Archiv des Autors: Wisse

200607 Geocaching Bergeralm

Heute ist das Wetter noch schlechter als gestern, daher mache ich die Runde heute alleine, für Letu wäre das nichts. Ich starte wieder in der selben Gegend, heute möchte ich einen „vergessenen“ Steig auf die Bergeralm begehen.

Ich starte in Steinach am Brenner, direkt bei einer Autobahnunterführung mit meiner Wanderung. Der Weg ist startet recht direkt und dementsprechend steil hinauf Richtung Nösslachjoch.

Später erreiche ich einen schönen, flachen Abschnitt im Wald. Hier müsste im Sommer ein richtiges Pilz-Paradies sein… aber wahrscheinlich auch schnell geleert, da es recht nahe zur Forststraße liegt.

Die Fernsicht hat mit der Höhe auch zugenommen, nun sehe ich auch gut ins Padastertal, das ich vor ein paar Jahren mit den Kindern besuchte… allerdings war die BBT (Brenner-Basis-Tunnel-Gesellschaft) seit dem recht fleißig und hat das Tal mit viel Aushub gefüllt… was man auch gut von der gegenüberliegenden Seite sehen kann:

Die schönen Skipisten des Bergeralm-Skigebietes sind dem Sommer gewichen, wo sich im Winter viele Sportler tummeln, fliegen jetzt die Bienen von Blume zu Blume.

Zusehend verschlechtert sich das Wetter, es hat nun auch ein wenig zu tröpfeln begonnen. Es wird mit jedem Höhenmeter mehr…

… trotzdem lasse ich mich nicht drausbringen und genieße die seltene Einsamkeit.

Bei der Bergeralm, einer wirklich urigen Hütte, pausiere ich kurz und ziehe mir mein Regengewand an… es hat nun richtig zu schütten begonnen und ich bin schon recht nass und klamm…

Trotzdem gehe ich noch weiter bis zum Skizirkus. Auch im Sommer, natürlich wenn es Saison ist, bietet dieses Gebiet einiges… Wasserspiele, Spielplätze für die Kleinen.

Am Speichersee, der im Sommer gar nicht schlecht ausschaut, wandere ich entlang und mache so eine feine Runde um das Gebiet.

Dann, der Regen fängt mich nun an zu nerven, wandere ich zurück zur Bergeralm und nehme den gleichen Weg wie im Aufstieg.

Rasch erreiche ich den Talgrund und bin heute mal froh, das Auto zu erreichen. Der Regen war am Schluss nicht mehr lustig…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: 7,96 km
Höhenmeter: 550 m

200606 Geocaching Bergwerksweg Nösslachjoch

Nach einer längeren Schönwetterperiode sind nun ein paar durchwachsene Tage angesagt. Nichts desto trotz machen sich Letu und ich auf, eine kleine Wanderung mit Geocache-Einlagen zu absolvieren.

Als Ziel haben wir uns das Gebiet um die Bergeralm ausgesucht. Hier gibt es nämlich auch einen interessanten Bergwerksweg. Am Nösslachjoch wurde lange Kohle angebaut, das kann man heute auf einen schönen Weg nachvollziehen.

Wir starten am Parkplatz in Hagaten, und folgen längere Zeit einen Forstweg. Immer wieder sind Info-Tafeln aufgestellt, die über die früheren Bergbautätigkeiten informieren.

Obwohl es nie regnet, ist es mal warm und mal kalt. Das Wetter kann sich heute nicht wirklich entscheiden, in welche Richtung es gehen möchte.also heißt es einmal Jacke an, im nächsten Moment Jacke wieder aus.

Unterwegs finden wir mal ein Wolkenloch, und können eine feine Jause auf einer Bank genießen. Da ist die Sonne dann schon angenehm…

An einem Pausenplatz fallen uns 3 runde Steine auf. Eine in der Nähe befindliche Infotafel klärt auf: Es handelt sich um Mühlsteine aus Brekzie. Das beton-ähnliche Gestein war demnach aufgrund der Härte ein beliebtes Material für Mühlsteine und die hier geschlagenen Steine über die Grenzen bekannt und beliebt.

Es ist nicht mehr so weit zum Ziel, dem noch sichtbaren Bergwerksstollen am Nösslachjoch. Immer wieder sehen wir Ausbisse mit Schwarzerde, dem hier vorkommenden Kohlegestein.

Die letzten Meter müssen wir durch eine Kuhweide, für Letu sind die großen Tiere ein Graus. Trotzdem „kämpft“ er sich tapfer durch. Dann stehen wir schlussendlich auf der Halde des ehemaligen Kohlebergwerks…

… das Mundloch zum Bergwerk ist mit einem Gitter verschlossen, innen sieht man auch, dass nach ein paar Metern ein Verbruch vorhanden ist… trotzdem schaut die Zimmerei und das Mauerwerk relativ neu aus. Das dürfte also nicht ganz original sein…

Aus dem Mundloch fließt ein kleines Bächlein, das Wasser war schon immer des Bergmanns Feind. Für Letu und mich auf jeden Fall sehr interessant, hier mal „in den Berg zu schauen“…

Nachdem wir uns satt gesehen haben, wandern wir den fast gleichen Weg wieder ins Tal. Bei der Nösslachhütte machen wir noch eine kurze Pause und gönnen und einen Kuchen. Nichts los, in diesem schönen Gasthäuschen. Auf Nachfrage meint die Kellnerin, das liege daran, dass der Brenner noch geschlossen ist… und das Wetter auch nicht so gut ist.

Die Stärkung ist auf jeden Fall wunderbar und wir genießen die Umgebung von der Sonnenterasse aus… auch wenn sich Diese nicht immer zeigen will. Dafür kann Letu von der hohen Kanzel aus unter uns die Kühe beobachten…

Schlussendlich wandern wir wieder retour zum Wanderparkplatz, unterwegs findet Letu immer wieder neues „Spielzeug“. Für mich lustig zum zuschauen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,16 km
Höhenmeter: 455 m

200601 Rattenberg

Der letzte Tag unseres Familienwochenendes ist angebrochen, nach dem Frühstück beschließen wir, noch gemeinsam Rattenberg anzuschauen. Die kleine, feine Stadt ist immer wieder einen Besuch wert. Und heute ist das Juwel nur einen Steinwurf, genauer gesagt 10min. vom Gasthof weg. Wir packen alles ins Auto, dann gehts los.

Vom großen Parkplatz westlich der Stadt starten wir zuerst auf die Burg, bzw. Ruine der Stadt. Dort angekommen genießen wir die tolle aussicht auf die überschaubare Stadt. Schon seit vielen Jahren nehme ich mir vor, hier mal den etwas anderen Adventmarkt zu besuchen, vielleicht klappt es ja heuer mal.

Das Wetter ist super, daher ist auch die Aussicht grandios. Über das Karwendel, Rofan sieht man bis Richtung Kufstein, mit dem Wilden und dem Zahmen Kaiser. So viele Bergziele…

Die Kinder laufen wild herum, am Schlossanger. Dieser wurde in den letzten Jahren sehr schön hergerichtet und lädt zum Verweilen ein.

Anschließend spazieren wir noch durch die Stadt. Ich kann mir hier noch mit Maggo einen speziellen Geocache einheimsen, und zum Bestaunen gibt es trotz der Kompaktheit einiges.

Kleine Brücken, Gassen, Kirchen und schöne Ecken, viel gibt es zu entdecken.

Dann trennen sich doch unsere Wege, die Mangotts müssen noch eine ganze Weile fahren, bis sie in Graz ankommen. Hubers bleiben mit Mama noch zum Mittagessen in Rattenberg, wir brechen allerdings auch auf. Auf dem Weg nach Hause klauben wir einen Geocache auf, als wir plötzlich ein Brummen hören. Ein Ferarri, ruft Letu ganz aufgeregt…

Der Fahrer winkt uns zu, ob wir vielleicht wissen, wo das Gasthaus „so-und-so“ ist. Leider können wir nicht weiterhelfen, ich schaue am Handy nach. Letu bewundert derweilen das Sportfahrzeug. Ich frage dann einfach mal frech, ob ich ein Foto von Letu mit dem Auto machen kann. Da lacht der alte Fahrer und sagt: „Ja klar, will sich dein Bub ins Auto setzen“… wow, das ist mal was und Letu lacht über beide Ohren!

Noch eine Station machen wir bei einem Spielplatz, während ich noch eine Dose suche, vergnügen sich die zwei Kinder am Trampolin und an der Schaukel…

Ein schönes, feines Wochenende im Kreise der Lieben geht leider wieder vorbei, doch wir können uns schon freuen, das wird sicher nicht das letzte Familienwochenende sein!

200531 Kitzbühel, Stadtberg von Rattenberg (909m)

Ein Hauptpunkt unseres Familienwochenendes ist ein Besuch von Kitzbühel, des Geburtsorts meiner Oma müttlericherseits. Nach einem feinen Frühstück fahren wir von Zimmermoos los und erreichen nach einer knappen Stunde den großen Parkplatz bei der Hahnenkammbahn. Dort treffen wir unsere Reiseführerin, die uns Kitzbühel zeigen wird.

Die Reiseführerin macht einen guten Job, es ist sehr interessant. Nicht alles ist „Hautevolee“ hier in der Stadt der Reichen und Schönen. Es gibt auch ein ganz normales Kitzbühel abseits des Reichtums, und diesen schauen wir uns genauso an. Schöne Häuser überall, geschichtsträchtige Gassen und Gebäude (wie oben das ehemalige Grand Hotel)

In der Stadt lernen wir ein paar bekannte Plätze kennen, und ein Unikum von Kitzbühel: Hier wurden die Häuser nicht zusammengebaut, damit ein ausbrechendes Feuer nicht auf die Nachbarhäuser übergreifen konnte. Daher ist Kitzbühel auch über die Jahrhunderte von großen Feuern verschont worden.

Der Name Kitzbühel kommt auch nicht von einem Hügel voller Kitze, sondern vom Ritter Chizzo, einem Bayrischen Ritter, der hier auf einem Bühel residierte: „Der Bühel des Chizzo“. Überhaupt ist die Besitzgeschichte der Stadt sehr wechselhaft, einmal gehörte es zu Bayern, einmal zu Tirol.

Am Dorfplatz sehen wir dann nochmals ein paar wunderschöne Häuser. Und man muss schon sagen, daß Kitzbühel eine sehr angenehme Innenstadt hat.

Am Dorfplatz gibt es viel zu sehen und ein Eis ist auch schon in Sicht. Daher ist es gar nicht mehr so einfach, die Kleinen zum weiterwandern zu motivieren. Aber eine Station gibts noch, die schöne Kirche mit dem Friedhof.

Die Häuserfasaden sind in bunten Farben gehalten, das erinnert mich sehr stark an die Innstädte, wie Innsbruck oder Braunau…

Vom Kirchenbühel schauen wir nochmals auf das feine Städchen.

Und auch ein spezielles Grab wird uns gezeigt. Das von Toni Sailer. Meine Oma Frieda war ein sehr großer Fan von dem Top-Schifahrer, der so viel, auch für die Moral der Österreicher, speziell nach dem Krieg, gemacht hat.

Am Schluß begeben wir uns noch in die Unterstadt, jenem Teil, in dem die ärmeren Bürgen von Kitzbühel immer lebten.

In der Nähe vom Stadtplatz sehe ich das Wappentier der Kitzbühler, das sich possierlich in einer schönen Straße erhebt. Nun ist die Führung zu Ende und wir genießen in einem Café eine kleine Erfrischung.

Die Fahrt retour nach Zimmermoos verläuft unspektakulär, als wir angekommen, sind die Meisten für eine kurze Rast. Ich verbinde diese Pause mit einer kleinen Erkundungstour auf den Stadtberg von Rattenberg. Eine kurze, knackig steile Joggingrunde führt mich auf diese Aussichtskanzel.

Tief unter mir liegt das Inntal, schon beeindruckend, wenn man von oben so hinunterschauen kann. Und das nächste Mal, wenn ich auf der Inntalautobahn gen Osten fahre, werde ich einen Blick hier heraufwerfen und mir denken… da warst du auch schon mal oben!

Den Abend lassen wir wieder erst bei einem guten Abendessen, heute frischer Salat aus dem Garten und dann himmlich leichten Kaiserschmarrn. Das Essen war bis jetzt immer ein Traum und allein deshalb ist die Unterkunft immer empfehlenswert. Anschließend sitzen wir noch ein wenig zusammen und reden. Früh gehen wir ins Bett, es war ein langer Tag.

200530 Kramsach: Lustiger Friedhof, Bauernhofmuseum

Morgenstund hat Gold im Mund. Und ganz angesehen davon ist heute der 70er meiner Mama!!! Also nochmals: „Zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück…“.
Daher machen sich Mama und ich schon vor dem Frühstück auf, einen kleinen Spaziergang zu machen. Wieder machen wir uns auf zur kleinen Kapelle, die hier so schön im Talschluß gelegen ist.

Anschließend an diesen anregenden Fussmarsch gibts ein wunderbares Frühstück im großen Kreise…

Dann heißt es auch schon packen, denn heute waren wir noch ein größeres Programm vor uns. Die erste Station des heutigen Tages ist der „Lustige Friedhof“ in Kramsach. Ein kleines, aber feines Juwel: Hier wurden verschiedene Grabkreuze gesammelt, aber nur solche, die auch „herzeigbar“ sind. Das soll heißen, hier darf auch gelacht werden.

Und sogar ein Aldranser hat es hier her geschafft, auf diesen mit ein paar richtig markaberen Sprüchen garnierten Platz. Beispiel gefällig?

Hier liegt in Süßer Ruh
erdrückt von einer Kuh
Franz Xaver Maier
daraus sieht man,
wie kurios man sterben kann.

Wir wandern durch den kleinen, überschaubaren Friedhof und lesen schmunzeln so manchen Spruch. Trotz alledem sollte man nicht vergessen, daß dies alles echte Grabkreuze sind, die hier mal aufgestellt wurden.

Wie schon Eingangs erwähnt, ist das Friedhofsmuseum wirklich klein und überschaubar, aber eben immer (wieder) einen Besuch wert.

Am Schuss unseres Besuches sitzen wir noch ein wenig im Garten des Museums und spielen „Reise nach Jerusalem“… was für ein Spaß.
Anschließend müssen wir wieder ein kurzes Stück fahren, unser nächstes Ziel heißt nun „Museum Tiroler Bauernhöfe“.
Am Parkplatz sind wir überrsacht, es ist fast gar nichts los. Das soll sich später ein wenig ändern. Schnell erreichen wir den Eingang und können unsere Tour durch das Museum angehen.

Das Bauernhofmuseum ist meiner Meinung nach eines der Highlights der Museumswelt in Tirol. Da sollte jeder Tiroler zumindest einmal gewesen sein. Ich bin jetzt schon ein paar Mal hiergewesen, immer wieder entdecke ich neue Ecken und Geschichten. Es ist einfach toll…

Obwohl nicht so viele Bauerhöfe ausgestellt sind, ist das Areal doch weitläufig und interessant aufgebaut, daher bringen wir eine ganze Weile mit der Besichtigung. Am Schluß kehren wir noch im Museumsgasthaus ein, es gibt für jeden Etwas… und das ist manchmal überraschend anders.

Nachdem wir uns gestärkt haben, fahren wir zurück zur Unterkunft. Die Buaben, in diesem Falle Maggo, Juri, Letu und ich machen noch einen Geocache-Zwischenstop bei den Kramsacher Seen.

Wir finden auch den einen oder anderen Geocache, doch schlußendlich sind auch wie müde und machen uns auf nach „Hause“…
Und heute gibt es ja noch einen wichtigen Termin. Mama und Oma´s Geburtstag. Und zwar nicht irgendein Geburtstag, sondern der 70igste. Da wollen wir es mal richtig krachen lassen. So manche Überraschung haben sich speziell Maria und Larissa einfallen lassen… und Luitgard ist auch echt überrascht…

Zwischen der Feierei müssen wir uns natürlich auch mal stärken, so gibt es mal Kuchen von Alfons, und später noch feine Schnitzel von der „Wirtin“. Gut, nicht jeder Tag ein „Feiertag“ ist…

Bis spät in die Nacht lassen wir unsere Mama und Oma hochleben. Daniel und Bettina, obwohl nicht physikalisch anwesend, sind dann mit dem Computer dabei… und das ist richtig toll und freut die Mama auch.
So findet ein wunderbarer Tag mit einem gemütlichen Abend seinen würdigen Abschluß.

200529 Zimmermoos, Hauskogel (1.011m)

Es ist wieder eines unserer Highlights des Jahres, unser von allen geliebtes Familienwochendende vor der Tür. Pünktlich zu Pfingsten treffen wir uns jedes Jahr, heuer allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen. Es ist immer noch COVID19-Zeit, die wir mit all ihren Beschränkungen haben. Trotzdem machen wir unser Bestes. Einzig Bettina und Daniel können heuer wegen der Einreisebeschränkungen nicht dabei sein.
Unsere Unterkunft, ein Bauernhof ist heuer in der Nähe von Brixlegg, genauer gesagt in Zimmermoos, einem wunderschönen Hochtal. Dort trudeln wir im Laufe des Tages allesamt ein…

Es ist sehr abgelegen und ruhig hier, trotzdem gibt es für die Kinder viel zu tun. Ein Stall mit Kühen ist in der Nähe, ausserdem gibt es einiges an Spielzeug herumstehen. Genau das Richtige für unsere Horde.
Später am Nachmittag mache ich noch eine kleine Wanderung mit Juri und Letu. Wir wandern zum Hauskogel (1.011m). Nicht gerade der höchte Berg, den wir bestieben haben, aber trotzdem ist es toll.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, gehen ein wenig Talein, dann biegen wir bei der Volksschule in Richung Hof.

Bald erreichen wir die Felder und Wiesen der hier ansässigen Bauern, und noch ein paar Meter weiter gehts in den Wald. Auf dem Weg dorthin mußten wir auch noch eine Weide mit „almfertigen“ Kühen durchqueren.

Schließlich erreichen wir den Grat und nun eröffnet sich eine feine Aussicht auf das Inntal. Der Hausberg ist einer jener Berge, die man direkt hinter Rattenberg aufragen sieht. Bewaldet bis zum Gipfel, und auf der Inntalseite richtig steil.

Wir merken fast gar nicht, als wir den Gipfel erreichen. Einziges Indiz ist, daß der Weg nun steil ins Tal führt.

Nun geht es steil hin ins Tal, wir müssen allerdings aufpassen, daß wir nicht in das falsche Tal abzweigen, denn dann würden wir unweigerlich im Inntal enden. Und das wollen wir sicher nicht…

Wir nehmen glücklicherweise die richtige Abzweigung und erreichen bald wieder die Asphaltstraße ins Zimmertal.

Die letzten Meter zur Unterkunft müssen wir auf der Straße entlanglaufen, beeindruckende Bauernhöfe liegen rechts und links von der Straße. Später erfahren wir auch, daß mittlerweile das Bauen im Zimmertal untersagt ist. Zumindest neue Gebäude dürfen nicht mehr gebaut werden, einzig Erweiterungen dürfen durchgeführt werden.

Wir genießen eine kleine Pause im gemütlichen Aufenthaltsraum, dann spazieren wir noch zu einer wunderschönen Kapelle im hinteren Zimmermoos.

Wir sind eine gemütliche Runde, das Wetter ist fein. Was will man hier mehr für eine paar gemütliche Tage.

In der Kapelle werden ein paar Lieder gesungen, dann wandern wir zufrieden retour. Ein gutes Abendessen wartet auf uns, denn dieses Mal haben wir hier Halbpension.

Als wir in der Unterkunft ankommen, riecht es schon verlockend nach Spagetti Bolognese. Mit gutem Essen und einem guten Schluck verbringen wir noch einen feinen Abend mit Gesprächen und Spielen. Einfach toll…

200524 Radltour Innsbrucker Umgebung

Schon lange wünschen sich die Kinder eine längere Radltour, also haben wir uns heute im selben Gespann wie gestern auf den Weg gemacht. Von Aldrans fahren wir als erstes über Schleichwege nach Hall in Tirol, um dort auf den Inntalradweg zu kommen…

Durch Ampass…

Unser erster Ort, den wir durchqueren ist schnell erreicht. Unsere Nachbargemeinde Ampass, mit den schönen, großen Erdbeerfeldern östlich der Ortschaft.

… und die Ampasser Erdbeerfelder…

In Hall, genauer gesagt beim Gasthof Badl erreichen wir den Inntalradweg, der nun für eine längere Zeit unser Fahrband darstellen soll. Von den vormittaglichen Wolken sind nur noch ein paar wenige Fetzen übergeblieben, und die Temperaturen sind schon wärmer geworden…

Die Bauern haben ganze Arbeit geleistet…

Ab und zu bleiben wir kurz stehen, trinken einen Schluck und jedes brave Kind bekommt eine Süßigkeit…

Kurze Stärkung am Wegesrand…

Immer wieder kommen wir an bekannten Stellen, sei es vom Geocachen oder auch vom Bergsteigen vorbei… und können auch eine Geschichte darüber erzählen…

Wolkenspiel über dem Bettelwurfmassiv, rechts der Hundskopf

Nach cirka 20 km Fahrt bleiben wir an einer Bank stehen, es ist Zeit, unsere Brotzeit auszupacken. Wieder ist genug für jeden da, auch an Nachtisch haben wir gedacht…

Schon bald fahren wir weiter, nun erreichen wir Kolsass. Hier haben wir unseren „Point of Return“ festgelegt, daher fahren wir erst durch den Ort und dann auf einer Brücke zum nordseitigen Innufer.

Hier setzen wir unsere Fahrt fort, nun aber geht es retour Richtung Innsbruck, denn dort werden wir von Lucy später mit dem Auto abgeholt. Zuerst müssen wir jedoch den einen oder anderen Hügel bewältigen, das ist nicht immer ganz einfach!

Pause nach einem Anstieg in Baumkirchen…

Trotzdem macht es uns allen Spaß, wenn gleich die Müdigkeit bei immer mehreren durchschlägt…

Letu und ich…

Kurz vor Mieders machen wir nochmals eine kurze Pause bei einem eigentlich schönen Platz, leider haben die Besucher hier viel Müll zurückgelassen, beim sogenannten Gerassi-Biotop.

In Hall machen wir einen letzen Halt, hier gibt es nun endlich das lange ersehne Eis. Und das lassen wir uns auf dem Oberen Stadtplatz so richtig schmecken…

Dann geht es weiter nach Innsbruck, hier haben wir nochmals viel Glück, wir können ein paar Surfer im Inn beobachten, die hier ein sogenanntes „Flippy“ aufgebaut haben… zumindest hat das Teil in meiner Jugend so geheißen.

Eine wunderschöne, wenn auch lange und anstrengende Tour nimmt in Innsbruck sein Ende. Es hat uns alles viel Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend. Das nächste Mal machen wir evtl. nicht mehr ganz so viele Kilometer…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtlänge: 46,58 km
Höhenmeter: 303 m

200523 Padauner Kogel (2.066m)

Wieder ist ein neuer Wandertag angebrochen, heute sind wir eine illustre Runde. Mit von der Partie sind abgesehen von Letu und mir auch noch Sara und Jean, ein Freund des Hauses. Zu viert machen wir uns auf, das Wipptal unsicher zu machen.

Schöne Häuser in Padaun

Wir fahren Richtung Vals und dann weiter nach Padaun. Kurz vor dem Weiler parken wir beim Gasthaus Steckholzer und starten unsere Wanderung auf der Asphaltstraße Richtigung Larchenhof.

Die Wanderschaft…

Überall blühen schon die schönsten Blumen, der Padauerkogel ist bekannt für seine Artenvielfalt bezüglich Blumen.

Jean und Sara inmitten von Löwenzahn

Beim Larchenhof zweigt der Weg in den Wald, der Pfad wird ein wenig steiler, dafür auch schattig. Langsam aber sicher machen wir Höhe, die Aussicht wird immer schöner.

Sara, Letu, Jean

Links und Rechts von uns erstrahlen die Blumen, wir sehen Enzian, Gelbe Küchenschellen und sonst noch Blumen, die schön anzuschauen, aber mir unbekannt sind.

Der Wald lichtet sich, nun ist die Aussicht auf das Brennergebiet immer besser. Im Blick das Obernbergtal, mit den Tribulaunen im Abschluß…

Obernbergtal mit Tribulaune

Auf der anderen Seite, am Talschluß von Vals begrüßt und der Olperer mit dem Fussstein unter schönem Föhnhimmel.

Olperer, Fussstein, Schrammacher und Sagwandspitze

Und auch der Brenner selber, hier im Hintergrund zu sehen, mit dem Wolfendorn und der Flatschspitze ist zu sehen.

Wolfendorn, Flatschspitze, im Tal der Brenner-Grenzübergang

Nun haben wir den Rücken erreicht, der Weg flacht ab, der Pfad schlängelt sich über schöne Wiesen hinauf zum Gipfel.

Das Ziel haben wir schon vor Augen, es kann nicht mehr weit sein. Ein Blick zurück zeigt uns nochmals den Weg. Im Hintergrund sieht man jetzt auch den Brennersee.

Brenner-Passübergang und Brennersee im Tal…

Und dann haben wir es geschafft, das Gipfelkreuz ist zum Greifen nahe.

Nur noch wenige Meter

Nun haben wir uns eine Brotzeit verdient, zum Glück haben wir heute vorgesorgt und Wurstsemmel für die Wanderschaft mitgenommen!

Rast am Geipfel, links hinter dem Kreuz das Wipptal

Es ist angenehm auf dem Gipfel, wir genießen den Rundblick, ich sehe so manches Ziel, das noch auf meiner „Liste“ steht.

Nochmals das Wipptal, im Hintergrund Nordkette und Patscherkofel

Da es langweilig ist, den gleichen Weg retour zu gehen, beschließen wir eine Überschreitung. Der Abstieg ist um einiges steiler als der Aufsteig, daher heißt es Konzentration…

Wieder erreichen wir nach der Waldgrenze einen urwüchsigen Wald, mit richtig alten Bäumen am Wegesrand.

Knorrige, alte Bäume

Viel rascher als der Aufstieg geht der Abstieg, bald schon erreichen wir wieder Padaun und den Gasthof Steckholzer. Leider ist dieser noch geschlossen, aber im Sommer kommen wir bestimmt noch einmal her.

Padaun, links im Vordergrund der Steckholzer

Ein letztes Hindernis muss vor dem Parkplatz bezwungen werden, ein kleiner Bach. Die Kinder probieren zuerst die „Alte-Leute-Methode“, da diese aber langweilig ist, wird anschließend noch gesprungen. Juhu!!!

Es ist vollbracht, auch den Padauner Kogel haben wir nun mal besucht. Viele Jahre wollen wir hier herkommen, nun haben wir es geschafft. Und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein.

Ein letzter Gruß vom Tagesziel

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,61 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 559 m

200522 Geocachen Inzing

Es wieder mal Zeit für einen Geocachertag für mich. Ich habe mir, in der Hoffnung, mit den Kindern was zu unternehmen, den Fenstertag frei genommen, aber leider müssen beide Kids in die Schule. Na, dann gehe ich eben „Cachen“. Inzing steht schon länger auf dem Programm. Ich parke beim Sportplatz, wandere durch das wunderschöne Toblaten und erreiche bald den Wald…

Schöne Farne in ungewöhnlicher Größe zieren den Wegesrand, ein feines Bächlein plätschert neben mir und der Weg wird immer steiler… bis er plötzlcih aus dem Wald bricht und eine wunderschöne Aussicht, unter anderem auf die Hohe Munde bietet…

Das Wetter ist total fein, ich spüre die starken Sonnenstrahlen schon in Genick… und die ersten Föhnschlieren zeichnen sich am Himmel ab…

Auf dem Weg erreiche ich auch den Weiler Hof, ein unter Denkmalschutz stehender Dorfteil, der sich wunderschön in die Landschaft schmiegt. Und ich kann gerade noch sehen, wie ein Jungbauer seine Schafe aus der Koppel treibt. Eine Besonderheit ist ein sogenannter „Schneeglöckchenbaum“, ein Mitbringsel eines Missionars aus China. Das einzige Exemplar in Tirol…

Nach dem Weiler Hof wandere ich weiter auf den Gigglberg und in einer schönen Schleife wieder retour Richtung Inzing. Der Weg ist jetzt schon ein wenig Enger, mancherorts sieht man, daß der Weg auch für Downhiller verwendet wird…

Relativ lange wandere ich auch verschlungenen Pfaden und finde so manchen Geocache auf dem Weg…

Dann sehe ich durch das Blätterdach wieder hinunter auf Inzing. Der Weg durch den Wald, der mir ausnehmend gut gefallen hat, nimmt ein Ende…

… am Wannerkreuz mache ich noch eine kurze Pause. Anschließend wandere ich wieder retour zum Parkplatz.

Eine schöne Wanderung über Inzing mit ein paar neuen Geocaches… so gefällt mir ein freier Tag!

200521 Miederer Berg / Hocheben (1.413m)

Wir starten die Wanderung beim Touristeninfo-Parkplatz in Mieders. Zuerst geht es durch den netten Ortskern.

Dann zweigen wir ab, nun geht es ab ins Wassertal. Bald schon kommt der stattliche Zirkenhof in Sichtweite.

Es ist angenehm warm und wir genießen die wunderschöne Landschaft.

Immer wieder werden wir mit wunderschönen Ausblicken auf die Kalkkögel und auf König Serles belohnt.

Ob’s von Bauern ist oder vom Tourismusverband: Der Thron am Wegesrand ist ein Highlight.

Viel Forststrasse ist heute auf dem Programm, und das von der steilen Sorte.

Schöne Ausblicke Richtung Inntal hellen die Monotonie der Forststrasse auf.

Letu macht es trotzdem sichtlich Spaß…

Der Weg ist teilweise nicht mehr zu sehen, denn hier wurde massiv Holz geschlagen.

Am höchsten Punkt, bei Hocheben (1.413m) finden wir eine gemütliche Bank, wo wir jausnen.

Auf dem Abstieg treffen wir noch so manch Getier…

Kurz vor Mieders kommen wir nochmals an eine Stelle mit wunderschöner Aussicht.

Am Startpunkt angelangt sehen wir noch eine Kuriosität: Ein Doppelhaus, eine Seite alt, eine Seite frisch renoviert. Das schaut schräg aus… und eine Mühle finden wir auch noch…

Den Abschluss machen wir am Miederer Kalvarienberg. Hier genießen wir nochmals die Ruhe und rasten ein wenig auf einer Bank.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,29 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 671 m