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200812 Canyoning Wiesbach und Stuibenfälle

Teil I – Wiesbachl

Einmal im Jahr gehe ich gerne mit den Kindern eine Runde Canyoning. Heuer trifft es den 12. August… das Wetter ist herrlich und fast schon ein wenig schwül. Doch das macht nichts, wir gehen ja ins „Wasser“…

Da ich ein „IL“-Kennzeichen habe und daher nicht gerne in die Fahrverbote in Reutte fahre, parken wir direkt hinter der Lechbrücke nach Vorderhornbach. Von hier ist der Weg bis zum Einstieg gleich lang wie vom „normalen“ Parkplatz, nur der Rückweg ist ein wenig länger.

Der Aufstieg ist wegen der hohen Temperaturen anstrengend, aber dafür schnell erledigt, dann können sich die Kinder schon in das kühle Nass legen, während ich die Ausrüstung vorbereite.

Nach ein paar Worten zur Begehung der Schlucht machen wir uns auf ins Vergnügen. Der erste Teil beinhaltet ein wenig Gehstrecke, aber dann kommen die Hindernisse Schlag auf Fall. Der erste Wasserfall ist immer gut zu üben, denn dieser ist ein wenig rutschig und verlangt hohe Konzentration.

Dann kommt gleich eine lustige Rutsche, bevor wir das Highlight, die drei Rutschen und den „Dom“ erreichen. Hier sind wir auch überraschend schnell am Weg, dann stehen wir schon vor dem hohen Wasserfall.

Dieser wird von den Kindern souverän gemeistert, schon erreichen wir den Spaßteil… den Fächer (heutzutage Elefantenstrahl genannt) und die Waschmaschine. Zwei lustige Stellen, die besondere Abseiltechniken verlangen… nicht schwierig, aber lustig.

Damit haben wir dann schon fast das Ende der Tour erreiche, am Schluss gibt es noch eine schöne Rutsche und wir stehen an der normalen Ausstiegsstelle. Von hier müssen wir nochmals zum Auto laufen, das sind ca. 20 min. Fußmarsch, die jedoch sehr schnell überstanden sind.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:53 h
Gesamtlänge: 11,55 km
Höhenmeter: 1.034 m

TEIL II – Stuibenfälle (unterster Teil)

Nachdem wir das Wiesbachl so schnell erledigt haben, beschließen wir, noch „kurz“ in die Stuibenfälle zum Springen zu fahren. Wir begehen nur den unteren Teil, d.h. wir brauchen weder Helm noch Seil, sondern hüpfen einfach so, wie die gewöhnlichen Besucher, aber halt mit Neoprenanzug die letzten Wasserfälle hinunter.

Der Aufstieg ist recht kurz, aber nach dem Wiesbachl doch ein wenig knackig, dann stehen wir schon beim Geländersprung. Sara und Letu schauen sich die Stelle kurz an und meinen dann nur, klar, das geht.

Da wir bei weitem nicht die einzigen Besucher sind, die Stuibenfälle sind mittlerweile richtig überlaufen, haben wir ein paar Canyonauten vor und hinter uns, dazu noch gefühlte 100 Zuschauer auf den Seiten. Dennoch macht die Springerei einfach nur Spaß, sowas lassen wir uns nicht verderben.

Da wir nur den unteren Teil begehen, springen wir die ganze Runde gleich drei mal hintereinander, weil es eben so viel Spaß macht… 9m ist der höchste Sprung. Ich ziehe meinen Hut vor den Kindern. Toll gemacht, und uns allen hat es sehr viel Spaß gemacht.

200808 Bitterlehütte

Jedes Jahr geht es auf die Hütte, zum Mähen. Heuer habe ich mir extra ein wenig Urlaub eingeplant, damit wir ein paar Tage auf der Hütte bleiben können. Das haben sich die Kinder gewünscht…

Nachdem die Hütte hergerichtet ist, das Wasser läuft, starten wir auch schon mit dem Mähen. Das Wetter ist perfekt, jedoch ist es auf der Wiese dadurch sehr heiß, am Nachmittag müssen wir eine Pause einlegen… trotzdem läuft die Mahd gut.

In der Pause bekommen wir Besuch von einem Schmetterling, der sich als extrem anhänglich herausstellt. Wir bekommen das hübsche Tier fast nicht mehr los… 😁

Von der Veranda sehen wir schon den ersten Fortschritt… nach 3 Tagen ist die gesamte Wiese gemäht und noch dazu ein Baum gefällt…

… den brauchen wir für die Reparatur am Stadl, denn dort ist ein Balken gefault und muss ersetzt werden.

Nachdem die gesamte Wiese gemäht ist, findet Letu beim Aufräumen noch eine spaßige Beschäftigung, in die Mahd reinspringen… somit kann man auch die Zeit verbringen.

Nach drei Tagen haben wir einige Sachen auf der Hütte erledigt: gemäht, Heu verräumt, Wasserversorgung erneuert, und einen Balken als Ersatz für den Stadl hergerichtet… im Herbst sind wir nochmals oben! Wir freuen uns schon wieder…

200712 Canyoning Wiesbach und Stuibenfälle

Wiesbachl (Funtour)

Der heutige Sonntag steht im Zeichen des Canyonings. Bedingt durch die Coronakrise bin ich heuer noch kein einziges Mal in die „Schlucht“ gekommen… heute endlich kann ich wieder diese tolle Sportart durchführen

Lechtalzopf

Am Vormittag haben wir eine feine Runde fürs das Wiesbachl in Stanzach. Flott steigen wir zum Einstieg, nach einem Sicherheitsgespräch gehen wir auch schon in die Schlucht. Der Wasserstand ist heute gut, die Gruppe angenehm und so macht das Werken in diesem schönen Canyon richtig Spaß.

Erste Abseilstelle

Besonders die Stellen nach dem großen Wasserfall machen immer wieder Spaß. Sei es die Rutsche am Seil, der sogenannte Fächer oder die Waschmaschine. Hier kommt jeder auf seinen Geschmack und wird nochmals richtig gut „durchgewaschen“.

Rutsche

Beim Fächer muss eine Rutsche gemeistert werden, die immer Enger wird…

Wäscherei

… und bei der Waschmaschine ist der Name Programm. Heute ist der perfekte Wasserstand für diese kühle Freude.

Canyoning ist eine tolle Wassersportart

Stuibenfälle (Action Tour)

Am Nachmittag habe ich noch eine Tour mit 5 Personen in den Stuibenfällen. Hier ist alles ein wenig mehr actiongeladen…

Erster Abseiler

Beim ersten Abseiler passiert heute etwas, das die meisten Canyoningguides noch nicht oder auch niemals erleben müssen. Während dem ersten Abseiler, nachdem 2 Gäste schon abgeseilt sind, ertönt auf einmal der Staumaueralarm. Das ist das Zeichen, die Schlucht sofort zu verlassen Wir ziehen uns sofort auf sicheren Grund zurück und warten ab. Bald bekommen wir die Entwarnung und können weiter.

Sprung ins kühle Nass

Sind am Anfang zwei größere Abseilstellen zu meistern, kann das Seil dann für den Rest der Tour im Rucksack bleiben… dann ist nur mehr Springen angesagt. Und das macht Spaß. Der Höchste Sprung liegt bei ca. 10 m… und immer springen wir in wunderbar tiefe „Gumpen“.

Geländersprung…

Auch diese Tour, obwohl von sehr vielen Menschen frequentiert, macht immer wieder Spaß.

… und ein wenig Spaß!

Ein toller, aber auch anstrengender Tag geht viel zu schnell vorüber, nachdem die Ausrüstung bei der Bootshütte verstaut ist, geht es wieder in nach Innsbruck… hoffentlich bin ich bald wieder in der Schlucht.

191012 Waltenhofen am Forgensee

Gefühlsmäßig hat sich der Herbst dieses Jahre länger Zeit gelassen, Einzug zu halten… aber nun, plötzlich, färbt sich die Natur in den wundersamsten Farben, die Sonne scheint warm vom Firmament und es ist einfach wunderbar. Wir sind in Pflach, bei der Oma und überlegen uns, wie wir diesen Tag wohl am Besten würdigen können.

Schon länger haben wir besprochen, im Allgäu einen Spaziergang zu machen, die Wieskirche, Steingaden und die schönen Ortschaften am Lech locken… schlussendlich entschließen wir uns, bei Waltenhofen einen schönen Spaziergang am Forggensee zu machen.

Von Waltenhofen wandern wir gen Norden, am Ufer des wunderschön gelegenen Forggensees entlang. Dieser idyllische See ist ein Stausee, von 1951 bis 1954 nach langen Verhandlungen und Planungen gebaut wurde. Ortschaften mußten verlegt werden, 252 Menschen wurden umgesiedelt und in den Fluten versank so manches Gebäude, so auch die ehemalige bischöfliche Mühle und ein Teil der Via Claudia Augusta. Teilweise können diese Zeugnisse der Vergangenheit bei Niedrigwasser bewundert werden.

Am See entlang machen wir immer wieder Pausen, die Kinder tun „Steine flippen“, Sara stellt mit 7 Sprüngen einen neuen Rekord auf. Und für Oma ist natürlich auch was dabei, bei diversen Hochwassern ist so manche Wurzel am Seeufer angeschwemmt worden, diese gilt es zu bewundern… denn zum Mitnehmen ist heute leider kein Platz.

An einer Landzunge nördlich von Waltenhofen machen wir dann eine Pause, genießen die wärmende Sonne, während die Junioren sich mutig in die Fluten stürzen. Es bleibt aber nur beim Versuch, das kühle Nass macht heute seinem Namen alle Ehre!

Nach der Pause und einer feinen Jause spazieren wir wieder zurück nach Waltenhofen. Dort wollen wir uns noch unbedingt die Pfarrkirche „St. Maria und Florian“ anschauen. Diese Kirche geht auf eine Gründung durch den Priester Tasso, begleitet vom „Ällgäuheiligen“ Magnus im Jahre 742 zurück.

Der heute sichtbare stattliche Bau geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Der Innenraum ist geprägt von der Barockisierung im 18. Jahrhundert.

In der Kirche genießen wir die Ruhe und danken wieder für einen schönen Tag, den wir genießen durften.

190803 Säuling (2.048m)

Einmal im Jahr sollte man als gebürtiger Pflacher auf dem Säuling stehen. Zumindest bilde ich mir das fest ein… 😁.

Nachdem wir am Freitag und Samstag unsere Wiese auf dem Berg gemäht haben, das erste Mal ich mit der Sense, machen wir uns am Sonntag auf, den Gipfel zu erklimmen. Wer sind wir? Letu und meine Wenigkeit.

Nachdem wir gut gefrühstückt haben, packen wir einen kleinen Rucksack, setzten unsere Hüttenhüte auf und gehen los.

Der erste Teil ist auf der Forststrasse, dann erreichen wir den Steig am Bruftgrat entlang. Schnell machen wir Höhe, schon bald erreichen wir das Säulinghaus.

Dieses lassen wir allerdings links liegen und gehen gleich weiter Richtung Sattel. Der Weg ist mittlerweile so speckig, dass man echt aufpassen muss.

Wohlbehalten erreichen wir aber dann doch den Sattel, der Ausblick auf das Alpenvorland ist spektakulär.

Wir bleiben nur kurz stehen, schon fast greifbar ist der Gipfel des Tagesziels. Nur noch 20 Minuten, und wir erreichen, Letu teils unter anerkennenden Blicken der Mitbesteiger, den höchsten Punkt.

Wir machen eine ausgedehnte Pause auf dem Gipfel, es gibt viel zu sehen und es geht kein Lüftchen. Total fein und wunderschön. Wir genießen den Moment.

Doch auch wenn es noch so fein ist, irgendwann müssen wir halt doch wieder ins Tal. Der Abstieg, sehr konzentriert, verläuft ohne Probleme, und dann erreichen wir das Säulinghaus.

Wir gönnen uns ein gutes Essen, das hier sehr gut schmeckt.

So gestärkt erreichen wir nach einem ereignisreichen Tag wieder unseren Ausgangspunkt.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,5 km
Gesamfdauer: 3.50 h
Höhenmeter: 1.181 hm

181020 Koflerjoch (1.861m)

Da der Herbst den Sommer heuer an Genialität ausstechen will, hat es uns bei Kaiserwetter wieder in die Berge getrieben. Und auf unsere Hütte.

Am Vortag, am Freitag, sind wir am Abend nach Reutte gekommen, aber für die Hütte war es dann schon zu spät, daher sind wir bei der Oma geblieben. Gleich in der Früh, nach einem wunderbaren Frühstück sind wir dann auf die Hütte.

Die Sachen waren gleich eingelagert, die Bergstiefel geschnürt, also los, rauf auf das Koflerjoch

Den ersten Teil müssen wir wie letztes Mal auf der Forststrasse überwinden, dann beginnt der schöne Steig. Zuerst gehts hinauf aufs Pflacher Älpele, dann weiter hinauf zum Sattel vor dem Joch.

Hier haben wir eine schöne Aussicht auf den mächtigen und uns wohlbekannten Nachbarn, den Säuling.

Ein paar Meter müssen wir noch aufwärts gehen, dann erreichen wir unser erstes Ziel, den Zunterkopf (1.726m).

Spektakuläre Tiefblicke eröffnen sich hier von dem relativ selten besuchten Kopf. Uns störte nicht, wir genießen die Ruhe und gönnen uns eine gute Jause.

Nach einer ausgedehnten Rast gehen wir in ca. 30 Minuten hinauf zum Koflerjoch, unserem Tagesziel.

Auch hier machen wir eine feine Pause, genießen die Aussicht und ein wenig Faullenzerei!

Als nächste steht die Dürrnberger Alm auf dem Programm. Aber um dorthin zu kommen, müssen wir noch über die Satterköpfe absteigen. Überraschend schnell haben wir die zwei kleinen Gipfel hinter uns gelassen, und schon im nächsten Moment jubeln die zwei Kinder: „Wir sehen die Alm!“

Hier können wir uns ein Erfrischungsgetränk und einen leckeren selber gemachten Kuchen.

Die Sonne scheint angenehm auf die Terrasse, leider weht ein Unangenehmer Wind, der uns leise daran erinnern, welche Jahreszeit schon vor herrscht.

Also packen wir wieder unsere sieben Sachen, das letzte Mal heute, und machen uns auf den Weg zu unserer Hütte. Den Weg, den ich mir aus der Karte gesucht habe, war nicht ganz richtig. Ein totes Ende zeug davon, dass dieser Weg nicht mehr existiert.

Schöne Passagen, die schon lange nicht mehr besucht habe, finden wir auf dem Weg. Auch den Felssturz am Alten Forstweg entdecken wir, dieser kann uns aber nicht mehr aufhalten, wir klettern einfach über den Verbruch.

Schluss endlich erreichten wir unseren Forstweg, der uns direkt zur Hütte führt. Die Freude ist groß, als wir endlich unser Domizil erreichen. Der Grill wird gleich angefeuert, bald schon brutzeln die Bratwürste und lassen uns das Wasser im Munde zusammen laufen.

Das Essen schmeckt nach einem solchen Wandertag natürlich besonders gut, über die Nachtruhe müssen wir heute auch nicht lange streiten, weil schon liegt die Jugend im Bett

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:16 h
Gesamtlänge: 13,89 km
Höhenmeter: 1.01

181014 Säuling (2.048m)

Nach einer feinen Nacht auf der Hütte ist heute um 7:00 Uhr Tagwache. Das fällt nicht jedem leicht, am Wochenende so Früh aus der Kiste zu hüpfen, aber wir wollen heute auf den Säuling wandern, gemeinsam mit der Oma, die später zu uns stoßen wird.

Zuerst einmal muß natürlich gut gefrühstückt werden, damit wir auch genügend Kraft für den Tag haben

Wir starten zuerst ein Stück auf dem Forstweg, dann queren wir zum viel schöneren Steig auf den Säuling, der sehr angenehm durch den Wald führt. Der Wald hat ein paar extrem alte Bäume aufzuweisen. Die Oma erinnert sich noch an Zeiten, als der Säuling fast ohne Bäume war…

Bald schon erreichen wir das Säulinghaus, das immer eine gute Einkehr verspricht. Vielleicht schauen wir später noch vorbei, jetzt müssen wir mal weiter. Der Wind ist ein wenig stärker geworden, föhnig blast der Himmelsodem über die Berge…

Der Weg durch die Wand schaffen wir einwandfrei, wobei der Fels unter den hunderten und tausenden Wanderschuhen schon gelitten hat, und zum Teil so glattpoliert ist, daß man sich manchmal fast drinn spiegelt.

Am Sattel angelangt kommen wir in den Genuß der Sonne. Der Wind und der Schatten auf der Aufsteigsseite hat uns ganz gut ausgekühlt, aber jetzt geht es wieder, im Angesicht der Sonne am Firmament. Das Panorama vom Sattel sucht auch seinesgleichen…

Während Oma, Sara und Letu es sich in der Sonne gemütlich machen und dem Wind ausweichen, beschließe ich, noch schnell auf den Gipfel raufzugehen. Es ist ja nicht mehr weit. Schon nach ein paar Schritten befinde ich mit auf der Leeseite des Windes, hier ist es relativ warm für die Jahreszeit. Bald schon stehe ich auf dem Gipfel. Hier verweile ich nur kurz, denn ich möchte auch noch zum eigentlichen Gipfel des Säulings, der 80m östlich, zwar nur mit kleinem Gipfelkreuz, aber dafür mit der echten Höhe.

Lange bleibe ich nicht auf dieser windigen Kanzel, schon bald treibt es mich hinunter zum Sattel, dort treffe ich mich wieder mit der lustigen Wanderschaft… ein kurzer Schluck aus der Wasserflasche und ein Müsliriegel, dann machen wir uns auf den Abstieg durch die Felswand.

Nun sind schon wesentlich mehr Leute am Wege, die das heutige gute Wetter ausnutzen. Zum Glück sind wir früh genug losgegangen…

Auch im Abstieg machen sich die Zwerge sehr gut, und auch die Oma ist noch sehr rüstig und bergtauglich, obwohl sie schon lange nicht mehr auf dem Berg war.

Bald schon erreichen wir wieder das Säulingshaus, eine Einkehr haben wir uns heute redlich verdient. Wieder einmal haben wir Glück, eigentlich ist die Hütte wegen Umbauarbeiten geschlossen, aber auf der Terrasse haben wir noch Platz und bestellen uns was zu trinken.

Nach kurzer Rast brechen wir wieder auf, es geht über den Steig, dann über die Forststraße wieder retour zur Hütte, das Ganze natürlich im Sauseschritt…

Bei der Hütte packen wir rasch unsere Siebensachen, denn wir sind hungrig und im Tal hat meine Schwester uns gutes Essen zubereitet.

Letu ist scheinbar noch nicht ganz ausgelastet, während wir mit dem Auto ins Tal fahren, will er unbedingt den Forstweg noch mit seinen neuen Schuhen ablaufen. Also geben wir ihm ein wenig Vorsprung, dann fahren wir auch los. Auf dem Weg finden wir den Junior nicht mehr, ein Wanderer meint auf meine Frage nur: „Der Kleine ist gerade vorhin wie der Blitz vorbeigelaufen!“. Bei der Schranke entdecken wir den Spaßvogel dann, wie eine Fledermaus hängt er an ebendieser…

Ein wunderschöner Wandertag war das mal wieder, mit sehr feiner Gesellschaft und wunderschöner Umgebung.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 10,75 m
Höhenmeter: 963 m

180817 Geocachen in der Tuiflschlucht

Ein spezieller Geocache, der mich schon lange „anschaut“, soll heute endlich gelöst werden, zusammen mit meinem Junior. Wir starten unsere kurze Wanderung am Stegerbergweg, es ist kein langer Marsch, dafür Weglos durch wildes Gebüsch. Irgendwie denke ich mir, es muss wohl auch einen feineren Weg geben, aber Spaß macht es alleweil.

Bei der „Tuiflschlucht“ angekommen, ziehen wir unser Kletterzeug an, denn nun geht es in die Unterwelt.

Letu darf als Erstes in den dunklen Spalt, bald schon höre ich das Kommando: „Bin unten…“. Nun bin ich dran, rasch habe ich den Schluchtengrund erreicht. Letu hat die Kluße schon untersucht, viel Müll liegt hier herum, eine Erinnerung, dass früher Schluchten und Höhlen auch als Müllplatz verwendet wurden.

Nun müssen wir uns am Schluchtenboden Richtung Nordwesten vorarbeiten, die ersten Meter sind noch leicht, dann wird’s eng. Für Letu kein Problem, ich muss schon ein wenig mehr schwitzen. Hier ist es richtig spannend, obgleich der Müll schon ein wenig stört… Bierkisten, Gartenschlauch, Plastikplanen… was die Leute hier nicht alles raufgeschleppt haben.

Bei der nächsten Engstelle, ich bin noch am schliefen, höre ich Letu schon freudig rufen: „Ich habe den Cache gefunden!“.

Während ich mich noch befreien versuche, die Felsen haben sich an meinem Gurt festgebissen, ist Letu mit der Dose auch schon da. Wir tragen uns ins Logbuch ein, dann geht es wieder durch die zwei Engstellen retour zum Seil. Der Aufstieg ist sehr einfach, der Sicherheit halber wird Letu jedoch gesichert.

Wow, hier ist ein richtig toller Geocache gelungen. Der hat uns beiden sehr viel Freude bereitet. Sowas wollen wir wieder mal machen…

171104 Säuling (2.048m)

Nach einer gemütlichen Nacht auf unserer Hütte beschließen Letu zu und ich, auf den Säugling zu wandern.

Wir genehmigen uns noch ein gutes Frühstück, dann packen wir das notwendigste zusammen, und wandern über die Forststraße zum Einstieg in den Steig.

Der erste Teil über die Forststraße ist nicht besonders spannend, aber sobald wir auf den Steig kommen, gefällt es Letu sehr gut.

Bald schon erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen und wir können die Jacken ausziehen. Relativ rasch gewinnen wir dann Höhe, bald schon sind wir auf den Weg zum Säulinghaus.

Noch ein paar Kurven, und wir erreichen das wunderschön gelegene Säulinghaus.

Unterwegs sehen wir ein paar uralte Bäume, Letu hat auch gleich einen Namen dafür: Hunderterbäume.

Bei der Hütte überlegen wir uns noch einmal, ob wir auf den Säuling gehen wollen, aber die Entscheidung ist schnell gefallen. Natürlich gehen wir hinauf, Letu ist motiviert.

Gleich hinter der Hütte wird der Steig interessant. Steil geht es an Ketten entlang hinauf zum Sattel. Ein paar spannende Stellen findet besonders Letu super. Nicht immer ganz entspannt beobachte ich die Kletter Künste von meinem Junior.

Nach einer rassigen Kinderkletterei erreichen wir den Sattel. Die Aussicht ist hammermäßig, die Königsschlösser liegen zu unseren Füßen, der Forggensee glitzert schön im Sonnenschein.

Nur kurz genießen wir die Aussicht, denn wir haben noch einen kurzen Weg zum Gipfel. Hier liegt zum Teil schon ein wenig Schnee, hart gepresst, und dementsprechend rutschig.

Trotzdem meistern wir diese Stellen mit Bravour, und dann haben wir unser Ziel erreicht. Das erste Mal für Letu auf dem Säuling.

Wir setzen uns unter das Gipfelkreuz, nun gibt es einen kleinen Snack. Mama Muh und Seppl sind natürlich auch mit von der Partie…

Eine Tafel Schokolade haben wir mitgebracht, und einen Schokoriegel für Letu. Sobald die Verpackung offen ist, kommen auch schon die ersten Dohlen angeflogen.

Letu ist begeistert, die Vögel fressen fast aus der Hand. Ein Spaß ohne Ende…

Aber richtig gemütlich ist es nicht auf dem Gipfel, daher bleiben wir nicht allzu lange, sondern machen uns bald wieder auf ins Tal.

Über den Nordhang mit kleinen Schneefeldern erreichen wir sicher den Sattel, hier kommt dann der Steig hinunter zum Säulinghaus.

Obwohl die Hütte offiziell geschlossen ist, steigt Rauch aus dem Kamin auf. Wir beschließen, mal vorbeizuschauen und wir haben Glück… wir bekommen ein Getränk und auch eine kleine Mahlzeit. Toll…

Letu vergnügt sich am Kletterfelsen bei der Hütte und ich genieße die Sonne, die in den windstillen Winkel vor der Hütte strahlt.

Nachdem wir genug gerastet haben, spazieren wir zurück zur Hütte. Den ersten Teil wieder auf dem Steig, der zweite Teil dann recht langweilig auf der Forststraße, aber Letu weiß schon, wie er sich beschäftigen kann…

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,8 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 1.108 m

Route

171026 Hüttenbesuch in Pflach

Da wir schon länger nicht mehr auf unserer Hütte waren und die Photovoltaikanlage nach Streicheleinheiten verlange, machen sich Sara und ich nach Pflach auf. Dort holen wir noch Mama ab, der Weg zur Hütte ist mit dem fahrbaren Untersatz schnell erledigt.

Auf der Hütte, das Wetter ist super, machten wir zuerst mal eine gemütliche Pause auf der Veranda, bevor ich mit dem Versetzen des Solarpanels starte. Außerdem muss die Batterie ins Tal, da diese komplett leer ist. Also fahre ich nochmals runter und hänge die Batterie ans Ladegerät an. Papa ist gerade in der Gegend, daher erledigen wir das gemeinsam.

Zurück auf der Hütte sind noch ein paar Sonnenstrahlen angesagt. Während ich die letzten Arbeiten an der Photovoltaikanlage erledige, heizen Sara und Mama ein kleines Feuer auf der Wiese (und auch in der Hütte) an.

Dann fängt auch schon die Dämmerung an. Nun, ohne Solarstrom ist dann, wie in den guten alten Zeiten, Kerzenlicht und Gaslampe angesagt.

Aber das ist eh mal wieder schön, das Uno-Spiel bei Kerzenlicht macht unheimlich viel Spaß.

Nicht allzu spät steigen wir in die Kojen, der Ofen knack noch heimelig, nachdem wir noch einen „Kendel“ eingeworfen haben.

Am nächste Morgen ist dann das Wetter 180° verdreht. Die ersten Regentropfen prasseln schon auf das Dach, und irgendwie ist es draussen richtig ungemütlich. Nicht aber in der Hütte, wo schon wieder der Ofen danke Mama seine feine Wärme ausstrahlt.

Ich hole die Batterie aus dem Tale, schließe diese gleich an die Anlage an. Nun funktioniert zumindest die Stromversorgung wieder, aber ob das Panel auch werkt, muss ich beim nächsten Besuch überprüfen, dafür fehlte die Sonne.

Und wieder einmal nehme ich mir vor, öfter auf die Hütte zu kommen… hier ist es einfach total gemütlich und ich kann gut abschalten…