Archiv der Kategorie: Wandern

181006 Padastertal

Nachdem wir das letzte Mal den Brenner Basistunnel live erlebt hatten, haben wir ein paar Geschichten über dieses Riesenprojekts in Europa gelernt. Ein interessanter Punkt war die Entsorgung des Aushubs, der natürlich bei so einem tollen Projekt anfällt. Und hier kommt das Padastertal ins Spiel: als kleine Seitental des Wipptals wird dieser Platz über die Jahre hin weg mit dem ganzen Aushub, der in diesem Bereich anfällt, befüllt werden.

Wir wollen uns anschauen, wie dieses Tal jetzt gerade ausschaut, in ein paar Jahren werden wir wieder zu einer Bestandsaufnahme kommen und wahrscheinlich über die Veränderungen verwundert sein.

Wir starten unsere Wanderung bei der wunderschönen und modernen Kapelle, die den Eingang des Padastertals seit ein paar Jahren ziert.

Der Pfad zieht interessant auf der Orografisch linken Seite in das Tal hinein, schwierigere Stellen wurden von den Erbauen mit Stallstiegen und Holzkonstruktionen entschärft.

Obwohl sicher, sind manche Konstruktionen doch mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Die Luft unter den Füßen scheint nicht enden zu wollen.

Von jeder Stelle des Steigers sieht man in den Talboden, in dem schon fleißig Aushubmaterial deponiert wurde.

Abwechslungsreich ist der Steig alle Mal, das Highlight ist wohl der begehbare Trinkwasserstollen am Ende des Tales. Ein Eisentor an jeder Seite versperrt den Zugang, jedoch ist es Besuchern des Tales gestattet, durch den Stollen hin durch zu wandern.

Der Stollen ist nur ein paar hundert Meter lang, aber speziell für die Jugend sehr spannend.

Da es im Tunnel recht kalt ist, sind wir froh als wir wieder an die frische, warme Herbstluft kommen.

Natürlich finden wir auf dem Weg ein paar Geocaches, meine Kinder helfen mir fleißig die einzelnen Dosen zu bergen.

Eine schöne Runde neigt sich bald dem Ende zu, wir erreichen wir den Ausgangspunkt am Eingang des Padastertals.

Während die Kinder am Straßenrand kurz warten, hole ich das Auto, dass doch ein paar Meter im Talinneren geparkt ist.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 6,00 km
Höhenmeter: 268 hm

180929 Sellesköpfe (1.644m)

Heute steht ein Ausflug mit Oma und den Kindern an. Wir haben uns entschlossen, obwohl der Wetterbericht nicht ganz so tolles Wetter ansagte, nach Nauders zu fahren und dort Hochfinstermünz, Altfinstermünz und die Sellesköpfe anzuschauen.

Die Fahrt startet um 9:00 Uhr in Aldrans, dort machen wir uns auf nach Wildermieming, wo wir die Oma abholen. Dann fahren wir weiter. Erstes Ziel ist das bekannte „Grandhotel Hochfinstermünz“, ein geschichtlich interessanter Bau, der auf der Reschenstraße liegt. Dies war in früheren Zeiten ein berühmtes Hotel, in dem namhafte Personen, unter anderem Luis Trenker abgestiegen waren. Auch Filme, wie „Der Rebell“ und „Der Feuerteufel“ wurden hier gedreht.

Heute ist vom vergangenen Gland nicht mehr viel geblieben, die letzte Wirtin, „Frau Emmi“, ist heuer im Frühjahr gestorben, seit dem fristet das Hotel, das schon über die letzten Jahrzehnte immer mehr in Vergessenheit geraten ist, ein Schattendasein und verfällt zusehens. Trotzdem war es gerade für die Kinder interessant, ein wenig bei dem Gebäude durch die Fenster zu sehen und vielerlei Dinge zu entdecken.

Direkt vom Hotel zweigt dann auch ein Pfad hinunter zum Inn, der hier noch relativ klein ist, und zur Festung Altfinstermünz.

Wir wandern einen steilen Waldpfad runter, immer lauter hören wir den Inn, der hier auch schön grün ist, rauschen. Und hier erreichen wir noch einen geschichtsträchtigen Platz, das heute sehr schön renovierte Altfinstermünz. Diese Grenzfestung zur Schweiz hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Schon zu Römerzeiten, als Via Claudia Augusta war dies einer der wichtigsten Alpenübergänge, erst der Bau der Brennerstraße ließ den Reschen ein wenig in den Hintergrund rücken.

Leider ist genau heute das Museum geschlossen, sodaß wir die Anlage nur von aussen besichtigen können. Ein Grund, wieder einmal an diesen schönen Ort zurückzukehren. Es stimmt schon nachdenklich, dass der Verkehr ins Engadin einmal über diese kleine Holzbrücke verlief. Heute wohl unvorstellbar…

Nachdem wir uns sattgesehen haben, steigen wir uns wieder den steilen Waldhang hinauf, und fahren weiter nach Nauders und zur Norbertshöhe. Dort stellen wir unser Auto ab, denn jetzt steht die zweite Wanderung an, auf die Sellesköpfe.

Zuerst geht es auf einem gemütlichen Feldweg durch den Wald, hier können wir auch ein paar Geocaches der Runde „Kampf um die Sellesköpfe“ einsammeln. Die Kinder halfen fleissig mit, manchmal mit lustigen Verrenkungen…

Bald erreichen wir die freien Flächen mit Blick auf Nauders. Alte Stellungen sind hier sichtbar, und es wird uns bald klar, warum genau auf diesem Hügel die Stellungen erbaut wurden. Der Blick reicht weit über Nauders hinweg, ein idealer Aussichtspunkt.

Ab hier befinden wir uns nun auf dem Kaiserschützenweg, der an der Westseite der Sellesköpfe, hoch über dem Inn kühn in die abschüssige Wand gebaut wurde. Ein besonderer Punkt ist der „Hohe Turm“, eine wilde Felsnadel, die über dem Tale thront.

Nun erreichen wir die verfallene Zettler Alm, und die in der Nähe liegenden Kavernen. Das ist wieder ein sehr spannender Teil, den die Kinder gerne erkunden. Teilweise wurde hier das beschwerliche Leben der Kaiserjäger nachgestellt, ein Stockbett, eine Essensecke und weitere spärliche Einrichtung kann hier bewundert werden. Ein hartes Los, das auch schon ohne kriegerische Aktionen beschwerlich genug gewesen sein muß.

Jetzt sind wir nicht mehr weit vom Ausgangspunkt entfernt, für die Kinder ist der der Weg nun schon beschwerlich geworden. Doch die Aussicht auf ein Eis hebt die Stimmung wieder, wir müssen nur noch das Gasthaus erreichen.

Am Gasthaus angelegt verschwinden die beiden Junioren gleich am Spielplatz, auch eine lustige Strandmuschel erregt ihre Aufmerksamkeit.

Wir genießen ein Eis in der warmen Herbstsonne und lassen den schönen Tag Revue passieren. Das war wieder ein schöner Tag, bei dem das Wetter bestens mitgespielt hat.

Tourendaten Altfinstermünz
Gesamtdauer: 50 min.
Gesamtlänge: 2,74 km
Höhenmeter: 145 m

Tourendaten Sellesköpfe
Gesamtdauer: 3:00 h
Gesamtlänge: 6,85 km
Höhenmeter: 373 m

180910 Geocachen im Angesicht der Serles

Wieder mal ein schöner Tag und nicht wirklich ein strenges Programm… also gehen Letu und ich einmal mehr Geocachen. Nachdem wir die Karte studiert haben, sehen wir, dass bei den Serlesbahnen noch ein paar Dosen auf ihre Entdeckung warten.

Mit der Gondel fahren wir hinauf zur Bergstation, unterwegs bewundern wir die kühnen Rodler, die bei der Sommerrodelbahn hinunterschießen. Nicht alle haben den Dreh draußen, aber das sollen wir später auch noch selber feststellen. Letu hat die Bahn gesichtet, danach dreht sich alles nur noch um die spätere Abfahrt. Wir werden sehen…

Von der Bergstation aus folgen wir den Koordinaten zu den einzelnen Dosen, die Sucherei geht immer schnell von Statten.

Schöne Dosen sind hier versteckt, wir können auch ein paar Travelbugs, die ich in der letzten Zeit gesammelt habe, ablegen.

Die Runde haben wir flott absolviert, Letu hilft fleißig mit, und bald schon stehen wir wieder bei der Bergstation.

Nun sehe ich, dass eine riesige Menschenschlange bei der Abfahrt mit der Sommerrodelbahn steht. Da vergeht mir schon die Lust auf dieses Vergnügen. Aber Letu will unbedingt einmal fahren, also holen wir uns die Tickets und gönnen uns den Spaß.

Überraschenderweise geht es dann doch schneller als befürchtet, und schon bald sitzen wir in den gelben Flitzern.
Die Abfahrt ist toll, aber vor uns ist eine Touristin mit ihrer Tochter, die den ganzen Betrieb aufhält. Also müssen wir immer wieder langsam fahren, um wieder ein wenig Aktion zu bekommen.

Unten angekommen ist Letu total glücklich, das hat ihm richtig Spaß gemacht. Und mir natürlich auch…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:25 h
Gesamtlänge: 6,16 km
Höhenmeter: 265 m

180825 Karwendelmarsch

Tagwache: 3:15h. Das ist hart. Aber das ist das Motto für den ganzen Tag… heute steht endlich der Karwendelmarsch 2018 auf dem Programm.

Mit von der Partie sind Daniel, Alfons, Papa und ich. Wir treffen uns um 4:45h in Scharnitz, vorab wollen wir noch trockene Kleidung zum Transport nach Pertisau abgeben. Wir gehen gemeinsam ins Startgebiet, geben die Kleidung ab und stellen uns auf.

Um 6:00 Uhr fällt der Startschuss, nach schöner Tiroler Art mit Kanone. Dann setzen sich die Läufer und Wanderer in Bewegung. Das befürchtete Schubsen und Stechen mit Wanderstöcken fällt zwar aus, aber es ist gerade in der Anfangsphase sehr stressig. Das legt sich erst nach einer Weile…

Ist es die Aufregung oder doch der Kaffee, aber schon nach kurzer Zeit müssen Papa und ich „mal wohin“. Also übergeben wir die Stöcke an Alfons und Daniel und schlagen uns ins Gemüse. Schon nach kurzer Zeit sind wir wieder auf der Piste, im Laufschritt versuchen wir unsere Gruppe wieder einzuholen. Ich blicke noch einmal über die Schulter, Papa ist genau hinter mir. Dann erreiche ich unsere Beiden. Doch Papa ist weg…

Wir beratschlagen uns kurz, beschließen aber bis zur nächsten Labestation zu gehen, damit wir uns dort wieder sammeln.

Als wir dort ankommen, ist von Papa keine Spur. Wir warten eine 1/4h, dann marschieren wir weiter. Vielleicht ist er doch vorausgegangen…

Bald haben wir den ebenen Weg durch das Karwendeltal hinter uns und es steilt ein wenig auf, hinauf zum Karwendelhaus. Die spektakuläre Lage des Berghauses könnten wir schon von weitem bewundern.

Als wir die zweite Labestation erreichen, lacht uns ein lustiger Wandersmann, Papa entgegen. Er hat uns verwechselt und ist dadurch vorausgelaufen. Wir sind auch nicht langsam gegangen, daher muss er ein Mordstempo gehabt haben. Respekt…

Es ist richtig kalt hier auf dem Sattel, daher beeilen wir uns, um gleich wieder in Bewegung zu kommen. Der erste Anstieg ist somit geschafft, nun gehts wieder ein gutes Stück nach unten. Während Alfons und ich leicht joggend ins Tal laufen, gehen Daniel und Papa wegen der schweren Bergschuhe einen Schritt langsamer. Von nun an werden wir immer an den Labestationen aufeinander warten.

Immer wieder kommen wir an gut ausgestattete Labestationen, die warmen Tee, Kekse, Obst und manchmal Suppe kredenzen. Richtig gut gemacht, das muss man den Organisatoren zu recht eingestehen.

Über die Falkenhütte, bei der gerade rege Bautätigkeit von statten gehen, und das Hohljoch wandern wir zur Eng. Vor dem Hohljoch wird der Weg schmäler und wir müssen im Gänsemarsch rauf auf das Joch.

Das ist mühsam, weil auch langsamere Wanderer am Weg sind. Und doch geht es eigentlich recht gut voran…

Schließlich erreichen wir die Eng. Hier ist die größte Labestation und gleichzeitig die Endstation des „kleinen“ Karwendelmarsches mit ca. 32km. Hier gibt’s zur Abwechslung eine stärkende Gemüsesuppe, die tut richtig gut.

Für uns ist hier aber noch nicht Ende, es geht nun wieder bergauf, hinauf zum höchsten Punkt der Tour beim Gramai Hochleger, der Binssattel (1.903 m). Zuerst kommen wir noch bei der Binsalm an, auch hier können wir uns wieder laben.

Es wird kühler, daher gehen wir schnell weiter. Nun setzt immer wieder leichter Regen ein, jedoch nicht störend. Eigentlich haben wir perfektes Wanderwetter. Einzig der Weg ist arg in Mitleidenschaft gezogenen und sehr rutschig, kein Wunder bei den Maßen an Wanderern.

Schlussendlich fällt unterwegs der Akku meines Telefons aus, zumindest glaube ich das… später stellt sich heraus, dass doch Wasser ins Telefon gekommen ist.

Vom Hochleger wandern wir nun immer abwärts, zuerst nach Gramai, dann durch das Falzthurntal hinaus Richtung Pertisau, unserem Ziel. Die letzen 8km auf der Straße ziehen sich etwas, nun regnet es auch stärker und schön langsam wird die gesamte Kleidung nass. Nach insgesamt 10:20h erreichen wir glücklich und zufrieden das Ziel.

Hier bekommen wir eine Medaille und Applaus von den Zuschauern. Das ist ein schönes Gefühl.

Im Anschluss können wir uns trockenes Gewand anziehen, der Bus wartet schon. Dieser bring und zurück an den Startpunkt, wo wir auch das Auto geparkt haben. Diese letzten Schritte des Tages fallen uns allen schwer…

Am Abend gönnen Papa und ich uns noch eine Pizza im Villagio in Aldrans, dann ist Bettzeit. An anstehender Tag geht zu Ende.

Hier möchte ich nochmals an die feine Wanderergruppe ein großes Danke sagen, mir hat es viel Spaß gemacht mit euch Dreien.

Tourendaten
Gesamtdauer: 10:20 h
Gesamtlänge: 52 km
Höhenmeter: 2.281 m
Rang: 528 – 531

180816 Große Schlicke (2.059m)

Nach einer feinen Nacht im 4-Bettzimmer genießen wir ein super Frühstück auf der Otto-Mayr-Hütte. So lässt sich in der Nacht auf dem Berg gut aushalten.

Unser heutiges Ziel ist die große Schlicke. Ungefähr 1 1/2 Stunden von der Hütte entfernt, sollte das gut machbar sein. Oma und die Kinder sind motiviert, was will man mehr.

Der Weg ist von Anfang an steil, aber gut begehbar. Wir scheinen früh dran zu sein, noch sind nicht so viele Leute am Weg.

Sobald wir ein paar Höhenmeter gemacht haben, wird die Aussicht auch schon wieder wunderschön. Noch ein Blick zurück auf die drei Hütten, bei denen wir heute waren…

Es wird schön langsam warm, doch das Ziel ist nicht mehr weit entfernt. Schon bald sehen wir das Gipfelkreuz, eine weitere Motivation für die Kleinen.

Nach ziemlich genau eineinhalb Stunden reichen wir den Gipfel, wie wenn die Zeitangaben für uns geschrieben worden werden. Die Aussicht ist grandios, wir setzen uns hin und genießen erst mal die Pause auf der großen Schlicke.

Ausgiebig genießen wir das Panorama, viele bekannte Berge und Sehenswürdigkeiten liegen uns zu Füßen.

Wir sind fast die ersten auf dem Gipfel, aber sicher nicht die letzten. Unter uns zieht schon eine Wandererschlange dem Gipfel entgegen. Für uns das Stichwort, unsere Sachen in den Rucksack zu packen und uns auf den weiten Weg zu machen.

Ein Stück müssen wir dem Aufstiegsweg folgen, dann zweigt unser neuer Pfad auf die Musauer Alm ab.

Am Anfang noch ein feiner Pfad, wird das kleine Steiglein immer steiler und steiler. Bei manchen unserer illustren Wanderrunde machen sich die Knie bemerkbar.

Trotzdem geht es stetig der Alm zu, wir werden das schon schaffen…

Irgendwann ist dann der Weg geschafft und wir erreichten die Musauer Alm. Dort gönnen wir uns ein Erfrischungsgetränk, um uns für den letzten Abschnitt durch das Raintal zu wappnen.

Von nun an ist der Weg einfacher über eine Forststraße, eigentlich der gleiche Weg den wir schon am Vortag gegangen sind.

Ein paar Abkürzungen gönnen wir uns trotzdem, die aber insgesamt keinen großen Zeitgewinn bringen.

Schlussendlich erreichen wir wohl behalten den Parkplatz, müde aber glücklich ist unsere zwei Tageswanderung nun vorbei. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, und der Aufenthalt auf der Hütte war auch sehr schön. Allen hat es Spaß gemacht, das wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:20 h
Gesamtlänge: 12,13 km
Höhenmeter: 555 m

180815 Otto-Mayr-Hütte (1.528m)

Schon länger haben wir geplant, auf einer Hütte zu übernachten. Endlich geht es sich einmal aus, als Ziel haben wir uns die Otto-Mayr-Hütte auserkoren.

Wir starten von der Bärenfalle, immer dem Forstweg entlang. Unterwegs sind natürlich auch ein paar Geocache versteckt, die wir gerne suchen. Manche Dose ist einfacher, manche ein wenig schwer versteckt, doch wir können die meisten Dosen problemlos finden.

Der Weg durch das Raintal ist wunderschön, linkerhand sehen wir die Tannheimer Berge, rechts sehen wir schon das Ziel für morgen, die Große Schlicke.

Das Wetter ist heute wechselhaft, immer wieder ziehen graue schaurige Wolken über den Himmel. Doch im nächsten Moment kann es auch schon wieder aufklaren und blaue Fetzen stechen durch die Wolken. Zum Glück ist es nicht kalt, daher stören und diese Wetterallüren nicht.

An der Musauer Alm machen wir eine kurze Pause, die Brotzeit schmeckt hervorragend. Obwohl wir erst in der Alm einkehren wollten, sehen wir jetzt ob der Menschenmassen davon ab. Es ist halt doch Feiertag…

Nach der Erquickung geht es weiter durch das Raintal, immer weiter zum Talschluss, beziehungsweise zur Übernachtunghütte für heute.

Nachdem es am Schluss ein wenig steiler wird, sehen wir auch schon unser Ziel. Wunderschön gelegen liegt vor uns die Otto-Mayr-Hütte.

Die Kinder sind froh, dass wir endlich unseren Schlafplatz erreicht haben. Die Freude ist riesengroß als wir ein Trampolin entdecken. Das muss natürlich gleich ausprobiert werden, hier werden auch neue Freundschaften geschlossen.

Da wir recht früh auf der Hütte angekommen sind, machen wir eine kleine Jause, und beschließen dann noch eine Runde um die Hütte zu wandern. Zuerst wird allerdings noch das Zimmer bezogen, wir haben ein Zimmer für uns alleine, das ist natürlich super…

Der Spaziergang zur Willy-Merkl-Hütte und zur Füssener Hütte ist kurz und spaßig. Wir versuchen noch einen Geocache zu bergen, leider haben wir uns am Platz vertan, daher ist die Lust dann auch irgendwann nicht mehr da. Lieber genießen wir die Aussicht…

Am Abend gibt es noch ein deftiges Essen, bevor wir uns langsam zur Ruhe begeben. Natürlich gehört ein obligatorisches Kartenspiel vor der Nachtruhe dazu.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 9,75 km
Gesamtlänge: 2:45 h
Höhenmeter: 685 m

180706 Geocachen „Ochsentour“

Mein Bewegungsbedürfnis ist groß nach dieser Arbeitswoche. Da das Wetter gelinde gesagt „unguat“ ist, beschließe ich ein wenig Geocachen zu gehen. Mein Ziel ist bald identifiziert, ich fahre mit mit den Serlesbahnen zur Ochentour, einer kleinen Cacherunde in genannten Skigebiet.

Es regnet immer wieder, trotzdem komme ich gut um die Runde, die Dosen werden auch alle recht rasch gefunden.

Als ich fast am Ende bin, leuchtet mir noch was Gelbes ins Auge, bei näherer Betrachtung sehe ich überall Pfifferlinge (Eierschwammerln), die mir freudig in die Tasche springen. Gut so, Pilze, alle zu Papa…

Das gibt am Abend als Belohnung noch eine gute Schwammerlgulasch.

Tourendaten
Gesamtdauer: 8,62 km
Gesamtdauer: 2:20 h
Höhenmeter: +30m / -671 m

180623 Bergfeuern Viggarspitze (2.306m)

Bergfeuer ist heute angesagt, und ich fahre als Hilfe mit den „Buaben“ (Brauchtumsjugend) hinauf auf den Issboden hinauf. Wir dürfen hinten auf dem Traktor sitzen und werden so richtig durchgeschüttelt…

Auf dem Issboden angelangt, werden die Zelte aufgestellt, dann der ganze Platz hergerichtet. Und zu guter letzt wird noch ein gutes Bier geöffnet.

Wir sind ungefähr eine Stunde am Issboden, dann packen wir das Brennmaterial in die Rucksäcke und machen auf auf zur Viggarspitze, auf der wir dann das Feuer entzünden wollen. Jeder hat ein wenig Brennzeug im Rucksack…

Die Kinder sind guter Dinge und marschieren mit raschem Schritt hinauf zum Gipfel. Der Eine oder Andere braucht dann auch mal eine kleine Motivation, aber man muss wirklich sagen, daß die Kinder sehr brav marschieren.

Nach ein wenig mehr als einer Stunde erreichen wir den Gipfel, die Freude ist Allen anzusehen…

Während die großen Jungs versuchen, das Feuer in Gang zu bringen, kühlt der Rest bei starkem Nordwind rasch aus. Daher beschließe ich, mit dem ersten „Schwung“ wieder hinunter zum Issboden zu gehen, denn dort sollte das warme Lagerfeuer schon prasseln. Thomas bleibt mit den Großen noch oben und betreut das Feuer.

Die Stimmung beim Runtergehen ist wunderschön, die Kinder marschieren auch brav, wie wenn sie tagtäglich nichts anderes tun würden.
Bald erreichen wir auch den Zeltplatz und können endlich ans wärmende Feuer sitzen. Dazu gibts noch Grillwürstel und Fleisch vom Feinsten. So läßt sich das Bergzelten schon aushalten…

Obwohl das Wetter nicht richtig schön ist, haben wir doch Glück, daß es nicht regnet. Und so manches Mal kommt auch noch ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke und malt wunderschöne Farben in die Landschaft…

Ein toller Tag mit der Huttlerjugend, und auch ein Spaß mit allen Begleitpersonen. Danke für den schönen Abend und die kurze Tour auf die „Viggar“…

180616 Kellerjoch (2.344m)

Die Oma hat sich angemeldet und möchte gerne auf einen Berg. Nach kurzem überlegen fällt uns der Goetheweg an der Nordkette ein. Von Aldrans aus gesehen eine halbe Weltreise, machen wir uns auf zur Hungerburg. Fast schon am Parkplatz stellen wir fest, dass die Nordkette in dichte Wolken, zumindest direkt am Gipfel liegt.

Also muss ein Alternativprogramm her. Da fällt uns das Kellerjoch ein, und ein Blick in die Richtung zeigt wesentlich weniger Wolken.

Die Anfahrt zum Parkplatz der Kellerjochbahn verläuft abenteuerlich, doch wir schaffen es dann doch. Zweimal meinen wir uns verfahren zu haben.

Schlussendlich sitzen wir dann doch im Sessellift hinauf zum Gasthof Hecher.

Von hier aus starten wir zum Kellerjochhaus, das wir schon bald sehen.

Die Ausblicke über das Inntal sind genial und rund um uns blühen die schönsten Alpenrosen.

Der Aufstieg geht flott von Statten, bald erreichen wir die Kellerjochhütte (2.237m). Hier machen wir eine Pause und genießen unsere mitgebrachte Jause.

Während die Damen hier weiter Pausieren wollen, haben Letu und ich schon das nächste Ziel vor Augen. Die Kapelle auf dem Kreuzjoch und auch gleichzeitig der höchste Punkt der Wanderung.

Davor müssen wir allerdings einen versicherten Steig meistern, der uns aber vor keine Probleme stellt.

Bald schon erreichen wir den Gipfel mit der leider verschlossenen Gipfelkapelle.

Die Aussicht ist genial, und das Wetter ebenso. Wir setzten uns kurz in die Sonne, dann steigen wir wieder ab zur Kellerjochhütte. Dort lädt uns Oma noch auf einen Kuchen ein. Lecker…

Dann müssen wir wieder aufbrechen, obwohl es hier echt zum länger Verweilen wäre. Trotzdem, die Seilbahn wartet nicht auf uns, also auf get’s.

Während Oma und Sara den gleichen Weg retour nehmen, gehen Letu und ich über den Grat zum Arbeser Kogel (2.026m), der fast auf dem Weg liegt.

Am Gipfel des Arbeser Kogels finden wir nicht du einen Geocache.

Oma und Sara treffen fast zeitgleich ein, dann gehts mit der alten, ein wenig abenteuerlichen Bahn wieder runter ins Tal. Einen solch wunderschönen Tag kann man nur mit einer feinen Grillage abschließen. So gesagt und gleich getan…

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,32 km
Gesamtdauer: 2:30 h
Höhenmeter: 492 m

180528 Halltal, Herrenhäuser (1.499m)

Nach der Arbeit noch schnell in die Berge? In Tirol ist das kein Thema. Also packen wir unsere Siebensachen (es waren eher weniger…) und wandern ins Halltal.

Dieser geschichtsträchtige Ort zieht mich einfach immer wieder magisch an. Hier wurde über 600 Jahre lang Salz in harter Arbeit in einer sehr unwirtlichen Umgebung abgebaut. Trotzdem, oder gerade deswegen haben die Bergknappen hier eine beeindruckende Infrastruktur hinterlassen. Erst 1967 wurde der Salzbergbau zu Hall eingestellt, trotzdem muss ein guter Teil der Stollen noch gewartet werden, um das fortwährende Auslaugen des Salzen zu kontrollieren. Und die Spuren des Bergbaus sind überall präsent.

Wir starten vom Hackl, zuerst ein Stück der Straße entlang, vorbei an der Bergerkapelle (Freiungkapelle), dann erreichen wir den Fluchtsteig. Dieser ist leider gesperrt, daher gehen wir auf dem Asphalt weiter. Vorbei an den Ladhütten, den ehemaligen Kontrollstationen an der Soleleitung erreichen wir die Abzweigung nach St. Magdalena.

Über die Sonnenbrücke führt der Weg weiter Richtung Herrenhäuser, der Asphalt ist endlich vorbei, nun ist der Weg schottrig.

Nach ein paar Kehren erreichen wir dann auch die beeindruckenden Herrenhäuser, Zentrum des früheren Bergbaus.

Hier hat der nette Besitzer der „Knappenkuchl“ immer ein paar frische Bier in Selbstbedienungsmanier eingelagert, heute haben wir aber selber eine Dose mitgebracht…

Wir sitzen eine Weile vor der „Knappenkuchl“, es kommen noch zwei Mountainbiker (ohne Motor) vorbei, mit denen wir uns gut unterhalten. Doch langsam wird es frisch, es ist doch erst Mai, darum machen wir uns auf ins Tal.

Der Fluchtsteig ist gesperrt, aber gut begehbar, wird uns erklärt. Nachdem wir den Steig abmarschiert sind, können wir das auch bestätigen. Es ist eine Drahtseilversicherung ausgerissen, das müsste der Grund für die Sperre sein.

Ansonsten ist der Weg sehr gut begehbar, und um vieles schöner als die Straße. Wieder einmal hat es sich gelohnt, in unserer wunderschönen Natur zu verweilen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,81 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 685 m