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230326 Ferrata Casto Klettersteigpark

Heute ist der dritte, und auch letzte Tag unseres Kurztrips im sonnigen Süden. Das Wetter passt noch gut, der Frühstückstisch zum bersten gefüllt! So lässt sich ein Tag gut starten!

Heute steht uns was Gemütliches bevor, in der Nähe unseres Apartment gibt es einen sogenannten Klettersteiggarten, ähnlich einem Klettergarten. Dort kann man fast alle Schwierigkeitsgrade ausprobieren. Wir sind hauptsächlich an der schönen Klammdurchschreitung interessiert.

Kurz nach 9:00 Uhr erreichen wir den Parkplatz, wir sind ziemlich allein auf weitem Felde. Der Park ist noch nicht offiziell geöffnet, es wird an vielen Stellen gearbeitet.

Wir wandern entlang des Baches zum Einstieg in den Klettersteig „Strettia di Luina“. Sicherlich nicht der schwerste Eisenweg in diesem Park, aber dafür laut Beschreibungen der absolut Schönste!

Am Weg entlang sind ein paar Themen-Stellen, die wohl mit der Gegend zu tun haben, aufgestellt: Bergbau, Köhlerei und ähnliche Sachen.

Bald haben wir den Einstieg bei einem kleinen Wasserfall erreicht, nachdem wir die Ausrüstung angelegt haben, starten wir auf deinem schönen Klemmblock.

Die Ferrata bewegt sich immer leicht über der Wasseroberfläche, geht nie arg in die Höhe. Das macht sie auch, neben der Schönheit, ideal für Anfänger.

Einzig die kurzen Abstände zwischen den Felsankern, die ein häufiges Umhängen notwendig machen, sind ein wenig lästig.

Immer wieder erreichen wir den parallel verlaufenden Wanderweg, einmal müssen wir diesen auch ein kurzes Stück selber begehen.

Eine Seilbrücke, die ich heute auslasse, führt in luftige Höhen, um auf der gegenüberliegenden Bachseite wieder zum Steig hinzustößt.

Je weiter wir in die Schlucht reinkommen, desto enger wird der Abstand der Felswände.

Schön ausgewachsene Strukturen zeugen von der Macht des Wassers, das sich hier wohl in Millionen Jahren durch-gefressen hat.

Immer enger, dunkler, aber auch schöner und spektakulärer wird der Canyon…

Unter uns ist nur noch kristallklares Wasser, die Schwierigkeiten halten sich in Grenzen, daher haben wir umso mehr Zeit zum Staunen.

Gegen Ende der Tour öffnet sich die Schlucht wieder ein wenig…

… und öffnet sich zu einem unscheinbaren Wiesenbach… Papa meint am Schluss nur: „Du bist halt doch in der Canyoningwelt zu Hause“. Und das selbe ich mir während der Tour durch den Kopf gegangen. Ich freue mich schon wieder auf das Canyoning im Sommer!

Am Ausgang der Tour erreichen wir einen Park, der für Groß und Klein als Kletter- und Spielpark dient. Sogar ein Flying Fox (Seilrutsche) wird gerade montiert.

Und hier endet auch unsere gemeinsame Tour. Maggo fährt wieder in den Süden, nächste Woche muss er dort noch eine Baustelle beaufsichtigen. Und Papa, Alfons und ich fahren wieder in den kalten Norden… dort ist Schnee angesagt!

Ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn wir wieder zusammen die Berge unsicher machen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtlänge: 7,5 km
Höhenmeter: 163 m
KS-Schwierigkeit: C

230325 Ferrata Crench, Monte Croce di Perlé (1.031m)

Der zweite Tag unseres Buabenwochenendes startet mit gold-schönem Wetter. Es ist warm, super sonnig und die Aussicht ist fulminant.
Nach einem üppigen Frühstück fahren wir von Casto nach Idro, dort starten wir unsere Wanderung mit Klettersteigeinlage.

Vom Parkplatz starten wir sofort bergauf, der erste Teil der Strecke ist der Klettersteig „Via Ferrata Crench“ mit einer Bewertung C/D (schwierig/sehr schwierig). Schon nach kurzem Höhengewinn genießen wir wieder eine göttliche Aussicht auf die Umgebung mit dem tiefblauen Idrosee.

Der Klettersteig startet angenehm, die Schwierigkeiten sind bei weitem nicht so krass wie Vortag, zumindest ist das meine Empfindung. Heute ist richtiger Genuss angesagt, der Steig macht mir richtig Spaß.

Die Schlüsselstelle, mit einer Kette entschärft, ist bei weitem nicht so wild wie vermutet, einmal fest zugreifen, und die Stelle ist überwunden.

Der weitere Weg ist schön, aber unschwierig und macht richtig Spaß. Der Steig, und die Aussicht auf Idro und den See ist wunderschön.

Die Ferrata zieht direkt hinauf zum „Punta Pelata (632 m)“, dem Schlusspunkt der Steiganlage. Dort wartet ein schöne Gipfelkreuz auf uns. Leider haben wir sowohl Brotzeit als auch ein Isogetränk zu Gunsten der Bequemlichkeit (leichter Rucksack) im Tal gelassen…

Doch Maggo überrascht uns mit einem „gschmackigen“ Himbeergeist… schon lange hatte ich keinen Gipfelschaps mehr gehabt!

Es ist wirklich unmöglich, den heutigen Tag nicht zu genießen. Wunderbare Gesellschaft, super Wetter und eine Aussicht, die schwer zu schlagen ist.

Wir verbringen eine feine Pause auf dem Gipfel, dann geht am Gratrücken weiter in Richtung „Cima Crench“.

Wir kommen auch an alten Stellungen aus dem Weltkrieg I (1914-1918) vorbei, die wir natürlich auch inspizieren. Hier an dieser Stelle verlief vor dem Krieg die Österreichisch-Italienische Grenze…

Auf dem „Cima Crench“ machen wir nochmals eine kurze Pause, dann steigen wir gegen Westen ab.

An einer Stelle haben wir eine wunderschöne Aussicht auf den nördlichen Teil des Sees. Was mir immer wieder auffällt… im Vergleich zu anderen, z.B. den Schweizer Seen ist der Idrosee relativ naturbelassen!

Immer wieder öffnet sich der sonst oft waldige Weg und lässt uns auch den weiteren Weg einsehen. An einer Stelle kann Alfons sogar unser höchstes Tagesziel, den „Monte Croce di Perlé (1.031 m)“ virtuell berühren

Ab hier verläuft der Wanderpfad oft im Wald. Es ist sehr trocken, später werden wir von unserer Vermieterin erfahren, dass es hier schon Monate nicht mehr geregnet hat…

So mancher Rückblick zeigt uns den schon begangenen Weg…

Schließlich erreichen wir im Gänsemarsch den „Monte Croce“. Trotz des wunderschönen Wetters sind uns nur ein paar Leute begegnet, im Sommer ist hier sicher viel mehr los.

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast ohne Jause (wer die wohl vergessen hat) steigen wir ins Tal ab. Der Weg führt uns um den Gipfelstock, aber es geht nur noch abwärts.

Im schönen Dörfchen Idro suchen wir uns ein Kaffee, wir sind hungrig und auch ein wenig müde.

Ein feines Lokal direkt am See wird von uns auserkoren… die beigestellten Knabbereien sind rasch leer…

Da wir doch ein Stück zur Unterkunft fahren müssen, beschließen wir uns auf den Heimweg zu machen, obwohl es hier gemütlich zum sitzen wäre…

… dafür sitzen wir am Abend wieder gemütlich in unserer Pizzeria zusammen. Der Abend zahlt sich aus, es ist lustig und so schnell kommen wir dann doch nicht zu Bette.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:57 h
Gesamtlänge: 9,64 km
Höhenmeter: 853 m
KS-Schwierigkeit: C/D (Schwierig)

230324 Ferrata Sasse und Fregio

Es ist endlich wieder soweit, das „Buabenwochenende“ steht vor der Tür. Wie *fast* jedes Jahr treffen wir, das sind Vater mit Söhnen und Schwiegersöhnen, irgendwo im Süden, um ein paar Klettersteige unsicher zu machen.
Heuer steht eine neue Gegend, in der Nähe des Idrosee´s auf dem Speiseplan.

Mit von der Partie sind heuer Papa, Alfons, Maggo und ich. Während Papa, Alfons und ich von Tirol aus anreisen, ist Maggo schon in der Nähe und stößt Mittags zu uns. Eine kleine Brotzeit haben wir mitgenommen, so gestärkt gehen wir gleich unsere erste Ferrata an.

Vom Campingplatz in Baitoni starten wir, der erste Teil unserer Wanderung ist ein einfacher Klettersteig am See entlang.

Zuerst müssen wir vom See weck eine sehr steile Stelle bewältigen, da katapultiert es unseren Puls gleich mal in die Höhe.

Abgesehen vom ersten Teil ist der Steig aber fast eben, nur kleine Auf- und Abs, immer in Sichtweite des Ufers und des Sees

Einfache Kraxelstellen sind mit Seil versichert, ein Klettersteigset brauchen wir hier jedoch nicht. Es ist weder ausgesetzt noch schwierig.

Ohne das Einklinken kommen wir recht flott weiter, natürlich vergessen wir nicht, bei der einen oder anderen Stelle zu verschnaufen und den Ausblick zu genießen

Eine sehr schöne Stelle in dieser Ferrata ist die kleine Brücke über eine Bucht. Man kommt von Oben an den Platz heran und muss über eine kleine Felswand abklettern. Die Aussicht ist fabelhaft!

Die Brücke über den See ist wackelig, aber gut zu begehen. Eine schöne Stelle, die ohne Brücke nicht fein machbar wäre.

Ab hier führt der Steig immer wieder knapp über der Seeoberfläche entlang. Im Sommer könnte man hier gut baden, heute ist aber niemand in der Stimmung, in das kalte Wasser zu springen oder zu fallen.

Schöne Bänder führen an dieser Stelle des Idrosees einfach am Ufer entlang…

… auch so manche Kletterroute ist hier eingerichtet. Die Kletterer, so mutmaßen wir, kommen allerdings aus Zeitgründen wohl eher mit dem Boot angefahren.

Wir verlassen die schöne Steiganlage und erreichen nach zwei Stunden Vesta. Den erste Teil des Nachmittags, die Via Ferrata Sasse haben wir geschafft. Einfach, aber wunderschön, so könnte man diesen kinderfreundlichen Steig auch nennen.

Nun stehen ein paar größere Brocken auf dem Programm. Ein wenig oberhalb von Vesta liegen zwei weitere Klettersteige, Via Ferrata Fregio und Via Ferrata Ginestre.

Nach einer kurzen Wanderung durch den Ort erreichen wir den Einstieg zum zweiten Klettersteig. Die Einstiegswand, bewertet mit D, schaut von unten schon mal recht wild aus. Die ersten paar Meter in der Wand sind für mich schon fordern, ein wenig mehr Armkraft wäre wünschenswert.

Bald haben alle die erste Wand bewältigt und wir können nach einer kurzen Verschnaufpause weitergehen. Der Blick auf den See begleitet uns stets und wird immer besser, je höher wir kommen…

Nach ein paar einfacheren Stellen in einem gemischten Gelände…

… erreichen wir die zweite Wandstelle. Wieder mit D bewertet, leicht überhängend und irgendwie kurios versichert, fordert mich diese Stelle noch ein wenig mehr… Nur mit einem kleinen Kniff, einem laut gesprochenen: „Zefix, iatz reiß di zamm!!!“ und einem beherzten Armzug erreiche ich wieder leichteres Gelände.

Nach dieser Erfahrung hat es mir die Lust auf den dritten Klettersteig vermiest… der weist auch solche Schwierigkeiten, zusätzlich noch länger auf. Das ist heute für mich nichts… Nach kurzer Beratung beschließen wir zusammen zu bleiben und den Rückweg, der auch noch recht lange ist, zu meistern.

Wieder am See entlang, nun auf dem „Sentiero dei Contrabandieri“, (Schmugglersteig) wandern wir zurück zu unserem Auto. Der Weg ist spektakulär angelegt, allerdings ist dieser nun wirklich als Wanderweg klassifiziert.

Zurück am Auto haben wir uns ein Bier, das Willi dankenswerterweise eingepackt hat, redlich verdient. Wir sind uns einig, der Start war schon mal gut, die Umkehr hat von der Zeit her gepasst, ansonsten wäre es am Abend wohl hektisch geworden!

Wir finden die Unterkunft nach kurzer Autofahrt, Cleo, die Vermieterin wartet schon auf uns. Alles wird genau erklärt, in der Pizzeria nebenbei gibt es heute Livemusik. „Das müsst ihr euch anschauen“, meint sie.

Ein gemütliches Abendessen, das Essen ist fabelhaft, rundet unseren ersten Tag in der Lombardei ab. Und von der versprochenen Livemusik bekommen wir auch noch was mit!
Alles wunderbar!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:47 h
Gesamtlänge: 11,40 km
Höhenmeter: 655 m
KS-Schwierigkeit: D (schwer)

230318 Patscherkofel (2.246m)

Der Frühling ist eine der schönen Zeit für eine Skitour, finde ich! Das Wetter wird warm, dennoch liegt im Regelfall noch Schnee für die eine oder andere Tour… da aber auch immer die Zeit ein wenig mitspielt, die bei mir aktuell etwas rar ist, wird es heute eine kurze Tour werden…

Wolfi holt mich zu Hause ab, wir beschließen, von der Mittelstation auf den Kofel zu gehen. Das ist kurz und gemütlich und wir haben jede Menge Sonne! Das klingt ja bestens…

Da wir erst zu Mittag starten, ist der Schnee schon ein wenig batzig, aber gut zu gehen… und die Jacke kann gleich im Rucksack verschwinden.
Wir machen die ersten paar Schritte, da bleibt Wolfi stehen… sein Skistecken hat sich in die Einzelteile zerlegt… Gott sei Dank habe ich ein wenig Tape dabei, so wird der Schaden notdürftig behoben. Nun können wir los starten.

Von der Mittelstation aus gehen wir über die Piste, am kleinen Schlepplift vorbei, hinauf zur Bergstation.

Hier wechseln wir auf den Forstweg hinauf zum Gipfel. Da wir es heute gemütlich haben wollen, passt diese Route perfekt. Viele Skifahrer und Fußgänger sind am Weg…

Es ist einfach herrlich heute!

Die Aussicht ins Stubaital ist genial, vorne König Serles, gefolgt vom Hoger (Habicht), im Hintergrund sind die Eisriesen des Stubai zu sehen.

Auch ins Wipptal hinauf zum Brenner ist die Sicht wunderschön. Der Schnee hat sich schon sichtbar in die höheren Regionen zurückgezogen, im Tal scheint das Frühjahr unaufhaltsam angekommen zu sein.

Trotz vielem Sonnenschein in den letzten Tag ist die Schneedecke noch überraschend gut. Bis zum Gipfel haben wir eine geschlossene Schneedecke.

Kurz vor dem Gipfel haben wir einen schönen Blick ins Oberland mit der markanten Martinswand und der Hohen Munde.

Der Gipfel mit der Sendeanlage ist nun zum Greifen nahe. Wir peilen das vor der großen Antenne unscheinbar wirkende Gipfelkreuz an. Wir sehen auch das Radar von der Flugraumüberwachung

Hier am Gipfel liegt noch ganz nett Schnee… wie man auch ganz gut an der Hütte vor dem höchsten Punkt sehen kann.

Am Kreuz ist was los, das ist bei diesem Wetter kein Wunder. Wir bleiben nur kurz stehen, wie üblich weht hier ein unfeiner Wind.

Bei der ehemaligen Bergstation des 1er-Sesselliftes, heute befindet sich hier die Gipfelstube, ziehen wir uns um. Das Gasthäuschen ist heute leider geschlossen, daher fahren wir über den Ziehweg hinunter ins Skigebiet.

Die Abfahrt über die sanften Hänge ist super angefahren, der Schnee schon recht weich…

Den Gipfelhang trauen wir uns dann doch nicht ganz abzufahren, nicht wegen einer Gefährdung, sondern weil einfach im unteren Bereich der Schnee fehlt…

Am Forstweg geht es flott dahin, im Wald ist es dann ein wenig „ungemütlicher“, denn hier wechseln sich nasse mit eisigen Passagen ab, das heißt einmal schnell, dann wieder langsam!

Zu guter Letzt erreichen wir das Skigebiet und kehren im „Das Kofel“ ein. Eine Suppe rundet die gemütliche Tour ab…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamtlänge: 10,35 km
Höhenmeter: ∆ 550 m / ∇ 1.244 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2.200m)

230312 Skifahren Patscherkofel

Wäre das Wetter besser gewesen, wir hätten wohl wieder ins Kühtai oder vielleicht mal in die Lizum geschaut. Leider offenbarte der Blick aus dem Fenster einen eher trüben Tag. Daher wurde kurz debattiert und wir beschließen, zum Kofel zu fahren.

Schon bei der Auffahrt stellen wir fest, das Wetter ist gar nicht so übel wie gemeint. Zwar weit weg von „Schön“ wie letztes Wochenende im Kühtai, ist es doch passabel. Es hat geschneit, nicht viel, aber es wertet die Landschaft schon auf…

Wir geben Gas, haben wir Spaß auf der Piste… da ist nur Zeit für das eine oder andere Foto in der Gondel.
Kurz vor Mittag treffen wir noch zwei Bekannte, mit denen wir ein paar Bögen ziehen… eine kurze Einkehr im „Das Kofel“ rundet den Skitag ab…

Glücklich und müde warten wir schlussendlich nur kurz auf den Bus an der Talstation, eine richtige Punktlandung.

Ein toller Skitag mit dem Sohnemann… hoffentlich folgen noch viele Weitere!

230309 Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Was für ein Winter… der weiße Niederschlag ist genauso rar wie der Flüssige, dennoch ist es immer wieder überraschend, wie gut die Skigebiete präpariert sind. Denn, so stelle ich immer wieder fest, Skifahren lässt sich zumindest auf den Pisten sehr passabel.

Spontan haben Wolfi und ich beschlossen, nach der Arbeit dem Patscherkofel zumindest auf die Schulter zu steigen, wir haben uns dazu auch extra gutes Wetter bestellt.

Obwohl es ab Beginn kühl und teilweise windig ist, alsbald wir die sonnigen Abschnitte erreichen, ist meine Jacke auch schon im Rucksack verschwunden. Wunderbar, denke ich mir… Skitouren im T-Shirt sind einfach unschlagbar!

Auch wenn die Pisten wunderbar präpariert sind, teilweise auch schon ein wenig aufgeweicht; die Gesamtoptik ist dann doch ein wenig armselig. Grüne, bzw. braune Wiesen schließen direkt an die Schneebänder an, der Wald hat auch schon länger keinen Tropfen abbekommen…

Die Aussicht ist wunderbar, die Sonne lacht vom Himmel… ich freu mich schon wieder auf Frühjahr und Sommer, auch wenn ich den Schnee mindestens genau so sehr liebe!

Am Pistenrand, an die uns unsere Aufstiegsspur immer wieder bei den steilen Stücken führt, ist der Übergang von Winter zu Sommer besonders gut sichtbar… wie lange diese Spur wohl noch begehbar ist?

Ab der Mittelstation, es liegt jetzt auch ein wenig mehr Schnee, steigen wir über die Olympiaroute mit immer wieder sehr steilen Abschnitten hinauf zum Schutzhaus.

Die Bergstation kommt in Sicht, wir nehmen allerdings die Verlängerung nach Osten, die uns erst nach einer Schleife zum Schutzhaus befördert, ein wenig länger, aber dafür nicht so steil…

Im Hintergrund sieht man gut den Sendemast am Kofelgipfel…

Es ist die Zeit des Sonnenuntergangs, wunderschöne Farbspiele zeichnen sich am Himmel ab, und der Schnee bekommt eine warm-orange Tönung verpasst…

In angenehmer Stimmung erreichen wir das Schutzhaus, heute kehren wir wieder mal ein…

Die Stube ist fast leer, wir suchen uns einen gemütlichen Platz, bestellen was zu trinken und eine feine Suppe.

Beim letzten Licht richten wir uns für die Abfahrt, man kann die Piste gerade noch erkennen. Dennoch setze ich mir die Stirnlampe auf, sicher ist sicher…

Die Abendstimmung ist wieder einmal phantastisch… Über die Familienabfahrt erreichen wir nach kurzer, feiner Abfahrt wieder den Parkplatz.

Eine feine Tour mit toller Begleitung! Danke an Wolfi…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 8,07 km
Höhenmeter: △ 934 m / ▽ 934 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2.200m)

230305 Kühtai

Nachdem der gesamte Winter mit Schneearmut geglänzt hat, haben wir uns heute entschlossen, Nachschau im Kühtai zu halten, wie dort die Pistenverhältnisse seien. Man hört nur Gutes aus diesem Schneeloch und retrospektiv können wir das auch bestätigen. Die Pisten hier sind ein Wahnsinn!

Mit dem Flomobil sind wir heute bequem angereist, denn die Busfahrt ins Hochtal ist von uns zu Hause gesehen recht umständlich.

Piste für Piste probieren wir aus, wir starten mit der Hochalterbahn, weiter zur Kaiserbahn. Später wechseln wir auf die Südseite, Hohemut-, Dreiseen- und die Wiesberg-Bahn nehmen wir auch mit.

Bei so viel Lifthopping braucht es mal eine Pause am Talboden. Im „Sonne&Schnee“ auf der Terrasse genießen wir die Frühlingssonne und stärken uns…

Nachher geht es wieder auf die Piste, schlussendlich haben wir einige der Lifte, Letu ein paar Mal den Funpark durchstreift. Zur Gaiskogelbahn schaffen wir es nicht, das müssen wir das nächste Mal machen!

Wunderbares Wetter, feinste Pistenverhältnisse, eine gemütliche Pause zwischendurch und beste Gesellschaft. So stelle ich mir einen gelungenen Skitag vor!

Abfahren: 13x

230228 Glungezer-Bergstation (2.054m)

Nach einer bewegten, strengen Zeit ohne großartiger sportlicher Betätigung mache ich mich nach Dienstschluss auf, noch den Schartenkogel zu besteigen.
Das Wetter ist wunderbar, ich fahre mit dem Postbus zur Talstation und im Nuh erreiche ich die Mittelstation.

Über die „alte Schlepplifttrasse“ schreite ich abwechseln steil und weniger steil den Berg hinauf. Schon zu Hause ist mir am rechten Fuß eine bis jetzt unentdeckte Schwellung aufgefallen, die sich nun bei jedem Schritt mehr und mehr bemerkbar macht.

Bei der Bergstation auf 2.054m ist Schluss, es macht keinen Sinn mehr weiterzugehen. Der Fuß meldet sich nun zu Wort und will sich nicht mehr beruhigen.
Eine kurze Pause mit wunderschönem Ausblick bringt nur kurze Erleichterung…

Kurz überlege ich, mit der Gondel ins Tal zu fahren, aber was soll ich sagen… bis jetzt bin ich auch immer abgefahren, das lässt mir der Kopf nicht zu…

Die wirklich kurze Abfahrt von der Berg- zur Mittelstation zieht mir dann doch den letzten Nerv. Der Fuß schmerzt nun wirklich, wäre ich doch mit der Gondel gefahren, denke ich mir noch…

Langsam, aber wohlbehalten erreiche ich die Mittelstation… das war wohl eine der kürzesten Skitouren der Saison. Das Wetter und die Aussicht war auf jeden Fall der Hammer!

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,51 km
Gesamtdauer: 1:04 h
Höhenmeter: △ 496 m / ▽ 496 m

230207 Schartenkogel (2.311m)

Heute öffnet sich ein kurzes „Freizeitfenster“ bei mir, das ich gleich für eine kurze Tour auf den Schartenkogel nutzen möchte. Mit dem Postbus fahre ich bequem zur Talstation…

… und direkt mit der Gondel hinauf zur Mittelation. Das Wetter ist kalt, verspricht aber wunderschöne Ausblicke und eine Bombenstimmung.

Von der Mittelstation wähle ich den Skiaufstieg über die Steile ehemalige Lifttrasse. Der Schnee ist heute griffig, Harscheisen werden nicht gebraucht.

Während ich auf dem Weg zur Bergstation bin, fällt langsam die Dämmerung über das heilige Landl ein!

An der Mittelstation bin ich mit zwei jungen Burschen gleichzeitig weggegangen, diese treffe ich nun wieder beim Pistenzusammenschluss. Hintereinander gehen wir nun den kurzen Ziehweg in die Kalte Kuchl hinüber.

Dieser Abschnitt ist nach dem ersten steilen Anstieg immer eine willkommene Raststrecke, speziell wenn man wie ich die Lifttrasse recht flott raufgegangen ist. Ich verzichte auf den schöneren Aufstieg über die Nordflanke und bleibe weiterhin auf der Piste…

Der Himmel sendet ein wahres Feuerwerk an wunderschönen Farben zu uns herüber, immer wieder muss ich stehenbleiben und mich an diesem Schauspiel zu erfreuen. Obwohl ich finde, dass die Fotos auch gut geworden sind, sind sie doch nur ein Abklatsch der Wirklichkeit…

Der obere Teil zum Schartenkogellift ist angenehm flach, auf die Steighilfe kann hier verzichtet werden, es geht flott aufwärts zum Tagesziel.

Unterweg muss ich mir die Kapuze überziehen, meine Ohren schmerzen schon ein wenig. Die Temperaturen sind auch wirklich arktisch, dazu kommt ein leichter Wind, der noch mehr zur Abkühlung beiträgt.

Bald erreiche ich die Bergstation des Schartenkogelliftes. Ab dort sind es nur noch ein paar flache Meter zum einfach zu erreichenden Gipfelkreuzes.

Es ist sehr kalt, ca. -10°C plus Windchill, da ist zum Pausieren keine Muse vorhanden. Also packe ich schnell meine Sachen, nur kurz muss ich die Handschuhe ausziehen. Dies reicht allerdings schon um meine Finger „huurnagln“ zu lassen…

Der wunderschöne Ausblick auf das Inntal und die Stubaier und Mieminger ist nur eine kurze Ablenkung für meine Finger… ich muss los, damit die gefühlten Eiszapfen wieder warm werden.

Ich habe den richtigen Zeitpunkt für die Abfahrt gewählt, ich erreiche noch ohne Taschenlampe die Bergstation der Gondel, aber hier ist die Piste teilweise beleuchtet und ich brauche überhaupt keine Lampe.

Während ich um ca. 18:45 schon fast wieder zu Hause bin, schlängeln sich Menschenmassen hinauf auf den Berg. Die Piste ist schon recht eisig und die Temperaturen zumindest nicht angenehm. Ich möchte nicht tauschen…

Im Tal warte ich ca. 5 Minuten, dann kommt auch schon der Bus. Auf direktem Weg erreiche ich wieder Aldrans. Das ist heute wieder mal alles wie am Schnürchen gelaufen.

Später am Abend sitze ich im Wohnzimmer und entspanne. Ein leichtes Kratzen im Hals macht sich bemerkbar… wie sich später herausstellt, hat mich der Corona-Virus wieder mal erreicht… wie ärgerlich! Gemerkt hätte ich im Aufstieg allerdings nichts…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:37 h
Gesamtlänge: 7,45 km
Höhenmeter: ∆ 774 m / ∇ 774m
Lawinenwarnstufe: 3 (Altschnee / Triebschnee)

230205 Schartenkogel (2.311m)

Schon seit längerer Zeit möchte Letu mal mit auf Skitour gehen. Nach längerem Hin und Her habe ich endlich eine Ausrüstung für ihn ausleihen können. Unser erstes Ziel soll der Schartenkogel sein, eine feine kurze Tour, sogar mit Gipfelkreuz!

Mit der Gondel fahren wir zur Bergstation. Es ist einiges los, gefühlt sind die meisten Kunden hier Rodler, klassische Skifahrer sind fast keine am Weg.

Zuerst, sozusagen zum Warm laufen, gleiten wir den Ziehweg zurück in die Kalte Kuchl. Dann wir es ein wenig steiler, Letu macht seine Sache sehr gut. Es ist eine ungewohnte Bewegung für ihn, aber alles läuft wie am Schnürchen.

Das eine oder andere Mal bleiben wir stehen, trotz Bewölkung sehen wir ins Inntal und auch ins Oberland hinein.

Vor uns liegt die unscheinbare Erhebung des Schartenkogels. Dennoch eine feine Tour, die immer machbar ist und auch für Einsteiger einen tollen Start bietet.

Kurz vor der Bergstation des Schartenkogellifts wird es nochmal ein wenig steiler, aber mit einer schönen Steigtechnik (und dem heute wirklich feinen Schnee) ist das alles kein Problem.

Den kurzen Gang zum Gipfelkreuz lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Es hat hier ein wenig mehr Schnee gemacht als am Patscherkofel (den wir gestern zum Skifahren besucht hatten)

Eine kleine Wechte gehört hier natürlich auch dazu, die Tuxer Alpen sind bekannt für den steten Wind. Speziell der Glungezer und demzufolge auch der Schartenkogel sind oft wind-gebeutelt.

Heute haben wir Glück, es ist Windstill und wir genießen die Aussicht. Eine Tasse heißem Tees rundet die Tour ab…

Nach dem Verstauen der Ausrüstung geht es an die Abfahrt. Für Letu das erste Mal mit den „neuen“ Skiern… aber auch hier schlägt er sich wacker…

… rasch erreichen wir wieder den Lift, bzw. die Mittelstation. Von hier müssen wir wieder die Gondel nehmen, leider reicht der Schnee nicht für die Talabfahrt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 5,85 km
Höhenmeter: ∆ 276 m / ∇ 809 m
Lawinenstufe: 4