Archiv der Kategorie: Reisen

171229 Gulu und 171230 Nach Kampala

29.12.2017

Da wir am Vortag relativ spät angereist sind und aber Vollpension gebucht haben, dürfen wir noch bis 14 Uhr in der Lodge bleiben. Um 15:50 Uhr müssen wir auf jeden Fall aus dem Park sein, da der Eintritt immer 24 h gültig ist.

Daher wird zuerst einmal herzhaft gefrühstückt, es gibt alles was das Herz begehrt. Auch Nutella für die Kinder ist da. Letu kann nicht genug von Pfannkuchen mit der Haselnusscreme bekommen.

Anschließend gehts für einen Teil nochmals in den Swimmingpool. Leider haben nicht alle von der Partie Badesachen mitgenommen, da heißt es teilen. Letu bekommt meine Hose, die nun ausschaut wie eine Boxershort.

Viele Stunden bleiben die Kinder im Wasser, es ist super erfrischend bei der mittäglichen Hitze. Leider haben wir die Sonne nicht mit eingerechnet, und beim Mittagsbuffet hat Sara stark gerötete Backen und Letu klagt über Augenschmerzen. Verblitzt, oder evtl. auch das Chlor, auf den Fall kann er die Augen fast nicht offenhalten.

Zum Glück habe ich Augentropfen dabei, die lindern zumindest das Kratzen.

Nach dem Mittagessen fahren wir los, nächste Station ist Gulu, einer Stadt im Norden, in der Sinia früher gearbeitet hat. Zu meiner Zeit war die Gegend nicht sicher hier, die berüchtigte LRA (Lord Resistance Army) trieb hier ihr Unwesen. Aber seit Jahren ist hier Ruhe eingekehrt und die Stadt befindet sich im Aufschwung.

Wir übermachen in einem Hotel in der Nähe des berühmten „Acholi Inn“, ein kleines Restaurant ist mit angeschlossen.

Lucy und Sinia fahren am Abend noch auf Verwandtenbesuch, ich bleibe mit den Kindern im Hotel, da sie beide angeschlagen sind. Auch Lucy’s Patenkind, Treva, fühlt sich nicht wohl, er hat Bauchschmerzen. Wir vermuten das ungewohnte Essen in Chobe.

Später essen wir im Restaurant noch eine Kleinigkeit, es gibt für die Kinder einen Cheeseburger. Toll.

Stationen

  • Chobe Lodge
  • Gulu

30.12.2017

Unsere Runde ist nun fast zu Ende, den zweiten Teil der Reise werden wir in Kampala verbringen.

Die Fahrt von Gulu nach Kampala verläuft ohne Probleme, bis auf die Geschwindigkeitskontrolle der ugandischen Polizei, die mich mit 57 km/h im Ortsgebiet erwischt. Meine Bemerkung, der Tacho muss falsch anzeigen, scheint zu überzeugen, ich darf ohne Strafe weiter: „Happy new year“.

Nach ca. 6 h erreichen wir sicher das Haus in Kampala. Der Abend vergeht unspektakulär, ein paar Biere, gutes Essen und feine Gespräche, dazu ugandische Musikclips im Fernsehen. Was wünscht man sich mehr. 😜

StationenGulu

  • Karuma
  • Luwero
  • Kampala

171227 Radio Pacis und 171228 Chobe Safari Lodge

27.12.2017

Am Vormittag lese ich in meinem Buch, die Kinder spielen im Garten. Später fahren Lucy und die Junioren in die Stadt, während ich mich ausruhen. Die letzten Tage hatte ich eine Kieferentzündung, aber dank einem ugandischen Hausmittel habe ich das gut auskurieren können.

Am späteren Nachmittag fahren wir noch zu meiner alten Arbeitsstelle, Radio Pacis. Wir fahren mit einem Tuk-Tuk dorthin. Die gib’s auch noch nicht so lange in Arua.

Viele Neuerungen können wir bewundern, jedoch ist auch viel altbekanntes geblieben. Die alten Gebäude stehen immer noch, der Weinberg existiert auch noch.

Father Tonino und Sherry empfangen uns herzlich, auch der „neue“ Horizontler, Michael Dornetshuber mit Familie ist da. Damals zu meiner aktiven Zeit hätte mich Michael in die Geheimnisse der Radiostation eingeführt.

Der traditionelle Weihnachtsbaum steht auch noch, obwohl es schon die vierte Generation ist. Wir genießen Eis und Snacks, Sherry ist nach wie vor eine hervorragende Gastgeberin. Feine Gespräche begleitet den Abend, mit einigen Neuigkeiten aus der Radiowelt.

Spät Abends fahren wir mit dem Tuk-Tuk zurück nach Hause. Ein gutes Gefühl, dass mein ehemaliges Projekt noch so gut läuft.

Stationen

  • Arua
  • Radio Pacis

28.12.2017

Früher Aufbruch ist wieder angesagt, heute gehts in die Chobe Safari Lodge. Bis wir alles und jeden in Anyavu eingepackt haben, vergehen jedoch Stunden. Doch irgendwann kommen wir doch los, ab in den Süden.

Wir nehmen die selbe Strecke nach Pakwach, dort wollen wir und trennen, das kleine Auto mit dem Gepäck fährt auf der Hauptstraße weiter, während wir durch den Park fahren wollen. Schon beim Eingang sehen wir viele Elefanten.

Am Gate empfiehlt uns der Ranger, eine grundehrliche Haut, dass wir schon recht spät dran sind und besser auch die Hauptstraße nehmen sollen. Um diese Uhrzeit sind die Elefanten auch recht aktiv und die Parkstrassen könnten verlegt sein.

Schweren Herzens nehmen wir auch den Hauptweg zur Chobe Lodge. Bei Karuma biegen wir auf den anderen Pfad zur Lodge. Kurz bevor wir unsere Unterkunft erreicht haben, sehen wie eine Abzweigung zu einem Wasserloch. Das lassen wir uns nicht entgehen. Und dem ist gut so, wir sehen haufenweise Giraffen, Affen, Warzenscheine, Gazellen.

Und dann erreichen wir endlich unser Ziel, die neu aufgebaute Chobe Lodge.

Ein wahres Prachthotel, und das Beste ist der Swimmingpool. Die Kinder sind gleich im Schwimmdress, und rein gehts ins kühle Nass. Unter uns im Nile hören wie die Nilpferde sich geräuschvoll auf die Nacht vorbereiten. Und auch das Essen am Abend lässt sich sehen.

Am Abend sitzen wir noch zusammen und genießen den Abend.

Stationen

  • Arua
  • Pakwach
  • Karumabridge
  • Chobe Lodge (Murchison Falls National Park)

171225 Heilige Messe und 171226 Maracha

25.12.2017

Am Vormittag, nach einem ausführlichen Frühstück afrikanischer Prägung, das heißt Kochbananen mit Fleischstücken, machen wir uns auf ins Heimatdorf von Lucy. Wir fahren von Arua nach Vurra, um dann dem Grenzverlauf zur DR Kongo entlang nach Logiri zu reisen.

Von dort ist es noch ein Katzensprung nach Anyavu, und zur Kirche.

Diese ist zwar schon 2 Stunden in Gänge, aber wir sind trotzdem herzlichst willkommen. Der Bruder von Lucy, Alex, freut sich riesig uns zu sehen. Vor der Kirchengemeinschaft müssen wir uns auch noch vorstellen, dabei kann ich meine drei Worte Lugbara wieder mal zum Besten geben. Großes Gelächter ist die Folge, die Leute sind nicht gewohnt, dass ein Mundu (Weißer) ihre Sprache beherrscht: Mi n’goni, ma ru Mike (Wie gehts, mein Name ist Mike).

Nach der heiligen Messe fahren wir noch zum Heimhaus, zollen den Gräbern von Semi und Hannah Oguda, den Eltern von Lucy Respekt. Dann steht das obligatorische Essen auf dem Plan, gefolgt von einem leckeren Weihnachtskuchen.

Die Zeit vergeht, bald schon heißt es Abschied nehmen und wir fahren im letzten Sonnenlicht zurück nach Anyafio. Den Abend verbringen wir gemütlich zu Hause.

Stationen

  • Arua
  • Vurra
  • Logiri
  • Anyavu

26.12.2017

Heute gehts weiter mit den Verwandtenbesuchen, wir fahren nach Maracha. Dort war ich zu meinen Dienstzeiten öfter mal zum Helfen im Krankenhaus, auch hier macht sich die neue Straße sofort bemerkbar. War es zu meinen Zeiten ein „hardship“, hier herzufahren, ist die Strecke heute bequem in 15 Minuten gemeistert.

Hier treffen wir Aunti Dee, eine Schwester von Lucy’s Mutter. Wir werden, natürlich, zum Essen eingeladen.

Der Gockelhahn muss aber erst noch eingefangen werden, daher besuchen wir gleich in der Nähe Tutu, eine Freundin von Lucy. Wir bekommen ein Bier und Soda’s serviert, dann steht auch hier ein volles Essen auf dem Tisch.

Na das kann ja noch heiter werden. Schmecken tut’s natürlich vortrefflich, daher langen wir auch richtig zu. Nach dem Essen gibts eine feine Pause, bevor wir zum nächsten Festmahl eilen.

Da auf einem ugandischen Bauernhof alle Tiere frei rumlaufen, haben unsere Kinder schon bald die Geißlein entdeckt. Welch ein Hallo.

Bei Aunti Dee dann das gleiche Spiel, der Gockel ist nun fertig, dazu gibts leckeres Ugali und Gemüse. So kann man schon leben. Gemütliches Plauschen mit den Angehörigen rundet unserem Besuch ab, es wird wieder Zeit, die Rückreise anzutreten. Zum Abschied bekommen sie noch eine Flasche Rotwein geschenkt, die werden wir am Abend noch genießen.

Vollgefressen, mit vielen neuen Eindrücken, besonders für Letu, fahren wir glücklich nach Hause.

Stationen

  • Arua
  • Maracha

171223 Auf nach Arua und 171224 Rasttag

23.12.2017

Um 6:00 Uhr in der Früh, bevor der arge Frühverkehr startet, fahren wir los nach Arua. Überraschend wenig Verkehr wälzt sich durch Kampala, dieser Tage ist der Verkehr hier richtig zäh geworden.

Ich habe mein „eigenes“ Auto bekommen und darf gleich beweisen, ob ich den Verkehr noch beherrsche. Und so ist st es, ich bin noch immer ein guter Drängler 😁.

Bald schon sind wir aus der Hauptstadt raus und fahren auf wunderbar hergerichteten Straßen in den Norden. Ich bin überrascht, wie gut die Wege hier gerichtet wurden.

Über Luwero erreichen wir Karuma, mit der berühmten Brücke über den Nil. Leider sind heute keine Paviane zu besichtigen, denen scheint einfach zu wenig Verkehr zu sein, oder ist es doch die Hitze.

Als nächstes erreichen wir Pakwatch, dort müssen wir nochmals über den Albertnil fahren. Kurz vor der Brücke sichten wir unseren ersten Elefanten, direkt neben der Strasse.

Nun ist es zum Glück nicht mehr ganz so weit, in Nebbi bleiben wir bei einem kleinen Straßengasthaus stehen und genießen köstliches Nynassa mit Ziegenfleisch und Erbsen. Köstlich…

Nach fast 9 Stunden erreichen wir endlich müde aber zufrieden das Haus in Anyafio. Paul und Ben, die derzeitigen Bewohner grüßen uns herzlichst. Und dazu gibt es ein Leckerbierchen.

Den Abend verbringen wie in gemütlicher Runde bei Essen und Bier, dann treffe ich mich im Anschluss noch mit „meinen“ ehemaligen Technikern, und höre mir an, wie es ihnen so ergangem ist. Es ist schön zu sehen, dass es allen gut geht.

StationenKampala

  • Luwero
  • Karuma
  • Parkwach
  • Nebbi
  • Arua

24.12.2017

Auch heute dürfen wir richtig ausschlafen, immer ist jemand da, der die Kinder versorgt. Die letzten Reisetage stecken mir doch noch in den Knochen.

Am Abend besuchen wir Robina, eine Tante von Lucy. Wir sind zum Abendessen eingeladen, eine große Runde erwartet uns schon sehnlichst.

Wie immer schmeckt das Essen super und die Kinder finden schnell Anschluss an die Gruppe. Spät abends machen wir uns auf den Heimweg.

Stationen

  • Arua

171221 Abreise Uganda und 171222 Ruhetag

21.12.2017

Eigentlich fängt unser Abenteuer schon einen Tag vor der Abreise an. Nachdem ich online einchecken will, bekomme ich die Meldung, dass Letu’s Reisepass nur noch 3 Monate gültig ist. Das bedeutet, kein Abflug für den Junior… außer, wir bekommen noch rechtzeitig einen neuen Pass.

Lucy hängt sich mordsmässig ins Zeug, sodass nach 3 Stunden ein neuer Notpass auf dem Tisch liegt. Puh, nochmals Glück gehabt.

Alfons bringt uns um 2 Uhr in der Früh zum Flughafen nach München. Der Verkehr ist wie zu erwarten sehr gering, sodass wir zeitig in „MUC“ stehen. Viel Gepäck wartet darauf, aufgegeben zu werden.

Bald schon sitzen wir im Flieger nach Brüssel, schnell umgestiegen befinden wir uns auf dem Weg nach Entebbe. Ein Zwischenstopp in Kigali gehört einfach dazu.

Um 00:45h erreichen wir endlich, nach fast 23 Stunden das Haus von Sinia, der Schwester von Lucy. Alles ist gut gegangen. Am Immigrationoffice sind wir schnell durchgekommen.

Die Wärme und die geruchsintensive Umgebung ziehen mich sofort wieder in den Bann, es ist schön, wieder hier zu sein.

Stationen

  • München „MUC“
  • Brüssel
  • Kigali
  • Entebbe
  • Kampala

22.12.2017

Am folgenden Tag steht mal ausschlafen auf dem Programm, dann faulenzen wir in der afrikanischen Sonne. Wir haben viel zu erzählen und hören, wie es hier zugeht. Gemütliches Essen runden den faulen Tag ab. Fein ist es hier.

Stationen

  • Kampala

170923 Dragör (Dänemark)

Heute ist der Tag der traditionellen Radtour von Daniel. Einmal im Jahr macht mein Bruder eine Traditionstour zum kleinen Fischerdörfchen Dragör, um dort Fisch & Chips zu essen… aber eben nicht nur. Die Tour wird mit dem Fahrrad gemacht, und darauf freue ich mich schon sehr.
Wir schnappen uns die Räder, Daniel überlässt mir seinen Flitzer, und er nimmt ein altes Notfallfahrrad.

Direkt vor der Haustür starten wir zuerst Richtung Süden, zuerst noch durch die Stadt. Aber schon nach ein paar Minuten lichten sich die Häuserreihen und wir erreichen offeneres Gebiet.

Durch den Valbyparken hindurch erreichen wir die Küste, dieser entlang am Kystagerparken vorbei sehen wir schon die Autobahnbrücke, über die wir nach Amager rüberfahren.

Ab hier sind wir komplett in der Natur, immer entlang der Küste geht es immer weiter in den Süden. Da wir in der Nähe des Flughafens sind, hören wir immer wieder die großen Passagiermaschinen über unsere Köpfe rauschen.

Ansonsten ist es angenehm ruhig und entspannt hier.

Immer wieder bleiben wir für die vielen Geocaches, die hier verlegt sind stehen. Bei einer Station, wir suchen eine Weile, stellt Daniel fest, dass er einen „Patschen“ hat. Keine Luft mehr im Reifen… und das mitten im Naturschutzgebiet. Also in die nächste Siedlung müssen wir es wohl oder übel so schaffen. Aber mein Bruder ist hier hart in Nehmen, sowas kann die Traditionstour nicht stören.

Wir müssen nun weg von der Küste, ein wenig querfeldein, dann erreichen wir unser Ziel, Dragör.

Ein wunderschönes, kleines Fischerdörfchen, mit sehr schönen strohgedeckten Häusern.

In einem kleinen Imbisslokal gönnen wir uns einen frischen Backfisch mit Pommes. Obwohl es nicht sehr warm ist, hält man dank Windstille den Garten doch ganz gut aus.
Im Ort finden wir keinen Fahrradladen, daher muss Daniel wohl oder übel mit dem „Flat tyre“ weiterfahren. Wir schauen uns in der Nähe des Dorfes noch eine Bunkeranlage an.

Dieses Verteidigungswerk ist heute in ein Hotel umfunktioniert, die Bunker selber kann man aber noch frei begehen.

Am Westende des Flughafens vorbei erreichen wir den Nordzipfel von Amager, dann biegen wir auch schon wieder ab in Richtung Stadt. Quer durch Kristiania fahren wir direkt ins Zentrum.

Bei der Papierinsel treffen wir Bettina, wir haben ausgemacht, hier noch etwas zu essen. Allerlei leckere Sachen gibt es hier, Daniel und ich entscheiden uns schlussendlich für einen Burger.

Sehr lecker…
Der Weg zur Wohnung führt uns dann auch schon bekannten Wegen zurück.

Tourendaten
Gesamtlänge: 55,4 km
Gesamtdauer: 9:00 h
Höhenmeter: 301 m

Route

170922 Kopenhagen

Nachdem wir richtig lange ausgeschlafen haben, machen sich Daniel und ich auf, die Nähe der Wohnung, in Valby nach Geocaches zu durchforsten. Die erste Station ist die „Jesuskirken“, die wir besuchen.

Der Bau ist zwar noch nicht so alt, aber beeindruckend. Die Kirche wurde 1891 von Carl Jacobsen und Carlsberg im Stile der alten italienischen Kirchen erbaut.
Da Daniel nach dem Kirchenbesuch noch etwas zu arbeiten hat, trennen wir uns hier und ich mache mich auf, mit dem Fahrrad eine kleine Runde durch die Hauptstadt Dänemarks zu machen.

Mit dem Rad kommt man ja ganz nett rum, daher kann ich einige Bereiche der Stadt abklappern.

Von Valby fahre ich über Umwege nach Vesterbro, vorbei am Herz in der Mitte der Straße, neben dem afrikanischen Shop.

Weiter geht’s am „Sankt Jörgens Sö“, einem künstlich angelegten See vorbei, und schließlich erreiche ich die Knippelsbro, eine Brücke im Herzen von Kopenhagen.

Der lustige Name der Brücke rührt vom ersten Brückenmeister (Brückenaufseher), Hans Knip, aus dem Jahre 1641 her.

Nächste Station ist das touristische Herz und auch früher der zentrale Punkt der Stadt, der Nyhavn, der neue Hafen. Neu ist der Hafen nicht, das ist einer der ältesten Häfen in Kopenhagen.

Wunderschön liegen die kleinen Schiffe inmitten von bunten Häusern. Größere Kähne haben hier keinen Platz, daher hat der Hafen auch keine Bedeutung als traditioneller Anlegepunkt. Hier wohnte auch Hans Christian Anderson, der berühmte Märchendichter eine Weile.

Am Nyhavn treffe ich auch Daniel wieder, der nun seine Arbeit abgeschlossen hat. Wir spazieren noch eine Weile zwischen hunderten Touristen herum. Auch an einem Museum, das mit einer aktuellen Fassadenausstellung an die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gedenkt, kommen wir vorbei.

Da uns der letzte Abend doch ein wenig in den Knochen steckt, fahren wir nach Hause und genießen einen gemütlichen Fernsehabend.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16,3 km
Gesamtdauer: 3:00 h
Höhenmeter: 70 m

Route
kopenhagen

170921 Kopenhagen

Nachdem ich dienstlich in der Nähe von Kopenhagen zu tun hatte, bot es sich an, noch ein paar Tage anzuhängen und bei Daniel, meinem Bruder in Kopenhagen zu urlauben. Schon der Start, in Hillerode, ist sehr interessant.

Am Abend, nach getaner Arbeit, spazieren wir ein wenig in der Stadt herum. Ein gemütlicher Flecken Erde, mit einem sehr sehenswerten Schloss, Frederiksborg.

Wir spazieren durch den Park rund um das Schloss, wahrscheinlich die interessantest Variante, diesen Prunkbau zu erleben.

Da es schon am Abend schlägt, ist die Stimmung wunderbar.

Am nächsten Nachmittag, wir müssen bis Mittag arbeiten, ist es dann soweit, ich steige bei Daniel in Kopenhagen ab, und werde hier die nächste 3 Tage verbringen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause in der Wohnung machen wir eine kleine Erkundungstour durch die Stadt. Da Kopenhagen die Hauptstadt der Fahrräder ist, machen wir das stilecht mit älteren Drahteseln. So gefällt mir das.

Am Abend ist zufälligerweise der „Stammtisch der Deutschsprachigen“, an dem ich auch teilnehmen kann.

Dort treffe ich meinen alten Volkschulfreund Thomas, der mittlerweile auch in Kopenhagen lebt. Die Welt ist doch klein…

Natürlich fließt das Bier in Strömen und spät, aber zufrieden sinken wir ins Bett.

170505 Malta – Rückreise

Heute ist der letzte Tag, der Urlaub ist schon wieder vorbei. Früh schon müssen wir zum Flughafen. Gott sei Dank ist das mit der Unterkunft kein Problem, gepackt haben wir schon am Vortag.

Um 8:45 geht unser Flug retour nach München. Also alles in allem ein straffes Programm in der Früh.

Wir erreichen zeitig den Flughafen, zum Glück haben wir das Auto schon am Vortag zurückgegeben. Schon nach 10 Minuten sind wir auf dem Weg zum Check-In Schalter.

Der Flug vergeht dann sprichwörtlich wie im Fluge, die Sicht auf die Alpen ist wunderschön. Fliegen hat schon immer wieder etwas Aufregendes…

Mit dem Zug geht es dann von München noch nach Innsbruck, und schon bald erreiche ich wieder bekannten Boden.

Jetzt freue ich mich schon richtig auf meine Familie…

Stationen
– Marsaxlokk
– Luqa
– München
– Innsbruck
– Aldrans

170504 Malta – Valletta

Wenn man schon mal in Malta ist, dann muss man einfach einen Tag in Valetta einplanen.

Diese Stadt ist in sich ein Wunderwerk der damaligen Stadtbautechnik. Wohl überlegt und geplant, wurde diese Stadt zuerst mit der Stadtmauer als Außengrenze, im zweiten Teil des Ausbaus erst die Wohnstadt erbaut.


Stark befestigt, damit die Piraten, die damals das Mittelmeer unsicher machten, keine Möglichkeit hätten, die Stadt einzunehmen, wurde dies auch das Credo der Stadt.
Ein weiterer Fakt, der hervorzuheben ist, ist das Krankenhaus, das zu der damaligen Zeit als eines der Besten der westlichen Hemisphäre galt.

Wir fahren mit dem Bus von unserer Unterkunft in die Hauptstadt, heute verzichten wir auf das Mietauto. Da Parkplätze sehr spärlich sind, ist das wohl auch die einzige Möglichkeit, entspannt einen Tag in der Stadt zu verbringen.

Ein Stadtrundgang ermöglicht es uns, zuerst einmal einen Überblick über die Stadt zu erlangen. Der englische Einfluss ist nicht zu verleugnen, überall sieht man die Spuren der letzten Fremdherrscher.

Ein Haus, das wir uns umbringt anschauen wollen, ist die „Casa Rocca Piccola“, ein Wohngebäude eines alten maltesischen Adelsgeschlechts, das bis heute gut erhalten ist und als Museum für diese Zeit Zeugnis abgeben kann.

Die Führung durch das Haus ist sehr interessant, einige Fakten über das ehemalige Leben wird uns erklärt.

Die einzelnen Wohnräume sind noch authentisch eingerichtet.

Das Highlight ist sicher die Bunkeranlage unter dem Gebäude, die nicht nur für die Hausbewohner, sondern auch für die anliegenden Anwohner errichtet wurde.

Der Hausherr gesellt sich am Schluss der Führung auch noch dazu und zeigt uns seinen ganzen Stolz, einen wunderschönen, riesigen Papagei.

Die nächste Station ist das Fort Elmo, eine berühmte Zitadelle der westlichen Welt.

Wie oft hatte diese Befestigung schon die anstürmenden Heere des Ostens abgewehrt, die letzten kriegerischen Aktionen fanden im zweiten Weltkrieg statt.

Malta galt als „fixer Flugzeugträger“ für die Engländer das Mittelmeer kontrollierte, und die Nachschubwege der Deutschen störte.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, wahrscheinlich die am meisten herausragende, ist die Kathedrale der Malteser, die St. John’s Co-Cathedral.

Es gibt sozusagen an jeder Ecke von Malte eine Kirche, aber diese ist wohl an Schmuck und Prunk nicht zu überbieten.

Alle Landesgruppen konnten sich hier in Gold und Juwelen verewigen, daher versuchte sich jede Landesgruppe zu profilieren. Mit der Idee Jesu hat das wohl nicht mehr viel zu tun, aber optisch ist die Kathedrale wohl wirklich einzigartig und schön.

Nachdem wir uns hier sattgesehen haben, wandern wir weiter durch die lieblichen Gassen von Valetta, in einem Café rasten wir uns ein wenig aus.

Wir spazieren noch ein wenig in der Stadt um, dann machen wir uns wieder auf nach Marsaxlokk, den Abend lassen wir mit einem sehr guten Essen ausklingen.

Hier lassen wir die Eindrücke des Tages

im gemütlichen Hafen Revue passieren.

Stationen:
– Stadtrundgang
– Casa Rocca Piccola
– Fort Elmo
– St. John’s Co-Cathedral
– Marsaxlokk