Archiv der Kategorie: Wandern

200726 Seaperalm (2.090m)

Ein sehr ruhiger Fleck ganz in der Nähe der Landeshauptstadt ist das Padastertal. Bekannt geworden ist dieser Platz in den letzten Jahren als letzte Ruhestätte des Aushubs aus dem Brennerbasistunnel (BBT). Unglaublich, aber wahr, hier wird ein ganzes Tal verfüllt, damit der Tunnel nach Italien gebaut werden kann. Schenkt man den Machern hier Glauben, wird nach Abschluss der Arbeiten hier kein sichtbarer Schaden vorhanden sein.

Ich starte am unteren Ende der Baustelle, da befindet sich ein kleiner Parkplatz. Entlang des Prosantewegs wandere ich aufwärts, so mancher Geocache versteckt sich hier am Wegesrand. Stetig mache ich Höhe und die Aussicht auf das Wipptal und die Autobahn wird immer besser… das Brummen der aktuell wenig befahrenen Nord-Süd-Route ist immer zu hören.

Der Forstweg ist nicht spektakulär, aber dennoch schön zu gehen. Die Aussicht auf Serles und Nösslachjoch entschädigt für vieles…

Immer wieder erlaubt die Wegführung schöne Blicke ins Tal, einmal in Richtung Obernbergtal und Vinaders, dann wieder ins Padastertal selber mit der großen Schutthalde.

Das Wetter war beim losgehen noch recht schlecht, erst waren sogar ein paar Tropfen zu spüren. Doch nun wird es warm, fast schon schwül… und die Fernsicht ist gut.

Schließlich erreiche ich am Prosanteberg das etwas eigene „Gipfelkreuz“, hier mache ich eine kurze Pause und entdecke gleich ein Edelweiß, das hier mitten in der Wiese steht.

Das Gipfelkreuz steht war nicht auf einem Gipfel, aber stellt trotzdem den höchsten Punkt meiner Wanderung. Von hier fällt die Forststraße nun ab, bis ich schließlich die Seaperalm erreiche. Diese urige Hütte gefällt mir auf Anhieb… wunderschön gelegen und mit gemütlichen Wirtsleuten. Der Hüttenwirt wollte mich schon beim rauf gehen mitnehmen…

Ich gönne mir ein Bier, die Sonne lacht her, es ist still und angenehm, so lasse ich mir das gefallen. Ich bestelle mir noch eine Speckjausn, damit ist mein Glück vollkommen!

Fast kann ich mich nicht von diesem magischen Ort trennen, dennoch muss ich weiter, ich habe noch ein bisschen Weg vor mir…

Der Rückblick zeigt nun mein nächstes Problem, eine Wolkenwand schiebt sich über der Alm hervor und schaut nicht so einladend aus. Aktuell ist das Wetter ein wenig labil, das muss in die Tourenplanung einfließen.

Schließlich erreiche ich den Talboden des Padastertals, die BBT-Deponie liegt genau vor mir. Ich hoffe für uns alle im schönen Landl, dass dieses Projekt auch wirklich den Segen bringt, den sich die Planer versprochen haben. Zu groß sind die Eingriffe in die Natur schon jetzt.

Im Padastertal selbst gibt es einen schön angelegten Rundwanderweg der BBT, bei dem sogar ein 500m langer Tunnel zur Begehung freigegeben wurde. Hier bin ich schon mal mit den Kindern durchspaziert und das war eine Riesengaude. Heute begehe ich den halben Weg, startend von eben genanntem Tunnel am Talschluss.

Nach dem Tunnel gehe ich noch entlang der Aushubdeponie, immer am Waldrand bzw. an Felswänden vorbei, schließlich erreiche ich nach 3 Stunden wieder den Parkplatz. Just hier fängt es zu regnen an, da habe ich nochmals Glück gehabt!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:59 h
Gesamtlänge: 12,46 km
Höhenmeter: 739 m

200628 Naviser Almenrunde (1.947m)

Heute beschließen wir die Naviser Almenrunde zu absolvieren. Wir starten vom Parkplatz „Schranzberg“ im hinteren Navis. Ab hier haben wir einen gemütlichen Start, der Forstweg hat eine sehr angenehme Steigung.

Immer an einem Bächlein entlang erreichen wir nach kurzer Zeit einen wunderschönen Boden mit uralten Bäumen. Hier würde sich ein Picknick anbieten… oder einfach nur Baumklettern…

Kletterpartie am alten Riesen

Nach dem Boden wechseln wir auf die nördliche Bachseite, der Weg führt nun in den Wald, steil zwar, aber dafür mit ein wenig Schatten. Wir machen ein paar Höhenmeter, bevor wir die erste Alm unserer Runde erreichen. Die leicht erreichbare Peeralm (1.663m) hatten wir schon vor ein paar Jahren mal besucht…

Peeralm

Aktuell ist die Alm geschlossen, denn es gibt keinen Pächter. Das soll aber in den nächsten Monaten erledigen…

Blick zum Talschluss

Unser Weg führt auf schönen Wegen weiter hinein ins hintere Navistal. Die Sonne lacht immer noch vom Himmel, aber an bestimmten Wolken sieht man schon, dass das Wetter nicht 100% stabil ist…

Wandersleut

Wir wandern an einigen Privathütten vorbei und erreichen am Talschluss die Klammalm (1.947m), den für heute höchsten Punkt unserer Wanderung. Dort lassen wir es uns gut gehen, die Kasknödel sind uns sehr empfohlen worden, und es stimmt, diese sind geschmacklich fast nicht zu toppen!

Rast bei der Klammalm

Wir genießen die Pause auf der Terrasse vor der Hütte. Die Hütte ist gut besucht, wir bekommen dennoch einen tollen Platz.

Klammalm

Nach der erholsamen Rast wandern wir wieder Tal-auswärts, vorbei an Almrosen, die jetzt in voller Blüte stehen…

Im Navis wird die Almkultur noch richtig gepflegt, zumindest hat es den Anschein. Die Almen hier sind riesig und überall sieht man das Vieh grasen… für Letu so manches Mal eine Herausforderung, denn die großen Tiere sind nicht unbedingt seine besten Freunde…

Almgrund „ohne nie“…

Im feinen Auf- und Ab wandern wir zur nächsten Alm…

… der Weg ist wunderbar zu gehen. Mal müssen wir über einen Zaun kraxeln, mal einen Bach überqueren, den Kindern wir auf den Fall nicht langweilig.

Lustige Bachquerung

Später erfahren wir vom Hüttenwirt auf der Poltenalm, dass es am Vortag stark geregnet hat… wir sehen heute immer wieder Auswirkungen davon. Schäden halten sich in Grenzen, aber der Boden ist extrem feucht und überall tritt Wasser aus und bahnt sich seinen Weg, manchmal auch über den Wanderpfad.

Kühe am Horizont

Wir erreichen die Poltenalm (1.880m), hier gibt es nun Kuchen als Nachspeise. Die Hütte wird aktuell als Familienbetrieb geführt und ist nur an den Wochenenden offen. Auch hier fällt auf, dass viele Einheimische das gute Hüttenangebot nutzen.

Poltenalm

Von der Poltenalm überblickt man fast das ganze Navistal. Die Aussicht ist wunderbar. Wir wandern über Mähder und Almwiesen weiter zur Stöcklalm (1.882m). Auch hier machen wir kurz Rast, dann wandern wir zur heute letzten Hütte…

Aussicht auf Habicht und Serles

Die Naviser Hütte, keine Alm, aber trotzdem ein Einkehrplatz, ist für heute der Abschluss unserer Almenrally. Wo sonst kann man relativ einfach über 5 Hütten mit Einkehrmöglichkeit wandern… im Navis ist es auf jeden Fall möglich und auch empfehlenswert.
Die Naviser Hütte hat aktuell auch wegen einem Pächterwechsel geschlossen, aber im Sommer soll das große Hause wieder aufgehen.

Naviser Hütte

Schlußendlich ist der Talgrund wieder erreicht, die letzten Meter zum Parkplatz sind bald geschafft. Das Wetter hat gehalten, aber nun schaut der Himmel schon ein wenig dunkel aus. Da haben wir noch richtig Glück gehabt…

Am Parkplatz ist fast nichts mehr los… dafür ist hier in letzter Zeit wohl mal richtig geholzt worden.
Eine tolle Wanderung, die Naviser Almenrunde. Wir finden sie sehr empfehlenswert und kommen bestimmt wieder mal her.

Parkplatz… doch wer parkt hier?

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 13,97 km
Höhenmeter: 742 m

200616 Zirler Klammwanderung

Schlechtes Wetter bedeutet nicht immer, daß man zu Hause bleiben muß. Es gibt Wanderungen, die sich für solche Tage geradezu anbieten. Eine Route, die mir schon öfter ins Auge gestochen ist, und auch schon mal in der Tiroler Tageszeitung, zumindest in einer kürzeren Variante geschrieben stand, ist der Gang durch die Ehnbach- und dann weiter in die Schlossbachklamm.
Ich starte in Zirl beim Wanderparkplatz bei der Rettung, heute habe ich keine Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu bekommen, denn ich bin der Erste hier.

Keilerboden

Von Zirl gehts steil über den kurzen Steig hinauf zum Keilerboden. Hier eröffnet sich eine wunderbare Aussicht auf Zirl. Ein kleiner Grillplatz auf der Aussichtskanzel zeugt von der Beliebtheit dieses Platzes… bei der Sicht kein Wunder.

Blick auf Zirl

Weiter gehts in die Ehnbachklamm. Der Bach führt heute nicht viel Wasser, aber man sieht am Geschiebe, daß das kleine Bächlein auch ganz anders kann. Ich gehe ein paar Meter am Bach entlang und gelange wieder auf den Wanderweg. Hier treffe ich meinen einzigen Mitwanderer an diesem Tag… eine ältere Frau mit Hund.

Sicht auf den Ehnbach und das Geschiebe…

Ich bewundere das Klettergebiet, und auch die Formationen, die man hier sieht. Ein kleines Köpferl schaut aus wie ein Gnom, der über der Schlucht wacht.

Saftiges Grün, verwitterte Felsen, Höhlen und uralte Bäume formen eine fast schon unwirkliche Landschaft, die wunderschön anzuschauen ist.

Märchenlandschaft

Der Wanderweg geht noch ein wenig über das Klettergebiet hinaus, dann quert der Pfad über einer Brücke auf die andere Talseite. Hier ist der Bahnhof Hochzirl und das LKH angeschrieben.

Vorbei an dem Bahnhof und ein wenig Zivilisaton quere ich in die Schloßbachklamm. Hier verläuft nun eine technische Meisterleistung. Die Mittenwaldbahn, mein Zug nach Hause…
Diese Bahntrasse wurde schon 1912 eröffnet, man kann sich heute gar nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen diese Bahn gebaut wurde, und welche technische Meisterleitung von Josef Riehl und Wilhelm Carl von Doderer erbracht wurde…

Mittenwaldbahn, Abschnitt Karwendelbahn

Immer wieder rauscht ein Talent-Personenzug vorbei, die Strecke ist besser befahren als ich angenommen hatte.

Blick zum Zug auf der anderen Seite der Schlossbachklamm

Am Ende der Schlossbachklamm, zumindest am Wegende, führt eine steile Treppe ins Bachbett und zu einer Brücke, die über den Bach führt. Und hier sieht man noch ein Highlight dieser Wanderung…

Schlosbachklamm

… die denkmalgeschütze Schlossbachgrabenbrücke. Diese von der k.u.k. Hof-Eisen-Construktions-Werkstätte 1912 erbaute Brücke überspannt die Klamm mit einer Spannweite von 56m. 2012, zum 100jährigen Jubiläum wurde die Brücke saniert und erstrahlt heute wieder in „altem“ Glanz.

Schlossbachgrabenbrücke

Vom Bachbett muss ich nach der kleiner Stegbrücke wieder hinauf, auf Höhe der Bahntrasse aufsteigen. Dabei geht es steil zu Sache, doch bald bin ich auf dem höchsten Punkt meiner heutigen Wanderung angelangt.

Steg über den Schlossbach

Abgesehen von den Eisenbahnbauwerken und der Trasse finde ich immer wieder andere Spuren von Zivilisation inmitten dieser wilden Landschaft. Zum Beispiel eine verwitterte Staumauer, bei der nur noch der obere Teil der Krone stehengeblieben ist (siehe nächstes Bild)…

Verwitterte Rückhalte-Staumauer

Vorbei an einem schönen Föhrenwald, immer noch die Stille genießend stehe ich plötzlich vor der B177…

Farnen-Armee

… die Seefelder Straße, vielen auch aus dem Verkehrsfunk bekannt wegen den immer wieder vorkommenden Staus an Wochenenden.

Zum Glück muss ich nur ein paar Meter neben der Bundesstraße laufen, dann zweigt der Pfad in den Wald und weg vom Verkehrslärm. Leider scheint hier keine bessere Routenführen möglich gewesen zu sein…
Meine letzte Station ist die Burgruine Fragenstein, die zu ihren aktiven Zeiten einen wichtigen Schutz des Salzhandels über den Seefelder Sattel darstellte.

Fragenstein

Vorbei am Kriegerdenkmal, der Gedenkstätte für die Zirler Euthansieopfer-Opfer und über eine steile, aber toll angelegte Stiege erreiche ich den Eingang zur Ehnbachklamm und damit fast wieder den Parkplatz. Schließlich bin ich bei meinem Auto, das immer noch weit und breit alleine auf dem Parkplatz steht…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:45 h
Gesamtlänge: 13,38 km
Höhenmeter: 809 m

200613 Hochmahdalm (1.907m)

Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen verschlechtern, daher mach ich mit den Kindern noch eine Kurzwanderung auf die Hochmahdalm am Patscherkofel.

Wir machen es uns extra gemütlich und werden mit der Bahn rauffahren und dann erst auf die Hochmahd und dann auf die Patscher Alm gehen. So der Plan.

Leider ist die obere Sektion der Seilbahn gesperrt und wir müssen den Weg ein wenig ändern. Zwar immer noch gemütlich, aber Sara ist alles andere als begeistert. Das wird sich schon legen hoffe ich.

Der Weg ist angenehm steil, daher ist der Aufstieg angenehm. Aber es ist unglaublich, wie viele Leute am Weg sind. Scheinbar hat sich ganz Innsbruck und das Mittelgebirge auf den Weg gemacht, den Kofel zu erstürmen.

An der Patscher Alm laufen wir vorbei, wir nehmen eine Abkürzung durch den Wald, weil ein paar Kühe vor der Alm liegen und das Letu gar nicht behagt…

Die Aussicht ins Stubai und auf die Serles ist super, ein paar kleine Wolken können uns da auch nicht betrüben… dennoch sind das die ersten Anzeichen eine Wetteränderung.

Nach dem ersten Groll macht es dann allen Dreien doch viel Spaß. Manchmal rauscht eine Radlergruppe an uns vorbei, ansonsten sehen wir haufenweise Wanderer… an so viele kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern.

Schlußendlich erreichen wir die Hochmahdalm, eine sehr gemütliche Hütte mit wunderbaren Tiefblicken. Ich bin hier bis jetzt zum meiner Schande nur einmal vorbeigekommen, und da bin ich nicht eingekehrt! Das werde ich nun ändern…

Sara und Letu sind auch froh und ein wenig hungrig, also bestellen wir was zu essen. Letu und Sara teilen sich eine Pfanne Eier mit Speck, ich nehme eine Hauswurst.

Als das Essen schlußendlich da ist, meint Letu nur, das ist aber wenig… also wird noch ein Pfännchen bestellt… jetzt sind alle glücklich.

Der Abstieg verläuft nun über eine Abzweigung, die direkt bei der Hütte startet. Hier kommen wir steil und direkt wieder retour auf den Fahrweg. Eine richtige Abkürzung nenne ich das mal…

Nochmals schaue ich hinüber ins Stubai, die Wolken werden nun mehr…

Auch dieses Mal lassen wir die Patscher Alm, die recht gut besucht ist, links liegen… zwar wäre ein Kuchen noch eine Sache gewesen, aber man kann nicht alles haben. Rasch fahren wir mit der Bahn wieder ins Tal… es ist richtig schwül geworden.

Während der Runterfahrt beschließen wir, noch was zu machen. Während ich die Kinder ins Tivoli bringe (jetzt sind sie ja groß genug für den alleinigen Schwimmbadbesuch), fahre ich noch nach Gleins, denn da warten noch ein paar Geocache auf mich…

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,86 km
Gesamtdauer: 1:20
Höhenmeter: 263 m

200611 Geocachen Hintersteiner See

Heute hat es uns ein wenig weiter weg von der Heimat gezogen. Der Hintersteiner See, von dem ich schon viel Gutes gehört habe, sollte unser Ziel sein. Schon die Anfahrt ist abenteuerlich, die Straße wird immer enger, bei Gegenverkehr muss man auf die Seite ausweichen.

Am Parkplatz ist die Hölle los, ich möchte nicht wissen wie es hier im Sommer zugeht. Dafür sind die Preise moderat, drei Euro zahlen wir für den Ganztagespreis. Da kannst jetzt so mancher Innsbrucker Gegend eine Scheibe abschneiden.

Ich bin davon ausgegangen, dass wir hier irgendwo in den See springen können, um uns abzukühlen. Gleich am Anfang unserer Wanderung sind die ersten Verbotstafeln aufgestellt. Naja, das wird wohl nichts…

Obwohl uns die Badeverbotstafel Ärgern, sind wir umso mehr begeistert, das ist in manchen Geocache finden. die Junioren helfen fleißig mit beim suchen, daher können wir fast alle Dosen finden.

Zum See selber muss man nicht viel sagen, nur vielleicht, den muss man selber einmal angeschaut haben. Wunderschön, und das sagt ein Ausserferner, Der Gewässer wie den Plansee gewohnt ist.

Wir umrunden den See im Uhrzeigersinn und finden eine Dose nach der anderen. Toll, so macht die Wanderung Spaß.

Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt. Dort kaufen wir uns noch ein Eis, dann gehts zurück nach Hause. Wieder einmal ein feiner Ausflug

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,28 km
Gesamtdauer: 2:00
Höhenmeter: 198 m

200607 Geocaching Bergeralm

Heute ist das Wetter noch schlechter als gestern, daher mache ich die Runde heute alleine, für Letu wäre das nichts. Ich starte wieder in der selben Gegend, heute möchte ich einen „vergessenen“ Steig auf die Bergeralm begehen.

Ich starte in Steinach am Brenner, direkt bei einer Autobahnunterführung mit meiner Wanderung. Der Weg ist startet recht direkt und dementsprechend steil hinauf Richtung Nösslachjoch.

Später erreiche ich einen schönen, flachen Abschnitt im Wald. Hier müsste im Sommer ein richtiges Pilz-Paradies sein… aber wahrscheinlich auch schnell geleert, da es recht nahe zur Forststraße liegt.

Die Fernsicht hat mit der Höhe auch zugenommen, nun sehe ich auch gut ins Padastertal, das ich vor ein paar Jahren mit den Kindern besuchte… allerdings war die BBT (Brenner-Basis-Tunnel-Gesellschaft) seit dem recht fleißig und hat das Tal mit viel Aushub gefüllt… was man auch gut von der gegenüberliegenden Seite sehen kann:

Die schönen Skipisten des Bergeralm-Skigebietes sind dem Sommer gewichen, wo sich im Winter viele Sportler tummeln, fliegen jetzt die Bienen von Blume zu Blume.

Zusehend verschlechtert sich das Wetter, es hat nun auch ein wenig zu tröpfeln begonnen. Es wird mit jedem Höhenmeter mehr…

… trotzdem lasse ich mich nicht drausbringen und genieße die seltene Einsamkeit.

Bei der Bergeralm, einer wirklich urigen Hütte, pausiere ich kurz und ziehe mir mein Regengewand an… es hat nun richtig zu schütten begonnen und ich bin schon recht nass und klamm…

Trotzdem gehe ich noch weiter bis zum Skizirkus. Auch im Sommer, natürlich wenn es Saison ist, bietet dieses Gebiet einiges… Wasserspiele, Spielplätze für die Kleinen.

Am Speichersee, der im Sommer gar nicht schlecht ausschaut, wandere ich entlang und mache so eine feine Runde um das Gebiet.

Dann, der Regen fängt mich nun an zu nerven, wandere ich zurück zur Bergeralm und nehme den gleichen Weg wie im Aufstieg.

Rasch erreiche ich den Talgrund und bin heute mal froh, das Auto zu erreichen. Der Regen war am Schluss nicht mehr lustig…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: 7,96 km
Höhenmeter: 550 m

200606 Geocaching Bergwerksweg Nösslachjoch

Nach einer längeren Schönwetterperiode sind nun ein paar durchwachsene Tage angesagt. Nichts desto trotz machen sich Letu und ich auf, eine kleine Wanderung mit Geocache-Einlagen zu absolvieren.

Als Ziel haben wir uns das Gebiet um die Bergeralm ausgesucht. Hier gibt es nämlich auch einen interessanten Bergwerksweg. Am Nösslachjoch wurde lange Kohle angebaut, das kann man heute auf einen schönen Weg nachvollziehen.

Wir starten am Parkplatz in Hagaten, und folgen längere Zeit einen Forstweg. Immer wieder sind Info-Tafeln aufgestellt, die über die früheren Bergbautätigkeiten informieren.

Obwohl es nie regnet, ist es mal warm und mal kalt. Das Wetter kann sich heute nicht wirklich entscheiden, in welche Richtung es gehen möchte.also heißt es einmal Jacke an, im nächsten Moment Jacke wieder aus.

Unterwegs finden wir mal ein Wolkenloch, und können eine feine Jause auf einer Bank genießen. Da ist die Sonne dann schon angenehm…

An einem Pausenplatz fallen uns 3 runde Steine auf. Eine in der Nähe befindliche Infotafel klärt auf: Es handelt sich um Mühlsteine aus Brekzie. Das beton-ähnliche Gestein war demnach aufgrund der Härte ein beliebtes Material für Mühlsteine und die hier geschlagenen Steine über die Grenzen bekannt und beliebt.

Es ist nicht mehr so weit zum Ziel, dem noch sichtbaren Bergwerksstollen am Nösslachjoch. Immer wieder sehen wir Ausbisse mit Schwarzerde, dem hier vorkommenden Kohlegestein.

Die letzten Meter müssen wir durch eine Kuhweide, für Letu sind die großen Tiere ein Graus. Trotzdem „kämpft“ er sich tapfer durch. Dann stehen wir schlussendlich auf der Halde des ehemaligen Kohlebergwerks…

… das Mundloch zum Bergwerk ist mit einem Gitter verschlossen, innen sieht man auch, dass nach ein paar Metern ein Verbruch vorhanden ist… trotzdem schaut die Zimmerei und das Mauerwerk relativ neu aus. Das dürfte also nicht ganz original sein…

Aus dem Mundloch fließt ein kleines Bächlein, das Wasser war schon immer des Bergmanns Feind. Für Letu und mich auf jeden Fall sehr interessant, hier mal „in den Berg zu schauen“…

Nachdem wir uns satt gesehen haben, wandern wir den fast gleichen Weg wieder ins Tal. Bei der Nösslachhütte machen wir noch eine kurze Pause und gönnen und einen Kuchen. Nichts los, in diesem schönen Gasthäuschen. Auf Nachfrage meint die Kellnerin, das liege daran, dass der Brenner noch geschlossen ist… und das Wetter auch nicht so gut ist.

Die Stärkung ist auf jeden Fall wunderbar und wir genießen die Umgebung von der Sonnenterasse aus… auch wenn sich Diese nicht immer zeigen will. Dafür kann Letu von der hohen Kanzel aus unter uns die Kühe beobachten…

Schlussendlich wandern wir wieder retour zum Wanderparkplatz, unterwegs findet Letu immer wieder neues „Spielzeug“. Für mich lustig zum zuschauen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,16 km
Höhenmeter: 455 m

200529 Zimmermoos, Hauskogel (1.011m)

Es ist wieder eines unserer Highlights des Jahres, unser von allen geliebtes Familienwochendende vor der Tür. Pünktlich zu Pfingsten treffen wir uns jedes Jahr, heuer allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen. Es ist immer noch COVID19-Zeit, die wir mit all ihren Beschränkungen haben. Trotzdem machen wir unser Bestes. Einzig Bettina und Daniel können heuer wegen der Einreisebeschränkungen nicht dabei sein.
Unsere Unterkunft, ein Bauernhof ist heuer in der Nähe von Brixlegg, genauer gesagt in Zimmermoos, einem wunderschönen Hochtal. Dort trudeln wir im Laufe des Tages allesamt ein…

Es ist sehr abgelegen und ruhig hier, trotzdem gibt es für die Kinder viel zu tun. Ein Stall mit Kühen ist in der Nähe, ausserdem gibt es einiges an Spielzeug herumstehen. Genau das Richtige für unsere Horde.
Später am Nachmittag mache ich noch eine kleine Wanderung mit Juri und Letu. Wir wandern zum Hauskogel (1.011m). Nicht gerade der höchte Berg, den wir bestieben haben, aber trotzdem ist es toll.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, gehen ein wenig Talein, dann biegen wir bei der Volksschule in Richung Hof.

Bald erreichen wir die Felder und Wiesen der hier ansässigen Bauern, und noch ein paar Meter weiter gehts in den Wald. Auf dem Weg dorthin mußten wir auch noch eine Weide mit „almfertigen“ Kühen durchqueren.

Schließlich erreichen wir den Grat und nun eröffnet sich eine feine Aussicht auf das Inntal. Der Hausberg ist einer jener Berge, die man direkt hinter Rattenberg aufragen sieht. Bewaldet bis zum Gipfel, und auf der Inntalseite richtig steil.

Wir merken fast gar nicht, als wir den Gipfel erreichen. Einziges Indiz ist, daß der Weg nun steil ins Tal führt.

Nun geht es steil hin ins Tal, wir müssen allerdings aufpassen, daß wir nicht in das falsche Tal abzweigen, denn dann würden wir unweigerlich im Inntal enden. Und das wollen wir sicher nicht…

Wir nehmen glücklicherweise die richtige Abzweigung und erreichen bald wieder die Asphaltstraße ins Zimmertal.

Die letzten Meter zur Unterkunft müssen wir auf der Straße entlanglaufen, beeindruckende Bauernhöfe liegen rechts und links von der Straße. Später erfahren wir auch, daß mittlerweile das Bauen im Zimmertal untersagt ist. Zumindest neue Gebäude dürfen nicht mehr gebaut werden, einzig Erweiterungen dürfen durchgeführt werden.

Wir genießen eine kleine Pause im gemütlichen Aufenthaltsraum, dann spazieren wir noch zu einer wunderschönen Kapelle im hinteren Zimmermoos.

Wir sind eine gemütliche Runde, das Wetter ist fein. Was will man hier mehr für eine paar gemütliche Tage.

In der Kapelle werden ein paar Lieder gesungen, dann wandern wir zufrieden retour. Ein gutes Abendessen wartet auf uns, denn dieses Mal haben wir hier Halbpension.

Als wir in der Unterkunft ankommen, riecht es schon verlockend nach Spagetti Bolognese. Mit gutem Essen und einem guten Schluck verbringen wir noch einen feinen Abend mit Gesprächen und Spielen. Einfach toll…

200523 Padauner Kogel (2.066m)

Wieder ist ein neuer Wandertag angebrochen, heute sind wir eine illustre Runde. Mit von der Partie sind abgesehen von Letu und mir auch noch Sara und Jean, ein Freund des Hauses. Zu viert machen wir uns auf, das Wipptal unsicher zu machen.

Schöne Häuser in Padaun

Wir fahren Richtung Vals und dann weiter nach Padaun. Kurz vor dem Weiler parken wir beim Gasthaus Steckholzer und starten unsere Wanderung auf der Asphaltstraße Richtigung Larchenhof.

Die Wanderschaft…

Überall blühen schon die schönsten Blumen, der Padauerkogel ist bekannt für seine Artenvielfalt bezüglich Blumen.

Jean und Sara inmitten von Löwenzahn

Beim Larchenhof zweigt der Weg in den Wald, der Pfad wird ein wenig steiler, dafür auch schattig. Langsam aber sicher machen wir Höhe, die Aussicht wird immer schöner.

Sara, Letu, Jean

Links und Rechts von uns erstrahlen die Blumen, wir sehen Enzian, Gelbe Küchenschellen und sonst noch Blumen, die schön anzuschauen, aber mir unbekannt sind.

Der Wald lichtet sich, nun ist die Aussicht auf das Brennergebiet immer besser. Im Blick das Obernbergtal, mit den Tribulaunen im Abschluß…

Obernbergtal mit Tribulaune

Auf der anderen Seite, am Talschluß von Vals begrüßt und der Olperer mit dem Fussstein unter schönem Föhnhimmel.

Olperer, Fussstein, Schrammacher und Sagwandspitze

Und auch der Brenner selber, hier im Hintergrund zu sehen, mit dem Wolfendorn und der Flatschspitze ist zu sehen.

Wolfendorn, Flatschspitze, im Tal der Brenner-Grenzübergang

Nun haben wir den Rücken erreicht, der Weg flacht ab, der Pfad schlängelt sich über schöne Wiesen hinauf zum Gipfel.

Das Ziel haben wir schon vor Augen, es kann nicht mehr weit sein. Ein Blick zurück zeigt uns nochmals den Weg. Im Hintergrund sieht man jetzt auch den Brennersee.

Brenner-Passübergang und Brennersee im Tal…

Und dann haben wir es geschafft, das Gipfelkreuz ist zum Greifen nahe.

Nur noch wenige Meter

Nun haben wir uns eine Brotzeit verdient, zum Glück haben wir heute vorgesorgt und Wurstsemmel für die Wanderschaft mitgenommen!

Rast am Geipfel, links hinter dem Kreuz das Wipptal

Es ist angenehm auf dem Gipfel, wir genießen den Rundblick, ich sehe so manches Ziel, das noch auf meiner „Liste“ steht.

Nochmals das Wipptal, im Hintergrund Nordkette und Patscherkofel

Da es langweilig ist, den gleichen Weg retour zu gehen, beschließen wir eine Überschreitung. Der Abstieg ist um einiges steiler als der Aufsteig, daher heißt es Konzentration…

Wieder erreichen wir nach der Waldgrenze einen urwüchsigen Wald, mit richtig alten Bäumen am Wegesrand.

Knorrige, alte Bäume

Viel rascher als der Aufstieg geht der Abstieg, bald schon erreichen wir wieder Padaun und den Gasthof Steckholzer. Leider ist dieser noch geschlossen, aber im Sommer kommen wir bestimmt noch einmal her.

Padaun, links im Vordergrund der Steckholzer

Ein letztes Hindernis muss vor dem Parkplatz bezwungen werden, ein kleiner Bach. Die Kinder probieren zuerst die „Alte-Leute-Methode“, da diese aber langweilig ist, wird anschließend noch gesprungen. Juhu!!!

Es ist vollbracht, auch den Padauner Kogel haben wir nun mal besucht. Viele Jahre wollen wir hier herkommen, nun haben wir es geschafft. Und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein.

Ein letzter Gruß vom Tagesziel

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,61 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 559 m

200521 Miederer Berg / Hocheben (1.413m)

Wir starten die Wanderung beim Touristeninfo-Parkplatz in Mieders. Zuerst geht es durch den netten Ortskern.

Dann zweigen wir ab, nun geht es ab ins Wassertal. Bald schon kommt der stattliche Zirkenhof in Sichtweite.

Es ist angenehm warm und wir genießen die wunderschöne Landschaft.

Immer wieder werden wir mit wunderschönen Ausblicken auf die Kalkkögel und auf König Serles belohnt.

Ob’s von Bauern ist oder vom Tourismusverband: Der Thron am Wegesrand ist ein Highlight.

Viel Forststrasse ist heute auf dem Programm, und das von der steilen Sorte.

Schöne Ausblicke Richtung Inntal hellen die Monotonie der Forststrasse auf.

Letu macht es trotzdem sichtlich Spaß…

Der Weg ist teilweise nicht mehr zu sehen, denn hier wurde massiv Holz geschlagen.

Am höchsten Punkt, bei Hocheben (1.413m) finden wir eine gemütliche Bank, wo wir jausnen.

Auf dem Abstieg treffen wir noch so manch Getier…

Kurz vor Mieders kommen wir nochmals an eine Stelle mit wunderschöner Aussicht.

Am Startpunkt angelangt sehen wir noch eine Kuriosität: Ein Doppelhaus, eine Seite alt, eine Seite frisch renoviert. Das schaut schräg aus… und eine Mühle finden wir auch noch…

Den Abschluss machen wir am Miederer Kalvarienberg. Hier genießen wir nochmals die Ruhe und rasten ein wenig auf einer Bank.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,29 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 671 m