Archiv des Autors: Wisse

230708 Bitterlehütte

Es ist wieder so weit, die Wiese auf der Hütte schreit danach, frisiert zu werden… das Grashaupt der Nachbarwiese ist schon kurz und schön… bei uns wuchert aber ein noch schönes Blumenmeer… dennoch, damit das so bleibt, müssen wir auch ran!

Mit Letu fahre ich am Freitag auf die Hütte, damit wir für den nächsten Tag alles herrichten können. in der Nähe wurde Holz geschlägert, das müssen wir natürlich genauer inspizieren.

Am Abend wird noch einmal das schöne Feld dokumentiert, wir machen ein Feuer und genießen den lauen Abend. Es ist immer wieder fein hier oben!

Ganz in der Früh, nachdem wir am Vortag gedengelt und hergerichtet haben, starte ich mit dem ersten Teil. Das Gras ist taufeucht und lässt sich wunderbar schneiden. So geht gleich mal was weiter.

Letu ist dieses Mal eine große Hilfe, er mäht im unteren Teil, rund um den Holzstadl. Er hat die letzten Jahre gut aufgepasst, bei ihm ist der Fortschritt rasch zu sehen.

Bahn für Bahn wird abgemäht, schon am frühen Vormittag steigt die Temperatur in hitzige Höhen, die Freude auf den Nachmittag wird so ein wenig getrübt… nichts desto trotz wird geschnitten was das Zeug hält.

Am frühen Nachmittag holen wir Sara vom Bahnhof in Reutte, dann gehen wir eine Runde schwimmen im Urisee. Die Erfrischung tut gut, allerdings hat bedingt durch die konstant hohen Temperaturen auch das Wasser den Erfrischungseffekt ein wenig verloren…

Zurück auf der Hütte geht die Arbeit gleich weiter, am späteren Nachmittag hat sich ein wenig Schatten über die Wiese gelegt, nun ist die Arbeit, abgesehen von ein paar renitenten Bremsen, wieder angenehm.

Am Abend entschließen sich die Kinder, auf der Terrasse zu schlafen. Die Temperaturen fallen in der Nacht dann doch, wir sind im Ausserfern. Aber die guten Schlafsäcke auf der Hütte schützen zuverlässig vor Kälte und Getier.

Fast noch zu nächtlicher Stunde, die Kinder schlafen tief und fest, starte ich mit dem letzten Teil des Feldes. Auch hier, der Taunässe gedankt, komme ich rasch voran, schon bald ist ein Ende der Maht in Sicht.

Auf den letzten Metern bricht mir noch die Sense, da war ich wohl ein wenig zu hart am Arbeiten. Leider an einer Stelle, die nicht mehr repariert werden kann. Also muss ich für nächstes Jahr ein neues Blatt besorgen. Zum Glück ist die Wiese fertig gemäht.

Im Anschluss wird die Wiese noch geputzt, das Heu entsorgt und die Hütte aufgeräumt. Hier ist Sara die Hüttenwirtin und sorgt für uns alle! Wir sind am Abend bei Mama, eine Runde schwimmen zur Erfrischung und dann eine gute Pizza… so kann das Arbeitswochenende ausklingen. Wir haben alles geschafft, das ist ein angenehmes Gefühl.
Und dank der Hilfe der Kinder war es dieses Mal auch gut machbar. Danke dafür!

230702 Canyoning Wiesbachl

Nachdem ich gestern eine feine Tour im Hochalpbach hatte, geht´s heute ins Wiesbachl. Die Truppe ist gut gemischt, alles feine Leute.

Wir steigen über den üblichen Weg auf, ca. 20 Minuten sind wir am Weg.

Unterwegs haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf den „Lechtalzopf“ bei Forchach.

Am Einstieg gibt es ein ausführliches Sicherheitsgespräch, dann können wir den Spaß beginnen. Die ersten paar Meter sind immer zum Laufen, hier entspricht der Name, Wiesbachl, noch den Tatsachen.

Aber schon bald wird die Schlucht enger, wir nähern uns dem Herzstück der Tour. Eine Minirutsche sorgt für Kurzweil.

Dann haben wir den ersten Abseiler erreicht. Hier geht es 10m am Seil runter, dann kommen gleich im Anschluss zwei feine Rutschen.

Die zweite Rutsche, da sie nicht ganz ohne ist, wird am Seil „kontrolliert“ abgerutscht.

Das Wasser ist frisch und so Mancher bekommt einen kalten Schwall Wasser in den Hals.

Nach ein paar Metern, die Laufstrecken im Wiesbachl sind überschaubar, kommen wir zu den nächsten drei Rutschen.

An kurzen Seil geht es ins sogenannte „Loch“, nun steht uns gleich der große Wasserfall bevor.

Der große Abseiler, ca. 16m hoch, ist für den Einen oder Anderen eine große Herausforderung. Speziell im unteren Bereich nehmen Manche eine unfreiwillige Dusche.

Schließlich kommt der namens-gebende Teil der Tour. Im Prospekt heißt die Tour „Fun Canyoning“, und dieses Programm wird mit dem Fächer und der Waschmaschine vollends erfüllt.

Richtig gewaschen meistern wir noch die letzte Rutsche am Seil, damit ist die eigentliche Tour beendet.

Ein schönes Gruppenbild darf am Schluss der Kaskaden nicht fehlen. Der Platz ist einfach nur schön!

Eine tolle Tour, mit super Leuten! Was wünscht man sich mehr! Gerne immer wieder…

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: ca. 2 km
Höhenmeter: ca. 100 m

230701 Canyoning Hochalpbach

Wieder treibt es mich in das schöne Lechttal, eine Hochalp-Canyoningtour steht auf dem Programm. Da wir heute mehrere Gäste haben, sind wir zwei Guides, Thomas und ich.
Die letzten Tage hat es stark geregnet, deshalb prüft Clemens in der Früh den Wasserstand. Gut schaut es aus!
Vom Parkplatz wandern wir erst wieder ein Stück Richtung „Hohes Licht“ bzw. „Rappenseehütte“. Bei der Abzweigung nehmen wir den Weg nach Westen und erreichen den Einstiegs-Klettersteig. Obwohl wunderbar abgesichert, macht die Stelle mit dem abgebrochenen Weg dennoch so manchem Schwierigkeiten.

Schließlich sind Alle bei der ersten Abseilstelle angekommen, der Wasserstand ist heute gerade richtig. Einer nach dem Anderen wird in die Schlucht abgeseilt, dann folgen zwei Rutschen.
Schließlich erreichen den wir den höchsten Abseiler, der im Trockenen abgeseilt wird. Der Wasserfall hat heute gut Wasser, es „stuibt“.

Auch diese Stelle wird gut gemeistert, die nächsten Hindernisse warten aber schon auf uns. Eine kleine Kletterstelle müssen die Gäste selber bewältigen, dann ist der nächste Abseiler an der Reihe.
Der zukünftige Bräutigam, deutlich erkennbar mit „Gockelhahn“ auf dem Kopf, verrät, dass es sich hier um einen Junggesellenabschied handelt!

Das Loch ist die Schlüsselstelle der Tour, der Abseilstand ist hier ein wenig ungünstig an der Kante gesetzt. Der Wasserstand ist heute wirklich gut, daher brauchen die Leute einen wenig mehr Überwindung für so manche Stelle.

Dieser Teil der Schlucht ist wunderschön, zwischen ausgeschwemmten Platten hindurch seilen die Leute fast direkt im Wasser ab.

Die lange Rutsche ist heute, bei diesem Wasserstand nicht empfehlenswert, der Rücklauf scheint mir zu stark. Daher wird neben der Rutsche, über eine schöne Rampe abgeseilt.

Dort warten wir wieder alle zusammen, um die letzten Hindernisse auf dem Weg zu bewältigen.

Ein schöner Abseiler, früher war hier ein quer liegender Baumstamm, ist schön ausgespült und muss durchgeschwommen werden.

Anschließend kommt eine kurze Gehstrecke, kleine Rutschen inklusive.

An einer größeren Stufe prüft Thomas den Wasserstand, es ist tief genug, daher können wir hier springen. Nun haben wir wirklich alles dabei gehabt.

Am Schluss der Tour müssen wir wieder ein paar Meter durch den Wald empor zum Auto. Damit ist die Tour abgeschlossen. Eine wunderbare Gruppe, wir hatten sehr viel Spaß!

230624 Bergfeuern Viggarspitze (2.306m)

Und jährlich grüßt das Murmeltier… dieses Mal allerdings im positiven Sinne. Es ist wieder Bergfeuer-Tag. Wir treffen uns wie gewohnt um 14:00 Uhr im Dorf, packen die Bierbänke, Grill und persönliche habe auf den Transporter, damit fahren wir in ca. 1 h auf den Issboden.

Geschäftig werden die Zelte aufgestellt, das Lagerfeuer vorbereitet und das Granulat auf die Rucksäcke verteilt.

Heuer haben wir eine tolle Mannschaft, viele fleißige Helfer haben sich eingefunden, um diesen „Feiertag“ zu begehen.

Bald ist die Abmarschbereitschaft hergestellt, die Rucksäcke sind gut befüllt und wir können losgehen.

Das erste Stück über die Weide und durch den steilen Wald zum Zirbenweg ist immer am anspruchsvollsten. Doch wir kommen gut vom Fleck. Das Wetter meint es heute auch gut mit uns, es ist fein warm, aber nicht zu heiß.

Über kleine Bergpfade erreichen wir schon bald den Zirbenweg, der sich vom Patscherkofel zum Glungezer rüber zieht.

Wir verlassen allerdings den Weg schon bald wieder und wandern über die Westflanke hinauf zum Gipfel der Viggarspitze (2.306m)

Vor zwei Wochen bin ich hier schon am Weg (siehe Zirbenweg+) gewesen, da war auf dem Morgenkogel und den umliegenden Bergen noch ein wenig mehr Schnee… die Hitze der letzten tage hat ihren Tribut gefordert.

Dann haben wir den Gipfel erreicht, eine kurze Verschnaufpause ist uns gegönnt. Das Wetter ist heute echt perfekt, der typische Wind auf diesen Gipfeln säuselt und natürlich auch um die Ohren.

Einer hat eine Drohne mitgenommen, damit werden dann tolle Aufnahmen von uns auf dem Gipfel gemacht… das ist schon eine tolle Erfindung.

Die Sonne versinkt langsam hinter den Bergen bzw. Wolken am Horizont. Es ist Zeit, die vorbereiteten Granulate anzuzünden.

Nach den üblichen Startschwierigkeiten wegen dem Wind flackern dann doch alle Feuer am Gipfelgrat auf. Da wir heute üppig mit Granulat versorgt sind, brennen die Feuer noch heller als sonst.

Letu hat sich eine Stelle am unteren Grat für das Feuer ausgesucht, auf den später gesichteten Bildern kann man diesen „Ausreißer“ gut erkennen.

Bald wird es dumper, damit einhergehend sinken auch die Temperaturen rasch. Die Jüngsten unserer Gruppe machen sich auf zum wärmenden Lagerfeuer am Issboden.

Nach und nach folgt der Großteil der Mannschaft, nur ein paar Wenige bleiben noch als Feuerwacht am Gipfel.

Rasch erreichen wir wieder das Stück des Zirbenweges, ein Blick zurück zeigt uns die tollen Feuer, die wir entzündet haben.

Schließlich erreichen auch wir den Zeltplatz, das Lagerfeuer haben wir schon von weitem sehen können. Am Feuer ist es immer warm, es gibt noch Stockbrot und Würstel. Was wünscht man sich mehr.

Nach einer kühlen Nacht, nicht jedem sein Schlafsack war so warm wie angenommen, stehen wir wieder am Lagerfeuer, bzw. bauen unser Camp ab.

Dann heißt es nur noch warten, bis unser Abholservice und wieder vom Boden einsammelt. Rasch werden die Sachen auf die Ladefläche verstaut, dann fahren wir wieder runter ins Tal.

Ein erfolgreiches Bergfeuern geht seinem Ende zu, heuer war fast alles perfekt. Eine Verletzung hatten wir, diese musste im Krankenhaus versorgt werden. Doch am nächsten Tag schaut schon wieder alles besser aus!

Tourendaten
Gesamtdauer: ca. 2:00 h
Gesamtlänge: 5,01 km
Höhenmeter: 467 m

230618 Canyoning Hochalp

Heute steht mir eine Traumtour vor mir. Es geht in den Hochalpbach im oberen Lechtal, und das mit nur 3 Leuten. Das ist als Guide natürlich ein Traum und für die Teilnehmer auch!
Vom Parkplatz müssen wir ein Stück den Berg hinauf, es geht in Richtung „Hohes Licht“, bald schon hören wir den Bach rauschen. Wir zweigen ab, zum Bachbett. Eine Stelle, so wurde mir mitgeteilt, ist abgerutscht und nicht mehr so leicht passierbar.

Doch dank guter Versicherung durch mir bekannte Guides ist die Stelle für die spannend, aber ungefährlich. Direkt hinter dieser Stelle können wir uns auch schon ins Bachbett abseilen und mit der Tour starten!

Der Wasserstand ist perfekt, es macht jedem Spaß, und die Abstände zwischen den einzelnen Abseil- und Rutschstellen sind marginal.

Den großen Abseiler bewältigen wir vom trockenen Stand, das ist am einfachsten und ein guter Start für die nächsten Stellen.

Bald sind alle abgeseilt und wir kommen zu der für mich schönsten Stelle.

Die Schlucht verengt sich hier, der Stand auf der orographisch linken Seite ist zwar unangenehm zum stehen, aber fein für die Gäste zum Abseilen. Für Wasserkontakt ist auf beiden Seiten gesorgt.

Von oben schaut die Stelle immer dramatischer aus, als sie ist. Dennoch muss ich die Leute drauf hinweisen, unten am Seilgeländer „Stand“ zu machen, denn die Strömung ist nicht zu unterschätzen.

Direkt nach diesen Teil der Schlucht gut gemeistert haben, kommt gleich eine längere Rutsche und ein paar schöne Kaskaden.

Die Schlucht wird nun wieder breiter, die Sonne lacht bis an den Talgrund. Die Kühle verzieht sich wieder und es ist fein. Der Schlussteil ist hauptsächlich Gehgelände, ein paar Rutschen würden den Abstieg.

Am Schluss können wir sogar noch einen Sprung machen, das Becken ist schön ausgeschwemmt, das macht nochmals richtig Spaß.

Eine Tolle Tour mit feinen Leuten, was will man mehr. So macht Canyoning einfach nur Spaß!

Tourendaten
Gesamtlänge: 1,4 km
Gesamtdauer: 2:05 h
Höhenmeter: ca. 200 m

230617 Canyoning Wiesbachl

Ein Canyoning-Wochenende steht vor der Tür. Gestartet wird heute mit einer Tour im Wiesbachl. Nachdem die Leute die Anzüge und Ausrüstung erhalten haben, begeben wir uns schon zum Ausgang der Schlucht…

Der Aufstieg ist schwül, aber machbar… klarer Weise schwitzen wir in den Neoprenanzügen wie wild…

Unterwegs bewundern wir den Lechzopf zwischen Forchach und Stanzach. Von hier, am Baichlstein, sieht man sehr gut über das Schwemmgebiet.

Dann erreichen wir den Einstieg. Nach einer kurzen Einführung (Sicherheitsgespräch) starten wir auch schon den Spaß.

Am Anfang wird die Schlucht noch ihrem Namen gerecht, aber schon bald rücken die Wände näher und wir erreichen den ersten Wasserfall.

Einer nach dem Anderen wird sicher ins Tosbecken abgelassen, dann kommt noch eine kurze und eine ein wenig längere Rutsche. Und schon sind wir erfrischt und haben den Aufstieg vergessen

Nach ein paar Metern im Bachbett erreichen wir den „Dom“, eine schön Felsformation, durch die wir hindurch müssen.

Zuerst stehen wieder ein paar erfrischende Rutschen auf dem Programm, dann seile ich die Teilnehmer über eine kurze Stufe ins sogenannte Loch ab.

Nachdem alle unten sind, steige auch ich ab und bereite den hohen Abseiler vor. Dieser Abseiler ist die höchste Stelle (ca. 16m), die wir bewältigen müssen.

Alle meistern die Stelle mit Bravour, während der Rest noch an der Abseilstelle wartet, können die ersten sich schon im Nahbereich des Wasserfalls ins die Sonne legen.

So ausgeruht geht es dann ans die zwei listigsten Stellen der Tour. Zuerst müssen alle durch den Fächer, eine Rutsche (gesichert am Seil),

um im Anschluss noch im (heute) Schongang durch die Waschmaschine geschleust zu werden…

Alle Teilnehmer wind geputzt, gewaschen und gestriegelt, da steht einem Gruppenfoto nach dieser schönen Stelle nichts mehr im Wege.

Wir folgen dem Bachbett bis zur Fahrradbrücke. Unter dieser befindet sich noch eine kurze Rutsche, wir wir auch noch mitnehmen. Dann finden wir uns glücklich und zufrieden beim Auto ein.

Das war wieder eine gemütliche Tour mit guten Leuten. Es hat allen, auch mir, sehr viel Spaß gemacht!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: ca. 2 km
Höhenmeter: ca. 100 m
Abseilstellen: 6

230609 Zirbenweg+

Manche Tage entpuppen sich als totale „Überraschungseier“. Heute stellt genau so ein Tag dar. Nachdem Letu und ich am Vortag alles gepackt hatten, wachen wir in der Früh auf, und bereiten uns für den Zirbenweg her. Da klingelt das Telefon: Letu hat Feuerwehrprobe (zwar gewusst, aber vergessen), also stehe ich plötzlich alleine da!
Kein Problem, denke ich mir, dann gehe ich halt solo.

Mit dem Postbus zur Tal- und mit dem Lift zur Bergstation, rasch habe ich den Start des Zirbenweges erreicht. Doch dann überlege ich es mir anders und beschreite den Weg hinauf zum Patscherkofel (2.246m).

Nach kurzer Zeit erreiche ich den Gipfel des Kofels, die Aussicht und auch das Wetter sind fabelhaft.

Nun, wenn ich schon mal hier bin, dann wandere ich weiter, das nächste Ziel soll die Viggarspitze (2.306m) sein.

Über den Osthang am Kofel steige ich wieder ein paar Höhenmeter ab, dann folge ich dem Gratverlauf.

Die Aussicht ist hier immer famos, ich muss öfter stehenbleiben und mich umschauen.

Das Wolkenspiel am Himmel ist heute harmlos, da wird kein Donnerwetter kommen.

Kurz vor Boscheben kann ich den weiteren Wegverlauf auf Viggar- und Neunerspitze (2.285m) gut einsehen. Dann stehe ich auch schon vor der schön gelegenen Boschebenhütte

Am Kreuz kurz nach der Hütte erreiche ich wieder den Zirbenweg, den ich nun ein Stück lang begehe.

Bei der Abzweigung zur Viggarspitze nehme ich den direkten Weg zu unserem „Bergfeuer-Gipfel“.

Ich nehme die direkte Route über den Grat, der zwar steil, aber dafür schnell ist. Bald stehe ich auf der Spitze und genieße den Rundblick.

Lange bleibe ich allerdings nicht stehen, ich habe noch ein paar Meter vor mir. Vom westlichen Grat steige ich steil hinunter ins Verbindungstal zur Neunerspitze.

Durch die mittlerweile enge Latschengasse erreiche ich den steinigen Aufstiegspfad zur Neunerspitze. So manche Pflanze am Weg weiß zu verblüffen. Fast kein Humus, und trotzdem wunderschöne Blüten…

Auf der Neunerspitze gönne ich mir eine Rast. Es ist zwar ein wenig kühl geworden, aber das macht mir nichts. Eine Jause habe ich dabei, und den Gipfel für mich alleine. Auf der gegenüberliegenden Viggarspitze ist gerade die Hölle los…

Die Wolke vor der Sonne verzieht sich wieder und es wird richtig gemütlich. Da könnte ich länger verweilen.

Dennoch, die Uhr tickt, ich muss weiter. Nun strebe ich dem Zirbenweg entgegen, durch den großen Latschengürtel geht es bergab. Die Sonne brennt ganz nett vom Himmel, Zeit, wieder Sonnenöl aufzutragen.

Auf der Nordseite hat sich der alte Schnee teilweise noch gehalten, mit den niedrigen Schuhen wird es ein wenig kühl und nass…

Am Zirbenweg angekommen, auf dem heute gar nicht so viel los ist, wandere ich in Richtung Tulfeinalm.

Der Anfang und Schluss des Zirbenweges ist jeweils mit einem Tor, auf der Gungezerseite auch mit einer Kapelle versehen.

Bei der Tulfeinalm ist doch ein wenig los, mir ist aber nicht der Sinn nach Einkehr, daher marschiere ich weiter zur Bergstation der Glungezerbahnen.

Mit der Bahn fahre ich runter ins Tal, dort wartet schon der „4134“ auf mich, der mich direkt nach Hause bringt. Fast wie bestellt.

Trotz holprigem Start war das heute eine wunderschöne Tour, direkt vor der Haustüre. Das nächste Mal hoffentlich mit Begleitung…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:23 h
Gesamtlänge: 8,92 km
Höhenmeter: ∆ 762m / ∇ 685 m

230604 Höttinger Alm (1.487m)

Nachdem wir gestern eine Wanderung auf die Aspachhütte gemacht haben, brauchen Elisabeth und ich heute eine andere Bewegungsart… daher packen wir die Mountainbikes aus und machen uns auf die Höttinger Alm auf…

… wobei wir erst nur von der Umbrüggler Alm gesprochen hatten. Von Innsbruck fahren wir über den Planötzenhof immer weiter durch den kühlen Wald.

Immer wieder lichtet sich der Wald und wir genießen die Aussicht auf die Landeshauptstadt. Bei mir ist es schon wieder eine Weile her, dass ich auf dieser Talseite mit dem Radl unterwegs war.

Bald erreichen wir die Umbrüggler Alm, unser eigentliches Ziel. Wir sind aber noch motiviert, also fahren wir weiter.

Am Himmel zeichnet sich das durchwachsene Wetter sehr gut ab, es ist schwül-warm, eine richtige Schwitzpartie.

Das steile Stück am Anfang ist längst verdaut, dafür zieht sich der Weg im oberen Bereich. Bis unter die Seilbahn der Nordkettenbahnen fahren wir nach Osten, dann wieder zurück nach Westen.

Dann endlich ist das Ziel in Sicht, eine letzte kurze Steigung und wir haben es geschafft.

An der Alm angekommen, müssen wir feststellen, dass das eigentliche Gasthaus wegen Umbauarbeiten geschlossen ist. Zum Essen bekommen wir dennoch etwas, Elisabeth gönnt sich einen Schokoladenkuchen…

… und ich kann den St. Johannern nicht wiederstehen.

Gemütlich sitzen wir eine Weile auf der Terrasse, dann ist wieder Zeit für die Rückfahrt.

Die Wolken türmen sich schon ein wenig mehr auf, wahrscheinlich wird es heute später noch einen „Gießer“ tun.

Die Höttinger Alm ist nicht umsonst ein sehr beliebtes Ziel von Innsbruck aus, die Lage der Hütte ist einfach spektakulär.

Den Rückweg bestreiten wir im oberen Bereich auf der Forststraße. An schnellfahren ist nicht zu denken, zu viele Wanderer und Fahrradfahrer streben nach oben.

Am Planötzenhof zweigen wir noch auf einen Flowtrail ab, sehr gemütlich, wobei heute ist dieser ein bisschen matschig.

Eine feine Tour endet hier, zumindest für Elisabeth. Ich muss noch weiter, denn ich habe einen Heimweg nach Aldrans zu bestreiten. Quer durch die Stadt und dann noch durch den Wald hinauf nach Hause!

Kurz vor Aldrans schaue ich nochmals hinüber zur Nordkette und der Höttinger Alm… das war heute eine echt feine Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:02 h
Gesamtlänge: 18,39 km
Höhenmeter: 850 m

230603 Aspachhütte (1.528m)

Bei gold-schönem Wetter kann man eigentlich gar nichts anders als wandern gehen! Heute gehts mit Elisabeth auf die Aspachhütte. Dort bin ich noch nie gewesen, daher freut es mich umso mehr. Wir starten in Allerheiligen (Innsbruck).

Bald erreichen wir die bekannte Butzihütte, bei der ich in letzter Zeit öfter vorbeigekommen bin.

Der gemütliche Steig durch den Wald führt uns auch am Höttinger Graben vorbei, den ich mir nächstens anschauen möchte. Hier sollen einige „Montanhistorisch“ interessante Stellen vorhanden sein.

Der Aufstieg ist teils doch steil, bald erreichen wir den Alpengasthof Rauschbrunnen. Hier stärken wir uns mit einem Schluck Quellwasser aus dem Brunnen, dann wandern wir weiter.

Es ist sehr warm, mir kommt es sogar ein wenig schwül vor. Über den Tuxern entstehen schon die ersten Haufenwolken… wer weiß das der Tag wettertechnisch noch bringen wird.

Vom Rauschbrunnen zieht der Weg relativ direkt auf schönem Steige durch alte Wälder. Unterwegs sehen wir immer wieder violette Bändern an den Ästen hängen. Das sind die ersten Anzeichen des „Innsbruck Alpine Trailrun Festival (IATF)“.

An der Aspacher Hütte (1.528 m) machen wir eine längere Pause und treffen einen Bergretter, der uns über das Rennen und auch über einen Sucheinsatz in der Sillschlucht informiert.

Er meinst zum Abschied noch, dass wir keinen allzu großen Hudel haben, die ersten Läufer sind gerade in der Nähe des Höttinger Bildes gesichtet worden.

Über den relativ schmalen Durrachsteig wandern wir ohne Höhengewinn in Richtung Achselbodenhütte.

Rückblickend sehe ich einen Teil einer schönen Tour, die ich mit Alfons 2016 auf das Kirchbergköpfl gemacht hatte.

Der Ausblick auf Innsbruck und das Wipptal ist von hier wunderbar, den Flughafen kann man auch gut einsehen und hört natürlich jedes Flugzeug, das kommt oder geht!

Kurz vor der Achselbodenhütte erreichen uns die ersten Läufer des IATF. Manche dieser Läufer haben schon über 70 km in den Füssen. Was für eine Leistung. Hier treffen sich verschiede Rennstrecken, der K110 (110 km / 5.570 hm), K42 (48 km / 2.540 hm) und K35 (35km / 1.720 hm).

Am schmalen Durrachsteig ist das Ausweichen nicht immer so einfach, kurz vor der Hütte weitet sich der Weg und wir können gut ausstehen. Bei der Achselbodenhütte machen wir wieder eine feine Pause und schauen den Läufern zu.

Eigentlich wollten wir weiter zur Höttinger Alm, aber nachdem hier die ganzen Läufer am Weg sind, beschließen wir, den Abstieg über den Achselkopf (1.560m) zu nehmen. Hier sollte es um einiges ruhiger zugehen!

Der Weg ist anfangs angenehm, die Steigung moderat.

Doch schon bald steilt der Weg auf und wir haben wieder einen tollen Ausblick auf das Unterland. Die Wolken sind mehr geworden, es ist aber noch sehr angenehm zu gehen.

Ein Blick auf die Nordkette zeigt, das die Wolken doch relativ rasch mehr werden. Heute wird es sicher noch ein wenig tropfen.

Am Höttinger Bild und Grüner Boden vorbei erreichen wir die die Ausläufer der Stadt.

Ein Blick zurück zeigt uns nochmals einen Teil unserer Wanderung, prominent sticht der bis oben bewaldete Achselkopf heraus.

Das Wetter hat super gehalten, am Abend wird es, wenn auch nicht ergiebig, ein wenig tröpfeln. Wir haben richtig Glück mit dem Wetter gehabt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:19 h
Gesamtlänge: 14,15 km
Höhenmeter: 1.061 m

230526 Wien

Freitag, 26.05.2023

Einer der Hauptgründe für unsere Reise, das sei gleich vorangestellt, ist die „Frida-Kahlo-Ausstellung“, die sich Mama und Sara gerne anschauen wollen. Ursprünglich wollten wir die Ausstellung in München anschauen, aber die war total ausverkauft. Also wurde umdisponiert, die Ausstellung mit einem Wienbesuch zu kombinieren.

Am Freitag starten wir am Nachmittag, nach Schule und Arbeit mit dem Railjet nach Wien. Dieses Mal läuft es sehr glatt, user Platz ist frei, der Zug fährt pünktlich. Um ca. 8:30 Uhr erreichen wir den Hauptbahnhof in Wien.

User Appartment ist nur ein paar Meter vom Hauptbahnhof entfernt, in günstiger Lage. Zu Fuß sind wir bald dort, der Schlüssel hinterlegt und alles soweit perfekt!


Samstag, 27.05.2023

In der Früh gehe ich mit den Kindern einkaufen, für Frühstück und Zwischenjausen, zum Glück ist ein Geschäft gleich um die Ecke!

Nach der Stärkung fahren wir mit dem Bim (Straßenbahn) zur Marxhalle, dort am ehemaligen Schlachthof ist die Ausstellung untergebracht.

Obwohl die Schau keine Originalbilder zeigt, ist das Konzept sehr gut überlegt und total schön. Es sind Beamer-Bilder, die sich teils bewegen. Immer neue Räume, teils in 3D können wir entdecken, es ist eine wirklich tolle Ausstellung.

Im Anschluss gönnen wir uns einen „Corndog“ vor der Exposition, so gestärkt leihen wir uns Wiener Stadträder.

Unser nächstes Ziel ist der Stephansplatz, nach einer kurzen, gemütlichen Fahrt vorwiegend auf Radwegen erreichen wir den Zentralplatz. Apropos Radwege: Da könnte sich unsere Landeshauptstadt eine Scheibe abschneiden.

Unterwegs sehen wir, sehr zur Freude von Letu, eine antike Bim mit der Nummer 4134. Das ist die selbe Nummer, die unser Postbus nach Hause hat!

Am Stephansplatz geben wir unsere Räder zurück und spazieren ein wenig um den wunderschönen Dom. Auch ein „Kirtag“ ist gerade am laufen, dort schauen wir uns ein wenig um und gönnen uns ein Eis und andere Leckereien.

Das Haas-Haus, beeindruckend spiegelt sich der Steffl in der Glasfasade, dominiert den Westteil des Stephansplatzes. Obwohl generell nicht so viel los ist an diesem Wochenende, am Steffl ist immer „High-Life“.

Letu findet einen Drehorgelspieler, dem wir eine Weile zuschauen. Dann erklärt er uns noch die Technik des kleinen Apparates, mittels Lochstreifenrollen werden die verschiedenen Melodien über die Pfeifen gespielt.

Am späteren Nachmittag treffen wir noch Khando und Tsering zum Abendessen. Khando war in Nepal mein Kindermädchen. Das ist allerdings schon eine Weile her…

Wir verbringen einen schönen Abend mit den Zweien, das Essen ist wunderbar, anschließend spazieren wir noch durch den Park des Belvedere!

Die Stimmung am Abend ist sehr schön, allerdings wird es doch später ein wenig frisch.


Sonntag, 28.05.2023

Wieder starten wir den Tag mit einem guten Frühstück. Heute steht am Vormittag das Haus des Meeres auf dem Programm. Nach wir gegessen und den Tagesrucksack gepackt haben, machen wir uns mit der U-Bahn auf zum Museum.

Das Haus des Meeres ist wie der Name sagt, den Meeren, aber auch Seen und Flüssen gewidmet. Viel gibt es zu sehen, wir haben auch hier wieder Glück, es sind noch nicht so viele Leute, daher können wir alle Attraktionen gut betrachten.

Als wir das Museum verlassen, steht eine lange Schlange an der Kasse. Wir haben echt Glück gehabt.

Unterwegs gönnen wir uns einen Snack an einem der vielen „Wiener Würstelstände“: Bosna, Hotdog, Würstlbox, Currywürst… für jeden ist was dabei!

Nächste Station, dieses Mal durften die Kinder aussuchen, ist der Prater. Die berühmte Wiener Vergnügungsmeile ist immer gut besucht.

Zum Prater muss man nicht viel sagen, die Kinder haben eine Mords-Gaudi, Mama und ich lassen uns einmal für eine Achterbahn überreden. Später, während die Teens alleine unterwegs sind, setzen Mama und ich uns in ein Kaffee und entspannen ein wenig.

Es geht Reih um Reih, schließlich ist auch die schönste Zeit vorbei und wir fahren zurück in die Unterkunft. Hier wird erst mal gerastet, die Kinder sind gerädert wie schon lange nicht mehr, Mama und mir geht es hingegen sehr gut… das muss wohl die viele Go-Cart-Fahrerei sein.

Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir mit der U-Bahn noch in den 7ten Bezirk, dort kenne ich ein wundervolles Lokal, das „Käuzchen“. Dort gönnen wir uns ein Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat! So lässt sich leben!


Montag, 29.05.2023

Unser dritter und letzter Tag bricht an, wir müssen in der Früh, nach dem Frühstück, gleich zusammenpacken und aufräumen.
Heute wollen wir uns das Kunsthistorische Museum (KHM) anschauen. Wir müssen die Rucksäcke schon mitnehmen, können diese allerdings in der Garderobe des Museums in eigens dafür vorgesehenen Spints einsperren.

Das Museum ist sehr interessant, besonders die Ägyptische Ausstellung und die Flämischen Maler gefallen mir sehr gut.
Viel zu schnell vergeht die Zeit, ein neuer Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es Zeit ist zum Bahnhof zu fahren.

Am Hauptbahnhof gönnen wir uns noch einen Mittagssnack, dann ist schon der Zug da… flott bringt dieser uns wieder ins „Landl“

Ein tolles, aber auch anstrengendes Wochenende liegt hinter uns. Jedem hat es sehr gut gefallen, das werden wir sicher wiederholen!