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160521 Leithe Klettersteig und Wandern

Gestern am Abend habe ich noch kurzfristig mit Papa ausgemacht, daß wir uns in Nassereith zu einem Klettersteigabenteuer treffen könnten. Der Leithe Klettersteig lacht mich schon seit längerem an, und jedes Mal wenn ich nach Reutte fahre, denke ich mir, da muss ich hin.

Heute in der Früh ist es dann so weit. Ich treffe mich mit Papa beim Kletterparkplatz um 8:00 Uhr und wir starten hinüber zum Einstieg in den Klettersteig. Im Kletterführer steht geschrieben „… noch vor der Wand den Helm aufsetzen… viele Gämsen, die unkontrolliert Steine ablassen!“

Ein Blick in die Höhe zeigt auch schon die Krickerln einer Gams, die über einen Felsrand zu uns hinunterschaut. Da wir allerdings die Ersten an der Wand sind, wird der Steinschlag für uns kein Problem, für die Nachfolgenden werden wir schon aufpassen. Und die Gams ist mittlerweile auch schon weitergezogen.

Der Einstieg ist zunächst einfach, dann kommt schon eine der C/D Stellen, die aber gut gemeistern werden können. Es ist nicht arg ausgesetzt, oder gar psychisch anspruchsvoll, nein, es geht einfach in die Arme, wenn man sich am Seil über die griff und trittlosen Platten hinaufziehen muss.

Es sind nur immer kurze Stellen, die uns ein wenig fordern, der große Teil des Klettersteiges ist Genuss pur. Unter uns sehen wir die nächsten Kletterer an die Wand kommen, heute wird´s hier wohl noch richtig voll werden. Kein Wunder, bei dem Wetter…

Bald erreichen wir den Scheitel der Tour und auf Bändern geht es hoch über den Häusern von Nassereith und den Köpfen der Kletterer hinüber ins Kar.

Unterwegs müssen wir noch eine Seilbrücke meistern, die aber gut verspannt, und deshalb auch gut begehbar ist.

Bald erreichen wir den Fußweg ins Tal, den wir bis zu unserem Auto nehmen. Für den Klettersteig haben wir ca. 1 Stunde gebraucht, also die Hälfte der angegebenen Zeit. Und das, obwohl wir nicht gehudelt haben.

Beim Auto angekommen, verstauen wir unser Klettersteigzeug, denn nun kommt der zweite Teil unseres Ausflugs dran. Zuerst wandern wir hinauf zum Adlerhorst, von dem wir die Aussicht auf die Kletterwand genießen.

Von oben hatten wir gar nicht gesehen, welch eindrucksvolle Aussichtskanzel hier steht. Fast wären wir daran vorbeigelaufen.

Weiters schauen wir uns das alte Bergwerk zu Feigenstein an. Dieses Bergwerk, von dem heute noch zwei Stollen sichtbar sind war schon ab dem 15ten Jahrhundert bekannt, hier wurde vor allem Galmei (Zinkblende) und Blei abgebaut. Traurige Bekanntheit erhielt das Bergwerk 1999, als eine Wasserexplosion im stillgelegten Bergwerk eine Murenkatastrophe auslöste.

Heute zeugen noch die versperrten Zugänge der Mundlöcher vom ehemaligen Bergbau.

Besonders sehenswert ist der tiefe Stollen, den man durch die Eisenstäbe beim Barbarastollen erspäht.

Was für eine Arbeit muss das damals gewesen sein. Hut ab vor den Bergknappen. Gedankenvoll wandern wir wieder hinunter ins Tal, bald erreichen wir Dormitz und unser Auto. In Nassereith beim „Gasthaus Post“ genießen wir noch ein Bierchen.

Ich gönne mir bei der Heimfahrt noch einen Abstecher auf die alte Bundesstraße, die seit der Umfahrung über den Holzleitensattel nicht mehr oft besucht wird, zumindest nicht von Autos. Fahrräder sind dafür hier um so mehr am Weg.

Bald erreiche ich die Hauptstraße und flugs bin ich zu Hause.

Tourendaten

Klettersteig
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 5,40 km
Höhenmeter: 418 m

Wanderung Feigenstein
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,51 km
Höhenmeter: 665 m

Spazieren am Hüttenmühlsee (03.01.2026)

Heute in der Früh werde ich von einem Schrei geweckt: „Es hat geschneit!!!“ ruft Letu und deutet aus dem Fenster.

Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt auch mir, dass die Landschaft heute angezuckert ist.

Während ein Teil der Familie in die Kirche geht, wie schließe ich mit den Kindern, eine Runde um den Hüttenmühlsee zu machen.

Die Kinder sind schnell angezogen, dann starten wir los. Die Stimmung ist wunderschön, dass Wolkenspiel ist total faszinierend.

Das war ein sehr stimmungsvoller Neujahrsspaziergang.

151226 Spaziergang auf den Kalvarienberg

Es ist beschlossene Sache, da kein Schnee zum Skifahren vorhanden ist, werden die Kinder ein paar Tage zu Oma fahren. Dort gibt es einige Sachen, die sie machen können.

Wir beschließen, bevor sie mit Oma nach Reutte fahren, einen Spaziergang auf den Kalvarienberg zu machen.

Wir fahren von zu Hause los, Lucy am Steuer, nach Zirl. Dort parken wir bei der Rettung. Unter der Brücke hindurch, geht es schon bald auf dem Steig Richtung Kriegerdenkmal.

Dort machen wir eine kurze Pause, und genießen die Aussicht. Unser nächstes Ziel ist das kleine Kirchlein au dem Kalvarienberg. Der Steig geht entlang einige Kreuzwegstationen, die als kleine Kapellen angelegt sind.

Sehr schöne Sinnessprüche sind an jeder Station angebracht. Und dann stehen wir am Ziel, bei den Kirchlein.

Schon 1771 wurde hier eine kleine hölzerne Kapelle am Einsiedlerbödele errichtet. Zwischen 1803 und 1805 wurde vom Einsiedler Thomas Tiefenbrunnen das barocke Kirchlein errichtet. Den barocken Altar erwarb Tiefenbrunner von Stift Stams.

Auch die Einsiedelei ist noch vorhanden, durch die Fenster sieht man sogar noch gut die Inneneinrichtung und einen gemütlichen Kachelofen.
Von der Kirche hat man eine wunderbare Aussicht auf das Intal, besonders gut sieht man die Saile und die Kalkkögel im Hintergrund.

Nachdem wir uns satt gesehen haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Wir nehmen den gleichen Weg zurück und erreicht bald wieder das Auto. Nach so einer Wanderung haben wir uns natürlich eine Stärkung verdient. So machen wir uns auf in das nächste Restaurant und lassen die Wanderung ausklingen.

Zirl – Solsteinhaus – Magdeburger – Kranebitten (26.09.2015)

Heute steht eine Wanderung mit Papa auf dem Programm. Alfons ist leider kurzfristig ausgefallen, daher gehen wir zu Zweit. Wir haben geplant, auf das Solsteinhaus, und weiter über den Zirler Klettersteig auf die Erlspitze aufzusteigen.

Am Vortag wurde noch der Rucksack gepackt, in der Früh noch ein gutes Frühstück genossen, dann fahren wir mit dem Auto Richtung Hochzirl. Beim Start des Wanderweges stellen wir das Auto ab, noch sind wir die Ersten. Die Luft ist schön kühl, daher bleiben die Jacken vorerst mal an.

Wir steigen zuerst den Weg fast eben bis zu einer Unterführung, dann wird der Weg gleich richtig steil. Es geht hinauf, und wir sind uns einig, nicht viele Autos und auch nicht viele Mountainbiker nutzen diesen eigentlich schönen Forstweg… wegen der Steilheit.

Bald kommen wir auf den Normalweg, dem wir nun bis zu einer Hütte, an der ein paar Autos abgestellt sind.

Ab hier wird der Steig alpiner. Gleich zu Beginn sehen wir einen Haufen Schafe, die hier noch die letzten Tage in der „Sommerfrische“ verbringen.

Weiter geht’s vorbei an der privaten Solnalm…

…und immer wieder Schotterreisen querend hinauf zum Solsteinhaus.

Dort gönnen wir uns ein frühes Bier, wenn auch ohne Alkohol und genießen die Pause in der Hütte. Richtig warm ist es nicht, aber das passt schon. Für das nicht so tolle Wetter sind doch ein paar Leute hier oben, die aber hier auch übernachtet haben.

Nach der Pause, und das Wetter im Blick haltend, haben wir kurzfristig umdisponiert und haben beschlossen, doch nicht durch den dicken Nebel weiter hinaufzusteigen, sondern über den Schützensteig hinüber zur Neuen Magdeburgerhütte zu gehen.

Gesagt getan, der Steig erweist sich als sehr interessant, die Wegführung unter den Felswänden ist sehr gut angelegt und anregend.

Nach eine schönen Wanderung, bei der uns noch 2 Männer entgegenkommen, erreichen wir die Neue Magdeburger Hütte.

Dort haben wir uns noch eine Suppe verdient. Dazu natürlich wieder ein isotonisches Getränk. Hier in der Hütte haben wir sehr gut geheizt, und da könnte man auch wirklich länger sitzen. Aber wir haben noch ein wenig Weg, also wird bezahlt, danke an den Spender, und gleich drauf sind wir wieder unterwegs.

Von der Magdeburger Hütte gibt’s eigentlich nur zwei Wege, entweder (zumindest teilweise) über die Forststraße, oder aber, und diese Alternative wählen wir, über die Kranebitter Klamm. Auch hier haben wir zwei Möglichkeiten, entweder über den Schleifwandsteig, oder aber über den Weg 220. Auch hier ist schnell entschieden, wir gehen über den Weg 220, um dann ca. bei Halbzeit in die Kranebitter Klamm zu steigen. Genau so, wie ich das am 11.09.2015 schon mal gemacht hatte.

Der Weg unter den Felswänden ist wieder richtig beeindruckend, dann erreichen wir die Nasse Wand, an der wir wieder den Weg in die Klamm hinunter nehmen. Der Klammgrund ist dann recht einfach zu begehen, bei der Engstelle bewundern wir die hohen Felsen, kurz nach der Klammstelle sehen wir eine alte verfallene Hütte, und Marterln im Gedenken an 5 Bergleute, die hier ihr Leben ließen.

Spuren des ehemaligen Bergbaus in der Klamm können wir auch noch finden, jedoch sind die Anzeichen sehr spärlich.

Das letzte Stück aus der Klamm ist sehr schön, und dann stehen wir schon draußen, zurück in der Zivilisation.

Ein paar Schritte weiter erreichen wir den Kranebitter Bahnhof, dort müssen wir auf den Zug nach Hochzirl warten. Nicht ganz so erfreut stellen wir fest, dass wir den letzten Zug gerade um 15min. versäumt haben und nun über 1 Stunde warten müssen. Doch Frust lassen wir erst gar nicht aufkommen, „gebrotzeitet“ wird, dann geht es schon wieder gut.

Schneller als erwartet kommt der Zug und bringt uns spektakulär durch die Martinswand nach Hochzirl. Dort laufen wir in kurzer Zeit zurück zum Auto.

Lange, tolle Tour mit super Begleitung. Vielen Dank!

Tourendaten:
Gesamtlänge: 16,86km
Gesamtdauer: 7:44h
Höhenmeter: 1228m/1342m

Miniwallfahrt Maria Locherboden (02.08.2015)

Manchmal, wenn ich feststelle wie gut es uns geht, zieht es mich in ein Gotteshaus, um mich zu bedanken.

Heute war wieder so ein Tag, und während ich auf meinem Weg von Pflach nach Hause bin, beschließe ich bei Maria Locherboden eine Pause einzulegen.

Die wenigen Schritte bis zu der wunderschönen Barockkirche sind rasch zurückgelegt, und vor mir breitet sich eine wunderschöne Abendstimmung aus.

Ich setze mich in die Kirche, die Stille umgibt mich, und ich spreche einen Dank aus.

Die Ruhe in der Kirche ist wunderbar und ich bleibe eine Zeit lang sitzen. Dann wandere ich wieder zurück, ein gutes Gefühl begleitet mich.

Viel zu selten ruft man sich in Gedanken, wie schön wir es hier in unserer traumhaften Heimat haben… und viel zu selten danken wir Gott dafür.

150110 Heiligwasser (1.240m)

Heute war das Wetter gar nicht so arg wie angenommen, der Wind hielt sich in Grenzen. Da die Oma auch wieder im Lande ist, beschließen wir, einen Familienausflug zur Wallfahrtskirche Heiligwasser zu machen.

Wir starten am Parkplatz gleich neben dem Grünwalderhof nahe Patsch. Der Parkplatz ist komplett vereist, ein Resultat der letzten Wetterkapriolen, die diesen Winter sicher noch lange in unserer Erinnerung bleiben lassen werden.

Der erste Teil des Weges, immer im Schatten gelegen, ist auch stark vereist, und man muss beim raufgehen wirklich aufpassen. Bald wird es besser, bei der „Teehütte“ müssen wir die Piste überqueren.

Die Piste schaut entgegen der schlechten Presse sehr gut aus und es sind wenige Leute auf der Piste. Vielleicht sollten wir das morgen ausnutzen.
Bald schon sind wir wieder auf dem Weg zur Wallfahrtskirche.

Und schon sehen wir unser Ziel.

Wir genießen die Aussicht auf Innsbruck und das Inntal. Die Lage des Kirchleins ist wirklich wunderbar, die Kirche wusste immer schon, schöne Plätze zu honorieren.
Das Panorama ist bei diesem Wetter einfach überwältigend.

Nachdem wir uns an der Aussicht gütlich getan, beschließen wir, den Heimweg anzugehen. Um den Rückweg kurzweiliger zu gestalten, spielen Sara und Letu eine Runde „Waldgolf“.

Bei der „Teehütte“ gönnen wir uns noch eine Erfrischungin der Sonne.

Zurück am Parkplatz sind wir uns einig: das war ein schöner Ausflug.