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230422 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Der bis jetzt wärmste Tag des Jahres lockt mich natürlich in die Natur. Wegen einem engen Zeitfenster muss ich auf Altbewährtes setzen! Die kleine Almenrunde ist heute gerade perfekt…

Der Schnee hat sich schon in höhere Gefilde zurückgezogen, der Weg ist trocken und der warmen Temperaturen Wegen habe ich schon das kurze Beinkleid ausgepackt.

Kurz nach dem Spielplatz liegt, wohl auf Wind zurückzuführen, zwei Drittel des ehemals schönsten Baumes auf dem Wege hernieder gestreckt.

Am Steilstück hat sich auch eine Kleinigkeit geändert, hier liegen viele Äste und kleine Bäume von den letzten Forstarbeiten, aufgeräumt wird hier wohl später!

Ansonsten ist am Weg nichts auszusetzen. Rasch erreiche ich höhere Gefilde, bis zur Alm ist es nicht mehr weit. Kurz vor Erreichen der Rinner Alm bleibe ich beim wunderschönen Ausblick stehen und genieße die Sicht!

An der Alm wird schon fleißig gearbeitet, die neue Saison startet schon am nächsten Wochenende.

Ich beschließe, ohne Pause weiter zur Aldranser Alm zu schauen. Wenn dann kann ich dort noch rasten…

Ein paar Bäume haben den eigentlich milden Winter doch nicht überstanden. Ich sehe einen umgefallenen Baum, bei näherer Betrachtung fällt mir aber eine weit größere Kuriosität auf… Ein wohl mal umgefallener Baum, der wieder der Sonne entgegen gewachsen ist… und damit eine wunderliche Kurvenform angenommen hat.

Nun habe ich mein zweites Ziel fast erreicht, die letzten Meter muss ich auf der Top hergerichteten, aber dennoch langweiligen Forststraße zurücklegen.

Ein Mitarbeiter der Alm ist fast bis oben gekommen, musste aber wahrscheinlich vor der letzten Schneestelle passen…

Schließlich habe ich es geschafft… auch hier sind schon die fleißigen Leute am werkeln, auch ein Bier bekomme ich. Die Pause in der Sonne ist absolut gemütlich und lässt mich freudig auf die Bergsaison blicken!

Auf der Alm sind seit heuer neue Pächter… ich bin schon mal gespannt, wie sie es machen werden… viel Glück wünsche ich ihnen auf jeden Fall!

Den Rückweg bestreite ich direkt… zuerst über den Steig von der Aldranser Alm, dann auf einer Kombination aus alten Forstwegen und Steigen.

Am Wegesrand blüht der Huflattich… und das in wirklich großen Mengen. Nicht nur einmal bin ich versucht, ein paar der Blüten für einen Tee mitzunehmen.

Am Wasserbassin ist dann Schluss mit dem Almenweg… zumindest bei mir! Ab jetzt laufe ich hauptsächlich auf Asphalt. Nichts desto trotz ist die restliche Wanderung nach Aldrans sehr schön.

Zufrieden blicke auf die Wanderung zurück, fein war es mal wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:11 h
Gesamtlänge: 9,68 km
Höhenmeter: ∆ 593 m / ∇ 760 m

230404 Patscherkofel Mittelstation (1.719m)

Die Skitourensaison geht nach einem nicht so fulminanten Start in eine kurze Verlängerung. Es hat diese Woche in höheren Lagen geschneit.
Der heutige Dienstag zeigt sich von seiner besten Seite, die Sonne lacht uns entgegen, allerdings ist es noch relativ kalt.

Am Patscherkofel ist der Schnee ausgeblieben, daher schaut zumindest der Start der Pistentour recht mau aus…

Auch der weitere Weg lässt immer wieder Erinnerungen an die „Piefkesage Teil IV“ aufkommen. Ein Bild, das immer gewöhnlicher wird, damit werden wir uns wohl anfreunden müssen.

Der Hang der Olympiaabfahrt ist dank der kühlen Temperaturen recht hart und unfein zu gehen. Dank der Erfahrungen am Anfang der Saison ziehe ich vorsorglich die Harscheisen an und fühle mich gleich wohler…

Teils vorhandene Pisten sind schon komplett ausgeapert, die Arbeit der Präparierung wird wohl gebündelt

Auch auf der hergerichteten Piste schauen die ersten brauen Flecken hervor, ein Indikator dass das Ski- und damit wohl auch das Tourenvergnügen hier bald ein Ende hat.

Wenn der aktuelle Kälteeinbruch nicht wäre, dann würde die innere Uhr wohl auch mehr in Richtung Sommer zeigen.

Ein Blick ins Tal offenbart die Schneefreiheit ebenjenes….

Die Schneekonsistenz ist durchwachsen, teils greift das Fell, teils nicht. Ich habe meine Harscheisen montiert gelassen, sie stören mich nicht und an ein paar Stellen finde ich sie geradezu hilfreich (mein Ausrutscher vom Saisonstart steckt mir immer noch ein wenig in den Knochen).

Kurz vor der Mittelstation ein begegnen wir Florian, einem Arbeitskollegen. Er nutzt das schöne Wetter auch aus und will noch schnell auf den Gipfel.

Leider ist bei der Mittelstation dann auch schon fertig. Die Präparierung der oberen Piste ist im vollen Gange. Wir wollen da keine Spielverderber sein, daher lassen wir es hier gut sein.
Manch unbelehrbarer Skitourist ist dennoch am Weg, zwei Aufsteigende gehen mitten auf der wunderschön präparieren Piste gen Bergstation. Ein Ordnungsruf von Wolfi bringt die Beiden zur Vernunft, nun steigen auch sie am Pistenrand auf!

Die Abfahrt ist durchwachsen. Von weichem bis pickelhartem Untergrund haben wir alle Varianten. Dennoch macht es Spaß.
Im „Das Hausberg“ machen wir einen Stopp, obwohl der Betrieb schon eingestellt ist, bekommen wir dankenswerterweise noch ein Bier kredenzt! In der Abendsonne lassen wir die kurze, feine Tour und den schönen Tag ausklingen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 5,64 km
Höhenmeter: 701 m
Lawinenwarnstufe: 1

230318 Patscherkofel (2.246m)

Der Frühling ist eine der schönen Zeit für eine Skitour, finde ich! Das Wetter wird warm, dennoch liegt im Regelfall noch Schnee für die eine oder andere Tour… da aber auch immer die Zeit ein wenig mitspielt, die bei mir aktuell etwas rar ist, wird es heute eine kurze Tour werden…

Wolfi holt mich zu Hause ab, wir beschließen, von der Mittelstation auf den Kofel zu gehen. Das ist kurz und gemütlich und wir haben jede Menge Sonne! Das klingt ja bestens…

Da wir erst zu Mittag starten, ist der Schnee schon ein wenig batzig, aber gut zu gehen… und die Jacke kann gleich im Rucksack verschwinden.
Wir machen die ersten paar Schritte, da bleibt Wolfi stehen… sein Skistecken hat sich in die Einzelteile zerlegt… Gott sei Dank habe ich ein wenig Tape dabei, so wird der Schaden notdürftig behoben. Nun können wir los starten.

Von der Mittelstation aus gehen wir über die Piste, am kleinen Schlepplift vorbei, hinauf zur Bergstation.

Hier wechseln wir auf den Forstweg hinauf zum Gipfel. Da wir es heute gemütlich haben wollen, passt diese Route perfekt. Viele Skifahrer und Fußgänger sind am Weg…

Es ist einfach herrlich heute!

Die Aussicht ins Stubaital ist genial, vorne König Serles, gefolgt vom Hoger (Habicht), im Hintergrund sind die Eisriesen des Stubai zu sehen.

Auch ins Wipptal hinauf zum Brenner ist die Sicht wunderschön. Der Schnee hat sich schon sichtbar in die höheren Regionen zurückgezogen, im Tal scheint das Frühjahr unaufhaltsam angekommen zu sein.

Trotz vielem Sonnenschein in den letzten Tag ist die Schneedecke noch überraschend gut. Bis zum Gipfel haben wir eine geschlossene Schneedecke.

Kurz vor dem Gipfel haben wir einen schönen Blick ins Oberland mit der markanten Martinswand und der Hohen Munde.

Der Gipfel mit der Sendeanlage ist nun zum Greifen nahe. Wir peilen das vor der großen Antenne unscheinbar wirkende Gipfelkreuz an. Wir sehen auch das Radar von der Flugraumüberwachung

Hier am Gipfel liegt noch ganz nett Schnee… wie man auch ganz gut an der Hütte vor dem höchsten Punkt sehen kann.

Am Kreuz ist was los, das ist bei diesem Wetter kein Wunder. Wir bleiben nur kurz stehen, wie üblich weht hier ein unfeiner Wind.

Bei der ehemaligen Bergstation des 1er-Sesselliftes, heute befindet sich hier die Gipfelstube, ziehen wir uns um. Das Gasthäuschen ist heute leider geschlossen, daher fahren wir über den Ziehweg hinunter ins Skigebiet.

Die Abfahrt über die sanften Hänge ist super angefahren, der Schnee schon recht weich…

Den Gipfelhang trauen wir uns dann doch nicht ganz abzufahren, nicht wegen einer Gefährdung, sondern weil einfach im unteren Bereich der Schnee fehlt…

Am Forstweg geht es flott dahin, im Wald ist es dann ein wenig „ungemütlicher“, denn hier wechseln sich nasse mit eisigen Passagen ab, das heißt einmal schnell, dann wieder langsam!

Zu guter Letzt erreichen wir das Skigebiet und kehren im „Das Kofel“ ein. Eine Suppe rundet die gemütliche Tour ab…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamtlänge: 10,35 km
Höhenmeter: ∆ 550 m / ∇ 1.244 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2.200m)

230312 Skifahren Patscherkofel

Wäre das Wetter besser gewesen, wir hätten wohl wieder ins Kühtai oder vielleicht mal in die Lizum geschaut. Leider offenbarte der Blick aus dem Fenster einen eher trüben Tag. Daher wurde kurz debattiert und wir beschließen, zum Kofel zu fahren.

Schon bei der Auffahrt stellen wir fest, das Wetter ist gar nicht so übel wie gemeint. Zwar weit weg von „Schön“ wie letztes Wochenende im Kühtai, ist es doch passabel. Es hat geschneit, nicht viel, aber es wertet die Landschaft schon auf…

Wir geben Gas, haben wir Spaß auf der Piste… da ist nur Zeit für das eine oder andere Foto in der Gondel.
Kurz vor Mittag treffen wir noch zwei Bekannte, mit denen wir ein paar Bögen ziehen… eine kurze Einkehr im „Das Kofel“ rundet den Skitag ab…

Glücklich und müde warten wir schlussendlich nur kurz auf den Bus an der Talstation, eine richtige Punktlandung.

Ein toller Skitag mit dem Sohnemann… hoffentlich folgen noch viele Weitere!

230309 Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Was für ein Winter… der weiße Niederschlag ist genauso rar wie der Flüssige, dennoch ist es immer wieder überraschend, wie gut die Skigebiete präpariert sind. Denn, so stelle ich immer wieder fest, Skifahren lässt sich zumindest auf den Pisten sehr passabel.

Spontan haben Wolfi und ich beschlossen, nach der Arbeit dem Patscherkofel zumindest auf die Schulter zu steigen, wir haben uns dazu auch extra gutes Wetter bestellt.

Obwohl es ab Beginn kühl und teilweise windig ist, alsbald wir die sonnigen Abschnitte erreichen, ist meine Jacke auch schon im Rucksack verschwunden. Wunderbar, denke ich mir… Skitouren im T-Shirt sind einfach unschlagbar!

Auch wenn die Pisten wunderbar präpariert sind, teilweise auch schon ein wenig aufgeweicht; die Gesamtoptik ist dann doch ein wenig armselig. Grüne, bzw. braune Wiesen schließen direkt an die Schneebänder an, der Wald hat auch schon länger keinen Tropfen abbekommen…

Die Aussicht ist wunderbar, die Sonne lacht vom Himmel… ich freu mich schon wieder auf Frühjahr und Sommer, auch wenn ich den Schnee mindestens genau so sehr liebe!

Am Pistenrand, an die uns unsere Aufstiegsspur immer wieder bei den steilen Stücken führt, ist der Übergang von Winter zu Sommer besonders gut sichtbar… wie lange diese Spur wohl noch begehbar ist?

Ab der Mittelstation, es liegt jetzt auch ein wenig mehr Schnee, steigen wir über die Olympiaroute mit immer wieder sehr steilen Abschnitten hinauf zum Schutzhaus.

Die Bergstation kommt in Sicht, wir nehmen allerdings die Verlängerung nach Osten, die uns erst nach einer Schleife zum Schutzhaus befördert, ein wenig länger, aber dafür nicht so steil…

Im Hintergrund sieht man gut den Sendemast am Kofelgipfel…

Es ist die Zeit des Sonnenuntergangs, wunderschöne Farbspiele zeichnen sich am Himmel ab, und der Schnee bekommt eine warm-orange Tönung verpasst…

In angenehmer Stimmung erreichen wir das Schutzhaus, heute kehren wir wieder mal ein…

Die Stube ist fast leer, wir suchen uns einen gemütlichen Platz, bestellen was zu trinken und eine feine Suppe.

Beim letzten Licht richten wir uns für die Abfahrt, man kann die Piste gerade noch erkennen. Dennoch setze ich mir die Stirnlampe auf, sicher ist sicher…

Die Abendstimmung ist wieder einmal phantastisch… Über die Familienabfahrt erreichen wir nach kurzer, feiner Abfahrt wieder den Parkplatz.

Eine feine Tour mit toller Begleitung! Danke an Wolfi…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 8,07 km
Höhenmeter: △ 934 m / ▽ 934 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2.200m)

230228 Glungezer-Bergstation (2.054m)

Nach einer bewegten, strengen Zeit ohne großartiger sportlicher Betätigung mache ich mich nach Dienstschluss auf, noch den Schartenkogel zu besteigen.
Das Wetter ist wunderbar, ich fahre mit dem Postbus zur Talstation und im Nuh erreiche ich die Mittelstation.

Über die „alte Schlepplifttrasse“ schreite ich abwechseln steil und weniger steil den Berg hinauf. Schon zu Hause ist mir am rechten Fuß eine bis jetzt unentdeckte Schwellung aufgefallen, die sich nun bei jedem Schritt mehr und mehr bemerkbar macht.

Bei der Bergstation auf 2.054m ist Schluss, es macht keinen Sinn mehr weiterzugehen. Der Fuß meldet sich nun zu Wort und will sich nicht mehr beruhigen.
Eine kurze Pause mit wunderschönem Ausblick bringt nur kurze Erleichterung…

Kurz überlege ich, mit der Gondel ins Tal zu fahren, aber was soll ich sagen… bis jetzt bin ich auch immer abgefahren, das lässt mir der Kopf nicht zu…

Die wirklich kurze Abfahrt von der Berg- zur Mittelstation zieht mir dann doch den letzten Nerv. Der Fuß schmerzt nun wirklich, wäre ich doch mit der Gondel gefahren, denke ich mir noch…

Langsam, aber wohlbehalten erreiche ich die Mittelstation… das war wohl eine der kürzesten Skitouren der Saison. Das Wetter und die Aussicht war auf jeden Fall der Hammer!

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,51 km
Gesamtdauer: 1:04 h
Höhenmeter: △ 496 m / ▽ 496 m

230207 Schartenkogel (2.311m)

Heute öffnet sich ein kurzes „Freizeitfenster“ bei mir, das ich gleich für eine kurze Tour auf den Schartenkogel nutzen möchte. Mit dem Postbus fahre ich bequem zur Talstation…

… und direkt mit der Gondel hinauf zur Mittelation. Das Wetter ist kalt, verspricht aber wunderschöne Ausblicke und eine Bombenstimmung.

Von der Mittelstation wähle ich den Skiaufstieg über die Steile ehemalige Lifttrasse. Der Schnee ist heute griffig, Harscheisen werden nicht gebraucht.

Während ich auf dem Weg zur Bergstation bin, fällt langsam die Dämmerung über das heilige Landl ein!

An der Mittelstation bin ich mit zwei jungen Burschen gleichzeitig weggegangen, diese treffe ich nun wieder beim Pistenzusammenschluss. Hintereinander gehen wir nun den kurzen Ziehweg in die Kalte Kuchl hinüber.

Dieser Abschnitt ist nach dem ersten steilen Anstieg immer eine willkommene Raststrecke, speziell wenn man wie ich die Lifttrasse recht flott raufgegangen ist. Ich verzichte auf den schöneren Aufstieg über die Nordflanke und bleibe weiterhin auf der Piste…

Der Himmel sendet ein wahres Feuerwerk an wunderschönen Farben zu uns herüber, immer wieder muss ich stehenbleiben und mich an diesem Schauspiel zu erfreuen. Obwohl ich finde, dass die Fotos auch gut geworden sind, sind sie doch nur ein Abklatsch der Wirklichkeit…

Der obere Teil zum Schartenkogellift ist angenehm flach, auf die Steighilfe kann hier verzichtet werden, es geht flott aufwärts zum Tagesziel.

Unterweg muss ich mir die Kapuze überziehen, meine Ohren schmerzen schon ein wenig. Die Temperaturen sind auch wirklich arktisch, dazu kommt ein leichter Wind, der noch mehr zur Abkühlung beiträgt.

Bald erreiche ich die Bergstation des Schartenkogelliftes. Ab dort sind es nur noch ein paar flache Meter zum einfach zu erreichenden Gipfelkreuzes.

Es ist sehr kalt, ca. -10°C plus Windchill, da ist zum Pausieren keine Muse vorhanden. Also packe ich schnell meine Sachen, nur kurz muss ich die Handschuhe ausziehen. Dies reicht allerdings schon um meine Finger „huurnagln“ zu lassen…

Der wunderschöne Ausblick auf das Inntal und die Stubaier und Mieminger ist nur eine kurze Ablenkung für meine Finger… ich muss los, damit die gefühlten Eiszapfen wieder warm werden.

Ich habe den richtigen Zeitpunkt für die Abfahrt gewählt, ich erreiche noch ohne Taschenlampe die Bergstation der Gondel, aber hier ist die Piste teilweise beleuchtet und ich brauche überhaupt keine Lampe.

Während ich um ca. 18:45 schon fast wieder zu Hause bin, schlängeln sich Menschenmassen hinauf auf den Berg. Die Piste ist schon recht eisig und die Temperaturen zumindest nicht angenehm. Ich möchte nicht tauschen…

Im Tal warte ich ca. 5 Minuten, dann kommt auch schon der Bus. Auf direktem Weg erreiche ich wieder Aldrans. Das ist heute wieder mal alles wie am Schnürchen gelaufen.

Später am Abend sitze ich im Wohnzimmer und entspanne. Ein leichtes Kratzen im Hals macht sich bemerkbar… wie sich später herausstellt, hat mich der Corona-Virus wieder mal erreicht… wie ärgerlich! Gemerkt hätte ich im Aufstieg allerdings nichts…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:37 h
Gesamtlänge: 7,45 km
Höhenmeter: ∆ 774 m / ∇ 774m
Lawinenwarnstufe: 3 (Altschnee / Triebschnee)

230205 Schartenkogel (2.311m)

Schon seit längerer Zeit möchte Letu mal mit auf Skitour gehen. Nach längerem Hin und Her habe ich endlich eine Ausrüstung für ihn ausleihen können. Unser erstes Ziel soll der Schartenkogel sein, eine feine kurze Tour, sogar mit Gipfelkreuz!

Mit der Gondel fahren wir zur Bergstation. Es ist einiges los, gefühlt sind die meisten Kunden hier Rodler, klassische Skifahrer sind fast keine am Weg.

Zuerst, sozusagen zum Warm laufen, gleiten wir den Ziehweg zurück in die Kalte Kuchl. Dann wir es ein wenig steiler, Letu macht seine Sache sehr gut. Es ist eine ungewohnte Bewegung für ihn, aber alles läuft wie am Schnürchen.

Das eine oder andere Mal bleiben wir stehen, trotz Bewölkung sehen wir ins Inntal und auch ins Oberland hinein.

Vor uns liegt die unscheinbare Erhebung des Schartenkogels. Dennoch eine feine Tour, die immer machbar ist und auch für Einsteiger einen tollen Start bietet.

Kurz vor der Bergstation des Schartenkogellifts wird es nochmal ein wenig steiler, aber mit einer schönen Steigtechnik (und dem heute wirklich feinen Schnee) ist das alles kein Problem.

Den kurzen Gang zum Gipfelkreuz lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Es hat hier ein wenig mehr Schnee gemacht als am Patscherkofel (den wir gestern zum Skifahren besucht hatten)

Eine kleine Wechte gehört hier natürlich auch dazu, die Tuxer Alpen sind bekannt für den steten Wind. Speziell der Glungezer und demzufolge auch der Schartenkogel sind oft wind-gebeutelt.

Heute haben wir Glück, es ist Windstill und wir genießen die Aussicht. Eine Tasse heißem Tees rundet die Tour ab…

Nach dem Verstauen der Ausrüstung geht es an die Abfahrt. Für Letu das erste Mal mit den „neuen“ Skiern… aber auch hier schlägt er sich wacker…

… rasch erreichen wir wieder den Lift, bzw. die Mittelstation. Von hier müssen wir wieder die Gondel nehmen, leider reicht der Schnee nicht für die Talabfahrt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 5,85 km
Höhenmeter: ∆ 276 m / ∇ 809 m
Lawinenstufe: 4

230121 Patscherkofel (2.246m)

„Grossvati, es hat geschneit…“ – dieser Spruch kommt mir in der Früh in den Sinn, als ich beim Fenster raus schaue. Es ist zwar nicht viel „Weißes Gold“ vorhanden… aber immerhin schaut es ein wenig winterlicher aus.
Mit Elisabeth habe ich heute ausgemacht, den Patscherkofel zu besteigen. Wir treffen uns beim ehemaligen Olex, die Bahn bringt uns zur Mittelstation, dann werden die Ski angezogen.

Von der Mittelstation erreichen wir nach kurzem, angenehmen Aufstieg die Bergstation, ab hier bewegen wir uns im freien Skiraum. Da die Sicht nicht besonders ist, beschließen wir den Ziehweg zum Gipfel zu gehen.

Der Weg ist sehr flach, Steighilfen werden keine benötigt. Dafür bleibt mehr Zeit zum „hoangarschln“. Es ist frisch, das Wetter fühlt sich das erste Mal seit langem so an, wie es um diese Jahreszeit sein sollte…

Es ist eigentlich ein „grausiges“ Wetter, aber stimmungsmäßig gehört diese Wetterlage metrologisch zu meinen Lieblingszuständen. Einzig der Bart fängt langsam zum Ziehen an, das deutet auf langsame Vereisung hin…

Schließlich erreichen wir die Gipfelstube, die heute leider geschlossen ist. Dennoch kann man sich im Windschatten der Hütte kurz aufhalten, und die Ausrüstung auf Abfahrt zu trimmen.

Ein kurzer Besuch beim Gipfelkreuz ist obligatorisch. Erst zu Hause, bei der Durchsicht der Bilder fällt mir der frostige Ausdruck in meinem Gesicht auf.

Der Patscherkofel, als einer der dem Wind am meisten ausgesetzten Gipfel in der Gegend, überrascht mit interessanten Eisformationen, am Gipfelkreuz sowie auch an verschiedenen Felsformationen.

Eine gemütliche Tour, die mit Hilfe der Bahn individuell gekürzt werden kann und auch bei schlechten Verhältnissen gut gangbar ist!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtlänge: 10,3 km
Höhenmeter: ∆ 532m / ∇ 1.244m
Lawinenstufe: 1 (3 über 2.200m, Altschnee und Triebschnee in allen Expositionen)

230104 Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Obwohl wir , das sind Sara, Letu und ich, heute gemeinsam zum Kofel fahren, haben wir alle unterschiedliche Motivationen. Sara geht „normal“ Skifahren, Letu will sich im Funpark verausgaben und ich möchte wieder mal mit den Skier aufsteigen.
Mit dem Bus erreichen wir schnell die Patscherkofelbahn, dort trennen sich unsere Wege.
Während die Kinder die Gondel besteigen, steige ich an der Heiligwasserwiese den Berg hinauf.

Im Norden Innsbrucks scheint die Sonne schon, während hier alles im Schatten liegt. Zwar bleibt der Schnee länger liegen, aber der Regen von gestern hat eine pickelharte Piste generiert, die meinen Fellen und mir alles abverlangen.

Am oberen Teil der Wiese, einer keinen Unachtsamkeit geschuldet, rutsch mein linker Ski durch… schon liege ich auf dem Bauch und rutsche die Piste runter. Gott sei dank nicht weit, allerdings reicht es, mir ein paar Blessuren einzufangen.

Aus zig Wunden an den Fingern und Handen blute ich, ein mir nachfolgender Tourengeher gibt mir einen gutgemeinten, aber leider zu spät erteilten Rat: Niemals ohne Handschuhe aufsteigen! Das werde ich mir merken…

Ein wenig schlauer als noch vor Minuten, habe ich nun Handschuhe an den Händen und Harscheisen an den Füssen! So läuft es relativ gut…
Allerdings merke ich neben dem Schmerz in den Händen nun vermehrten Druck auf der Brust… vermutlich habe ich mir bei Sturz eine Rippe ein wenig angeschlagen… das Luftholen ist mühselig und ich muss das Tempo drosseln.

Schöne Ausblicke auf das Inntal lenken mich ab, und ich steige wirklich gemütlich neben der Piste auf.

Im oberen Bereich, wohl auch, da es nun wärmer geworden ist und statt Regen hier Schnee gefallen ist, erweist sich der Aufstieg viel angenehmer.

Die letzten Meter gehe ich entlang des Übungsliftes der neuen Bergstation entgegen. Bald schieb sich der Betonbau ins Sichtfeld, jedes Mal muss ich wieder ein wenig schlucken…

War in der Früh noch blauer Himmel, ziehen jetzt immer mehr Wolken am Himmel auf. Ein schönes „Grau-in-Grau“ ist hier entstanden, das mit persönlich besser als der monotone Azurhimmel gefällt.

Beim Restaurant treffe ich Sara, wir gönnen uns eine Kaspressknödelsuppe, dann fahren wir ins Tal. Meine Rippe macht bei der Abfahrt Mucken, aber was kann ich ändern! Das wird schon wieder…

Trotz kleinem Malheur hat mir die Tour auf den Hausberg wieder mal gut gefallen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 9,36 km
Gesamtdauer: 2:19 h
Höhenmeter: ∆ 966 m / ∇ 966 m
Lawinenwarnstufe: 1