluchtenwasser.

Die Abseilstellen stellen für so machen wieder eine Herausforderung dar, aber schlussendlich seilen ausnahmslos alle der Gruppe ab. Toll gemacht!

Die Sprünge sind ein Highlight dieser Tour, und wirklich jedem taugen die kleinen und größeren Herausforderungen.

Auch im weiteren Verlauf müssen wir so manchen Sprung meistern, zu schnell vergeht hier die Zeit…

Das Wetter ist heute ein wenig stabiler, weder regnet es, noch hallt grusliges Donner-grollen von den Schluchtenwänden.

Nach einer kurzen Zwischenwanderung, damit auch jeder wieder warm bekommt, erreichen wir die Abschlussstelle mit ein paar der schönsten Sprüngen und Szenerien.

Die Stuibenfälle waren 2015 für die Fernsehshow „9 Plätze, 9 Schätze“ nominiert. Für das Stockerl hat es damals nicht ganz gereicht, aber für uns Ausserferner wohl doch einer der schönsten Plätze!

Die Tour ist wieder ein voller Erfolg, den Kindern und Lehrpersonen hat es viel Spaß und Freude gemacht, so mancher konnte seinen inneren Schweinehund besiegen… was will man mehr!

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,00 km
Gesamtdauer: 2:30 h
Höhenmeter: 120 m