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160610 Ganalm, Walder Alm, Hinterhornalm (1.522m)

Heute hat der Wetterbericht nach einer längeren Durststrecke wieder einmal wunderbares Wetter angekündigt. Also werden Alfons und ich den Sonnenschein heute auch brav ausnutzen und werden was unternehmen.

Letztes Jahr hatten wir mal über die Runde auf die Ganalm via Terfens, dann weiter auf die Walder Alm und Hinterhornalm sinniert, daß diese wohl recht spannend wäre zu machen. Nun, heute soll es soweit sein. Mit einer kleinen Änderung: Wir fahren gleich nach der Arbeit von Innsbruck los, also zuerst nach Gnadenwald, dann Richtung Terfens, hinein ins Vomper Loch und über die Almen zurück nach Gnadenwald und weiter nach Aldrans. Also schon was vor…

Das Wetter ist wie prognostiziert wunderschön, über die Dörfer (Mühlau, Arzl, Rum, Thauer) fahren wir bis Absam, dort gehts dann hinauf nach Gnadenwald. Der Verkehr läßt nach und bald erreichen wir die Abzweigung auf den MTB-Weg 408.

Hier sind die ersten Meter zwar ein wenig schlammig, doch dann geht eine wunderschöne Forststraße in angenehmer Steigung den Bergrücken empor. Bald erreichen wir die langgestreckte Linkskurve, die uns erste Ausblicke auf das Vomper Loch ermöglichen. Welch eine wilde und schöne Gegend das hier doch ist. Der Ausblick auf die Lamsen- und Hochnisselspitze ist grandios

Die Straße wird nun auch ein bisschen abenteuerlicher und ausgesetzter, der Blick in das Vomper Loch ist wirklich beeindruckend.

Dieser Streckenabschnitt macht auch richtig Spaß zu fahren, denn die Aussicht nach unten ist einfach phantastisch…

Doch die Ausgesetztheit währt nur ein paar Augenblicke, dann wird die Landschaft wieder lieblicher und der Weg schmiegt sich wieder in die Almwiesen.

Nach einer angenehmen Strecke erreichen wir die Ganalm, bzw. befinden und direkt über dieser romantischen Alm. Da wir noch eine gute Strecke zu bewältigen haben, entscheiden wir, nicht hier, sondern erst später einzukehren. Aber einmal möchte ich hier schon noch einkehren, zu urig schaut die Alm aus.

Der Forstweg wird ein wenig steiler und nach einer Weile erreichen wir die wunderschön gelegene Walderalm. Hier bleiben wir, beschließen wir.

Auf der Terasse in der Sonne haben wir ein schönes Plätzchen gefunden, das läßt es sich schon aushalten. Eine Suppe und ein Bier runden die Pause ab.

Nachdem wir gut gestärkt sind, radeln wir zuerst weiter auf die Hinterhorner Alm und dann in rasantem Tempo hinab ins Tal.

Bei Gnadenwald rauschen wir vorbei, dann nach Absam, Hall und über die Innbrücke auf das Südufer. Hier müssen wir leider ein paar Meter auf der gut befahrenen Straße zurücklegen, aber als wir Ampass erreichen, wird es wieder gemütlicher. Ein Blick über die Schulter zeigt uns nochmals einen Teil unserer Tour, direkt unter dem Hundskopf…

Über die Straße erreichen wir dann zufrieden, aber auch müde unsere Homebase. Eine wunderbare Tour, danke an Alfons!

Tourendaten
Gesamtlänge: 54,14 km
Gesamtdauer: 3:48 h
Höhenmeter: 1326 m

160529 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Heute während der Festlichkeiten zur „Fronleichnahms-Prozession“ habe ich mit meiner Nachbarin spontan ausgemacht, auf die Aldranser Alm zu radeln. Sandra hat ein neues Fahrrad, das eingeweiht gehört…

Das Wetter schaut zuerst nicht so zuverlässig aus, aber nach einem Gewitterguß beschließen wir, rasch auf die Alm zu radeln. Besonders schön finde ich, daß man direkt von zu Hause auf die Alm fahren kann. Man braucht also nicht irgendwohin zu radeln, sondern kann gleich zu Hause starten.

Wir fahren von Aldrans über den Herzsee hinauf nach Fagslung, von dort gehts auf der sehr schönen Forststraße in ein paar Kehren hinauf zu Alm. Dort sind dem Wetter angepasst nicht so viele Leute, wir werden aber sehr freundlich von der Hüttenwirtin Irmi begrüßt. Wir bestellen uns was zu essen und trinken und genießen die Aussicht.

Die Wolken werden jedoch wieder dichter und bald sagt Sandra: „Schauma, daß mir runterkommen…“. Also packen wir unsere Sachen, ich kann noch schnell den GC „Aldranser Alm 1511m“ loggen, dann rauschen wir auf der wunderbaren Piste hinunter ins Tal.

Wir fahren wieder hinunter nach Fagslung, dann über das Sägewerk nach Hause.

Eine tolle Runde, die sich auch nach der Arbeit anbieten würde.

Tourendaten
Gesamtlänge: 17.04 km
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamthöhe: 866m

160527 Bitterlehütte, Säulinghaus (1.687m)

TAG I

Wir sind wieder mal in Pflach und nutzen das schöne Wetter aus, um auf unsere Hütte zu gehen. Die Kinder und ich, Oma und Gertrud sind auch mit von der Partie. Den Nachmittag verbringen wir faullenzend, die Kinder spielen in der Wiese.

Am späteren Nachmittag grillen wir uns noch ein paar Würsten auf dem „heißen Stein“

…dann verlassen Oma und Gertrud uns, uns wir richten uns für die Nacht her. Ein UNO Spiel runden den Abend ab, dann müssen die Zwerge in die Koje. An Schlaf ist natürlich zuerst nicht zu denken, aber zumindest müssen sie mal liegen. Morgen haben wir was vor…

TAG II

Gleich der der Früh gönnen wir uns ein feines Frühstück, dann räumen wir die Hütte auf. Opa kommt gegen 8:00 Uhr zur Hütte und wir machen uns auf, auf das Säulingshaus zu wandern.

Sara geht mit Opa voraus, Letu und ich machen das Schlußlicht. Letu hat sich vor ein paar Tagen den Fuß angeschlagen, aber das Aufwärtsgehen ist doch fast kein Problem. Manchmal hinkt er ein wenig, aber er beißt durch.

Nach 1,5h stehen wir beim Haus, den Kindern taugs. Die Aussicht von hier oben auf den Talkessel ist einfach wunderbar, der Hüttenwirt holt gerade den Nachschub mit der Seilbahn hoch. Das ist was für Letu…

Wir gönnen uns Würstchen und etwas zum Trinken und genießen die Pause.

Der Abstieg läuft auch gut, nur Letu´s Bein plagt ihn ein wenig. Ein paar Stücke trage ich den Bub, ansonsten geht er brav selber.

Wir machen noch einen Zwischenstopp auf der Bitterlehütte, dort trinken wir noch einen Kaffee. Sara geht mit Opa zu Fuß ins Tal, während Letu und ich die Hütte aufräumen. Das ist schwubbs gemacht, dann fahren auch wieder wieder ins Tal.

Brav sind die beiden Zwerge heute marschiert, die Tour hat uns allen sehr gut gefallen.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 7,34 km
Gesamtdauer: 2:50 h
Höhenmeter: 659 m

160522 Radltour von Innsbruck nach Hall in Tirol

Das Wetter ist zwar optisch gleich schön wie gestern, aber heute hat der Föhn wieder mal eingesetzt. An den Temperaturen hat das allerdings gar nichts geändert, daher beschließen Letu und ich, eine kleine, feine Radltour zu machen.

Wir fahren mit dem Auto zum Sportzentrum Wiesengasse und finden gleich einen Parkplatz. Von dort radeln wir los, zuerst noch durch die Stadt, es geht am Ost-Friedhof vorbei, dann sind wir auch schon auf einem kleinen Radlweg, weg von der Straße.

Letu radelt sehr flott, wir überholen immer wieder andere Familien, die unserer Geschwindigkeit einfach nicht gewachsen sind.

Am Baggersee vorbei, dort wird gerade ein Biathlon ausgetragen, erreichen wir den Fahrradweg nach Hall in Tirol. Hier merkt man den Föhn fast nicht mehr, es geht am Inn entlang zur alten, wunderschönen Münze- und Salzstadt.

Hier stellen wir unsere Fahrräder ab, und gehen zu Fuss in die Stadt. Im Augustinerbräu bestellen wir uns eine Speckknödelsuppe, ein Cola und ein Bier. Ahhhhh, ist das gemütlich. Leider währt dieser Augenblick nicht ewig, irgendwann ist es Letu langweilig, und wir beschließen, zurückzufahren.

Die Fahrt nach Hause zieht sich dann für den kleinen Helden, aber er fährt brav und tapfer zurück. Bei Gegenwind nicht immer fein…

Tourendaten
Gesamtlänge: 20,92 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 126 m

160521 Leithe Klettersteig und Wandern

Gestern am Abend habe ich noch kurzfristig mit Papa ausgemacht, daß wir uns in Nassereith zu einem Klettersteigabenteuer treffen könnten. Der Leithe Klettersteig lacht mich schon seit längerem an, und jedes Mal wenn ich nach Reutte fahre, denke ich mir, da muss ich hin.

Heute in der Früh ist es dann so weit. Ich treffe mich mit Papa beim Kletterparkplatz um 8:00 Uhr und wir starten hinüber zum Einstieg in den Klettersteig. Im Kletterführer steht geschrieben „… noch vor der Wand den Helm aufsetzen… viele Gämsen, die unkontrolliert Steine ablassen!“

Ein Blick in die Höhe zeigt auch schon die Krickerln einer Gams, die über einen Felsrand zu uns hinunterschaut. Da wir allerdings die Ersten an der Wand sind, wird der Steinschlag für uns kein Problem, für die Nachfolgenden werden wir schon aufpassen. Und die Gams ist mittlerweile auch schon weitergezogen.

Der Einstieg ist zunächst einfach, dann kommt schon eine der C/D Stellen, die aber gut gemeistern werden können. Es ist nicht arg ausgesetzt, oder gar psychisch anspruchsvoll, nein, es geht einfach in die Arme, wenn man sich am Seil über die griff und trittlosen Platten hinaufziehen muss.

Es sind nur immer kurze Stellen, die uns ein wenig fordern, der große Teil des Klettersteiges ist Genuss pur. Unter uns sehen wir die nächsten Kletterer an die Wand kommen, heute wird´s hier wohl noch richtig voll werden. Kein Wunder, bei dem Wetter…

Bald erreichen wir den Scheitel der Tour und auf Bändern geht es hoch über den Häusern von Nassereith und den Köpfen der Kletterer hinüber ins Kar.

Unterwegs müssen wir noch eine Seilbrücke meistern, die aber gut verspannt, und deshalb auch gut begehbar ist.

Bald erreichen wir den Fußweg ins Tal, den wir bis zu unserem Auto nehmen. Für den Klettersteig haben wir ca. 1 Stunde gebraucht, also die Hälfte der angegebenen Zeit. Und das, obwohl wir nicht gehudelt haben.

Beim Auto angekommen, verstauen wir unser Klettersteigzeug, denn nun kommt der zweite Teil unseres Ausflugs dran. Zuerst wandern wir hinauf zum Adlerhorst, von dem wir die Aussicht auf die Kletterwand genießen.

Von oben hatten wir gar nicht gesehen, welch eindrucksvolle Aussichtskanzel hier steht. Fast wären wir daran vorbeigelaufen.

Weiters schauen wir uns das alte Bergwerk zu Feigenstein an. Dieses Bergwerk, von dem heute noch zwei Stollen sichtbar sind war schon ab dem 15ten Jahrhundert bekannt, hier wurde vor allem Galmei (Zinkblende) und Blei abgebaut. Traurige Bekanntheit erhielt das Bergwerk 1999, als eine Wasserexplosion im stillgelegten Bergwerk eine Murenkatastrophe auslöste.

Heute zeugen noch die versperrten Zugänge der Mundlöcher vom ehemaligen Bergbau.

Besonders sehenswert ist der tiefe Stollen, den man durch die Eisenstäbe beim Barbarastollen erspäht.

Was für eine Arbeit muss das damals gewesen sein. Hut ab vor den Bergknappen. Gedankenvoll wandern wir wieder hinunter ins Tal, bald erreichen wir Dormitz und unser Auto. In Nassereith beim „Gasthaus Post“ genießen wir noch ein Bierchen.

Ich gönne mir bei der Heimfahrt noch einen Abstecher auf die alte Bundesstraße, die seit der Umfahrung über den Holzleitensattel nicht mehr oft besucht wird, zumindest nicht von Autos. Fahrräder sind dafür hier um so mehr am Weg.

Bald erreiche ich die Hauptstraße und flugs bin ich zu Hause.

Tourendaten

Klettersteig
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 5,40 km
Höhenmeter: 418 m

Wanderung Feigenstein
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,51 km
Höhenmeter: 665 m

160505 Weissensteiner´scher Aktivtag

Der Tag startet super mit einem deftigen Frühstück, bei dem wir den weiteren Tagesverlauf besprechen. Heute machen wir was im Familienverbund, daher darf auch jeder einen Vorschlag machen. Sara startet mit dem Vorschlag, Klettern zu gehen. Das wird vom „Gremium“ gut angenommen.

Wir fahren, das Wetter ist ja wunderbar, zur Arzbergklamm und versuchen ein paar einfache „Moves“.

Besonder Letu kann nicht genug bekommen vom Klettern, Sara beschäftigt sich derweilen mit einem Minilagerfeuer, das aber eben so schnell erloschen ist, wie es hochgebrant ist. Typischer Fall von Holzmangel…

Die Arzbergklamm ist gerade für Beginner ein wunderbarer Klettergarten, gegen 12 Uhr strömen dann auch immer mehr Leute in die Klamm.
Wir bleiben bis zum frühen Nachmittag, dann brechen wir unsere „Zelte“ ab, und machen uns auf zur nächsten Aktivität, zum Schachtelwirt. Als die Kinder das M-Wort hören, ist Jubel angesagt. Das flotte Essen lassen wir uns munden, dann gehts vorerst nach Hause zurück.

Sara trifft sich mit einer Freundin beim Reitstall. Dort darf sie sogar ein wenig reiten, voller Stolz wird sie mir das später beim Abendessen erzählen…
Derweilen sind Letu und ich mit dem Fahrrad unterwegs.

Wir fahren zuerst mit dem Auto nach Hall in Tirol, beim Gasthaus Badl stellen wir das Fahrzeug ab und radeln am Innradweg gen Osten.

Wir fahren bis nach Wattens, dann drehen wir wieder um. Schön, wenn es nicht permanten auf und ab geht. Und ein paar Geocaches finde ich auch noch am Weg. Dann sind wir im Bezug auf Aktivitäten doch heute ziemlich komplett.

Ein wunderbarer Tag heute, und wir können aus Überzeugung sagen, wir haben den Tag genutzt.

Tourendaten Fahrrad
Gesamtlänge: 15,11km
Gesamtdauer: 1:10h
Höhenmeter: 70m

160424 GC Maria Waldrast, (1.638m)

Das Wetter wird zusehens schlechter, doch am frühen Nachmittag schaffe ich es doch, raus aus dem Hause zu kommen.
Ich mache mich auf zur Geocachingrunde „Maria Waldrast“. Heute mal alleine, denn das Wetter schaut echt nicht gut aus, und so wäre es dem Junior wohl zu kalt.
Ich fahre über Patsch und die alte Römerstraße nach Matrei am Brenner, von dort in Richtung Maria Waldrast. Vor dem Beginn der Mautstraße stelle ich mein Auto ab, und gehe zu Fuss weiter. Neben mir schreit sich ein älteres Ehepaar an, keine schöne Szene… betreten schweigen sie, als sie mich merken.

Der Geocache besteht aus Multi mit mehreren Stationen und ein paar Trad´s (normale Dosen). Die ersten paar Verstecke habe ich gleich gefunden, doch mit zunehmender Höhe macht sich der Schnee bemerkbar, das erschwert mir das Suchen. Es ist nicht viel Schnee, aber gerade genug, die „normalen“ Verstecke zu zu überzuckern.
Dafür ist die Stimmung bei diesem Wetter einfach genial…

Ich finde nicht alle Caches auf dem Weg, aber zumindest alle Stationen vom Multi.
Bald erreiche ich das wunderschöne Wallfahrtkloster, ich setzte mich eine WEile in die Kirche und genieße die Stille und Stimmung. Hier ist es so friedlich…

Im Anschluß löse ich das Rätsel, kann jedoch wegen dem leichen Schnee nicht mehr viel finden. Ich mache mich auf den Weg ins Tal.

Es ist schon 17 Uhr, daher Zeit zum Heimgehen. Auf dem Weg finde ich noch die restlichen Tradi´s. Der letzte führt mich sogar noch einmal in luftige Höhen. Eigenlich war ich heute recht erfolgreich :D.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3h
Gesamtlänge: 10,54km
Höhenmeter: 511m

160416 Sulzkogel (3.016m)

Alfons hat vorgeschlagen, daß wir das gute Wetter, das uns Petrus am Samstag scheinbar schicken wird, ausnutzen und eine Skitour auf den Sulzkogel machen sollen. So war schon während der Woche ausgemacht, daß wir dort raufgehen.

Es ist jetzt Samstag, das Wetter schaut gut aus, also starten wir schon sehr früh los. Um 6:00 Uhr in der Früh stehen wir, nicht als Einzige, mit den Skiern an den Füßen beim Parkplatz der 3 Seen Lifte im Kühtai.

Zuerst müssen wir die Staumauer erklimmen, die drohend auf dem Ort niederschaut.

Von dort müssen wir ein paar Meter über dem Stausee entlang, und dann sogar wieder hinunten zum See gehen. Oje, das heißt, daß wir am Schluss der Tour hier nochmals auffellen müssen.

Wir erreichen das Ende des Sees, hier gehts einmal recht steil rauf. Eine Stelle ist besonders schwer, da man hier unter einem Felsen queren muß, und die Spur zum einen nicht gut, zum anderen auch noch eisig ist.

Dann flacht es wieder ein wenig ab und geht über leichte Hügel hinauf. Mir brennen schon wieder die Sohlen, so wie beim Schartenkogel das letzte Mal. Ein Indiz, daß ich schon wieder Blasen bekomme. Leider auch ein Zeichen, daß mir Papas Skischuhe doch nicht passen. Schade eigentlich, weil ich mir beim Abfahren mit den Schuhen schon leichter tue.

Je weiter wir nach oben kommen, desto mehr schmerzen meine Sohlen. Ich muss abbrechen, so leid es mir tut. Ich beratschlage mich mit Alfons, dann machen wir aus, daß er alleine weitergeht und ich umdrehe. Es hilft eh nix.

Ich setze mich zuerst einmal ein wenig und genieße die Sonne. Die Brotzeit schmeckt auch ohne Gipfel :). Anschließend packe ich zusammen und mache mich an die Abfahrt.

Der erste Teil der Abfahrt ist gar nicht so schlecht, denn die Schneedecke ist noch relativ fest und angenehm zu fahren.

Weiter unten, bei der Engstelle, wirds schwierig. Zu viele Leute wollen hinauf, ich als einziger will hinuntergehen. Doch dann öffnet sich ein Fester und ich kann schnell durch. Fast falle ich hin, doch ich kann mich noch fangen. Ich bleibe stehen und schaue zurück. Eine Frau im Aufstieg ist auch gerade aus der Engstelle rausgefallen, hat sich aber nicht weh getan.

Der weitere Verlauf ist dann sehr angenehm, bis auf den Wiederaufsteig beim Stausee. Doch auch dieser ist bald gemeistert, trotz Blasen und g´scheiten Schmerzen komme ich gut im Tal an. Ich sitze eine Weile alleine in der Hütte, dann kommt auch schon der flotte Alfons, um für Unterhaltung zu sorgen. Ein Iso-Getränk rundet den schönen Tag ab, obwohl bei mir heute kein Gipfel dabei war.

Vielen Dank für die tolle Tour!

Nachtrag – Meine Füße waren voller Blasen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,78 km
Gesamtdauer: 3:05h
Höhenmeter: 927 m
Lawinenwarnstufe: 1

160413 Halltalrunde

Das Wetter ist wunderbar: Obwohl der Wetterbericht am Nachmittag schlecht gemeldet hat, überzeugt mich ein Blick aus dem Fenster, daß so ein schöner blauer Himmel sich so schnell nicht verdüstern kann.

Alfons und ich beschließen, uns die Platten im Halltal mal näher anzuschauen und vielleicht sogar ein bisschen zu beklettern.Wir starten beim Hackl, wo wir auch das Auto abstellen.

Von dort gehts gleich von Zivilisation ins Wildnis über, das Halltal läßt Alltagssorgen auch gleich vergessen. Eine urige Landschaft, die auf den zweiten Blick aber auch maßgeblich vom Menschen mitgeschaffen wurde. Kurzum, für mich ist das Tal ein super Ort der Erholung und Entspannung.

Die Ausrüstung drückt ein wenig am Rücken, haben wir heute doch ein wenig mehr mit als bei „normalen“ Bergtouren. Bei der Halbzeit zeigen sich über dem Lafatscherjoch schon die ersten Wolken. Das wird schon noch dauern, sage ich zu Alfons. Wir gehen weiter. Die Wolken werden dichter und unser Kletterentusiasmus dünner. Nun gut, es soll nicht sein.

Alternativplan, wir gehen noch rasch rüber zum ehemaligen Frauenkloster Sankt Magdalena, und trinken dort ein Bier zum Abschluß. Dann nichts wie hinaus ins Inntal.

Gesagt, getan. Wir erreichen das Restaurant, das natürlich geschlossen ist. Aber vor der Tür steht ein nicht-kühlender Kühlschrank, voll mit leckeren Getränken. Und für die ehrlichen Tiroler auch eine Kasse, in die man den Obulus reintut. Geld rein, Getränk raus, in die Sonne sitzenl… ahhhhhhh, ist das fein.

Doch nicht lange währt unsere Freude, bald schon sind die Wolken auch vor der Sonne und ein kühler Wind setzt ein. Zeit, um heimzugehen, denken wir. Wir gehen den gleichen Weg raus aus dem Halltal, unterwegs spüren wir zwar immer wieder ein paar Tropfen, aber richtigen Regen müssen wir nicht erdulden. Gott sei dank, denn auf Regen waren wir nicht eingestellt und so blieb auch die Regenjacke zu Hause.

Zufrieden erreichen wir wieder den Hackl. Zwar konnte ich nicht klettern probieren, aber dafür haben wir wieder eine sehr schöne Wanderung gemacht.

Beim Heimfahren sehen wir dann noch, wie das Wetter komplett umschlägt. Über den Zunderköpfen liegen jetzt hartnäckige Wolken, es regnet augenscheinlich heftig ab. Na, da haben wir nochmals glück gehabt…

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,67 km
Gesamtdauer: 1:32 h
Höhenmeter: 790 m

Radlausflug Aldrans (10.04.2016)

Der Sonntag hat zwar wettertechnisch nicht so gut gestartet, aber gegen Mittag klar es auf und am Nachmittag haben wir sogar Sonnenschein und relativ milde Temperaturen. Daher beschließen wir, das neue Fahrrad von Letu gleich mal auszuprobieren.

„Endlich habe ich auch ein Rad mit Gangschaltung…“

Ein glücklicher Zufall wollte es, daß ein Freund von Letu im Kindergarten zwei Fahrräder bekommen hat, und davon eines dem Letu geschenkt hat. Super, heuer hätte er eh ein neues Rad gebraucht.

Wir starten zu Hause, fahren an den Bauernhöfen vorbei, und erreichen bald schon die Wiesen, die im frühlingshaften Grün mit ein paar Farbpunkten erstrahlen.

Unser weiterer Weg führ uns in den Wald, einen kleinen Steig hinauf, schon mal die erste Herausforderung für beide Kinder. Gut meistern Beide den Waldweg.

Über Asphalt fahren wir dann bis zum Lanser See, machen noch eine Runde über die Felder und fahren an der Vogelhütte vorbei wieder in den Wald.

Hier ist es Letu zu steil, daher schiebt er das Rad, während Sara schon flott den Schotterweg hinunterfährt.

Am Schluss geht es nochmals über die Wiesen zurück zu unserem Heim.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,02 km
Gesamtdauer: 1:13 h
Höhenmeter: 171 m