Archiv der Kategorie: Reisen

190317 Klettersteig Susatti

Heute ist der dritte und letzte Tag unseres Buabenwochenendes… wir haben einen Steig gewählt, den wir schon mal gemacht haben… einzig, dass wir die Runde heute ein wenig abändern werden. Wir starten den „Susatti“ wieder am Anfang des Ledrotals, am Wanderparkplatz in Biacesa di Ledro. Wir haben Glück und ergattern den letzten Parkplatz. Eine große Wandergruppe mit Kindern steht am Platz. Die müssen wir unbedingt noch überholen…

Zuerst müssen wir ein gutes Stück am Bergfuß, in einem schönen Wald zum Einstieg des Steiges gehen. Es sind heute doch ein paar Leute am Weg… so gut besucht war der Steig das letzte Mal nicht.

Nach ca. 1 Stunde erreichen den Einstieg zum Klettersteig. Wir ziehen uns unser Kletterzeug an, dann geht der Spaß los. Stetig rauf geht der schöne Steig, immer wieder haben wir wunderbare Ausblicke auf den Gardasee… leider ist es ein wenig diesig, aber trotzdem sind die Tiefblicke spektakulär.

Nach 1,5 Stunden stehen wir auf dem Gipfel, der Cima Capi. Hier machen wir eine kurze Pause, bleiben aber nicht so lange, da es heute zwar nicht arg kalt, aber eben auch nicht besonders gemütlich ist.

Vom Gipfel mit der Italienischen Flagge steigen wir Richtung Norden über einen kleinen, aber feinen Steig hinauf zum Cima Rocca. Dieser Zustieg unterscheidet sich zum letzten Mal, heute sind wir den direkten Weg gegangen.

Am Gipfel machen wir eine längere Pause, leider ist die Aussicht nicht besser geworden, es ist allerdings das erste Mal, dass wir hier schlechteres Wetter haben. Und immerhin ist es trocken.

Der Abstieg vom Cima Rocca führt durch ein, heute zur Gedenkstätte gewandelten Kriegspfad. Hier, Nahe Riva hatten die Österreicher und Italiener gegenübergestanden. Wobei der Krieg hier nie ausgetragen wurde. Heute kann man die Kavernen, Betonbunker und Schützengräben anschauen… und sich vorstellen, welche Entbehrungen die Soldaten an der Alpenfront wohl gelitten haben müssen.

Wir haben vorsorglich die Taschenlampen mitgenommen und in den Tunneln sind diese auch notwendig. Manch der Gänge sind so lange, dass kein Tageslicht mehr eindringt. Da ist künstliches Licht ein Muss.

Schlussendlich erreichen wir wieder einen „normalen“ Wanderweg, der uns ins Tal führt. Hier sehen wir auch eine ungewöhnliche Raupenkette… sogenannte Eichenprozessionsspinner sind giftig und können bei Berührung allergische Reaktionen auslösen. Also besser nur bewundern und nicht berühren.

Am Parkplatz wird noch einmal gut gebrotzeitet, dann fahren wir heim. Die Fahrt vergeht wie im Fluge, jedes Mal wieder eine Überraschung, wie nahe der Gardasee doch an Innsbruck liegt. Zu Hause gibt es noch Kaffee, dann fahren alle weiter… ein schönes Buabenwochenende neigt sich dem Ende zu. Nächstes Jahr ist das wieder ein Fixum!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:45 h
Gesamtlänge: 9,70km
Höhenmeter: 847 hm

190316 Klettersteig Amicizia

Nach einem Frühstück, das wir Dank gut eingerichteter Küche und ausgewählten Zutaten voll und ganz genießen, machen wir uns zu Fuß auf zum nächsten Klettersteigabenteuer.

Heute steht ein Gardasee-Klassiker auf dem Programm, die „Ferrata Via dell‘ Amicizia“. Mit Alfons und Papa bin ich diese Tour schon mal 2016 gegangen.

Nach einem gemütlichen Aufwärmgang durch die Stadt erreichen wir den Weg hinauf zur Bastione, einer ehemaligen Venezianischen Festung. Durchgehend mäßig steil zieht der Pfad von hier weiter hinauf zum Einstieg in den Klettersteig.

Vor Erreichen des Einstieges ist eine kleine Wiese mit einem Heliport vorhanden, hier beschließen wir, unsere Sets anzuziehen, damit wir am Eingang dann gleich loslegen können.

Eine kleine Stärkung gönnen wir uns noch, dann steigen wir in die Ferrata ein. Zuerst geht es relativ einfach über leichte Wandstellen aufwärts, hier können wir die wunderbare Aussicht auf Riva del Garda und den Gardasee genießen.

Und dann kommen auch schon die eigentlichen Herausforderungen dieses Abenteuers zum Vorschein. Ewig lange Leitern, manchmal auch nicht mehr so vertrauensvoll, wobei hier die Sicherheit sicher auch groß geschrieben wird. Die erste Leiterkombo ist auch eine der schwierigsten, nahezu senkrecht verläuft und viel Luft „unter den Füßen“ hat.

Dafür braucht man kein besonderes Kletterkönnen, einzig eine schöne Steigtechnik oder aber Armkraft sind hier für den Erfolg ausschlaggebend. Natürlich schaffen wir alle diese Stelle ohne Probleme, wenn auch glücklich, oben zu sein.

Weiter geht es wieder über leichtes Gehgelände, bis wir die nächste Leiterkombo vor uns sehen. Diese ist zwar nicht mehr so steil wie die erste Leiter, aber dafür um einiges länger.

Wir haben heute Glück, wenige Leute sind auf dem Weg, daher gibt es keine Wartezeiten und wir müssen uns auch nicht treiben lassen. Einer nach dem anderen bewältigt die hohe Metallkonstruktion, im Anschluss haben wir wieder feines Gehgelände.

Vor dem Gipfel haben wir dann nochmals ein paar kurze Leitern, die uns auf den Gipfel „Cima Sat [1.246m] bringt.

Da es am Gipfel ein wenig zieht, beschließen wir, kurz hinter dem Gipfel eine Pause einzulegen, wir wollen alle Brotzeiten.

Da auch der Abstieg nicht unterschätzt werden darf, machen wir uns dann über den „Weg 405“ auf ins Tal. Zuerst müssen wir von Riva aus gesehen nach links über die Wand ausweichen, denn dort führt der kühne Weg wieder hinunter ins Tal.

Von Riva aus gehen ist es nicht vorstellbar, dass hier ein Weg ohne Kletterei angelegt werden konnte.

Wir erreichen nach einem guten Fußmarsch die Kapelle zur Heiligen Barbara, dort waren wir auf Alfons und Daniel.

Diese hatten wir beim Abstieg „verloren“, nachdem sie aufgeholt hatten, wußten wir auch warum: Daniel hatte nochmals seine Drohe fliegen lassen und ein paar spektakuläre Bilder gemacht.

Nachdem wir wieder komplett sind, gehen wir die letzten Meter hinunter in die Altstadt. Nun haben wir uns ein Bier redlich verdient!

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:24 h
Gesamtlänge: 17,41 km
Höhenmeter: 1.286 m

190315 Klettersteig Colodri

Es ist so weit, das „Buabenwochenende 2019“ steht vor der Tür. So wie letztes Jahr haben wir es wieder alle geschafft, uns diesen Termin freizuhalten. Markus ist schon zur unchristlichen Zeit angereit, über Nacht mit dem RailJet. Nach einem Kaffee und einem kleinen Frühstück trudeln auch die anderen Teilnehmer, Papa, Alfons und Daniel ein. Nun sind wir komplett und können gen Süden fahren. Da wir letztes Jahr nicht so viel Glück mit dem klettersteigen hatten, haben wir uns heuer wieder auf eine verlässliche Region, nämlich die Gardaseeberge besinnt.
Bei uns ist das Wetter jetzt nicht gerade toll, aber je näher wir an den Gardasee kommen, desto besser werden die Verhältnisse.

In Arco machen wir halt, hier ist unsere erste Station. Der Klettersteig „Sentiero attrezzato del Colodri“ soll uns als erster Übungssteig dienen. Noch haben nicht alle von uns die „Eisentaufe“ erhalten, daher ist ein einfacher Steig gerade das Richtige, mal mit dem Metier „Via Ferrata“ in Berührung zu kommen.

Wir starten bei einem kleinen Parkplatz direkt am Wegbeginn, die ersten paar Meter sind ein normaler Steig, dann kommt der Einstieg in den Klettersteig. Wir ziehen unsere Ausrüstung an, für die Neulinge gibt es noch eine Einschulung, dann starten wir schon durch.

Der Anfang ist leicht, und doch gerade richtig, um sich einzugewöhnen. Schnell machen wir Höhe, der Steig ist wie gesagt, für Anfänger gut geeignet. Das sieht man auch auch am speckigen Fels, der schon x-tausend Bergschuhe gesehen haben muss.

Schneller als gedacht erreichen wir den Ausstieg aus dieser Ferrata. Ein schöner Steig, der auch mit Kindern gut machbar sein sollte. Da wir nun recht schnell waren, gibt’s einen guten Gipfelschnaps von Papa, wir stoßen auf ein erfolgreiches Wochenende an, dann marschieren wir weiter.

Vorbei an extrem schönen und interessanten Felsformationen erreichen wir den Gipfel des Cima Colodri [380]. Hier machen wir eine kurze Pause, brotzeigen ein wenig, während wir Daniel beim Drohen fliegen zuschauen. Das sind schon beeindruckende Fluggeräte. Am Gipfel geht ein mittelstarker Wind, trotzdem bleibt die Drohne schön ruhig stehen. Wow…

Der Drohne macht der Wind offensichtlich nichts aus, uns jedoch schon, daher beschließen wir weiterzugehen. Immer am Rücken entlang gehen wir über die Ziegenscharte zum Monte Colt [435m]. Als letzen Gipfel auf dem Rücken besuchen wir noch den Croce di Colt [390m].#

Anschließend führt ein steiler Weg hinunter ins Tal, im Windschatten ist es wieder sehr angenehm zu gehen, bald erreichen wir den Talboden und gehen hinaus zur Brücke über die „Sarca“. Nun müssen wir am Bergfuss wieder retour zum Auto gehen. Einen kurzen Stopp machen wir noch bei der Einsiedelei „San Giacomo“. Leider ist die kleine Kapelle verschlossen, aber auch von Außen ist dieses Gebäude sehenswert. Direkt nebenbei sind ein paar extreme Klettertouren eingebohrt, die uns nur verwundert staunen lassen.

Vorbei an unzähligen Weinbergen und Apfelplantagen erreichen wir das Auto. Rasch erreichen wir von Arco aus Riva del Garda, unsere Unterkunft haben wir auch bald gefunden. Nach kurzer Warterei kommt die Besitzerin und weist und in der Wohnung ein. Sehr gemütlich, hier haben wir wieder mal richtig Glück gehabt.

Am Abend gehen wir noch in die Stadt, Palmenalleen verkünden hier die Zugehörigkeit dieses Ortes in den Süden! Ein Blick über den Hafen sorgt auch für urlaubliche Stimmung.

Wir finden ein gemütliches Lokal, wir genießen Pizza und „Vino de Casa, rosso“. Lecker.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:54 h
Gesamtlänge: 9,84 km
Höhenmeter: 547 m

190121 Reise Phönix, AZ

Von der Arbeit aus hat es mich wieder mal über den „Großen Teich“ geworfen… dieses Mal nach Phönix, Arizona. Mitten im Winter in die Wüste zu fahren ist immer spannend, aber auch mal eine willkommene Abwechslung. Am dritten Tag unserer Reise hatten wir ein wenig Zeit am Nachmittag und konnten uns die Gegend anschauen… hier ein paar Impressionen, hauptsächlich von einem Kakteen-Park mitten in der Stadt…

180325 BW, Tag 3 – Rückreise

Der dritte Tag unseres Ausflugs steht ganz im Zeichen von Entspannung. Wir haben beschlossen, heute keine Tour mehr zu machen und genießen einen relaxten Morgen. Das Frühstück ist wieder der Hammer, wir genießen das Essen und die Gesellschaft.

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Anschließend packen wir unsere Siebensachen und machen uns auf. Bald schon trennen sich die Wegen uns uns (Papa, Dani, Alfons, ich) und Maggo, denn er muss ja wieder zurück nach Graz.

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Über das Val de Passubio fahren wir wieder Richtung Tirol, dazwischen machen wir mal eine Pause und bestaunen die Überbleibsel aus dem ersten Weltkrieg. Der Stellungsbau ist hier überall präsent, man muß nur genauer schauen.

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Wir inspizieren diese eine Stellung mit den Tunneln ein wenig genauer, dann fahren wir weiter.

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Obwohl das Wetter unsere Pläne dieses Jahr durchkreuzt hat, war es doch ein sehr feiner Ausflug, den wir sicher nächstes Jahr wiederholen werden. Der gehört nun als Fixum in unsere Familie. Meine Vorfreude ist schon wieder da…

Stationen:
– Castelgomberto
– Val di Passubio
– Bozen
– Brenner
– Aldrans

180324 BW, Tag 2 – Bocchetta Gabellele

Nach einer erquickenden Nachruhe springe ich schon relativ früh aus meinem Kinder-Halbgitterbett. Rasch sind dann auch alle anderen auf den Beinen und wir machen uns auf zum Frühstück.
Am Vortag hatte und der Besitzer noch gefragt, ob wir „saures“ oder „süßes“ Frühstück haben wollten. Wir entschieden uns für das „Saure“, wobei das Wurst und Käse bedeutete…
Jetzt, am wunderbar gedeckten Tisch ist Beides vorhanden, und das reichlich. Wir schlagen uns die Bäuche voll und fühlen uns für jedlich Tagwerk gewappnet.

Unser Ziel ist heute zwar ein Klettersteig, aber wir machen uns nicht viele Illusionen, daß das was wird. Es ist einfach zuviel Schnee vorhanden. Aber wir haben mal die ganze Ausrüstung dabei.

Im Zielgebiet wollen wir es zwar immer noch nicht ganz glauben, daß der Klettersteig nicht begehbar ist, obwohl hier schon recht viel Schnee liegt. Daher nehmen wir das ganze Zeug mit und machen uns auf einer Rodelpiste auf, zuerst zur „Rifugio Bepi Bertagnoli“, die wir schon nach kurzer Wanderung erreichen.

Hier liegt richtig viel Schnee, daher beschließen wir, den Klettersteig sausen zu lassen und uns über die Wanderwege zu einem Gipfel hinaufzuarbeiten.

Den ersten Steig, den wir wählen, führt zwar relativ steil hinauf, schön präpariert von einem Pistenbully, aber jäh ändet die Spur und von hier wäre böseste Spurarbeit notwendig.

Da wir noch einen zweiten Weg gesehen haben, beschließen wir, nochmals ein Stück runterzugehen, und den alternativen Steig zu verwenden. Immer wieder begegnen uns hier Wanderer, teilweise auch mit Skibobs. Auch wird es immer kälter, das merken wir hauptsächlich an den Fingern.

Schlußendlich erreichen wir den „Bocchetta Gabellele“, einen kleinen Pass. An diesem Punkt beschließen wir, umzudrehen. Der weitere Weg wäre auch wieder zu spuren, was in diesem Schnee gar nicht so toll ist.

Auf dem Weg ins Tal erreichen wir dann wieder die „Rifugio Bepi Bertagnoli“, in die wir einkehren. Wir genießen ein Bier, während Dani sich noch was zum Essen besorgt hat. Da nasche ich dann auch gerne mit, Gnocchi mit Pesto, das ist richtig gut.

Und wieder einmal, als die Rechnung kommt, sind wir von den Preisen hier überrascht. Richtig günstig, wenn man kein Bier trinkt.

Die Fahrt nach Hause verläuft unspektakulär, nicht wie am Morgen, als wir über kleinste Straßen angefahren sind. Kurz bevor wir die Unterkunft erreichen, finden wir eine gemütliche Pizzeria, in der wir uns noch stärken. Das Essen ist super, und der Wein schmeckt auch sehr gut. Gemütlich lassen wir hier den Tag revue passieren, dann machen wir uns in die Unterkunft auf.

Dort wird mal gründlich geduscht, dann sitzen wir uns noch im Wohnzimmer zusammen und genießen einen gemütlichen Abend.

Stationen:
– Castelgomberto
– Campodalbero

Tour auf die „Bocchetta Gabellele“
Gesamtstrecke: 14,33 km
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamthöhe: 785 m

180323 BW, Tag 1 – Porta Fontale, 1.028m

Es ist wieder mal so weit, das Buabenwochenende steht an. Dieses Mal sind wir in der Vollbesetzung dabei, Papa, Dani, Alfons, Maggo und ich. Das Ziel sind dieses Mal die Vinzentiner Alpen, unser Stützpunkt ist in Castelgomberto.
Während Papa, Dani, Alfons und ich gemeinsam von Aldrans aus anreisen, fährt Maggo von Graz aus mit dem Leihauto. Obwohl wir im Internet gesehen haben, dass noch viel Schnee im Zielgebiet liegt, beschließen wir, unser Klettersteigwochenende anzugehen.

Die Fahrt führt uns über den Brenner, schon kurz nach der Grenze wird das Wetter besser. Südtirol halt…
Unterwegs piept plötzlich das Auto von Alfons, die Ölwarnleuchte geht an. Oje, hoffentlich nichts schlimmes. Aber an der nächsten Tankstelle wird mal Öl nachgefüllt, dann geht die Fahrt weiter. Also nichts Tragisches…

Bis Trient nehmen wir die Autostrada, dann fahren wir über die Bundesstraße Richtung Bassano del Grappa. Kurz vor dem Ziel müssen wir für die Unterzuckerten noch einen Stop bei einem Supermarkt machen, Brot, Wurst und Käse wird eingekauft. Dann treffen wir dann schlussendlich Maggo.

Nach einer kurzen Pause und Lagebesprechung beschließen wir, eine Erkundungs-Wanderung in der Nähe von Crepano del Grappa zu machen. Zuerst wählen wir einen Weg Richtung „Monte Colombera“. Schon nach kurzer Zeit haben wir Probleme, den richtigen Weg zu finden. Wir kämpfen uns durch das Unterholz, ein kleines Weglein ist zwar sichtbar, aber das wird wohl eher von Tieren als von Menschen verwendet. Die Karte auf dem GPS-Gerät zeigt zwar dauern einen Weg an, doch der ist de facto nicht existent.

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Nachdem wir uns eine Weile hinauf quälen, wird auch der Schnee immer mehr und der Boden extrem rutschig. Daher beschließen wir nach kurzer Beratung, auf der anderen Talseite, fast südlich ausgerichtet, auf ein kleines Kreuz aufzusteigen.

Hier ist der Weg viel besser, und auch trocken. Die Sonne lacht vom Firmament und unsere Laune ist gut. Rasch gewinnen wir an Höhe, und obwohl es recht diesig ist, ist der Ausblick vom Berg doch wunderschön. Das Gras in dieser Gegend wächst schon saftig, aber die Bäume sind noch laubfrei. Vielleicht macht gerade das den Reiz aus.

Bald erreichen wir unser Tagesziel, dort setzen wir uns in die Sonne und genießen die Aussicht.

Ein leichter, kalter Wind stört uns dann doch und wir beschließen, wieder abzusteigen. Kurz unter dem Gipfel schauen wir uns noch eine Kaverne an, deren Zweck sich uns jedoch nicht erschließt. Papa, unser Geologe, findet das Plätzchen aber doch sehr interessant und erklärt uns den Aufbau der Gesteinsschichten.

Im Tal, bei der Kirche „Santuario della Beata Vergine del Covolo“ haben wir geparkt, direkt daneben steht ein kleines Gasthaus, die „Trattoria Al Covolo“. Dort genehmigen wir uns ein Bier auf die schöne Wanderung und sprechen über die nächsten zwei Tage.

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Von hier müssen wir dann weiter zur Unterkunft, die doch fast 1,5h entfernt liegt. Die Fahrt geht durch dicht besiedeltes Gebiet, immer parallel zur Baustelle der neuen Autobahn. Kurz bevor wir das Ziel erreichen, rufe ich den Besitzer an. Er meint nur, wir werden nicht selber zum B&B finden, aber er holt uns bei einer kleinen weißen Kapelle an. Bevor es allerdings soweit ist, müssen wir noch so manche Kehre auf einer sehr engen Bergstraße meistern. Doch schlussendlich kommen wir dann doch bei der Unterkunft an.

Ehemals eine Seidenraupenzucht, wurde dieses Gebäude vom jetzigen Besitzer sehr stylisch her- und eingerichtet. Wir fühlen uns sogleich wohl, die Zimmeraufteilung ist auch gleich erledigt. Auf die Frage, wo wir noch gut essen können, bekommen wir eine Empfehlung für ein feines Restaurant in der Nähe. Ein Anruf zur Reservierung wird getätigt, dann brechen wir auf. Dank der guten Wegbeschreibung erreichen wir die „Trattoria Capitello Della Cocca“ schon sehr bald. Hoch über dem Tal gelegen, ist die Aussicht auch sehr schön…

Wir essen verschiedene Fleischgerichte, dazu gibt es sehr guten Hauswein, der Liter für €6.-. Eine Nachspeise rundet das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes ab, denn vollgefressen kommen wir später in der Unterkunft an. Dort genehmigen wir uns noch ein Bier, besprechen den nächsten Tag und haben es lustig. Ein feiner Tag neigt sich dem Ende zu, wir sind schon gespannt, was morgen auf uns zukommt.

Stationen:
– Aldrans
– Crepano del Grappa
– Castelgomberto

Tour auf die „Porta Fontale, 1.028m“
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 6,39 km
Höhenmeter: 656 m

180102 Hausputz und 180103 Zum Equator

02.01.2018

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von häuslichen Tätigkeiten. Es gilt die Wäsche zu waschen, die Sachen zu ordnen, und eine ugandische Spezialität: die Haare machen.

Für meinen Teil verbringe ich den meisten Tag auf der Veranda und lese ein Buch. Auch hier wieder der Kindle, ein Segen.

Am Abend gehen wir mit den Kindern noch ins „Il Paradiso“, einem Restaurant mit äthiopischer und internationaler Küche, also für jeden was dabei. Letu und Aga bestellen sich zusammen eine Pizza, Sara und Pipa bekommen Chickenwings mit Pommes

Lucy und ich gönnen uns Enyera (äthiopisches Sauerbrot) mit Rindfleisch und Fisch. Sehr lecken und auch gut würzig 🤪.

Beim heimkommen gehen die Kinder flux ins Bett und wir großen gönnen uns noch ein paar indische Soaps und im Anschluss „Die Rückkehr der Mummie“.

Stationen

  • Kampala

03.01.2018

Heute gehts zum Equator. Der liegt ca. 50km südlich von Kampala, also nicht so besonders weit. Wir müssen allerdings durch den dichten Verkehr von Kampala durch, da dauert alles ein wenig länger.

Bald jedoch lassen wir den staubigen Stadtalltag mit der Hektik hinter uns und fahren auf der Masaka-Route in den Süden. Leider ist der Name, ursprünglich der einer Stadt auch im übertragenen Sinn zu verstehen. Die meisten und brutalsten Unfälle in Uganda ereignen sich hier.

Wir erreichen allerdings ohne Zwischenfälle den Equator, wo wir uns erst mal ein Soda gönnen.

Dann lassen wir uns das Wasserexperiment zeigen, auf der Nordhalbkugel dreht sich das Wasser im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im Gegenuhrzeigersinn und direkt auf dem Equator fließt das Wasser ohne Drehung ab.

Ich habe das Experiment schon vier mal gesehen und konnte keine Unregelmäßigkeiten entdecken.

Auf dem Weg zurück stoppen wir noch für „Roadside Snacks“, Fleischspieße, gebackene Kochbananen und Sodas zum mitnehmen. So bewaffnet erreichen wir die letzte Station des Tages, Lucy’s ehemalige Secondary School.

Hinein gehen wir zwar nicht, aber wir machen ein netten Bild vor dem Gate. Dann geht es Final nach Hause, durch die dauernde Konzentration beim Fahren bin ich ganz nett geschlaucht, die Kinder tun im Garten etwas für den Bewegungsdrang. Stationen

  • Kampala
  • Equator

171229 Gulu und 171230 Nach Kampala

29.12.2017

Da wir am Vortag relativ spät angereist sind und aber Vollpension gebucht haben, dürfen wir noch bis 14 Uhr in der Lodge bleiben. Um 15:50 Uhr müssen wir auf jeden Fall aus dem Park sein, da der Eintritt immer 24 h gültig ist.

Daher wird zuerst einmal herzhaft gefrühstückt, es gibt alles was das Herz begehrt. Auch Nutella für die Kinder ist da. Letu kann nicht genug von Pfannkuchen mit der Haselnusscreme bekommen.

Anschließend gehts für einen Teil nochmals in den Swimmingpool. Leider haben nicht alle von der Partie Badesachen mitgenommen, da heißt es teilen. Letu bekommt meine Hose, die nun ausschaut wie eine Boxershort.

Viele Stunden bleiben die Kinder im Wasser, es ist super erfrischend bei der mittäglichen Hitze. Leider haben wir die Sonne nicht mit eingerechnet, und beim Mittagsbuffet hat Sara stark gerötete Backen und Letu klagt über Augenschmerzen. Verblitzt, oder evtl. auch das Chlor, auf den Fall kann er die Augen fast nicht offenhalten.

Zum Glück habe ich Augentropfen dabei, die lindern zumindest das Kratzen.

Nach dem Mittagessen fahren wir los, nächste Station ist Gulu, einer Stadt im Norden, in der Sinia früher gearbeitet hat. Zu meiner Zeit war die Gegend nicht sicher hier, die berüchtigte LRA (Lord Resistance Army) trieb hier ihr Unwesen. Aber seit Jahren ist hier Ruhe eingekehrt und die Stadt befindet sich im Aufschwung.

Wir übermachen in einem Hotel in der Nähe des berühmten „Acholi Inn“, ein kleines Restaurant ist mit angeschlossen.

Lucy und Sinia fahren am Abend noch auf Verwandtenbesuch, ich bleibe mit den Kindern im Hotel, da sie beide angeschlagen sind. Auch Lucy’s Patenkind, Treva, fühlt sich nicht wohl, er hat Bauchschmerzen. Wir vermuten das ungewohnte Essen in Chobe.

Später essen wir im Restaurant noch eine Kleinigkeit, es gibt für die Kinder einen Cheeseburger. Toll.

Stationen

  • Chobe Lodge
  • Gulu

30.12.2017

Unsere Runde ist nun fast zu Ende, den zweiten Teil der Reise werden wir in Kampala verbringen.

Die Fahrt von Gulu nach Kampala verläuft ohne Probleme, bis auf die Geschwindigkeitskontrolle der ugandischen Polizei, die mich mit 57 km/h im Ortsgebiet erwischt. Meine Bemerkung, der Tacho muss falsch anzeigen, scheint zu überzeugen, ich darf ohne Strafe weiter: „Happy new year“.

Nach ca. 6 h erreichen wir sicher das Haus in Kampala. Der Abend vergeht unspektakulär, ein paar Biere, gutes Essen und feine Gespräche, dazu ugandische Musikclips im Fernsehen. Was wünscht man sich mehr. 😜

StationenGulu

  • Karuma
  • Luwero
  • Kampala

171227 Radio Pacis und 171228 Chobe Safari Lodge

27.12.2017

Am Vormittag lese ich in meinem Buch, die Kinder spielen im Garten. Später fahren Lucy und die Junioren in die Stadt, während ich mich ausruhen. Die letzten Tage hatte ich eine Kieferentzündung, aber dank einem ugandischen Hausmittel habe ich das gut auskurieren können.

Am späteren Nachmittag fahren wir noch zu meiner alten Arbeitsstelle, Radio Pacis. Wir fahren mit einem Tuk-Tuk dorthin. Die gib’s auch noch nicht so lange in Arua.

Viele Neuerungen können wir bewundern, jedoch ist auch viel altbekanntes geblieben. Die alten Gebäude stehen immer noch, der Weinberg existiert auch noch.

Father Tonino und Sherry empfangen uns herzlich, auch der „neue“ Horizontler, Michael Dornetshuber mit Familie ist da. Damals zu meiner aktiven Zeit hätte mich Michael in die Geheimnisse der Radiostation eingeführt.

Der traditionelle Weihnachtsbaum steht auch noch, obwohl es schon die vierte Generation ist. Wir genießen Eis und Snacks, Sherry ist nach wie vor eine hervorragende Gastgeberin. Feine Gespräche begleitet den Abend, mit einigen Neuigkeiten aus der Radiowelt.

Spät Abends fahren wir mit dem Tuk-Tuk zurück nach Hause. Ein gutes Gefühl, dass mein ehemaliges Projekt noch so gut läuft.

Stationen

  • Arua
  • Radio Pacis

28.12.2017

Früher Aufbruch ist wieder angesagt, heute gehts in die Chobe Safari Lodge. Bis wir alles und jeden in Anyavu eingepackt haben, vergehen jedoch Stunden. Doch irgendwann kommen wir doch los, ab in den Süden.

Wir nehmen die selbe Strecke nach Pakwach, dort wollen wir und trennen, das kleine Auto mit dem Gepäck fährt auf der Hauptstraße weiter, während wir durch den Park fahren wollen. Schon beim Eingang sehen wir viele Elefanten.

Am Gate empfiehlt uns der Ranger, eine grundehrliche Haut, dass wir schon recht spät dran sind und besser auch die Hauptstraße nehmen sollen. Um diese Uhrzeit sind die Elefanten auch recht aktiv und die Parkstrassen könnten verlegt sein.

Schweren Herzens nehmen wir auch den Hauptweg zur Chobe Lodge. Bei Karuma biegen wir auf den anderen Pfad zur Lodge. Kurz bevor wir unsere Unterkunft erreicht haben, sehen wie eine Abzweigung zu einem Wasserloch. Das lassen wir uns nicht entgehen. Und dem ist gut so, wir sehen haufenweise Giraffen, Affen, Warzenscheine, Gazellen.

Und dann erreichen wir endlich unser Ziel, die neu aufgebaute Chobe Lodge.

Ein wahres Prachthotel, und das Beste ist der Swimmingpool. Die Kinder sind gleich im Schwimmdress, und rein gehts ins kühle Nass. Unter uns im Nile hören wie die Nilpferde sich geräuschvoll auf die Nacht vorbereiten. Und auch das Essen am Abend lässt sich sehen.

Am Abend sitzen wir noch zusammen und genießen den Abend.

Stationen

  • Arua
  • Pakwach
  • Karumabridge
  • Chobe Lodge (Murchison Falls National Park)