Archiv des Autors: Wisse

170120 Skitour Patscher Alm (1.694m)

Als kleine „Feierabendtour“ gehen wir auf die Patscher Alm, der Wolfi und ich. Obwohl ich da gerade vor 5 Tagen war, freut es mich trotzdem, weil ich zum Ersten die Alm recht nett finde, zum Zweiten wieder mal mit dem Wolfi was unternehme und drittens das Wetter ein Traum ist.

Wir starten vom Parkplatz aus auf dem beschilderten Weg neben dem Zauberteppich, müssen uns aber schon bald, da wir den Weg irgendwie nicht logisch finden, doch auf die Piste ausweichen. Weiter oben finden wir wieder einen Weg abseits der Massen und können unseren Aufstieg wieder nebeneinander, mit Plauscherei verkürzen.

Unterwegs, im Wald, überholt uns ein Mann, mit einer Mords-Geschwindigkeit. Hui, denke ich mir, wir sind heute ja fein und gemütlich am Weg. Schon bald haben wir ihn wieder eingeholt, weil er eine „spezielle“ Technik zum Überwinden eines Zaumdurchgangs nicht hat und daher seine Ski ausziehen muß. Jaja, hier schwebt ein wenig Schadenfreude mit :D.

Am Ende der Spur müssen wir bei der Talstation der Panoramabahn wieder die Piste überqueren, das aber wegen der wenigen Leute heute gut geht. Dann erreichen wir auch schon die Waldschneise vor der Patscher Alm. Gemütlich.

Wir gönnen uns ein Getränk in der Hütte, aber lange bleiben wollen wir auch nicht, da wir noch im Lichte der Sonne hinunterfahren wollen. Ausserdem wurden wir beim Hineingehen in die Hütte schräg angesprochen, von Wegen Türe schließen und so… später dann, kurz vor der Abfahrt entschuldigt sich eine der Damen noch mit einem Schmäh.

Die Abfahrt geht wunderbar, einzig im unteren Teil schauen schon ein paar riesige Eisplatten unter dem Schnee hervor, die alles andere als fein zu fahren sind. Mit der richtigen Portion Vorsicht geht es aber trotzdem wunderbar abzufahren.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,57 km
Gesamtdauer: 1:45 h
Höhenmeter: 713 hm
Lawinenwarnstufe: 3

170115 Skitour Patscher Alm (1.694m)

Es ist arg kalt, trotzdem möchte ich etwas draussen machen. Zu lange möchte ich nicht am Weg sein, daher fällt meine Wahl auf eine Skitour auf die Patscher Alm. Da ich dort eh noch nie gewesen bin, wird es mal Zeit. Und meine neuen Ski wollen auch mal ausgeführt werden…

Ich starte am Parkplatz vom Olex, den ersten Teil gehe ich auf der Piste hinauf. Ich sehe zwar ein paar Spuren, die von der Piste abzweigen, aber so richtig sicher bin ich mir nicht, also bleibe ich auf der mir bekannten Route.

Da ich relativ früh losgegangen bin, ist noch nichts los. Ich bin die meiste Zeit alleine. Ungefähr bei der Hälfte meiner Route sehe ich einen zweiten Tourengeher, der auf einer kleineren Spur aufsteigt. Dies dürfte der Sommerweg auf die Patscher Alm sein.

Da die ersten Skifahrer losstarten, will ich weg von der Piste. Also passt mir diese Variante sehr gut, und ich folge der angenehmen Spur. Es geht ein kleines Stück durch den Wald, dann öffnet sich eine Lichtung. Ich bin schon bei der Talstation der Panoramabahn.

Rasch überquere ich die Piste und gehe die letzten Meter hinauf zur Patscher Alm. Hier ist für heute Ende. Es ist 9:20 Uhr, das heißt, ich habe noch viel Zeit heute mit der Familie… aber einen Kaffee gönne ich mir trotzdem auf der Hütte. Kein Mensch ist in der warmen Stube, ein feines Kaminfeuer lodert in der Ecke. Richtig gemütlich ist es hier in der kleinen Hütte.

Ich rede ein bisschen mit den Angestellten, dann mache ich mich auf ins Tal. Die Piste ist ein Traum, aber jetzt, um 9:45 füllt sich die Piste schon ein wenig. Welch ein Kontrast zum Aufstieg, da waren die Pisten total leer.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:35 h
Gesamtlänge: 7,86 km
Höhenmeter: 702 m
Lawinenwarnstufe: 3

170114 Rodeln 1/2 Rinner Alm

Letu ist gerade mit den Huttlern unterwegs, daher mache ich mich mit Sara auf, eine kleine Rodeltour bei der Rinner Alm zu machen.

Wir starten in Rinn los, leider müssen wir im Ort parken, da so viele Leute auf dem Weg zur Alm sind, daß wir beim Ausgangspunkt gar keinen Parkplatz bekommen. Die Verlängerung ist aber gar nicht wild, und bald schon steigen wir auf dem Aufstiegsweg hinauf.

Sara erzählt mir von der Schule, während wir über den Schnee stapfen. Am Anfang meint sie zwar, daß sie schon jetzt keine Lust mehr hat, aber dann geht es doch noch ein Stück weiter… und wieder ein Stück.

Wir gehen nicht ganz zur Alm rauf, sondern queren hinüber zur Rodelbahn, als diese mit dem Aufstiegsweg zusammenkommt. Fürs Erste sollte das mal reichen, ich will Sara nicht gleich vergraulen. 😀

Die Fahrt hinunter ist ein Spaß, auch wenn unsere Rodel (bzw. unsere Technik) nicht die Allerbeste ist. Trotzdem meistern wir den Weg hinunter mit bravour. Nur einmal hebelt uns eine Bodenwelle aus und wir landen unsanft auf dem Popschi.

Als es schon zu dämmern anfängt, erreichen wir wieder am Start und machen uns die letzten paar Meter auf, zu unserem Dorf-Parkplatz.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,24 km
Gesamtdauer: 1:10 h
Höhenmeter: 424 m

170112 Skitour Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

„Endlich“ habe ich die erste kurze Skitour gemacht, den Klassiker auf das Patscherkofel-Schutzhaus, zusammen mit Alfons. Leider waren wir nicht die Einzigen mit dieser glorreichen Idee, und dementsprechend war ganz nett was los.
Da wir aber bei der Aufstiegsroute ein wenig auf die Alternativen auswichen, waren wir teilweise trotzdem alleine. Erst beim Schutzhaus mussten wir die Mengen an Skitourengeher feststellen. Trotzdem konnten wir einen zwar windigen, aber feinen Platz in der Hütte ergattern. Hier gönnten wir uns ein Isogetränk, während wir die die Mengen an vorbeziehenden Sportlern bewunderten. Um kurz vor 22:00 Uhr fuhren wir wieder ab, nachdem die Wirtin schon 2 Mal „gepfiffen“ hatte… um 22:00 ist hier oben Sperrstunde.
Die Abfahrt machte Spaß, obwohl ich bei meiner „ersten“ Abfahrt die Oberschenkel schon gut spürte…

Tourendaten
Gesamtdistanz: 9,69 km
Gesamtdauer: 2:12 h
Höhenmeter: 1005 m

161229 Von Schwaz nach Brixlegg

Da der Schnee immer noch ausständig ist, habe ich heute beschlossen, das Radl nochmals zu aktivierien und eine Runde auf dem Inntalradweg zu fahren. Motivation sind die vielen Geocaches, die dort noch auf ihre Entdeckung durch meine Wenigkeit harren.

Ich fahre mit dem Auto bis Schwaz Bahnhof, wobei ich schon dort feststellen muß, daß es keinen „echten“ Bahnhofsparkplatz gibt. Beim Hofer ganz in der Nähe finde ich dann doch ein Plätzchen, das mein Auto beherrbergt.

Die ersten zwei Caches hole ich mir gleich am Bahnhof, doch oh weh, ich stelle fest, daß ich an meinem GPS Gerät gleich etwas falsches gedrückt habe… meine Einstellungen sind weg, und auf die Schnelle bringe ich diese nicht wieder zurück :(.

Nichts desto trotz finde ich einen Weg, doch noch die Caches anzuzeigen, daher geht die Runde los. Es ist bitter kalt, aber da ich gut eingepackt bin, ist es „aushaltbar“.

Immer am Inn entlang bleibe ich ca. alle 300m stehen, um eine Dose zu suchen. Zum Glück sind diese Schätze leicht versteckt, daher kann ich diese immer sehr schnell finden. Trotzdem vergeht relativ viel Zeit, stehenbleiben, suchen, loggen und weiterfahren… bis in ca. 300m das Spiel von Neuem beginnt.

Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, für die Strecke von Schwaz nach Brixlegg brauche ich immerhin 3,5h, die Strecke beträgt nur 20,55km. Dafür finde ich auf dem Weg 63 Geocaches… das ist auch nicht schlecht.

In Brixlegg nehme ich dann den Zug retour nach Schwaz, wo mein braves Auto auf mich wartet. Kalt war die Tour, aber auch schön. Besonders, wenn man auf der Sonnenseite ist… 😀

Tourendaten
Gesamtlänge: 20,55 km
Gesamtdauer: 3,5 h
Höhenmeter 120 m

161217 Drei-Seen-Runde

Endlich mal komme ich dazu, mit meinem Kollegen André eine Runde zu machen. Schon öfter haben wir was überlegt, heute solle es soweit sein. Wir haben beschlossen, in Seefeld die „Drei-Seen-Runde“ zu machen, über den Wildmoos-, Lotter- und Möserersee.

Ich bin schon früh auf und gönne mir ein Frühstück in der Bäckerei.

Um 8 Uhr treffen wir uns am Bahnhof, noch rasch holen wir eine Wegzehrung beim MPreis, dann setzen wir uns in den Zug hinauf nach Seefeld. Vom Bahnhof aus gehen wir über den Christkindlmarkt in Richtung „Camping Alpin“.

Dort nehmen wir den Weg zur „Triendlsäge“. Auf dem Weg sammle ich fleißig Geocaches ein, dieser Weg ist gespickt mit den „Holz-Stein-Wasser“-Dosen. Rasch kann ich einige Dosen finden.

Ein Stück müssen wir neben der Straße gehen, dann zweigen wir wieder ab in den Wald, ein Stück geht es aufwärts, durch das Fludertal Richtung Wildmoosalm.

Dort beim kleinen Teich, der mittlerweile fast ausgetrocknet ist, machen wir Mittagspause in der Sonne. Richtig fein… und die Brotzeit schmeckt wunderbar!

Die Temperaturen sind jedoch trotz Sonnenschein kühl, daher machen wir uns bald wieder auf, die zweite Cacherunde „Lovewalk“ zu machen. Wir kommen am nun ausgetrockneten Wildmoossee vorbei.

Dieser See, und auch der Lottensee sind aperiodische Seen, die nur zu bestimmte Zeiten, gebunden an den Füllgrad der unterhalb liegenden Karsthöhlen „erscheinen“. Ein nicht vorherseebares Naturwunder, das nur alle paar Jahre beobachtet werden kann.

Da dieser Teil der Wanderung im Schatten liegt, machen wir uns bald auf zum nächsten See, dem Lottensee. Dazwischen bewundern wir die Golfanlage Seefeld-Wildmoos und das gigantische, aber alles andere als schöne „Hotel Interalpin“, im Hintergrund die „Munde“

Nun sind wir wieder ein wenig in der Sonne und es ist gleich ein wenig gemütlicher. Der dritte See im Bunde ist der Möserersee, ein Produkt eines sogenannten Toteislochs. Das ist ein von einem Gletscher abgebrochenes Stück Eis, das von Moränengeroll überdeckt wurde. Dieses Eis ist dann sehr langsam abgeschmolzen und in dem entstandenen Loch ist dann der Möserersee entstanden.

Wieder durch den Wald erreichen wir in leichtem Auf- und Ab dann Seefeld. Ein ernüchterner Anblick sind die beschneiten Pisten inmitten vom Grün, da heuer der Naturschnee noch auf sich warten läßt. Trotzdem sind genug Wintersportler am Weg, auch eine Langlaufloipe aus Kunstschnee breitet sich vor uns aus. Die Piefkesage läßt grüßen…

Da unser Zug erst in einer Dreiviertelstunde fährt, kehren wir noch am Christkindlmarkt ein und gönnen uns einen heißen Honigmet. Wunderbar. So läßt sich die Wanderung sehr gut abschließen.

Tourendaten
Gesamtdistanz: 20,07 km
Gesamtdauer: 6:00 h
Höhenmeter: 651 m

161204 Überschreitung Seebergspitze-Seekarspitze

Der Schnee läßt immer noch auf sich warten, das freut das Wandererherz natürlich um so mehr. Heute gehts bei bestem, wenn auch kaltem Wetter von Pertisau über die Seebergspitze (2.085m) und die Seekarspitze (2.053m).

Alsons und ich starten nach der sehr wichtigen Wahl unseres Präsidenten mit dem Auto von Aldrans nach Pertisau. Ca. 45min. brauchen wir für die Strecke.

In Pertisau finden wir gleich einen Parkplatz, die Temperaturen sind bei -4°C. Richtig kühl also.

Wir gehen gleich vom Parkplatz in angenehmer Steigung hinauf, bald schon ist uns warm und die Jacken müssen in den Rucksack.

Der Steig zieht immer weiter hinauf, zuerst durch einen Buchenwald, dann durch Latschen. Die Aussicht auf den See und die umliegenden Berge wird mit jedem Schritt besser, wir genießen den Ausblick um uns in vollen Zügen.

Im Wald sehen wir ein paar Gämsen, und obwohl der Weg teilweise sehr steil ist, ist die Geherei sehr angenehm.

Nach ungefähr 2h erreichen wir das erste und für heute höchstes Ziel, die Seebergspitze (2.085m).

Wir legen eine kurze Pause ein, essen einen Müsliriegel und beschließen, gleich weiterzugehen. Am Gipfel liegt schon ein wenig Schnee, daher ziehe ich mir die „Chainsen“, meine Grödel an. Diese erreichtern mir den nördlichen Abstieg mit einigem Schnee doch erheblich.

Im Sattel zwischen den zwei Berggipfeln schauen wir uns um, gehen jedoch gleich wieder weiter, um auch die Seekarspitze zu besteigen. Der Pfad zieht ziemlich direkt am Grat entlang hinauf, obwohl die Entfernung am Anfang trügt, sind wir relativ schnell auf dem zweiten Gipfel, der Seekarspitze (2.053m).

Dort sind schon deutlich mehr Leute am Gipfel als auf der Seebergspitze, aber überlaufen kann man das auch nicht nennen. Wir finden eine feine Bank in der Sonne, Alfons packt ein kleines Bier aus und wir brotzeiten nach Herzenslust.

Ausnahmsweise ist es total windstill, so kann man es schon eine Weile aushalten.

Nachdem wir ausgiebig gejausnet haben und über die Berge in der Umgebung debattiert haben, brechen wir auf, um unsere Überschreitung weiterzuführen.

Die Spikes haben wir auch schon wieder angezogen, denn die machen das gehen auf dem Schnee einfach angenehmer.

Direkt hinter dem Gipfelkreuz geht der Pfad steil nach unten. Da es hier nordseitig ist, ist hier der Schnee auch liegengeblieben.

Trotzdem ist der Weg sehr gut zu gehen, wir kommen rasch vorhan, und bald erreichen wir die Seekaralm (1.500m). Ab hier geht eine Forststraße ins Tal, die wir jedoch immer wieder abkürzen können.

Rasch erreichen wir die südlichsten Ausläufer der Gemeinde Achensee.

Am See, genauer gesagt am wunderschönen Gaisalmsteig (Mariensteig) entlang, wandern wir mit wunderbaren Ausblicken auf den Achensee bis zur Gaisalm (938m).

Es fängt schon langsam an zu dämmern, aber unser Ziel liegt nicht mehr weit vor uns.

Nach einer weitern Stunde stehen wir glücklich ob der feinen Runde wieder beim Auto und fahren nach Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30h
Gesamtlänge: 17,85 km
Höhenmeter: 1.627 m

161125 Stanser Joch (2.103m)

Es herrscht immer noch Wanderwetter in Tirol, der Schnee läßt auf sich warten. Bei den Touren muß man jedoch schon Abstriche machen, in den Nordlagen und in Mulden liegt schon genügend Schnee, um so manche Tour schwierig zu gestalten. Es wird wieder Zeit, daß Alfons und ich eine Tour machen…

Wir haben uns eine schöne südseitige Tour ausgesucht, das Stanser Joch. Direkt nach der Arbeit fahren wir nach Stans, unterwegs kaufen wir noch eine Brotzeit.

Vom Parkplatz an der alten Pfarrkirche gehen wir los, zuerst hinauf zum Wallfahrtsort „Maria Tax“. Schön steht das kleine Kirchlein über dem Inntal.

Ein Stück am Wolfsklamm-Kreuzweg entlang erreichen wir den Heuberg, und über diesen steigt der Steig fast gerade hinauf zum Stanser Niederleger (1.355m)

Der Steig 235 steigt weiter hinauf, zuerst im Wald und dann über einen Latschengürtel, bis wir den Stanser Hochleger (1.961m) erreichen.

Schon seit einiger Zeit sehen wir immer wieder das Gipfelkreuz, obwohl es so manches Mal nicht einfach zwischen den Lawinenverbauungen ersichtlich ist.

Ein Stück gehen wir auf der Baustraße der Lawinenverbauungstrupps, dann beschließen wir, durch eben diese Lawinenverbauungen direkt hinauf zum Gipfelkreuz zu steigen.

Oben empfängt uns ein sehr kalter Wind und eine grandiose Aussicht auf das Rofan im Norden, im Westen die Ausläufer des Karwendels.

Alfons und ich philosophieren, daß es hier im Sommer auch sehr schön sein muß, evtl. auch mit dem Rad.

Da es am Gipfel sehr kalt ist, beschließen wir, erst am Hochleger eine Pause zu machen.

Nach nicht ganz 30min. erreichen wir den Hochleger und machen eine ausgiebige Rast, mit Bier und Brotzeit. Es wird dumper, daher müssen wir die Taschenlampen schon mal auspacken.

Der Weg ist im Taschenlampenlicht gut ersichtlich, da aber durch die Schneeschmelze der Weg recht aufgeweicht ist, rutschen wir gelegenlich durch die Gegend und müssen über unsere Ungeschicktheit recht lachen. Trotzdem erreichen wir die Wallfahrtskirche „Maria Tax“ nach 1 1/2h ohne Probleme.

Da es nun schon dunkel ist, leuchtet der Christbaum neben der Kirche in schönstem Lichte.

Von dem Kirchlein erreichen wir sehr bald den Parkplatz und damit das Ende einer wunderbaren Feierabendrunde.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:30 h
Gesamtdistanz: 12,44 km
Höhenmeter: 1.564 m

161121 Lanser Alm (1.735m)

Ein harter Föhnsturm zieht über das Innsbrucker Gebiet, am Patscherkofel werden Windspitzen bis fast 160km/h gemessen. Einziger Vorteil einer solchen Wetterlage: Die Temperaturen sind wieder mild. Und da der Wind im Wald nicht ganz so fest weht, beschließe ich, am Abend noch auf die Lanser Alm zu gehen.
Ich parken an der Römerstraße, kurz nach Lans. Von dort gehe ich über die Felder, gegen den Wind gelehnt, bis ich endlich den schützenden Wald erreiche.

Bald schon zweige ich auf den Ochsensteig ab, hier zieht der Weg in angenehmer Steigung direkt Richtung Lanser Alm. Ich kreuze einen Forstweg, diesem folge ich ein Stück, denn ich möchte ein paar Geocaches auf dem Weg einsammeln.

Der Forstweg hinauf zur Alm scheint ganz neu angelegt worden zu sein, und bietet sich auch für eine schöne Mountainbiketour an.
Ca. 15min. folge ich dem Forstweg, dann zweige ich auf einem verwachsenen Steig durch den Wald ab. Dieser sogenannte Steig scheint aber nur auf der Karte zu existieren, trotz sehr gutem Licht ist der Weg nach 50m weg, und ich stehe im Wald.
Naja, ich muss eigentlich immer nur gerade hinauf durch den Wald gehen, dann muss ich bald wieder auf die Forststraße kommen.

Unzählige glänzende Augenpaare strahlen mich aus dem Wald an, ein ganzes Rudel Rehe steht direkt vor mir. Als ich kurz das Licht der Stirnlampe wegdrehe, raschelt es. Als ich wieder Richtigung Rehe schaue, sind die scheuen Tiere verschwunden.

Über mir arbeitet der Föhn an den Baumwipfeln, manchmal spüre ich sogar eine Böe am Boden. Ich biege auf dem Steig um eine Kurve, vor mir sitzt ein kleiner Hase und schaut mich erschreckt an. Im Hintergrund sehe ich auch schon die neue Lanser Alm. Die Alm wurde, nachdem sie ein paar Jahre geschlossen war, im Jahre 2015 saniert und ist nun wieder ein heißer Tipp im Südlichen Mittelgebirge.

Ich suche mir ein windstilles Plätzchen und mache eine kleine Pause. Die Aussicht auf Innsbruck ist wunderschön…

Ich nehme einen direkteren Weg, fast schon die Direttissima hinunter ins Tal, durch die föhnbedingte Schneeschmelze ist der Weg stellenweise stark matschig, zweimal rutsche ich fast aus. Scheue Rehaugen beobachten mich auf meinem Abstieg.

Kleine Monster blicken mir nach…

Weiter unten wird der Weg dann trocken und ich komme rasch voran. Über das windige Feld erreiche ich wieder den Parkplatz und mein Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 9.91 km
Höhenmeter: 848 m

161105 Kohlbergspitze (2.202m)

Das Wetter ist nicht ganz so, wie man es fürs Bergsteigen haben möchte, aber was solls: Föhn und hohe Wolken…

Ich starte sehr früh in Aldrans los, dieser Tage ist es um 5:45h schon stockfinster…

Zuerst mit dem Bus, anschließend bringt der Zug mich nach Bichlbach. Dort wartete Papa schon auf mich.

Unser Ziel ist heute die Kohlbergspitze. Auf den ersten Blick kein Traumziel, aber die Aussicht soll ein Wahnsinn sein. Lass es uns herausfinden, unser Motto!

Obwohl es bewölkt ist, ist der Aufstieg angenehm. Es geht gleich rauf, zuerst durch Wald, dann eröffnet sich der erste Blick auf den Talkessel von Ehrwald, mit Zugspitze und Sonnenspitze. Sehr schön…

Der Föhn bläst über unsere Köpfe.  Doch noch merken wir im Wald nicht viel. Das wird sich später noch ändern.

Die Waldgrenze ist bald erreicht, nun offenbart sich die Qualität dieser Tour. Die Aussicht ist dank hoher Wolken sehr gut. Allerdings hat der Wind auch aufgefrischt und bläst uns jetzt stattlichen in den Rücken.

Bald ist das Gipfelkreuz in Sichtweite, davor stehen gefühlte 100 Gamsböcke. Wir genießen den Blick auf die scheuen Tiere, doch schon bald laufen sie auf und davon, im Schlepptau einige Jungtiere.

Die letzten Meter zum Gipfelkreuz ist des dann schon recht frisch, denn der Wind hat jetzt richtig eingesetzt…

Und dann stehen wir am Gipfelkreuz, mit wunderbarem Ausblick. Getrübt wir die Rundumsicht nur durch den extrem kalten Wind. Im Inntal ist der Föhn wenigstens warm…

Der Ausblick ist atemberaubend (nicht nur wegen dem Föhn). Unser Hausberg, der Säuling, steht ganz alleine da und ist von dieser Seite wirklich ein beeindruckender Berg. Im Vordergrund sieht man gut den Plansee.

An eine gemütliche Brotzeit ist leider nicht zu denken, wir beschließen, ein Stück abzusteigen und in den Latschen unsere Brotzeit zu genießen.

Schon wenige Meter unter dem Gipfel ist es gemütlicher, bald finden wir ein feines Platzerl, wo wir es und gemütlich machen.

Dann steigen wir ab, den gleichen Weg, bald wieder durch den uralten Wald, der mich schon im Aufstieg fasziniert hat.

Bald erreichen wir den Talboden, gerade pünktlich für meinen Zug retour nach Aldrans. Ich verabschiede mich von Papa, dann fährt auch schon die Lokomotive ein.

Die Fahrt verläuft ruhig, eine sehr nette Schaffnerin plagt sich mit meinen Handyticket ab.

In Innsbruck gönne ich mir noch ein Bier beim Türken, dann gehts mit dem Bus heim. Heute war die Öffi-Fahrzeit länger als die eigentliche Bergtour, aber ein Spaß war es allemal.

Fazit: Sehr schöne Tour, trotz, oder im Bezug auf die Sicht, vielleicht sogar wegen dem Föhn. Die Aussicht von der Kohlbergspitze ist grandios…

Tourendaten
Gesamtdistanz: 10,33 km
Gesamtdauer: 4:20 h
Höhenmeter: 1.175 m