Archiv der Kategorie: Wandern

210522 Ausflug Silberbergwerk und Hubertusweg

Das Wochenende steht vor der Tür, die strengen Corona-Maßnahmen purzeln stückweise, endlich können auch Gastronomie und touristische Angebote, vorbehaltlich dem „G*G*G (Geimpft*Genesen*Getestet) besucht werden.
Die Kinder sind motiviert, das Wetter ist gut, daher rauschen wir nach Schwaz. Das Silberbergwerk steht heute auf dem Programm…

Bei Ankunft stellen wir fest, dass fast keine Leute da sind. Das sind schon mal gute Voraussetzungen. Ob wir reserviert haben: „Nein“, „Welches *G* können wir vorweisen?“, „Getestet“, Ja, dann viel Spaß.
Nach kurzer Wartezeit fahren fahren wir in den Berg ein… immer wieder ein tolles Erlebnis.

Normalerweise bekommt man Mäntel gegen die Feuchte, aber das ist wegen Corona aktuell nicht möglich, daher müssen wir mit unsere recht sommerliche Kleidung auskommen. Die Führung ist uns wohl bekannt, dennoch staunen wir immer wieder über die beeindruckende Mine, besonders über die Schwazer Wasserkunst.

Scheinbar wurde die Lockdown-Zeit ein wenig genutzt, um das Bergwerk ein wenig aufzupeppen. Das fällt auf jeden Fall positiv auf.

Beeindruckend sind die Trockenmauern, die hier im Bergwerk überall aufgeschichtet wurden. Durch die spezielle Bauweise werden die Mauern durch den Bergdruck immer fester…

In den schmalen Gängen muss man teils gebückt laufen, früher waren die Menschen halt doch ein wenig kleiner.

Über die bekannte Treppe „Rummel-Di-Pumpel, Weg-war-der-Kumpel“ erreichen wir auch wieder das Ende der Tour und die Eisenbahn hinaus ins Freie… ein tolles Erlebnis, immer wieder.

Im Anschluss besuchen die Kinder einen Spielplatz, während ich einen Geocache suche. Zufällig ist die Aussicht von eben diesem Versteck genau auf den Eiblschrofen mit dem bekannten Felssturz von 1999 ausgerichtet.

Um dem Bewegungsdrang noch nachzugeben, spazieren wir von Pill auf dem Hubertussteig unterhalb des Kellerjochs in Richtung Osten. Ein gemütlicher Steig, mit nur moderate Steigungen und sehr schönen Abschnitten, wie diesem Bächlein vorweist.

Den Kindern macht es Spaß, mir auch. Und „zufällig“ finde ich noch 2 Geocaches auf dem Weg 😁.

Wir gehen nicht den gesamten Weg ab, weil wir wieder retour zum Auto müssen.

Die Natur ist hier eindeutig im Frühjahrsmodus, überall wächst und gedeiht es. Die Vögel pfeifen von den Bäumen und überall wuselt es.

Der Rückweg zieht sich dann doch ein wenig, aber wir verzagen nicht…

… im Gegenteil, es macht einfach nur Spaß, im Freien zu sein.

Kurz bevor wir Pill wieder erreichen, machen wir noch eine Verschnaufpause und genießen das Panorama, das sich uns bietet… im Vordergrund der Inn, im Hintergrund das Karwendel.

Immer wieder muss ich mir vor Augen führen, wie froh wir sein müssen, eine so schöne Natur und ein wunderbares Landl zu haben. Es ist einfach nur herrlich hier!

210515 Hütte und Säulinghaus (1.720m)

Ein verlängertes Wochenende ist prädestiniert, um ein paar Kleinigkeiten auf der Hütte herzurichten. Die Entscheidung ist daher schnell gefällt und wir begeben uns auf zu unserem Bergdomizil.

Die Wiese ist hat gerade das Winterkleid abgeschüttelt und ist noch dementsprechend kurz, das wird sich wohl in den nächsten Wochen rasch ändern. Am „Alten Baum“ haben wir eine Feuerstelle eingerichtet,

Während wir uns am Feuer gemütlich unterhalten, habe ich ein paar Würstel auf den Grill gelegt… das duftet gut.

Der Abend ist gemütlich, wie es halt auf einer Hütte so ist und die Nachtruhe erholsam, da man fast keine störenden Geräusche hört.

Am Morgen haben wir mit Papa ausgemacht, auf das Säulinghaus zu wandern. Sara bleibt in der Hütte, während Letu und ich mitgehen. Von der Hütte starten wir ein Stück über den Forstweg, dann erreichen wir den Steig.

Im oberen Teil des Weges liegt noch Schnee, deshalb begraben wir unser Vorhaben, auf den Gipfel zu gehen gleich wieder. Dafür haben wir nicht die richtigen Schuhe an.

Kurz vor der Hütte zweigt ein unscheinbarer, steiler Pfad in den Wald ab…

… diesem folgen wir, steil und nicht immer ganz ohne, höher und höher.

Zu meiner Überraschung stehen wir plötzlich direkt vor dem Säulinghaus. Obwohl ich schon so viele Male hier war, diesen Weg kannte ich noch nicht.

Das Refugium hat noch nicht geöffnet, der Hüttenwirt ist zwar mit Helfern am Werk, aber außer einer nicht sehr positiven Einschätzung zu den Corona-Maßnahmen erhalten wir nichts… schade!

Wir sitzen eine Weile auf der Terrasse, dann wandern wir wieder retour zu unserer Hütte.

Der Steig führt gut ausgebaut, aber steil hinab ins Tal. Stellenweise müssen wegen Vereisung aufpassen, die Sonne scheint hier doch noch nicht überall hin.

Am Forstweg angelangt, beschließen wir spontan, den Weg über das Pflacher Älpele zu nehmen. Ein Blick zurück bringt den Pilgerschrofen und die Zwölf Apostel ins Blickfeld… vielleicht schaffe ich diese zwei Ziele heuer…

Der Blick auf den Talkessel ist wunderbar, besonders die Tannheimer Berge stechen hier prominent ins Auge. Die alles überragende Gehrenspitze ist allerdings nicht die höchste Ergebung, wie man hier vermuten würde…

Rasch erreichen wir das Älpele, das seit zwei Jahren einen engagierten neuen Pächter gefunden hat. Klaus ist zufällig gerade anwesend, das bedeutet für uns eine kurze Einkehr mit einem Schnapserl, dazu gibt es ein paar Anekdoten über die Hüttenrenovierung. Einfach super…

Vom Älpele wandern wir zurück zum Forstweg und über diesen wieder zurück zu unserer Hütte. Eine kurze, tolle Wanderung, der uns viel Freude gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 7,99 km
Höhenmeter: 677 m

Nachtrag:
Während Papa im Anschluss an die Tour wieder ins Tal absteigt, bleiben wir noch eine Nacht auf der Hütte, frühstücken ausgiebig, und dann wird aufgeräumt… damit wir das nächste Mal wieder eine schöne Bleibe vorfinden!

210411 Straßberghaus (1.191m)

Der Blasius (Föhn) kündet von nahendem Ungemach, am Wochenbeginn soll das Wetter umschlagen. Die Füße jucken und wollen nochmals ins Freie geführt werden. Da fällt mir der vor nicht allzu langer Zeit neu eröffnete Zimmerbergklamm-Steig ein. Ein holpriger Name für eine tolle Wanderung.

Wir starten hinter dem Thöni-Werk in Telfs, schon nach ein paar Metern ist keine Spur der großen Fabrik zu sehen…

Wildromantisch fließt der kleine Zimmerbergklammbach durch das Ende der Schlucht gen Telfs.

Wir marschieren ein gutes Stück am Bach entlang, anfangs ist der Steig sehr einfach im Wald gelegen, je weiter wir kommen, desto ansprechender wird das Gelände. Ein wenig pfiffig darf es ruhig sein…

Die Schlucht schaut nun endlich ein wenig wie eine Schlucht aus…

… der Hinweis, dass hier mit Steinschlag zu rechnen ist, kommt mir dennoch ein wenig deplatziert vor. Auch hier scheint die neue Mentalität „Lieber etwas zu vorsichtig sein…“ Einzug gehalten

Der Blick zurück Richtung Inntal zeigt ein paar der schönen Skiberge, Hocheder und Rietzer Grießkogel stechen prominent hervor.

Endlich erreichen wir den neuen Teil des Steiges, die Holzstiege, die über die Felswand führt. Der Stieg wurde vor ein paar Jahren erst wieder reaktiviert, nachdem die alte Steiganlage zu gefährlich worden war.

Der Ausblick von der Stiege ist spektakulär, sehr gut sieht man auf die schon zurückgelegte Wegstrecke.

Teilweise ist der alte Steig noch erkennbar, doch in ein paar Jahren wird die Natur alle Spuren des alten Zimmberbergklammsteigs ausgelöscht haben.

Letu hat heute seine GoPro mit dabei und damit lassen sich manch lustige Bilder erzeugen.

Nach dieser Engstelle weitet sich das Tal wieder ein wenig, unser Weg führt am oberen Elektrizitätswerk vorbei in Richtung Straßberghaus.

Der Steig ist sehr schön angelegt, dennoch erkennt man die latente Gefahr von Steinschlägen, Muren und Wegverlegungen. Der Untergrund scheint nicht überall stabil zu sein. Vielleicht habe ich dem Eingangs gesehenen Schild doch unrecht getan.

Wir verlassen die Schlucht und wandern über offene Waldstücke weiter. War am Anfang des Steigs noch Frühling angesagt, ist der Winter in der Höhe noch sehr präsent.

Am Straßberghaus (1.191m) treffen wir eine eBike-Gruppe, die gerade angeregt über die Kapazität der Akkus im Zusammenspiel mit der weiteren Routenplanung diskutieren…

Unser Akku ist noch voll, Müdigkeit ein Fremdwort. Aber eine Jause schmeckt immer, daher suchen wir uns eine gemütliche Bank am Wegesrand und lassen es uns gut gehen.

Das aktuelle Wetter ist sehr wechselhaft, im einen Moment ist einem im T-Shirt fast zu warm, im nächsten Moment braucht man eine Jacke. Hinzu kommt ein permanenter Wind, der zusätzlich kühlt.

Das Inntal liegt uns zu Füßen, auch den Patscherkofel und unser schönes Dorf können wir in der Ferne sehen.

Beim Abstieg sammeln wir noch Geocaches ein, Letu nützt jede Gelegenheit, auf Baumstämmen zu balancieren.

Mir scheint, dass der Wind hier zu größeren Forstschäden geführt hat. Nun wir aufgeräumt. Zwar sind die Schneisen nicht immer schön anzusehen, aber mit den modernen Maschinen geht die Arbeit dafür um ein Vielfaches schneller von der Hand als früher.

Ein kleiner Wermutstropfen der ansonsten reizenden Frühlingstour ist der kurze Gegenanstieg am Schluss, den wir bewältigen müssen. Das war so nicht geplant, wir schaffen es allerdings zügig und erreichen alsbald das Auto.
Die Zimmerbergklamm-Rundtour hat uns sehr gefallen und wird sicherlich mal wiederholt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:57 h
Gesamtlänge: 12,70 km
Höhenmeter: 681 m

210409 Rinner Wald

Eigentlich ist das Ziel eine schnelle Runde auf die Rinner Alm gewesen, aber wegen umfangreichen Holzschlägerarbeiten können wir den gewohnten Weg nicht benützen.
Die Alternative erweist sich als nicht ganz so günstig, irgendwann beschließen wir, den Weg nicht weiter zu verfolgen und die Rinner Alm Rinner Alm sein zu lassen. Die läuft uns schon nicht weg.
Wir lassen es uns nicht verdrießen, trinken ein gemütliches Bier aus Manni’s Rucksack (der muss in dem kleinen Ding eine Quelle haben), und spazieren wieder zum Ausgangspunkt. Hauptsache draußen in der wunderschönen Natur…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 5,31 km
Höhenmeter: 373 m

210403 Feuerköpfle (1.494m)

Obwohl das Wetter nicht gerade einladend ist, beschließen Papa, Letu und ich, ein Stück zu wandern. Das Ziel ist ein wenig flexibel gehalten, wir starten zuerst zur schön gelegenen Costaris-Kapelle, dann sehen wir weiter.

Startpunkt ist der Frauensee, ein mystischer See in wunderbarer Lage. Die Sage erzählt von einem versunkenen Schloss, das am Seegrund liegen soll. Auch ein Drache soll hier sein Unwesen treiben.

Schon kurz nach der Abzweigung vom See liegt eine geschlossene Schneedecke auf der Forststraße. Der Schnee ist sehr angenehm zu gehen und wir benötigen die Schneeschuhe noch nicht.

Rasch machen wir Höhe, an einer Kehre zweigen wir in den Wald ab. Aber hier wird es spürbar steiler. Und die Schritte müssen wohl gewählt werden, der gefrorene Schnee ist teils hinterhältig rutschig.

Immer wieder erreichen wir Passagen, die gut mit den Schneeschuhen gehen würden, um im nächsten Moment wieder fast schneefrei weiterzulaufen.

Das Wetter ist heute kühl und wechselhaft, jedoch wird es während unserer Tour immer wieder kurzfristig sonnig, im nächsten Moment zieht dann schon wieder eine Nebelbank ein.

Dementsprechend ist die Aussicht auf den Talkessel. Wir sind allerdings froh, wenn kurze Wolkenfenster einen Blick ins Tal ermöglichen.

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Bei einer Stelle mit nettem Bänklein machen wir eine kurze Trinkpause, im Anschluß kommt der steilste Teil der Tour auf uns zu.

Erst müssen wir über ein wenig Fallgut klettern, dann ist der Weg richtig Steil unterhalb einer Felswand. Doch stet, Fuss vor Fuss wird auch dieser Teil erklommen…

… und dann haben wir es geschafft, das Feuerköpfl liegt vor uns. Mit schöner Bank zum Ausruhen und sich eine kleine Jause zu gönnen.

Wir haben auch Glück, das Wetter klart just in diesem Moment ein wenig auf.

Zwar sehen wir nicht arg viele Berge, aber dafür direkt in die Heimat und wo das Heimhaus steht.

Beim Abstieg nehmen wir nun doch die Schneeschuhe zur Hilfe, gerade für Papa und mich wegen dem Einbrechen in die Schneedecke eine große Hilfe.

Letu verwendet die Teller am Anfang, aber bald will er nicht mehr. Und mit seinem Gewicht „schwebt“ er fast über den Schnee…

Das macht sich im Abstieg dann auch bemerkbar, wie ein Sausewind flitzt er über den harten Schnee…

… und gönnt sich auch den einen oder anderen Sprung.

Rasch erreichen wir den Frauensee, die gemütliche Tour war viel zu schnell vorbei. Gerne wieder einmal…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 5,31 km
Höhenmeter: 519 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee, Triebschnee)

210324 Rinner alm (1.394m)

Das Wetter will ausgenützt werden, so zieht es mich nach der Arbeit noch schnell auf die Rinner Alm… schon zum x-ten Mal. Dieses Mal ist Manni dabei, der schon „Aldranser-Alm-geprüft“, nach kurzem Überlegen zusagt.
Auf der Alm zaubert Manni zwei „Zillertaler“ aus dem Rucksack… eine feine und wohlschmeckende Überraschung
Zum Weg selber muss nicht mehr viel gesagt werden, daher teile ich hier nur ein paar Impressionen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,65 km
Gesamtdauer: 1:47 h
Höhenmeter: 497 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee)

210319 St. Magdalena im Halltal (1.287m)

Nach dem Skifahren sind Letu und ich noch nicht ganz ausgelastet, daher wandern wir noch ein Stück ins Halltal. Die Schneeschuhe lassen wir zu Hause, weil so viel Schnee liegt nicht… wie wir uns da getäuscht haben.

Schon am Eingang beim Hackl sehen wir, dass hier genug Schnee liegt. Je höher wir kommen, desto besser wird die Schneehöhe… Sogar „Banklsitzen“ wird so zur Herausforderung…

Gott sei Dank ist unser Schuhwerk, wenngleich klobig und im Falle von Letu sogar noch ein wenig groß, den Unbilden des Schnees mehr als gewachsen.

Kurz vor dem Bettelwurfeck müssen wir einen frischen Lawinenkegel übersteigen. Es war zwar nur ein kleiner Rutscher, aber doch beeindruckend.

Schnell verlassen wir den Bereich, wenngleich die Gefahr wohl gebannt ist, denn „da oben“ dürfte nicht mehr viel Schnee in der Rinne liegen.

Auf der anderen Talseite lacht der Bettelwurf zu uns herunter. Dieser Bereich ist im Hochwinter ein gefürchteter Lawinenstrich, im Sommer rauschte so manche Mure in die Talsohle.

Am Bettelwurfeck wird die Straße extrem steil, eine Steigung von 32% ist hier angezeigt. Gerade im Sommer, mit dem Mountainbike, eine sportliche Herausforderung.

An Ende des Ecks, die Straße verläuft nun nach Westen, wird der Weg flacher und führt weiter Richtung Herrenhäuser und Bergwerksareal.

Ein Blick zurück zeigt mir meine geliebte Hüttenspitze, ein wenig versteckt sieht man auch die Wechselreise.

Vor uns, schon fast am Ziel, sehen wir das Kartellerjöchl, das dem Bergwerk direkt vorgelagert ist.

Nordseitig kann man die fast surreal wirkenden Plattentürme, der Sage nach versteinerte Knappen, daher auch im Volksmund „Steinerne Knappen“ genannt, bewundern. Geologisch gesehen sind diese Türmchen die letzten Reste einer Brecciedecke.

Kurz vor Erreichen von St. Magdalena überholen wir zwei ältere Herren. Am Berggasthaus angekommen treffen wir den Rest der lustigen Runde. Und sogar die Küche ist offen, so bekommen wir auch noch was zu trinken und einen Buchtel mit Vanillesauce.

Nach der Pause steigen wir den selben Weg ab, der Schnee im hinteren Halltal wird uns heuer wohl noch eine Weile begleiten.

Der Bergbach ist fast nicht sicht- und hörbar, der Schnee hat sich dämpfend über das normalerweise gurgelnde Wasser gelegt.

Unterwegs sehen wir immer wieder abgestellte Rodeln, die man bei St. Magdalena ausleihen kann. Leider geht es heute nicht zu rodeln, der Schnee ist zu pappig. Letu probiert es selber aus… und gibt nach kurzer Zeit auf.

Beim Trinkwasserstollen wird die Schneedecke wieder dünner, wir bleiben der Einfachheit halber auf der Salzstraße, den Fluchtsteig nehmen wir das nächste Mal. Bei den kühnen Felswänden tummeln sich ein paar Gämsen, die wir eine Zeitlang beobachten.

Beim Abstieg treffen wir wieder die Männertruppe vom Gasthaus, wir unterhalten uns ein wenig über das Halltal. Es dämmert schon, als wir den Parkplatz glücklich erreichen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,0 km
Gesamtdauer: 3:26 h
Höhenmeter: 537 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee unterhalb 2.000m)

210312 Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter der nächsten Tage verheißt wieder weiße Pracht, ein der Jahreszeit nicht ungewöhnlicher Zauber. Heute jedoch locken die milden Temperaturen, gaukeln schon eine noch nicht ganz eröffnete Wandersaison vor.

Das Ziel, heute gut gangbar, ist die Aldranser Alm. Und einen neuen Mitstreiter habe ich auch gewonnen, Manni begleitet mich auf dieser Marsch.

Wir starten in Fagslung, einem kleinen Weiler von Aldrans. Von hier müssen wir erst ein Stück mit dem Forstweg vorlieb nehmen, bis wir den eigentlich Steig erreichen. Dieser führt dann, immer wieder die Forststraße kreuzend, relativ direkt Richtung Alm.

Im oberen Drittel der Wanderung müssen wir uns mit Schnee und Eis herumschlagen, eine Stelle, ein vereister Bach, erfordert höchste Konzentration…

Der letzte Teil ist steil und führt und fast aper hinauf zur Aldranser Alpe.

Dann stehen wir vor der gemütlichen Hütte. Hoffentlich auch bald wieder geöffnet, und wieder zu einer feinen Einkehr einladend.

Wir setzen uns auf die Westseite der Hütte, auf einen leckeren Trunk müssen wir nicht verzichten, denn irgendwie haben sich Dosen in den Rucksack verirrt und wollen jetzt konsumiert werden.

Das Wetter wechselt währenddessen dauern die „Gesichtsfarbe“… mal düster wie hier, dann wieder Sonnenschein…

… sogar kurzzeitige Schneeschauer sind dabei. Da möchte man fast meinen, das Wetter des Folgemonats sei am Werke.

Nach der gemütlichen Rast, die Dämmerung setzt nun ein, läuten wir den Abstieg ein.

Naturgemäß geht es runter viel schneller als rauf… dennoch ist Obacht, speziell bei den eisigen Stellen angeraten.

Im oberen Bereich des Anstieges, bzw. nun Abstieges, sind immer wieder längere Eis- und Schneeflächen zu passieren.

Obwohl teilweise Konzentration gefordert ist, sind wir natürlich nicht aus der Ruhe zu bringen und haben so manches Späßchen am laufen…

Als wir beim Parkplatz ankommen, ist es schon fast dunkel. Das Timing heute war perfekt, ein toller Auftakt in die neue Wandersaison.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:50 h
Gesamtlänge: 9,68 km
Höhenmeter: 627 m

210310 Rinner Alm (1.394m)

A schnelle Tour nach der Arbeit, da bietet sich die Rinner Alm geradezu an. Mit Junior starte ich direkt nach der Arbeit zuerst mit dem Auto nach Rinn, zum Parkplatz bei der Kirche.

Vom Parkplatz wandern wir ein paar Meter auf der Asphaltstraße, dann erreichen wir das Ende der Rodelbahn. Diese sind wir noch vor Kurzem runter gerauscht…

Es ist der Jahreszeit entsprechend kühl, aber im „Bergaufgang“ wird uns schon warm ums Herz und in den Muskeln und Fasern.

Dennoch, Sonne haben wir auf der Wanderung heute keine… und das läge nicht an einer Wolkendecke oder ähnlichem… nein, es liegt einzig an der Uhrzeit und auch der Hangausrichtung…

Der Rinner Alm Steig ist ein angenehm angelegter Steig, der bis auf eine steile Stelle eine moderaten Anstieg zur Alm erlaubt.

Im Sommer, besonders an heißen Tag eine empfehlenswerte Strecke, ist es hier im Winter relativ kühl, auch wenn im Tal schon die Frühjahresgefühle erwachen…

In der unteren Hälfte verläuft der Weg immer im dichten Wald, nur ein paar Schneisen erlauben einen schönen Rundblick, wie hier auf das Bettelwurfmassiv.

Trotz hoher und fordernder Geschwindigkeit ist Letu immer wieder für Späße zu haben, sei es ausgewachsene Bäume ausreißen, laufen, springen und sonstigen Schindluder.

Die Forststraße auf die Alm verläuft im feinen Zickzack den Berg hinauf, der Wanderpfad geht weniger Kompromisse ein, schnurstracks verläuft die Schneide den Wald hinauf. Und natürlich haben wir Zweitere gewählt…

Ungefähr ab der Hälfte wird das Vorhandensein von Schnee immer häufiger. Generell gut begehbar, offenbaren einzelne eisige Stellen einen tückischen Hinterhalt.

Mit offenem Auge für Rutschpartien, aber auch mit dem wunderbaren Farbenspiel am Horizont klimmen wir immer weiter nach oben.

Eine letzte, zugegeben mächtige Schneelandschaft müssen wir meistern…

… dann erreichen wir das lustige „Tor zur Alm“, wie ich es gerne betituliere.

Die Alm hat zu, es war nicht anders erwartet. Selbst in normalen Jahren wäre nun, ob der nicht-fahrbereiten Rodelbahn wohl kaum offen, noch unwahrscheinlicher unter der Woche…

In einer windstillen Ecke ziehen wir uns schnell um. Handschuhe, Kappe und wärmende Jacke sind nun angezeigt, als der Tag flux der Nacht den Platz überlässt.

Ehrfürchtig beobachten wir das tägliche Spiel am Horizont, da so gar nie langweilig wird.

Den ersten Teil des Abstiegs schaffen wir ohne Lampen, spätestens im Wald brauchen wir zur unfallfreien Orientierung ein zusätzliches Licht…

Gerade um die blanken Eisstellen zu erspähen, ist die Stirnlampe ein wahrlich rentables Werkzeug, das zwar fast immer im Rucksack schlummert, aber heute gute Dienste verrichtet.

Naturgemäß ist der Abstieg wesentlich schneller als der Aufstieg bewerkstelligt. Die Schrittgeschwindigkeit wird durch ein gewisses Unwohlsein von Letu im Wald, wohl der vielen unheimlichen Geräusche geschuldet, immer schneller. Und daher stehen wir schneller als erwartet wieder am Ausgangspunkt…

Eine gemütliche Feierabendrunde, die wir heuer hoffentlich noch öfter nach der Arbeit / der Schule absolvieren können.

Tourendaten
Gesamtlänge: 5,16 km
Gesamtdauer: 1:42 h
Höhenmeter: 503 m

210307 Halltal, Herrenhäuser (1.485m)

Da sich heute aus familiären Gründen keine Skitour ausgegangen ist, habe ich beschlossen, die Bergschuhe auszupacken, die Zeit zu nutzen und ins Halltal zu wandern.

Ein wunderschöner Morgen, es ist ja immerhin schon 9:30 Uhr, öffnet mir den Weg vom Hackl hinein ins Halltal. Wo es geht vermeide ich die Asphaltstraße und laufe auf dem Steig.

So erreiche ich zügig den Trinkwasserstollen vor dem Bettelwurfeck. Überraschend aper ist es hier, der Lenz zieht dem Winter im vorderen Tal schon die Zähne.

Am Fluchtsteig sieht man die Spuren des Winters, überall liegt Schutt und manchmal auch größere Steine auf dem Pfad.

Der Fluchtsteig ist im ersten Teil nordöstlich ausgerichtet, und nur dank der relativ niedrigen Höhe vom Schnee entledigt. Teilweise, an Stellen ohne jeglichem Sonnenkontakt, liegen ein paar sulzige Schneefelder.

Ich wollte ja schon viele Malen den Weg durch das Eibental gehen, heute erfülle ich mir mein Wunsch. Steil zieht der Pfad vom Fluchtsteig hinauf. Obwohl ich mir dachte, es wäre hier wohl ruhig, werde ich von zwei „Läufern“ überholt.

Ich gehe mein stetes Tempo, mittlerweile mit T-Shirt und zur kurzen Hose umfunktionieren Beinkleid. Die beiden Burschen habe ich bald wieder geschnupft. In weiterer Folge werde ich allerdings auch wieder überholt. Ich beobachte lieber die gar nicht scheuen Gämsen…

Schließlich erreiche ich den Scheitel und die Sicht öffnet sich auf das Halltal.

Am Weg plätschert ein kleines Brünnlein, ich wundere mich, dass überhaupt Wasser fließt. Vor mir eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf den Roßkopf, Großen und Kleinen Lafatscher.

Nun verläuft der Pfad ein gutes Stück flach, bis ich schließlich, fast ein wenig unverhofft, vor St. Magdalena stehe…

Das ehemalige Kloster fasziniert mich jedes Mal wieder, die Lage ist einfach einmalig. Heutzutage ist hier eine Wirtschaft untergebracht, die heute sogar Corona-konform geöffnet hat.

Ich will allerdings erst noch zu den Herrenhäusern weitergehen. Ab der zweiten Ladhütte, so sagt man, setzt im Frühjahr immer noch der Schnee ein… und ich kann das nur bestätigen…

Ich wandere an den Zeugen des ehemaligen Salzbergbaus vorbei. Vor kurzem hatte ich auch das sehr schöne Buch „tiroler SALZ“ geschenkt bekommen, mit vielen Informationen dieser langsam vergessenen Zeit.

Nach zwei weiteren Kehren sehe ich auch schon das Zentrum des Bergbaus hier im Halltal, die Herrenhäuser.

Leider muss ich feststellen, dass der Zustand der Gebäude mit jedem Jahr schlechter wird. Zumindest der Teil, in dem sich das Knappenhäusl befindet, macht einen guten Eindruck.

Das Herrenhaus mit dem Lawinenschaden von 1999 ist dagegen nicht mehr so toll in Schuss. Es wäre wünschenswert, wenn hier eine Einigung über die Zukunft der Gebäude gefunden werden würde… um diesen ältesten Industriebetrieb Tirols für die Nachwelt zu erhalten… gerade in Zeiten der großen Traditionspflege wäre es wichtig so ein bedeutendes Gebäude zu schützen.

Der Blick gegen das Inntal offenbart die Hüttensitze, von hier ein wunderschön geformter Berg, vom Inntal fast nicht erkennbar im Schatten seiner größeren Brüder und Schwestern, Fallbachkarspitze, Fürleg und Walderkampspitze.

Ich gehe fast den gleichen weg wieder retour, bei St. Magdalena kehre ich ein und gönne mir eine Stärkung, Sankt Johanner mit Brot! Die Kapelle lasse ich natürlich auch nicht aus…
Anschließend wandere ich durch den schönen Buchenwald zum Bettelwurfeck.

Den Schnee lasse ich beim Bettelwurfeck hinter mir, auch ein Skitourengeher, der vom Hafelekar gekommen ist, verstaut hier seine Tourenausrüstung.

Der Wechsel von hinteren ins vordere Halltal ist unglaublich und auch wunderschön… von tiefsten Schnee ins Frühjahr, und das auf wenigen Kilometern.

Eine stimmige Tour, bestimmt bin ich hier heuer wieder öfter am Weg. Und ich gebe es unverhohlen zu, ich freue mich schon wieder auf die Wander- und Bergsteigerzeit.

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,55 km
Gesamtdauer: 2:50 h
Höhenmeter: 767 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2000m, Triebschnee NW, N, NO)