250817 Kaunergratrunde – Verpeilhütte (2.025m)

Schon seit unserer letztjährigen Wanderung in den Tuxer Alpen, haben Biggi und ich weiter Höhenweg-Ambitionen gesponnen. Am Beginn des Jahres haben wir uns auf das Kaunergrat geeinigt. Ein Gebiet, das uns beiden nicht geläufig ist.
Nach einiger Planung, Buchung der Hütten und Packen der Rucksäcke geht es heute los! Ganz sportlich mit dem Fahrrad zum Bahnhof…

Von Innsbruck fahren wir erst nach Landeck, dort müssen wir dann weiter mit dem Bus.

Erst fahren wir von Landeck mit dem Bus bis Prutz, noch einmal Umsteigen und wir sitzen im dem Bus nach Feichten im Kaunertal

Nach einer längeren Anreise stehen wir endlich am Ausgangspunkt unserer mehrtägigen Wanderung. Die Vorfreude ist groß, der Steig gleich steil hoch!

Von Feichten müssen wir erst ein paar Höhenmeter aufsteigen, dann gelangen wir auf die Forststraße. Von hier zweigt bald wieder ein Steig ab…

Und schon nach ein paar Minuten sehen wir ins Kaunertal, der Himmel scheint noch gut mitzuspielen. Später sollen noch mehr Wolken kommen…

Wir zweigen auf den „Knappensteig“ ab, der durch die Bergbaugeschichte von Feichten führt. Die Temperaturen sind moderat, wir liegen aber schon auf über 1.200 m.

Am Steig sind ein paar Stationen zum Bergbau angelegt. Wirklich schön und speziell auch für Kinder empfehlenswert. Bei der Station „Mittlerer Tschinglstollen“ sind Helme und Taschenlampen vorhanden, damit kann man ein Stück in den Stollen einfahren.

Schrämmarbeiten finden wir keine, der Stollen scheint also noch nicht ganz so alt zu sein, aber absolut interessant. Und die Spur für den Hunt (Lore) ist noch original, fast 300 jahre alt!

Es ist dunkel im Stollen, trotz Taschenlampe. Erst beim ausfahren stelle ich fest, dass ich meine Sonnenbrille vergessen habe, abzunehmen.

Ein letzter Blick zurück zu dieser interessanten Station, dann wandern wir weiter am Knappensteig.

Einer der höchsten Punkte zeigt das Leben der Knappen, auch geologische Informationen sind hier auf Tafeln ausgestellt. Wir verweilen kurz, lesen die Informationen, und gehen dann weiter.

Wir folgen dem Steig, bis wir die Einzweigung auf die Forststrasse erreichen. Nun folgen wir Dieser, immer wieder müssen wir wegen Verkehr auf die Seite treten. Schließlich kommen wir an den großen Wanderparkplatz kurz unter der Verpeilalm (1.802m).

Knapp nach diesem Parkplatz sehen wir die Alpe und unseren weiteren Weg. Da wir noch viel Zeit haben, beschließen wir, am Bach eine Pause zu machen.

Der weitere Weg ist sehr angenehm zu gehen, fast flach verläuft der Pfad in den Talkessel hinein… bis wir schließlich an der AV-Hütte stehen.

Wir setzen und, trinken einen Kaffee, später ein Bier und genießen noch einen Kuchen. Auf Nachfrage durch Biggi erhalten wir ein 2-Bett-Zimmer, sehr gemütlich eingerichtet

Anschließend an unsere Pause und nachdem wir unser Zeug ins Zimmer gebracht haben, wollen wir noch eine Runde in den Kessel spazieren.

Wir wandern querfeldein ein wenig höher, dann über wilde Schotterreisen zurück in den Boden des Kessels. Hier setzen wir uns und schauen den übermütigen Haflinger-Pferden zu.

Überall ist viel Wasser, der kurze Regen vorher dürfte dazu wohl nichts beigetragen zu haben.

Wir setzen uns zu zwei jungen Männern, die eine ähnliche Route vorhaben. Und schon bald kommt das Essen, Suppe, Spaghetti Bolognese sin carne, Bananensplit.

Ein wenig spielen wir Karten, dann machen wir uns auf ins Bett. Morgen ist ein langer Tag, da wollen wir gut ausgeruht sein.

–> Tag 2 – Kaunergratrunde – Kaunergrathütte (2.817m)

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:33 h
Gesamtlänge: 7,40 km
Höhenmeter: ∆ 915 m / ∇ 178 m

250810 Seeberg- (2.085m), Seekarspitze (2.053m)

Mit Biggi habe ich schon öfter über die heute anstehende Bergtour gesprochen, die Überschreitung der zwei See-*-Spitzen am Achensee. Eine ausgewachsene Tour, aber bei idealem Wetter durchaus ein Erlebnis. Vor einigen Jahren hatte ich die Tour mit Alfons schon gemacht, nun soll eine Wiederholung her.
Wir starten in Pertisau, am Wanderparkplatz. Hier geht ein versteckter Steig direkt auf den Rücken der Seebergspitze.

Es ist schon sehr war, zum Glück ist es im Wald noch ein wenig kühler. Die Sonne knallt auch noch nicht vom Himmel, aber wie gesagt, es ist warm, fast schon ein wenig schwül.

Schon bald öffnet sich der Wald und wir haben einen tollen Ausblick in den Karwendel, heute allerdings eine ganz andere Perspektive als gestern, von der Nordkette.

Der Weg ist gut begehbar, kaum sind wir aus dem Wald heraus, kommen wir in den Genuss der starken Sonne, im Gegenzug dazu spüren wir einen leichten Wind auf der Haut.

Der wunderschöne Achensee liegt unter uns und glitzert in der Sonne.

Das Wetter ist zwar nicht mehr so wolkenlos wie gestern, aber dennoch wunderschön, ein paar Wolken, die sich vor die Sonne schieben, bilden einen natürlichen Schatten, der mehr als willkommen ist.

Die große Befürchtung, im Latschengürtel der Hitze schutzlos ausgeliefert zu sein, bewahrheitet sich Gott sei Dank nicht. Es ist aushaltbar…

Kurz vor der Seebergspitze machen wir noch eine kurze Pause, trinken einen Schluck und essen einen Müsliriegel.

Dann nehmen wir die letzten paar Meter zum Gipfel auf, nun haben wir schon über 1.100 Höhenmeter hinter uns gebracht. Schließlich erreichen wir die Seebergspitze (2.085m)

Der Weg über den Gipfelgrat ist schön zu gehen und die Aussicht auf das „Meer Tirols“ einmalig. Zur Linken liegt besagter Karwendel, Lamsenspitze, Bärenkopf und Feilkopf lachen zu uns rüber.

Vor uns liegt der weitere Weg zur Seekarspitze, fast immer am Grat entlang. Es ist noch eine ganz nette Distanz, die wir zurücklegen müssen. Da lassen wir uns die Brotzeit am Gipfel mal gut schmecken.

Der erste Teil des Weges für durch steile, aber gut begehbare Felsleisten. Der Fels ist Karwendeltypisch brüchig. Dennoch kommen wir rasch voran.

Ein paar ausgesetztere Stellen, die wohl das Prädikat „Schwindelfreiheit notwendig“ verursachen, meistern wir, dann kommt noch eine längere Felsrippe, die wir hinuntersteigen.

Nun sind wir im Joch und der Weg geht wieder hinauf, der Weg auf die Seekarspitze schaut aber weiter aus als er ist.

Höher und höher steigen wir den Berg empor, unter uns der wunderschöne Achensee. Während wir auch hier in luftiger Höhe schwitzen, verspricht der See später noch eine herbeigesehnte Abkühlung.

Auf der Seekarspitze (2.053m) machen wir nun nochmals eine ausgedehnte Pause. Biggi hat einen guten Linsensalat hochgeschleppt, der wird nun genussvoll verspeist.

Wir genießen den wunderschönen Rundumblick, ins Rofan, ins bayrische Vorland, in den Karwendel und auch zurück ins Inntal…

Hier oben geht ein feines Lüftchen, so kann man es schon aushalten.

Die Zeit vergeht und wir haben noch ein gutes Stück weg vor uns. Daher packen wir wieder unsere sieben Sachen und machen uns an den Abstieg.

Es ist heiß, die Sonne strahlt vom Firmament, nur wenige Wolken schieben sich ab- und an vor die Sonne… dennoch kommen immer noch einige Leute den steilen Nordhang herauf…

Der erste Teil ist noch nicht ganz so steil, dann kommen wir zur Kante, hier bricht der Hang steiler ab. Der Weg ist aber gut angelegt, und so kommen wir rasch voran.

Im Rückblick sieht man den ganzen Schotterhaufen, den der Berg von dieser Seite aus in meinen Augen recht unattraktiv macht. Hier möchte ich nicht rauf laufen müssen.

Nach dem ganzen Schotter erreichen wir bei der Seekaralm (1.500m) wieder liebliches Almengelände und lichten Wald.

Hier zweigt der Weg direkt an der Alm in Richtung Osten und zur Koglalm (1.286m).

Teilweise über Steige, teils über Forststraßen bewegen wir uns nun rasch in Richtung Achensee.

Direkt am See erreichen wir den großen, aber ehrlich gesagt nicht besonders einladenden Campingplatz in Achensee. Wir durchqueren einen großen Kinderspielplatz und erreichen schließlich den See.

Rasch ist das Badezeug angezogen und wir springen „fast“ ins kalte Wasser. Ich schwimme ein paar Züge, aber das Wasser ist hier unglaublich kalt. Da sind sogar die kalten Ausserferner Seen wahre Thermen. Aber erfrischend ist das Wasser allemal und so ist für Erfrischung gesorgt. Biggi hat einen leichten Hitzestich und lässt es nun lieber ruhig angehen.

Mit dem Bus fahren wir bis Pertisau und während Biggi im Schatten kurz rastet, wandere ich noch die letzten Meter zum Auto, um dieses wieder auszulösen.

Das war eine lange, aber tolle Tour heute. Die Hitze war schon grenzwertig, wir haben aber genügend Flüssigkeit mitgenommen und auch gebraucht… eine tolle Vorbereitungstour für unsere längere Tour nächste Woche… doch das ist eine andere Geschichte und wird ein andermal erzählt…

Tourendaten
Gesamtdauer: 7.09 h
Gesamtlänge: 13,50 km
Höhenmeter: △ 1.366 m / ▽ 1.341 m

250809 Innsbrucker Klettersteig (2.480m)

Mein letzter Klettersteig ist schon eine Weile her, heute beschließen Letu und ich, den Nordketten-Klettersteig (Innsbrucker Klettersteig) auszuprobieren. Letu ist voll motiviert, leider aber noch ein klein wenig angeschlagen (Husten)…

Wir fahren mit dem Bus nach Innsbruck, steigen auf die Hungerburgbahn um, die auch in der Früh schon gut besucht ist, und dann weiter über die Seegrube zum Hafelekar. Es ist faszinierend, wie schnell man mit Öffis von zu Hause ins Hochgebirge kommen kann.

Das haben sich heute wohl mehr Leute gedacht, als wir an den Einstieg zum Klettersteig kommen, sehen wir schon Massen an Leuten anstehen. Ein kurzer Schreckmoment, durch den wir uns aber nicht irritieren lassen (zum Glück).

Letu meint nur, es schaut fast aus wie auf den Bildern zum Everest… dem kann ich nur zustimmen. Irgendwann sind wir an der Reihe, die erste Wand stellt auch gleich die Schlüsselstelle des Klettersteiges dar.

Rückblickend sehen wir, dass wir sogar noch Glück hatten, denn die Schlange ist nun bedeutend länger geworden, das schöne Wetter wollen halt Viele nutzen.

Die Via Ferrata zieht meist unschwierig am Grat entlang, ein paar Mal sind kniffligere Stellen eingebaut. Der Stau am Anfang hat sich aufgelöst, nun sind wir die meiste Zeit ohne Stockungen am Weg.

Die Aussicht ins Herz des Karwendels ist wunderbar. Wir sehen direkt auf die Gleirsch-Halltalkette, die nördlich an die Nordkette anschließt.

Ein immerwährendes Auf- und Ab zeichnet den Innsbrucker Klettersteig aus. Dieser Steig wurde schon 1986, vor dem großen Boom der Klettersteige eröffnet und erschließt einem größeren Publikum diese hochalpine Region.

Bei der letzten Begehung hatte ich noch Steinböcke gesehen, dieses Mal müssen wir mit den unglaublich geländegängigen Bergschafen vorlieb nehmen. Manchmal stehen diese allerdings schon im Weg, da ist an ein stressfreies Vorbeigehen nicht zu denken.

Gehstrecken wechseln sich mit Ferrataeinlagen ab, im Rückblick sieht man Menschen auf allen Zacken und überall am Weg stehen und gehen. Dennoch ist die Begehung recht entspannt, kein Gedränge spürbar.

Wir erreichen die Östliche Kaminspitze (2.435m), dort sitzen schon einige Bergsteiger, daher machen wir nur eine kurze Trinkpause und steigen weiter.

Kurz nach diesem Gipfel müssen wir eine Scharte ab- und wieder aufsteigen, dann wandern wir wieder am Grat entlang.

Die Steiganlage ist von der Spur her gut gewählt, man kommt ohne Probleme über Stellen, die ich mir ohne Seil nicht gerne antun wollen würde.

Und immer wieder sehen wir abwechselnd in das verbaute, hochzivilisierte Inntal, dann wieder ins wilde Karwendel, mit seinen ruhigen schönen Tälern.

Im Blick zurück sieht man die kühne Spitze der Kaminspitze.

Eine Stelle des Klettersteigs wurde wohl später mit einer kleinen Brücke entschärft, mir kommt vor, dass diese Brücke nicht von Anfang an Bestand. Alte Hacken lassen etwas anderes vermuten.

Noch ein paar Meter müssen wir über Köpfen und Grate klettern…

… dann erreichen wir mit dem Kemacher (2.480m), den höchsten Punkt der Tour.

Hier trinken wir nochmals einen Schluck, dann wandern wir das letzte Grat hinab, das durch das Stahlseil eher mühsam zu begehen ist.

Schlussendlich erreichen wir den langen Sattel, hier können wir nun Gurt und Klettersteigset einpacken, die Kletterpassagen sind hinter uns.

Vom langen Sattel steigen wir ab zum Brauneggsteig und über diesen zurück zur Seegrube.

Dort beschließen wir, etwas zu essen. Wir sind beide hungrig und durstig, und das Essen auf der „Grube“ ist recht gut.

Während Letu sich ein Schnitzel mit Kartoffelsalat gönnt, nehme ich ein Wildschweinragout mit Serviettenknödel. Das Essen ist richtig gut, und wir lassen es und schmecken.

Nachdem wir eine Weile in der Sonne genießen und unsere Beine rasten lassen, nehmen wir die Bahn ins Tal, es ist auch hier wieder viel los.

Eine tolle Tour mit super Begleitung, ich hoffe, wir können das bald wiederholen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:31 h
Gesamtlänge: 5,24 km
Höhenmeter: △ 372 m / ▽ 734 m

250808 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter hat sich über die Woche drastisch verbessert, hatte ich am Montag noch richtig gefroren, sind die Temperaturen heute schon wieder im anderen Extrem. Ich habe noch den Hoody von der Aldranser Alm, den will ich heute retournieren.

Die Auffahrt gestaltet sich gleich wie das letzte Mal, ich fahre von der Arbeit los, kehre zu Hause kurz ein, tausche Rucksack gegen Hüfttasche und fahre weiter.

Heute ist es richtig warm, aber die Auffahrt durch den Wald ist angenehm. Viele Leute sind trotz des guten Wetters nicht am Weg, aber das Wochenende wird sich wieder „busy“ werden.

Auf der Alm gönne ich mir mein obligatorisches Bier, doch heute will ich ein wenig mehr, eine Kleinigkeit essen wäre super.

Ich bestelle mir eine Saure Wurst, schon lange habe ich keine so Gute gegessen! Dass die Köchin eine gebürtige Ausserfernerin ist, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu tun. Einfach köstlich, das werde ich von nun an öfter genießen.

Heute sind doch ein paar Leute auf der Alm, aber es ist „freitagtypisch“ ruhig. Ich freu mich schon auf den nächsten Besuch, lehne mich zurück und genieße sowohl die Sonne als auch den Ausblick…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:51 h
Gesamtlänge: 22,92 km
Höhenmeter: △ 977 m / ▽ 836 m

250804 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Es ist Montag, das Wetter ist besser als erwartet und ich beschließe, direkt nach der Arbeit noch auf die Aldranser Alm zu radeln. Von der Arbeit geht es erst nach Hause, dort ziehe ich mir was anderes an und nehme die leichte Tasche und was zu trinken mit, dann fahre ich weiter.

Von zu Hause erst über die Hauptstraße, dann durch den Wald zum Gewerbepark, weiter am ehemaligen Gasthaus Hubertus vorbei erreiche ich den Almweg. Dieser ist am Anfang noch asphaltiert.

Das Wolkenspiel heute ist interessant, Hauptsache es bleibt trocken. Die Natur ist nach den letzten Niederschlägen aufgeblüht und saftig grün. Der Regen hat also richtig gut getan.

Meter um Meter spule ich über die Forststraße ab, der Weg ist in bestem Zustand, die Aussicht auf das Inntal sorgt für Abwechslung.

Ich nehme heute den „rechten“ Weg, der weniger steil, dafür aber ein wenig länger ist. So erreiche ich die Alm auf 1.511 Meter.

Ich bin, abgesehen von der Hauskatze heute der einzige Kunde, zumindest der Letzte. Das Wetter der letzten Zeit war für den Almbetrieb eher kontraproduktiv, aber in den nächsten Tagen ist Wetterbesserung angesagt und dann sollten auch wieder vermehrt (E-)Biker hier hochkommen.

Ich genieße ein Bier, unterhalte mich mit der Hüttenwirtin, und genieße das Schauspiel am Himmel. Durch die Wolken ist heute eine besonders tolle Stimmung, die mit der untergehenden Sonne immer noch besser wird.

Ein Feuerwerk, als ob der Himmel brennen würde, breitet sich vor uns aus. Es ist wunderschön anzuschauen und leider fotografisch schwer festhaltbar. Für solche Augenblicke, denke ich mir im Stillen, gehe ich gerne auf die Berge!

Über die tolle Aussicht übersehe ich fast die Zeit, bald ist es dunkel und kalt. Johanna leiht mir einen Hoody, zusätzlich bekomme ich zwei Kabelbinder, um die Taschenlampe auf meinen Helm zu fixieren. So gerüstet, fahre ich wieder ins Tal. Es ist eine bitterkalte Abfahrt, aber ich komme wohlbehalten in Aldrans an!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:03 h
Gesamtlänge: 23,11 km
Höhenmeter: △1004 m / ▽ 809 m

250727 Canyoning Pfrillenwasser

Gleich im Anschluss an die Funtour habe ich noch eine Familientour mit 4 Kindern und 3 Erwachsenen. Die Wasserstände sind dieser Tage hoch, wie ich schon im Wiesbachl gesehen habe, aber wir wollen es doch wagen.
Vor der Tour gibt es eine Trockenabseilübung bei der Bootshütte. Dann starten wir ins sogenannte Pfrillenwasser

Der Aufstieg durch den Wald ist immer ein wenig Sucherei, aber kommen nur ein paar Meter über dem Einstieg zum Bach.

Rasch ist jeder Überprüft, wir machen das Sicherheitsgespräch, dann starten wir mit einer Gehpassage los.

Kleine Bolder werden abgeklettert, Miniwasserfälle rutschen wir runter. Bald erreichen wir die Schlüsselstelle.

Ich habe ein Extraseil mitgebracht um ein Seilgeländer einzurichten, ein Blick in den weiteren Wegverlauf verheißt nichts Gutes. Es ist sehr rutschig, viel Wasser und im Wasserfall steckt eine kleine Fichte von der Seite…

… mit den größeren Kindern würde ich mich diese Seilfahrt schon trauen, aber für die zwei Kleinsten wäre das eine Zumutung. Ich überlege kurz, dann beschließe ich, die Tour abzubrechen.
Ich erkläre den Gästen, was meine Überlegungen hierzu sind, und sie sind zwar teilweise enttäuscht, aber sie verstehen die Vorgehensweise.

Damit endet die Tour, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Ich sehe allerdings zu meiner Entscheidung, das war das einzig richtige, das ich machen konnte.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 2,65 km
Höhenmeter: △▽ 150 m

250727 Canyoning Wiesbachl

Wieder steht eine Canyoningtour für mich an, das Wetter ist dieser Tage regnerisch, aber nicht so kühl. Dementsprechend viel Wasser ist in den Schluchten. Aber einer Begehung des Wiesbachl´s steht nichts im Wege.

Die Truppe ist fit, wir gehen zügig zum Einstieg, dort werden noch die Gurte kontrolliert und ein Sicherheitsgespräch rundet den „Theorieteil“ ab. Dann marschieren wir los…

Der Bach hat heute einen tollen Wasserstand, gerade richtig in meinen Augen. Mir macht es Spaß, den Gästen sichtlich auch, was will man mehr. Bei der ersten Abseilstelle kommt der erste richtige Wasserkontakt, dann sind mal alle abgekühlt.

Am ersten Wasserfall kann jeder gleich die richtige Körperhaltung üben, dann kommen gleich im Anschluss kleine, aber feine Rutschen.

Besonders die dritte Rutsche endet im tiefen Wasser, das Becken ist wohl durch die letzten Regengüsse gut ausgeräumt worden.

Dann kommt eine kleine Stufe ins sogenannte „Loch“, bevor der große Wasserfall gemeistert werden will.

Dies ist einer der schönesten Abschnitte der Tour und immer wieder ein Highlight, besonders für jemanden, der das noch nicht gesehen hat.

Nach dem großen Wasserfall erreichen wir Fächer, Waschmaschine und „Letzte Rutsche“, wegen dem Wasserstand muss ich heute ein wenig kreativ werden.

Schließlich erreichen wir mit der „Letzten Rutsche“ auch den Abschluss unserer Tour.

Hier stellen sich alle nochmals auf, dem einen oder anderen Teilnehmer kann man im Gesicht ablesen, dass es nun genug ist mit dem eiskalten Wasser und dem dauernden Tosen der Wasserfälle!

Es war eine tolle Tour mit feinen Leuten, so macht Canyoning Spaß!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 3,42 km
Höhenmeter: △▽ 125 m

250720 Gipfelmesse Viggarspitze (2.306m)

Einmal im Jahr feiern die Aldranser auf der Viggarspitze „Gipfelmesse“. Ich bin heuer als Mesner dabei, und der Pfarrer vom neuen Seelsorgeraum „Glungezer“, Pfarrer Augustinus ist unser Zelebrant.

Wir treffen uns um 9:00 Uhr bei der Patscherkofelbahn, mit der Gondel schaffen wir die ersten paar Höhenmeter mühelos. Wir folgen erst dem Zirbenweg, vorbei am „berühmten“ Baum.

Schon bald sehen wir die Viggarspitze, unserem Tagesziel.

In einem kleinen Tal zweigen wir vom Zirbenweg ab, und folgen nun dem Steig hinauf zur Viggarspitze.

Im Rückblick sehen wir den Patscherkofel, die Natur ist saftig grün und wunderschön. Der Regen der letzten Zeit hat der Natur sehr gut getan.

Am Gipfel der Viggarspitze (2.306m) geht der Wind, zu stark um hier zu zelebrieren. Wir finden allerdings ein paar Meter unterhalb des Gipfels eine schöne Stelle. Sogar einen Naturaltar finden wir hier vor…

Eine Messe in dieser Höhe ist schon was besonderes, die Aussicht auf das Inntal, der weite Himmel über dem Kopf. Uns alles gefällt es sehr gut und es ist sehr andächtig!

Im Anschluss an die schöne Messe teilen wir uns auf, der Pfarrer geht mit manchen Teilnehmern wieder zurück zur Patscherkofelbahn, Biggi und ich gehen weiter, über den Ostgrat der Viggarspitze zum Fuße der Neunerspitze…

… dann geht es weiter in Richtung Neunerspitze. Diese lassen wir heute aus, wir wollen weiter zur Tulfeinalm

Im Rückblick sehen wir nochmals die Viggarspitze mit dem kurzen Ostgrat, im Vordergrund sieht man den weiteren Pfad.

Unterhalb der Neunerspitze erreichen wir den untersten Ausläufer des Frauentals, im Winter wäre der obere Teil mal interessant zum abfahren.

Wir wechseln nun auf die Nordseite, bald werden wir den Zirbenweg wieder erreichen. Zuerst müssen wir aber durch das weite Latschenfeld, das am Fusse dieser Berge liegt.

Das Wetter hat heute wunderbar gehalten, bis auf den Wind war es sehr angenehm.

Auf der Tulfeinalm ist natürlich die Hölle los, aber wir finden doch noch einen Platz. Zuerst in der Sonne, da ist es relativ heiß, wechseln wir später unter einen Sonnenschrim… hier ist es fast zu kühl.

Wir gönnen uns einen guten Kuchen, dann fahren wir mit der Bahn erst nach Tulfes ab, und in weiterer Folge mit dem Postbus wieder zurück zur Patscherkofel-Talstation.

Das war heute ein toller Tag, das Wetter war fein, die Messe sehr ergreifend und die Gesellschaft perfekt!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:42 h
Gesamtlänge: 9,23 km
Höhenmeter: △ 709 m / △ 637 m

250719 Italien 2025

Es ist wieder Zeit für den obligatorischen (und schon herbeigesehnten) Entspannungsurlaub in Lignano. Es ist im Vorfeld ein wenig drunter und drüber gegangen, Mamas Auto brauchte eine größere Reparatur, die zeitlich nicht unterbringbar war. Daher sind wir mit dem Auto von Biggi gefahren, hier nochmals danke dafür!
Die Tage vergehen entspannt, daher brauche ich nicht jeden Tag beschreiben. Viel Lesen, schwimmen im Meer und am Pool, entspannen und Gespräche mit der Verwandtschaft stehen am Programm. Es ist richtig fein!

Am Abend ist immer Programm für die Kinder, Kinderdisco, Kabarett, Talenteshow und vieles mehr… wieder für jeden was dabei!

Am Nachmittag entspannen wir beim Haus, heuer ist es aber nicht ganz so heiß wie die letzten Jahre…

Der Strand macht jedem Spaß, das Wasser ist für die Adria ganz in Ordnung und auch, wie schon die Lufttemperatur, nicht ganz so warm. Daher ist ein Sprung ins Nass dann doch recht erfrischend!

In der Früh ist die Stimmung am Strand eigen, die Schirme sind noch geschlossen, der Trubel des Tages hat noch nicht angefangen… eine schöne Zeit am Meer.

Einen Ausflug nach Lignano Sabbiadoro lassen wir uns auch nicht entgehen, ein wenig shoppen für die Kinder, einen Aperol für die Großen, im Anschluss noch ein gutes Abendessen in unserem „Stammlokal“…

Rundherum geglückt ist dieser Aufenthalt in Lignano, wir haben eine tolle gemeinsame Zeit verbraucht. Neben dem Entspannen am Meer und Pool war auch toll, dass wir uns alle wieder mal gesehen haben!

Ein toller, feiner Urlaub, bestimmt machen wir sowas nächstes Jahr wieder!

250711 Aldranser Alm (1.511m)

Es ist wieder mal Freitag, nach der Arbeit. Die Wohnung erstrahlt gerade in neuem Glanz, das Wetter ist perfekt. Daher schwinge ich mich in den Sattel und nutze die Gunst der Stunde… rauf auf die Aldranser Alm.

Ich mag diese Tour wirklich sehr. Ich kann direkt von der Haustür aus starten und bin auch gleich mal oben. Selbst bei Hitze ist es ein angenehmes Fahren durch den Wald. Was will ich mehr!

Am Wegrand fällt mir überall Knabenkraut auf, büschelweise wächst es hier auf dem Weg. Die schönen Blüten fallen mir heute besonders auf…

Am Himmel ziehen immer mehr Wolken auf, aber noch hält das Wetter. Bald erreiche ich die Alm.

Ich liebe den Freitag hier oben, denn da ist auch nichts los. Da hat man seine Ruhe. Ich setze mich an einen Tisch, bestelle mir ein Bier und lasse die Seele baumeln. Neben mit sitzt ein „Tiwagler“, mit dem ich ein interessantes Gespräch über die Energieversorgung beginne!

Am Himmel spielt sich immer wieder das gleiche Spiel ab, Wolken ziehen auf, dann reißt es wieder auf und wird warm. Daher bleibe ich noch ein wenig sitzen und genieße die Sonne!

Irgendwann ist genug, ich werde im Tal wieder gebraucht. Ich nehme den Weg in Richtung Westen, kurz muss ich hochradeln, bevor die tolle Abfahrt beginnt. Und schon wieder überall Knabenkraut! Unglaublich…

Schlußendlich gewinnen die Wolken das Wetterspiel gegeben die Sonne und es beginnt zu regnen. Nun heißt es, sich zu sputen, damit ich noch halbwegs gut nach Hause komme. Rasant fahre ich ins Tal, das Gewitter im Rücken. So schaffe ich es fast trocken nach Hause, aber nur fast!

Ein toller Start ins Wochenende, ich hatte mal wieder viel Freude mit der Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:21 h
Gesamtlänge: 15,47 km
Höhenmeter: ∆ 786 m / ∇ 780 m