Archiv der Kategorie: Reisen

171225 Heilige Messe und 171226 Maracha

25.12.2017

Am Vormittag, nach einem ausführlichen Frühstück afrikanischer Prägung, das heißt Kochbananen mit Fleischstücken, machen wir uns auf ins Heimatdorf von Lucy. Wir fahren von Arua nach Vurra, um dann dem Grenzverlauf zur DR Kongo entlang nach Logiri zu reisen.

Von dort ist es noch ein Katzensprung nach Anyavu, und zur Kirche.

Diese ist zwar schon 2 Stunden in Gänge, aber wir sind trotzdem herzlichst willkommen. Der Bruder von Lucy, Alex, freut sich riesig uns zu sehen. Vor der Kirchengemeinschaft müssen wir uns auch noch vorstellen, dabei kann ich meine drei Worte Lugbara wieder mal zum Besten geben. Großes Gelächter ist die Folge, die Leute sind nicht gewohnt, dass ein Mundu (Weißer) ihre Sprache beherrscht: Mi n’goni, ma ru Mike (Wie gehts, mein Name ist Mike).

Nach der heiligen Messe fahren wir noch zum Heimhaus, zollen den Gräbern von Semi und Hannah Oguda, den Eltern von Lucy Respekt. Dann steht das obligatorische Essen auf dem Plan, gefolgt von einem leckeren Weihnachtskuchen.

Die Zeit vergeht, bald schon heißt es Abschied nehmen und wir fahren im letzten Sonnenlicht zurück nach Anyafio. Den Abend verbringen wir gemütlich zu Hause.

Stationen

  • Arua
  • Vurra
  • Logiri
  • Anyavu

26.12.2017

Heute gehts weiter mit den Verwandtenbesuchen, wir fahren nach Maracha. Dort war ich zu meinen Dienstzeiten öfter mal zum Helfen im Krankenhaus, auch hier macht sich die neue Straße sofort bemerkbar. War es zu meinen Zeiten ein „hardship“, hier herzufahren, ist die Strecke heute bequem in 15 Minuten gemeistert.

Hier treffen wir Aunti Dee, eine Schwester von Lucy’s Mutter. Wir werden, natürlich, zum Essen eingeladen.

Der Gockelhahn muss aber erst noch eingefangen werden, daher besuchen wir gleich in der Nähe Tutu, eine Freundin von Lucy. Wir bekommen ein Bier und Soda’s serviert, dann steht auch hier ein volles Essen auf dem Tisch.

Na das kann ja noch heiter werden. Schmecken tut’s natürlich vortrefflich, daher langen wir auch richtig zu. Nach dem Essen gibts eine feine Pause, bevor wir zum nächsten Festmahl eilen.

Da auf einem ugandischen Bauernhof alle Tiere frei rumlaufen, haben unsere Kinder schon bald die Geißlein entdeckt. Welch ein Hallo.

Bei Aunti Dee dann das gleiche Spiel, der Gockel ist nun fertig, dazu gibts leckeres Ugali und Gemüse. So kann man schon leben. Gemütliches Plauschen mit den Angehörigen rundet unserem Besuch ab, es wird wieder Zeit, die Rückreise anzutreten. Zum Abschied bekommen sie noch eine Flasche Rotwein geschenkt, die werden wir am Abend noch genießen.

Vollgefressen, mit vielen neuen Eindrücken, besonders für Letu, fahren wir glücklich nach Hause.

Stationen

  • Arua
  • Maracha

171223 Auf nach Arua und 171224 Rasttag

23.12.2017

Um 6:00 Uhr in der Früh, bevor der arge Frühverkehr startet, fahren wir los nach Arua. Überraschend wenig Verkehr wälzt sich durch Kampala, dieser Tage ist der Verkehr hier richtig zäh geworden.

Ich habe mein „eigenes“ Auto bekommen und darf gleich beweisen, ob ich den Verkehr noch beherrsche. Und so ist st es, ich bin noch immer ein guter Drängler 😁.

Bald schon sind wir aus der Hauptstadt raus und fahren auf wunderbar hergerichteten Straßen in den Norden. Ich bin überrascht, wie gut die Wege hier gerichtet wurden.

Über Luwero erreichen wir Karuma, mit der berühmten Brücke über den Nil. Leider sind heute keine Paviane zu besichtigen, denen scheint einfach zu wenig Verkehr zu sein, oder ist es doch die Hitze.

Als nächstes erreichen wir Pakwatch, dort müssen wir nochmals über den Albertnil fahren. Kurz vor der Brücke sichten wir unseren ersten Elefanten, direkt neben der Strasse.

Nun ist es zum Glück nicht mehr ganz so weit, in Nebbi bleiben wir bei einem kleinen Straßengasthaus stehen und genießen köstliches Nynassa mit Ziegenfleisch und Erbsen. Köstlich…

Nach fast 9 Stunden erreichen wir endlich müde aber zufrieden das Haus in Anyafio. Paul und Ben, die derzeitigen Bewohner grüßen uns herzlichst. Und dazu gibt es ein Leckerbierchen.

Den Abend verbringen wie in gemütlicher Runde bei Essen und Bier, dann treffe ich mich im Anschluss noch mit „meinen“ ehemaligen Technikern, und höre mir an, wie es ihnen so ergangem ist. Es ist schön zu sehen, dass es allen gut geht.

StationenKampala

  • Luwero
  • Karuma
  • Parkwach
  • Nebbi
  • Arua

24.12.2017

Auch heute dürfen wir richtig ausschlafen, immer ist jemand da, der die Kinder versorgt. Die letzten Reisetage stecken mir doch noch in den Knochen.

Am Abend besuchen wir Robina, eine Tante von Lucy. Wir sind zum Abendessen eingeladen, eine große Runde erwartet uns schon sehnlichst.

Wie immer schmeckt das Essen super und die Kinder finden schnell Anschluss an die Gruppe. Spät abends machen wir uns auf den Heimweg.

Stationen

  • Arua

171221 Abreise Uganda und 171222 Ruhetag

21.12.2017

Eigentlich fängt unser Abenteuer schon einen Tag vor der Abreise an. Nachdem ich online einchecken will, bekomme ich die Meldung, dass Letu’s Reisepass nur noch 3 Monate gültig ist. Das bedeutet, kein Abflug für den Junior… außer, wir bekommen noch rechtzeitig einen neuen Pass.

Lucy hängt sich mordsmässig ins Zeug, sodass nach 3 Stunden ein neuer Notpass auf dem Tisch liegt. Puh, nochmals Glück gehabt.

Alfons bringt uns um 2 Uhr in der Früh zum Flughafen nach München. Der Verkehr ist wie zu erwarten sehr gering, sodass wir zeitig in „MUC“ stehen. Viel Gepäck wartet darauf, aufgegeben zu werden.

Bald schon sitzen wir im Flieger nach Brüssel, schnell umgestiegen befinden wir uns auf dem Weg nach Entebbe. Ein Zwischenstopp in Kigali gehört einfach dazu.

Um 00:45h erreichen wir endlich, nach fast 23 Stunden das Haus von Sinia, der Schwester von Lucy. Alles ist gut gegangen. Am Immigrationoffice sind wir schnell durchgekommen.

Die Wärme und die geruchsintensive Umgebung ziehen mich sofort wieder in den Bann, es ist schön, wieder hier zu sein.

Stationen

  • München „MUC“
  • Brüssel
  • Kigali
  • Entebbe
  • Kampala

22.12.2017

Am folgenden Tag steht mal ausschlafen auf dem Programm, dann faulenzen wir in der afrikanischen Sonne. Wir haben viel zu erzählen und hören, wie es hier zugeht. Gemütliches Essen runden den faulen Tag ab. Fein ist es hier.

Stationen

  • Kampala

170923 Dragör (Dänemark)

Heute ist der Tag der traditionellen Radtour von Daniel. Einmal im Jahr macht mein Bruder eine Traditionstour zum kleinen Fischerdörfchen Dragör, um dort Fisch & Chips zu essen… aber eben nicht nur. Die Tour wird mit dem Fahrrad gemacht, und darauf freue ich mich schon sehr.
Wir schnappen uns die Räder, Daniel überlässt mir seinen Flitzer, und er nimmt ein altes Notfallfahrrad.

Direkt vor der Haustür starten wir zuerst Richtung Süden, zuerst noch durch die Stadt. Aber schon nach ein paar Minuten lichten sich die Häuserreihen und wir erreichen offeneres Gebiet.

Durch den Valbyparken hindurch erreichen wir die Küste, dieser entlang am Kystagerparken vorbei sehen wir schon die Autobahnbrücke, über die wir nach Amager rüberfahren.

Ab hier sind wir komplett in der Natur, immer entlang der Küste geht es immer weiter in den Süden. Da wir in der Nähe des Flughafens sind, hören wir immer wieder die großen Passagiermaschinen über unsere Köpfe rauschen.

Ansonsten ist es angenehm ruhig und entspannt hier.

Immer wieder bleiben wir für die vielen Geocaches, die hier verlegt sind stehen. Bei einer Station, wir suchen eine Weile, stellt Daniel fest, dass er einen „Patschen“ hat. Keine Luft mehr im Reifen… und das mitten im Naturschutzgebiet. Also in die nächste Siedlung müssen wir es wohl oder übel so schaffen. Aber mein Bruder ist hier hart in Nehmen, sowas kann die Traditionstour nicht stören.

Wir müssen nun weg von der Küste, ein wenig querfeldein, dann erreichen wir unser Ziel, Dragör.

Ein wunderschönes, kleines Fischerdörfchen, mit sehr schönen strohgedeckten Häusern.

In einem kleinen Imbisslokal gönnen wir uns einen frischen Backfisch mit Pommes. Obwohl es nicht sehr warm ist, hält man dank Windstille den Garten doch ganz gut aus.
Im Ort finden wir keinen Fahrradladen, daher muss Daniel wohl oder übel mit dem „Flat tyre“ weiterfahren. Wir schauen uns in der Nähe des Dorfes noch eine Bunkeranlage an.

Dieses Verteidigungswerk ist heute in ein Hotel umfunktioniert, die Bunker selber kann man aber noch frei begehen.

Am Westende des Flughafens vorbei erreichen wir den Nordzipfel von Amager, dann biegen wir auch schon wieder ab in Richtung Stadt. Quer durch Kristiania fahren wir direkt ins Zentrum.

Bei der Papierinsel treffen wir Bettina, wir haben ausgemacht, hier noch etwas zu essen. Allerlei leckere Sachen gibt es hier, Daniel und ich entscheiden uns schlussendlich für einen Burger.

Sehr lecker…
Der Weg zur Wohnung führt uns dann auch schon bekannten Wegen zurück.

Tourendaten
Gesamtlänge: 55,4 km
Gesamtdauer: 9:00 h
Höhenmeter: 301 m

Route

170922 Kopenhagen

Nachdem wir richtig lange ausgeschlafen haben, machen sich Daniel und ich auf, die Nähe der Wohnung, in Valby nach Geocaches zu durchforsten. Die erste Station ist die „Jesuskirken“, die wir besuchen.

Der Bau ist zwar noch nicht so alt, aber beeindruckend. Die Kirche wurde 1891 von Carl Jacobsen und Carlsberg im Stile der alten italienischen Kirchen erbaut.
Da Daniel nach dem Kirchenbesuch noch etwas zu arbeiten hat, trennen wir uns hier und ich mache mich auf, mit dem Fahrrad eine kleine Runde durch die Hauptstadt Dänemarks zu machen.

Mit dem Rad kommt man ja ganz nett rum, daher kann ich einige Bereiche der Stadt abklappern.

Von Valby fahre ich über Umwege nach Vesterbro, vorbei am Herz in der Mitte der Straße, neben dem afrikanischen Shop.

Weiter geht’s am „Sankt Jörgens Sö“, einem künstlich angelegten See vorbei, und schließlich erreiche ich die Knippelsbro, eine Brücke im Herzen von Kopenhagen.

Der lustige Name der Brücke rührt vom ersten Brückenmeister (Brückenaufseher), Hans Knip, aus dem Jahre 1641 her.

Nächste Station ist das touristische Herz und auch früher der zentrale Punkt der Stadt, der Nyhavn, der neue Hafen. Neu ist der Hafen nicht, das ist einer der ältesten Häfen in Kopenhagen.

Wunderschön liegen die kleinen Schiffe inmitten von bunten Häusern. Größere Kähne haben hier keinen Platz, daher hat der Hafen auch keine Bedeutung als traditioneller Anlegepunkt. Hier wohnte auch Hans Christian Anderson, der berühmte Märchendichter eine Weile.

Am Nyhavn treffe ich auch Daniel wieder, der nun seine Arbeit abgeschlossen hat. Wir spazieren noch eine Weile zwischen hunderten Touristen herum. Auch an einem Museum, das mit einer aktuellen Fassadenausstellung an die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gedenkt, kommen wir vorbei.

Da uns der letzte Abend doch ein wenig in den Knochen steckt, fahren wir nach Hause und genießen einen gemütlichen Fernsehabend.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16,3 km
Gesamtdauer: 3:00 h
Höhenmeter: 70 m

Route
kopenhagen

170921 Kopenhagen

Nachdem ich dienstlich in der Nähe von Kopenhagen zu tun hatte, bot es sich an, noch ein paar Tage anzuhängen und bei Daniel, meinem Bruder in Kopenhagen zu urlauben. Schon der Start, in Hillerode, ist sehr interessant.

Am Abend, nach getaner Arbeit, spazieren wir ein wenig in der Stadt herum. Ein gemütlicher Flecken Erde, mit einem sehr sehenswerten Schloss, Frederiksborg.

Wir spazieren durch den Park rund um das Schloss, wahrscheinlich die interessantest Variante, diesen Prunkbau zu erleben.

Da es schon am Abend schlägt, ist die Stimmung wunderbar.

Am nächsten Nachmittag, wir müssen bis Mittag arbeiten, ist es dann soweit, ich steige bei Daniel in Kopenhagen ab, und werde hier die nächste 3 Tage verbringen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause in der Wohnung machen wir eine kleine Erkundungstour durch die Stadt. Da Kopenhagen die Hauptstadt der Fahrräder ist, machen wir das stilecht mit älteren Drahteseln. So gefällt mir das.

Am Abend ist zufälligerweise der „Stammtisch der Deutschsprachigen“, an dem ich auch teilnehmen kann.

Dort treffe ich meinen alten Volkschulfreund Thomas, der mittlerweile auch in Kopenhagen lebt. Die Welt ist doch klein…

Natürlich fließt das Bier in Strömen und spät, aber zufrieden sinken wir ins Bett.

170505 Malta – Rückreise

Heute ist der letzte Tag, der Urlaub ist schon wieder vorbei. Früh schon müssen wir zum Flughafen. Gott sei Dank ist das mit der Unterkunft kein Problem, gepackt haben wir schon am Vortag.

Um 8:45 geht unser Flug retour nach München. Also alles in allem ein straffes Programm in der Früh.

Wir erreichen zeitig den Flughafen, zum Glück haben wir das Auto schon am Vortag zurückgegeben. Schon nach 10 Minuten sind wir auf dem Weg zum Check-In Schalter.

Der Flug vergeht dann sprichwörtlich wie im Fluge, die Sicht auf die Alpen ist wunderschön. Fliegen hat schon immer wieder etwas Aufregendes…

Mit dem Zug geht es dann von München noch nach Innsbruck, und schon bald erreiche ich wieder bekannten Boden.

Jetzt freue ich mich schon richtig auf meine Familie…

Stationen
– Marsaxlokk
– Luqa
– München
– Innsbruck
– Aldrans

170504 Malta – Valletta

Wenn man schon mal in Malta ist, dann muss man einfach einen Tag in Valetta einplanen.

Diese Stadt ist in sich ein Wunderwerk der damaligen Stadtbautechnik. Wohl überlegt und geplant, wurde diese Stadt zuerst mit der Stadtmauer als Außengrenze, im zweiten Teil des Ausbaus erst die Wohnstadt erbaut.


Stark befestigt, damit die Piraten, die damals das Mittelmeer unsicher machten, keine Möglichkeit hätten, die Stadt einzunehmen, wurde dies auch das Credo der Stadt.
Ein weiterer Fakt, der hervorzuheben ist, ist das Krankenhaus, das zu der damaligen Zeit als eines der Besten der westlichen Hemisphäre galt.

Wir fahren mit dem Bus von unserer Unterkunft in die Hauptstadt, heute verzichten wir auf das Mietauto. Da Parkplätze sehr spärlich sind, ist das wohl auch die einzige Möglichkeit, entspannt einen Tag in der Stadt zu verbringen.

Ein Stadtrundgang ermöglicht es uns, zuerst einmal einen Überblick über die Stadt zu erlangen. Der englische Einfluss ist nicht zu verleugnen, überall sieht man die Spuren der letzten Fremdherrscher.

Ein Haus, das wir uns umbringt anschauen wollen, ist die „Casa Rocca Piccola“, ein Wohngebäude eines alten maltesischen Adelsgeschlechts, das bis heute gut erhalten ist und als Museum für diese Zeit Zeugnis abgeben kann.

Die Führung durch das Haus ist sehr interessant, einige Fakten über das ehemalige Leben wird uns erklärt.

Die einzelnen Wohnräume sind noch authentisch eingerichtet.

Das Highlight ist sicher die Bunkeranlage unter dem Gebäude, die nicht nur für die Hausbewohner, sondern auch für die anliegenden Anwohner errichtet wurde.

Der Hausherr gesellt sich am Schluss der Führung auch noch dazu und zeigt uns seinen ganzen Stolz, einen wunderschönen, riesigen Papagei.

Die nächste Station ist das Fort Elmo, eine berühmte Zitadelle der westlichen Welt.

Wie oft hatte diese Befestigung schon die anstürmenden Heere des Ostens abgewehrt, die letzten kriegerischen Aktionen fanden im zweiten Weltkrieg statt.

Malta galt als „fixer Flugzeugträger“ für die Engländer das Mittelmeer kontrollierte, und die Nachschubwege der Deutschen störte.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, wahrscheinlich die am meisten herausragende, ist die Kathedrale der Malteser, die St. John’s Co-Cathedral.

Es gibt sozusagen an jeder Ecke von Malte eine Kirche, aber diese ist wohl an Schmuck und Prunk nicht zu überbieten.

Alle Landesgruppen konnten sich hier in Gold und Juwelen verewigen, daher versuchte sich jede Landesgruppe zu profilieren. Mit der Idee Jesu hat das wohl nicht mehr viel zu tun, aber optisch ist die Kathedrale wohl wirklich einzigartig und schön.

Nachdem wir uns hier sattgesehen haben, wandern wir weiter durch die lieblichen Gassen von Valetta, in einem Café rasten wir uns ein wenig aus.

Wir spazieren noch ein wenig in der Stadt um, dann machen wir uns wieder auf nach Marsaxlokk, den Abend lassen wir mit einem sehr guten Essen ausklingen.

Hier lassen wir die Eindrücke des Tages

im gemütlichen Hafen Revue passieren.

Stationen:
– Stadtrundgang
– Casa Rocca Piccola
– Fort Elmo
– St. John’s Co-Cathedral
– Marsaxlokk

170503 Malta-Rundfahrt

Heute steht uns ein eher gemütlicher Tag bevor. Wir haben keine fixe Tour geplant, sondern wolle einfach ein wenig durch Malta fahren. Um Mittag herum müssen wir das Mietauto zurückgeben, aber das ist der einzige Fixpunkt des Tages.

Zuerst fahren wir nach Rabbat, ganz in der Nähe liegt ein verlassenes Kloster, das wir uns genauer anschauen wollen. Lange verlassen kann der Platz allerdings nicht sein, vielleicht 1-2 Jahrzehnte, denn noch ist alles halbwegs gut in Schuss. Die Kirch ist leider versperrt, aber der Platz an und für sich schon spektakulär.

Wir spazieren eine Runde um das Grundstück, schauen uns die einzelnen Gebäude an und stellen uns das entbehrungsreiche Leben vor. Gar nicht so einfach…

Die nächste Station sind die Dingli Cliffs, die wir schon mal besucht haben. Dieses Mal finden wir noch eine Stelle, die wir nicht kennen.

Der Pfad geht steil hinunter zum Meer, dort am Ende des Weges sehen wir einen Fischer, den wir eine Weile beobachten.

Wunderschöne Landschaft umgibt uns, ein kleiner „Wassertopf“ am felsigen Ufer fasziniert uns besonders…

Anschließend geht es zum Flughafen in Luqa, dort geben wir das Mietauto zurück. Das geht schnell, alles ist in Ordnung.

Mit dem Bus geht es dann zurück nach Marsaxlokk, wir müssen allerdings fast eine Stunde auf das „Öffi“ warten, weil scheinbar ein Fahrzeug ausgefallen ist. Hoffentlich geht das übermorgen besser.

In Marsaxlokk angekommen, spazieren wir durch das Städtchen, schlussendlich machen wir es uns in einem Lokal gemütlich und genießen noch ein wunderbares Fischgericht, sogar mit persönlicher Zerlege-Bedienung.

Wir sprechen noch ein wenig über morgen, wenn wir nach Valletta, in die Hauptstadt fahren wollen.

Mit einer gemütlichen Abendstimmung lassen wir den Tag ausklingen.

Stationen
– Rabat
– Dingli Cliffs
– Luqa
– Marsaxlokk

170502 Gozo Rundreise

Vor der Malta-Reise schon wurde uns ein Besuch der Nachbarinsel Gozo ans Herz gelegt, ruhiger und grüner sollte die kleinere Laune der Natur sein.

Also machen wir uns und der Früh auf zum Fährenterminal, um zur anderen Seite zu kommen. Sehr unkompliziert ist das Auffahren auf die Autofähre, und im Nu sind wir auch schon auf Gozo.

Diese Insel ist auch bekannt dafür, die Heimatinsel von Calypso zu sein, jener legendären Nympe, die Odysseus 7 Jahre gefangen hielt.

Wir landen in Mgarr, wobei wir hier gar nicht lange verweilen, sondern uns gleich ins Landesinnere aufmachen. Dort besuchen wir in Xewkija eine der größten Kirche des Archipels, die von außen und innen sehr imposant ist.

Die Aussicht vom Dach ist wunderschön, man kann die ganze kleine Insel überblicken.

Nächste Station ist die alte Hauptstadt, die besonders durch den Malteserorden eine große Aufwertung erfuhr.

Die Zitadelle am höchsten Punkt beherbergte die gesamte Stadtbevölkerung in Kriesenzeiten, aber auch im Winter, als Schutz vor türkischen Piraten.

Nach dem Niedergang wurden die Häuser und Notunterkünfte in der Wehrburg nicht mehr benötigt und dem Verfall preisgegeben. Einzig der Tourismus rette dieses Kleinod vor dem Verfall.

Heute sind die Mauern zwar konserviert, aber das einzige Leben kann man nur noch erahnen. Wir spazieren gedankenverloren durch die hergerichteten Gassen und bewundern einmal mehr die Weitsicht der Malteserritter.

Von Victoria geht es weiter in den Westen, auf der Karte haben wir noch einen interessanten Leuchtturm ausgemacht, den wir gerne besuchen wollen.

Der erste Teil des Weges sind maltesische Standard-Straßen, mit einer guten Portion Schlaglöcher garnier, aber die Straße bleibt uns dann doch dauerhaft im Gedächtnis hängen. So steil habe ich noch nicht viele Straßen gesehen. Unser Auto bleibt auf jeden Fall am Wegesrand stehen und wir wandern das letzte Stück zum Leuchtturm hinauf.

Dort machen wir eine längere Pause und genießen die Aussicht.

Weiter geht es zu einer berühmten Bucht, die wir nach einem kurzen Abstieg erreichen.

Leider haben wir die Badesachen nicht mit, hier wäre eine super Gelegenheit gewesen, eine Runde zu schwimmen. Das haben sich auch ein paar andere Leute gedacht, die sich im kühlen Nass erfrischen.

Im Hintergrund sieht man die Brandungswellen des Atlanischen Ozeans, doch durch die besondere Form der Bucht bleiben die Wellen im Aussenbereich „stecken“ und die Brandung ist der Bucht ist minimal.

Der Küste entlang fahren wir zu den Salzpfannen, die teilweise immer noch aktiv verwendet werden.

Der große Salzboom ist schon längst vorbei, aber das Meersalz aus Gozo und Malta wird heute als luxuriöses Naturprodukt vermarktet.

Immer wieder bleiben wir an der Steilküste stehen und bewundern die Brandung, die hier ungehindert an den Felsen aufschlägt.

Über Zeit, durch die Errosion wird wahrscheinlich nichts mehr übrigbleiben von den wunderschönen Inseln.

Langsam nähert sich der Abend, es gäbe noch viel zu entdecken. An der Grotte der Calypso machen wir auch noch halt, aber da das Gebiet geologisch instabil ist, ist eine Begehung der Grotte nicht mehr möglich. Schade…

Schlußendlich erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, und fahren auf die Fähre auf.

Die Sonne steht schon tief, wunderschöne Farben sind das Resultat.

Von den vielen Eindrücken müde, machen wir auf der Hauptinsel Malta keinen Halt mehr und fahren direkt in die Unterkunft zurück.

Ein wunderschöner Tag liegt hinter uns, mit vielen schönen Eindrücken.

Stationen
– Ic-Cirkewwa
– Mgarr
– Xewkija
– Victoria
– Il-Fanal tal-Gordan
– Wied il-Ghasri
– Reqqa Point
– Cave of Calypso
– Xaghra