Archiv der Kategorie: Mountainbike

200410 MTB Mittelgebirgsrunde

Nach wir gestern eine erste Aufwärmrunde gemacht haben, beschließen wir, heute ein wenig weiter zu fahren. Das Wetter ist unverändert schön, und lädt zu Aktivitäten im Freien ein. Heute wollen wir zumindest in die gleiche Richtung wie gestern fahren, aber heute soll die Runde wenig länger werden. Wir starten wieder von zu Hause, dieses Mal sind die Startbedingungen aber ganz anders. Da wir über den Herzsee fahren wollen, müssen wir erst die steile Dorfstraße rauf zum Gewässer…

Nach dieser kurzen Einführung ins Bergradeln erreichen wir den See und können kurz entspannen… aber nur kurz, den die nächste Steigung steht schon vor der Türe…

Nachdem wir auch diese Steigung gemeistert haben, erreichen wir die Prockenhöfe, ein kleiner Weiler von Aldrans, wunderschön in jetzt schon grünen Wiesen gelegen. Direkt am namenlosen Bächlein zweigen wir nach links, dem Taxerhof entgegen. Nun können wir es mal „laufen lassen“, eine angenehme Steigung bringt uns zur kleinen Nebenstraße nach Kienberg.

Wir sind augenfällig nicht die einzigen, die heute ins Freie strömen, auch sonst sind viele Radler am Weg. Auffällig ist allerdings das Alter der Menschen und auch, daß fast jeder, unabhängig vom Alter, ein E-Bike verwendet.

Letu und ich sind da natürlich eine Ausnahme, wir fahren immer noch Stromlos durch die Gegend, aber positiver Weise auch ohne „Nebengeräuse“ vom E-Bike. Über Kögl erreichen wir schlußendlich unser erstes Etappenziel, Kienberg. Hier zweigen wir ins Zimmertal ein, das uns immer weiter Richtung Hall in Tirol bringt.

Angenehme Wege, gepaart mit kleinen Anstiegen und schönen Abfahren machen diese Runde angenehm und dementsprechend auch beliebt. Neben den E-Bikern sehen wir nun vermehrt Rennradfahrer, die die wunderschöne Trainingsstrecke abfahren.

Am Glockenhof erreichen wir die Straße von Tulfes nach Hall. Obwohl unser erstes Ziel Judenstein gewesen wäre, beschließen wir jetzt, eine andere Route zu verwenden. Wir fahren Richtung Hall, vorbei am schon lange geschlossenen Wirtshaus „Volderwaldhof“.

Nun zweigen wir auf eine keine, unbekannte Straße kurz vor dem Gasthof Badl, links hinauf, noch ein paar Höhenmeter müssen bewältigt werden. Dafür erreichen wir eine Nebenstraße nach Häusern, die uns weg von der vielbefahrenen Hauptstraße bringt.

Anschließend erreichen wird die kleine Siedlung Häusern, die noch zu Ampass gehört. Hier zweigen wir auf die Felder ab, eben radeln wir über grobe Wege nach Ampass, der Kirchbichl immer im Blickfeld.

Nun noch eine Steigung, bis wir das Widum Ampass erreichen, über die Felder und wieder auf den Weg, den wir gestern schon „genossen“ haben, allerdings in die verkehrte, nach unten führende Variante. Nun müssen wir uns hinauf zum Fussballplatz kämpfen, das ist eine ganz nett steile Steigung. Auch diese meistert Letu mit Bravour… die Aldranser Alm läßt grüßen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:20 h
Gesamtlänge: 16,77 km
Höhenmeter: 369 hm

200409 MTB Herzbachtal – Aufwärmrunde

Es ist nun ein wenig lockerer geworden im Heiligen Land Tirol. Dank der Covid19-Krise sind wir alle in unseren Freizeitaktivitäten beschnitten worden. Eine notwendige Maßnahme, natürlich, aber nicht für jeden so leicht einzuhalten.

Wir haben uns strickt an die Maßnahmen der Regierung gehalten, man schaut ja auf sich und auf die Anderen. Hoffentlich, so wünschen wir uns, geht dieser Kelch an uns vorbei. Nun ja, zumindest ein paar Einschränkungen sind gefallen und wir dürfen wieder Joggen und Radfahren! Das ist schon eine wohlgesehende Änderung in unserem sonst so auf das traute Heim zentralisierte Lebensweise…

Letu und ich beschließen, das Rad, gereinigt und eingestellt schon vor einiger Zeit, aus dem düsteren Keller zu holen und ins wunderschöne, helle Licht zu führen. Die Sonne lacht vom Firmament, nicht erst seit kurzem, besseres Wetter könnte man sich nicht wünschen. Nach kurzer Beratung beschließen wir, ins Herzbachtal zu fahren.

Von Aldrans fahren wir über den Fussballplatz und das Widum Ampass in Richtung Herzbachtal.

Der Start ist angenehm, es geht erst mal flach hinweg und anschließend abwärts. Doch ab dem Widum Ampass steilt die Straße auf, jetzt heißt es, die Wadeln zu aktivieren.

Im Herzbachtalist ist es fast immer schattig, aber auch wunderschön und dank der angenehmen Lufttemperaturen relativ warm. Langsam arbeiten wir uns den Waldweg hinauf, unser Ziel ist der Herzsee.

Letu macht sich gut, da wir noch nicht so viele Bergtouren gemacht haben, muß er erst ein wenig lernen, langsam und konstant zu fahren. Aber das funktioniert eben schon recht gut und er ist ein wissbegieriger Schüler…

Nach der ersten Steigung am Anfang der Forststraße legen sich die Straße zurück und es geht gemütlich entlang des Herzbachs in Richtung des Sees. Jedoch, ich kenne die Strecke nur zu gut, am Schluß kommt nochmals ein kurzes, knackiges Stück, das Letu aber ohne Probleme meistert.

Hier, am Ende der Waldstrecke erwartet uns schon wieder die Sonne, nun können wir diese gut gebrauchen, denn ab hier geht es am kleinen See vorbei und anschließend über die Straße wieder retour zu unserem trauten Heim.

Tourendaten
Gesamtdauer: 30:00 h
Gesamtlänge: 4,64 km
Höhenmeter: 120 hm

181026 Issboden, Aldranser, Sistranser Alm

Heuer bin ich zwar oft mit dem Rad auf die Arbeit gefahren, aber richtige Mountainbike-Touren habe ich fast keine unternommen. Heute ist einer dieser Tage, an denen sich doch ein Klassiker ausgeht. Die Fahrt von Aldrans auf den Issboden (1.873m), über die Sistranser (1.608m) und Alm Aldranser (1.511m) wieder retour. Mit von der Partie ist Michi, die die Hardcorevariante von Innsbruck aus meistern will.

Vom Dorfplatz geht es zuerst ein kleines Stück auf der Hauptstraße, die um diese Uhrzeit an einem Feiertag ausnahmsweise nicht stark befahren ist, rauf zum Kreisverkehr beim ehemaligen Gasthaus Hubertus.

Dann erreichen wir auch schon die Forststraße, die geschottert hinauf zu den einzelnen Almen führt. Der Weg führt am Anfang etwas steiler, aber dann mit gleichbleibenden Steigung auf den Berg hinauf. Dem Sonnenstand ist es zu danken, daß wir noch keine Sonne und dementsprechend kalte Füße bekommen.

Der Herbst hält jetzt augenscheinlich schon Einzug in unsere Gefilde, die Lärchen schlagen auch schon um, schön anzusehen sind die vielen wunderbaren Farben des Waldes.

Die Aussicht auf das Inntal wird auch mit jedem Höhenmeter besser, es dauert nicht mehr lange, und wir haben den Issboden erreicht. Hier hält sich in den Schattenzonen schon der Reif, dies sieht man an der Mächtigkeit der filigranen Strukturen an den Gräsern… da schmilzt hier nichts mehr. Und in der Sonne sehen wir unser höchstes Ziel für heute, die Isshütte.

Wir genießen hier die für heute ersten richtigen Sonnenstrahlen auf einer Rastbank, ein Müsliriegel wird verspeist. Was für ein wunderschönes Wetter heute ist…

So fein es hier ist, ein leichter Bergwind läßt uns schlußendlich dann doch frösteln, wir packen unsere Sachen zusammen, jetzt gehts hinunter ins Tal, natürlich mit einem Zwischenstopp oder zwei, das werden wir noch sehen.

Wir lassen es richtig sausen, das macht jetzt echt Spaß. Damit wir nicht die ganze Forststraßen ausfahren müssen, nehmen wir mal eine Abzweigung auf einen Wanderweg, der uns direkt über die Sistranser Alm bringt. Das macht richtig Spaß. Dort gönnen wir uns in der Sonne eine Erfrischung.

Nach dem kurzen Stopp geht es dann weiter zur Aldranser Alm, dort wollen wir noch einmal ein wenig länger einkehren. Da heute der letzte Tag ist, an dem die Alm offen hat, ist Livemusik da und gutes Essen ist hier sowieso auf dem Programm. Wir gönnen uns ein Wienerschnitzel und auch hier wieder die schöne Aussicht.

Als Abschluss sausen wir dann ich weiß nicht wieviele Höhenmeter hinunter ins Tal, schon bald sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt. Was für eine tolle Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 21,55 km
Höhenmeter: 939 m

180813 Höttinger Alm [1.487m]

Schon länger habe ich keine Einträge mehr geschrieben… keine Angst, ich war nicht untätig, bin aber leider nicht zu schreiben gekommen.

Heute steht eine MTB-Tour auf dem Programm. Direkt von der Arbeit geht es nach Mühlau, wo ich Michi auf dem Weg aufpicke. Ein kleiner Umweg, aber der für mich neue Weg sollte sich rentieren.

Von Mühlau radeln wir zuerst hinauf zum „Tiroler Landesschießstand“, bis hierhin noch Asphalt mit einigem Verkehr. Kurz nach dem Schießstand, beim Brunnen, beginnt der eigentliche Weg hinauf zu Arzler Alm, unserem eigentlichen Ziel. Rasch machen wir Höhe, es ist immer wieder faszinierend, wie schnell man auf die Nordkette kommt und von oben die Aussicht auf die Landeshauptstadt genießen kann.

Schon bald haben wir die Arzler Alm, heute leider geschlossen, erreicht. Eigentlich sollte die Tour hier zu Ende sein, aber wir sind noch Beide motiviert und Michi´s „neues“ Fahrrad verlangt nach mehr Höhenmetern. Also fahren wir einfach weiter, nächstes Ziel: Bodensteiner Alm oder Höttinger Alm. Wir sind da flexibel…

Während wir Meter für Meter gen Himmel streben, ziehen auch schon die ersten dunklen Wolken auf. Na, uns wird das nicht erwischen, wenn es aus dem Wipptal zieht, dann kommt es nicht bis in den Karwendel… welch ein Trugschluß.

Aber noch passt das Wetter und kurzweilig erreichen wir einen Platz, an dem man die Alm schon sieht. Erste leichte Tropfen streifen uns, aber bis zur Alm schaffen wir das noch bestimmt.

Bei der Alm beratschlagen wir uns , zwei Optionen liegen auf dem Tisch… entweder wir kehren in die Alm ein, oder wir machen die Flucht nach vorne, und schaffen es noch vor dem Unwetter.

Bei einer klassischen 50/50 Chance haben wir es echt vertan. Der Weg ins Tal, auf die Einkehr verzichten wir heute, ist nach nur gefühlten 50 Kurbelumdrehungen trocken. Dann öffnet der Himmel seine Pforten und wir werden richtig gewaschen. Oje, das kann ja noch lustig werden.

Unterwegs finden wir unter einer Baumgruppe Unterschlupf, aber auch diese Naturhütte kann dem Regen nicht lange standhalten und bald tropft es von jeder Nadel. Also weiter, nass sind wir eh schon.

Zum Glück ist es nicht kalt, daher macht die Abfahrt fast schon wieder Spaß. Rasch erreichen wir den Schießstand, dann sind wir auch schon wieder in Mühlau angekommen. Hier verabschiede ich mich von Michi, sie ist schon fast zu Hause, ich radle über Ambras und den Pfaffensteig die letzten 200 Höhenmeter hinauf nach Aldrans. Mit einer nassen Hose dann doch nicht so super…

Fast zu Hause lichtet sich das Wolkenmeer und läßt noch kurz die Sonne durch. Welch schöne Stimmung… aber kurz darauf fängt es auch wieder zu regnen an.

Tourendaten
Gesamtlänge: 31,60 km
Gesamtdauer: 2:40 h
Höhenmeter: 1.130 m

180508 Wallfahrtskirche Heiligwasser (1.234m)

Kurz entschlossen fahren ich heute nach der Arbeit noch rauf zur Wallfahrtskirche Heiligwasser. Von Innsbruck aus fahre ich meine Standardroute rauf zum Lanserkopf.

Dort wurde in letzter Zeit richtig fest ausgeholzt. Daher ist der Platz jetzt fast schon wieder ein wenig sonnendurchflutet.

Weiter geht’s über den Lansersee, Igls und dann vorbei an der alten Patscherkofelbahn hinauf zum Olex, der neuen Talstation der „Kofelbahn“.

Hier ist immer noch Baustelle, daher muss ich einen kleinen Umweg nehmen, der mich jedoch fast keine Zeit kostet. Dann geht es die letzten Meter hinauf zum schön gelegenen Kirchlein mit der wunderschönen Aussicht.

Dort setzte ich mich ein wenig in die Sonne. Natürlich gibt es hier oben einen Geocache, der verschiedene Stationen involviert. Den musste ich natürlich auf dem Weg hierher lösen, nahe bei der Kirche werde ich dann auch noch fündig.

Die Abfahrt nach Aldrans ist wieder einmal ein Riesenspaß, es geht nur noch abwärts und das einzige Hindernis sind die langsamen Autos und Postbusse…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtdistanz: 19,50 km
Höhenmeter: 741 m

180406 MTB Umbrüggler Alm

Es ist Freitag, das Wetter ist schön. Ich bin wie immer mit dem Radl auf die Arbeit gefahren, da bietet sich eine kleine Runde vor dem Nachhauseweg an. Mein Ziel ist die Umbrüggler Alm, und von dort dann weiter Richtung Mühlau.

Von der Arbeit muss ich ein paar Meter durch die Stadt radeln, dann bin ich schon in Hötting. Von dort fahre ich hinauf zum Planötzenhof. Erinnerungen an letzte Jahr, als wir die Bergwerkstour gemacht haben, kommen auf.


Der Weg ist gut zu fahren, bis hierher war es Asphalt, nun kommt Schotter, den ich viel lieber fahre. Stetig geht der Weg aufwärts, über ein paar Kehren erreiche ich den Höttinger Graben. Dort sind noch Lawinenreste vom Winter zu sehen, hier muss ich das Rad schultern und über die Schneereste tragen. Da die Strecke aber kurz ist, ist das eine willkommene Abwechslung.


Bald schon stehe ich vor der Umbrüggler Alm, hier ist heute die Hölle los, das schöne Wetter macht sich bemerkbar. Bei diesen Massen habe ich gar keine Lust auf eine Einkehr, daher setze ich meinen Helm auf und fahr weiter, nun zur Hungerburg.

Eine richtige Autobahn wurde hier angelegt, für die Wanderer und Radfahrer.

Doch teilweise ist der Weg dann sehr ruppig, also kann man es nicht richtig „krachen“ lassen.


In Innsbruck klaube ich dann noch ein paar Geocaches auf, und mache mich quer durch die Stadt auf, nach Hause zu fahren. Die letzten Meter über den Pfaffensteig sind dann immer das „Highlight“, obwohl kurz, ist es immer wieder eine Herausforderung, hier hoch zu radeln.

Tourendaten
Gesamtlänge: 20.25 km
Gesamtdauer: 2:55 h
Höhenmeter: 812 m

170923 Dragör (Dänemark)

Heute ist der Tag der traditionellen Radtour von Daniel. Einmal im Jahr macht mein Bruder eine Traditionstour zum kleinen Fischerdörfchen Dragör, um dort Fisch & Chips zu essen… aber eben nicht nur. Die Tour wird mit dem Fahrrad gemacht, und darauf freue ich mich schon sehr.
Wir schnappen uns die Räder, Daniel überlässt mir seinen Flitzer, und er nimmt ein altes Notfallfahrrad.

Direkt vor der Haustür starten wir zuerst Richtung Süden, zuerst noch durch die Stadt. Aber schon nach ein paar Minuten lichten sich die Häuserreihen und wir erreichen offeneres Gebiet.

Durch den Valbyparken hindurch erreichen wir die Küste, dieser entlang am Kystagerparken vorbei sehen wir schon die Autobahnbrücke, über die wir nach Amager rüberfahren.

Ab hier sind wir komplett in der Natur, immer entlang der Küste geht es immer weiter in den Süden. Da wir in der Nähe des Flughafens sind, hören wir immer wieder die großen Passagiermaschinen über unsere Köpfe rauschen.

Ansonsten ist es angenehm ruhig und entspannt hier.

Immer wieder bleiben wir für die vielen Geocaches, die hier verlegt sind stehen. Bei einer Station, wir suchen eine Weile, stellt Daniel fest, dass er einen „Patschen“ hat. Keine Luft mehr im Reifen… und das mitten im Naturschutzgebiet. Also in die nächste Siedlung müssen wir es wohl oder übel so schaffen. Aber mein Bruder ist hier hart in Nehmen, sowas kann die Traditionstour nicht stören.

Wir müssen nun weg von der Küste, ein wenig querfeldein, dann erreichen wir unser Ziel, Dragör.

Ein wunderschönes, kleines Fischerdörfchen, mit sehr schönen strohgedeckten Häusern.

In einem kleinen Imbisslokal gönnen wir uns einen frischen Backfisch mit Pommes. Obwohl es nicht sehr warm ist, hält man dank Windstille den Garten doch ganz gut aus.
Im Ort finden wir keinen Fahrradladen, daher muss Daniel wohl oder übel mit dem „Flat tyre“ weiterfahren. Wir schauen uns in der Nähe des Dorfes noch eine Bunkeranlage an.

Dieses Verteidigungswerk ist heute in ein Hotel umfunktioniert, die Bunker selber kann man aber noch frei begehen.

Am Westende des Flughafens vorbei erreichen wir den Nordzipfel von Amager, dann biegen wir auch schon wieder ab in Richtung Stadt. Quer durch Kristiania fahren wir direkt ins Zentrum.

Bei der Papierinsel treffen wir Bettina, wir haben ausgemacht, hier noch etwas zu essen. Allerlei leckere Sachen gibt es hier, Daniel und ich entscheiden uns schlussendlich für einen Burger.

Sehr lecker…
Der Weg zur Wohnung führt uns dann auch schon bekannten Wegen zurück.

Tourendaten
Gesamtlänge: 55,4 km
Gesamtdauer: 9:00 h
Höhenmeter: 301 m

Route

170603 Über die Zunterköpfe (1.966m)

Da habe ich mir was vorgenommen… von zu Hause aus möchte ich erst ins Halltal fahren und dann noch eine kleine Runde über die Zunterköpfe zu machen. Sozusagen eine CO2-freie Aktivität.

Von Aldrans fahre ich mit dem Mountainbike über Ampass nach Hall in Tirol, von dort geht es weiter Richtung Absam.

Beim Hackl biege ich in das wunderschöne Halltal ein, die ersten Meter gehen flüssig dahin, ich werde zweimal vom Wanderertaxi überholt. Dann kommt das Bettelwurfeck, das ist halt schon nochmals eine eigene Liga.

Ich kämpfe mich hinauf, die Steigung ist brutal. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, erinnere ich mich immer wieder und mache so Meter für Meter wett.

Endlich erreiche ich das Ende der Brutalo-Steigung und fahre wieder gemütlich, über die Sonnenbrücke weiter nach St. Magdalena.

Hier stelle ich mein Radl ab, mache eine kurze Verschnaufpause, und wandere dann über den steilen Steig hinauf zum Hochmahdkopf.

Der Wald hier ist richtig urig, mir gefällt das Halltal jedes Mal wieder. Eine wunderschöne Gegend ist das.

Bald erreiche ich den Latschengürtel, und dann sehe ich zum ersten Mal aus der Nähe, was das Feuer hier vor 3 Jahren angerichtet hat.

Die meisten Latschen (Legföhren) sind damals verbrannt und haben sich bis heute nicht erholt. Es schaut fast aus wie in der Wüste, wären da nicht die Gräser, die überall sprießen.

Ich genieße den Ausblick über Hall, Innsbruck und natürlich das Mittelgebirge.

Nächste Station ist der Haller Zunterkopf, der 200m den Hochmahdkopf überragt. Der Weg ist sehr angenehm zu gehen, eine kleine Kletterstelle, die aber super abgesichert ist, muß überwunden werden.

Hier muß ein Wanderer wegen seinem Hund umdrehen, dieser traut sich nicht über die Stufe.

Auf dem Haller Zunterkopf sitzt schon ein Wanderer, ich geselle mich dazu und genieße nochmals die Aussicht.

Auf der Karwendelseite sieht man die Bettelwürfe und die Gebäude des ehemaligen Salzbergbaus.

Abschließend erreiche ich noch den Thaurer Zunterkopf, der heute gut besucht ist. Ich mache nur eine kurze Pause auf dem sehr ausladenden Gipfel.

Der weitere Weg führt zum Törl. Hier bekomme ich einen kurzen Schreck, denn der Weg ins Halltal ist wegen Steinschlag gesperrt.

Ich beschließe, nachdem zwei Wanderer hochkommen, auch diesen Weg zu gehen. Schlußendlich bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Der Weg war total gut zu gehen und der Umweg wäre sehr lang gewesen.

Hinter einer Kurve liegt dann das ehrwürdige Herrenhaus. Ich liebe diesen Gebäudekomplex, hier beschließe ich, im Knappenhäusl eine Pause einzulegen.

Ein Bier ist hier immer verfügbar (solange die Leute brav zahlen), nur der „Wirt“ ist heute ausgeflogen. Ein Kamerateam ist vor Ort, die sind natürlich mit dem Auto angereist…

Der Weg nach Magdalena offeriert nochmals wunderbare Einblicke ins Halltal. Und dann steht es da, mein Radl… ich kann es gar nicht erwarten, jetzt die schöne Asphaltstraße nach Absam hinauszusausen.

Wie gewohnt, kann ich an den „guten“ Stellen schön Gas geben und Ruckzuck bin ich in Absam… schade, das ging fast zu schnell. Doch die Abfahrt geht weiter bis Hall. Dort nehme ich den Radweg nach Innsbruck.

Das letzte Stück ist dann immer das Härteste, über den Pfaffensteig erreiche ich schlußendlich müde, aber glücklich das traute Heim.

Eine wunderbare Tour, die ich gerne wieder mal wiederholen werde.

Tourendaten-Bike
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 32,5 km
Höhenmeter: 954 m

Tourendaten-Hike
Gesamtdauer: 3,5 h
Gesamtlänge: 8,41 km
Höhenmeter: 775 m

Bike – Hinfahrt:

Hike:

Bike – Rückfahrt

170510 Sistraner Alm (1.611m)

Ich fahre schon seit einiger Zeit mit dem Rad auf die Arbeit, aber eine „echte“ Mountainbike-Tour habe ich noch nicht geschafft. Das wird heute geändert: Mit André mache ich mich direkt nach der Arbeit bei Kaiserwetter auf, die Sistranser Alm zu besuchen.

Wir starten von der Arbeit, zuerst heim zu André, da er noch sein Rad abholen muß, dann fahren wir über den Bretterkeller hinauf Richtung Lans. Sobald wir aus der Hektik der Stadt ausgebrochen sind, macht sich auch eine innere Ruhe breit. Der wunderschöne Wald, die Vögel, die das Frühjahr auch genießen, alles ist Bestens.

Von Lans fahren wir beim Lanser Hof vorbei weiter hinauf in den Wald am Fusse des Patscherkofels. Die Wiesen rund um uns blühen schon auf, die warme Jahreszeit scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.

Eines der Markenzeichen der Mittelgebirgswege ist, daß es fast keine „Raststrecken“ gibt, es geht einfach immer hinauf, immer Richtigung Gipfel (bzw. Hütte). Auf dem Weg, kurz vor der Hütte sehen wir die ersten Schneeflecken neben der Straße.

Doch bis zur Hütte geht es super zu fahren, bald schon sitzen wir auf der Sonnenterasse und genießen die warmen Strahlen. Wir sitzen eine gute Stunde mit Blick auf die Alpenstadt, essen eine Brettljause und trinken ein Bier. Es wird sukzessive kälter, und wir beschließen schließlich, wieder ins Tal zu fahren.

André hat einen Vorschlag: Er kennt einen feinen Trail, den wir (ich) zum Probieren fahren können. André ist ja ein Vollblut-Trailer, daher habe ich meine liebe Not, ihm über den Steig nachzukommen. Aber Spaß macht es allemal, und viel zu schnell sind wir wieder in Lans.

Gemeinsam fahren wir auf Wiesenwegen bis zur Vogelhütte, dort trennen sich unsere Wege dann, ich fahre über die Straßenbahnhaltestelle Aldrans heim, André nimmt den gleichen Weg, den wir am Nachmittag gefahren sind, wieder hinunter nach Innsbruck.

Ein wunderbarer Tag, das Wetter haben wir gut genutzt und die gemütlichen Gespräche auf der Terasse waren auch fein.

Tourendaten
Gesamtdistanz: 25,29 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 1157 m

170412 Radltour „Westliches Mittelgebirge“

Das Wetter ist heute so schön, daß es echt „a Schand“ wäre, das nicht auszunützen. Daher beschließe ich, da es noch nicht ganz so warm ist, nicht in die Höhe, dafür in die Länge zu fahren.

Ich starte direkt von der Arbeit aus Richtung Westen, auf dem Inntalradweg erreiche ich schon bald Völs. Dort zweige ich ab ins Nasse Tal, einem Verbindungstal hinauf nach Axams. Vorbei an Omes erreiche ich bald das Plateau und radle gemütlich in einem Bogen zurück, nun Richtung Osten.

Vorbei an Birgitz erreich ich Mutters, hier kenne ich mich schon aus, denn diese Route verwende ich im Sommer gerne. Hinunter in die Sillschlucht führt mich mein Weg am „Zenzenhof“ vorbei und über die Verbindungsstraße hinauf nach Vill. Ein Wagen der Strassenmeisterei putzt mir den Weg…

Der letzte Teil der Fahrt ist über gemütliche Bauernwiesen um Igls und Lans. Auch die Vogelhütte, bei der ich oft mit Letu vorbekomme, liegt auf meinem Weg.

Dann schon bin ich wieder zu Hause, glücklich, bei dem Kaiserwetter einen längeren Heimweg genommen zu haben.

Tourendaten
Gesamtlänge: 31,58 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 737 m