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Aldranser Alm, 1.511m (08.03.2016)

Nach einer längeren Periode, in der es mir nie richtig gut gegangen ist, entschließe ich mich heute, wieder einmal was zu machen. Der Skitouren-Virus hat mich heuer nicht gestreift, daher beschließe ich, nach dem Abendessen noch „schnell“ auf die Aldranser Alm zu gehen.

Beim Kreisverkehr bei Fagslung gehts los, zuerst über eine Wiese, vorbei an einem einsamen Bauernhof. Dann in den Wald. Mit jedem Höhenmeter wird auch die Schneedecke ein wenig höher. Obwohl ich mir im Tal immer wieder mit Blick auf die Berge denke, daß da kein Schnee ist, würde man sich da doch manchmal täuschen. Gerade in den Nordlagen, wo die Sonne nicht oft hinkommt, hat sich das wertvolle Weiß doch ganz gut gehalten.

Der Schnee ist schön griffig, und die rutschigen Reifenspuren sind nur im ersten Teil des Weges ein Thema. Bald sind nur noch eine glitzernde Schneedecke und die Spuren eines Wanderers, der vor mir gegangen war, meine Begleiter. Im Hintergrund leuchtet das Lichtermeer vom Inntal und besonders von Innsbruck herauf. Es hat leicht zu schneien begonnen und so ist eine eigene, wunderbare Stimmung vorhanden.

Ich stapfe vor mich hin, spure den Weg immer weiter hinauf zur Alm. Meine Gamaschen haben ich zu Hause gelassen, weil ich nicht dachte, soviel Schnee anzutreffen. Die letzte Kehre vor der Alm liegt gerade hinter mir, als die Spuren aufhören. Mein Vorgänger hat wohl hier aufgegeben. So kurz vor dem Ziel ist für mich Aufgeben jedoch keine Option, daher spure ich fast knietief weiter hinauf, zur Hütte. Bald schon kommt der Weidezaun in Sicht, der Wald hat den Weg wieder vor dem Schnee in Schutz genommen, sodaß die Schneemenge am Weg überschaubar ist.

Und dann, nachdem ich noch bei einem Monsterschneemann vorbeigeschlichen bin, stehe ich endlich vor der Aldranser Alm, das erste Mal zu Fuß. Mit dem Rad bin ich vor Jahren schon mal hier gewesen, aber noch nie per Pedes. Super! Früher, bei der alten Pächterin war diese Hütte auch als die Busserlalm bekannt, denn da bekam jeder Gast, sodenn die Alm offen war, ein Busserl und einen Schnaps zur Begrüßung. Ich kann nicht sagen, ob das noch so ist, da bei mir die Alm geschlossen war. Und wie bin ich erschrocken, als plötzlich neben mir ein automatisches Licht angesprungen ist…

Ich bleibe nur sehr kurz auf der Alm, um mich nicht zu vertun. Schnell umziehen tue ich mich doch, das ist mir zur Zeit sehr wichtig. Der Weg ins Tal ist anschließend schnell erledigt, ich folge einfach meinen eigenen Spuren, bis ich wieder vor dem Auto stehe.

Eine sehr schöne Feierabendtour, die mit dem Lichtermeer von Innsbruck auch einen besonderen Reiz bekommt.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,20km
Gesamtdauer: 2:25h
Höhenmeter: 648m

160228 GC Alien Invasion

Diese Geocaching-Runde kann man gar nicht wirklich auf einen Tag fixeren, denn schön öfter bin ich alleine oder mit moralischer Hilfe ausgezogen, um die „Alien Invation“ aufzulösen. Leider war mir das bis jetzt und auch heute nicht ganz vergönnt, die letzten Rätsel und Mythen der Aliens zu entziffern. Trotzdem waren mein Sohnemann und ich frohen Mutes, als wir heute am Natterer See parkten und uns aufmachen, die letzten „Aliens“ zu suchen.

Vom Parkplatz müssen wir zuerst ein ganzes Stück retour auf der Straße, dann eine Wiese queren, bei der noch die vereiste Loipe an einen denkbar unspektakulären Winter zurückdenken ließ. Trotz überschaubarer Niederschlagsmengen diesen Winter hatte es wohl doch gereicht, die Wiese, die wir überqueren müssen, in ein kleines Feuchtbiotop zu verwandeln. Mit „fast“ trockenem Fuß setzen wir über, und erreichten den Wald und damit auch den Start des Steiges, den wir abklappern wollen.

Ein wirklich schöner Weg führt uns sehr schnell zum ersten Ziel, die Dose war nach kurzem Suchen und einem kleinen Blick in die „Hinweise“ bald entdeckt und gelogged. Von hier aus sind die Geocaches dann immer in Abständen ausgelegt, die meinem Sohn das Gsatzl: „Mir ischt langweilig…“ gerade noch nicht über die Lippen huschen lassen.

Nach ein paar Funden erreichen wir Natters, hier wird noch eine Dose gesucht, dann machen wir uns auf den Rückweg.

Nun sind wir doch schon eine Strecke abgelaufen und Junior will nicht mehr gehen. Also muss ich Hand anlegen… naja, nicht so… rauf auf die Schultern wird er verfrachtet und ein Stück getragen. Das waren noch Zeiten, als der kleine Mann noch fast unmerklich auf der Schulter saß und von mir Stundenlang getragen worden ist…

In gutem Tempo, Sohnemann ist wieder am Boden der Tatsachen angelangt, erreichen wir das Auto und machen einen Lokalwechsel zum Natterer Krankenhaus. Dort erwischen wir noch einen Geocache, der zweite Schatz ist leider vermuggelt (soll heißen, der Schatz stand unbeabsichtigt unter Beobachtung von sogenannten Muggel, den natürlichen Feinden der Geocacher). Nach dem Eintragen aller heutigen Funde kann man mit Fantasie schon erkennen, was bei der Gesamtlösung rauskommen wird:

Tourendaten:
Gesamtlänge: 6 km
Gesamtdauer: 2 h
Höhenmeter: 100 m

160223 Rinner Alm (1.394m)

Nach der Arbeit ein wenig Bewegung zu tun, das ist schon eine feine Sache. Daher beschließen Alfons und ich heute kurzfristig, nach dem Schaffen noch auf die Rinner Alm zu gehen. Da die gutmütigen Temperaturen den Rodlern den Spaß verdorben haben, nehmen wir auch kein Holzgefährt mit, sondern machen uns per Pedes auf, die Alm zu erobern.

Das Wetter ist zwar nicht so gut, aber trocken, darum bin zumindest ich Fußtechnisch relativ leicht bekleidet. Wir starten langsam los, doch Alfons steigert unmerklich, aber bestimmt die Schrittfrequenz und bald haben wir ein schönes Tempo, bei dem wir uns gut unterhalten können, aber kalt ist uns beiden auch nicht.

Nach einer kurzen Stunde erreichen wir die Alm im Dunklen. Für mich wartet noch ein kleines Zuckerl hier oben: Gerade heute wurde hier ein neuer Geocache versteckt. Da dieser sich im Wald versteckt, gestaltet sich die Suche als doch recht schwierig, aber nach einer Weile ist die Dose in meinen Händen. Zum Leidwesen muss ich feststellen, dass vor mir schon jemand den Erstfund (FTF) für sich beansprucht hat, aber ja… irgendwann werde ich der „First-to-find“ sein… irgendwann.

Wir halten uns gar nicht lange bei der Alm auf, denn diese ist schon geschlossen und es ist ein kalter Wind aufgekommen. Beim Abstieg fängt es zuerst leicht, dann immer fester zu schneien an.

Später, also wir in tiefere Gefilde kommen, wandelt sich der Schneefall in leichten Regen um. Relativ trocken und Wohlauf erreichen wir nach einer weiteren 3/4tel Stunde das Auto.

Schöne, schnelle Tour auf eine von außen betrachtet gemütlichen Alm. Daher komme ich wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:42h
Gesamtlänge: 8,29km
Höhenmeter: 600m

160213 „Inntaler Schatzrunde“

Schon länger schiele ich in die Gegend von Mils, denn dort verbirgt sich eine schöne Geocache-Runde, die ich schon länger machen möchte: Die Inntaler-Schatzrunde (erstellt von „Die Volderer“). Endlich habe ich mal einen Tag gefunden, an dem sich das ausgeht. Zu früh brauche ich heute auch nicht starten, weil man zum geocachen halt auch Licht braucht, und das bekanntlich um diese Jahreszeit noch nicht so früh verfügbar ist.
Mit dem Auto erreiche ich den Ausgangspunkt direkt in Mils und starte los. Die Inntaler-Schatzrunde ist den bekannten Tiroler Geocachern gewidmet, jeder Cache ist einem der Lokalgrößen gewidmet. Eine schöne Idee finde ich, und auch gleich beim ersten Cache kommt mir der Name des Namensgebers bekannt vor. Leider scheine ich heute Tomaten auf den Ohren zu haben, denn ich sehe nichts, überhaupt nichts… naja! Den ersten Cache kann ich ja auch am Schluss machen, denke ich mir, und gehe weiter zum zweiten Schatz. Doch auch hier, dasselbe Spiel… was ist nur heute los mit mir. Auch hier, nach einem kurzen Check auf der Karte sehe ich, dass ich hier nochmals vorbeikomme, beschließe ich, diesen am Schluss abzuholen.
Weiter geht’s die Runde, nun finde ich doch den einen oder anderen Cache. Die Runde selber ist auch sehr schön, es geht am Waldrand über Mils nach Baumgarten, und dann in einem Bogen zurück zum Ausgangspunkt. Manche Caches finde ich einfach wegen dem Schnee nicht, doch als ich mit der Runde fast am Ende bin, habe ich schon einen Großteil der Geocaches loggen können. Da das Wetter nicht so schön ist, sind auch relativ wenig Spaziergänger unterwegs, die mich bei meiner Suche beobachten könnten. Das erleichtert das manchmal doch längere Suchen nach den Verstecken. Hier haben sich „Die Volderer“ richtig was angetan, Respekt…

Als ich zum Ausgangspunkt zurückgehe, will ich mir noch die am Anfang nicht gefundenen Schätze einsammeln. Der Erste stellt für mein nun geübtes Auge kein Problem mehr dar, beim Zweiten schaue ich auf das Handy… und stelle fest, dass irgendwas nicht stimmt. Nanu, denke ich mir, so wenig Akkuladung, obwohl ich einen externen Akku angehängt habe. Da stimmt was nicht. Beim Auto angekommen, probiere ich das Handy über den Zigarettenanzünder zu laden… nix! Leichte Hitzewallung… erste Befürchtungen… manmanman… was ist da nur. Später stellt sich heraus, das die Ladebuchse defekt ist und das Handy getauscht werden muss. Eine teure Angelegenheit, die mir jedoch den Spaß an dieser Runde nicht mehr verderben kann.

Sehr schöne Runde durch den Milser Wald, auch als Spaziergang ohne Cacher-Ambitionen sehr empfehlenswert.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3h (mit Suchzeit)
Gesamtlänge: 8,0km
Höhenmeter: 250m

Inntaler Schatz

160206 1/2 Wankspitze oder Lehmberghaus, (1.554m)

Schon auf dem Lokus war mir heute früh klar, daß es ein harter Tag werden würde. Die Tochter schon seit fast einer Woche krank, der Bub hustet seit gestern, und zu allem Überfluss meinte auch noch meine Frau, daß es ihr im Halse kratzen würde… und ich mal ausnahmsweise nicht schuld. :D:D:D

Nichts desto trotz beschließe ich, mit Alfons doch auf die Wankspitze zu gehen. Jaja, man soll halt doch ein bisschen auf das Körpergefühl achten. Wir erreichen nach ca. 45min. das Gasthaus Arzkasten, dort parken wir für satte €4.- und schnallen und die Ski an.

Anfangs geht es mir noch halbwegs. Einmal wird mir ein bisschen schwindlig, das legt sich aber gleich wieder. Trotzdem merke ich, daß alles heute ein wenig schwerer geht. Die Beine sind schwerer, die Schuhe drücken ein bisschen, usw.

Wir erreichen, nachdem wir auch noch zu allem Überfluss einen Umweg gegangen sind, das Lehnberghaus.

Eine kurze Trink- und Beratungspause später sind wir auf dem Weg zum Gipfel. Aber schon nach kurzer Zeit muss ich die weiße Fahne zeigen. Natürlich ist Alfons enttäuscht, aber ein echter Bergspezi ist er halt auch. „Na, kua Problem…“ meint er und läßt mich ohne schlechtes Gewissen umdrehen.

Beim Runterfahren bis zum Lehnberghaus merke ich schon, daß das heute nicht gut gegangen wäre. Die Beine schwer, der Schnee furchtbar zu fahren… irgendwie sollte es wohl heute nicht sein.

Wir lassen auch die Hütte aus und fahren gleich auf der Rodelbahn hinunter ins Tal, zum Parkplatz. Bis auf die letzten Meter ist die Rodelbahn herrlich zu fahren, ganz im Gegensatz zu dem Schnee über der Hütte…

Mein Bus, der mich nach Aldrans zurückbringen soll, ist gerade abgefahren, daher beschließen wir, im nahegelegenen Baguette in Barwies einen Kaffee mit Krapfen zu verspeisen. Nach dem Zahlen hören wir noch eine Konversation zwischen einem Gast und einer Bedienung: „Sag amol, es tiat´z schun extrem viel Zucker auf dia Krapfen. Muaß doch it sei…“, darauf: „Mei, woascht, des miaßma tian, sunscht sichscht ja, wia dia Krapfen wirklich ausschaugen…“.

Alfons läßt mich in Barwies bei der Bushaltestelle aussteigen, nach 10min. kommt auch schon der Postbus. Ich muss nichts zahlen, dank einem Gutschein aus dem Büchlein „Skitouren mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Innsbruck 2015/16“. Kann ich nur jedem empfehlen.

Mit ein wenig Verspätung erreiche ich den Bahnhof, mein nächster Bus fährt nach 20min. weiter. Ich steige ein, lege die €3.- Obulus auf die Kasse, da meint der Busfahrer freundlich lächeln: „Passt schun, bischt ja eigentlich o a Schifahrer…“ und nimmt mich gratis mit! Super.

Trotz gesundheitlicher Gebrechen war die Tour doch fein, und hat Spaß gemacht. Und ein großes Danke an meinen Spezl Alfons!

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:11h
Gesamtdistanz: 7,86km
Gesamthöhe: 554m
Lawinenwarnstufe: 2

Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Mein Skitourenkonto ist heuer noch recht leer ist, weil irgendwo in Ermangelung von Schnee meine Motivation auch irgendwo zwischen Schneeflocke #45 und Schneeflocke #46 auf der Strecke liegen geblieben ist. Doch irgendwas muss ja für die Kondition und gegen den Weihnachtskecksebauch getan werden… also entscheiden sich Alfons und ich, den Innsbrucker Pilgerbergklassiker, den Patscherkofel bis zum Schutzhaus über die Piste zu besteigen.

Beim OLEX angekommen, sehen wir schon, dass wir, wie sich das für eine Pilgerstätte gehört, nicht alleine sind. Aber das macht uns heute nichts. Es hat gerade zu schneien angefangen und die Stimmung ist sehr winterlich. Super… das könnte noch richtig nett werden. Trotz großem Andrang verteilen sich die ganzen Tourengeher über die Piste und es stört überhaupt nicht, dass wir heute Viele sind.

Wir steigen über die Familienabfahrt hinauf zum Patscherkofel-Schutzhaus, dort gönnen wir uns ein isotonisches Getränk. Nach einem feinen Plausch machen wir uns wieder auf ins Tal. Obwohl es recht stark schneit, und somit das Sichtfeld eingeschränkt ist, gelingt uns der Rückweg dank Skibrille und Hirabira (Stirnlampe) über die Olympiaabfahrt ohne Probleme.

Das war heute eine schnelle, kurzweilige Tour auf den Kofel. Mir hat´s super gefallen.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 8,06km
Aufstiegsdauer: 1:45h
Gesamtdauer: 2:09h
Höhenmeter: 958m
Lawinenwarnstufe: 3

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160130 Sistranser Alm, 1.608m

Kurz und knackig, so soll es heute sein… obwohl knackig war wohl nur das Eis und eine Begegnung mit „Isotherikern“. Aber mal von Vorne:
Alfons und ich machen aus, Samstag vormittag etwas nicht zu langes zu unternehmen. Nach den letzten richtig warmen Tagen (zumindest für die normalerweise vorherschenden winterlichen Verhältnissen) hat es, wie man in Tirol so schön sagt, „den Schnee hergeputzt“. Also ist die Lust auf Skitour nicht ganz so groß. Irgendeine Piste rauf, naja…
Also entscheiden wir uns, die Sistranser Alm zu bewandern. Nicht besonders lang, von uns zu Hause aus schnell erreichbar, und die Hütte soll eine sehr gute Küche haben.

Wir starten für unsere Verhältnisse extrem spät, erst um 8:15 marschieren wir in Sistrans beim Rodelparkplatz los.

Die Rodelbahn schaut auch nicht besonders berühmt aus, auch an ihr ist die letzte Warmwetterperiode nicht unbeschadet vorbeigegangen. Teilweise aper, teilweise vereist… eine eigentlich ungute Mischung.

Den ersten Teil des Weges kürzen wir auf einem Steig ab, dann gehen wir entlang der Rodelbahn bis zur nächsten Abzweigung.

Immer wieder müssen wir Eisplatten seitlich ausweichen. Jedoch kommen wir relativ schnell voran.

Irgendwann sind die eisigen Stellen dann doch in der Überzahl, aber wir haben ja heute beide, sozusagen im Partnerlook, die Wunderwaffe „Chainsen“ im Gepäck…

…diese kleinen Zacken, unten auf die Schuhe montiert, lassen das Eis vor uns erzittern. Mit knirschenden Schritten machen wir uns nun unbeeindruckt vom Eis auf, hinauf zur Sistranser Alm.

Bald erreichen wir auch die Alm, schön gelegen auf einer Lichtung.

Leider müssen wir zwei Dinge feststellen. Erstens bläst jetzt ein richtig unangenehmer Föhnwind über die Lichtung, und die Hütte ist geschlossen, obwohl andersweitig ausgeschrieben. Schade aber auch…

Wir bleiben nur kurz, zu unangenehm ist der Wind, und machen uns über die Rodelbahn wieder auf ins Tal.

Nachdem wir schon eine Weile unterwegs sind, zieht ein immer lauter werdendes Brummen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Plötzlich schießt der Hüttenwirt mit seinem Schneeketten-bewährem Landrover um die Kurve, wir springen auf die Seite, denn links und rechts fliegen Eiskörner durch die Gegend, die das Geländewagen bei dieser Geschwindigkeit aus der Eisdecke reißt. Wow, hat wohl verschlafen, der Gute…

Kurz bevor wir den Parkplatz erreichen, treffen wir auf ein Paar, die uns auch gleich aufhalten: Sie wären auf der Suche nach einem Hund, der „Kontakt“ mit ihnen aufgenommen hätte und jetzt bei einer Hütte warten würde… unsere letzten 10min. Abstieg drehen sich nur um dieses komische Gespräch mit den Zweien… leicht komisch sind die und dann doch vorgekommen…

Nichts desto Trotz erreichen wir zufrieden nach einer gemütlichen Tour wieder den Parkplatz.

Tourendaten
Gesamtstrecke: 8,82km
Gesamtdauer: 2:25h
Höhenmeter: 678m

Zur Simmering Alm (1.816m)

Heute mal wieder was Anderes. Heute fahren Alfons und ich nach Obsteig, hier der Simmering zu Hause ist… Eine gerne als Verlegenheitstour bezeichnete Skitour, die auch bei höherer Lawinengefahr noch geht. Und der LLB hat’s heute noch gesagt, es ist heimtückisch. Lieber auf sicher, daher auf den Simmering. Weiterer Vorteil für Alfons: Er kann gleich weiter ins Ausserfera fahren…

Wir starten um 6:40 in Aldrans, und fahren über die Autobahn nach Mötz und von dort weiter nach Obsteig. Dort angekommen müssen wir zum Parkplatz vom Grünberger Skilift. Just angekommen, schüttet es schon. Regen!!! Kein Schnee, liebe Leute, sondern Regen!

Unentschlossen ziehen wir eine Überjacke an und starten los. Die Intensität lässt bald nach und manch kleines blaues Fleckchen zeigt sich am Himmel. Doch diese Lichtblicke bleiben doch selten…

Der meiste Teil des Weges verläuft auf der Rodelbahn, nur zweimal kreuzen wir eine alte Skipiste.

Zwischenzeitlich hat es zu schneien begonnen…

Monoton steigt der Forstweg hinauf durch den Wald, die langen Geraden und wenigen Kehren machen das „Kehrenzählen“ zur Qual.

„Des zieht sich aber…“ ist nun auch von Alfons zu hören, doch dann haben wir die Alm erreicht.

Mein linker Fuß mag mich heute nicht, daher lassen wir es Gutsein und gehen Frühstücken. Mjam…

Wir genießen ein tolles Frühstück, Kaspressknedl, trinken den bewährten Vorgänger von Isostar und genießen die Wärme der Hütte. Nach einer ausgiebigen Rast mach wir und auf dem gleichen Wege zurück ins Tal.

Und dann kommt noch das coole Ende: Da Alfons weiter nach Reutte fährt, nehme ich den Postbus. Doch zuerst muss ich warten…

Ein Blick rund um mich zeigt nochmals den unscheinbaren Simmering, hinter dem Spar…

… und auch die Wankspitze, den ich heuer mit Papa im Sommer bestiegen habe… (Im Hintergrund, in der Mitte)

Schön ist es hier, denke ich mir. Und dann is auch der Bus schon da…

Tolle Tour, und auch mal wieder schön, „grün“ unterwegs gewesen zu sein.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3h
Distanz: 13,31km
Höhenmeter: 814m
Lawinenwarnstufe: 3
Ausrichtung: NO

Hoadl, 2.340m (09.01.2016)

Gestern war großer „Richte-die-Ski-her-Abend“. Aber ausser Waxen ist es dann doch nichts geworden. Trotzdem, die Ski haben die heiße Flüssigkeit begierlich aufgesogen, also war es wohl höchte Eisenbahn. Nebenbei wurden 1-2 Biere vernichtet und Alfons erzählte mir von seinem Entschluss, auf das Hoadl zu gehen, in der Früh. Lange Rede, kurzer Sinn, bald war ausgemacht, wann wir uns in der Früh treffen würden.

Um 6:45 kommt Alfons zu mir herüber, wir bepacken den neuen Skiträger mit den Tourenskien und starten los, Richtung Axamer Lizum. Dort angekommen, sind wir zwar nicht die Ersten, aber viel los ist nicht. Es ist zwar früh, aber es ist doch verdächtig ruhig.

Da wir den bald eintrudelnden Skifahrern nicht den Parkplatz wegnehmen möchten (ausserdem ist es von der Bergbahn untersagt worden), parken wir ein wenig vor dem großen Besucherparkplatz und gehen die ersten Meter über den Parkplatz, zur Piste. Dort legen wir die Ski an und starten los, zuerst noch auf der Piste, später zweigen wir immer wieder auf die rechte Seite ab. Irgendwie, mit ein wenig Phantasie kommt dann sogar noch „Gelände-Feeling“ auf, wenn da nicht so wenig Schnee wäre…

Je weiter wir in die Höhe steigen, desto besser wird die Aussicht auf das Inntal.

Leider nimmt hier auch der Krawall vom Flughafen exorbitant zu, und noch ein Geräusch stört immer wieder die Idylle. Die alte Olympiabahn rattert immer wieder auf der gegenüberliegenden Pistenseite vorbei.

Bei einem Stück müssen wir auf die Piste queren, die höchste Steighilfe einlegen und dann durchbeissen. Doch nach diesem richtig steilen Stück geht es hinauf zum Ziel, dem Hoadl mit dem großen Holzkreut „Für Gott und Heimat“

Wir genießen den Ausblick auf die wenig verschneiten Berge und machen und dann gemächlich zum Hoadl-Haus auf, wo wir uns einen Kaffee mit Torte gönnen.

Die Abfahrt ist dann nochmals für mich eine kleine Herausforderung, ich merke, daß ich diese Bewegungen nicht mehr gewohnt bin. Aber bis zum Saisonende wird das schon wieder…

Tolle Tour, das Wetter war besser als angenommen. Das Richtige zum Einstimmen…

Tourendaten
Aufstiegsdauer: 1:52h
Aufstiegsdistanz: 3,88 km
Höhenmeter: 793m

Spazieren am Hüttenmühlsee (03.01.2026)

Heute in der Früh werde ich von einem Schrei geweckt: „Es hat geschneit!!!“ ruft Letu und deutet aus dem Fenster.

Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt auch mir, dass die Landschaft heute angezuckert ist.

Während ein Teil der Familie in die Kirche geht, wie schließe ich mit den Kindern, eine Runde um den Hüttenmühlsee zu machen.

Die Kinder sind schnell angezogen, dann starten wir los. Die Stimmung ist wunderschön, dass Wolkenspiel ist total faszinierend.

Das war ein sehr stimmungsvoller Neujahrsspaziergang.