Archiv der Kategorie: Wandern

180518 Der Weg der Briefträgerin

Freitag Nachmittag ist immer eine gute Zeit zum Geocachen. Also fahre ich mit Alfons nach der Arbeit nach Mieming, doch dort trennen sich unsere Wege auch bald wieder. Geocachen ist nichts für den Jungspund, da ist zu wenig Geschwindigkeit drinnen. 😜

Ein Bierchen wird mir von der gute gelaunten Maria kredenzt, dann verabschiede ich mich.

Also mache ich mich alleine von Affenhausen aus auf den Weg. Zuerst am Golfplatz vorbei, dann warten schon die ersten kühnen Dosen in luftiger Höhe.

Mit meiner Stipprute ist das aber gar kein Problem, eine Dose nach der anderen wird geangelt. So kommen auch wieder ein paar Smileys auf meine Cacherkarte.

Nebenbei ist natürlich die Wanderung an und für sich auch sehr nett. Nicht besonders anspruchsvoll, da es immer auf Forstwegen dahin geht, aber die Landschaft ist sehr schön.

So mancher Cache ist an richtig schönen Plätzen versteckt. Davon finde ich heute gleich mehrere.

Am Schluss, schon ein wenig müde von den Schotterwegen, werde ich noch mit einem feinen Steiglein durch den Wald belohnt.

Und dann erreiche ich auch schon Telfs. Hurtig mache ich mich auf zum Bahnhof, denn mein Zug fährt schon bald.

Gerade noch rechtzeitig erreiche ich das Dampfross, das nenne ich mal Timing.

Und die Zugfahrt genieße ich immer wieder…

Tourendaten
Gesamtlänge: 14,1 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 290 m

180510 Wolfsklamm

Wieder ein schöner Tag und damit ist wandern angesagt. Da heute beide Kids dabei sind, wird’s was nicht ganz so langes. Da bietet sich die wildroma ntische Wanderung durch die Wolfsklamm an.

Von Aldrans aus fahren wir erst mit dem Bus nach Innsbruck, dann mit dem Zug weiter nach Stans. Hier starten wir durchs Dorf, hinauf zur Mautstelle am Eingang der Schlucht. €6.50 (alle zusammen) müssen wir zahlen, das lasse ich mir gerne einleuchten. Irgendwer muss ja auch den Steig erhalten. Und es gibt sie doch noch, die Moderaten Preise…

Zuerst geht ein kurzes Stück ein Steiglein durch den Wald ehe man zur eigentlichen Klamm kommt. Der Weg ist perfekt eingerichtet, und die Szenerie ist einfach toll. Wunderschön muss ich sagen.

Immer wieder muss man staunen, was die Natur in langer Zeit erschaffen hat…

… und wie der Mensch auch ohne Megalomanie und einfachen Mitteln dieses Wunder nachhaltig erschließen kann. Und das schließlich schon vor 117 Jahren. Hut ab!

Bald erreichen wir das Ende der eigentlichen Klamm und wandern weiter Richtung St. Georgenberg. Imposant thront das Kloster über dem Talschluss.

Vorher kommen wir noch vor einer weiteren Kuriosität dieser Wanderung vorbei, es ist die „Stadt der Steinamändchen“

Dann haben wir endlich das Ziel erreicht. Die Klosterschenke.

Trotz großem Andrang haben die Leute hier alles im Griff, bald haben wir unsere Getränke vor und stehen…

… und das leckere Essen folgt auf den Fuß.

Nach einer feinen Pause packen wir es wieder, doch wir nehmen nicht den gleichen Weg, sondern steigen über Maria Tax, einer anderen kleinen Kirche nach Stans ab.

Schnell und steil geht der Steig ins Tal, Gott sei Dank gibts kleine Pausen mit Löwenzahnblasen…

Schlussendlich erreichen wir wieder den Bahnhof und fahren zufrieden nach Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 9,79 km
Höhenmeter: 438

180504 Wanderung „Maria Waldrast“

Heute konnte ich Sara überreden, mit mir eine Wanderung zu machen. Wir beschließen, den heuer ersten Besuch bei der Wallfahrtskirche „Maria Waldrast“ Matrei am Brenner zu machen. Das Wetter verspricht schön zu bleiben, daher stehen alle Signale auf „GO“.

Wir fahren über die Römerstraße nach Matrei, trotz kurzer Luftlinie gefühlt eine Weltreise. Dann geht´s hinauf nach Mützens und kurz vor dem Mauthäuschen parken wir das Auto. Ein freundliches Wort bei der Mautstelle macht sich gleich mal bezahlt, eine Frau bietet uns eine Mitfahrgelegenheit an, damit wir „schneller“ zum Wallfahrten kommen. Sara ist begeistert.

Bei der Ausstiegsstelle müssen wir noch einen kurzen Marsch über die Asphaltstraße machen, dann finden wir uns wieder auf dem Forstweg, der uns in kurzer Zeit in Sichtweite der schön gelegenen Kirche mit Kloster bringt.

Unterwegs klauben wir noch den einen oder anderen Geocache auf, dann erreichen wir zufrieden das wunderschöne Gotteshaus. Die Serles lacht uns an, mit einem Hut, doch an eine Besteigung ist jetzt noch nicht zu denken, zu viel Schnee liegt noch auf dem Haupte.

Im Gasthaus bekommen wir das erste Getränk des Jahres, auf Nachfrage erklärt uns der neue Pächter, dass er vor genau einer Stunde die Pforten aufgeschlossen hat. Welch ein Glück. Die Sonne, die sich zwischenzeitlich versteckt hatte, lacht nochmals zwischen den Wolken heraus, so lässt sich die Pause auf der Veranda aushalten.

Da sich der Abend schon nähert, zieht ein kühles Lüftchen vom Tal herein und vertreibt uns von unserem lauschigen Plätzchen. Es wird Zeit, wieder abzusteigen. Davor schauen wir noch in die Kirche, zünden eine Kerze an. Dann machen wir uns auf den Weg. Sind wir beim Raufgehen noch im T-Shirt gewandert, ist jetzt schon Zeit für eine Jacke.

Unterwegs treffen wir ein paar Wanderer, die die erste Nachtwallfahrt mitmachen, die heute stattfindet. Leider haben wir das zu spät erfahren, aber vielleicht geht sich so eine Prozession im Sommer mal aus.

Schlussendlich erreichen wir glücklich wieder den Parkplatz, eine schöne Wanderung haben wir da gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:55 h
Gesamtlänge: 7 km
Höhenmeter: 254 m

180430 GC Hechtsee

Es wird Zeit, wieder mit Letu eine Runde zu drehen. Dieses Mal haben wir uns den Hechtsee in Kufstein ausgesucht. Hier sind auch ein paar Geocaches versteckt, die wir natürlich gleich einsammeln wollen.

Mit dem Zug geht es zuerst von Innsbruck nach Kufstein, direkt vom Bahnhof starten wir dann unsere Runde. Es dauert allerdings eine Weile, bis wir den Übergang beim Bahnhof finden… schon am Start haben wir einen super Ausblick auf die beeindruckende Festung Kufstein.

Der erste Teil unserer Runde ist dann aber nicht so toll, wir müssen ca. 1,5km neben der dicht befahrenen Straße entlanglaufen, bis wir den gemütlichen Teil unserer Runde erreichen. Endlich erreichen der den feinen Steig, der uns zum Ziel, dem Hechtsee bringen soll.

Gemütlich wandern wir durch den Wald, das Wetter ist uns auch heute wieder hold, und nebenbei sammeln wir die Geocaches ein. Der erste Teil des Steiges geht teilweise eng, mit starken Abbrüchen zur Straße dahin, dann weitet sich jedoch die Landschaft und wir sehen wunderschöne Bauernwiesen, im Hintergrund den Pendling mit dem Kufsteinhaus.

Bald wird es Zeit für eine Pause, wir finden eine gemütliche Bank, die mitgebrachte Brotzeit wird hier genüsslich verputzt.

Noch einmal wird der Steig schmal, dann sehen wir in der Ferne die Ruine Thierberg. Da dieser Platz nicht auf unserem Weg liegt, müssen wir da wohl oder übel nochmals herkommen, denn das Bauwerk schaut sehr interessant aus.

Noch ein paar Schleifen müssen wir drehen, dann stehen wir endlich vor dem Hechtsee. Unterwegs ruft Letu plötzlich: „Schau Papa, ein Herzbau…“, und siehe da, sowas habe ich auch noch nicht gesehen…

und gleich daneben steht noch ein Quad, das es dem Junior gleich angetan hat.

Schlußendlich stehen wir dann am Ufer des Sees, hier lassen wir uns eine zweite Brotzeit schmecken.

Mhhhh, das tut gut. Idylisch liegt der See eingebettet im Wald, zum schwimmen und plantschen lädt er aber heute nicht ein: Zum einen sprechen die Wassertemperaturen nicht dafür, zum anderen ist der Randbereich des Wassers dick mit einer Pollenschicht versehen… da will wohl niemand durch.

Auch der weitere Weg ist sehr schön angelegt, über schmale Steige vermeiden wir jede Fahrstraße. Unterwegs gibt’s dann noch einen Klettercache für Letu, den er mit Bravour meistert.

Und schlußendlich erreichen wir dann wieder unseren Ausgangspunkt mit der nicht so tollen Straße. Bald erreichen wir das Zentrum von Kufstein, hier lassen wir es uns noch gut gehen, um bald wieder im Retourzug nach Innsbruck zu sitzen.

Nach Kufstein will ich aber nach diesen Eindrücken bald wieder kommen, es hat uns beiden sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:45 h
Gesamtlänge: 15,35 km
Höhenmeter: 349 m
Geocaches: 38 Stk.

180429 GC Auf´n Rinner Berg

Schon länger wollte ich mal die Geocacher-Runde auf den Rinner Berg machen, das Wetter ist heute gut, und ich habe Zeit. Also starte ich von Rinn aus zuerst Richtung Rinner Alm. Der Weg hier führt angenehm durch den Wald, um die einzelnen Dosen einzusammeln, muss ich jedoch die Forststraße verwenden.

Rasch mache ich Höhe, der Weg ist gut zu begehen und die Caches können sich auch nicht lange vor mir verstecken. Bald erreiche ich die Rinner Alm, die aber heute noch geschlossen ist. Die soll erst am „Staatsfeiertag“ geöffnet sein, habe ich gehört.

Ich wandere an der Alm vorbei, es sind trotzdem einige Leute auch schon per Pedes oder mit dem Rad hier raufgekommen. Ab der Alm wird es viel ruhiger. Der Weg „gehört“ mir alleine. Die Aussicht auf das Inntal wird immer besser…

Fein warm wird es nun, kein Windlein stört. Meine nächste Station ist die Kriegerkapelle, die idyllisch im Wald liegt. Hier bin ich noch gar nie gewesen, daher freut es mich umso mehr, endlich mal diesen Platz zu sehen.

Vor dem Kirchlein sitzen zwei Leute, die mir den Zugang zum Cache hier verwehren… was soll ich tun. Gerade, als ich fragen will, ob ich kurz stören kann, fragt mich der Mann: „Suachscht die Dos´n“… juhu, da habe ich wieder zwei Cacherkollegen, dieses Mal aus Südtirol getroffen.

Nach einem kurzen Gespräch ziehe ich weiter, noch habe ich ein paar Schätze zu suchen. Bei der nächsten Station fuchst es mich dann doch, ich suche eine Weile, aber das GPS-Signal im Wald ist nicht besonders gut… Gott sei Dank kommen die zwei Südtiroler und gemeinsam können wir die Dose dann doch noch finden… bzw. um der Wahrheit zu entsprechen, sie finden den Cache und ich kann mich auch noch gleich eintragen. Wir beschließen, die nächsten Stationen gemeinsam zu machen…

Nochmals 20 Minuten später erreiche ich die Endstation, ein kleiner Weiher mitten im Wald. Ob der im Sommer auch existiert, wage ich zu bezweifeln, aber jetzt mit der Schneeschmelze hat sich ein idyllischer Platz gebildet. Die Schuhe sind zwar, da hier noch einiges an Schnee liegt, leicht feucht geworden, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch. Ich setze mich eine Weile in die Sonne und genieße den schönen Tag.

Für den Rückweg nehme ich den Steig, der fast gerade den Berg runterführt. Noch einmal treffe ich die zwei Cacher auf dem Weg, doch dann trennen sich endgültig unsere Wege. Ich gehe direkt ins Tal, vorbei an der Rinner Alm und weiter nach Rinn.

Ein schöner Tag mit einer tollen Runde endet, zufrieden mache ich mich auf den Nachhauseweg.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 13,53 km
Höhenmeter: 908 m
Caches gefunden: 15 Stk.

180422 Von Mötz zur Burg Klamm

In der TT [Tiroler Tageszeitung] stehen von Zeit zu Zeit sehr interessante Wanderungen ausgeschrieben. Eine dieser Rundgänge, nämlich jene in Mötz, hat es uns angetan. Da wir schon immer mal die „Burg Klamm“ anschauen wollten, machten wir uns auf, diese Tour am Sonntag zu machen.
Schon in der Früh zeichnet sich ein wunderschöner Wandertag aus, zuerst heißt es aber, den Sonntag zu ehren, daher gehen wir noch kurz in die Kirche in Aldrans.

Nach dem Mittagessen fahren wir, die gesamte Familie nach Mötz zum Sportplatz. Dort treffen wir noch Papa, der uns schon sehnlichst erwartet. Die Rucksäcke sind schnell geschultert, dann machen wir uns auf, zuerst durch das Dorf.

Mötz ist eines der Dörfer, an denen ich schon gefühlte 1000x vorbeigefahren bin, aber noch nie im Ort selber war. Heute stelle ich fest, dass das ein Fehler war. Ein kleiner, aber feiner Ort, der uns allen gut gefällt.

Nach kurzem Gang erreichen wir den Wald, zum Glück, denn auf dem Asphalt ist es für diese Jahreszeit schon richtig heiß. Hier geht die eigentliche Wanderung los.

Zuerst noch auf einem schönen Forstweg, immer entlang dem Klammbach, erreichen wir auch schon bald die erste, wenn auch baufällige Brücke über das Wasser.

Dann steigt der Weg immer leicht aufwärts in Richtung „Burg Klamm“. Schöne Konglomeratwände können wir an den Seiten des Baches bewundern, zum Teil bis zu 30m hoch. Das ist für unseren Geologen vom Dienst, Papa, natürlich sehr interessant.

Das Steiglein ist wunderschön zu gehen, und bald erreichen wir das erste Highlight, den Wasserfall direkt unter der Burg.

Gerade jetzt, da viel Wasser aus den Bergen kommt, rauscht das Wasser hier mit voller Wucht durch den kleinen Durchlass und bildet ein wunderschönes Spektakel.

Und direkt über den Wasserfall liegt „Burg Klamm“. Welch ein Platz für eine Burg. Ausgesetzt liegt die, heute im Privatbesitz befindliche Wehranlage auf einem Felsen, uneinnehmbar sieht es von hier aus. Einzig eine Brücke als Zugang hat wohl als Schutz immer gut funktioniert.

Nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg stehen wir am Eingang zur Burg. Nachdem wir uns kurz rückversichert haben, können wir zumindest bis zur Brücke der Burg spazieren, um einen Eindruck von dem Gebäude zu bekommen. Hier pausieren wir kurz, bewundern die schöne Gegend und lassen die Seele baumeln.

Dann machen wir uns auf, der Weg ist noch weit, und der eine oder andere Schuh drückt schon. Trotzdem sind wir alle motiviert, ein Stücklein Schokolade hilft allemal.

Weiter geht es am Fischteich vorbei, dann in der Nähe des sogenannten „Sturlbachs“ weiter in Richtung „Weiler Wald“. Auch dies ein kleines Örtchen, das man normalerweise nie betritt.

Der letzte Teil der Wanderung ist dann wieder im Wald, es geht meist eben, oder abwärts wieder hinunter nach Mötz. An der schönen Aussicht genießen wir nochmals die einzigartige Aussicht auf das wunderschöne Tirolerland und trinken einen kräftigen Schluck Wasser. Die Temperaturen sind schon richtig sommerlich.

Auf den letzten Metern entwickelt sich Sara fast schon Dauermarschierer und macht mit Papa richtig Tempo. Dafür dürfen Sie dann in Mötz wieder auf uns warten…

Leider finden wir in Mötz keinen Gastgarten zum Sitzen, das werden wir ein andermal nachholen. Wir verabschieden uns am Parkplatz von Papa, dann fahren wir nach Hause.

Den Tag beschließen wir mit einem Besuch im Schwimmbad und anschließendem Essen in der „Pizzaria Villagio“ in Aldrans.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,75 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 370 m

180402 GC Sterzinger Runde

Letu und ich haben wir ein neues Ziel vor Augen… in Sterzing gibts eine coole „Powertrail-Runde“ mit vielen, vielen Geocaches auf dem Weg.

Wir fahren mit dem Zug über den Brenner, auf der Passhöhe müssen wir den Zug wechseln. Trotzdem ist die Fahrt gefühlt mindestens gleich schnell wie mit dem Auto.
In Sterzing startet die Runde gleich vom Bahnhof. Wir haben uns schon ein bisschen was vorgenommen, mal schauen wie es geht.

Zuerst geht es durch den Ort und recht fad am Radlweg durch das Industriegebiet. Doch dann kommen wir endlich in die „freie Natur“.

Entlang eines kleinen Bächleins gehts schön dahin.

Dazwischen machen wir immer wieder Pausen, Brotzeit ist natürlich auch dabei.

Da es noch recht früh im Jahr ist, liegt in den Schattenbereichen immer noch Schnee. Trotzdem ist der Weg gut gangbar.

Einmal machen wir eine interessante Pause an einem „Steingarten“, bei dem wir auch noch gleich einen Earthcache loggen können.

Dann wandern wir am gegenüberliegenden Ufer wieder retour Richtung Sterzing. Unterwegs sehen wir noch die beeindruckende Burg Reifenstein, die sicher auch mal einen Besuch wert ist.

An einer schönen Kapelle kurz vor Sterzing machen wir die letzte Rast in der Sonne, und genießen die frühlingshafte Wärme… Südtirol ist einfach anders…

Am Bahnhof angelangt, sind wir beide ganz schön müde, ein Getränklein zum Auffüllen der leeren Speicher ist jetzt natürlich noch angesagt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:50 h
Gesamtlänge: 20,23 km
Höhenmeter: 115 m

180324 BW, Tag 2 – Bocchetta Gabellele

Nach einer erquickenden Nachruhe springe ich schon relativ früh aus meinem Kinder-Halbgitterbett. Rasch sind dann auch alle anderen auf den Beinen und wir machen uns auf zum Frühstück.
Am Vortag hatte und der Besitzer noch gefragt, ob wir „saures“ oder „süßes“ Frühstück haben wollten. Wir entschieden uns für das „Saure“, wobei das Wurst und Käse bedeutete…
Jetzt, am wunderbar gedeckten Tisch ist Beides vorhanden, und das reichlich. Wir schlagen uns die Bäuche voll und fühlen uns für jedlich Tagwerk gewappnet.

Unser Ziel ist heute zwar ein Klettersteig, aber wir machen uns nicht viele Illusionen, daß das was wird. Es ist einfach zuviel Schnee vorhanden. Aber wir haben mal die ganze Ausrüstung dabei.

Im Zielgebiet wollen wir es zwar immer noch nicht ganz glauben, daß der Klettersteig nicht begehbar ist, obwohl hier schon recht viel Schnee liegt. Daher nehmen wir das ganze Zeug mit und machen uns auf einer Rodelpiste auf, zuerst zur „Rifugio Bepi Bertagnoli“, die wir schon nach kurzer Wanderung erreichen.

Hier liegt richtig viel Schnee, daher beschließen wir, den Klettersteig sausen zu lassen und uns über die Wanderwege zu einem Gipfel hinaufzuarbeiten.

Den ersten Steig, den wir wählen, führt zwar relativ steil hinauf, schön präpariert von einem Pistenbully, aber jäh ändet die Spur und von hier wäre böseste Spurarbeit notwendig.

Da wir noch einen zweiten Weg gesehen haben, beschließen wir, nochmals ein Stück runterzugehen, und den alternativen Steig zu verwenden. Immer wieder begegnen uns hier Wanderer, teilweise auch mit Skibobs. Auch wird es immer kälter, das merken wir hauptsächlich an den Fingern.

Schlußendlich erreichen wir den „Bocchetta Gabellele“, einen kleinen Pass. An diesem Punkt beschließen wir, umzudrehen. Der weitere Weg wäre auch wieder zu spuren, was in diesem Schnee gar nicht so toll ist.

Auf dem Weg ins Tal erreichen wir dann wieder die „Rifugio Bepi Bertagnoli“, in die wir einkehren. Wir genießen ein Bier, während Dani sich noch was zum Essen besorgt hat. Da nasche ich dann auch gerne mit, Gnocchi mit Pesto, das ist richtig gut.

Und wieder einmal, als die Rechnung kommt, sind wir von den Preisen hier überrascht. Richtig günstig, wenn man kein Bier trinkt.

Die Fahrt nach Hause verläuft unspektakulär, nicht wie am Morgen, als wir über kleinste Straßen angefahren sind. Kurz bevor wir die Unterkunft erreichen, finden wir eine gemütliche Pizzeria, in der wir uns noch stärken. Das Essen ist super, und der Wein schmeckt auch sehr gut. Gemütlich lassen wir hier den Tag revue passieren, dann machen wir uns in die Unterkunft auf.

Dort wird mal gründlich geduscht, dann sitzen wir uns noch im Wohnzimmer zusammen und genießen einen gemütlichen Abend.

Stationen:
– Castelgomberto
– Campodalbero

Tour auf die „Bocchetta Gabellele“
Gesamtstrecke: 14,33 km
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamthöhe: 785 m

180323 BW, Tag 1 – Porta Fontale, 1.028m

Es ist wieder mal so weit, das Buabenwochenende steht an. Dieses Mal sind wir in der Vollbesetzung dabei, Papa, Dani, Alfons, Maggo und ich. Das Ziel sind dieses Mal die Vinzentiner Alpen, unser Stützpunkt ist in Castelgomberto.
Während Papa, Dani, Alfons und ich gemeinsam von Aldrans aus anreisen, fährt Maggo von Graz aus mit dem Leihauto. Obwohl wir im Internet gesehen haben, dass noch viel Schnee im Zielgebiet liegt, beschließen wir, unser Klettersteigwochenende anzugehen.

Die Fahrt führt uns über den Brenner, schon kurz nach der Grenze wird das Wetter besser. Südtirol halt…
Unterwegs piept plötzlich das Auto von Alfons, die Ölwarnleuchte geht an. Oje, hoffentlich nichts schlimmes. Aber an der nächsten Tankstelle wird mal Öl nachgefüllt, dann geht die Fahrt weiter. Also nichts Tragisches…

Bis Trient nehmen wir die Autostrada, dann fahren wir über die Bundesstraße Richtung Bassano del Grappa. Kurz vor dem Ziel müssen wir für die Unterzuckerten noch einen Stop bei einem Supermarkt machen, Brot, Wurst und Käse wird eingekauft. Dann treffen wir dann schlussendlich Maggo.

Nach einer kurzen Pause und Lagebesprechung beschließen wir, eine Erkundungs-Wanderung in der Nähe von Crepano del Grappa zu machen. Zuerst wählen wir einen Weg Richtung „Monte Colombera“. Schon nach kurzer Zeit haben wir Probleme, den richtigen Weg zu finden. Wir kämpfen uns durch das Unterholz, ein kleines Weglein ist zwar sichtbar, aber das wird wohl eher von Tieren als von Menschen verwendet. Die Karte auf dem GPS-Gerät zeigt zwar dauern einen Weg an, doch der ist de facto nicht existent.

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Nachdem wir uns eine Weile hinauf quälen, wird auch der Schnee immer mehr und der Boden extrem rutschig. Daher beschließen wir nach kurzer Beratung, auf der anderen Talseite, fast südlich ausgerichtet, auf ein kleines Kreuz aufzusteigen.

Hier ist der Weg viel besser, und auch trocken. Die Sonne lacht vom Firmament und unsere Laune ist gut. Rasch gewinnen wir an Höhe, und obwohl es recht diesig ist, ist der Ausblick vom Berg doch wunderschön. Das Gras in dieser Gegend wächst schon saftig, aber die Bäume sind noch laubfrei. Vielleicht macht gerade das den Reiz aus.

Bald erreichen wir unser Tagesziel, dort setzen wir uns in die Sonne und genießen die Aussicht.

Ein leichter, kalter Wind stört uns dann doch und wir beschließen, wieder abzusteigen. Kurz unter dem Gipfel schauen wir uns noch eine Kaverne an, deren Zweck sich uns jedoch nicht erschließt. Papa, unser Geologe, findet das Plätzchen aber doch sehr interessant und erklärt uns den Aufbau der Gesteinsschichten.

Im Tal, bei der Kirche „Santuario della Beata Vergine del Covolo“ haben wir geparkt, direkt daneben steht ein kleines Gasthaus, die „Trattoria Al Covolo“. Dort genehmigen wir uns ein Bier auf die schöne Wanderung und sprechen über die nächsten zwei Tage.

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Von hier müssen wir dann weiter zur Unterkunft, die doch fast 1,5h entfernt liegt. Die Fahrt geht durch dicht besiedeltes Gebiet, immer parallel zur Baustelle der neuen Autobahn. Kurz bevor wir das Ziel erreichen, rufe ich den Besitzer an. Er meint nur, wir werden nicht selber zum B&B finden, aber er holt uns bei einer kleinen weißen Kapelle an. Bevor es allerdings soweit ist, müssen wir noch so manche Kehre auf einer sehr engen Bergstraße meistern. Doch schlussendlich kommen wir dann doch bei der Unterkunft an.

Ehemals eine Seidenraupenzucht, wurde dieses Gebäude vom jetzigen Besitzer sehr stylisch her- und eingerichtet. Wir fühlen uns sogleich wohl, die Zimmeraufteilung ist auch gleich erledigt. Auf die Frage, wo wir noch gut essen können, bekommen wir eine Empfehlung für ein feines Restaurant in der Nähe. Ein Anruf zur Reservierung wird getätigt, dann brechen wir auf. Dank der guten Wegbeschreibung erreichen wir die „Trattoria Capitello Della Cocca“ schon sehr bald. Hoch über dem Tal gelegen, ist die Aussicht auch sehr schön…

Wir essen verschiedene Fleischgerichte, dazu gibt es sehr guten Hauswein, der Liter für €6.-. Eine Nachspeise rundet das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes ab, denn vollgefressen kommen wir später in der Unterkunft an. Dort genehmigen wir uns noch ein Bier, besprechen den nächsten Tag und haben es lustig. Ein feiner Tag neigt sich dem Ende zu, wir sind schon gespannt, was morgen auf uns zukommt.

Stationen:
– Aldrans
– Crepano del Grappa
– Castelgomberto

Tour auf die „Porta Fontale, 1.028m“
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 6,39 km
Höhenmeter: 656 m

180302 Geocachen in Bruck am Ziller

Heute mache ich eine schöne Runde mit Letu in Bruck am Ziller. Dort gibt es einen Haufen Geocaches, aufgefädelt auf einem Wanderweg durch Bruck.

Wir starten am Eingang vom Zillertal, stellen das Auto gleich am ersten Parkplatz ab und wandern entlang der Ziller, und sammeln so machen Cache ein.

Dann geht es durch ein paar schöne Bauernwiesen, jetzt noch mit Schnee bedeckt und vorbei an großen Bauernhöfen zum Waldrand. Auch hier finden wir einige Dosen.

Die Aussicht über das Tal ist schön, obwohl das Wetter heute recht kühl ist. Trotzdem lassen wir uns nicht drausbringen und sammeln so schlußendlich über 20 Geocaches.

Das Highlight gibts dann am Schluß, ein uralter Schrämmstollen, den wir auf ca. 40 Meter begehen.

Ein wenig gruslig ist es hier drinnen schon, aber im Gegensatz zu den „guten alten Zeit“, als die Bergleute hier mit dem Geleucht die Luft verpesteten, ist heute das Wetter im Berg sehr angenehm, und auch ein Stück wärmer aus draussen.