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171007 Mühlauer Klamm

Das gute Wetter nutzend, beschließen wir, in die Mühlauer Klamm zu wandern. Wir starten direkt in Mühlau, beim Arzler Friedhof.

Zuerst sanft steigend, führt uns der Weg durch wunderschöne Herbstwälder, die Farben sind zu dieser Jahreszeit immer ein Wahnsinn.

Auf dem Weg gibt es viel zu entdecken, im Wald hat irgendwer sogar ein großes Tippi aus Ästen gebaut.

Bald steilt der Weg ein wenig auf, doch unser Ziel, die Lawinenverbauung in der Klamm erreichen wir bald.

Von der Aussichtsplattform haben wir eine wunderschöne Aussicht auf Innsbruck, und die Sonne schickt uns heute nochmals ihre wärmenden Strahlen.

Über die Teehütte gehen wir weiter zum Aussichtspunkt „Teufelskanzel“ und dann weiter durch den bunten Laubwald bis zum Auto.

Kurz vor dem Auto spazieren wir noch durch das Fuchsloch, ein Feuchtbiotop, das in den letzten Jahren wieder reaktiviert wurde.

Schlußendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, nächste Station für heute ist das Schwimmbad, das haben sich die braven Wanderer jetzt verdient.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 4.39 km
Höhenmeter: 280 m

mühlau

170603 Über die Zunterköpfe (1.966m)

Da habe ich mir was vorgenommen… von zu Hause aus möchte ich erst ins Halltal fahren und dann noch eine kleine Runde über die Zunterköpfe zu machen. Sozusagen eine CO2-freie Aktivität.

Von Aldrans fahre ich mit dem Mountainbike über Ampass nach Hall in Tirol, von dort geht es weiter Richtung Absam.

Beim Hackl biege ich in das wunderschöne Halltal ein, die ersten Meter gehen flüssig dahin, ich werde zweimal vom Wanderertaxi überholt. Dann kommt das Bettelwurfeck, das ist halt schon nochmals eine eigene Liga.

Ich kämpfe mich hinauf, die Steigung ist brutal. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, erinnere ich mich immer wieder und mache so Meter für Meter wett.

Endlich erreiche ich das Ende der Brutalo-Steigung und fahre wieder gemütlich, über die Sonnenbrücke weiter nach St. Magdalena.

Hier stelle ich mein Radl ab, mache eine kurze Verschnaufpause, und wandere dann über den steilen Steig hinauf zum Hochmahdkopf.

Der Wald hier ist richtig urig, mir gefällt das Halltal jedes Mal wieder. Eine wunderschöne Gegend ist das.

Bald erreiche ich den Latschengürtel, und dann sehe ich zum ersten Mal aus der Nähe, was das Feuer hier vor 3 Jahren angerichtet hat.

Die meisten Latschen (Legföhren) sind damals verbrannt und haben sich bis heute nicht erholt. Es schaut fast aus wie in der Wüste, wären da nicht die Gräser, die überall sprießen.

Ich genieße den Ausblick über Hall, Innsbruck und natürlich das Mittelgebirge.

Nächste Station ist der Haller Zunterkopf, der 200m den Hochmahdkopf überragt. Der Weg ist sehr angenehm zu gehen, eine kleine Kletterstelle, die aber super abgesichert ist, muß überwunden werden.

Hier muß ein Wanderer wegen seinem Hund umdrehen, dieser traut sich nicht über die Stufe.

Auf dem Haller Zunterkopf sitzt schon ein Wanderer, ich geselle mich dazu und genieße nochmals die Aussicht.

Auf der Karwendelseite sieht man die Bettelwürfe und die Gebäude des ehemaligen Salzbergbaus.

Abschließend erreiche ich noch den Thaurer Zunterkopf, der heute gut besucht ist. Ich mache nur eine kurze Pause auf dem sehr ausladenden Gipfel.

Der weitere Weg führt zum Törl. Hier bekomme ich einen kurzen Schreck, denn der Weg ins Halltal ist wegen Steinschlag gesperrt.

Ich beschließe, nachdem zwei Wanderer hochkommen, auch diesen Weg zu gehen. Schlußendlich bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Der Weg war total gut zu gehen und der Umweg wäre sehr lang gewesen.

Hinter einer Kurve liegt dann das ehrwürdige Herrenhaus. Ich liebe diesen Gebäudekomplex, hier beschließe ich, im Knappenhäusl eine Pause einzulegen.

Ein Bier ist hier immer verfügbar (solange die Leute brav zahlen), nur der „Wirt“ ist heute ausgeflogen. Ein Kamerateam ist vor Ort, die sind natürlich mit dem Auto angereist…

Der Weg nach Magdalena offeriert nochmals wunderbare Einblicke ins Halltal. Und dann steht es da, mein Radl… ich kann es gar nicht erwarten, jetzt die schöne Asphaltstraße nach Absam hinauszusausen.

Wie gewohnt, kann ich an den „guten“ Stellen schön Gas geben und Ruckzuck bin ich in Absam… schade, das ging fast zu schnell. Doch die Abfahrt geht weiter bis Hall. Dort nehme ich den Radweg nach Innsbruck.

Das letzte Stück ist dann immer das Härteste, über den Pfaffensteig erreiche ich schlußendlich müde, aber glücklich das traute Heim.

Eine wunderbare Tour, die ich gerne wieder mal wiederholen werde.

Tourendaten-Bike
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 32,5 km
Höhenmeter: 954 m

Tourendaten-Hike
Gesamtdauer: 3,5 h
Gesamtlänge: 8,41 km
Höhenmeter: 775 m

Bike – Hinfahrt:

Hike:

Bike – Rückfahrt

170423 Wanderung Maria Larch

Maria Larch steht bei mir schon länger an, denn einmal bin ich dort im Winter gewesen und war sehr beeindruckt von der Landschaft.
Leider war damals zuviel Schnee gewesen, darum bin ich dieses Mal ohne Schnee, dafür mit Letu unterwegs.


Wir starten direkt bei Maria Larch los und gehen am Bächlein entlang das Tal hinaus, soweit es uns eben gefällt. 


Unterwegs bleiben wir immer wieder stehen und genießen die Natur und die Blumen…


Auch die Marterlen und Gedenkbilder, die wir immer wieder auf dem Weg sehen, sind schön anzuschauen und laden zum Verweilen ein.


Eine schöne Sache, so ein Vater-Sohn-Ausflug…


Tourendaten:
Gesamtdistanz 5,16 km
Gesamtdauer 1:30 h

161204 Überschreitung Seebergspitze-Seekarspitze

Der Schnee läßt immer noch auf sich warten, das freut das Wandererherz natürlich um so mehr. Heute gehts bei bestem, wenn auch kaltem Wetter von Pertisau über die Seebergspitze (2.085m) und die Seekarspitze (2.053m).

Alsons und ich starten nach der sehr wichtigen Wahl unseres Präsidenten mit dem Auto von Aldrans nach Pertisau. Ca. 45min. brauchen wir für die Strecke.

In Pertisau finden wir gleich einen Parkplatz, die Temperaturen sind bei -4°C. Richtig kühl also.

Wir gehen gleich vom Parkplatz in angenehmer Steigung hinauf, bald schon ist uns warm und die Jacken müssen in den Rucksack.

Der Steig zieht immer weiter hinauf, zuerst durch einen Buchenwald, dann durch Latschen. Die Aussicht auf den See und die umliegenden Berge wird mit jedem Schritt besser, wir genießen den Ausblick um uns in vollen Zügen.

Im Wald sehen wir ein paar Gämsen, und obwohl der Weg teilweise sehr steil ist, ist die Geherei sehr angenehm.

Nach ungefähr 2h erreichen wir das erste und für heute höchstes Ziel, die Seebergspitze (2.085m).

Wir legen eine kurze Pause ein, essen einen Müsliriegel und beschließen, gleich weiterzugehen. Am Gipfel liegt schon ein wenig Schnee, daher ziehe ich mir die „Chainsen“, meine Grödel an. Diese erreichtern mir den nördlichen Abstieg mit einigem Schnee doch erheblich.

Im Sattel zwischen den zwei Berggipfeln schauen wir uns um, gehen jedoch gleich wieder weiter, um auch die Seekarspitze zu besteigen. Der Pfad zieht ziemlich direkt am Grat entlang hinauf, obwohl die Entfernung am Anfang trügt, sind wir relativ schnell auf dem zweiten Gipfel, der Seekarspitze (2.053m).

Dort sind schon deutlich mehr Leute am Gipfel als auf der Seebergspitze, aber überlaufen kann man das auch nicht nennen. Wir finden eine feine Bank in der Sonne, Alfons packt ein kleines Bier aus und wir brotzeiten nach Herzenslust.

Ausnahmsweise ist es total windstill, so kann man es schon eine Weile aushalten.

Nachdem wir ausgiebig gejausnet haben und über die Berge in der Umgebung debattiert haben, brechen wir auf, um unsere Überschreitung weiterzuführen.

Die Spikes haben wir auch schon wieder angezogen, denn die machen das gehen auf dem Schnee einfach angenehmer.

Direkt hinter dem Gipfelkreuz geht der Pfad steil nach unten. Da es hier nordseitig ist, ist hier der Schnee auch liegengeblieben.

Trotzdem ist der Weg sehr gut zu gehen, wir kommen rasch vorhan, und bald erreichen wir die Seekaralm (1.500m). Ab hier geht eine Forststraße ins Tal, die wir jedoch immer wieder abkürzen können.

Rasch erreichen wir die südlichsten Ausläufer der Gemeinde Achensee.

Am See, genauer gesagt am wunderschönen Gaisalmsteig (Mariensteig) entlang, wandern wir mit wunderbaren Ausblicken auf den Achensee bis zur Gaisalm (938m).

Es fängt schon langsam an zu dämmern, aber unser Ziel liegt nicht mehr weit vor uns.

Nach einer weitern Stunde stehen wir glücklich ob der feinen Runde wieder beim Auto und fahren nach Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30h
Gesamtlänge: 17,85 km
Höhenmeter: 1.627 m

161125 Stanser Joch (2.103m)

Es herrscht immer noch Wanderwetter in Tirol, der Schnee läßt auf sich warten. Bei den Touren muß man jedoch schon Abstriche machen, in den Nordlagen und in Mulden liegt schon genügend Schnee, um so manche Tour schwierig zu gestalten. Es wird wieder Zeit, daß Alfons und ich eine Tour machen…

Wir haben uns eine schöne südseitige Tour ausgesucht, das Stanser Joch. Direkt nach der Arbeit fahren wir nach Stans, unterwegs kaufen wir noch eine Brotzeit.

Vom Parkplatz an der alten Pfarrkirche gehen wir los, zuerst hinauf zum Wallfahrtsort „Maria Tax“. Schön steht das kleine Kirchlein über dem Inntal.

Ein Stück am Wolfsklamm-Kreuzweg entlang erreichen wir den Heuberg, und über diesen steigt der Steig fast gerade hinauf zum Stanser Niederleger (1.355m)

Der Steig 235 steigt weiter hinauf, zuerst im Wald und dann über einen Latschengürtel, bis wir den Stanser Hochleger (1.961m) erreichen.

Schon seit einiger Zeit sehen wir immer wieder das Gipfelkreuz, obwohl es so manches Mal nicht einfach zwischen den Lawinenverbauungen ersichtlich ist.

Ein Stück gehen wir auf der Baustraße der Lawinenverbauungstrupps, dann beschließen wir, durch eben diese Lawinenverbauungen direkt hinauf zum Gipfelkreuz zu steigen.

Oben empfängt uns ein sehr kalter Wind und eine grandiose Aussicht auf das Rofan im Norden, im Westen die Ausläufer des Karwendels.

Alfons und ich philosophieren, daß es hier im Sommer auch sehr schön sein muß, evtl. auch mit dem Rad.

Da es am Gipfel sehr kalt ist, beschließen wir, erst am Hochleger eine Pause zu machen.

Nach nicht ganz 30min. erreichen wir den Hochleger und machen eine ausgiebige Rast, mit Bier und Brotzeit. Es wird dumper, daher müssen wir die Taschenlampen schon mal auspacken.

Der Weg ist im Taschenlampenlicht gut ersichtlich, da aber durch die Schneeschmelze der Weg recht aufgeweicht ist, rutschen wir gelegenlich durch die Gegend und müssen über unsere Ungeschicktheit recht lachen. Trotzdem erreichen wir die Wallfahrtskirche „Maria Tax“ nach 1 1/2h ohne Probleme.

Da es nun schon dunkel ist, leuchtet der Christbaum neben der Kirche in schönstem Lichte.

Von dem Kirchlein erreichen wir sehr bald den Parkplatz und damit das Ende einer wunderbaren Feierabendrunde.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:30 h
Gesamtdistanz: 12,44 km
Höhenmeter: 1.564 m

160820 Hechenbergrunde, Kirchbergköpfl (1.943m)

Schon länger schaue ich immer wieder beim Schlafzimmerfenster hinaus, in Richtung Hechenberg. Und immer wieder „gluschtet“ mich die Runde über das Hechenbergl, ein längst vergessener Steig, der westlich der Kranebitter Klamm, durch die extrem steile Wand des Hechenbergs zieht. Gerade gestern am Patscherkofel dachte ich noch dran…

Spontan machen Alfons und ich aus, heute diese Tour zu machen. Wir starten um 6:45 in Aldrans, fahren mit dem Auto bis nach Kranebitten und suchen uns dort einen legalen Parkplatz für das Auto… gar nicht so einfach.

Die ersten Meter gehen wir den Klammsteig entlang, dann zweigen wir auf den Schleifwandsteig ab. Dieser zieht stehtig in Serpentinen hinauf in die Wand. Die Ausblicke auf Innsbruck werden mit jeder Kehre spektakulärer, der Flughafenlärm leider auch…

Dann zweigt ein unscheinbarer Weg ab, mit dem Hinweis, „HECHENBERG, NUR FÜR GEÜBTE“.

Das ist unser Weg, den wir begehen wollen. Zuerst geht der Weg zwar schmal, aber in nicht allzu anstrengender Steigung in Kehren weiter, doch dann steilt der Weg immer mehr auf.

Seilversicherungen sind vorhanden, aber diese schauen nicht immer sehr vertrauenserweckend aus. Trotzdem verwende ich diese gerne, auch wenn es nur für die „Moral“ ist.

Mittlerweile ist der Weg sehr ausgesetzt, einen falschen Tritt darf man sich hier nicht leisten. Die Seilsicherungen helfen nur bedingt, aber der Untergrund ist trocken und bei entsprechender Vorsicht ist das Steigen gar kein Problem.

Bald erreichen wir das Hechenbergl (1.757m), einen kleinen Boden, der mit dem eigentlichen Hechenberg über ein breites Grat verbunden ist.


Von diesem kleinen Vorgipfel steigen wir weiter auf, bis wir endlich das Kreuz vom Hechenberg (1.912m), in manchen Karten auch als Rauhenkopf benannt, erreichen.

Hier gönnen wir uns einen kleinen Snack und schauen uns um. Das Wetter scheint zu halten, und nur im Unterland ist es diesig.

Nächste Station ist das Kirchbergköpfl (1.943), der auch mit einem kleinen Gipfelkreuz verziert ist.

Hier machen wir eine längere Pause, genießen die Aussicht und bewundern die umgebenden Bergriesen, in Namen: Kleiner und Großer Solstein, Hohe Warte, Brandjochspitze, weit im Westen sehen wir die Zugspitze mit dem unmöglichen Gipfelaufbau, im Süden schauen die Stubaier Gletscher zu uns, vorgelagert die Nockspitze und die Kalkkögel… ach wie schön haben wir es doch!

Langsam, leider auf die Uhr schauen müssend, machen wir uns zur Neuen Magdeburger Hütte auf, die wir auf einem sehr guten Pfad auch bald erreichen. Der Wind hat aufgefrischt, aber wir beschließen trotzdem, hier noch eine Kleinigkeit zu essen.

Wir sitzen zwar gemütlich, aber weder sind die Wirtsleute freundlich noch ist das Essen besonders gut… und zu guter Letzt ist der Preis auch noch gesalzen. Na, das wird uns wohl ein Weilchen im Gedächnis bleiben.

Nun kommt der zweite Teil unserer Wandung, zuerst über den Krummen Steig bis zu Nassen Wand. Dieser Teil vor der Nassen Wand ist sehr anregend, denn wunderschön geht der Steig unter den Felswänden der Solsteine hindurch.

Bei der Nassen Wand zweigen wir über eine Schotterreise hinab ins Bachbett der Kranebitter Klamm und und wandern den alten Weg durch die Klamm hindurch.

Nach dem Zustand der eingebauten Hilfen dürfte dieser Steig wohl kein „High-Priority-Project“ der zuständigen Sektion sein.

Trotzdem sind alle Sicherungen noch in gutem Zustand, hier muss man sich keine Gedanken machen.
Kurz vor dem Ausgang der Klamm passiert mir noch ein Unglück: Da es in der Klamm doch sonnenlos war, hatte ich die Sonnenbrille leger in den Ausschnitt meines T-Shirts gesteckt. Eine falsche Bewegung war’s, dann war auch die Brille weg. Auch mein Versuch, mittels Stecken die Brille im strömenden Wasser zu „fangen“ schlägt fehlt. Ich sehe nur noch, wie das gute Teil über einen kleinen Katerakt hinunterfällt…

Ohweh, was mache ich nun. Ich springe zum kleinen Becken und suche mit meinen Händen alles im tiefen Becken ab, frustriert will ich schon aufgeben, als mich Alfons nochmals ermuntert, zu suchen. Und siehe da, an einem Stein finde ich doch noch unter Wasser das gute Teil, ohne Schrammen, zumindest auf den ersten Blick.

Schnell verschwindet die Brille im Rucksack, nochmals kommt mir diese heute nicht aus.

Dann ist auch schon das Ende der Klamm und das Auto erreicht. Wieder einmal konnte ich mit Alfons eine wunderschöne Tour in unseren heißgeliebten Tiroler Bergen unternehmen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:10 h
Gesamtdistanz: 12,16 km
Höhenmeter: 1.390 m

160728 Rumer Nadel (Langer Stoan)

Das Wetter ist zwar nicht das Beste, aber trotzdem wollen Alfons und ich heute die Rumer Nadel wagen. Zumindest mit dem Rad bis zur Rumer Alm können wir immer fahren. Dann sehen wir schon weiter, so das „Ausgemach“.

Von der Arbeit geht es durch die Stadt, über die Mühlauer Brücke und dann den Berg hinauf bis zum Rechenhof.

Das Wetter schaut mal soweit stabil aus, also beschließen wir, weiterzufahren. Der Weg ändert sich merklich beim Rauffahren, zuerst noch schöner Asphalt, dann schlechter Asphalt und schlussendlich dann unser Liebling, der Forstweg. Hier sind zwar ein paar Stücke, die gerade instand gesetzt werden, aber generell ist der Weg sehr gut in Schuss.

Bald erreichen wir die Rumer Alm, wir beschließen aber gleich am Forstweg weiterzufahren, denn dort am Ende liegt unser Ziel. Die ersten paar Meter vom Forstweg sind fast neu, dann jedoch steilt der Weg so stark auf, dass wir die Räder abstellen und zu Fuß weitergehen.

Am Ende des Forstwegs geht ein kleiner Steig runter zu einem kleinen Hochstand. Ab hier wird es abenteuerlich. Teilweise total matschig und dementsprechend rutschig zieht der Weg nach Unten.

Dann verläuft der Pfad parallel zum Hang, zwar nicht mehr lettig, aber dafür sieht man vor lauter Gras keinen Weg mehr… und die versteckten Wurzeln unter dem Gras stellen sich als echte Stolperfallen heraus. Und was nicht unerwähnt bleiben darf, sind die kleinen Biester, die hier nur auf „Opferbeine“ warten. Zwei Zecken kann ich schon beim Suchen nach „Purpurnen Flüssen“ entfernen. Später zu Hause werde ich noch einen finden, der sich schon leicht verbissen hat, das Mistding!

Schlussendlich erreichen wir den Fuß der Rumer Nadel, bei den „Locals“ auch „Langer Stoan“ genannt. Wir machen eine kurze Pause, dann richten wir uns fürs Klettern her. Gurt, Helm, Einbinden des Seils, dann noch die Patschen und los kann es gehen. Der Einstieg ist ein wenig speckig, aber das sind wirklich nur die ersten 2 Meter.

Dann geht der Weg schön und in fast logischer Linie hinauf. Beim Seilverlauf leiste ich mir einen kleinen Schnitzer, den ich in größerer Höhe dann fast bereue, das Seil lässt sich sehr schwer raufziehen. Die letzten Meter werden zur Kraftprobe, Wisse gegen Seil, aber schlussendlich gewinne ich diesen K(r)ampf und stehe am wohl originellsten Gipfelkreuz in der näheren Umgebung. Das Gartenzwergerl….

Ich richte den Stand ein, dann kann auch schon Alfons nachkommen. Bald sitzen wir zwei gemütlich bei einem kleinen Bier und einer Wurstsemmel bei grandioser Aussicht auf dem Gipfel des Langen Stoans. Gemütlich ist es hier.


Im Oberinntal regnet es schon leicht, also beschließen wir, aufzubrechen. Nach einer lustigen Abseilaktion stehen wir wieder am Fuß der Nadel und können unsere Sachen verstauen.

Rasch berge ich noch den Geocache „Rumer Nadel (Langer Stoan)

Der Weg durch das Zeckenparadies geht leichter als gedacht, bald stehen wir wieder verschwitzt, da sehr schwül, beim Hochstand.

Wir nehmen einen Pfad durch den Wald, dort entdecke ich noch ein paar Eierschwammerlen und auch den Geocache „Bäume sind auch nur Menschen“. Dann erreichen wir  wohlbehalten die Fahrräder.
Fast genau in dem Moment, als wir losfahren, fängt es an zu Regnen. Wir bleiben bei der Rumer Alm kurz stehen, stellen uns unter einen Baum bis der ärgste Guss vorbei ist, dann fahren wir ab, nach Mühlau. Quer durch Innsbruck fahren wir bis nach Ambras, dann über den Pfaffensteig hinauf nach Aldrans.

Eine tolle Tour mit ganz vielen Aspekten… am besten beschrieben mit HBC (Hike&Bike&Climb). Das müssen wir öfter machen, das hat richtig Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,44 km
Gesamtdauer: 3:46 h
Höhenmeter: 1.103m

160705 Höttinger Alm (1.490m)

Heute kann ich endlich wieder einmal eine schöne Tour mit dem Radl machen. Das Ziel ist die Höttinger Alm. Nach der Arbeit, genauer nach der Kernarbeitszeit mache ich mich bei sehr schönes Wetter auf den Weg, zuerst noch ein Stück durch die Stadt, hinauf nach Hötting.

Die Steigung vor dem Planötzenhof hat es in sich, ich komme ganz schön ins Schwitzen. Ab dem Planötzenhof legt sich die Strecke ein wenig zurück, und es fängt der gemütliche Teil der Tour an.

Bald erreiche ich die neue Umbrüggler Alm, den Bau sehe ich das erste Mal, seit die Alm fertiggestellt ist. Einmal, als hier noch eine riesige Baustelle war, bin ich mal vorbeigekommen, da war ich fast schon schockiert. Doch heute muß ich sagen, daß die Alm wirklich gelungen ist. Ein schöner Bau, der zum neuen Zeitgeist sehr gut passt.

Je höher ich hinauf komme, desto schöner wird die Aussicht. Wunderschöne Wolkenformationen stehen auf dem Himmel, sehr schön anzuschauen. Und die Aussicht auf Innsbruck zeigt mir wieder einmal, warum die Stadt auch den Beinamen „Hauptstadt der Alpen“ hat.

Bald erreiche ich die Abzweigung zur Höttinger Alm, der Weg steigt zwar immer noch an, dennoch finde ich das Rauf fahren sehr angenehm.
Und dann sehe ich mein Tagesziel, die Höttinger Alm, belagert von Schottischen Hochlandrindern, die hier eine neue Heimat bekommen haben. Zwischendurch sind die Wolken mal richtig dunkel geworden, aber jetzt ist es schon wieder lieblich, das Wetter.

Ich gönne mir auf der Alm ein alkoholfreies Weizen, genieße die Sonne und die Ruhe auf dieser ansonsten so überlaufenen Gaststätte. Das Wetter hat wohl den einen oder anderen abgehalten, heute hochzuradeln. Insgesamt sind wir 9 Personen, 3 Lokalmatadore inklusive.

Das zweite Non-Bier gönne ich mir noch, da die Sonne heute wirklich gemütlich ist, und die Sprüche von den Lokal-Matadore´s doch recht lustig sind. Die mäkeln nämlich über die E-Bikern rum, zwei davon sitzen in Hörweite und sind sichtlich irritiert. Ich lächle, denn in Jeans und Pulli auf die Höttinger zu fahren, und das mit einer höllischen Geschwindigkeit, ist schon fast ein wenig frech.
Genüsslich richtige ich mich für die Abfahrt her, mittlerweile sind noch ein paar Leute dazugekommen.

Die Abfahrt ist dann auch richtig lustig, es geht flott den Berg hinab, die Scharen sind jetzt gerade beim hochfahren. Ich fahre über die Arzler Alm hinunter nach Mühlau.

Eine Schulgrupe beim Aufstieg blockiert den Weg geschickter Weise genau hinter einer Kurve, Gott sei Dank bin ich gemütlich am Weg, ansonsten will ich gar nicht dran denken, was da alles passieren könnte.

Bald erreiche ich Mühlau, durch die Stadt erreiche ich meinen Standardweg hinauf nach Hause. Die letzten paar Höhenmeter laufen heute extrem gut, dann habe ich mein zu Hause erreicht. Alles gut gegangen.

Beim Bericht schreiben kommt das Gewitter, das schon angesagt wurde, mit voller Wucht auf uns zu, bin ich froh, daß ich das im Hause und nicht draussen erleben muß.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,40 km
Gesamtdauer: 2:20 h
Höhenmeter: 1.088 m

160610 Ganalm, Walder Alm, Hinterhornalm (1.522m)

Heute hat der Wetterbericht nach einer längeren Durststrecke wieder einmal wunderbares Wetter angekündigt. Also werden Alfons und ich den Sonnenschein heute auch brav ausnutzen und werden was unternehmen.

Letztes Jahr hatten wir mal über die Runde auf die Ganalm via Terfens, dann weiter auf die Walder Alm und Hinterhornalm sinniert, daß diese wohl recht spannend wäre zu machen. Nun, heute soll es soweit sein. Mit einer kleinen Änderung: Wir fahren gleich nach der Arbeit von Innsbruck los, also zuerst nach Gnadenwald, dann Richtung Terfens, hinein ins Vomper Loch und über die Almen zurück nach Gnadenwald und weiter nach Aldrans. Also schon was vor…

Das Wetter ist wie prognostiziert wunderschön, über die Dörfer (Mühlau, Arzl, Rum, Thauer) fahren wir bis Absam, dort gehts dann hinauf nach Gnadenwald. Der Verkehr läßt nach und bald erreichen wir die Abzweigung auf den MTB-Weg 408.

Hier sind die ersten Meter zwar ein wenig schlammig, doch dann geht eine wunderschöne Forststraße in angenehmer Steigung den Bergrücken empor. Bald erreichen wir die langgestreckte Linkskurve, die uns erste Ausblicke auf das Vomper Loch ermöglichen. Welch eine wilde und schöne Gegend das hier doch ist. Der Ausblick auf die Lamsen- und Hochnisselspitze ist grandios

Die Straße wird nun auch ein bisschen abenteuerlicher und ausgesetzter, der Blick in das Vomper Loch ist wirklich beeindruckend.

Dieser Streckenabschnitt macht auch richtig Spaß zu fahren, denn die Aussicht nach unten ist einfach phantastisch…

Doch die Ausgesetztheit währt nur ein paar Augenblicke, dann wird die Landschaft wieder lieblicher und der Weg schmiegt sich wieder in die Almwiesen.

Nach einer angenehmen Strecke erreichen wir die Ganalm, bzw. befinden und direkt über dieser romantischen Alm. Da wir noch eine gute Strecke zu bewältigen haben, entscheiden wir, nicht hier, sondern erst später einzukehren. Aber einmal möchte ich hier schon noch einkehren, zu urig schaut die Alm aus.

Der Forstweg wird ein wenig steiler und nach einer Weile erreichen wir die wunderschön gelegene Walderalm. Hier bleiben wir, beschließen wir.

Auf der Terasse in der Sonne haben wir ein schönes Plätzchen gefunden, das läßt es sich schon aushalten. Eine Suppe und ein Bier runden die Pause ab.

Nachdem wir gut gestärkt sind, radeln wir zuerst weiter auf die Hinterhorner Alm und dann in rasantem Tempo hinab ins Tal.

Bei Gnadenwald rauschen wir vorbei, dann nach Absam, Hall und über die Innbrücke auf das Südufer. Hier müssen wir leider ein paar Meter auf der gut befahrenen Straße zurücklegen, aber als wir Ampass erreichen, wird es wieder gemütlicher. Ein Blick über die Schulter zeigt uns nochmals einen Teil unserer Tour, direkt unter dem Hundskopf…

Über die Straße erreichen wir dann zufrieden, aber auch müde unsere Homebase. Eine wunderbare Tour, danke an Alfons!

Tourendaten
Gesamtlänge: 54,14 km
Gesamtdauer: 3:48 h
Höhenmeter: 1326 m

160505 Weissensteiner´scher Aktivtag

Der Tag startet super mit einem deftigen Frühstück, bei dem wir den weiteren Tagesverlauf besprechen. Heute machen wir was im Familienverbund, daher darf auch jeder einen Vorschlag machen. Sara startet mit dem Vorschlag, Klettern zu gehen. Das wird vom „Gremium“ gut angenommen.

Wir fahren, das Wetter ist ja wunderbar, zur Arzbergklamm und versuchen ein paar einfache „Moves“.

Besonder Letu kann nicht genug bekommen vom Klettern, Sara beschäftigt sich derweilen mit einem Minilagerfeuer, das aber eben so schnell erloschen ist, wie es hochgebrant ist. Typischer Fall von Holzmangel…

Die Arzbergklamm ist gerade für Beginner ein wunderbarer Klettergarten, gegen 12 Uhr strömen dann auch immer mehr Leute in die Klamm.
Wir bleiben bis zum frühen Nachmittag, dann brechen wir unsere „Zelte“ ab, und machen uns auf zur nächsten Aktivität, zum Schachtelwirt. Als die Kinder das M-Wort hören, ist Jubel angesagt. Das flotte Essen lassen wir uns munden, dann gehts vorerst nach Hause zurück.

Sara trifft sich mit einer Freundin beim Reitstall. Dort darf sie sogar ein wenig reiten, voller Stolz wird sie mir das später beim Abendessen erzählen…
Derweilen sind Letu und ich mit dem Fahrrad unterwegs.

Wir fahren zuerst mit dem Auto nach Hall in Tirol, beim Gasthaus Badl stellen wir das Fahrzeug ab und radeln am Innradweg gen Osten.

Wir fahren bis nach Wattens, dann drehen wir wieder um. Schön, wenn es nicht permanten auf und ab geht. Und ein paar Geocaches finde ich auch noch am Weg. Dann sind wir im Bezug auf Aktivitäten doch heute ziemlich komplett.

Ein wunderbarer Tag heute, und wir können aus Überzeugung sagen, wir haben den Tag genutzt.

Tourendaten Fahrrad
Gesamtlänge: 15,11km
Gesamtdauer: 1:10h
Höhenmeter: 70m