Archiv der Kategorie: Geocachen

200731 Hoadlrunde (2.340 m)

Der Wetterbericht hat einen warmen Tag prognostiziert und ich möchte unbedingt vor dem Wochenende noch eine Tour machen. Was ist da besser als vor der Arbeit noch eine schnelle Runde zu gehen.
Die Wahl fällt auf die Hoadlrunde (Axamer Kögele, Pleisenspitze und Hoadl), die im Gegensatz zur Saile/Nockspitze nicht so überlaufen ist.

Ich starte vom Parkplatz „Axamer Lizum“, bis zur Bärenhütte nehme ich die Forststraße. Es ist noch stockfinster und ich benötige die Taschenlampe.
Ich kenne mich auf dieser Seite nicht gut aus, bin heute das erste Mal hier und da möchte ich ungern irgendwo im Wald falsch abzweigen 😁. Daher Forststraße… die ist nicht zu übersehen.

Rasch mache ich Höhe, bald schon kommt der erste Silberstreif am Horizont. Nach einer guten Stunde erreiche ich das Axamer Kögele (2.097 m). Hier sitzen schon zwei junge Frauen, eingehüllt in einer Decke und warten auf den Sonnenaufgang. Ich schnappe mir den Ersten einer Reihe von Geocaches hier auf dem Hoadlkamm, dann wandere ich weiter.

Bald steig der warme Sonnenball am Horizont auf, ziemlich genau an der Pleisen (2.236 m) habe ich einen wunderschönen Ausblick auf das Spektakel. Ich weiß nicht, wie viele Sonnenauf- und Untergänge ich schon gesehen habe, aber jedes Mal wieder finde ich das wunderschön.

Das bekannte Skigebiet ist jetzt in goldenes Licht getaucht, im Hintergrund strahlen die Kalkkögel, eines meiner Lieblingsgebiete und locken mich wieder… heuer habe ich es noch kein einziges Mal hier her geschafft.

Direkt vor mir liegt eine der vielen Bausünden der Axamer Lizum. Das Hoadlhaus auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges. Auf der einen Seite ist man ja froh um die Infrastruktur im Winter beim Skifahren… da muss man schon fair bleiben. Andererseits ärgere ich mich immer wieder über solche Klötze, die so gar nicht in mein Naturverständnis reinpassen wollen.

Rückblickend sehe ich nochmals auf den Hoadlkamm, im Hintergrund die Pleisen. Die Sonne ist nun schon ein gutes Stück über dem Horizont und langsam aber sicher steigen die Temperaturen…

Nach ca. 2:30 h erreiche ich die höchste Erhebung, den Hoadl. Das ist eigentlich eine recht lange Zeit, aber in dieser Zeit musste ich auch schon 9 Geocaches suchen, und nicht alle waren gleich gefunden… also eigentlich doch recht flott 😊.

Am Hoadl verweile ich kurz und schaue mich um. Die Aussicht, wenn man die Spuren des Skigebiets ein wenig ausblendet, ist umwerfend. Speziell die Kalkkögel mit Ampferstein, Marchreisenspitze, Malgrubenspitze, Hochtennspitze, Steingrubenkogel lassen mich von weiteren Touren hier träumen.

Den ersten Teil des Abstiegs absolviere ich auf der sogenannten Damenabfahrt, zu Fuß. Immer wieder höre ich Pfiffe von Murmeltieren, dann sehe ich die ersten Nager schon… und diese kann man fast nicht übersehen… überall laufen die putzigen Tiere herum.

Der Himmel ist nun strahlend blau, das Licht hat sich verändert, vom goldigen Hauch gleich nach dem Sonnenaufgang ist jetzt ein hartes Licht geworden…

Die Sicht ist gut und die Berge heben sich plastisch hervor. Da wünschte man sich fast eine gute Spiegelreflex zur Hand… 😁

Der Abstieg über die Piste geht zwar schnell, ist aber nicht unbedingt spannend. Da bin ich schon froh, als der Pfad plötzlich nach links abzweigt und auf der orographisch linken Seite des Bächleins gemütlich ins Tal führt.

Schlussendlich erreiche ich zufrieden wieder den Parkplatz, auch hier muss ich immer ein wenig nachdenken. Hotel Olympia, ein wahrlich besonderer Bau… ob er jedem gefällt, ist eine andere Frage. Auch einer jener Bausünden, die ich Eingangs erwähnt hatte…
Schlussendlich muss ich sagen, dass das eine feine runde zum Frühstück war… mir hat es sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:38 h
Gesamtlänge: 11,41 km
Höhenmeter: 1.012 m

200726 Seaperalm (2.090m)

Ein sehr ruhiger Fleck ganz in der Nähe der Landeshauptstadt ist das Padastertal. Bekannt geworden ist dieser Platz in den letzten Jahren als letzte Ruhestätte des Aushubs aus dem Brennerbasistunnel (BBT). Unglaublich, aber wahr, hier wird ein ganzes Tal verfüllt, damit der Tunnel nach Italien gebaut werden kann. Schenkt man den Machern hier Glauben, wird nach Abschluss der Arbeiten hier kein sichtbarer Schaden vorhanden sein.

Ich starte am unteren Ende der Baustelle, da befindet sich ein kleiner Parkplatz. Entlang des Prosantewegs wandere ich aufwärts, so mancher Geocache versteckt sich hier am Wegesrand. Stetig mache ich Höhe und die Aussicht auf das Wipptal und die Autobahn wird immer besser… das Brummen der aktuell wenig befahrenen Nord-Süd-Route ist immer zu hören.

Der Forstweg ist nicht spektakulär, aber dennoch schön zu gehen. Die Aussicht auf Serles und Nösslachjoch entschädigt für vieles…

Immer wieder erlaubt die Wegführung schöne Blicke ins Tal, einmal in Richtung Obernbergtal und Vinaders, dann wieder ins Padastertal selber mit der großen Schutthalde.

Das Wetter war beim losgehen noch recht schlecht, erst waren sogar ein paar Tropfen zu spüren. Doch nun wird es warm, fast schon schwül… und die Fernsicht ist gut.

Schließlich erreiche ich am Prosanteberg das etwas eigene „Gipfelkreuz“, hier mache ich eine kurze Pause und entdecke gleich ein Edelweiß, das hier mitten in der Wiese steht.

Das Gipfelkreuz steht war nicht auf einem Gipfel, aber stellt trotzdem den höchsten Punkt meiner Wanderung. Von hier fällt die Forststraße nun ab, bis ich schließlich die Seaperalm erreiche. Diese urige Hütte gefällt mir auf Anhieb… wunderschön gelegen und mit gemütlichen Wirtsleuten. Der Hüttenwirt wollte mich schon beim rauf gehen mitnehmen…

Ich gönne mir ein Bier, die Sonne lacht her, es ist still und angenehm, so lasse ich mir das gefallen. Ich bestelle mir noch eine Speckjausn, damit ist mein Glück vollkommen!

Fast kann ich mich nicht von diesem magischen Ort trennen, dennoch muss ich weiter, ich habe noch ein bisschen Weg vor mir…

Der Rückblick zeigt nun mein nächstes Problem, eine Wolkenwand schiebt sich über der Alm hervor und schaut nicht so einladend aus. Aktuell ist das Wetter ein wenig labil, das muss in die Tourenplanung einfließen.

Schließlich erreiche ich den Talboden des Padastertals, die BBT-Deponie liegt genau vor mir. Ich hoffe für uns alle im schönen Landl, dass dieses Projekt auch wirklich den Segen bringt, den sich die Planer versprochen haben. Zu groß sind die Eingriffe in die Natur schon jetzt.

Im Padastertal selbst gibt es einen schön angelegten Rundwanderweg der BBT, bei dem sogar ein 500m langer Tunnel zur Begehung freigegeben wurde. Hier bin ich schon mal mit den Kindern durchspaziert und das war eine Riesengaude. Heute begehe ich den halben Weg, startend von eben genanntem Tunnel am Talschluss.

Nach dem Tunnel gehe ich noch entlang der Aushubdeponie, immer am Waldrand bzw. an Felswänden vorbei, schließlich erreiche ich nach 3 Stunden wieder den Parkplatz. Just hier fängt es zu regnen an, da habe ich nochmals Glück gehabt!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:59 h
Gesamtlänge: 12,46 km
Höhenmeter: 739 m

200705 Largoz (2.214m)

Ein sehr heißer Tag steht uns laut Wetterbericht bevor, daher starten wir heute mal sehr früh. um 5:45 ist für die Kinder Tagwache, das ruft initial keine große Freude hervor. Trotzdem schaffe ich es irgendwie, die zwei Junioren zu motivieren…
Im Anschluss holen wir Michi ab, die ist heute auch mit von der Partie. Dann fahren wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, zum Parkplatz bei der Krepperhütte (1.352m).

Der erste Teil der Wanderung geht durch Nadelwald, die Kühle ist noch spürbar, den Kindern ist erst sogar kalt. Das legt sich aber schon bald, die Temperaturen steigen langsam, aber unaufhaltsam. Als wir ins Almgelände kommen, sind die Temperaturen trotz der Höhe recht warm.

Die Aussicht, sobald man den Wald verlässt, ist atemberaubend, das Inntal liegt einem zu Füßen, im Hintergrund die Stubaier Alpen und der Karwendel.

Der Weg zieht sich in angenehmer Steigung den Berg hinauf, bald schon erreichen wir unser erstes Ziel, die Largozalm (1.930m)

Wir machen hier noch keine Pause, zuerst wollen wir auf den Gipfel des Largoz, im Anschluss werden wir uns hier eine Erfrischung gönnen.

Ein wenig verwundert muss ich verstellen, dass hier sehr viele Leute am Weg sind. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Largoz nur im Winter stark frequentiert wird, aber dem ist nicht so. Ganze Heerscharen ziehen gen Gipfel, der größte Teil sind Einheimische.

Schaut man gegen Süden, sieht man die Wattenspitze, auch ein schöner Skiberg. Im Hintergrund sieht man die Tuxer Skiberge, die jedoch ob der Abgelegenheit nicht ganz so viel Besuch erhalten.

Kolonnen wälzen sich auf den Gipfel, der nun schon in greifbare Nähe gerückt ist. Sara braucht nochmals ein kleines Motivationsgespräch, dann stehen wir auf dem höchsten Punkt der Tour.

Ein Blick in den Osten offenbart im Vordergrund zwei kleine Seelein, dahinter der Bergrücken mit der Walder Alm und weiters die Ausläufer des Karwendels und Teile des Rofan.

Die Brotzeit am Gipfel schmeckt uns heute bei diesem Kaiserwetter natürlich besonders. Es ist windstill, warm und der Ausblick ist auch noch toll… das hat man nicht so oft.

Letu ist natürlich gleich wieder am erkunden der Gegend und kraxelt auf jeden Stein und Felsblock hinauf.

Vom Gipfel des Largoz gehen wir zum Gipfelkreuz der Pfadfinder Wattens (2.096m). Dort genießen wir nochmals die sensationelle Aussicht ins Unterland, dann wandern wir weiter zur Alm.

Überall blühen die Almrosen, wunderschön anzuschauen…

Rasch erreichen wir die Largozalm, nun können wir eine Pause machen. Die Alm ist nicht bewirtschaftet, aber der Senn stellt immer ein paar Kisten Getränke in den Brunnen, gegen einen kleinen Obolus kann man sich hier bedienen.

Hier ist wirklich gemütlich sitzen, aber eine Kleinigkeit treib uns dann doch noch ins Tal… nach der Tour, da wir eh durch Hall fahren, gibt es noch ein Eis vom „Kasenbacher“… das ist genau der richtige Abschluss für die gelungene Tour.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 11,07 km
Gesamtdauer: 4:30 h
Höhenmeter: 859 m

200618 Rauher Kopf (2.308m) und Brechten (2.419m)

Heute bin ich mal alleine am Weg, es ist wieder Zeit für eine ausgedehntere Tour. Ein Ziel, das mir schon öfter auf- und eingefallen ist, ist der Rauhe Kopf, bei Inzing. Normalerweise bekannter im Winter als längere Skitour, ist er auch im Sommer für seine Aussicht bekannt. Ich fahre von Inzing ein Stück den Berg hinauf und parke im Weiler Hof, den ich vor kurzem schon mal besucht hatte…

Blick auf Hof

Zuerst muss ich eine Asphaltstraße entlanglaufen. Nicht gerade ein super Start, denke ich mir, als ich plötzlich „etwas“ über die Strasse hüpfen sehe… bei einer genaueren Nachschau entdecke ich einen Buntspecht, der gerade fliegen lernt… aber es eben noch nicht kann. Ich kann das kleine, hilflose Tier auf einen Baum lotsen, bevor Nachbars Katze angerannt kommt.

Kurz nach der netten Begegung mit dem Specht zweigt ein steiler Steig von der Straße ab, das soll nun mein weiterer Weg sein. Ziemlich gerade zieht der Steig, steil und ohne Pause über schöne Felder und vorbei an alten Städeln.

Schöne Aussicht

Immer wieder fällt mir heute die wunderschöne Natur auf, die überall allgegenwärtig ist. Grillen, Schmetterlinge, Eichhörnchen…

… und bunte Wanderer. Von denen ich aber heute das einzige Exemplar bin. Keine Menschenseele begegnet mir auf dem Anstieg.

Seltene Spezies

Einmal nehme ich eine „falsche“ Abzweigung und muss mich richtig steil hochplagen, als ich den Pfad wieder erreiche bin ich verschwitzt, aber froh.

Endlich wieder am richtigen Weg…

Bei der Archbrandalm (1.696m) mach ich eine kurze Pause und geniee die Aussicht. Und die ist heute trotz oder eben wegen der schönen Wolken wunderbar. Leider zieht manchmal eine Nebelbank ein und versperrt wieder die Sicht ins Inntal.

Archbrandhütte

Ein wenig oberhalb der Hütte befindet sich das schöne Jugendkreuz (1.960m), von dem aus auch eine grandiose Aussicht versprochen wird, wenn nicht gerade Nebelwolken vor dem Kreuze ziehen… ich bin jedoch dankbar, denn die Stimmung ist wunderschön.

Jugendkreuz

Nun wird die Vegetation ein wenig karger, waren hier noch ein paar Almrosen zu sehen, die gerade anfangen zu blühen, ist kurz nach dem Kreuz die typische Bergwiesen mit kurzem Gras, von Fern höre ich immer wieder Gebimmel… von Schafen.

Nun kommt auch mein Ziel in Sicht, das Gipfelkreuz des Rauhen Kopfes (2.308m). ein kurzes Stück muss ich noch über einen einfach Wiesengrat laufen, dann habe ich mein erstes Ziel erreicht. Den Geocache am Gipfel finde ich auch gleich mal, der wurde schon über ein Jahr nicht mehr gelogged.

Blick auf das erste Ziel (Rauher Kopf)

Leider ist die Aussicht nicht so toll, daher mache ich mich gleich auf zum Nachbargipfel, dem Brechten (2.419m). Auch hier ist der Weg sehr einfach, einzig eine Herde Schafe macht mir sorgen. Nicht, daß die Tiere in irgendeiner Art und Weise gefährlich erscheinen, das ist es nicht. Scheinbar habe ich ihr Interesse erweckt und sie wollen mich begutachten. Das behagt mir gar nicht, schon mal, vor vielen Jahren, wurde ich von Schafen, die den Salzstein in meinem Rucksack gerochen hatten, bedrängt… und die Tiere können ganz nett schieben…

Blick ins Inntal

Ich schalte einen höheren Gang ein und entkomme den Schafen. Was aber wahrscheinlich nicht an meiner Geschwindigkeit, sondern eher am einsetzenden Desinteresse der Schafe gelegen haben muss.

Aussicht auf den Brechten

Am Brechten stehe ich nur kurz, ein sehr unspektakulärer Berg, mit einem riesigen, grasigen Gipfelplateau…
Im Abstieg steht noch eines der hartnäckigeren Schafe am Horizont und blöckt mir nach…

Gruß vom letzten Schaf

Nach einer Weile, wie schon im Aufstieg bemerkt, ändert sich die Vegetation, es wird wieder grün und die Almrosen blühen vor sich hin… im Hintergrund gut sichtbar, die Martinswand und der Inn.

Almrosenblüte hoch über dem Inntal

Bald erreiche ich wieder die Archbrandhütte, hier fülle ich meine Wasservorräte ein wenig auf.

Fast wieder bei der Archbrandhütte

Am Schluß mache ich noch eine kleine Abzweigung, denn in der Nähe ist ein Geocache versteckt, den ich auch noch mitnehmen möchte. Heute ist die Bilanz an gefundenen Dosen recht gut und ich bin zufrieden.

Aussicht auf den Weiler Hof und im Tal Inzing

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:45 h
Gesamtlänge: 15,70 km
Höhenmeter: 1.640 m

200616 Zirler Klammwanderung

Schlechtes Wetter bedeutet nicht immer, daß man zu Hause bleiben muß. Es gibt Wanderungen, die sich für solche Tage geradezu anbieten. Eine Route, die mir schon öfter ins Auge gestochen ist, und auch schon mal in der Tiroler Tageszeitung, zumindest in einer kürzeren Variante geschrieben stand, ist der Gang durch die Ehnbach- und dann weiter in die Schlossbachklamm.
Ich starte in Zirl beim Wanderparkplatz bei der Rettung, heute habe ich keine Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu bekommen, denn ich bin der Erste hier.

Keilerboden

Von Zirl gehts steil über den kurzen Steig hinauf zum Keilerboden. Hier eröffnet sich eine wunderbare Aussicht auf Zirl. Ein kleiner Grillplatz auf der Aussichtskanzel zeugt von der Beliebtheit dieses Platzes… bei der Sicht kein Wunder.

Blick auf Zirl

Weiter gehts in die Ehnbachklamm. Der Bach führt heute nicht viel Wasser, aber man sieht am Geschiebe, daß das kleine Bächlein auch ganz anders kann. Ich gehe ein paar Meter am Bach entlang und gelange wieder auf den Wanderweg. Hier treffe ich meinen einzigen Mitwanderer an diesem Tag… eine ältere Frau mit Hund.

Sicht auf den Ehnbach und das Geschiebe…

Ich bewundere das Klettergebiet, und auch die Formationen, die man hier sieht. Ein kleines Köpferl schaut aus wie ein Gnom, der über der Schlucht wacht.

Saftiges Grün, verwitterte Felsen, Höhlen und uralte Bäume formen eine fast schon unwirkliche Landschaft, die wunderschön anzuschauen ist.

Märchenlandschaft

Der Wanderweg geht noch ein wenig über das Klettergebiet hinaus, dann quert der Pfad über einer Brücke auf die andere Talseite. Hier ist der Bahnhof Hochzirl und das LKH angeschrieben.

Vorbei an dem Bahnhof und ein wenig Zivilisaton quere ich in die Schloßbachklamm. Hier verläuft nun eine technische Meisterleistung. Die Mittenwaldbahn, mein Zug nach Hause…
Diese Bahntrasse wurde schon 1912 eröffnet, man kann sich heute gar nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen diese Bahn gebaut wurde, und welche technische Meisterleitung von Josef Riehl und Wilhelm Carl von Doderer erbracht wurde…

Mittenwaldbahn, Abschnitt Karwendelbahn

Immer wieder rauscht ein Talent-Personenzug vorbei, die Strecke ist besser befahren als ich angenommen hatte.

Blick zum Zug auf der anderen Seite der Schlossbachklamm

Am Ende der Schlossbachklamm, zumindest am Wegende, führt eine steile Treppe ins Bachbett und zu einer Brücke, die über den Bach führt. Und hier sieht man noch ein Highlight dieser Wanderung…

Schlosbachklamm

… die denkmalgeschütze Schlossbachgrabenbrücke. Diese von der k.u.k. Hof-Eisen-Construktions-Werkstätte 1912 erbaute Brücke überspannt die Klamm mit einer Spannweite von 56m. 2012, zum 100jährigen Jubiläum wurde die Brücke saniert und erstrahlt heute wieder in „altem“ Glanz.

Schlossbachgrabenbrücke

Vom Bachbett muss ich nach der kleiner Stegbrücke wieder hinauf, auf Höhe der Bahntrasse aufsteigen. Dabei geht es steil zu Sache, doch bald bin ich auf dem höchsten Punkt meiner heutigen Wanderung angelangt.

Steg über den Schlossbach

Abgesehen von den Eisenbahnbauwerken und der Trasse finde ich immer wieder andere Spuren von Zivilisation inmitten dieser wilden Landschaft. Zum Beispiel eine verwitterte Staumauer, bei der nur noch der obere Teil der Krone stehengeblieben ist (siehe nächstes Bild)…

Verwitterte Rückhalte-Staumauer

Vorbei an einem schönen Föhrenwald, immer noch die Stille genießend stehe ich plötzlich vor der B177…

Farnen-Armee

… die Seefelder Straße, vielen auch aus dem Verkehrsfunk bekannt wegen den immer wieder vorkommenden Staus an Wochenenden.

Zum Glück muss ich nur ein paar Meter neben der Bundesstraße laufen, dann zweigt der Pfad in den Wald und weg vom Verkehrslärm. Leider scheint hier keine bessere Routenführen möglich gewesen zu sein…
Meine letzte Station ist die Burgruine Fragenstein, die zu ihren aktiven Zeiten einen wichtigen Schutz des Salzhandels über den Seefelder Sattel darstellte.

Fragenstein

Vorbei am Kriegerdenkmal, der Gedenkstätte für die Zirler Euthansieopfer-Opfer und über eine steile, aber toll angelegte Stiege erreiche ich den Eingang zur Ehnbachklamm und damit fast wieder den Parkplatz. Schließlich bin ich bei meinem Auto, das immer noch weit und breit alleine auf dem Parkplatz steht…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:45 h
Gesamtlänge: 13,38 km
Höhenmeter: 809 m

200611 Geocachen Hintersteiner See

Heute hat es uns ein wenig weiter weg von der Heimat gezogen. Der Hintersteiner See, von dem ich schon viel Gutes gehört habe, sollte unser Ziel sein. Schon die Anfahrt ist abenteuerlich, die Straße wird immer enger, bei Gegenverkehr muss man auf die Seite ausweichen.

Am Parkplatz ist die Hölle los, ich möchte nicht wissen wie es hier im Sommer zugeht. Dafür sind die Preise moderat, drei Euro zahlen wir für den Ganztagespreis. Da kannst jetzt so mancher Innsbrucker Gegend eine Scheibe abschneiden.

Ich bin davon ausgegangen, dass wir hier irgendwo in den See springen können, um uns abzukühlen. Gleich am Anfang unserer Wanderung sind die ersten Verbotstafeln aufgestellt. Naja, das wird wohl nichts…

Obwohl uns die Badeverbotstafel Ärgern, sind wir umso mehr begeistert, das ist in manchen Geocache finden. die Junioren helfen fleißig mit beim suchen, daher können wir fast alle Dosen finden.

Zum See selber muss man nicht viel sagen, nur vielleicht, den muss man selber einmal angeschaut haben. Wunderschön, und das sagt ein Ausserferner, Der Gewässer wie den Plansee gewohnt ist.

Wir umrunden den See im Uhrzeigersinn und finden eine Dose nach der anderen. Toll, so macht die Wanderung Spaß.

Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt. Dort kaufen wir uns noch ein Eis, dann gehts zurück nach Hause. Wieder einmal ein feiner Ausflug

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,28 km
Gesamtdauer: 2:00
Höhenmeter: 198 m

200607 Geocaching Bergeralm

Heute ist das Wetter noch schlechter als gestern, daher mache ich die Runde heute alleine, für Letu wäre das nichts. Ich starte wieder in der selben Gegend, heute möchte ich einen „vergessenen“ Steig auf die Bergeralm begehen.

Ich starte in Steinach am Brenner, direkt bei einer Autobahnunterführung mit meiner Wanderung. Der Weg ist startet recht direkt und dementsprechend steil hinauf Richtung Nösslachjoch.

Später erreiche ich einen schönen, flachen Abschnitt im Wald. Hier müsste im Sommer ein richtiges Pilz-Paradies sein… aber wahrscheinlich auch schnell geleert, da es recht nahe zur Forststraße liegt.

Die Fernsicht hat mit der Höhe auch zugenommen, nun sehe ich auch gut ins Padastertal, das ich vor ein paar Jahren mit den Kindern besuchte… allerdings war die BBT (Brenner-Basis-Tunnel-Gesellschaft) seit dem recht fleißig und hat das Tal mit viel Aushub gefüllt… was man auch gut von der gegenüberliegenden Seite sehen kann:

Die schönen Skipisten des Bergeralm-Skigebietes sind dem Sommer gewichen, wo sich im Winter viele Sportler tummeln, fliegen jetzt die Bienen von Blume zu Blume.

Zusehend verschlechtert sich das Wetter, es hat nun auch ein wenig zu tröpfeln begonnen. Es wird mit jedem Höhenmeter mehr…

… trotzdem lasse ich mich nicht drausbringen und genieße die seltene Einsamkeit.

Bei der Bergeralm, einer wirklich urigen Hütte, pausiere ich kurz und ziehe mir mein Regengewand an… es hat nun richtig zu schütten begonnen und ich bin schon recht nass und klamm…

Trotzdem gehe ich noch weiter bis zum Skizirkus. Auch im Sommer, natürlich wenn es Saison ist, bietet dieses Gebiet einiges… Wasserspiele, Spielplätze für die Kleinen.

Am Speichersee, der im Sommer gar nicht schlecht ausschaut, wandere ich entlang und mache so eine feine Runde um das Gebiet.

Dann, der Regen fängt mich nun an zu nerven, wandere ich zurück zur Bergeralm und nehme den gleichen Weg wie im Aufstieg.

Rasch erreiche ich den Talgrund und bin heute mal froh, das Auto zu erreichen. Der Regen war am Schluss nicht mehr lustig…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: 7,96 km
Höhenmeter: 550 m

200606 Geocaching Bergwerksweg Nösslachjoch

Nach einer längeren Schönwetterperiode sind nun ein paar durchwachsene Tage angesagt. Nichts desto trotz machen sich Letu und ich auf, eine kleine Wanderung mit Geocache-Einlagen zu absolvieren.

Als Ziel haben wir uns das Gebiet um die Bergeralm ausgesucht. Hier gibt es nämlich auch einen interessanten Bergwerksweg. Am Nösslachjoch wurde lange Kohle angebaut, das kann man heute auf einen schönen Weg nachvollziehen.

Wir starten am Parkplatz in Hagaten, und folgen längere Zeit einen Forstweg. Immer wieder sind Info-Tafeln aufgestellt, die über die früheren Bergbautätigkeiten informieren.

Obwohl es nie regnet, ist es mal warm und mal kalt. Das Wetter kann sich heute nicht wirklich entscheiden, in welche Richtung es gehen möchte.also heißt es einmal Jacke an, im nächsten Moment Jacke wieder aus.

Unterwegs finden wir mal ein Wolkenloch, und können eine feine Jause auf einer Bank genießen. Da ist die Sonne dann schon angenehm…

An einem Pausenplatz fallen uns 3 runde Steine auf. Eine in der Nähe befindliche Infotafel klärt auf: Es handelt sich um Mühlsteine aus Brekzie. Das beton-ähnliche Gestein war demnach aufgrund der Härte ein beliebtes Material für Mühlsteine und die hier geschlagenen Steine über die Grenzen bekannt und beliebt.

Es ist nicht mehr so weit zum Ziel, dem noch sichtbaren Bergwerksstollen am Nösslachjoch. Immer wieder sehen wir Ausbisse mit Schwarzerde, dem hier vorkommenden Kohlegestein.

Die letzten Meter müssen wir durch eine Kuhweide, für Letu sind die großen Tiere ein Graus. Trotzdem „kämpft“ er sich tapfer durch. Dann stehen wir schlussendlich auf der Halde des ehemaligen Kohlebergwerks…

… das Mundloch zum Bergwerk ist mit einem Gitter verschlossen, innen sieht man auch, dass nach ein paar Metern ein Verbruch vorhanden ist… trotzdem schaut die Zimmerei und das Mauerwerk relativ neu aus. Das dürfte also nicht ganz original sein…

Aus dem Mundloch fließt ein kleines Bächlein, das Wasser war schon immer des Bergmanns Feind. Für Letu und mich auf jeden Fall sehr interessant, hier mal „in den Berg zu schauen“…

Nachdem wir uns satt gesehen haben, wandern wir den fast gleichen Weg wieder ins Tal. Bei der Nösslachhütte machen wir noch eine kurze Pause und gönnen und einen Kuchen. Nichts los, in diesem schönen Gasthäuschen. Auf Nachfrage meint die Kellnerin, das liege daran, dass der Brenner noch geschlossen ist… und das Wetter auch nicht so gut ist.

Die Stärkung ist auf jeden Fall wunderbar und wir genießen die Umgebung von der Sonnenterasse aus… auch wenn sich Diese nicht immer zeigen will. Dafür kann Letu von der hohen Kanzel aus unter uns die Kühe beobachten…

Schlussendlich wandern wir wieder retour zum Wanderparkplatz, unterwegs findet Letu immer wieder neues „Spielzeug“. Für mich lustig zum zuschauen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,16 km
Höhenmeter: 455 m

200522 Geocachen Inzing

Es wieder mal Zeit für einen Geocachertag für mich. Ich habe mir, in der Hoffnung, mit den Kindern was zu unternehmen, den Fenstertag frei genommen, aber leider müssen beide Kids in die Schule. Na, dann gehe ich eben „Cachen“. Inzing steht schon länger auf dem Programm. Ich parke beim Sportplatz, wandere durch das wunderschöne Toblaten und erreiche bald den Wald…

Schöne Farne in ungewöhnlicher Größe zieren den Wegesrand, ein feines Bächlein plätschert neben mir und der Weg wird immer steiler… bis er plötzlcih aus dem Wald bricht und eine wunderschöne Aussicht, unter anderem auf die Hohe Munde bietet…

Das Wetter ist total fein, ich spüre die starken Sonnenstrahlen schon in Genick… und die ersten Föhnschlieren zeichnen sich am Himmel ab…

Auf dem Weg erreiche ich auch den Weiler Hof, ein unter Denkmalschutz stehender Dorfteil, der sich wunderschön in die Landschaft schmiegt. Und ich kann gerade noch sehen, wie ein Jungbauer seine Schafe aus der Koppel treibt. Eine Besonderheit ist ein sogenannter „Schneeglöckchenbaum“, ein Mitbringsel eines Missionars aus China. Das einzige Exemplar in Tirol…

Nach dem Weiler Hof wandere ich weiter auf den Gigglberg und in einer schönen Schleife wieder retour Richtung Inzing. Der Weg ist jetzt schon ein wenig Enger, mancherorts sieht man, daß der Weg auch für Downhiller verwendet wird…

Relativ lange wandere ich auch verschlungenen Pfaden und finde so manchen Geocache auf dem Weg…

Dann sehe ich durch das Blätterdach wieder hinunter auf Inzing. Der Weg durch den Wald, der mir ausnehmend gut gefallen hat, nimmt ein Ende…

… am Wannerkreuz mache ich noch eine kurze Pause. Anschließend wandere ich wieder retour zum Parkplatz.

Eine schöne Wanderung über Inzing mit ein paar neuen Geocaches… so gefällt mir ein freier Tag!

181118 Geocache „Wilde Prinzessin“

Ich muss mal wieder ein paar Geocaches sammeln, damit ich mit meinem „Spezl“ mithalten kann (in Bezug auf Punkte…). Ein Blick auf meine Karte zeigt mir ein Gebiet, in dem noch einiges zu holen ist… Kufstein. Dort hat „FredBull“ einige sogenannte Powertrails ausgelegt und dort wollen Letu und ich heute hin. Mit dem Zug fahren wir von Innsbruck nach Kunfstein, eine feine Fahrt ist das immer wieder… und schnell.

Vom Bahnhof gehen wir am linken Flussufer, beim Festungshügel vorbei. Dann queren wir die Stadt am grünen Inn und erreichen den Waldrand. Ab hier sind wir eigentlich immer weg von größeren Siedlungen. Alle 160 Meter liegt eine Dose für uns bereit, ansonsten ist der erste Teil der Wanderung, zumindest Landschaflich, ohne große Änderungen. Schön ist es allemal, im herbstlichen Wald die Seele baumeln zu lassen.

Manchmal entdecken wir interessante Sachen, wie einen uralten Holzer-LKW oder auch mal (illegalerweise) einen von uns begangenen, aber gesperrten Steig. So wandern wir recht kurzweilig nach Egerbach. Da wir recht früh losmarschiert sind und die Jahreszeit schon recht vorgeschritten ist, finden wir an schattigen Stellen auch mal ein wenig Reif…

Nächste Station ist Schwoich, hier versuchen wir etwas Essenbares aufzutreiben, schlussendlich kehren wir im Dorfgasthaus ein, dort gönnen wir uns ein Schnitzel. Und wie das schmeckt! Nach dieser wohlverdienten Pause müssen wir noch ein paar Höhenmeter machen, wir müssen jetzt auf das Wöhrer Köpfl steigen, eine kurze Überschreitung, die uns wieder nach Kufstein bringt.

Am Gipfel haben wir eine schöne Aussicht auf das Inn-Städtchen und genießen hier auch wieder ein wenig Ruhe. Dann steigen wir auf der Nordostseite des Wörner Köpfl ab, nun immer das Ziel, Kufstein in Sichtweite.

Der letze Abstiegteil vom Wörner Köpfl wird als Kaiserschützenweg bezeichnet, manchmal auch als Sepp-Innerkoflersteig. Hoch über der Weißache und der Bundesstraße nach Schwoich spazieren wir auf einem anregenden Steiglein gen Nordosten.

In Endach kommen wir noch an einem verfallenen Gasthaus mit angeschlossener, ebenfalls verfallener Kapelle vorbei. Wir betrachten die Gebäude ein wenig näher, wobei ich in das Gasthaus (?) nicht mehr reingehen möchte… zu marode schaut das unheimliche Gemäuer aus…

Nun sind wir wieder in der Stadt angekommen, zuerst müssen wir nochmals quer durch die Siedlung, dann erreichen wir den Inn und wandern in Richtung Bahnhof. Die Sonne zieht sich schon langsam zurück, es ist kühl geworden.

Die letzten Meter zum Bahnhof gehen wir am Inn entlang, die Stimmung ist schön und unsere Laune dementsprechend gut. Heute waren wir wieder mal fleißig… immerhin konnten wir 50 Dosen bzw. Geocaches finden und loggen! Super…

Am Bahnhof müssen wir nicht arg lange warten, hier fahren die Züge zum Glück mit hoher Frequenz, daher sind Wartezeit meist kurz. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende, es hat uns beiden Spaß gemacht und wir freuen uns auf zu Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30 h
Gesamtlänge: 20,34 km
Höhenmeter: 645 m