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160413 Halltalrunde

Das Wetter ist wunderbar: Obwohl der Wetterbericht am Nachmittag schlecht gemeldet hat, überzeugt mich ein Blick aus dem Fenster, daß so ein schöner blauer Himmel sich so schnell nicht verdüstern kann.

Alfons und ich beschließen, uns die Platten im Halltal mal näher anzuschauen und vielleicht sogar ein bisschen zu beklettern.Wir starten beim Hackl, wo wir auch das Auto abstellen.

Von dort gehts gleich von Zivilisation ins Wildnis über, das Halltal läßt Alltagssorgen auch gleich vergessen. Eine urige Landschaft, die auf den zweiten Blick aber auch maßgeblich vom Menschen mitgeschaffen wurde. Kurzum, für mich ist das Tal ein super Ort der Erholung und Entspannung.

Die Ausrüstung drückt ein wenig am Rücken, haben wir heute doch ein wenig mehr mit als bei „normalen“ Bergtouren. Bei der Halbzeit zeigen sich über dem Lafatscherjoch schon die ersten Wolken. Das wird schon noch dauern, sage ich zu Alfons. Wir gehen weiter. Die Wolken werden dichter und unser Kletterentusiasmus dünner. Nun gut, es soll nicht sein.

Alternativplan, wir gehen noch rasch rüber zum ehemaligen Frauenkloster Sankt Magdalena, und trinken dort ein Bier zum Abschluß. Dann nichts wie hinaus ins Inntal.

Gesagt, getan. Wir erreichen das Restaurant, das natürlich geschlossen ist. Aber vor der Tür steht ein nicht-kühlender Kühlschrank, voll mit leckeren Getränken. Und für die ehrlichen Tiroler auch eine Kasse, in die man den Obulus reintut. Geld rein, Getränk raus, in die Sonne sitzenl… ahhhhhhh, ist das fein.

Doch nicht lange währt unsere Freude, bald schon sind die Wolken auch vor der Sonne und ein kühler Wind setzt ein. Zeit, um heimzugehen, denken wir. Wir gehen den gleichen Weg raus aus dem Halltal, unterwegs spüren wir zwar immer wieder ein paar Tropfen, aber richtigen Regen müssen wir nicht erdulden. Gott sei dank, denn auf Regen waren wir nicht eingestellt und so blieb auch die Regenjacke zu Hause.

Zufrieden erreichen wir wieder den Hackl. Zwar konnte ich nicht klettern probieren, aber dafür haben wir wieder eine sehr schöne Wanderung gemacht.

Beim Heimfahren sehen wir dann noch, wie das Wetter komplett umschlägt. Über den Zunderköpfen liegen jetzt hartnäckige Wolken, es regnet augenscheinlich heftig ab. Na, da haben wir nochmals glück gehabt…

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,67 km
Gesamtdauer: 1:32 h
Höhenmeter: 790 m

160405 Halltalwanderung

Der Frühling zieht ins Land und die wirklich warmen Temperaturen setzen dem Schnee arg zu. Daher beschließen wir heute, ins Halltal zu schauen. Zum einen gibt es hier ein paar Geocaches, die ich gerne loggen würde, zum anderen möchte ich mir mal die Halltaler Platten anschauen, ob diese schon bekletterbar wären.

Wir starten vom Parkplatz am Eingang des Halltals. Der Föhn arbeitet schon seit Tagen, seit gestern hat sich auch noch Saharasand dazugesellt und taucht die ganze Gegend in ein fast schon gespenstisches Licht. Mystisch…

Die ersten Meter gehen wir noch auf der Asphaltstraße, doch schon bald zweigen wir auf den sogenannten Fluchtsteig ab, der uns in moderater Steigung schon bald zum berüchtigten Bettelwurfeck bringt.

Dieses Eck mit seinen über 30% Steigung habe ich schon manches Mal mit dem Mountainbike bezwungen, aber noch nie zu Fuß. Wird mal Zeit…

Bald erreichen wir die zweite Ladhütte, bei der auch gleich der dazugehörige Cache gefunden wird. Dann geht es weiter über den Fluchtsteig, bis kurz unter der zweiten Ladhütte.

Wieder müssen wir ein Stück auf der Asphaltstraße, gebaut für das ehemalige Salzbergwerk ausweichen. Bis jetzt war der Weg schneefrei, aber ab der dritten Ladhütte nimmt der Schnee und damit verbunden auch eine kühlere Luft zu.

Eine Weile stapfen wir mit unseren Halbschuhen im Schnee, doch dann zieh ich mir die Gamaschen an, um meine Füße halbwegs trocken zu halten.

Nach ca. 1 1/2 Stunden erreichen wir die Herrenhäuser, die beeindruckenden Gebäude des Bergbaus, die viele Jahrhunderten den ordinären Knappen verschlossen waren.

Nur die noblen Bergoffiziere durften hier loggieren. Später wurden die Häuser erweitert und auch den Knappen zugänglich gemacht.

Heute machen die Gebäude, allen voran das gelbe Herrenhaus, das 1999 von einer verherenden Lawine beschädigt wurde, einen desolaten Eindruck. Aber man kann noch die Wichtigkeit des Salzabbaus im Halltal erahnen.

Besonders gerne sehe ich mir die Kapelle an, die mit ihrem originalen Einrichtungen noch immer zu beeindrucken weiß.

Lange bleiben wir nicht, denn es kühl sehr schnell ab, und wir haben noch einen guten Fussmarsch ins Tal. Auf dem Weg schauen wir noch bei Sankt Magdalena vorbei, einem ehemaligen Frauenkloster, das heute als kleine, aber feine Jausenstation betreiben wird.

Lange schon sind hier keine Nonnen mehr, nur noch erahnen kann man das entbehrungsreiche Leben, das die Frauen hier geführt haben müssen.

Den Weg ins Tal bestreiten wir nochmals über den Fluchtsteig, eine feine, und sehr interessante Wanderung nimmt sein Ende. Hier bin ich nicht das letzte Mal gewesen, in diesem wilden, einsamen Tal mit großartiger Geschichte.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 12,36 km
Höhenmeter: 915 m

160401 Kranebitter Klamm

Freitagnachmittag, wieder mache ich etwas mit Sara, da Letu beim Fußballen ist. Der Schnee hat sich schon gut zurückgezogen, also beschließen wir, in der Kranebitter Klamm noch 1-2 Geocaches abzustauben. Wir fahren mit dem Bus nach Innsbruck und mit der Mittenwaldbahn bis Kranebitten.

Dort starten wir gleich das Abenteuer, denn die Schlucht liegt ganz in der Nähe. Der erste Teil ist einfaches Steigen über Verblockungen, dann kommt auch die erste kleine Leiter ins Blickfeld.

Für Sara ist das alles ein riesen Spaß, sie will, dass die Tour gar nicht mehr aufhört.

So ganz „nebenbei“ finden wir noch den einen oder anderen Geocache, aber der Kletterspaß steht bei Sara eindeutig im Vordergrund. Wir erkunden die Klamm bis zu der Engstelle, dann drehen wir wieder um.

Eine tolle, kurze Tour in eine fast vergessene Welt nahe der Alpenhauptstadt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2,78 km
Gesamtdistanz: 1:30 h
Höhenmeter: 307 m

160213 „Inntaler Schatzrunde“

Schon länger schiele ich in die Gegend von Mils, denn dort verbirgt sich eine schöne Geocache-Runde, die ich schon länger machen möchte: Die Inntaler-Schatzrunde (erstellt von „Die Volderer“). Endlich habe ich mal einen Tag gefunden, an dem sich das ausgeht. Zu früh brauche ich heute auch nicht starten, weil man zum geocachen halt auch Licht braucht, und das bekanntlich um diese Jahreszeit noch nicht so früh verfügbar ist.
Mit dem Auto erreiche ich den Ausgangspunkt direkt in Mils und starte los. Die Inntaler-Schatzrunde ist den bekannten Tiroler Geocachern gewidmet, jeder Cache ist einem der Lokalgrößen gewidmet. Eine schöne Idee finde ich, und auch gleich beim ersten Cache kommt mir der Name des Namensgebers bekannt vor. Leider scheine ich heute Tomaten auf den Ohren zu haben, denn ich sehe nichts, überhaupt nichts… naja! Den ersten Cache kann ich ja auch am Schluss machen, denke ich mir, und gehe weiter zum zweiten Schatz. Doch auch hier, dasselbe Spiel… was ist nur heute los mit mir. Auch hier, nach einem kurzen Check auf der Karte sehe ich, dass ich hier nochmals vorbeikomme, beschließe ich, diesen am Schluss abzuholen.
Weiter geht’s die Runde, nun finde ich doch den einen oder anderen Cache. Die Runde selber ist auch sehr schön, es geht am Waldrand über Mils nach Baumgarten, und dann in einem Bogen zurück zum Ausgangspunkt. Manche Caches finde ich einfach wegen dem Schnee nicht, doch als ich mit der Runde fast am Ende bin, habe ich schon einen Großteil der Geocaches loggen können. Da das Wetter nicht so schön ist, sind auch relativ wenig Spaziergänger unterwegs, die mich bei meiner Suche beobachten könnten. Das erleichtert das manchmal doch längere Suchen nach den Verstecken. Hier haben sich „Die Volderer“ richtig was angetan, Respekt…

Als ich zum Ausgangspunkt zurückgehe, will ich mir noch die am Anfang nicht gefundenen Schätze einsammeln. Der Erste stellt für mein nun geübtes Auge kein Problem mehr dar, beim Zweiten schaue ich auf das Handy… und stelle fest, dass irgendwas nicht stimmt. Nanu, denke ich mir, so wenig Akkuladung, obwohl ich einen externen Akku angehängt habe. Da stimmt was nicht. Beim Auto angekommen, probiere ich das Handy über den Zigarettenanzünder zu laden… nix! Leichte Hitzewallung… erste Befürchtungen… manmanman… was ist da nur. Später stellt sich heraus, das die Ladebuchse defekt ist und das Handy getauscht werden muss. Eine teure Angelegenheit, die mir jedoch den Spaß an dieser Runde nicht mehr verderben kann.

Sehr schöne Runde durch den Milser Wald, auch als Spaziergang ohne Cacher-Ambitionen sehr empfehlenswert.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3h (mit Suchzeit)
Gesamtlänge: 8,0km
Höhenmeter: 250m

Inntaler Schatz

151212 Haller Zunterkopf, 1.966m; Thaurer Zunterkopf, 1.918m

Wie angekündigt läßt der Schnee auf sich warten, also kann man noch getrost in den niedereren Lagen noch die eine oder andere Wandung machen.
Ich beschließe, mit Alfons zusammen auf die Zunterköpfe im Karwendel zu gehen, die auf den ersten Blick vom Tale aus schneefrei ausschauen.ii

Wir starten früh um 7:00 Uhr in Thaur beim Wandererparkplatz, die erste Viertelstunde geht es nach unten, bis wir beim Thaurer Schloss und dem Romediuskirchl ankommen.

Ein paar Schritte hinter diesen beiden geschichtsträchtigen Gebäuden ist ein weiterer Parkplatz, an dem unsere Wanderung nund richtig, nämlich bergauf, beginnt.

Zuerst wandern wir bei relativ gemütlicher Steigung hinauf zum Ochsner, dort zweigt dann der Weg Richtung Guggenmauerhütte ab. Diese erreichen wir relativ flott, vor der Hütte genießen wir noch eine wunderschöne Aussicht auf das Unterinntal.

Ab der Guggenmauerhütte zieht der Weg dann stehtig an, immer steiler wird der Pfad, quer durch Latschenfelder.

Im Sommer sicher kein Spaß. Nach knapp 3 Stunden stehen wir auf dem Gipfel des Haller Zunterkopfs, 1.966m. Ein kleines Gipfelkreuz ziert den Gipfel.

Der Ausblick ist fantastisch. Trotzdem bleiben wir nur kurz auf dem für uns heute höchsten Punkt, der Hunger treibt uns auf den Thauer Zunterkopf, dort wollen wir brotzeiten.

Der Steig zum kleineren Thauer Zunterkopf, 1.918m ist sehr angenehm zu gehen, obwohl ein paar eisige Stellen zur Vorsicht gebieten. Doch nach ca. 30 Minuten erreichen wir den zweiten und letzten Gipfel für heute.

Hier machen wir ausgiebig Rast, lesen im Gipfelbuch (Wer bitteschön ist der Sepp Neuner!!!) und genießen die mitgebrachten Leckereien. Ach, wie schön ist doch eine Brotzeit, wenn man sich diese verdient! 🙂

Wir sitzen relativ lange am Gipfel, die Sonne wärmt uns. Eine Frau kommt alleine rauf, setzt sich zu uns auf die Bank. Kurz darauf, wir glauben es kaum, kommen zwei Downhiller mit ihren Rädern auf dem Rücken. Unglaublich… Einer meint lappidar: „Wenn´s nit zum Tourengehen geht, dann muss man eben mit dem Radl fahren!“. Das nenne ich Kompromisslosigkeit.

Nachdem wir wieder alleine auf dem Gipfel sitzen, beschließen wir auch, den Abstieg zu wagen.

Über die Kaisersäule, Taurer Alm und den Haselbergsteig erreichen wir wohlbehalten und leicht müde den Parkplatz.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 5:23h
Gesamtstrecke: 13,44km
Höhenmeter: 1.275m

151208 Brandjochkreuz, 2.268m

Lang hat´s gedauert, bis ich wieder zu einer Tour gekommen bin. Die Auswahl ist jetzt, nach den letzen Schneefällen doch schon eingeschränkt… aber ein paar Gustostücke gibts schon noch in der Nähe. Zuerst wollte ich mir die Zunterköpfe bei Thaur nochmals anschauen. Dann aber stach mir ein Ziel im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge… der Achselkopf und das Brandjochkreuz. Ein Blick am Vortag aus dem Büro mit dem Fernglas bestätigt mir, daß da fast kein Schnee ist…

Um 6 Uhr starte ich von Zuhause los, mit dem Auto ist es immer eine kleine Weltreise, von Süden her in den Norden von Innsbruck zu fahren. Irgendwie gibt es da keine vernüftige Route…

Ich fahre an den Parkplatz oberhalb vom Planötzenhof. Es ist noch dunkel, also gestalten sich die ersten Meter trotz Taschenlampe doch eher schwierig. Doch als ich das Höttinger Bild erreiche, weiß ich, daß ich richtig bin. Den weiteren Weg finde ich dank der Markierungen recht gut, und schon bald beginnt die Dämmerung, und die nächtliche Schwärze wird unwiderruflich zurückgedrängt.

Den Wegebauern hier war auch nicht fad, die Steige ziehen richtig in die Höhe. Hier muss man mit Höhenmetern, nicht mit Distanzen protzen. Es hat aber auch was angenehmes, denn man sieht den Fortschritt auch sehr gut. Innsbruck zu meinen Füßen wird immer kleiner, dafür kommen die Karwendelgipfel, mit Namen, Hohe Warte, Solsteine, Brandjochspitze immer näher. Doch mein Ziel liegt ein wenig vorher, sozusagen ein Vorgipfel der Brandjochspitze.

Auf dem Weg zur Achselbodenhütte nehme ich einen sehr alten, nicht mehr gewarteten Steig, der extrem Steil zu einem Denkmal und dem Geocache „Gedenkstein 3 – am Achselkopf“ führt. Da ich heute Zeit habe, werde ich ein paar GC´s mitnehmen. 🙂

An der Hütte mache ich eine kurze Rast, dann gehts weiter in Richtung „Brandjochboden“. Der Geocache „Achselkopf Alm“ ist schnell mein. Am Boden ist dann ein kleiner, unscheinbarer Abzweiger auf das Brandjochkreuz.

Nach ziemlich genau 3 Stunden erreiche ich den Gipfel, und damit mein Tagesziel. Die Aussicht ist phänomenal, kein Wunder, daß das Brandjochkreuz manchmal als geheime Aussichtskanzel der Alpenhauptstadt gilt.

Ich schaue mich um, genieße die Aussicht, trage mich ins Gipfelbuch ein und suche noch geschwind den Geocache „Brandjochkreuz“. Der fällt mir auch quasi in die Hände, trotz meiner anfänglichen Befürchtung, wegen dem Schnee.

Ich steige rasch ab, da es am Gipfelkreuz doch ein wenig zieht. Ich beschließe, meine Jause weiter unten im Windstillen zu verzehren. Am Abstieg rutsche ich einmal blöd ab, und schneide mir die Handfläche auf. Die Wunde ist kein Problem, aber der Dreck brennt ganz nett. Ich erreiche einen schönen, geschützen Platz und mache eine ausgedehnte Rast.

Mein Weg geht bei der Abzweigung weiter nach rechts. Ich möchte eine Runde machen und nicht den gleichen Weg gehen, daher laufe ich weiter, Richtung Aspachhütte. Dort finde ich den nächsten Geocache „Aspachhütte“. Dann gehts wieder in den Wald hinein, hinunter zuerst nach zum Gasthaus Rauschbrunnen, das gut besucht scheint, was bei dem Wetter kein Wunder ist.

Im Anschluss gehe ich durch den Wald bis zum Höttinger Bild und weiter bis zum Parkplatz. Der letzte Teil des Weges ist unspekalulär, aber angenehm zum „auslaufen“…

Am Parkplatz ist die Hölle los, in der Früh waren 3 Autos, jetzt ist kein freier Platz mehr. Trotzdem komme ich gut aus meiner Lücke und denke mir im Stillen: „Gottseidank, ich bin immer Früh am Weg!“

Tourendaten:
Gesamtlänge: 15,08km
Gesamtdauer: 4:50h
Höhenmeter: 1440m

 

151115 Cachen in Mühlau

Obwohl sich das Wetter jetzt schon wandelt, einen kurzen Spaziergang mit den Kids lasse ich mir nicht entgehen. Also schnell mal geschaut, was so gemacht werden kann, da kam mir die Geocache-„Krimskramsrunde“ gerade recht. Beginnend mit Krims-Krams-Runde #1 gingen wir eine schöne Runde durch die Wald- und Wiesenlandschaft über Innsbruck. Mit wunderbarer Aussicht auf die Serles, die Nockspitze und viele noch zu lockende Bergziele.

Den Kindern hats auch gut gefallen, da wir unterwegs immer wieder einen kleinen Cache (insgesamt sind 10 Stk. versteckt, wir haben aber nicht alle gefunden) suchen können. schöne Sache. Die Wege sind allesamt sehr Kinderfreundlich, aber auch für Erwachsene zu empfehlen. Und die Aussicht ist sehr schön.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 4,17 km
Gesamtdauer: ca. 1 h
Höhenmeter: 140 m

151023 Kaiser-Max-Grotte

Endlich… wie oft bin ich nicht vorbeigefahren, an der Martinswand und habe hinaufgeschaut, auf die Grotte. Immer wollte ich mal dort rauf. Auf dem alten Steig habe ich es nicht mehr geschafft, aber nun soll es endlich wahr werden. Zusammen mit der Familie…

Wir starten gleich nach meiner Arbeit, eine kurze Jause wird zu Hause noch verspeist, dann fahren wir los nach Zirl. Geparkt wird beim Rot-Kreuz-Parkplatz, dort ist immer ein Platzerl frei.

Der erste Teil der Wanderung geht auf dem Brunntal-Weg hinauf, vorbei an einem komischen Gebäude, dessen Zweck sich mir bis heute nicht erschlossen hat. Weiter geht es bis zur ersten Kurfe, dort zweigt dann der Weg ab, hinauf und rüber zur Grotte.

Entgegen meiner Erwartungen bleibt der Steig dann doch mäßig steil, denn mittlerweile ist der erste Teil des Steiges in den Steinbruch integriert. Das kann man sehen wie man will, aber der Weg ist ganz OK geworden. Und Schönheit zeigt sich immer in verschiedenen Gesichtern.

Bald ist der Steinbruch-Weg zu Ende und der „alte“ Weg fängt an, schön durch kleine Kieferwäldchen, vorbei auch an kletterndem Volk, steigen wir weiter hinne, immer der Grotte entgegen.

Eine kleine Holzbrücke, der Steig ist mittlerweile recht eng, tut sich vor uns auf, dann geht es scharf ums Eck und über uns tront die Grotte mit dem Jesu-Kreuz und Kaiser Max, davor kniend.

Was soll ich sagen, es freut mich bis in den kleinen Zeh, daß ich endlich hier raufgekommen bin. Der Weg ist auch mit den Zwergen super begehbar, und entgegen so manchem Hüttenhatscher hat man heute nicht viel Murren gehört… 🙂

Die letzten Meter sind die schönsten…

In der Grotte gönnen wir uns noch eine feine Pause mit Aussicht über das ganze Inntal… wunderschön.

Die Aussicht von hier heroben ist wirklich spektakulär…

Wir nehmen den gleichen Weg hinunter, denn ein bisschen müde sind die beiden Kleinen, wohlgemerkt nach einem anstrengenden Schul- bzw. Kindergartentag doch.

Als Belohnung fahren wir noch in den Kranebitter Hof und gönnen uns ein Eis, bzw. Radler auf die erfolgreiche Besteigung der Kaiser-Max-Grotte…

Super feiner Aussflug mit der Familie! Ein lang gehegter Traum mit der richtigen Mannschaft, was will man mehr…

151003 Erlspitze (2.405m)

Heute soll es doch bei besserem Wetter die Erlspitze werden. Letzte Woche ist mir das ja eben wegen dem Wetter verwehrt geblieben, diese Woche schaut das Wetter doch viel besser aus. Obwohl, der Föhn schon fast am Zusammenbruch erschein…

Um 6:30 steht Alfons vor der Tür und wir fahren gemeinsam nach Zirl. Dort parken wir beim Bahnhof. Ich schaue mich gleich wegen einem spezifischen Geocache um, doch leider finde ich diesen nicht. Naja, hierher komme ich bestimmt mal wieder.

Zuerst müssen wir ein Stück durch den Wald, dann kommen wir an eine der wohl steilsten Straße, die für Fahrzeuge ausgelegt ist, an. Dort müssen wir rauf. Es geht steil und immer steiler hinauf, bis wir auf einen weiteren Weg von Hochzirl ankommen, der uns dann mit weniger steiler Steigung weiter hinauf, Richtung Solnalm bringt.

Diese kleine, aber wunderschön gelegene Alm gefällt mir besonders gut. Vor uns ist schon Einer am Weg gewesen, den wir jetzt aus der offenen Almtür pfeifen hören.

Wir gehen bei der Alm nun nicht mehr weiter Solsteinhaus, sondern hinauf in Richtung Kuh(l)jochspitze.

Wir folgen dem Pfad hinauf, wieder recht höhenmeterintentiv, bis wir zu einer Scharte und damit genau auf den Freiung-Höhenweg kommen.

Dieses Teilstück unserer Wanderung ist ein Teil des Freiung-Höhenweg, der von Seefeld bzw. der Nördlingerhütte kommt.

Bis zur Eppzirlerscharte (2.102m) folgen wir diesem Weg, dann zweigen wir auf den Zirler Klettersteig ab, der uns auf die Erlspitze bringen wird.

Verspielt durch Rinnen und Scharten verläuft der eigentlich einfache Weg.

Natürlich sollte man wie überall in den Bergen nicht ausrutschen, aber von einem richtigen Klettersteig braucht man an den ersten Stellen nicht sprechen, eher von einem versichterten Steig.

Das ändert sich im oberen Teil des Steiges, nach ein paar Metern durch Schroffengelände steht der Westgratturm da. Die Warnung „Klettersteigausrüstung unbedingt erforderlich!“ scheint ernst gemeint zu sein.

Wir schaffen den Steig zwar ohne Probleme, aber im sogenannten Überhang müssen wir dann doch einmal richtig „zupacken“. Dann ist auch schon der Ausstieg aus dem Klettersteig vor uns.

Ein kurzem Marsch, und wir erreichen endlich den Gipfel der Erlspitze.

Dort treffen wir auf ein paar Wanderer, die vom Normalweg kommen, aber auch Leute, die nach uns durch den Klettersteig gewandert sind. Wir setzen uns, dem Föhn trotzdend, in eine kleine Vertiefung und genießen unsere Brotzeit. An dieser Stelle nochmals Danke an dich, Alfons, für das wunderbare Ei!

Nach der ausgiebigen Rast steigen wir über den Normalweg hinunter zum Solsteinhaus. Auch hier muss man genau schauen, wo man hinsteigt, denn so einfach ist der Weg dann doch nicht.

Aber alles geht gut, und schon stehen wir vor dem Solsteinhaus. Die Uhr tickt, Alfons muss noch wo hin, daher bestellen wir je ein schnelles Bier und zahlen dafür sagenhafte 10 Euro.

Das muss einfach schmecken…

Der Abstieg ins Tal ist dann unspektalär, es kommen uns noch einige Leute entgegen, die diesen wunderbaren Tag noch ausnutzen wollen.

Für uns ist das Ziel nur noch das Auto. Die Beine sind schon schwer, doch wir erreichen ohne Zwischenfälle das Auto und beglückwünschen uns für die tolle Tour!

Tourendaten:
Gesamtdauer: ca. 8h
Gesamtstrecke: 18km
Gesamthöhe: 1750m

Zirl – Solsteinhaus – Magdeburger – Kranebitten (26.09.2015)

Heute steht eine Wanderung mit Papa auf dem Programm. Alfons ist leider kurzfristig ausgefallen, daher gehen wir zu Zweit. Wir haben geplant, auf das Solsteinhaus, und weiter über den Zirler Klettersteig auf die Erlspitze aufzusteigen.

Am Vortag wurde noch der Rucksack gepackt, in der Früh noch ein gutes Frühstück genossen, dann fahren wir mit dem Auto Richtung Hochzirl. Beim Start des Wanderweges stellen wir das Auto ab, noch sind wir die Ersten. Die Luft ist schön kühl, daher bleiben die Jacken vorerst mal an.

Wir steigen zuerst den Weg fast eben bis zu einer Unterführung, dann wird der Weg gleich richtig steil. Es geht hinauf, und wir sind uns einig, nicht viele Autos und auch nicht viele Mountainbiker nutzen diesen eigentlich schönen Forstweg… wegen der Steilheit.

Bald kommen wir auf den Normalweg, dem wir nun bis zu einer Hütte, an der ein paar Autos abgestellt sind.

Ab hier wird der Steig alpiner. Gleich zu Beginn sehen wir einen Haufen Schafe, die hier noch die letzten Tage in der „Sommerfrische“ verbringen.

Weiter geht’s vorbei an der privaten Solnalm…

…und immer wieder Schotterreisen querend hinauf zum Solsteinhaus.

Dort gönnen wir uns ein frühes Bier, wenn auch ohne Alkohol und genießen die Pause in der Hütte. Richtig warm ist es nicht, aber das passt schon. Für das nicht so tolle Wetter sind doch ein paar Leute hier oben, die aber hier auch übernachtet haben.

Nach der Pause, und das Wetter im Blick haltend, haben wir kurzfristig umdisponiert und haben beschlossen, doch nicht durch den dicken Nebel weiter hinaufzusteigen, sondern über den Schützensteig hinüber zur Neuen Magdeburgerhütte zu gehen.

Gesagt getan, der Steig erweist sich als sehr interessant, die Wegführung unter den Felswänden ist sehr gut angelegt und anregend.

Nach eine schönen Wanderung, bei der uns noch 2 Männer entgegenkommen, erreichen wir die Neue Magdeburger Hütte.

Dort haben wir uns noch eine Suppe verdient. Dazu natürlich wieder ein isotonisches Getränk. Hier in der Hütte haben wir sehr gut geheizt, und da könnte man auch wirklich länger sitzen. Aber wir haben noch ein wenig Weg, also wird bezahlt, danke an den Spender, und gleich drauf sind wir wieder unterwegs.

Von der Magdeburger Hütte gibt’s eigentlich nur zwei Wege, entweder (zumindest teilweise) über die Forststraße, oder aber, und diese Alternative wählen wir, über die Kranebitter Klamm. Auch hier haben wir zwei Möglichkeiten, entweder über den Schleifwandsteig, oder aber über den Weg 220. Auch hier ist schnell entschieden, wir gehen über den Weg 220, um dann ca. bei Halbzeit in die Kranebitter Klamm zu steigen. Genau so, wie ich das am 11.09.2015 schon mal gemacht hatte.

Der Weg unter den Felswänden ist wieder richtig beeindruckend, dann erreichen wir die Nasse Wand, an der wir wieder den Weg in die Klamm hinunter nehmen. Der Klammgrund ist dann recht einfach zu begehen, bei der Engstelle bewundern wir die hohen Felsen, kurz nach der Klammstelle sehen wir eine alte verfallene Hütte, und Marterln im Gedenken an 5 Bergleute, die hier ihr Leben ließen.

Spuren des ehemaligen Bergbaus in der Klamm können wir auch noch finden, jedoch sind die Anzeichen sehr spärlich.

Das letzte Stück aus der Klamm ist sehr schön, und dann stehen wir schon draußen, zurück in der Zivilisation.

Ein paar Schritte weiter erreichen wir den Kranebitter Bahnhof, dort müssen wir auf den Zug nach Hochzirl warten. Nicht ganz so erfreut stellen wir fest, dass wir den letzten Zug gerade um 15min. versäumt haben und nun über 1 Stunde warten müssen. Doch Frust lassen wir erst gar nicht aufkommen, „gebrotzeitet“ wird, dann geht es schon wieder gut.

Schneller als erwartet kommt der Zug und bringt uns spektakulär durch die Martinswand nach Hochzirl. Dort laufen wir in kurzer Zeit zurück zum Auto.

Lange, tolle Tour mit super Begleitung. Vielen Dank!

Tourendaten:
Gesamtlänge: 16,86km
Gesamtdauer: 7:44h
Höhenmeter: 1228m/1342m