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200611 Geocachen Hintersteiner See

Heute hat es uns ein wenig weiter weg von der Heimat gezogen. Der Hintersteiner See, von dem ich schon viel Gutes gehört habe, sollte unser Ziel sein. Schon die Anfahrt ist abenteuerlich, die Straße wird immer enger, bei Gegenverkehr muss man auf die Seite ausweichen.

Am Parkplatz ist die Hölle los, ich möchte nicht wissen wie es hier im Sommer zugeht. Dafür sind die Preise moderat, drei Euro zahlen wir für den Ganztagespreis. Da kannst jetzt so mancher Innsbrucker Gegend eine Scheibe abschneiden.

Ich bin davon ausgegangen, dass wir hier irgendwo in den See springen können, um uns abzukühlen. Gleich am Anfang unserer Wanderung sind die ersten Verbotstafeln aufgestellt. Naja, das wird wohl nichts…

Obwohl uns die Badeverbotstafel Ärgern, sind wir umso mehr begeistert, das ist in manchen Geocache finden. die Junioren helfen fleißig mit beim suchen, daher können wir fast alle Dosen finden.

Zum See selber muss man nicht viel sagen, nur vielleicht, den muss man selber einmal angeschaut haben. Wunderschön, und das sagt ein Ausserferner, Der Gewässer wie den Plansee gewohnt ist.

Wir umrunden den See im Uhrzeigersinn und finden eine Dose nach der anderen. Toll, so macht die Wanderung Spaß.

Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt. Dort kaufen wir uns noch ein Eis, dann gehts zurück nach Hause. Wieder einmal ein feiner Ausflug

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,28 km
Gesamtdauer: 2:00
Höhenmeter: 198 m

200601 Rattenberg

Der letzte Tag unseres Familienwochenendes ist angebrochen, nach dem Frühstück beschließen wir, noch gemeinsam Rattenberg anzuschauen. Die kleine, feine Stadt ist immer wieder einen Besuch wert. Und heute ist das Juwel nur einen Steinwurf, genauer gesagt 10min. vom Gasthof weg. Wir packen alles ins Auto, dann gehts los.

Vom großen Parkplatz westlich der Stadt starten wir zuerst auf die Burg, bzw. Ruine der Stadt. Dort angekommen genießen wir die tolle aussicht auf die überschaubare Stadt. Schon seit vielen Jahren nehme ich mir vor, hier mal den etwas anderen Adventmarkt zu besuchen, vielleicht klappt es ja heuer mal.

Das Wetter ist super, daher ist auch die Aussicht grandios. Über das Karwendel, Rofan sieht man bis Richtung Kufstein, mit dem Wilden und dem Zahmen Kaiser. So viele Bergziele…

Die Kinder laufen wild herum, am Schlossanger. Dieser wurde in den letzten Jahren sehr schön hergerichtet und lädt zum Verweilen ein.

Anschließend spazieren wir noch durch die Stadt. Ich kann mir hier noch mit Maggo einen speziellen Geocache einheimsen, und zum Bestaunen gibt es trotz der Kompaktheit einiges.

Kleine Brücken, Gassen, Kirchen und schöne Ecken, viel gibt es zu entdecken.

Dann trennen sich doch unsere Wege, die Mangotts müssen noch eine ganze Weile fahren, bis sie in Graz ankommen. Hubers bleiben mit Mama noch zum Mittagessen in Rattenberg, wir brechen allerdings auch auf. Auf dem Weg nach Hause klauben wir einen Geocache auf, als wir plötzlich ein Brummen hören. Ein Ferarri, ruft Letu ganz aufgeregt…

Der Fahrer winkt uns zu, ob wir vielleicht wissen, wo das Gasthaus „so-und-so“ ist. Leider können wir nicht weiterhelfen, ich schaue am Handy nach. Letu bewundert derweilen das Sportfahrzeug. Ich frage dann einfach mal frech, ob ich ein Foto von Letu mit dem Auto machen kann. Da lacht der alte Fahrer und sagt: „Ja klar, will sich dein Bub ins Auto setzen“… wow, das ist mal was und Letu lacht über beide Ohren!

Noch eine Station machen wir bei einem Spielplatz, während ich noch eine Dose suche, vergnügen sich die zwei Kinder am Trampolin und an der Schaukel…

Ein schönes, feines Wochenende im Kreise der Lieben geht leider wieder vorbei, doch wir können uns schon freuen, das wird sicher nicht das letzte Familienwochenende sein!

200531 Kitzbühel, Stadtberg von Rattenberg (909m)

Ein Hauptpunkt unseres Familienwochenendes ist ein Besuch von Kitzbühel, des Geburtsorts meiner Oma müttlericherseits. Nach einem feinen Frühstück fahren wir von Zimmermoos los und erreichen nach einer knappen Stunde den großen Parkplatz bei der Hahnenkammbahn. Dort treffen wir unsere Reiseführerin, die uns Kitzbühel zeigen wird.

Die Reiseführerin macht einen guten Job, es ist sehr interessant. Nicht alles ist „Hautevolee“ hier in der Stadt der Reichen und Schönen. Es gibt auch ein ganz normales Kitzbühel abseits des Reichtums, und diesen schauen wir uns genauso an. Schöne Häuser überall, geschichtsträchtige Gassen und Gebäude (wie oben das ehemalige Grand Hotel)

In der Stadt lernen wir ein paar bekannte Plätze kennen, und ein Unikum von Kitzbühel: Hier wurden die Häuser nicht zusammengebaut, damit ein ausbrechendes Feuer nicht auf die Nachbarhäuser übergreifen konnte. Daher ist Kitzbühel auch über die Jahrhunderte von großen Feuern verschont worden.

Der Name Kitzbühel kommt auch nicht von einem Hügel voller Kitze, sondern vom Ritter Chizzo, einem Bayrischen Ritter, der hier auf einem Bühel residierte: „Der Bühel des Chizzo“. Überhaupt ist die Besitzgeschichte der Stadt sehr wechselhaft, einmal gehörte es zu Bayern, einmal zu Tirol.

Am Dorfplatz sehen wir dann nochmals ein paar wunderschöne Häuser. Und man muss schon sagen, daß Kitzbühel eine sehr angenehme Innenstadt hat.

Am Dorfplatz gibt es viel zu sehen und ein Eis ist auch schon in Sicht. Daher ist es gar nicht mehr so einfach, die Kleinen zum weiterwandern zu motivieren. Aber eine Station gibts noch, die schöne Kirche mit dem Friedhof.

Die Häuserfasaden sind in bunten Farben gehalten, das erinnert mich sehr stark an die Innstädte, wie Innsbruck oder Braunau…

Vom Kirchenbühel schauen wir nochmals auf das feine Städchen.

Und auch ein spezielles Grab wird uns gezeigt. Das von Toni Sailer. Meine Oma Frieda war ein sehr großer Fan von dem Top-Schifahrer, der so viel, auch für die Moral der Österreicher, speziell nach dem Krieg, gemacht hat.

Am Schluß begeben wir uns noch in die Unterstadt, jenem Teil, in dem die ärmeren Bürgen von Kitzbühel immer lebten.

In der Nähe vom Stadtplatz sehe ich das Wappentier der Kitzbühler, das sich possierlich in einer schönen Straße erhebt. Nun ist die Führung zu Ende und wir genießen in einem Café eine kleine Erfrischung.

Die Fahrt retour nach Zimmermoos verläuft unspektakulär, als wir angekommen, sind die Meisten für eine kurze Rast. Ich verbinde diese Pause mit einer kleinen Erkundungstour auf den Stadtberg von Rattenberg. Eine kurze, knackig steile Joggingrunde führt mich auf diese Aussichtskanzel.

Tief unter mir liegt das Inntal, schon beeindruckend, wenn man von oben so hinunterschauen kann. Und das nächste Mal, wenn ich auf der Inntalautobahn gen Osten fahre, werde ich einen Blick hier heraufwerfen und mir denken… da warst du auch schon mal oben!

Den Abend lassen wir wieder erst bei einem guten Abendessen, heute frischer Salat aus dem Garten und dann himmlich leichten Kaiserschmarrn. Das Essen war bis jetzt immer ein Traum und allein deshalb ist die Unterkunft immer empfehlenswert. Anschließend sitzen wir noch ein wenig zusammen und reden. Früh gehen wir ins Bett, es war ein langer Tag.

200530 Kramsach: Lustiger Friedhof, Bauernhofmuseum

Morgenstund hat Gold im Mund. Und ganz angesehen davon ist heute der 70er meiner Mama!!! Also nochmals: „Zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück…“.
Daher machen sich Mama und ich schon vor dem Frühstück auf, einen kleinen Spaziergang zu machen. Wieder machen wir uns auf zur kleinen Kapelle, die hier so schön im Talschluß gelegen ist.

Anschließend an diesen anregenden Fussmarsch gibts ein wunderbares Frühstück im großen Kreise…

Dann heißt es auch schon packen, denn heute waren wir noch ein größeres Programm vor uns. Die erste Station des heutigen Tages ist der „Lustige Friedhof“ in Kramsach. Ein kleines, aber feines Juwel: Hier wurden verschiedene Grabkreuze gesammelt, aber nur solche, die auch „herzeigbar“ sind. Das soll heißen, hier darf auch gelacht werden.

Und sogar ein Aldranser hat es hier her geschafft, auf diesen mit ein paar richtig markaberen Sprüchen garnierten Platz. Beispiel gefällig?

Hier liegt in Süßer Ruh
erdrückt von einer Kuh
Franz Xaver Maier
daraus sieht man,
wie kurios man sterben kann.

Wir wandern durch den kleinen, überschaubaren Friedhof und lesen schmunzeln so manchen Spruch. Trotz alledem sollte man nicht vergessen, daß dies alles echte Grabkreuze sind, die hier mal aufgestellt wurden.

Wie schon Eingangs erwähnt, ist das Friedhofsmuseum wirklich klein und überschaubar, aber eben immer (wieder) einen Besuch wert.

Am Schuss unseres Besuches sitzen wir noch ein wenig im Garten des Museums und spielen „Reise nach Jerusalem“… was für ein Spaß.
Anschließend müssen wir wieder ein kurzes Stück fahren, unser nächstes Ziel heißt nun „Museum Tiroler Bauernhöfe“.
Am Parkplatz sind wir überrsacht, es ist fast gar nichts los. Das soll sich später ein wenig ändern. Schnell erreichen wir den Eingang und können unsere Tour durch das Museum angehen.

Das Bauernhofmuseum ist meiner Meinung nach eines der Highlights der Museumswelt in Tirol. Da sollte jeder Tiroler zumindest einmal gewesen sein. Ich bin jetzt schon ein paar Mal hiergewesen, immer wieder entdecke ich neue Ecken und Geschichten. Es ist einfach toll…

Obwohl nicht so viele Bauerhöfe ausgestellt sind, ist das Areal doch weitläufig und interessant aufgebaut, daher bringen wir eine ganze Weile mit der Besichtigung. Am Schluß kehren wir noch im Museumsgasthaus ein, es gibt für jeden Etwas… und das ist manchmal überraschend anders.

Nachdem wir uns gestärkt haben, fahren wir zurück zur Unterkunft. Die Buaben, in diesem Falle Maggo, Juri, Letu und ich machen noch einen Geocache-Zwischenstop bei den Kramsacher Seen.

Wir finden auch den einen oder anderen Geocache, doch schlußendlich sind auch wie müde und machen uns auf nach „Hause“…
Und heute gibt es ja noch einen wichtigen Termin. Mama und Oma´s Geburtstag. Und zwar nicht irgendein Geburtstag, sondern der 70igste. Da wollen wir es mal richtig krachen lassen. So manche Überraschung haben sich speziell Maria und Larissa einfallen lassen… und Luitgard ist auch echt überrascht…

Zwischen der Feierei müssen wir uns natürlich auch mal stärken, so gibt es mal Kuchen von Alfons, und später noch feine Schnitzel von der „Wirtin“. Gut, nicht jeder Tag ein „Feiertag“ ist…

Bis spät in die Nacht lassen wir unsere Mama und Oma hochleben. Daniel und Bettina, obwohl nicht physikalisch anwesend, sind dann mit dem Computer dabei… und das ist richtig toll und freut die Mama auch.
So findet ein wunderbarer Tag mit einem gemütlichen Abend seinen würdigen Abschluß.

200529 Zimmermoos, Hauskogel (1.011m)

Es ist wieder eines unserer Highlights des Jahres, unser von allen geliebtes Familienwochendende vor der Tür. Pünktlich zu Pfingsten treffen wir uns jedes Jahr, heuer allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen. Es ist immer noch COVID19-Zeit, die wir mit all ihren Beschränkungen haben. Trotzdem machen wir unser Bestes. Einzig Bettina und Daniel können heuer wegen der Einreisebeschränkungen nicht dabei sein.
Unsere Unterkunft, ein Bauernhof ist heuer in der Nähe von Brixlegg, genauer gesagt in Zimmermoos, einem wunderschönen Hochtal. Dort trudeln wir im Laufe des Tages allesamt ein…

Es ist sehr abgelegen und ruhig hier, trotzdem gibt es für die Kinder viel zu tun. Ein Stall mit Kühen ist in der Nähe, ausserdem gibt es einiges an Spielzeug herumstehen. Genau das Richtige für unsere Horde.
Später am Nachmittag mache ich noch eine kleine Wanderung mit Juri und Letu. Wir wandern zum Hauskogel (1.011m). Nicht gerade der höchte Berg, den wir bestieben haben, aber trotzdem ist es toll.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, gehen ein wenig Talein, dann biegen wir bei der Volksschule in Richung Hof.

Bald erreichen wir die Felder und Wiesen der hier ansässigen Bauern, und noch ein paar Meter weiter gehts in den Wald. Auf dem Weg dorthin mußten wir auch noch eine Weide mit „almfertigen“ Kühen durchqueren.

Schließlich erreichen wir den Grat und nun eröffnet sich eine feine Aussicht auf das Inntal. Der Hausberg ist einer jener Berge, die man direkt hinter Rattenberg aufragen sieht. Bewaldet bis zum Gipfel, und auf der Inntalseite richtig steil.

Wir merken fast gar nicht, als wir den Gipfel erreichen. Einziges Indiz ist, daß der Weg nun steil ins Tal führt.

Nun geht es steil hin ins Tal, wir müssen allerdings aufpassen, daß wir nicht in das falsche Tal abzweigen, denn dann würden wir unweigerlich im Inntal enden. Und das wollen wir sicher nicht…

Wir nehmen glücklicherweise die richtige Abzweigung und erreichen bald wieder die Asphaltstraße ins Zimmertal.

Die letzten Meter zur Unterkunft müssen wir auf der Straße entlanglaufen, beeindruckende Bauernhöfe liegen rechts und links von der Straße. Später erfahren wir auch, daß mittlerweile das Bauen im Zimmertal untersagt ist. Zumindest neue Gebäude dürfen nicht mehr gebaut werden, einzig Erweiterungen dürfen durchgeführt werden.

Wir genießen eine kleine Pause im gemütlichen Aufenthaltsraum, dann spazieren wir noch zu einer wunderschönen Kapelle im hinteren Zimmermoos.

Wir sind eine gemütliche Runde, das Wetter ist fein. Was will man hier mehr für eine paar gemütliche Tage.

In der Kapelle werden ein paar Lieder gesungen, dann wandern wir zufrieden retour. Ein gutes Abendessen wartet auf uns, denn dieses Mal haben wir hier Halbpension.

Als wir in der Unterkunft ankommen, riecht es schon verlockend nach Spagetti Bolognese. Mit gutem Essen und einem guten Schluck verbringen wir noch einen feinen Abend mit Gesprächen und Spielen. Einfach toll…

181118 Geocache „Wilde Prinzessin“

Ich muss mal wieder ein paar Geocaches sammeln, damit ich mit meinem „Spezl“ mithalten kann (in Bezug auf Punkte…). Ein Blick auf meine Karte zeigt mir ein Gebiet, in dem noch einiges zu holen ist… Kufstein. Dort hat „FredBull“ einige sogenannte Powertrails ausgelegt und dort wollen Letu und ich heute hin. Mit dem Zug fahren wir von Innsbruck nach Kunfstein, eine feine Fahrt ist das immer wieder… und schnell.

Vom Bahnhof gehen wir am linken Flussufer, beim Festungshügel vorbei. Dann queren wir die Stadt am grünen Inn und erreichen den Waldrand. Ab hier sind wir eigentlich immer weg von größeren Siedlungen. Alle 160 Meter liegt eine Dose für uns bereit, ansonsten ist der erste Teil der Wanderung, zumindest Landschaflich, ohne große Änderungen. Schön ist es allemal, im herbstlichen Wald die Seele baumeln zu lassen.

Manchmal entdecken wir interessante Sachen, wie einen uralten Holzer-LKW oder auch mal (illegalerweise) einen von uns begangenen, aber gesperrten Steig. So wandern wir recht kurzweilig nach Egerbach. Da wir recht früh losmarschiert sind und die Jahreszeit schon recht vorgeschritten ist, finden wir an schattigen Stellen auch mal ein wenig Reif…

Nächste Station ist Schwoich, hier versuchen wir etwas Essenbares aufzutreiben, schlussendlich kehren wir im Dorfgasthaus ein, dort gönnen wir uns ein Schnitzel. Und wie das schmeckt! Nach dieser wohlverdienten Pause müssen wir noch ein paar Höhenmeter machen, wir müssen jetzt auf das Wöhrer Köpfl steigen, eine kurze Überschreitung, die uns wieder nach Kufstein bringt.

Am Gipfel haben wir eine schöne Aussicht auf das Inn-Städtchen und genießen hier auch wieder ein wenig Ruhe. Dann steigen wir auf der Nordostseite des Wörner Köpfl ab, nun immer das Ziel, Kufstein in Sichtweite.

Der letze Abstiegteil vom Wörner Köpfl wird als Kaiserschützenweg bezeichnet, manchmal auch als Sepp-Innerkoflersteig. Hoch über der Weißache und der Bundesstraße nach Schwoich spazieren wir auf einem anregenden Steiglein gen Nordosten.

In Endach kommen wir noch an einem verfallenen Gasthaus mit angeschlossener, ebenfalls verfallener Kapelle vorbei. Wir betrachten die Gebäude ein wenig näher, wobei ich in das Gasthaus (?) nicht mehr reingehen möchte… zu marode schaut das unheimliche Gemäuer aus…

Nun sind wir wieder in der Stadt angekommen, zuerst müssen wir nochmals quer durch die Siedlung, dann erreichen wir den Inn und wandern in Richtung Bahnhof. Die Sonne zieht sich schon langsam zurück, es ist kühl geworden.

Die letzten Meter zum Bahnhof gehen wir am Inn entlang, die Stimmung ist schön und unsere Laune dementsprechend gut. Heute waren wir wieder mal fleißig… immerhin konnten wir 50 Dosen bzw. Geocaches finden und loggen! Super…

Am Bahnhof müssen wir nicht arg lange warten, hier fahren die Züge zum Glück mit hoher Frequenz, daher sind Wartezeit meist kurz. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende, es hat uns beiden Spaß gemacht und wir freuen uns auf zu Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30 h
Gesamtlänge: 20,34 km
Höhenmeter: 645 m

151103 Großer Beil, 2.309m

Gestern habe ich mir ob der Wettervorhersage noch schnell den heuigen Tag freigenommen, es soll ja ein fantastischer Tag werden. Und Glück habe ich… das Wetter ist perfekt.

Wohin soll es gehen? Ein Blick auf die Karte zeigt mir noch viele „Weiße Flecken“, an denen ich noch nie gewesen bin. Ein solcher Platz ist die Wildschönau. Und dorthin fahre ich heute auch…

Es soll der Große Beil werden, die höchste Ergebung in der Wildschönau. Schon den Namen finde ich interessant, denn es ist nicht „DAS BEIL“, sondern „DER BEIL“, und das bezeichnet einen Ort, bei dem Tiere bei der Jagd gestellt werden.

Ich fahre bis zur Schönangeralm, dort stelle ich mein Auto ab und sattle um auf das Fahrrad. Ja, heute mache ich eine der viel zu seltenen, im Neudeutsch genannten „Bike&Hike“-Tour. Diese Tour bietet sich richtig an dafür, denn der erste Teile geht über eine schöne Forststraße bis zu Gressensteinalm. Die Steigung ist immer moderat und durch den Schatten ist mir auch nicht zu heiß beim Raufradeln.

Der Weg spult sich immer weiter hinauf, zuerst im Wald, dann öffnet sich die Sicht immer weiter und gibt die Blicke frei auf die wunderschöne Bergwelt.

Nach ca. 1 1/2 Stunde erreiche ich die Gressensteinalm, wo ich mein Fahrrad hinter die nicht mehr geöffnete Alm stelle und absperre… Sicher ist sicher. Dann setze ich mich 5 Minuten in die feine Sonne, genieße die ersten Strahlen und richte mich für den Weitermarsch her.

Gleich neben der neuen Alm steht eine alte Steinhütte, die wahrscheinlich mal die originale Alm war. Neben der Steinhütte geht auch gleich der Weg hinauf, zum Großen Beil.

Zuerst steigt der Weg pfeilsgerade hinauf in den Talschluß, zumindest sieht es so aus, doch dann macht er doch noch einen Schwenk, und auch der Talschluß schaut plötzlich anders aus.

Der Weg ist super zu gehen, und doch wieder mal was Neues für mich. HIer herrscht nicht Kalk vor, den ich gut von zu Hause aus kenne, nein, hier ist alles aus Schiefer, das klingt schon ganz anders, wenn man drauftritt. Eine tolle Abwechslung auf jeden Fall.

Immer wieder ist die Landschaft von kleinen und größeren Wasserläufen unterbrochen, auch kleine Lacken sehe ich immer wieder heroben.

Und dann zeigt sich doch noch das Gipfelkreuz vom Großen Beil, direkt vor mir, sozusagen im Wege. Da kann es nicht mehr lange rauf sein. Der Himmer ist leuchtend Blau, die Fernsicht ein Wahnsinn, aber es gibt doch einen Wermutstropfen… der Föhn hat eingesetzt, der Wind wird, je höher ich komme, immer stärker.

Ich erreiche den Gipfel ohne Probleme, such mir eine windgeschütze Stelle zum Brotzeiten und genieße die Stille… nur manchmal von hoch über mir fliegenden Jets unterbrochen, und natürlich vom immer wieder aufheulenden Föhn.

Die Aussicht von dieser Kanzel ist überragend…

Auf dem Weg nach unten treffe ich einen der einzigen Wanderer, die mir heute begegnen. Wir unterhalten uns eine Weile, dann geht jeder seinen Weg weiter.

Die Alm erreiche ich ohne Probleme, mein Fahrrad ist auch noch da. Jetzt fängt der Spaß an, denn die letzten Kilometer mit dem Fahrrad rausrollen, das macht Spaß. Zwei ältere Wanderer schauen mir neidisch zu, wie ich den Forstweg hinunterjuchitze…

Eine perfekte Herbsttour, wenig Leute, super Wetter und sehr viel Ruhe. Toll!

Tourendaten:
Gesamtstrecke 19,90 kmGesamtlänge 4:00 h
Höhenmeter 1112 hm