Wochenende ist Wanderzeit, auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist. Letu und ich beschließen, einen neuen Weg rund um Heiligwasser auszuprobieren. Wir starten vom großen Parkplatz an der Forststraße zu Heiligwasser. Wir wandern aber von hier gen Süden, Richtung Brenner.
Am Waldrand entlang erreichen wir nach kurzer Zeit Patsch, hier zweigen wir in den Wald ab. Beim Gstill steilt der Weg auf und macht eine scharfe Biegung gegen Norden. Auf einer Forststraße erreichen wir bald Heilgwasser. Das Gasthaus ist offen, aber wir kehren nicht ein. Wir besuchen die Kirche, eine kurze Andacht, dann wandern wir weiter.
Das Wetter ist heute nicht so sonnig, trotzdem ist es relativ warm. Und es herrscht eine fast schon mystische Stimmung in dem wunderschönen Wald um den Wallfahrtort. Immer wieder bleiben wir im Wald stehen und genießen das Spiel des Nebels im Wald.
Nachdem wir die Hälfte der Runde geschafft haben, fängt es einmal leicht zu tröpfeln an. Es dauert nicht lange, wir werden auch fast nicht nass. Trotzdem bildet sich ein weiterer Hingucker aus… schöne Wassertropfen auf den Pflanzen, die wie kleine Kristalle glänzen.
Runter geht es dann zum Teil über die uns schon bekannte Steinerne Stiege, dann erreichen wir wieder eine Forststraße, die uns vorbei an so mancher Kuriosität zur Olympischen Rodelbahn Igls bringt.
Beim Starthaus der Bobbahn machen wir eine kurze Pause, Letu jubelt den vertuellen Fahrern zu! Dann gehen wir über den Speckbacherweg zurück zum Ausgangspunkt. Eine schöne Wanderung mit mystischer Stimmung.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:50 h Gesamtlänge: 6,52 km Höhenmeter: 299 hm
Ein wenig Regen, ein wenig Sonne, das Wetter hat sich endlich auf den April besonnen. Zum Glück ist es nicht kalt, daher steht unser Beschluß fest: Heute wirds die Aldranser Alm. Sara beschließt, heute auch mitzugehen. Wir starten in der Aste, einem Ortsteil von Aldrans unsere Wanderung
Die ersten Meter sind relativ fad über eine Asphaltstraße, wir erreichen den Wasserbehälter und bald danach einen schönen Schafstall. Ab hier sind wir auf einem Schotterweg unterwegs, das schon viel angenehmer ist.
Nach einer Weile zweigen wir in den Wald ab, und suchen uns einen alternativen Weg hinauf zur Alm. Es sind hier so viele Wege, einige davon auch Downhill-Pisten, daß man sein Ziel eigentlich nicht verfehlen kann.
Steil zieht der Weg durch den Wald, Sara hat schon fast die Lust verloren, als wir endlich die Alm erreichen. Wir schon erwartet, die die Hütte geschlossen, aber ein paar Handwerker legen gerade noch Hand an. In zwei Wochen soll Eröffnung sein, um genauer zu sein, am 15. Mai. 2020… heuer mit neuer Pächterin! Wir sind schon gespannt…
Auf der Alm wird als Erstes richtig gut gebrotzeitet, wir haben heute alles dabei. Nach diesem Aufstieg schmeckt die Jause zweimal so gut. Dann genießen wir noch kurz die Aussicht. Leider ist es nicht so gemütlich, daher brechen wir brechen wir bald wieder auf…
Wir nehmen anfangs den selben Weg retour ins Tal, nur ganz am Schluss probieren wir einen „neuen“ Pfad. Dieser führt uns erst ein wenig in die Irre, trotzdem gefällt uns der Steig sehr gut… auch wenn es manchmal extrem steil ist.
Immer wieder kreuzen wir eine Forststraße, um gleich wieder im dichten Wald zu verschwinden. Verlaufen kann man sich defakto hier nicht, daher lassen wir uns auf das kleine „Experiment“ ein, wer weiß, welch schönen Weg wir noch finden.
Den Kindern machts Spaß, mir auch…
Schlußendlich erreichen wir wieder die Wasserfassung und die wunderschönen Frühlingswiesen.
Ein kleines Bächlein teilt die Wiesen. Letu kann nicht wiederstehen und muss seine Füsse reinhängen. Lange bleibt er nicht stehen, schnell ist er wieder aus dem eisekalten Wasser herausgesprungen. Zufrieden und heute auch überglücklich, den Weg geschafft zu haben, erreichen wir wieder das Auto.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:15 h Gesamtlänge: 9,91 km Höhenmeter: 713 hm
Letu und ich brauchen schon wieder ein wenig Bewegung, da bietet sich das Arztal an, das uns schon mit so manch schöner Wanderung beglückt hat. Heute wollen wir den Weg am Falkasanerbach entlanggehen, der uns in angenehmer Steigung auf die Alm bringen soll.
Los gehts beim Parkplatz Hinterlarcher, von dort erreichen wir auch den namensgebenden Hof. Die Besitzer sitzen mit Zipfelmütze im Garten, man merkt sofort, daß hier im Arztal der Jahreskreislauf „anders“ läuft. Noch viel frischer ist hier die Luft, wir befinden uns immerhin auf 1.380 m.
Gleich hinter dem Bauernhof startet die Forststraße auf die Arztalalm, die auch gut mit dem Moutainbike zu bewerkstelligen ist. Das habe ich mir auf jeden Fall schon für den Sommer vorgenommen!
Vorbei an so manch schöner Hütte, die Rosenjochhütte ist hier besonders zu erwähnen, erreichen wir bald die waldfreien Regionen kurz vor der Alm. Ein besonderer Platz auf dem Weg ist eine Überquerung von zwei älteren Brücken, die sich abenteuerlich über ein kleines Bächlein spannen.
Kurz vor der Arztalalm erreichen wir auch die letzten Schneereste des Winters, die hier perdu nicht weg gehen wollen. Aber auch hier, im schroffen Arztal wird der Winter nicht mehr lange bleiben können.
Über eine Kuppe steigend sehen wir endlich die Alm, ein großes Solarpanel als „Eyecatcher“ prominent davorgelagert.
Doch bevor wir uns hier kurz zur Rast setzen können, müssen wir noch das Bödele vor der Alm queren, und das hat noch eine kleine Überraschung parat. Schneebedeckte Brücken, relativ rutschig, müssen noch gequert werden. Nachdem das letzte Hindernis bewältigt ist, erreichen wir die Alm.
Eine kurze Pause gönnen wir uns auf der Terasse, aber lange wollen wir heute hier nicht bleiben, denn es ist noch recht kühl.
Für den Weg retour wählen wir den Aufstiegsweg. Wie immer, wenn man einen Weg in die entgegengesetzte Richtung geht, entdeckt man interessante Plätze, die beim Aufstieg verborgen geblieben sind.
Viel zu schnell erreichen wir wieder den Ausgangspunkt. Eine feine Wanderung, die ich bei höheren Temperaturen sicher nochmals machen möchte. Ausserdem gibt es in der Nähe die Hinterlarcher Mühle, die im Sommer an Freitagen einen Schaubetrieb hat. Sicher eine interessante Geschichte.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:45 h Gesamtlänge: 8,54 km Höhenmeter: 570 hm
Nach einem recht inaktiven Tag im Homeoffice und in der Homeschool denken sich Letu und ich, es muss noch ein kleiner Ausflug in die Natur sein. Schnell ist ein Ziel auserkoren, wir wollen auf die Rinner Alm. Weil: Wir müssen nicht weit fahren und es ist auch nicht ganz so weit hinauf.
Wir parken nicht am kostenpflichtigen Wandererparkplatz, sondern direkt im Ort. Dort müssen wir zwar ein paar Höhenmeter mehr machen, aber das schadet nicht. Von dort müssen wir ein Stück auf der Asphaltstraße und dann gehts schon in den Wald hinein. Bald erreichen wir den Waldspielplatz.
Ein kleiner unscheinbarer Pfad zweigt von hier in den Wald, den nehmen wir, ein wenig Abenteuer muss auch sein. Bald erreichen wir durch ein wildes Dornengestrüpp hindurch wieder die Forststraße und nun auch den Rinneralm-Steig.
Dieser zieht meist in angenehmer Steigung durch den kühlen Wald. Zweimal wird es ein wenig steiler, hier ist ein neuer Wegabschnitt erstellt worden, weil der alte Weg durch Wasseraustritt relativ feucht und matschig geworden ist. Dieser ist sehr steil, aber dafür auch entsprechend kurz.
Kurz vor der Hütte erreichen wir eine Lichtung, mit wunderbarem Ausblick auf Innsbruck und das obere Inntal. Schlußendlich erreichen wir die Hütte, die leider (oder zum Glück ob der Einsamkeit) geschlossen ist.
Wir schauen uns um, alles ist ruhig. Wir sind die einzigen Besucher heute. Es gibt einen Schluck Wasser und eine Reihe Haselnuss-Schoko.
Dann brechen wir wieder auf, wir nehmen den gleichen Steig hinunter und erreichen zufrieden ob des feinen Ausflugs das Zentrum von Rinn und unser Auto.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:30 h Gesamtlänge: 4,87 km Höhenmeter: 485 m
Heute ist einer der ersten Tage nach einer langen Schönwetterperiode, der ein wenig Regen erhoffen läßt. Leider wird ausser ein paar Tropfen nichts aus dem längst überfälligen Regen. Wir nutzen wieder das Wetter für eine, zugegebenermaßen kurze Wanderung nach Heiligwasser. Sara ist dieses Mal auch mit von der Partie, daher sind wir mal wieder zu Dritt!
Die Tour fängt schon recht lustig an, jeder ist gut gelaunt. Das ist auch kein Wunder, der Frühling ist nun vollends angekommen und die Wiesen strahlen nur so durch den Löwenzahn.
Zuerst folgen wir ein Stück einem asphaltierten Wiesenweg, bald schon erreichen wir den Oachkatzlbrunnen. Von hier müssen wir noch ein Stück durch den Wald, dann erreichen wir den „Bilderweg Lans“, einen schön gestalteten Kreuzweg.
Bei den einzelnen Stationen müssen wir Fragen beantworten, damit wir am Schluß einen Geocache einsammeln können. Dieser müßte nach meiner Vermutung irgendwo bei Heiligwasser liegen. Zuerst müssen wir aber noch ein paar Höhenmeter machen…
Ein Highlight der Wanderung ist die „Steinerne Stiege“, ein schöner Abschnitt des Weges. Hier sind Platten zu einer „Naturstiege“ geschichtet worden. Dazwischen fließt ein kleines Bächlein. Wo keine Steine liegen, hat das Wasser den Boden aufgeweicht und wir müssen trockener zu trockener Stelle hüpfen.
Nun flacht der Weg ab, wir sehen hinunter auf die Bobbahn und die Heiligwasserwiese, der kleine Skilift für Anfänger. Und schlußendlich erreichen wir die Wallfahrtskirche Heiligwasser. Leider ist der Gastbetrieb aktuell ruhend gestellt, trotzdem ist der Platz einfach magisch. Und die Kirche lädt zu einer kurzen Andacht ein…
Wir bleiben kurz hier, die Kinder spielen ein Spiel während ich noch einen in der Nähe versteckten Geocache suchen gehe. Bald schon habe ich mich im Logbuch eingetragen und „sammle“ die Junioren ein. Der Weg zurück ist der Selbe wie der Herweg. Leider zweigen wir einmal falsch ab und müssen nochmals ein Stück den Berg empor. Zum Glück haben wir unseren Fehler früh genug eingesehen…
Der Runterweg ist für die Kids eindeutig der feinere Weg, leider hat Sara ein wenig Weh im Knie, aber gemütlich erreichen wir doch wieder den Talgrund.
Am Oachkatzlbrunnen löschen wir den Durst, dann geht’s ab zum Auto. Eine kurze, aber schöne Wanderung, die bei jedem Wetter machbar ist.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:00 h Gesamtlänge: 5,20 km Höhenmeter: 347 hm
In Zeiten von Corona sind alle Aktivitäten ein wenig eingeschränkt. Da besinnt man sich auf so manche kleine, aber feine Wanderung in der direkten Umgebung. Man braucht kein Auto, kann gleich direkt von Zuhause losgehen und ist in wunderschöner Natur. Herz, was willst du mehr…
Aldranser Pfarrkirche
Letu und ich starten von zu Hause aus, erst geht es Richtung Altersheim. Doch schon bald zweigen wir auf einen kleinen Feldweg, der uns über die Wiesen beim Altersheim nach Westen bringt.
Die Wanderer…
Vorbei an den Häusern im Pfarrtal erreichen wir den Ostrand der Felder, und müssen nun Querfeldein. Letu hat eine Analogkamera mit, denn die Kinder wollen mal Filme entwickeln… noch habe ich die gesamte Labor-Ausrüstung zu Hause, daher wagen wir das Experiment.
Letu beim fotografieren…
Ein letzter Blick zum Kirchturm von Aldrans, dann erreichen wir den Wiesenrand und den Weg zum Goaßgogl. Überall blühen schon die Frühlingsboten, wunderschön leuchtet der Löwenzahn in sattem Gelb.
Blumenpracht
Der Pfad führt am Hügelgrat durch einen schönen Wald, hinauf zum Goaßgogl. Oben treffen wir zwei Bekannte, die gerade beim Werkeln sind.
Letze Meter zum Goaßgogl
Wir bleiben nur kurz stehen, denn wir haben wollen ja noch weiter über den Pfaffensteig retour gehen. Auf dem Weg ins Tal finden wir eine regelrechte Maiglöckchen-Plantage, die wir auch gleich ein wenig genauer betrachten. Die ersten Blüten kommen auch schon zaghaft hervor.
Letu übt…
Maiglöckchen
Gleich gebenan hat sich ein Imker einen feinen Platz für seine Bienen hergerichtet. Und diese summen schon fleissig herum, auf der Suche nach dem süßen Nektar.
Imkerparadies
Bienenparadies
Nachdem wir vom Hügel über einen steilen Pfad runtergestiegen sind, erreichen wir die Wies beim Ampasser Widum, mit dem herrlichen Ausblick auf den Kirchbühel von Ampass. Im Hintergrund tront der mächtige Bettelwurf, die Vorfreude auf größere Bergfahrten steigt.
Kirchbühel
Vorbei am Kirchbühel müssen wir die Hauptstraße, die aktuell nicht so stark befahren ist, queren und erreichen den zweiten Teil unserer Wanderung: den Pfaffensteig. In dieser Gegend hatte letztes Jahr der Borkenkäfer sein Unwesen getrieben, darum wurde massiv ausgeholzt.
Start in den Pfaffensteig
Forstarbeiten
Ein paar Meter müssen wir aufsteigen, dann geht es nur mehr runter, fast bis zur Inntal-Talsohle in der Nähe vom Schloss Ambras.
Am Weg Richtung Ambras
Wanderer
An der äusseren Begrenzungsmauer vom Schloss Ambras geht es wieder bergwärts, hinauf zu unserem Dörfl. Zwischendurch bleiben wir mal beim Aldranser Bach stehen und schauen uns die beeindruckende Schlucht hier an. Wie man sich doch bei diesem kleinen Bächlein täuschen kann. Sogar eine Abseilstelle mit Ausgleichsverankerung können wir ausmachen…
Adranser Bach
Schlucht zum Schloss Ambras
Der Bach verengt sich hier und fließt dann über den Schlossgarten hinab nach Innsbruck, und über einige Irrwege schlußendlich in den Inn. Unser Weg führt uns nun an den Häusern hier am Bach vorbei hinauf auf die Felder nördlich von Aldrans. Wir bewundern eine schön geschichtete Steinmauer, die erst seit kurzem hier steht…
Wunderschöne Steinmauer, wahrscheinlich erst vor kurzem geschichtet…
Schlußendlich erreichen wir wieder unser Dorf, eine schöne Wanderung durch die nähere Umgebung geht dem Ende zu. Es gibt auch hier, ganz in der Nähe immer wieder tolle Sachen zu entdecken…
Frühlingswiese, im Hintergrund Stempeljochspitze, Pfeiserspitze, Speckkarspitze, Bettelwurf und Hohe FürlegGlücklich fast am Ziel…
Tourendaten Gesamtdauer: 1,5 h Gesamtlänge: 4,86 km Höhenmeter: 220 m
Man muss es schon fast ein wenig Ironie nennen, das Wetter ist seit Wochen trocken und wunderschön, und wir dürfen nur „moderate“ Sportaktivitäten im Freien durchführen. Heute, Sara ist dieses Mal auch mit von der Partie, machen wir eine Wanderung zum Lanserköpfl. Diese Runde können wir wunderbar von zu Hause aus starten, und der Weg dorthin ist interessant und schön.
Die ersten Meter vom Hause weg…
Von Zuhause startend wandern wir nach Westen, der Sonne entgegen. Erst über Bauernwiesen, flach und wenig anstrengend. Dann wird es ein wenig steiler, es geht rauf zum Aldiger Bahnhof, Haltestelle der Straßenbahn Nr. 6.
Sara
Letu
Kurz durch den Wald, in Richtung des kleinen, aktuell geschlossenen Gasthäuschens „Vogelhütte“. Dieser Name hat mich schon immer fasziniert. Woher kommt dies? Nach kurzer Recherche habe ich folgendes herausgefunden: In früheren Zeiten waren Vögel eine beliebte Delikatesse in Tirol (siehe auch Vogelfocher, oder Vogelfänger). Gasthäuser wie eben dieses hier hatten sich auf die Bewirtung mit dem kleinen Federvieh spezialisiert, daher auch der Name: Vogelhütte. Kurz bevor wir jedoch die Jausenstation erreichen, biegen wir beim Golfplatz wieder in den Wald ab.
Abzweigung beim Golfplatz
Nun geht es in angenehmer Steigung, leicht schattig und daher angenehm kühl in Richtung Seerosenweiher. Immer wieder bewundern wir die schöne Aussicht, die sich hier, auf der östlichen Mittelgebirgsterasse eröffnet. Über allem tront immer der mächtige Patscherkofel.
Der mächtige Patscherkofel tront über allem…
Kurz bevor wir den unter Naturschutz stehenden Seerosenweiher erreichen, biegen wir wieder ab, zu unserem eigentlichen Tagesziel, dem Lanserkopf. Hier steilt der Weg ein letztes Mal auf und mündet fast am Schluß in einen Hohlweg ein. Flotte Downhiller kommen uns entgegen und stürzen sich wagemutig so manch steilen Steig hinunter.
Letu zieht seine Schwester die letzten steilen Meter über den Hohlweg…
Wer schon länger nicht mehr am Lanserkopf war, wird verwundert festellen, wie sehr hier ausgeholzt wurde. War der Gipfel dieses kleinen Hügels „früher“ noch völlig bewaldet, ist jetzt das ganze Plateau abgeholzt und neue Bäumchen wurden gepflanzt. Dies müssen wir feststellen, nachdem wir eine Abkürzung nehmen und oben ein Betretungsverbot festellen…
Forstliches Sperrgebiet… das haben wir wohl übersehen!
Die Kinder sind heilfroh, daß wir nun den Gipfel erreicht haben, ab jetzt ist der Weg eben oder abwärtsführend. Wir machen eine kleine Pause bei den Überresten ehemaliger Flakstellungen, die Innsbrucks Süden im Weltkrieg II verteidigten.
Letu und Sara bei den Flakstellungen
Ein Schluck Wasser stärkt uns und wir machen uns auf, den Weg weiter zum Lansersee zu gehen. Kaum unterwegs, fällt den Kindern und Letu im Besonderen immer wieder ein „Latzi“ ein…
Sara beim Runtelaufen
Letu beim Springen
Bald erreichen wir den Lansersee, der ruhig in der Frühlingssonne glänzt. In einem „normalen“ Jahr wäre der See wahrscheinlich geöffnet, und viele Leute würden, wenn auch nicht schwimmend, die Sonnenstrahlen genießen und sich leicht bekleidet bräunen. Heuer ist alles anders…
Menschenleere Liegewiese
Bald nach dem See erreichen wir den asphaltierten Weg zurück zur Vogelhütte, den wir ein Stück begehen werden. Wir sind nicht die Einzigen, viele Menschen nutzen den warmen Frühlingstag aus…
Wir gehen an der Mittelgebirgsbahn-Trasse entlang, leider wurde der Schienenverkehr dieser schönen Bahn in den letzten Jahren sukzessive reduziert und dieser Tage fährt die Bahn unter der Woche überhaupt blos noch 2x täglich. An den Wochenenden fährt sie ein dafür wenig öfter, das ist den Touristen geschuldet.
Schilderwald
Weg unterhalb der Vogelhütte
Wiederum zweigen wir vom geraden Weg ab, nun wandern wir über die Felder retour nach Aldrans, die Vogelhütte haben wir heute komplett ausgelassen. Nun ja, einkehren hätten wir eh nicht können, daher ist es nicht schlimm, daß uns unser Weg anders geführt hat.
Blick vorbei am Mühlsee auf den Patscherkofel
Vorbei am privaten Mühlsee mit dem schattigen alten Haus im Hintergrund, über das ich bis jetzt nicht viel rausfinden konnte, erreichen wir wieder Aldiger Grund. Kurz bevor wir den Wald erreichen, sehen wir ein gar sonderbares Getier über den Weg huschen.
Schwarzblauer Ölkäfer, auch Schwarzer Maiwurm
Es ist ein Schwarzblauer Ölkäfer, auch Schwarzer Maiwurm genannt. Noch nie hatte ich sowas gesehen und auch erst durch die Nachschau zu Hause konnte ich feststellen, um welchen Kreucher es sich hier handelt.
Letu und Sara auf den letzten Metern…
Das letzte Stück führt uns immer entlang des Lanser Baches, der angenehm gurgelnd mit uns mitzulaufen scheint. Dieser Teil ist einer meiner liebsten Stellen zum Spazieren und Joggen, die Ruhe hier kann ich immer wieder sehr genießen.
Idyllischer Lanser Bach
Abschließend erreichen wir wieder den Bahnhofsweg, der uns direkt und kurzweilig retour nach Hause bringt. Eine schöne Runde mit tollen Eindrücken.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:06 h Gesamtlänge: 7,33 km Höhenmeter: 213 hm
Nach wir gestern eine erste Aufwärmrunde gemacht haben, beschließen wir, heute ein wenig weiter zu fahren. Das Wetter ist unverändert schön, und lädt zu Aktivitäten im Freien ein. Heute wollen wir zumindest in die gleiche Richtung wie gestern fahren, aber heute soll die Runde wenig länger werden. Wir starten wieder von zu Hause, dieses Mal sind die Startbedingungen aber ganz anders. Da wir über den Herzsee fahren wollen, müssen wir erst die steile Dorfstraße rauf zum Gewässer…
Nach dieser kurzen Einführung ins Bergradeln erreichen wir den See und können kurz entspannen… aber nur kurz, den die nächste Steigung steht schon vor der Türe…
Nachdem wir auch diese Steigung gemeistert haben, erreichen wir die Prockenhöfe, ein kleiner Weiler von Aldrans, wunderschön in jetzt schon grünen Wiesen gelegen. Direkt am namenlosen Bächlein zweigen wir nach links, dem Taxerhof entgegen. Nun können wir es mal „laufen lassen“, eine angenehme Steigung bringt uns zur kleinen Nebenstraße nach Kienberg.
Wir sind augenfällig nicht die einzigen, die heute ins Freie strömen, auch sonst sind viele Radler am Weg. Auffällig ist allerdings das Alter der Menschen und auch, daß fast jeder, unabhängig vom Alter, ein E-Bike verwendet.
Letu und ich sind da natürlich eine Ausnahme, wir fahren immer noch Stromlos durch die Gegend, aber positiver Weise auch ohne „Nebengeräuse“ vom E-Bike. Über Kögl erreichen wir schlußendlich unser erstes Etappenziel, Kienberg. Hier zweigen wir ins Zimmertal ein, das uns immer weiter Richtung Hall in Tirol bringt.
Angenehme Wege, gepaart mit kleinen Anstiegen und schönen Abfahren machen diese Runde angenehm und dementsprechend auch beliebt. Neben den E-Bikern sehen wir nun vermehrt Rennradfahrer, die die wunderschöne Trainingsstrecke abfahren.
Am Glockenhof erreichen wir die Straße von Tulfes nach Hall. Obwohl unser erstes Ziel Judenstein gewesen wäre, beschließen wir jetzt, eine andere Route zu verwenden. Wir fahren Richtung Hall, vorbei am schon lange geschlossenen Wirtshaus „Volderwaldhof“.
Nun zweigen wir auf eine keine, unbekannte Straße kurz vor dem Gasthof Badl, links hinauf, noch ein paar Höhenmeter müssen bewältigt werden. Dafür erreichen wir eine Nebenstraße nach Häusern, die uns weg von der vielbefahrenen Hauptstraße bringt.
Anschließend erreichen wird die kleine Siedlung Häusern, die noch zu Ampass gehört. Hier zweigen wir auf die Felder ab, eben radeln wir über grobe Wege nach Ampass, der Kirchbichl immer im Blickfeld.
Nun noch eine Steigung, bis wir das Widum Ampass erreichen, über die Felder und wieder auf den Weg, den wir gestern schon „genossen“ haben, allerdings in die verkehrte, nach unten führende Variante. Nun müssen wir uns hinauf zum Fussballplatz kämpfen, das ist eine ganz nett steile Steigung. Auch diese meistert Letu mit Bravour… die Aldranser Alm läßt grüßen…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:20 h Gesamtlänge: 16,77 km Höhenmeter: 369 hm
Es ist nun ein wenig lockerer geworden im Heiligen Land Tirol. Dank der Covid19-Krise sind wir alle in unseren Freizeitaktivitäten beschnitten worden. Eine notwendige Maßnahme, natürlich, aber nicht für jeden so leicht einzuhalten.
Wir haben uns strickt an die Maßnahmen der Regierung gehalten, man schaut ja auf sich und auf die Anderen. Hoffentlich, so wünschen wir uns, geht dieser Kelch an uns vorbei. Nun ja, zumindest ein paar Einschränkungen sind gefallen und wir dürfen wieder Joggen und Radfahren! Das ist schon eine wohlgesehende Änderung in unserem sonst so auf das traute Heim zentralisierte Lebensweise…
Letu und ich beschließen, das Rad, gereinigt und eingestellt schon vor einiger Zeit, aus dem düsteren Keller zu holen und ins wunderschöne, helle Licht zu führen. Die Sonne lacht vom Firmament, nicht erst seit kurzem, besseres Wetter könnte man sich nicht wünschen. Nach kurzer Beratung beschließen wir, ins Herzbachtal zu fahren.
Von Aldrans fahren wir über den Fussballplatz und das Widum Ampass in Richtung Herzbachtal.
Der Start ist angenehm, es geht erst mal flach hinweg und anschließend abwärts. Doch ab dem Widum Ampass steilt die Straße auf, jetzt heißt es, die Wadeln zu aktivieren.
Im Herzbachtalist ist es fast immer schattig, aber auch wunderschön und dank der angenehmen Lufttemperaturen relativ warm. Langsam arbeiten wir uns den Waldweg hinauf, unser Ziel ist der Herzsee.
Letu macht sich gut, da wir noch nicht so viele Bergtouren gemacht haben, muß er erst ein wenig lernen, langsam und konstant zu fahren. Aber das funktioniert eben schon recht gut und er ist ein wissbegieriger Schüler…
Nach der ersten Steigung am Anfang der Forststraße legen sich die Straße zurück und es geht gemütlich entlang des Herzbachs in Richtung des Sees. Jedoch, ich kenne die Strecke nur zu gut, am Schluß kommt nochmals ein kurzes, knackiges Stück, das Letu aber ohne Probleme meistert.
Hier, am Ende der Waldstrecke erwartet uns schon wieder die Sonne, nun können wir diese gut gebrauchen, denn ab hier geht es am kleinen See vorbei und anschließend über die Straße wieder retour zu unserem trauten Heim.
Tourendaten Gesamtdauer: 30:00 h Gesamtlänge: 4,64 km Höhenmeter: 120 hm
Es wird wieder mal Zeit für einen kleinen Skitag. Das Wetter ist nicht gerade super, daher bleiben wir wieder einmal in der Nähe, der Patscherkofel ist eh recht fein. Schnell erreichen wir den Parkplatz, fast nichts los heute.
Letu in der Gondel…
Mit der Gondel erreichen wir rasch die Mittelstation, wir fahren noch rauf bis zur Bergstation. Hier hören wir, dass die Bahn gestern wegen Wind geschlossen war, heute ist es zwar wieder windig, aber scheinbar nicht ausreichend…
Auf der Piste…
Die erste Fahrt, das haben wir uns angewöhnt, ist immer zum Aufwärmen, danach können wir es krachen lassen. Letu erwartet es jedoch nicht und saust gleich in den Funpark.
Auf der Piste…
Noch ist echt wenig los, das ändert sich jedoch im Laufe des Vormittags. Immer mehr Leute kommen, es ist zwar nicht gesteckt voll, aber im Vergleich zu den ersten zwei Abfahren, bei denen wir sozusagen alleine auf der Piste waren, ist jetzt „halli-galli“.
Auf der Piste…
Beim großen Funpark ist heute eine Veranstaltung, daher sind auch hier viele Snowboarder und Freestyler. Letu findet aber immer wieder eine Lücke, um in den Funpark reinzufahren… Papa muss filmen!
Letu beim Sprung…
Geschlagene fünf Stunden sind wir heute insgesamt am Weg, nur eine kurze Pause bei der Teehütte, für einen Kakao gönnen wir uns. Beide sind wir heute richtig motiviert.
Heiligwasserwiese…
Doch jeder Spaß hat auch mal sein Ende, um 14:30 müssen wir nach Hause, weil ich noch eingeladen bin. Rückblickend haben wir heute schon was gemacht… Letu und ich!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:25 h (Abfahrtszeit) Gesamtlänge: 42,85 km Höhenmeter: -9.649 hm