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240406 Marlinger-, Algunder Waalweg, Schloss Tirol

Der Samstag Morgen weckt uns mit wunderbarem Wetter, die kurze Hose wird gleich ausgepackt. Wir starten mit einem üppigen Frühstück in den neuen Tag. Heute stehen Waalwege (Südtiroler Wasserwege) auf dem Programm.
Nach dem Frühstück starten wir direkt bei der Unterkunft, über den Tiroler Steig wandern wir nach Meran.

Wir müssen quer durch Meran, an der Passer entlang, vorbei an schönen Gebäuden, teilweise aus der K&K Zeit. Kaiserin Sissi war ja in Meran länger auf Besuch, davon profitiert die Stadt bis heute.

Der Passer weiter entlang passieren wir das „Ippodromo“ (Maiser Pferderennplatz), ein riesiges Areal mitten in der Stadt.

Wir überqueren die Etsch, nun müssen wir ein Stück bergan gehen, nun wird die Aussicht besser und besser. Bald sehen wir nochmals zurück auf Meran, das Ippodromo ist nun gut sichtbar. Im Hintergrund thront Ifinger und der Hirzer über der schönen Stadt.

Schließlich erreichen wir Marling und damit auch den Start in den Marlinger Waalweg, der wir nun ein paar Kilometer begleiten können. Allerdings gehen wir entgegnen dem Wasserfluss, da wir nach Norden nach Algund wandern.

Dieser Wasserweg wurden vom Kartäuserkloster Allerengelberg zur Bewässerung ihrer Weinberge angelegt. Erbaut wurde der längste Waalweg Südtirols (ca. 12 km) zwischen 1737 und 1756.

Wir haben heute den gefühlt perfekten Zeitpunkt für die Begehung gefunden. Das Wetter ist ein Traum und der Andrang hält sich noch in Grenzen.

Wunderschön in Schuss gehalten und immer noch in Verwendung, erinnern mich diese Wassergräben an die Levadas in Madeira.

Unterwegs gibt es immer wieder kleine Erfrischungen, natürlich gegen Entgelt.

Der Weg führt, dem Wassergefälle geschuldet immer eben am Fuß des Larchbühel, dem Hausberg Marlings entlang Richtung Norden.

Am Schluss, die letzten 800 m des Weges, wurde der Waal modernisiert und in den Berg verlegt. Dennoch ist der Weg noch begehbar.

An Steilwänden entlang, teilweise mit Brücken und Stegen ausgestattet, führt der Weg bis zum Übergang der Etsch.

Beim Zollwirt wechseln wir die Flussseite, nun erreichen wir den zweiten Waalweg, den hier heute begehen wollen.

Auch der Algunder Waalweg ist spitzenmäßig angelegt, der Pfad ist ein wenig breiter, und nur sind schon mehr Leute am Weg.

Viele Familien nutzen den feinen Tag für einen Ausflug, in der Ferne grüßen uns noch die schneebedeckten Berge

Mit flottem Schritt wandern wir nun gen Osten, nördlich von Meran in Richtung Schloss und Dorf Tirol.

Streckenweise können wir noch den alten Waalweg besichtigen, die Bauweise unterscheidet sich von den betonieren Trögen von heute sehr, natürlich sind diese Abschnitte auch wartungsintensiver.

In Gratsch zweigen wir nach Norden ab, denn wir wollen noch das Schloss Tirol besichtigen. Allerdings muss der Aufstieg zur Festung hart erkämpft werden, steil windet sich der Pfad zur Straße hinauf.

Stiegen, Waldpfade und schöne Aussicht, so kann man diesen kurzen Weg, der fast gerade den Berg hinaufführt, beschreiben.

Schließlich erreichen wir Kronsbühel mit der markanten Kirche, ab hier führt uns die Fahrstraße zum Schloss hinüber.

Wunderschön gelegen steht hier die Stammburg und wiege der Grafschaft Tirol. 1420 wurde der Regierungssitz der Grafschaft von Meran nach Innsbruck verlegt.

Das Schloss wurde umgehend renoviert und beherbergt ein sehr interessantes Museum mit baugeschichtlichen Betrachtungen der Burg.

Die Aussicht aus dem Rittersaal über den Talkessel von Meran ist spektakulär, fast übersieht man, wie wunderschön die Säulen am Fenster ausgearbeitet sind.

Erst um 1900 wurde das Burgareal wieder hergestellt, davor wurden Teile sogar als Steinbruch verwendet. Seit 2003 befindet sich im Schloss das Landesmuseum.

Besonders schön sind die Portal-arbeiten an der Kapelle, mit exotischen Tieren und Szenen.

Im Bergfried befindet sich eine für mich sehr interessante Ausstellung zu den Jahren seit der Teilung von Nord-, Ost- und Südtirol. Erst das Eintritt in die EU und die Gründung der Europaregion Tirol hat hier wieder ein wenig Ruhe einkehren lassen.

Über den ostseitigen Abstieg wandern wir aus dem Schloss nun nach Dorf Tirol.

Immer wieder begeistern die Ausblicke auf die Hügel- und Bergwelt rund um Meran.

Am frühen Nachmittag erreichen wir wieder den Schneeburghof, nach diesem Marsch haben wir uns eine Pause verdient.

Wir lassen den Nachmittag und Abend auf der Terrasse ausklingen, das Essen schmeckt heute besonders gut!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:46 h
Gesamtlänge: 21,93 km
Höhenmeter: 485 m

240405 Buabenwochenende – Anreise

Das heurige Buabenwochenende unterscheidet sich ein wenig von den Vorhergegangenen… dieses Mal bleibt das Klettersteigzeug zu Hause, wir werden dieses Mal Wanderungen machen.
Am Freitag treffen wir uns bei mir zu Hause, eine kleine Jause zum Mittagessen gönnen wir uns, dann fahren wir los…

Über den Brenner bis nach Sterzing, dann hinauf auf den Jaufenpass führt unsere Route. Die Straße ist schneefrei, allerdings liegt am Jaufen noch relativ viel Schnee.

Besonders im oberen Passeiertal scheint der Schnee heuer zu Hause zu sein. Wunderschön schauen die beeindruckenden Berge aus, besonders wie hier im Bild die Sarntaler Alpen

Über die steilen Serpentinen erreichen wir St. Leonhard im Passeier, ab hier führt eine wunderschön ausgebaute Straße nach Meran.

Wir haben unsere Unterkunft hoch über Meran, im Dorf Tirol, am Segenbühel. Der Schneeburghof ist bald gefunden, und wir werden herzlichst begrüßt. Rasch sind die Zimmer bezogen.

Wir treffen uns auf der Terrasse und genießen die warme Nachmittagsstunden bei einem Bier. Es ist toll, dass wir uns heuer wieder geschafft haben, sind wir einhellig der Meinung.

Am Abend gönnen wir uns noch ein gutes Essen im hoteleigenen Restaurant.

Später wollen wir noch auf einen Sprung nach Meran, über den Tiroler Steig erreichen wir rasch das Zentrum. Leider ist hier nicht viel los…

… daher spazieren wir zurück zu unserer Unterkunft und lassen dort den Tag ausklingen.

240404 Figln (Nordkette)

Mit 01.04 (ersten April) startet auf der Nordkette die Figlsaison… das habe ich mir dieses Jahr dick in den Kalender eingetragen. Und schon am Donnerstag Nachmittag kann ich zusammen mit Biggi die Piste testen.
Neben dem Figln ist noch der Funpark offen und wird augenscheinlich noch gut genutzt.

Leider hat der warme Frühling der Piste am 3er Sessellift schon seinen Stempel aufgedrückt und auf den ersten Blick schaut die Piste gar nicht toll aus!

Zum Figeln reicht es aber dann allemal, es ist wenig los, das macht die kurze Engstelle in der Abfahrt unproblematisch.
Zwischendurch treffen wir Freunde, die auch die Situation ausnutzen.

Wir sausen ein paar Mal die Piste runter, das Figln ist schon eine lustige Sportart. Eigentlich gedacht, um im Frühjahr bei einer Bergtour schneller ins Tal zu kommen, wird es hier an der Nordkette richtiggehend zelebriert!

Die „komische“ Haltung auf den Kurzski belastet auf Zeit aber doch die Oberschenkel und wir beschließen, auf der Terrasse der Seegrube noch ein wenig zu rasten.

Es war lustig und ich bin froh, dass wir es ausgenutzt haben. Wer weiß, wie lange das Figln heuer an der Nordkette wirklich geht, wir haben auf jeden Fall einen idealen Tag erwischt!

240330 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Der Frühling kündigt sich mit Riesenschritten an, die Blumen sprießen und blühen, die Natur erwacht wieder. Zu den feinen Temperaturen steuern Föhn und mittransportierter Saharastaub auch noch ihren Teil bei.

Biggi und ich beschließen, auf die Rinner- und evtl. weiter auf die Aldranser Alm zu gehen. Also meine Trainingsrunde, gestartet wird wie üblich in Rinn.

Über den Rinner Almensteig machen wir gleich Höhe, die Temperaturen sind für die Jahreszeit aber echt ungewöhnlich… dem Klimawanderl sei „Dank“.

Der Föhn ist heuer auch stärker in Erscheinung getreten und überall im Wald können wir seine Spuren entdecken. Einige schöne, alte Bäume sind dem Südwind zum Opfer gefallen, teilweise mitten in intaktem Forst.

Wir haben ein gutes Tempo, und schon bald erreichen wir das Gatter zur Rinner Alm und schließen damit den ersten Teil der Wanderung ab.

Obwohl die Aussicht mäßig ist, freu ich mich ob der Temperaturen schon sehr auf die heurige Bergsaison. Einige Projekte habe ich auf meiner Liste…

Die Rinner Alm (1.380m) ist geschlossen, dennoch gönnen wir uns eine kurze Pause in der Schaukel

Die Sonne lugt durch die staub-durchdrungenen Luft, die Pause ist sehr gemütlich. So beschließen wir, da Schnee auch keiner mehr liegt, zur nächsten Alm aufzubrechen.

Durch moosbewachsenen Fichtenwald spazieren wir am Verbindungsweg gen Westen.

Wir erreichen die Forststraße, die hinauf zur nächsten Alm führt. Von hier haben wir ein paar Ausblicke auf das Inntal, leider ist die Sichtweite heute bescheiden.

Die Aldranser Alm (1.511m) ist auch noch geschlossen, allerdings wird es nicht mehr lange dauern. Wir setzen uns auf eine Bank, genießen einen Schluck Wasser. Die ersten E-Biker kommen auch schon oben an.

Der Wind ist der einzige Wermutstropfen heute, und schlussendlich ist es auch dieser, der uns von dem ansonsten gemütlichen Plätzchen vertreibt.

Auf dem Waldsteig wandern wir hinunter nach Fagslung, vorbei an der Wasserfassung für Aldrans

Immer wieder sehen wir Frühlingsboten, die uns an die kommenden warmen Saison erinnern, wie hier im Bilde der Huflattich.

Über die Felder vor Fagslung erreichen wir wieder Siedlungsgebiet, über das Industriegebiet wandern wir nach Aldrans.

Eine gemütliche Einstiegstour, in feinster Gesellschaft. So kann es weitergehen… Ich freu mich schon auf die kommende Saison…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:57 h
Gesamtlänge: 9,91 km
Höhenmeter: △ 643 m / ▽ 853 m

240321 Bitterlehütte (1.080m)

Dieses Wochenende sind wir, Biggi und ich auf der Hütte. Es sind ein paar Sachen zu tun, der Winter ist vorbei und es gibt immer was zu erledigen. Ausspannen steht natürlich auch auf dem Programm, es soll ja ein feines Wochenende werden.

Am Freitag Nachmittag steigen wir auf, da wir ein paar schwere Sachen mithaben, liefern wir diese erst mit dem Auto ab, dann stellen wir das Fahrzeug wieder ins Tal. Der anschließende Fußmarsch tut gut und ist ob der lauen Temperatur angenehm.

Am Samstag starten wir mit einem feinen Frühstück in den Tag, bald darauf starten wir mit der Arbeit. Es ist Schadholz aufzuarbeiten, die Wasserversorgung haben wir schon am Vortag reaktiviert. Das Wetter zieht ab Mittag zu, ein dramatischer Temperatursturz bringt sogar leichten Schneefall.

Rasch erledigen wir das Holz, das im nächsten Winter wohl die Basis für gemütliche Tage auf der Hütte wird. Am Abend spielen wir noch Karten, nachdem wir uns ein feines Essen gegönnt haben.

Der nächste Morgen bringt dann die erwartete Überraschung, es ist winterlich geworden auf dem Berg. Die Wiese ist schneebedeckt, aber dank Holzofen ist es total gemütlich.

Zum Glück konnten wir alle vorgenommenen Arbeiten erledigen. Wir räumen die Hütte auf und machen uns wieder auf ins Tal.

Ich freu mich schon auf den nächsten Aufenthalt!

240316 Patscherkofel (2.246m)

Schon seit einiger Zeit „kitzelt“ mich eine Schneeschuhtour, endlich ist es so weit. Weit weg will ich nicht fahren, daher beschließe ich, eine Runde auf und um den Patscherkofel zu machen.
Mit der Bahn fahre ich bis zur Mittelstation, die Talabfahrt ist schon wegen Schneemangels geschlossen. Hier starte ich, mit Grödeln bewaffnet, die Schneeschuhe bleiben auf dem Rucksack.

Ich erreiche nach ein paar Minuten die Patscher Alm (1.694m), hier verlasse ich das Skibgebiet und folge dem Forstweg, auch Vitalweg genannt, in Richtung Hochmahdalm

Es ist und bleibt eine Forststraßen-Hatscherei, egal ob Sommer oder Winter. Dennoch tröstet die wunderschöne Aussicht ein wenig über diesen Fakt hinweg.

Das Stubai, für die Jahreszeit auch schon auffällig schneefrei, liegt direkt vor mit. Ich komme an der sogenannten David-Hütte, in super Lage, vorbei.

Der Weg ist immer noch gut zu gehen, die Schneeschuhe können noch am Rucksack bleiben.

Schließlich erreiche ich auch die Hochmahdalm (1.907m). Hier treffe ich auch zwei Skitourengeher, die gerade eine Pause machen.

Kurz nach der Alm biege ich von der Straße ab ins Gelände, hier sind auch mehrere Skitourengeher am Weg. Nun endlich kommen die Schneeschuhe zum Einsatz.
Der Aufstieg auf den Gipfel des Kofels ist einfach, aber die Sicht grenzwertig… fast wie ein „Whiteout“.

Ich stapfe vor mich her, Sicht gegen Null, als plötzlich die Wolkendecke aufreißt und die Sendeanlage direkt vor mir liegt. Ich bin überrascht, dass ich schon fast auf dem Gipfel stehe.

Für eine Pause ist es noch zu früh, ich gehe an der Gipfelstube vorbei, diese ist trotz des nicht idealen Wetters gut gefüllt.

Ein Abstecher zum Gipfelkreuz des Patscherkofels ist Pflicht. Der Wind bläst wie verrückt, daher bleibe ich nur einen Augenblick stehen.

Vom höchsten Punkt wandere ich nun ostwärts, vorbei an der riesigen Sendeanlage und über den Osthang in eine Mulde. Der Schnee ist gut tragfähig, dennoch muss man aufpassen, wohin man steigt, um nicht in eine Klusse (Felsloch) zu steigen.

Unter dem Lanser Kreuz wird es ein weniger steiler, ich finde eine alte Spur, der ich folge. Obwohl der Nimbus des Erstbegehers verloren , ist das Fortkommen um einiges leichter geworden.

… in einer steileren Passage zweigt der Weg hinab in eine Mulde und weiter Richtung Zirbenweg.

Die Orientierung ist im Winter wesentlich schwieriger, ich quere den Zirbenweg unbemerkt und befinde mich plötzlich tiefer als eigentlich geplant. Unter dem Osthang des Kofels wandere ich dann zur Grünbichlhütte.

Über einen flachen Boden mit vielen Latschen, das „Lieblingsgebiet“ ein jedes Schneeschuhwanderers, führt der weitere Weg. Obwohl keine steilen Passagen sind, muss ich bei jedem Schritt aufpassen, nicht einzubrechen.

Ich erreiche die Grünbichlhütte, ein Blick über die Schulter zeigt düsteres Wetter im Unterinntal. Mal schauen ob der Sonnenschein an meinem Standort noch ein wenig hält…

Von der Hütte führt eine Spur in Richtung Patscherkofel-Bergstation, undeutlich, aber erkennbar. Dieser folge ich, vermutend, dass ich auf dem Zirbenweg bin. Dies dürfte auch der Fall sein, allerdings ist der Weg zugeschneit und relativ steil, mit den Schneeschuhen stellt diese eine Herausforderung dar.
Zusätzlich ist die Schneeschichtung gelinde gesagt „komisch“, oberflächlich liegt ein fast schon schmieriger Schneefilm, unterhalb eine sehr harte Schneeschicht. Dies beeinflusst den Gripp der Schneeschuhe, ansonsten kein Thema, heute ein wenig negativ!

Ich quere die steileren Hänge, teils mit ungutem Gefühl, teil unter Zuhilfenahme von „ungewöhnlichen“ Steigtechniken und erreich schlussendlich wieder sicheren Untergrund.

Der Pulsschlag fährt langsam wieder runter, und nach kurzer Zeit eröffnet sich der Blick auf die Bergstation der Patscherkofelbahn. Ich habe es geschafft.

Eine schöne Tour mit Schneeschuhen, die Steilheit und der ungute Schneedeckenaufbau haben mich am Schluss ein wenig auf Trab gehalten, aber Spaß gemacht hat die Tour allemal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:18 h
Gesamtlänge: 8,79 km
Höhenmeter: ∆ 685m / ∇ 437m
Lawinenwarnstufe: 1

240315 Sattelberg (2.115m)

Für unsere heutige Tour schlägt Biggi den Sattelberg vor. Ein kurzer Rundumblick, überall recht wenig Schnee! Ob das nicht zu optimistisch ist, frage ich mich?

Am Parkplatz angekommen, sind scheinbar meine Befürchtungen wahr. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen, ein paar Meter tragen tut nicht weh.

Nach einer kurzen Trageststrecke können wir die Ski anschnallen, zwischenzeitliche kurze schneefrei Stellen bewältigen wir in „tappender“ Manier.

Schon bald haben wir eine geschlossene Schneedecke, der Riecher von Biggi war doch goldrichtig.

Die ehemalige Skipiste ist gut präpariert, die Crew der Sattelbergalm leistet hier ganze Arbeit.

Das Wetter ist auch besser als prognostiziert, es ist relativ warm und der Wind hält sich sehr in Grenzen.

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Tourendaten
Gesamtdauer: 2:37 h
Gesamtlänge: 8,59 km
Höhenmeter: ∆ 852 m / ∇ 865 m
Lawinenwarnstufe: 1

240310 Halltal, St. Magdalena

Der Föhn wütet schon seit gestern im Land Tirol, besonders in den typischen Windschneisen. Damit fällt unsere geplante Skitour aus, wir müssen umdisponieren. Nach kurzer Überlegung fällt mir das Halltal ein, das ja durch die geographische Ausrichtung windgeschützt sein sollte.
Zum Parkplatz Hackl fahren wir mit dem Auto, dann starten wir über die Salzstraße ins Tal hinein.

Schon nach kurzer Wegstrecke wechseln wir auf den feinen Fluchtsteig, der im unteren Bereich breit ist und feines „Nebeneinanderlaufen“ zulässt.

Der erste Teil der Wanderung liegt noch offen zum Inntale, daher bläst auch hier der Wind mit vehementer Intensität. Zumindest ist es nicht so kalt!

Beim Bettelwurfeck macht das Halltal einen Knick nach Westen, damit wird dem Wind ein Hindernis in den Weg gelegt und für uns wird der weitere Aufstieg angenehmer.

Wir bleiben immer nahe an der Bergflanke, wir beschließen beim Aufstieg, den Eibentalsteig zu nehmen. Damit sind wir nördlich vom Zunterkopf und an der Leeseite vom Föhnwind.

In der Früh war der Himmel noch recht schicklich, aber jetzt ziehen immer mehr Wolken auf. Dennoch, es ist lau und trocken, also wandern wir weiter.

Wir erreichen das wunderschön gelegene Alpengasthaus Sankt Magdalena, eine Einkehr ist obligatorisch. Wir finden einen feinen Platz in der Veranda-Stube, der Kachelofen ist eingeschürt, es ist lauschig warm in der Stube.
Eine feine Tom-Yam-Suppe (Thai) mit anschließender Topfenschnitte stillen den kleinen Hunger.

Das Wetter wird leider eher nicht besser, daher machen wir uns an den Rückweg. Dieses Mal nehmen wir den „unteren“ Fluchtsteig, der durch schöne Buchen- und Eibenwälder ins Tal führt.

Zeitzeugen des ehemaligen Salzbergbaus sind immer noch sichtbar, die Soleleitung, die ich schon seit Jahren immer wieder fotografisch dokumentiere, ist immer noch „gut in Schuss“, zumindest streckenweise.

In den Grashängen und auch in den Schotterreisen sitzen, liegen und stehen Gämsen. Zum Fotografieren (mit der iPhone-Kamera) sind sie dann doch zu weit weg.

Am Talanfang lässt der Frühling seine ersten Boten sprießen, die ersten Leberblümchen, und auch Seidelbast entdecken wir.

Dies war eine feine Wanderung durch das Halltal, die sich heute rentiert hat. Während sonstige Aktivitäten ob des Windes wohl nur erschwert möglich gewesen wären, hat diese Runde definitiv Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:38 h
Gesamtlänge: 7,72 km
Höhenmeter: ∆ 533 m / ∇ 532 m

240309 Patscheralm (1.694m)

Die Sonne lacht vom Himmel, allerdings rüttelt zur gleichen Zeit der Föhn an den Fenstern, dass es nur so eine Freude ist. Ich lasse mich nicht entmutigen, der Patscherkofel steht heute auf dem Programm.
Mit dem Direktbus von Aldrans erreiche ich die Talstation. Der Skibetrieb konzentriert sich heute auf die Heiligwasserwiese, der Rest des Skigebietes ist geschlossen.

Ist starte direkt von der Talstation los, über die Olympiaroute steige ich steil zur Einmündung beim Tunnel, dort wechsle ich auf die Familienabfahrt.

Im unteren Teil des Skigebiets war ich noch halbwegs gut vom Wind verschont geblieben, aber je höher ich steige, desto steifer wird die Brise. Die Piste ist dafür in einem traumhaften Zustand…

Der Himmel ist klar und wunderschön, auf den Bildern sieht man halt keinen Wind. Dieser wird nun immer intensiver, und an zwei Stellen merke ich, wie es mich zur Seite drückt.

Der Blick ins Inntal ist heute wieder besonders schön, weil der Himmel so klar ist.

Überall, wo Sonne auf die Piste scheint, wird der Schnee ein wenig weicher und fein für den Aufstieg.

Schließlich erreiche ich über die Forststraße die heute auch geschlossene Patscheralm (1.694m). Hier beschließe ich, es gut sein zu lassen, denn es ist nicht mehr fein mit dem Wind.

Während ich mich für die Abfahrt herrichte, ziehen noch ein paar Unerschrockene an mir vorbei, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Der „Kofel“ läuft mir wahrlich nicht davon…

Über den Stubaiern kommen schon die ersten Wolken zum Vorschein, das Wetter wird wohl noch im Laufe des Tages umschlagen.

Die Abfahrt ist wie schon erwartet ein Traum, fast keine Spuren, und gerade in dem Zustand, den ich sehr gerne mag… oben ein wenig weich und dennoch griffig.
Rasch erreiche ich wieder die Talstation, beim letzten Schwung sehe ich gerade meinen Bus einfahren!

Und wie bestellt sitze ich 3 Minuten später auch schon wieder im Bus nach Hause. Wunderbar!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 6,52 km
Höhenmeter: ∆ 708 m / ∇ 706 m
Lawinenwarnstufe: Stufe 2 (Gleitschnee)
Wetter: Klarer Himmel, starker Föhn

240307 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Letu hat endlich ein Paar „Tourenski“ ergattert, das müssen wir gleich mal ausprobieren. Ich bin zwar nach einem langen Arbeitstag nicht so motiviert, dafür ist es Letu für uns Beide! Da gibt es kein Auskommen, ich muss mit…
Ausnahmsweise fahren wir mit dem FloMobil zum Glungezer.

Mit der Bahn fahren wir schnell in die Höhe, da es heute nur eine „Versuchstour“ ist, beschließen wir, von der Bergstation auf den Schartenkogel zu gehen. Das sind nur ein paar Höhenmeter, aber zum ausprobieren gerade recht.

Wir steigen an der Piste entlang stetig nach oben, über den Ziehweg und den letzten Steilhang erreichen wir die Bergstation des Schartenkogellifts und schlussendlich auch das Gipfelkreuz.

Es ist frisch, daher beeilen wir uns, packen die Sachen zusammen und fahren wieder ab bis zur Mittelstation. Die Talabfahrt ist heuer nur an ein paar erlesenen Tagen gegangen und ist schon länger gesperrt.

Eine kurze, feine Tour mit dem Sohnemann, es hat richtig Spaß gemacht. Hoffentlich geht sich das in nächster Zeit noch einmal aus!

Tourendaten
Gesamtdauer: 0:57h
Gesamtlänge: 5,89 km
Höhenmeter: ∆ 258 m / ∇ 819 m