Archiv der Kategorie: Mountainbike

180813 Höttinger Alm [1.487m]

Schon länger habe ich keine Einträge mehr geschrieben… keine Angst, ich war nicht untätig, bin aber leider nicht zu schreiben gekommen.

Heute steht eine MTB-Tour auf dem Programm. Direkt von der Arbeit geht es nach Mühlau, wo ich Michi auf dem Weg aufpicke. Ein kleiner Umweg, aber der für mich neue Weg sollte sich rentieren.

Von Mühlau radeln wir zuerst hinauf zum „Tiroler Landesschießstand“, bis hierhin noch Asphalt mit einigem Verkehr. Kurz nach dem Schießstand, beim Brunnen, beginnt der eigentliche Weg hinauf zu Arzler Alm, unserem eigentlichen Ziel. Rasch machen wir Höhe, es ist immer wieder faszinierend, wie schnell man auf die Nordkette kommt und von oben die Aussicht auf die Landeshauptstadt genießen kann.

Schon bald haben wir die Arzler Alm, heute leider geschlossen, erreicht. Eigentlich sollte die Tour hier zu Ende sein, aber wir sind noch Beide motiviert und Michi´s „neues“ Fahrrad verlangt nach mehr Höhenmetern. Also fahren wir einfach weiter, nächstes Ziel: Bodensteiner Alm oder Höttinger Alm. Wir sind da flexibel…

Während wir Meter für Meter gen Himmel streben, ziehen auch schon die ersten dunklen Wolken auf. Na, uns wird das nicht erwischen, wenn es aus dem Wipptal zieht, dann kommt es nicht bis in den Karwendel… welch ein Trugschluß.

Aber noch passt das Wetter und kurzweilig erreichen wir einen Platz, an dem man die Alm schon sieht. Erste leichte Tropfen streifen uns, aber bis zur Alm schaffen wir das noch bestimmt.

Bei der Alm beratschlagen wir uns , zwei Optionen liegen auf dem Tisch… entweder wir kehren in die Alm ein, oder wir machen die Flucht nach vorne, und schaffen es noch vor dem Unwetter.

Bei einer klassischen 50/50 Chance haben wir es echt vertan. Der Weg ins Tal, auf die Einkehr verzichten wir heute, ist nach nur gefühlten 50 Kurbelumdrehungen trocken. Dann öffnet der Himmel seine Pforten und wir werden richtig gewaschen. Oje, das kann ja noch lustig werden.

Unterwegs finden wir unter einer Baumgruppe Unterschlupf, aber auch diese Naturhütte kann dem Regen nicht lange standhalten und bald tropft es von jeder Nadel. Also weiter, nass sind wir eh schon.

Zum Glück ist es nicht kalt, daher macht die Abfahrt fast schon wieder Spaß. Rasch erreichen wir den Schießstand, dann sind wir auch schon wieder in Mühlau angekommen. Hier verabschiede ich mich von Michi, sie ist schon fast zu Hause, ich radle über Ambras und den Pfaffensteig die letzten 200 Höhenmeter hinauf nach Aldrans. Mit einer nassen Hose dann doch nicht so super…

Fast zu Hause lichtet sich das Wolkenmeer und läßt noch kurz die Sonne durch. Welch schöne Stimmung… aber kurz darauf fängt es auch wieder zu regnen an.

Tourendaten
Gesamtlänge: 31,60 km
Gesamtdauer: 2:40 h
Höhenmeter: 1.130 m

180508 Wallfahrtskirche Heiligwasser (1.234m)

Kurz entschlossen fahren ich heute nach der Arbeit noch rauf zur Wallfahrtskirche Heiligwasser. Von Innsbruck aus fahre ich meine Standardroute rauf zum Lanserkopf.

Dort wurde in letzter Zeit richtig fest ausgeholzt. Daher ist der Platz jetzt fast schon wieder ein wenig sonnendurchflutet.

Weiter geht’s über den Lansersee, Igls und dann vorbei an der alten Patscherkofelbahn hinauf zum Olex, der neuen Talstation der „Kofelbahn“.

Hier ist immer noch Baustelle, daher muss ich einen kleinen Umweg nehmen, der mich jedoch fast keine Zeit kostet. Dann geht es die letzten Meter hinauf zum schön gelegenen Kirchlein mit der wunderschönen Aussicht.

Dort setzte ich mich ein wenig in die Sonne. Natürlich gibt es hier oben einen Geocache, der verschiedene Stationen involviert. Den musste ich natürlich auf dem Weg hierher lösen, nahe bei der Kirche werde ich dann auch noch fündig.

Die Abfahrt nach Aldrans ist wieder einmal ein Riesenspaß, es geht nur noch abwärts und das einzige Hindernis sind die langsamen Autos und Postbusse…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtdistanz: 19,50 km
Höhenmeter: 741 m

180406 MTB Umbrüggler Alm

Es ist Freitag, das Wetter ist schön. Ich bin wie immer mit dem Radl auf die Arbeit gefahren, da bietet sich eine kleine Runde vor dem Nachhauseweg an. Mein Ziel ist die Umbrüggler Alm, und von dort dann weiter Richtung Mühlau.

Von der Arbeit muss ich ein paar Meter durch die Stadt radeln, dann bin ich schon in Hötting. Von dort fahre ich hinauf zum Planötzenhof. Erinnerungen an letzte Jahr, als wir die Bergwerkstour gemacht haben, kommen auf.


Der Weg ist gut zu fahren, bis hierher war es Asphalt, nun kommt Schotter, den ich viel lieber fahre. Stetig geht der Weg aufwärts, über ein paar Kehren erreiche ich den Höttinger Graben. Dort sind noch Lawinenreste vom Winter zu sehen, hier muss ich das Rad schultern und über die Schneereste tragen. Da die Strecke aber kurz ist, ist das eine willkommene Abwechslung.


Bald schon stehe ich vor der Umbrüggler Alm, hier ist heute die Hölle los, das schöne Wetter macht sich bemerkbar. Bei diesen Massen habe ich gar keine Lust auf eine Einkehr, daher setze ich meinen Helm auf und fahr weiter, nun zur Hungerburg.

Eine richtige Autobahn wurde hier angelegt, für die Wanderer und Radfahrer.

Doch teilweise ist der Weg dann sehr ruppig, also kann man es nicht richtig „krachen“ lassen.


In Innsbruck klaube ich dann noch ein paar Geocaches auf, und mache mich quer durch die Stadt auf, nach Hause zu fahren. Die letzten Meter über den Pfaffensteig sind dann immer das „Highlight“, obwohl kurz, ist es immer wieder eine Herausforderung, hier hoch zu radeln.

Tourendaten
Gesamtlänge: 20.25 km
Gesamtdauer: 2:55 h
Höhenmeter: 812 m

170923 Dragör (Dänemark)

Heute ist der Tag der traditionellen Radtour von Daniel. Einmal im Jahr macht mein Bruder eine Traditionstour zum kleinen Fischerdörfchen Dragör, um dort Fisch & Chips zu essen… aber eben nicht nur. Die Tour wird mit dem Fahrrad gemacht, und darauf freue ich mich schon sehr.
Wir schnappen uns die Räder, Daniel überlässt mir seinen Flitzer, und er nimmt ein altes Notfallfahrrad.

Direkt vor der Haustür starten wir zuerst Richtung Süden, zuerst noch durch die Stadt. Aber schon nach ein paar Minuten lichten sich die Häuserreihen und wir erreichen offeneres Gebiet.

Durch den Valbyparken hindurch erreichen wir die Küste, dieser entlang am Kystagerparken vorbei sehen wir schon die Autobahnbrücke, über die wir nach Amager rüberfahren.

Ab hier sind wir komplett in der Natur, immer entlang der Küste geht es immer weiter in den Süden. Da wir in der Nähe des Flughafens sind, hören wir immer wieder die großen Passagiermaschinen über unsere Köpfe rauschen.

Ansonsten ist es angenehm ruhig und entspannt hier.

Immer wieder bleiben wir für die vielen Geocaches, die hier verlegt sind stehen. Bei einer Station, wir suchen eine Weile, stellt Daniel fest, dass er einen „Patschen“ hat. Keine Luft mehr im Reifen… und das mitten im Naturschutzgebiet. Also in die nächste Siedlung müssen wir es wohl oder übel so schaffen. Aber mein Bruder ist hier hart in Nehmen, sowas kann die Traditionstour nicht stören.

Wir müssen nun weg von der Küste, ein wenig querfeldein, dann erreichen wir unser Ziel, Dragör.

Ein wunderschönes, kleines Fischerdörfchen, mit sehr schönen strohgedeckten Häusern.

In einem kleinen Imbisslokal gönnen wir uns einen frischen Backfisch mit Pommes. Obwohl es nicht sehr warm ist, hält man dank Windstille den Garten doch ganz gut aus.
Im Ort finden wir keinen Fahrradladen, daher muss Daniel wohl oder übel mit dem „Flat tyre“ weiterfahren. Wir schauen uns in der Nähe des Dorfes noch eine Bunkeranlage an.

Dieses Verteidigungswerk ist heute in ein Hotel umfunktioniert, die Bunker selber kann man aber noch frei begehen.

Am Westende des Flughafens vorbei erreichen wir den Nordzipfel von Amager, dann biegen wir auch schon wieder ab in Richtung Stadt. Quer durch Kristiania fahren wir direkt ins Zentrum.

Bei der Papierinsel treffen wir Bettina, wir haben ausgemacht, hier noch etwas zu essen. Allerlei leckere Sachen gibt es hier, Daniel und ich entscheiden uns schlussendlich für einen Burger.

Sehr lecker…
Der Weg zur Wohnung führt uns dann auch schon bekannten Wegen zurück.

Tourendaten
Gesamtlänge: 55,4 km
Gesamtdauer: 9:00 h
Höhenmeter: 301 m

Route

170603 Über die Zunterköpfe (1.966m)

Da habe ich mir was vorgenommen… von zu Hause aus möchte ich erst ins Halltal fahren und dann noch eine kleine Runde über die Zunterköpfe zu machen. Sozusagen eine CO2-freie Aktivität.

Von Aldrans fahre ich mit dem Mountainbike über Ampass nach Hall in Tirol, von dort geht es weiter Richtung Absam.

Beim Hackl biege ich in das wunderschöne Halltal ein, die ersten Meter gehen flüssig dahin, ich werde zweimal vom Wanderertaxi überholt. Dann kommt das Bettelwurfeck, das ist halt schon nochmals eine eigene Liga.

Ich kämpfe mich hinauf, die Steigung ist brutal. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, erinnere ich mich immer wieder und mache so Meter für Meter wett.

Endlich erreiche ich das Ende der Brutalo-Steigung und fahre wieder gemütlich, über die Sonnenbrücke weiter nach St. Magdalena.

Hier stelle ich mein Radl ab, mache eine kurze Verschnaufpause, und wandere dann über den steilen Steig hinauf zum Hochmahdkopf.

Der Wald hier ist richtig urig, mir gefällt das Halltal jedes Mal wieder. Eine wunderschöne Gegend ist das.

Bald erreiche ich den Latschengürtel, und dann sehe ich zum ersten Mal aus der Nähe, was das Feuer hier vor 3 Jahren angerichtet hat.

Die meisten Latschen (Legföhren) sind damals verbrannt und haben sich bis heute nicht erholt. Es schaut fast aus wie in der Wüste, wären da nicht die Gräser, die überall sprießen.

Ich genieße den Ausblick über Hall, Innsbruck und natürlich das Mittelgebirge.

Nächste Station ist der Haller Zunterkopf, der 200m den Hochmahdkopf überragt. Der Weg ist sehr angenehm zu gehen, eine kleine Kletterstelle, die aber super abgesichert ist, muß überwunden werden.

Hier muß ein Wanderer wegen seinem Hund umdrehen, dieser traut sich nicht über die Stufe.

Auf dem Haller Zunterkopf sitzt schon ein Wanderer, ich geselle mich dazu und genieße nochmals die Aussicht.

Auf der Karwendelseite sieht man die Bettelwürfe und die Gebäude des ehemaligen Salzbergbaus.

Abschließend erreiche ich noch den Thaurer Zunterkopf, der heute gut besucht ist. Ich mache nur eine kurze Pause auf dem sehr ausladenden Gipfel.

Der weitere Weg führt zum Törl. Hier bekomme ich einen kurzen Schreck, denn der Weg ins Halltal ist wegen Steinschlag gesperrt.

Ich beschließe, nachdem zwei Wanderer hochkommen, auch diesen Weg zu gehen. Schlußendlich bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Der Weg war total gut zu gehen und der Umweg wäre sehr lang gewesen.

Hinter einer Kurve liegt dann das ehrwürdige Herrenhaus. Ich liebe diesen Gebäudekomplex, hier beschließe ich, im Knappenhäusl eine Pause einzulegen.

Ein Bier ist hier immer verfügbar (solange die Leute brav zahlen), nur der „Wirt“ ist heute ausgeflogen. Ein Kamerateam ist vor Ort, die sind natürlich mit dem Auto angereist…

Der Weg nach Magdalena offeriert nochmals wunderbare Einblicke ins Halltal. Und dann steht es da, mein Radl… ich kann es gar nicht erwarten, jetzt die schöne Asphaltstraße nach Absam hinauszusausen.

Wie gewohnt, kann ich an den „guten“ Stellen schön Gas geben und Ruckzuck bin ich in Absam… schade, das ging fast zu schnell. Doch die Abfahrt geht weiter bis Hall. Dort nehme ich den Radweg nach Innsbruck.

Das letzte Stück ist dann immer das Härteste, über den Pfaffensteig erreiche ich schlußendlich müde, aber glücklich das traute Heim.

Eine wunderbare Tour, die ich gerne wieder mal wiederholen werde.

Tourendaten-Bike
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 32,5 km
Höhenmeter: 954 m

Tourendaten-Hike
Gesamtdauer: 3,5 h
Gesamtlänge: 8,41 km
Höhenmeter: 775 m

Bike – Hinfahrt:

Hike:

Bike – Rückfahrt

170510 Sistraner Alm (1.611m)

Ich fahre schon seit einiger Zeit mit dem Rad auf die Arbeit, aber eine „echte“ Mountainbike-Tour habe ich noch nicht geschafft. Das wird heute geändert: Mit André mache ich mich direkt nach der Arbeit bei Kaiserwetter auf, die Sistranser Alm zu besuchen.

Wir starten von der Arbeit, zuerst heim zu André, da er noch sein Rad abholen muß, dann fahren wir über den Bretterkeller hinauf Richtung Lans. Sobald wir aus der Hektik der Stadt ausgebrochen sind, macht sich auch eine innere Ruhe breit. Der wunderschöne Wald, die Vögel, die das Frühjahr auch genießen, alles ist Bestens.

Von Lans fahren wir beim Lanser Hof vorbei weiter hinauf in den Wald am Fusse des Patscherkofels. Die Wiesen rund um uns blühen schon auf, die warme Jahreszeit scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.

Eines der Markenzeichen der Mittelgebirgswege ist, daß es fast keine „Raststrecken“ gibt, es geht einfach immer hinauf, immer Richtigung Gipfel (bzw. Hütte). Auf dem Weg, kurz vor der Hütte sehen wir die ersten Schneeflecken neben der Straße.

Doch bis zur Hütte geht es super zu fahren, bald schon sitzen wir auf der Sonnenterasse und genießen die warmen Strahlen. Wir sitzen eine gute Stunde mit Blick auf die Alpenstadt, essen eine Brettljause und trinken ein Bier. Es wird sukzessive kälter, und wir beschließen schließlich, wieder ins Tal zu fahren.

André hat einen Vorschlag: Er kennt einen feinen Trail, den wir (ich) zum Probieren fahren können. André ist ja ein Vollblut-Trailer, daher habe ich meine liebe Not, ihm über den Steig nachzukommen. Aber Spaß macht es allemal, und viel zu schnell sind wir wieder in Lans.

Gemeinsam fahren wir auf Wiesenwegen bis zur Vogelhütte, dort trennen sich unsere Wege dann, ich fahre über die Straßenbahnhaltestelle Aldrans heim, André nimmt den gleichen Weg, den wir am Nachmittag gefahren sind, wieder hinunter nach Innsbruck.

Ein wunderbarer Tag, das Wetter haben wir gut genutzt und die gemütlichen Gespräche auf der Terasse waren auch fein.

Tourendaten
Gesamtdistanz: 25,29 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 1157 m

170412 Radltour „Westliches Mittelgebirge“

Das Wetter ist heute so schön, daß es echt „a Schand“ wäre, das nicht auszunützen. Daher beschließe ich, da es noch nicht ganz so warm ist, nicht in die Höhe, dafür in die Länge zu fahren.

Ich starte direkt von der Arbeit aus Richtung Westen, auf dem Inntalradweg erreiche ich schon bald Völs. Dort zweige ich ab ins Nasse Tal, einem Verbindungstal hinauf nach Axams. Vorbei an Omes erreiche ich bald das Plateau und radle gemütlich in einem Bogen zurück, nun Richtung Osten.

Vorbei an Birgitz erreich ich Mutters, hier kenne ich mich schon aus, denn diese Route verwende ich im Sommer gerne. Hinunter in die Sillschlucht führt mich mein Weg am „Zenzenhof“ vorbei und über die Verbindungsstraße hinauf nach Vill. Ein Wagen der Strassenmeisterei putzt mir den Weg…

Der letzte Teil der Fahrt ist über gemütliche Bauernwiesen um Igls und Lans. Auch die Vogelhütte, bei der ich oft mit Letu vorbekomme, liegt auf meinem Weg.

Dann schon bin ich wieder zu Hause, glücklich, bei dem Kaiserwetter einen längeren Heimweg genommen zu haben.

Tourendaten
Gesamtlänge: 31,58 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 737 m

161229 Von Schwaz nach Brixlegg

Da der Schnee immer noch ausständig ist, habe ich heute beschlossen, das Radl nochmals zu aktivierien und eine Runde auf dem Inntalradweg zu fahren. Motivation sind die vielen Geocaches, die dort noch auf ihre Entdeckung durch meine Wenigkeit harren.

Ich fahre mit dem Auto bis Schwaz Bahnhof, wobei ich schon dort feststellen muß, daß es keinen „echten“ Bahnhofsparkplatz gibt. Beim Hofer ganz in der Nähe finde ich dann doch ein Plätzchen, das mein Auto beherrbergt.

Die ersten zwei Caches hole ich mir gleich am Bahnhof, doch oh weh, ich stelle fest, daß ich an meinem GPS Gerät gleich etwas falsches gedrückt habe… meine Einstellungen sind weg, und auf die Schnelle bringe ich diese nicht wieder zurück :(.

Nichts desto trotz finde ich einen Weg, doch noch die Caches anzuzeigen, daher geht die Runde los. Es ist bitter kalt, aber da ich gut eingepackt bin, ist es „aushaltbar“.

Immer am Inn entlang bleibe ich ca. alle 300m stehen, um eine Dose zu suchen. Zum Glück sind diese Schätze leicht versteckt, daher kann ich diese immer sehr schnell finden. Trotzdem vergeht relativ viel Zeit, stehenbleiben, suchen, loggen und weiterfahren… bis in ca. 300m das Spiel von Neuem beginnt.

Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, für die Strecke von Schwaz nach Brixlegg brauche ich immerhin 3,5h, die Strecke beträgt nur 20,55km. Dafür finde ich auf dem Weg 63 Geocaches… das ist auch nicht schlecht.

In Brixlegg nehme ich dann den Zug retour nach Schwaz, wo mein braves Auto auf mich wartet. Kalt war die Tour, aber auch schön. Besonders, wenn man auf der Sonnenseite ist… 😀

Tourendaten
Gesamtlänge: 20,55 km
Gesamtdauer: 3,5 h
Höhenmeter 120 m

160728 Rumer Nadel (Langer Stoan)

Das Wetter ist zwar nicht das Beste, aber trotzdem wollen Alfons und ich heute die Rumer Nadel wagen. Zumindest mit dem Rad bis zur Rumer Alm können wir immer fahren. Dann sehen wir schon weiter, so das „Ausgemach“.

Von der Arbeit geht es durch die Stadt, über die Mühlauer Brücke und dann den Berg hinauf bis zum Rechenhof.

Das Wetter schaut mal soweit stabil aus, also beschließen wir, weiterzufahren. Der Weg ändert sich merklich beim Rauffahren, zuerst noch schöner Asphalt, dann schlechter Asphalt und schlussendlich dann unser Liebling, der Forstweg. Hier sind zwar ein paar Stücke, die gerade instand gesetzt werden, aber generell ist der Weg sehr gut in Schuss.

Bald erreichen wir die Rumer Alm, wir beschließen aber gleich am Forstweg weiterzufahren, denn dort am Ende liegt unser Ziel. Die ersten paar Meter vom Forstweg sind fast neu, dann jedoch steilt der Weg so stark auf, dass wir die Räder abstellen und zu Fuß weitergehen.

Am Ende des Forstwegs geht ein kleiner Steig runter zu einem kleinen Hochstand. Ab hier wird es abenteuerlich. Teilweise total matschig und dementsprechend rutschig zieht der Weg nach Unten.

Dann verläuft der Pfad parallel zum Hang, zwar nicht mehr lettig, aber dafür sieht man vor lauter Gras keinen Weg mehr… und die versteckten Wurzeln unter dem Gras stellen sich als echte Stolperfallen heraus. Und was nicht unerwähnt bleiben darf, sind die kleinen Biester, die hier nur auf „Opferbeine“ warten. Zwei Zecken kann ich schon beim Suchen nach „Purpurnen Flüssen“ entfernen. Später zu Hause werde ich noch einen finden, der sich schon leicht verbissen hat, das Mistding!

Schlussendlich erreichen wir den Fuß der Rumer Nadel, bei den „Locals“ auch „Langer Stoan“ genannt. Wir machen eine kurze Pause, dann richten wir uns fürs Klettern her. Gurt, Helm, Einbinden des Seils, dann noch die Patschen und los kann es gehen. Der Einstieg ist ein wenig speckig, aber das sind wirklich nur die ersten 2 Meter.

Dann geht der Weg schön und in fast logischer Linie hinauf. Beim Seilverlauf leiste ich mir einen kleinen Schnitzer, den ich in größerer Höhe dann fast bereue, das Seil lässt sich sehr schwer raufziehen. Die letzten Meter werden zur Kraftprobe, Wisse gegen Seil, aber schlussendlich gewinne ich diesen K(r)ampf und stehe am wohl originellsten Gipfelkreuz in der näheren Umgebung. Das Gartenzwergerl….

Ich richte den Stand ein, dann kann auch schon Alfons nachkommen. Bald sitzen wir zwei gemütlich bei einem kleinen Bier und einer Wurstsemmel bei grandioser Aussicht auf dem Gipfel des Langen Stoans. Gemütlich ist es hier.


Im Oberinntal regnet es schon leicht, also beschließen wir, aufzubrechen. Nach einer lustigen Abseilaktion stehen wir wieder am Fuß der Nadel und können unsere Sachen verstauen.

Rasch berge ich noch den Geocache „Rumer Nadel (Langer Stoan)

Der Weg durch das Zeckenparadies geht leichter als gedacht, bald stehen wir wieder verschwitzt, da sehr schwül, beim Hochstand.

Wir nehmen einen Pfad durch den Wald, dort entdecke ich noch ein paar Eierschwammerlen und auch den Geocache „Bäume sind auch nur Menschen“. Dann erreichen wir  wohlbehalten die Fahrräder.
Fast genau in dem Moment, als wir losfahren, fängt es an zu Regnen. Wir bleiben bei der Rumer Alm kurz stehen, stellen uns unter einen Baum bis der ärgste Guss vorbei ist, dann fahren wir ab, nach Mühlau. Quer durch Innsbruck fahren wir bis nach Ambras, dann über den Pfaffensteig hinauf nach Aldrans.

Eine tolle Tour mit ganz vielen Aspekten… am besten beschrieben mit HBC (Hike&Bike&Climb). Das müssen wir öfter machen, das hat richtig Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,44 km
Gesamtdauer: 3:46 h
Höhenmeter: 1.103m

160705 Höttinger Alm (1.490m)

Heute kann ich endlich wieder einmal eine schöne Tour mit dem Radl machen. Das Ziel ist die Höttinger Alm. Nach der Arbeit, genauer nach der Kernarbeitszeit mache ich mich bei sehr schönes Wetter auf den Weg, zuerst noch ein Stück durch die Stadt, hinauf nach Hötting.

Die Steigung vor dem Planötzenhof hat es in sich, ich komme ganz schön ins Schwitzen. Ab dem Planötzenhof legt sich die Strecke ein wenig zurück, und es fängt der gemütliche Teil der Tour an.

Bald erreiche ich die neue Umbrüggler Alm, den Bau sehe ich das erste Mal, seit die Alm fertiggestellt ist. Einmal, als hier noch eine riesige Baustelle war, bin ich mal vorbeigekommen, da war ich fast schon schockiert. Doch heute muß ich sagen, daß die Alm wirklich gelungen ist. Ein schöner Bau, der zum neuen Zeitgeist sehr gut passt.

Je höher ich hinauf komme, desto schöner wird die Aussicht. Wunderschöne Wolkenformationen stehen auf dem Himmel, sehr schön anzuschauen. Und die Aussicht auf Innsbruck zeigt mir wieder einmal, warum die Stadt auch den Beinamen „Hauptstadt der Alpen“ hat.

Bald erreiche ich die Abzweigung zur Höttinger Alm, der Weg steigt zwar immer noch an, dennoch finde ich das Rauf fahren sehr angenehm.
Und dann sehe ich mein Tagesziel, die Höttinger Alm, belagert von Schottischen Hochlandrindern, die hier eine neue Heimat bekommen haben. Zwischendurch sind die Wolken mal richtig dunkel geworden, aber jetzt ist es schon wieder lieblich, das Wetter.

Ich gönne mir auf der Alm ein alkoholfreies Weizen, genieße die Sonne und die Ruhe auf dieser ansonsten so überlaufenen Gaststätte. Das Wetter hat wohl den einen oder anderen abgehalten, heute hochzuradeln. Insgesamt sind wir 9 Personen, 3 Lokalmatadore inklusive.

Das zweite Non-Bier gönne ich mir noch, da die Sonne heute wirklich gemütlich ist, und die Sprüche von den Lokal-Matadore´s doch recht lustig sind. Die mäkeln nämlich über die E-Bikern rum, zwei davon sitzen in Hörweite und sind sichtlich irritiert. Ich lächle, denn in Jeans und Pulli auf die Höttinger zu fahren, und das mit einer höllischen Geschwindigkeit, ist schon fast ein wenig frech.
Genüsslich richtige ich mich für die Abfahrt her, mittlerweile sind noch ein paar Leute dazugekommen.

Die Abfahrt ist dann auch richtig lustig, es geht flott den Berg hinab, die Scharen sind jetzt gerade beim hochfahren. Ich fahre über die Arzler Alm hinunter nach Mühlau.

Eine Schulgrupe beim Aufstieg blockiert den Weg geschickter Weise genau hinter einer Kurve, Gott sei Dank bin ich gemütlich am Weg, ansonsten will ich gar nicht dran denken, was da alles passieren könnte.

Bald erreiche ich Mühlau, durch die Stadt erreiche ich meinen Standardweg hinauf nach Hause. Die letzten paar Höhenmeter laufen heute extrem gut, dann habe ich mein zu Hause erreicht. Alles gut gegangen.

Beim Bericht schreiben kommt das Gewitter, das schon angesagt wurde, mit voller Wucht auf uns zu, bin ich froh, daß ich das im Hause und nicht draussen erleben muß.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,40 km
Gesamtdauer: 2:20 h
Höhenmeter: 1.088 m