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250609 Bergtour Peilspitze (2.392m) und Blaser (2.241m)

Wunderbares Wetter, ein Feiertag, da fällt der Entschluss, eine Bergtour zu machen nicht schwer. Ein kurzer Blick auf unsere „Liste“, es ist Frühsommer, da muss ein Blumenberg her… also peilen wir die Peilspitze und den Blaser an.

Mit dem Auto fahren wir über die Mautstraße bis zur Matreier Ochsenalm, hier stellen wir das Fahrzeug ab und spazieren an der Alm vorbei in Richtung Matreier Grube

Erst über Almwiesen, dann durch lichten Wald und Latschenfelder steigen wir immer höher.

Bald erreichen wir die Waldgrenze, die Aussicht wird nun immer besser. Das Wetter ist perfekt, es ist warm, aber nicht heiß und die Sonne lacht vom Himmel. Es ist ein wenig diesig, das stört aber noch kaum.

Und überall um uns herum sehen wir die Blumenpracht, für die dieses Gebiet bekannt ist. „Enzian“, „Platenigl“, „Kuhschellen“, „Leimkraut“, sogar das seltene „Bunte Läusekraut“ finden wir.

Wir steigen immer höher und erreichen bald das Kalbenjoch (2.226m).

Bis hierhin war der Weg einfach und flach, nun sehen wir den weiteren Weg, der ein wenig steiler wird.

Wir machen am Kalbenjoch eine kurze Trinkpause und genießen die tolle Rundumsicht. Nun geht es an den Bereich, der laut Beschreibung Trittsicherheit verlangt!

Zuerst gehen wir an der Nordseite einen schmalen Pfad in Richtung Grat, zwei kleine Schneefelder, die hier noch über geblieben sind, müssen gequert werden. Der Schnee ist aber angenehm weich und schon mit guten Tritten versehen, daher ist die Querung kein Problem.

Wir erreichen den Grat, hier führt der Weg nun fast in einer Linie in Richtung Peilspitze, unser nächstes Ziel.

Im Hintergrund sehen wir die Kesselspitze, Roter Kopf und Wasenwand und das Foppmandl.

Der Gipfel der Peilspitze rückt jetzt in immer greifbarere Nähe, schon bald werden wir am höchsten Punkt stehen.

Der letzte Aufstieg erfolgt wieder über eine Blumenwiese, die Peilspitze (2.392m) hat wirklich zwei Gesichter. Die Nordseite ist eher schroff und brüchig, während der nun erreichte Südbereich grasig und fast lieblich ist, wären da nicht die vielen Lawinenverbauungen.

Nun haben wir uns eine Pause verdient, im Windschatten auf der Südseite finden wir ein feines Plätzchen in der Sonne. Die mitgebrachten Jause schmeckt uns beiden, die Aussicht ist in Ordnung, aber es wird komisch diesig! Später erfahren wir, dass dies die Auswirkungen der Waldbrände in Kanada sind… unglaublich!

Von der Peilspitze wandern wir nun über grün-bunte Wiesen über die Kalbenjochmähder zur Blaserhütte. Während auf der Peilspitze relative Ruhe geherrscht hat, ist auf dem Blaser um einiges mehr los.

Die Hütte ist wahrlich kein Schmuckstück, weder der Bau, noch die Lage. Dennoch finde ich es schade, dass der Gastbetrieb noch nicht aufgenommen wurde, das soll erst am kommenden Wochenende passieren.

Die 150m Höhenmeter zum Blaser gönnen wir uns auch noch, um dort einmal die Runde am Panorama zu genießen.

Im Südwesten sehen wir die mächtigen Tribulaune und den Zentralkamm. Was für eine beeindruckende Kulisse!

Nach einem kurzen Rundumblick wandern wir wieder hinunter zur Blaserhütte und kurz davor zweigen wir rechts ab, hinunter ins „Lange Tal“

Wir wandern nun, immer im Blickfeld die Serles, wieder gen Norden. Je tiefer wir kommen, desto farbenprächtiger wird die Landschaft wieder…

Unterhalb der Serles liegt beeindruckend der Wallfahrtsort „Maria Waldrast“, ein Kloster des Servitenordens. Es zählt zu den höchstgelegensten Klöstern Europas.

Der Weg vom Blaser bzw. der Blaserhütte ist erst angenehm flach, dann fällt er bei einer Geländekante steil nach unten. Immer noch sehr gut begehbar, aber die Steilheit ist in den Beinen spürbar.

Hier begegnen wir wieder ein paar Leuten im Auf- und Abstieg. Wir sind froh, dass es für uns nach unten geht.

Im Hintergrund können wir das Wipptal und den Patscherkofel erkennen, die diesige Luft vereitelt einen tollen Weitblick.

Durch das „Lange Tal“ erreichen wir schließlich wieder die Matreier Ochsenalm, hier beschließen wir noch kurz einzukehren. Es ist viel los, aber wir finden einen feinen Platz in der Sonne. Ein Getränk und ein wunderbarer Apfelstrudel komplettieren diesen feinen Wandertag!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:47 h
Gesamtlänge: 10,72 km
Höhenmeter: △ 960 m / ▽ 951 m

250607 Radl Inntalradweg

Heute ist mal ein Tag, an dem Letu und ich beschlossen haben, etwas gemeinsam zu unternehmen. Wandern ist fad, spazieren sowieso… aber Radeln, mit einer gewissen Herausforderung, klingt ok.
Wir fahren direkt von der Haustüre los, ein Teil des Inntalradweges ist unser Ziel. Über Ampass erreichen wir diesen auch zügig, dann fahren wir am Inn entlang, und teilweise an der Autobahn.

Wir fahren teilweise entlang der Autobahn, heute ist Mega-Stauwochenende. Und ein Blick auf die A12 bestätigt das. Zum Glück sind wir mit dem Radl am Weg.

Bei der Karlskirche vorbei sind wir „Per Du“ mit den Autofahrern, selten genug, dass man mit dem Zweirad flotter am Weg ist.

Der Weg selber ist fein zu fahren, aber nichts besonderes. Heute geht es hauptsächlich darum, ein paar Kilometer runterzuspulen. Auf halbem Weg haben Letu und ich kurze Kommunikationsschwierigkeiten, dadurch mache ich wieder mal nähere Bekanntschaft mit dem Boden. Gott sei Dank verläuft alles glimpflich.

Auf dem Weg zurück zieht der Himmel immer mehr zu, ich befürchte schon, dass wir nass werden. Aber wir haben Glück, nur ganz am Schluss spüren wir ein paar Tropfen.

Letu ist unterwegs mal ein wenig unmotiviert, aber im Endeffekt schaffen wir sogar den Anstieg hinauf nach Aldrans und schauen auf eine stolze Runde zurück.

Eine perfekte Runde mit Letu, wir hatten auch tolle Gespräche unterwegs. Mir hat es super gefallen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 50,12 km
Höhenmeter: △ 528 m / ▽ 543 m

250606 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Ich bin heuer sehr motiviert, ein wenig mehr mit dem Radl zu fahren. Obwohl ich fast jeden Tag mit dem Bike zur Arbeit sause, fehlten mir die letzten Jahre die tollen Erlebnisse mittels Fahrrad am Berg!
Heute entschließe ich mich daher kurzfristig, was in der Nähe zu besuchen, die Aldranser Alm.

Die Auffahrt ist sehr fein, viel Strecke führt durch den kühlen Wald. Das ist besonders im Hochsommer von Vorteil. Zum Weg selber gibt es nicht viel zu sagen. Es ist ein Forstweg und es geht aufwärts… aber die Aussicht auf das Inntal ist wieder einmal grandios!

Der Weg von Aldrans hinauf zieht sich ein wenig, aber ich bin zufrieden und komme gut vom Fleck.

An der Alm angekommen, entschließe ich mich, doch einzukehren. Eigentlich wollte ich gleich wieder ins Tal fahren, alleine Einkehren ist nicht so lustig… aber es ist fast nichts los und es ist warm und sonnig…

… da kann ich dem Ruf eines bayrischen Erfrischungsgetränkes nicht widerstehen. Erst aufziehende Wolken am Himmel dienen mir als Entscheidungshilfe, wieder ins Tal zu eilen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 14,77 km
Höhenmeter: △ 795 m / ▽ 763 m

250520/21 Canyoning Stuibenfälle

Nachdem ich letztes Jahr keine einzige Canyoningtour geschafft hatte, bin ich heuer um so motivierter, wieder ein paar Touren zu führen.
Den Start macht heuer wieder eine Jugendgruppe, deren Schule zu unseren Stammgästen zählt. Manche Lehrperson ist uns daher schon bekannt. Den Aufstieg meistern wir bei nicht allzu heißen Bedingungen…

Oben am Zulaufkanal des Plansees angekommen dürfen wir uns erst mal erfrischen und die Anzüge auch nass machen. Dann kommt ein ausführliches Sicherheitsgespräch und wir können losstarten.

Der Startpunkt ist immer ein Sprung ins kühle Nass, dann kommt auch schon der erste Abseiler.

Hier müssen wir die Jugendlichen gut kontrollieren, nicht jeder ist sich der Gefahren an der Kante bewusst. Daher lassen wir sie sich ins Seilgeländer einhängen, damit wir in Ruhe arbeiten können.

Der erste Abseiler, etwas mehr als 20 Meter verläuft gut, hier können für mache die ersten Erfahrungen mit dem Abseilen gemacht werden. Am Grund angekommen, steht wieder ein kleiner Sprung an, um das andere Ufer schwimmend erreichen zu können.

Es ist frühlingshaft kühl, daher ist dem einen oder anderen Teen nun schon kalt. Ein Stück müssen wir nun zur nächsten Abseilstelle gehen, vorbei an schönen „Plungen“, aktuell mit Kaulquappen gefüllt.

Die zweite Abseilstelle, zugleich die höchste der Tour, ist auch die Letze. Wir bauen drei Stände auf, damit kommen die Teilnehmer rasch nach unten und können wieder in gutes Stück durch kaltes Wasser schwimmen.

Der hohe Wasserfall, auch Namensstifter (Stuibenfälle) der Gegend, ist beeindruckend und ein tolles Abenteuer, wenn man diesen abseilt.

Im Anschluss verschwindet das Seil im Rucksack, nun kommen noch eine Reihe von Sprüngen. Gleich am Start kommt ein schöner hoher Sprung von einer Geländekante ins klare Wasser.

Fast alle Teenager springen diesen tollen und unkomplizierten Hupf. Es ist sogar ein wenig Sonne hervorgekommen und man kann sich ein wenig aufwärmen.

Lange währt der Sonnenschein aber nicht, also müssen wir die Wärme mittels Bewegung erzeugen.

Unterwegs finden wir das eine oder andere „Spiel“, wie hier die sogenannte Rolle, bei der man Kopfüber mit ein wenig „Hilfe“ im Wasser landet.

Wieder müssen wir ein Stück am Bach entlang wandern, das wärmt uns alle wieder auf. Und schließlich kommen die letzten Sprünge, angefangen mit der „Arschbombe“, da hier das Wasser nicht allzu tief ist.

Dann kann jeder zeigen, wie gut das Springen mittlerweile funktioniert.

Nun ist das Highlight dran, der „Geländersprung“, den sich allerdings nicht alle Teilnehmer zutrauen. Hier ist gute Sprungtechnik und auch Mut gefragt,

Die Höhe ist beeindruckend, begleitet werden die meisten Sprünge mit Geschrei und Jubel. Schließlich kommt noch der technisch schwierigste Sprung am Schluss dran, den wir auch fast alle meistern!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:48 h
Gesamtlänge: 5,09 km
Höhenmeter: 150 m
Abseiler: 2
Sprünge: mind. 8

250518 Wandern Lanser Alm (1.735m)

Die Lanser Alm hat neue Pächter, ein nepalesisches Paar hat die Hütte übernommen. Das ruft natürlich nach einem Besuch. Biggi und ich machen uns auf, Nachschau zu halten.

Kurz nach Lans stellen wir das Fahrzeug ab, dann steigen wir erst über einen Forstweg, und später über Steige in die Höhe.

Der Pfad ist sehr angenehm, einige Stellen erinnern mich stark an den Aufstieg zur Rinner Alm. Es ist die gleiche Talseite, daher ist das nicht verwunderlich.

Die Lanser Alm ist eine der „weiter entfernten“ Almen hier im schönen Mittelgebirge.

Auch typische Fichenwälder werden durchquert, der Weg ist wurzelig aber sehr gut zu gehen.

Gestern hat es auf den Bergen geschneit, die Eisheiligen haben einen Gruß geschickt. Wenn auch ein wenig verspätet heuer, ist es doch faszinierend, dass diese Kälteperiode jedes Jahr mit Präzision ansteht.

Die Lanser Alm, eine der urigsten Hütten in der Gegend, wurde vor zig Jahren um einen modernen Teil erweitert. Die Bänke stehen vor der Tür, und der Besucherandrang ist auch gut für den zweiten Tag.

Wir setzen uns in die Sonne. Solange die Wolken keinen Strich durch die Rechnung machen, ist es angenehm. Ohne Sonne muss sofort die Jacke herhalten!

Wir gönnen uns ein Mittagessen und einen Kuchen, die Momo´s schmecken vorzüglich. Der Service spielt sich gerade ein, aber das macht uns heute nichts aus. Der Gesamteindruck ist super, hierher kommen wir sicher bald wieder… evtl. mit dem Radl.

Nach ausgiebiger Rast steigen wir über den westseitigen Steig wieder ins Tal ab.

Erst folgen wir einem netten Steig, später müssen wir auch einige Meter auf der Forststraße „absolvieren“. Zumindest können wir so gut nebeneinander gehen und „hoangartln“.

Immer wieder faszinierend ist die Aussicht auf den Karwendel und das liebliche Mittelgebirge im Vordergrund.

Wir kommen über Umwege wieder zurück zum Auto, die Runde und das Wetter waren echt toll. Und die Begleitung sowieso…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3,34 h
Gesamtlänge: 10,88 km
Höhenmeter: △ 822 m / ▽ 810 m

250511 Wandern Halltal und Issjöchl (1.668m)

Zusammen mit der Schwester von Biggi wollen wir wieder mal das gute Wetter und die tolle Umgebung nutzen. Wir haben uns heute den Issboden im Halltal als Ziel erkoren, in der Hoffnung auf üppige Blumenwiesen. Es ist noch früh im Jahr, aber wir wollen unser Glück probieren.

Vom Parkplatz am Hackl steigen wir erst ein Stück über die Forststraße, dann zweigen wir auf den uns so bekannten und geliebten Fluchtsteig an.

Im Halltal ist auch das Frühjahr angekommen, die Bäume schlagen aus und wir sind umgeben von leuchtendem Grün. Nicht umsonst ist das Frühjahr eine so beliebte Jahreszeit!

Nach einer Weile zweigen wir vom Fluchsteig ab ins Eibental. War das früher noch eher ein Geheimtipp, sind heute schon einige Leute am Weg. Dennoch ist die gefühlte Ruhe wohltuend.

Im Norden blicken die beeindruckenden Platten auf uns herunter, das Bettelwurfmassiv ist immer wieder beeindruckend.

Kurz bevor wir St. Magdalena (im Halltal) erreichen, kommen wir an einem kleinen Brunnen vorbei. Hier hat man eine gute Aussicht auf den Talschluss.

Dann erreichen wir das ehemalige Kloster. Ach hier, der Klosteranger in voller Blütenpracht. Da keimt Hoffnung auf, dass der Issanger auch in Blühte steht.

Wir folgen dem Steig von St. Magdalena weiter ins Tal hinein, schließlich erreichen wir die bekannten und beeindruckenden Herrenhäuser. Hier ist seit letztem Jahre ein wenig Wirbel, oder positiv formuliert Schwung in den Erhalt des ältesten Tiroler Industriebetriebs gekommen. Ich bin schon gespannt, wie es hier weitergeht.

Über die Dächer des Herrenhauses geblickt sehen wir die Hüttenspitze, die heute fast als Fixum auf unserer Liste steht. Letztes Jahr haben wir den Aufstieg nicht ganz geschafft…

Weiter gehts ins Tal hinein, hinauf zum Issjöchl. Hier schauen wir in den Kessel rund um das Stempeljoch. Da wäre noch genügend Schnee für eine spannende Figlabfahrt. Auch das schon länger ein Vorhaben auf meiner Liste.

Im Issanger blüht es dann doch ein wenig, wenn auch nicht so üppig wie erhofft. Dafür sehen wir hunderte Sumpfdotterblumen, die hier auf der sumpfingen Wiese gedeihen.

Die morastigsten Stellen wurden mit Stegen ausgestattet, damit das Schuhwerk halbwegs trocken bleibt. Darüber sind wir überaus glücklich.

Im Anschluss queren wir eine liebliche Wiese, bevor wir das Kartellerjöchl fast schon wieder umrundet haben.

Der Pfad wird enger, ebenso das Tal. Wir wandern nun durch lichten Wald wieder zurück in Richtung St. Magdalena.

An einer Biegung über dem Ochenbrünnl öffnet sich der Blick ins vordere Halltal, und die Aussicht ist wirklich grandios. Linkerhand ziehen ein paar Wolken an der Bergflanke entlang, rechts ist es blitzblau.

Schließlich erreichen wir wieder St. Magdalena, nun aber sind wir motiviert, ein wenig einzukehren. Wir bestellen uns ein gutes Mittagessen, und genießen die Sonne.

Schwer fällt der Aufbruch von diesem wunderschönen Platz. Hier könnte ich immer gefühlt ewig sitzen bleiben. Es zieht allerdings wieder ein wenig zu, daher stehen die Temperaturzeichen auch auf Weitermarsch.

Nun nehmen wir den „normalen“ Fluchtsteig vom der Raststätte, durch schönen Buchenwald geht es wieder zurück zum Parkplatz.

Das Wetter hat heute super mitgespielt, sehr angenehme Temperaturen, und die Einkehr war noch das i-Tüpfelchen der Tour.

Eine super Runde, die wir gerne wieder mal machen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:32 h
Gesamtlänge: 13,54 km
Höhenmeter: ∆ 917 m / ∇ 911 m

250510 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Es wird Zeit, mein neues Mountainbike mal richtig auszuprobieren. Dafür bietet sich in meiner Umgebung die Aldranser Alm von zu Hause aus an. Nach einem guten Frühstück starte ich direkt an der Haustüre los. Erst muss ich ein Meter für die Dörferstraße fahren, doch schon bald zweige ich in den Wald ab. Über das Industriezentrum Aldrans/Sistrans erreiche ich den Almenweg.

Das Wetter ist perfekt, das Fahrrad ist super eingestellt und ich radle locker erst noch ein Stück über Asphalt, dann erreiche ich die Schotterpiste.

Die Wiesen sind schon voll in Blüte, teilweise sind die Bauern schon bei der ersten Mahd.

Über den Weg auf die Alm brauche ich nicht zu viele Worte wechseln, es ist eine gewöhnliche Forststraße, hier steht der Trainingsgedanke im Vordergrund. Unterwegs treffe ich ein paar Bekannte, es werden Höflichkeiten ausgetauscht.

Die Aussicht, an der ich mich nie satt sehen kann, ist heute wieder sehr gut. Die Wolken am Himmel ergeben einen schönen Kontrast, im Tal leuchtet das Grün empor.

Im Wald ist es angenehm kühl, das macht die nordseitige Auffahrt besonders im Sommer sehr attraktiv. Nach 1:15h erreiche ich die Alm, die schon geöffnet ist. Obwohl nicht arg viel los ist, kehre ich dennoch nicht ein, nach der Tour muss ich noch Sachen zu Hause erledigen.

Eine tolle Tour, die ich heuer wieder öfter machen möchte, nachdem ich letztes Jahr beim Mountainbiken ein wenig nachgelassen hatte!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:36 h
Gesamtlänge: 15,52 km
Höhenmeter: ∆ 801 m / ∇ 792 m

250503 Radlrunde Füssen

Gestern war das Wetter noch warm und sonnig, heute ist es zwar trocken, aber trüb. Leider… wir haben heute als Ausgleich zur Wanderung gestern eine Radltour vor. Wir fahren von Pflach über Vils nach Füssen und dann über den Schluxen wieder retour nach Pflach. Start ist bei der Hütte, so haben wir erst mal eine lustige Abfahrt vor uns.

Quer durch Pflach erreichen wir schon nach kurzer Strecke unsere erste Station, den Vogelbeobachtungsturm in Pflach. Diesen besteigen wir uns bewundern das renaturierte Gebiet um den ehemaligen Müllplatz. Wir glauben sogar, einen Biber kurz geschichtet zu haben…

Von Pflach fahren wir über die Radlbrücke in Lechaschau und weiter an den Lechauen, vorbei an Oberletzen zur sogenannten Bärenfalle, von der man auf die Musauer Alm aufsteigen kann.

Ein kurzes Stück müssen wir an der Haupstrasse entlang, dann fahren wir durch Musau und durch das Ranzental nach Vils.

Quer durch Vils, am Betonwerk Schretter vorbei fahren wir zum Alatsee. Hier überschreiten wir die Grenze nach Deutschland, nur ein kleines Schild erinnert daran. Hier müssen wir ein paar Höhenmeter machen, dann erreichen wir den wundersamen See.

Hier machen wir nochmals eine kurze Pause, am Ufer lassen wir die Seele baumeln.

Der Alatsee, bekannt für die seltenen Rotalgen, ist in den letzten Jahren, wohl auch durch einen bestimmten Krimi bekannt und beliebt geworden. Dementsprechend viele Leute sind heute hier.

Am See entlang fahren wir dann weiter Richtung Füssen. Der Alatsee liegt wirklich wunderschön!

In Füssen machen wir eine kurze Kaffeepause, kaum haben wir im Garten unter dem Schirm platz genommen, beginnt es zu regnen. Wir waren den kurzen Guss ab, dann fahren wir weiter nach Schwangau. Hier sehen wir die berühmten Königsschlösser und auch das Gewusel, das diese zwei Schlösser auslösen.

Zum Glück müssen wir hier nicht stehenbleiben, sondern fahren direkt an den Massen vorbei zum Alpsee. Nun haben wir den Fürstenweg, der uns zurück nach Österreich führt, erreicht. Vorbei am Alpsee erreichen wir den alten Grenzübergang.

An der Grenze steht immer noch das kleine Zöllnerhaus, das ich aus meiner Jungend kenne. Hier sind wir als Familie so manches Mal spazieren gewesen.

Wir fahren nicht die normale Straße zum Schluxen ab, sondern fahren am Lusweg (Schwangauer Gitter) weiter bis nach Pinswang. Die Pinswanger Wiesen stehen schon in voller Blüte, der Säuling thront im Hintergrund.

Noch einmal müssen wir einen Aufstieg bewältigen, den Kniepass bei Pflach. Rasch haben wir auch dieses Hindernis überwunden und nun geht es nur mehr Flach nach Pflach!

Das Wetter ist wieder besser geworden, daher kehren wir noch im Gasthaus Alpenblick ein und gönnen uns ein spätes Mittagessen. Dann begeben wir uns wieder auf die Hütte…
Eine tolle Tour, das Wetter war besser als erwartet, bis auf den kurzen Guss in Füssen war es trocken und nicht zu heiß.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3,04 h
Gesamtlänge: 38,25 km
Höhenmeter: △ 512 m / ▽ 677 m

250502 Wanderung Stablalm (1.412m)

Biggi und ich haben beschlossen, ein feines Wochenende im Ausserfern, genauer auf der Hütte zu verbringen. Leider bin ich Gesundheitlich ein wenig angeschlagen, ein vor kurzem noch nicht ganz verdauter Fahrradsturz nagt an meiner Verfassung. Da ist leichte Bewegung an der frischen Luft bei Sonnenschein die beste Medizin.

Wir fahren über das Hahntennjoch ins Lechtal, in Elmen machen wir einen Zwischenstopp und wandern vom Parkplatz beim großen Wasserfall (Edelbach) hinauf zur Stablalm.

Erst geht es steil durch den Wald, dann öffnet sich ein wunderschöner Kessel unterhalb der Elmer Kreuzspitze

Auf den Gipfeln liegt hier noch gut Schnee, doch auch im Lechtal ist der Frühling unübersehbar angekommen.

Vorbei an der Jausenstation Stablalpe wandern wir weiter zur Stablalm. Erinnerungen an früher, als ich hier in der Nähe gewohnt habe, kommen auf. Hier auf der „Stabl“ bin ich des öfteren mit dem Mountainbike gewesen.

Leider hat die Alm heute geschlossen, ganz ist die Saison doch noch nicht angebrochen, aber bald schon werden hier die müden Wanderer gelabt!

Die Stablalm ist eine der wenigen Almen, die ich kenne, die über eine eigene Posthaltestelle verfügt! Postauto habe ich aber noch nie eines gesehen, hier in luftigen Höhen 😊.

Über den selben Steig wandern wir wieder ins Tal, beim Parkplatz setzen wir uns auf eine Bank und genießen die mitgebrachte Jause. So gestärkt fahren wir nach Reutte, um auf die Hütte zu gehen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47
Gesamtlänge: 4,16 km
Höhenmeter: △ 406 m / ▽ 402 m

250419 Skitour Hoadl (2.340m)

Heute steht die letzte Skitour der Saison auf dem Programm. Wir gehen (wie übrigens letztes Jahr auch) wieder auf den Hoadl. Diese Tour ist toll, und oben am Gipfel gibt es auch noch einen Absacker zur Finalisierung der Skisaison

Die Verhältnisse sind gut, Leute sind allerdings nicht mehr so viele wie zur Hauptsaison. Uns ist das nur recht!

Als Aufstieg wählen wir die Damenabfahrt, die linkerhand (von der Talstation aus gesehen) zum Hoadl-Gipfel führt.

Es ist total schön und sonnig, sehr angenehme Temperaturen. Der Schnee ist angenehm weich. Und natürlich sind einige Skitourengeher auf dem Weg, mehr als Skifahrer…

Teilweise folgend wir der Piste, teilweise zweigen wir neben der Piste ins Gelände ab. Da der Schnee angetaut ist, ist das Steigen sehr fein und nicht rutschig. Nur in ein paar schattigen Stellen ist die Oberfläche vereist.

Wir sind überrascht, wieviel Schnee doch noch hier in der Axamer Lizum liegt.

Wir sind relativ spät am Weg, ein paar Abfahrer kommen in den Genuss von einer fast perfekten Firnoberfläche…

Schließlich erreichen wir den Schlusshang, ab hier geht es in angenehmer Steigung zum höchsten Punkt.

Vom Grat sehen wir ins wunderschöne Senderstal.

Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und das riesengroße Hoadlhaus. Wir haben beschlossen, den Tag und die Skitourensaison gemütlich ausklingen zu lassen.

Wir setzen uns in die „Lizumer Liegestühle“ und stoßen auf eine tolle Saison an. Die Sonne lacht vom Himmel, nur eine kleine, lästige Wolke verdeckt immer wieder die Sonne.

Nach einer sehr gemütlichen Pause machen wir uns an die Abfahrt. Der Schnee ist schwer und sulzig, genau wie ich das mag.

Am Dohlennest machen wir nochmals eine Pause, heute lassen wir es krachen 😊.

Schließlich fahren wir die letzten Meter ins Tal, ein perfekter Tag, der uns sehr viel Freude gemacht hat. So lässt es sich schon gut aushalten…

Hinter uns liegt eine tolle Skitourensaison, die Freude auf nächstes Jahr ist schon da… aber jetzt kommt mal das Wandern und Bergsteigen dran!

Tourendaten
Gesamdauer: 2:25 h
Gesamtlänge: 6,93 km
Höhenmeter: △ 792 m / ▽ 792 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee)