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160405 Halltalwanderung

Der Frühling zieht ins Land und die wirklich warmen Temperaturen setzen dem Schnee arg zu. Daher beschließen wir heute, ins Halltal zu schauen. Zum einen gibt es hier ein paar Geocaches, die ich gerne loggen würde, zum anderen möchte ich mir mal die Halltaler Platten anschauen, ob diese schon bekletterbar wären.

Wir starten vom Parkplatz am Eingang des Halltals. Der Föhn arbeitet schon seit Tagen, seit gestern hat sich auch noch Saharasand dazugesellt und taucht die ganze Gegend in ein fast schon gespenstisches Licht. Mystisch…

Die ersten Meter gehen wir noch auf der Asphaltstraße, doch schon bald zweigen wir auf den sogenannten Fluchtsteig ab, der uns in moderater Steigung schon bald zum berüchtigten Bettelwurfeck bringt.

Dieses Eck mit seinen über 30% Steigung habe ich schon manches Mal mit dem Mountainbike bezwungen, aber noch nie zu Fuß. Wird mal Zeit…

Bald erreichen wir die zweite Ladhütte, bei der auch gleich der dazugehörige Cache gefunden wird. Dann geht es weiter über den Fluchtsteig, bis kurz unter der zweiten Ladhütte.

Wieder müssen wir ein Stück auf der Asphaltstraße, gebaut für das ehemalige Salzbergwerk ausweichen. Bis jetzt war der Weg schneefrei, aber ab der dritten Ladhütte nimmt der Schnee und damit verbunden auch eine kühlere Luft zu.

Eine Weile stapfen wir mit unseren Halbschuhen im Schnee, doch dann zieh ich mir die Gamaschen an, um meine Füße halbwegs trocken zu halten.

Nach ca. 1 1/2 Stunden erreichen wir die Herrenhäuser, die beeindruckenden Gebäude des Bergbaus, die viele Jahrhunderten den ordinären Knappen verschlossen waren.

Nur die noblen Bergoffiziere durften hier loggieren. Später wurden die Häuser erweitert und auch den Knappen zugänglich gemacht.

Heute machen die Gebäude, allen voran das gelbe Herrenhaus, das 1999 von einer verherenden Lawine beschädigt wurde, einen desolaten Eindruck. Aber man kann noch die Wichtigkeit des Salzabbaus im Halltal erahnen.

Besonders gerne sehe ich mir die Kapelle an, die mit ihrem originalen Einrichtungen noch immer zu beeindrucken weiß.

Lange bleiben wir nicht, denn es kühl sehr schnell ab, und wir haben noch einen guten Fussmarsch ins Tal. Auf dem Weg schauen wir noch bei Sankt Magdalena vorbei, einem ehemaligen Frauenkloster, das heute als kleine, aber feine Jausenstation betreiben wird.

Lange schon sind hier keine Nonnen mehr, nur noch erahnen kann man das entbehrungsreiche Leben, das die Frauen hier geführt haben müssen.

Den Weg ins Tal bestreiten wir nochmals über den Fluchtsteig, eine feine, und sehr interessante Wanderung nimmt sein Ende. Hier bin ich nicht das letzte Mal gewesen, in diesem wilden, einsamen Tal mit großartiger Geschichte.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 12,36 km
Höhenmeter: 915 m

160402 Gschwandtkopfrunde (T5-Geocaching)

Nach langer Zeit steht mal eine Runde mit meinem Freund Clemens auf dem Programm. Wir wollen heute eine T5-Geocacherunde machen, die Gschwandtkopfrunde in Seefeld soll es werden. Ich bin noch ein wenig angeschlagen vom Vortag, denn dort bin ich bei einem recht einfachen Cache so blöd ausgerutscht, dass ich mir den Arm und das Handy zerkratz habe… am Handy zum Glück nicht so schlimm, denn das heilt auch nicht.

Wir treffen uns in Zirl, da ich mit dem Zug anreise, und Clemens mich vom Bahnhof abholt. Dort können wir unseren ersten Cache loggen, denn fast an jedem Bahnhof in Tirol ist Einer versteckt. Anschließend fahren wir zum großen Parkplatz bei der Talstation des Gschwandtkopflifts. Relativ viel Schnee liegt hier noch herum, da wir aber meistens im Wald am Weg sind, wird das schon nicht so schlimmer sein.

Der GC#1 ist noch am Boden versteckt und gleich gefunden, dann kommt der erste zu bekletternde Baum.

Dieser Cachebehälter ist gleich lokalisiert, Clemens steigt mit Seil und Zwischensicherungen in luftige Höhen, und wir loggen unseren dritten Fund an diesem Tag.

Den nächsten Waldbewohner darf ich erklimmen, eine glatte, astlose Fichte, die ich mittels Klemmschlingen ersteige. Harte Arbeit, bei der ich mir die Schreibtischfinger noch mehr malträtiere…

Die nächsten Bäume erklettert wieder Clemens, manche dieser Verstecke sind richtig gemein ausgelegt, auf dünnen Ästen oder wackeligen Positionen. Ich beneide Clemens keinen Augenblick…

Bald erreichen wir den Gipfel des Gschwandtkopfes und machen uns wieder auf den mit T5-Caches bestückten Abwärtsweg…

Zwischendurch sind auch ein paar „normale“ Cacheverstecke, die wir sozusagen mitnehmen können. An der Möserer Kapelle finden wir das Versteck ein wenig pietätlos, denn die Dose ist im Inneren des kleinen Gotteshaus versteckt. Wir disponieren das Versteck kurzerhand um und verlegen die Dose außerhalb der Kapelle, jedoch weiterhin kompatibel mit dem Hinweis.

Die Motivation ist nun nicht mehr so hoch, einen kurzen Baum kann ich noch erklettern, auch, um mal die Technik des Baumklettern mittels Steigklemme zu versuchen. Doch es macht sich bei mir schon Müdigkeit breit…

Die letzten Bäume schaffen wir nicht mehr, hauptsächlich, da wir nicht über das richtige Equipment verfügen. Wir bringen die Pilotschnur nicht so hoch hinauf, dass wir das Seil gut einbauen können. An der Geduld und den Versuchen hat´s nicht gemangelt.

Nach dem letzten Gschwandtkopf-Cache schließen wir noch mit einem Teil der „Mösern-Wald“-Reihe ab und erreichen wieder den Parkplatz.

Über 6 Stunden waren wir am Weg, das dauernde Stopp & Go hat uns letztendlich gut ermüdet, denn die Strecke selber wäre nicht so lange gewesen.

Eine tolle Runde, die ich ohne Clemens in dieser Form wohl nicht gemacht, noch geschafft hätte. 🙂

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 6,53 km
Gesamtdauer: ca. 6 h
Höhenmeter: 330m

160401 Kranebitter Klamm

Freitagnachmittag, wieder mache ich etwas mit Sara, da Letu beim Fußballen ist. Der Schnee hat sich schon gut zurückgezogen, also beschließen wir, in der Kranebitter Klamm noch 1-2 Geocaches abzustauben. Wir fahren mit dem Bus nach Innsbruck und mit der Mittenwaldbahn bis Kranebitten.

Dort starten wir gleich das Abenteuer, denn die Schlucht liegt ganz in der Nähe. Der erste Teil ist einfaches Steigen über Verblockungen, dann kommt auch die erste kleine Leiter ins Blickfeld.

Für Sara ist das alles ein riesen Spaß, sie will, dass die Tour gar nicht mehr aufhört.

So ganz „nebenbei“ finden wir noch den einen oder anderen Geocache, aber der Kletterspaß steht bei Sara eindeutig im Vordergrund. Wir erkunden die Klamm bis zu der Engstelle, dann drehen wir wieder um.

Eine tolle, kurze Tour in eine fast vergessene Welt nahe der Alpenhauptstadt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2,78 km
Gesamtdistanz: 1:30 h
Höhenmeter: 307 m

180329 Schartenkogel (2.311m)

Noch liegt ein bisschen Schnee, obwohl die Skigebiete schon hier und da zusperren. Ideal also um eine entspannte Pistentour nach der Arbeit anzureißen. Alfons schlägt vor, dass wir gemeinsam auf den Schartenkogel im Glungezer-Skigebiet gehen können. Das klingt super, und so sind wir uns schnell handelseins.
Nach der Arbeit geht es flott heim, die Sachen holen, dann fahren wir zur Neuen Gufl, dort endet die Talabfahrt zur Zeit, denn weiter unten gibt es keinen Schnee mehr. Die ersten paar Meter müssen wir die Ski noch tragen, doch dann geht es über feuchte Schneemassen hinauf zum Alpengasthaus Hausmarter.

Ich habe heute „neue“ Ski zum Probieren mit, Papa hat mir seine zweiten Ski zur Probe mitgegeben.

Das Einfädeln der Schuhe in die „Lowtec“ ist ein wenig gefinkelt, aber ansonsten ist mir der Ski sofort sympathisch.
Stetig steigen wir weiter hinauf, Richtung Tulfeinalm, der Ausblick auf das Inntal wird immer besser.

Als wir fast bei der Alm sind, beschließen wir, diese links liegen zu lassen und noch weiter auf den Schartenkogel zu gehen.

Die letzten Meter hinauf zum Gipfel schaffen wir auch noch, dort genießen wir einen uneingeschränkten Blick auf das Herz unseres geliebten Landes.

Lange bleiben wir nicht auf dem Gipfel, denn ein kalter Windzug hat eingesetzt, gerade genug, um uns frösteln zu lassen. Außerdem lockt schon die Tulfeinalm mit Trunk und Lab…

Nach einer kurzen Pause auf der gemütlichen Hütte machen wir uns weiter auf ins Tal. Mit dem Ski bin ich total zufrieden, die Abfahrt macht mir richtig Spaß. Beim Aufstieg hatte ich ein wenig Schmerzen an den Zehenballen, da mir die Schuhe gerade ein bisschen zu klein sind. Trotzdem finde ich, dass diese Ski fast feiner sind als meine eigenen Ski.

Nach einer wunderbaren, langen Abfahrt über die perfekt präparierte Piste erreichen wir glücklich und zufrieden wieder das Auto. Eine wunderbare Tour mit sehr schönen Stimmungen beim Aufstieg

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:37h
Gesamtdistanz: 11,62m
Höhenmeter: 1.001m

160324 Skitour Patscherkofel Schutzhaus (1.970m)

Beim Mittagessen machen Wolfi uns ich spontan aus, am Nachmittag auf das Patscherkofel Schutzhaus zu gehen. Ich bin eigentlich mit dem Fahrrad da, aber Wolfi´s Bus schluckt das Fahrrad zusätzlich zu den Skiern und Kindersitzen, die schon drinnen sind, ohne Probleme.

Bei mir bleiben wir noch kurz stehen, ich zieh mich um, lade das Fahrrad aus und die Skiausrüstung ein und los geht’s…

Um kurz nach 16:00 Uhr erreichen wir den Parkplatz der Patscherkofelbahn, die Sonne ist zwar nicht so stark präsent, aber es ist auch nicht kalt.

Zu diesem Zeitpunkt sind gar nicht so viele Skitourengeher auf der Piste…

Wir gehen an der Olympiaabfahrt entlang Richtung Schutzhaus. An der Heiligwasserwiese ist der Schnee schon sehr weich. Je weiter wir aber hinaufkommen, desto besser wird jedoch die Qualität vom Schnee. 

Ein paar wenige eisige Stellen lassen die Felle kurz den Gripp verlieren, aber diese Rutscher können gut abgefangen werden und wir kommen relative gut voran.

Unterhalb der Gondel-Bergstation werden wir noch von einem Mann überholt, der aber bei diesem Manöver schon aus allen Löchern pfeift.

Zeitgleich mit ihm erreichen wir das Schutzhaus und beschließen, einen kurzen Einkehrschwung zu machen. 1h 37min haben wir gebraucht, und beide sind wir ganz zufrieden.

In der Hütte ist nicht viel los, wir setzen uns und bestellen das bewährte Isogetränk (ohne Füllstoff). Langsam aber sicher füllt sich die Hütte, es ist doch mehr los als ich angenommen habe. Uns gefällt´s trotzdem, ein zweites Bier muss her, als sich dieses dem Ende neigt, reicht uns ein Blick aus dem Fenster, und wir wissen was wir vergessen haben… die Taschenlampen.

Die Ski finden wir auch in der Dunkelheit ohne Probleme, es wäre zwar Quais-Vollmond, aber von dem sehen wir noch nicht viel. Irgendwie ist es aber doch nicht so finster wie ich befürchtet hatte und die Abfahrt geht zwar langsam, aber problemlos von Statten. Einzig im unteren Teil, dort wo der Schnee am Nachmittag schon aufgeweicht war, und jetzt angezogen hat, ist das Skifahren nicht mehr so einfach. So erreichen wir mit Anstrengung, aber ohne Probleme den Parkplatz und das Auto.

Tolle, spontane Tour auf den Igler Hausberg.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,76km
Gesamtdauer: 2 h
Höhenmeter 948 m

  

Skigebiet Glungezer (22.03.2016)

Heute habe ich mir kurz entschlossen noch freigenommen, um mit den Kindern noch einen schönen Nachmittag auf der Piste zu verbringen. Die Zeit drängt ja nun ein wenig, denn die Saison ist fast zu Ende, Anfang April schließen die meisten Skigebiete zu.

Wir beschließen, uns an den Glungezer zu wagen, weil die Vorhersagen auch von sehr guten Pistenverhältnissen sprechen. Das klingt gut, ich will mich aber selber überzeugen, ob dem so ist. Die Kinder sind schnell eingepackt, dann fahren wir nach Tulfes, und dort mit dem Sessellift ins Skigebiet. Je höher wir kommen, desto zuversichtlicher werde ich… ob angekommen, bin ich begeistert. So einen feinen, griffigen Schnee habe ich hier letztes Jahr nicht vorgefunden. Das wird ein Spaß…

Wir fahren mit dem Schlepplift weiter hinauf, Richtung Tulfein, von dort fahren wir dann auf einer super Piste ab.

Die Abfahrt ist ganz schön lang, doch Letu und Sara meistern diese bravourös. Der Schnee ist genau richtig, und es macht uns riesen Spaß. Nach der dritten Abfahrt machen wir eine schöne, lange Pause im Alpengasthof Halsmarter, essen eine Kleinigkeit und genießen die warme Sonne. Nachher geht sich noch eine Abfahrt aus, dann machen wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

Wahrscheinlich der letzte Skitag für 2015/16, aber sicher der Beste!

Radlrunde über den Herzsee (18.03.2016)

Mein Sohnemann ist heute beim Fussballtraining, daher beschließe ich, mit der Tocher etwas zu unternehmen. Wir beraten uns kurz, klettern oder radeln, die Wahl fällt auf eine kurze Radtour.

Wir fahren mit dem Rad von Aldrans zum Widum in Ampass, von dort geht´s bergauf durch das Herztal bis zum Herzsee. Die Steigung ist moderat, aber doch nicht ganz ohne. Sara schlägt sich für die erste „Mountainbiketour“ sehr gut, nur ganz kurze Schiebestrecken gönnt sie sich.

Einzig das Aufsitzen in der Steigung sitzt noch nicht richtig, da muss ich immer ein wenig anschieben, doch dann radelt sie auch schon wieder weiter.

Am Herzsee angekommen setzen wir uns kurz in die Sonne, die ihre wärmende Kraft wieder Stück für Stück zurückerhält. Der Winter ist jetzt wohl bald vorbei…

Ein Blick auf mein Handy zeigt mit einen Geocache ganz in der Nähe. Den „Herzsee“ nehme ich gleich mit, das Rätsel ist schnell gelöst und die Dose rasch gefunden.

Vom Herzsee rauschen wir in flottem Tempo hinunter zum Dorf, zurück nach Hause. Abfahren sind schon immer wieder lustig.

Und am Schluss kommt bekantlich das Beste… es gibt das erste Eis der Saison, in der Sonne genossen. Mjam…

Tourendaten
Gesamtdauer: 40min.
Gesamtlänge: 4,78km
Höhenmeter: 180m

Ferratarunde Cima Rocca, 1.089m (13.03.2016)

Wieder ein neuer Tag am Gardasee, ein Blick aus dem Fenster zeigt nicht so feines Wetter wie gestern an, aber es ist trocken und nicht so kalt. Wir frühstücken und packen zusammen, denn heute ist auch der letzte Tag, ein Wochenende ist halt doch recht kurz.

Der Besitzer des Appartments wird angerufen, doch das Telefon ist ausgeschaltet. Oh Schreck… wir müssen doch los. Nach unzähligen Anrufen dann doch noch der erlösende Rückruf… wir sollen doch bitte das Geld einfach auf dem Tisch liegenlassen und den Schlüssel dazulegen. Na, das nenne ich mal Vertrauen.

Wir fahren von Riva aus ins Ledrotal, in Biacesa parken wir unser Auto und starten die Tour. Heute stehen 4 Klettersteige auf dem Programm, im Laufe des Tages finden wir aber, das nur zwei Steige den Begriff Klettersteig verdienen. Die anderen zwei Wege sind schwierige Wanderwege, aber eben keine Klettersteige und brauchen daher auch kein Geschirr.

Wir starten also vom Parkplatz, zuerst auf dem Steig „Senter dei Bech“, der uns von Biacesa Richtung Gardasee zurückführt. Unterwegs entdecken wir eine spektakuläre Raupenstrasse, sowas habe ich auch noch nie gesehen…

Bei einem Bunderloch ziehen wir uns das Klettersteiggeschirr an und steigen in den Klettersteig „Via ferrata F. Susati“ ein. Dieser zieht landschaftlich sehr schön am Grat des „Cima Capi“ über dem Gardasee hoch. Nachdem wir immer wieder stehen bleiben und uns die wunderbare Landschaft anschauen, erreichen wir nach kurzer Zeit den Gipfel des „Cima Capi“.

Wir verbleiben nur kurz auf dem Gipfel und machen und dann weiter, über die „Via ferrata M. Foletti“ hinüber an den Fuss des „Cima Rocca“. Dort finden wir die Hütte „Arcione“, angenehm duftet es hier nach Lagerfeuer.

Wir steigen direkt weiter, nun in den „Sentiero dei Camminamenti“. Dieser Steig bringt uns über alte Bunker und Schützenanlagen hinauf auf den „Cima Rocca“.

Kurz vor dem Gipfel durchsteigen wir eine längere Bunkeranlage, die „Gallerie de Guerre“, dann erreichen wir den Gipfel und gönnen uns eine Wahnsinnsaussicht. Über einen kleinen Steig kommen wir zurück zur Hütte und zu einer Kapelle.

Dann machen wir uns auf ins Tal. Auch hier wieder über einen versicherten Steig, den „Sentiero delle Laste“, der uns hinunter ins Tal und an den Weg zurück zum Ort bringt.

Eine wirklich schöne Runde, die wir da gemacht haben. Wir ziehen uns beim Auto um, da wir dann gleich nach Hause fahren . Wir machen zuvor aber noch eine Brotzeitspause, um dann gestärkt nach Aldrans zu fahren.

Die halbe Fahrt geht an mir einfach vorbei, da ich ein Powernapp mache, als wir zuhause ankommen, durftet es schon herrlich aus der Küche. Chiappati mit Curry, lecker. Im Anschluß gibt es den „Reindl“, von dem uns Papa das ganze Wochenende vorgeschwärmt hat. Nicht ganz unbegründet, wie wir finden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4,30h
Gesamtlänge: 8,9km
Höhenmeter: 995m

  

Via dell‘ Amicizia, 1.246m (12.03.2016)

Heute steht der zweite und für diese Reise längste Klettersteig auf dem Programm. Gestern am Abend konnten wir uns noch einen Zielpunkt auf dem Weg zum Gipfel bestaunen, die Kapelle der Heiligen Barbara. Diese thront steil und hoch über dem See.

Doch starten wir den Tag von Anfang an. Ein guter Tag fängt mit einem deftigen Frühstück an, dank Papa können wir richtig gute Spezialitäten aus der Steiermark genießen. Manch wenige Sachen müssen wir uns halt einfach vorstellen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt gutes Wetter an.

Von unserem Appartement können wir direkt zum Klettersteig losgehen. Der Weg führt uns zuerst an die „Bastione“, einer Festung der Venezianer, die auch einmal über den Gardasee geherrscht hatten.

Kurz genießen wir die Aussicht, dann wandern wir weiter, zunächst zur Capanna. Dann erreichen wir die Kapelle Santa Barbara, auch hier verweilen wir kurz und genießen die Aussicht.

Nun geht der richtige Klettersteig erst los, bis jetzt war das nur der Zustieg. Wir ziehen unsere Klettersachen an und machen uns auf den Weg. Zuerst geht es noch einfach über kleine Kletterstellen hinweg. Vor uns ist ein italienisches Pärchen, auch auf dem Weg zum „Freundschaftssteig“. Eine Zeit lang wechseln sich kleine Kletterpassagen mit Wanderwegen ab, dann erreichen wir die erste Leiter.

Diese zieht steil die Wand empor und schaut ganz schön hoch aus. Vor uns kämpfen sich schon zwei Seilschaften empor, dann sind wir an der Reihe. Sprosse für Sprosse ziehen wir uns empor, irgendwann erreichen wir auch das Ende.

Nach dieser ersten Herausforderung kommt wieder eine kleine Gehpassage, dann erreichen wir das zweite Leiterassemble. Die lange Leiter schaut echt nach Herausforderung aus, ist aber dann doch leichter als die erste, steile Leiter am Anfang. Den letzten Teil des Klettersteigs wird mit einer kurzen Gratwanderung eingeleitet, dann kommen die letzten Meter auf 3 weiteren Leitern.

Dann sehen wir auch schon die Gipfelmarkierung. Endlich haben wir den Gipfel erreicht. Die Aussicht ist überragend, und die Sonne zeigt schon frühlingshafte Stärke.

Wir pausieren im Windschatten eines Steinblocks und genießen die Wärme. Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns auf ins Tal. Im ersten Teil haben wir eine gute Schneeauflage, der Schnee ist jedoch rutschig, hohe Konzentration gefordert. Bald erreichen wir wärmere Gefilde, der Schnee wird weniger und das Gehen einfacher.

Vor dem erreichen der Kapelle Santa Barbara müssen wir noch eine Leiter meistern. Dann stehen wir wieder bei der Kapelle und genießen die Aussicht. Nach fast 6h erreichen wir glücklich und zufrieden die Unterkunft, mit Vorfreude auf eine gute Jause.

Am Nachmittag spazieren wir noch ein wenig in der Stadt, essen zu Abend und genießen das fast schon mediterrane Flair.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6h
Gesamtlänge: 11km
Höhenmeter: 1.220

Via Ferrata Rio Sallagoni (11.03.2016)

Buabenausflug… Mehr sag ich nicht. Endlich ist es so weit, Papa, Alfons und ich machen uns auf den Weg in den Süden, zum Gardasee… ein paar Klettersteige wollen wir bezwingen.

Über die Brennerautobahn geht’s rasch und ohne Stau bis Trento, dort zweigen wir zum See ab. In Dro zweigen wir ab nach Drena, dort parken wir und ziehen uns um.

Vom Parkplatz bis zum Einstieg sind es gerade mal 5 Mnuten, dort ziehen wir das „Geschirr“ an, dann sind wir bereit…

Dieser Klettersteig geht durch eine Schlucht bis zum Castello Drena. Gespannt starten wir in die erste Passage hinein.

Am Anfang ermöglichen uns ein paar Steigbügel ein schnelles Vorwärtskommen, die ersten Stellen sind nett und lassen die Vorfreude steigen. Bald sind dann ein paar der schwierigen Stellen, leicht überhängend, aber gut machbar für uns.

Zwischendrinnen werden wir von zwei „Joggern“ überholt, ohne jede Ausrüstung. Wir gehen lieber auf Nummer sicher.

Inzwischen ist die Schlucht eng geworden, wir müssen auch mal die Wandseite wechseln. Landschaftlich ist diese Schlucht wirklich schön.

Auch zwei Seilbrücken müssen wir bezwingen, die erste Brücke stellt sich als recht wackeliges Ding heraus…

Eine kurze Gehpassage lockert die Passage durch die Schlucht aus. Die ersten Blumen erwachen schön und erfreuen uns mit ihrer Schönheit.

Der zweite Teil des Steiges ist kein richtiger „Eisenweg“ mehr, schwierige Passagen sind mit Klammern ausgestattet, aber kein Sicherungsseil ist mehr vorhanden.

Die Schwierigkeit im zweiten Teil besteht darin, keine Nassen Füße zu bekommen. Das gelingt uns dank GoreTex Schuhen sehr gut.

Bald erreichen wir den Ausstieg, der uns zum Castello Drena führt.

Von der Burg aus gehen wir neben der Schlucht hinunter ins Tal.

Ohne Probleme erreichen wir das Auto. Eine sehr gelungene Tour, in einer schönen Landschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1,5h
Gesamtlänge 4,35km
Höhenmeter: 180m