Archiv der Kategorie: Wandern

Geocachen unter dem Nösslachjoch (27.12.2015)

Heute ziehe ich alleine los, denn ich habe ein besonderes Ziel. Ich werde heute den Geocache-Runde „Tirol“ machen. Da die Punkte nicht die endgültigen Koordinaten darstellen, muß ich zuerst zu Hause ein wenig rechnen. Es dauert eine Weile, bis ich die Koordinaten von 88 Geocaches berechnet habe, aber irgendwann einmal habe ich alle Daten auf dem Handy und es kann losgehen.

Ich starte relativ spät los (zumindest für mich), denn ich brauche Tageslicht zum Suchen. Schon ein paar Mal wollte ich in der Nacht irgendwelche Geocaches suchen, das hat nicht wirklich gut funktioniert. Als ich bei Patch an die Mautstelle komme, will meine Videomaut nicht funktionieren. Macht ja nichts, denke ich mir, dafür hast du die Karte. Also halte ich die Karte an das Lesegerät und freue mich schon… doch nichts passiert! S……, durchfährt es mich, ich habe vergessen die neue Karte zu beantragen. Meine Videomaut ist zwar noch bis März gültig, aber ich habe eben keine Karte…
Ich will schon zahlen, als neben mir ein Mann ein ähnliches Problem hat und einfach den Notruf wählt. Das probiere ich im Anschluß auch und ruckzuck bin ich auf der Autobahn. Wunderbare Technik…

Um 7:30 dämmert es schon gut, und ich starte vom Skifahrer-Parkplatz bei der Bergeralm in Steinach los.

Der Weg startet gleich hinauf und gemächlich mache ich Höhenmeter und klaube Geocaches auf. Das Finden der kleinen Dosen geht zwar rasch, aber bald schon merke ich, daß das hier noch eine ganze Weile dauert wird.

Auf dem vorgegebenen Weg erreiche ich bald die Gerichtsherrnalm, dann geht es weiter hinauf, zur Vallmaritzalm.

Auf dem Weg hierhin stellen sich die ersten Schwierigkeiten ein, denn der Weg ist teilweise völlig vereist und ich muß immer wieder auf Umwege ausweichen.

Trotzdem erreiche ich nach einiger Zeit die Vallmaritzalm und komme das erste Mal heute in die Sonne. Aha, tut das gut.

Eine kurze Verschnaufpause, dann geht es auch schon weiter, über den Wanderweg 44 geht es wieder hinunter zur Gerichtsherrnalm und dann über den Forstweg und wieder vielen Geocaches hinunter in die Galtschein-Siedlung von Trins.

Hier leitet mich die Cacherunde dann noch über die Felder und einen schönen Spazierweg vorbei am Skilift Trins mit viel Betrieb zurück zum Ausgangspunkt bei der Bergeralm.

3 Geogaches habe ich nicht finden können, da sie entweder nicht mehr da waren oder ich einfach zu blind und müde war. Aber im Sommer werde ich mir diese kleinen Dinger schon noch holen.

Super Runde, hier nochmals Dank an die Tirolerin, die diese schöne Runde möglich gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtlänge: 28,70km
Gesamtdauer: 8:24h
Höhenmeter: 1.333m

151115 Cachen in Mühlau

Obwohl sich das Wetter jetzt schon wandelt, einen kurzen Spaziergang mit den Kids lasse ich mir nicht entgehen. Also schnell mal geschaut, was so gemacht werden kann, da kam mir die Geocache-„Krimskramsrunde“ gerade recht. Beginnend mit Krims-Krams-Runde #1 gingen wir eine schöne Runde durch die Wald- und Wiesenlandschaft über Innsbruck. Mit wunderbarer Aussicht auf die Serles, die Nockspitze und viele noch zu lockende Bergziele.

Den Kindern hats auch gut gefallen, da wir unterwegs immer wieder einen kleinen Cache (insgesamt sind 10 Stk. versteckt, wir haben aber nicht alle gefunden) suchen können. schöne Sache. Die Wege sind allesamt sehr Kinderfreundlich, aber auch für Erwachsene zu empfehlen. Und die Aussicht ist sehr schön.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 4,17 km
Gesamtdauer: ca. 1 h
Höhenmeter: 140 m

151023 Kaiser-Max-Grotte

Endlich… wie oft bin ich nicht vorbeigefahren, an der Martinswand und habe hinaufgeschaut, auf die Grotte. Immer wollte ich mal dort rauf. Auf dem alten Steig habe ich es nicht mehr geschafft, aber nun soll es endlich wahr werden. Zusammen mit der Familie…

Wir starten gleich nach meiner Arbeit, eine kurze Jause wird zu Hause noch verspeist, dann fahren wir los nach Zirl. Geparkt wird beim Rot-Kreuz-Parkplatz, dort ist immer ein Platzerl frei.

Der erste Teil der Wanderung geht auf dem Brunntal-Weg hinauf, vorbei an einem komischen Gebäude, dessen Zweck sich mir bis heute nicht erschlossen hat. Weiter geht es bis zur ersten Kurfe, dort zweigt dann der Weg ab, hinauf und rüber zur Grotte.

Entgegen meiner Erwartungen bleibt der Steig dann doch mäßig steil, denn mittlerweile ist der erste Teil des Steiges in den Steinbruch integriert. Das kann man sehen wie man will, aber der Weg ist ganz OK geworden. Und Schönheit zeigt sich immer in verschiedenen Gesichtern.

Bald ist der Steinbruch-Weg zu Ende und der „alte“ Weg fängt an, schön durch kleine Kieferwäldchen, vorbei auch an kletterndem Volk, steigen wir weiter hinne, immer der Grotte entgegen.

Eine kleine Holzbrücke, der Steig ist mittlerweile recht eng, tut sich vor uns auf, dann geht es scharf ums Eck und über uns tront die Grotte mit dem Jesu-Kreuz und Kaiser Max, davor kniend.

Was soll ich sagen, es freut mich bis in den kleinen Zeh, daß ich endlich hier raufgekommen bin. Der Weg ist auch mit den Zwergen super begehbar, und entgegen so manchem Hüttenhatscher hat man heute nicht viel Murren gehört… 🙂

Die letzten Meter sind die schönsten…

In der Grotte gönnen wir uns noch eine feine Pause mit Aussicht über das ganze Inntal… wunderschön.

Die Aussicht von hier heroben ist wirklich spektakulär…

Wir nehmen den gleichen Weg hinunter, denn ein bisschen müde sind die beiden Kleinen, wohlgemerkt nach einem anstrengenden Schul- bzw. Kindergartentag doch.

Als Belohnung fahren wir noch in den Kranebitter Hof und gönnen uns ein Eis, bzw. Radler auf die erfolgreiche Besteigung der Kaiser-Max-Grotte…

Super feiner Aussflug mit der Familie! Ein lang gehegter Traum mit der richtigen Mannschaft, was will man mehr…

151010 Gletschermühle

Ein kurzer Ausflug mit meinem Sohnemann, das wird es heute. Wir wollen uns in Igels die Gletschermühle anschauen, ein kleiner Naturwunder, das der letzte Gletscher des Wipptals in die Felsen gefressen hat.

Wir parken das Auto auf einem Waldweg in der Nähe von Lans, dann spazieren wir zuerst der Strasse entlang, und danach durch den Wald querfeldein zu dem Platz.

Schon bald werden wir fündig, jedoch nicht, ohne tückischen Pferdeäpfeln auf dem Weg geschickt auszuweichen.

Der Gletschtopf selber ist schon ein kleines Wunder. Hier haben Sedimente und kleine Steine als Schleifmateiral gedient, und haben über hunderte Jahre ein kreisrundes Loch in den Felsen gefräst, das heute noch besichtigt werden kann.

Letu läßt es sich nicht nehmen, den Gletschertopf genauer anzuschauen… und auch ein Geocache, ein sogenannter Earthcache versteckt sich hier, den wir natürlich gleich aufgelöst und gelogged haben.gel

Beim Rückweg meint Letu, er möchte noch gerne mit der Patscherkofelbahn fahren. Da wir glückliche Besitzer des Freizeittickets sind, ist das kein Problem. Leider erreichen wir die Gondel 1 Minute zu spät, und so müssen wir eine halbe Stunde auf die nächste Gondel warten.

Auch diese Zeit geht vorbei, und bald befinden wir uns in der Patscherkofel-Pendelbahn. Die Gondeln sind schon aus dem letzten Jahrtausend, und lange werden diese schönen Erinnerungen an vergangene Pracht am Patscherkofel wohl nicht mehr verkehren. Daher nutze ich gerne die Möglichkeit aus, mit ein bisschen Nostalgie auf den Berg zu kommen…

Oben drehen wir eine kleine Runde, es ist jedoch recht frisch, daher machen wir uns auf, die nächste Gondel wieder ins Tal zu nehmen.

Schön ist es bei uns allemal, ob zu Fuß, oder mit der Gondel auf den Berg hinauf…

Mühlendorf Gschnitz (13.09.2015)

Die Oma ist da, und wir wollen einen Ausflug machen. Lucy spürt den Föhn, der sich gerade über dem Wipptal zusammenbraut, daher bleibt sie lieber daheim. Die Kinder sind mehr oder weniger freiwillig auch mit von der Partie.

Mit dem Auto geht’s über die gut befahrene Brennerautobahn bis Matrei am Brenner, dann weiter auf der Bundesstraße bis ans Ende vom Gschnitztal. Wir passieren die schönen Dörfer Trins und Gschnitz, in Obertal stellen wir uns auf den Parkplatz.

Ursprünglich wollten wir zur Laponesalm wandern, doch da hier im Gschnitztal die Wolken wirklich dicht sind, beschließen wir, dem Mühlendorf einen Besuch abzustatten. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von alten Mühlen aus der Region, die hier aufgebaut wurden, um die verschiedenen Möglichkeiten der Wasserkraft zu sehen.

Heute denken wir nur noch an Brotmühlen, oder Elektrizität, wenn wir von Wasserkraftnutzung sprechen, aber früher wurde viel mehr damit gemacht.

Wir sehen eine Werkstatt mit wasserbetriebener Drechsel- und Hobelbank, ein wasserbetriebenes Butterfass, eine Tiermühle (hier wurden keine Tiere gemahlen…), dazu viele Gegenstände aus dem früheren alltäglichen Gebrauch.

Manche Dinge kennen wir heute in moderater Form, manche Sachen kennen wir nicht mehr und ein eindeutiger Zweck erschließt sich uns auch nicht.

Nach den Museumsmühlen gehen wir noch durch den Wald zu einer Eisenbrücke und zu einem beeindruckenden Wasserfall…

Wir setzen uns auf eine Bank, genießen die Aussicht und machen eine Jause.

Anschließend geht es wieder ins Dorf. Dort angekommen genießen wir noch einen Kaffee, Würstchen und Brot und einen Saft. Meistens ist es windstill, doch wenn der Föhn reinbläst, wird es richtig ungemütlich. Sara und Letu, schon die ganze Zeit begeistert (die Großen wissen es einfach besser 🙂 ), spielen auf dem Spielplatz mit einem Wasserkanal, bei dem man verschiedene Wasserläufe nachstellen kann. Natürlich fließt Wasser… und das macht immer Spaß.

Ein wunderschöner Ausflug in eine Gegend, in der ich noch nie war. Und ein kleines Ziel wurde auch schon vorgemerkt, die Tribulaunhütte…

Kranebitter Klamm und Magdeburger Hütte, 1637m (11.09.2015)

Heute ist Freitag, am Freitag wird bei uns nur Halbtags gearbeitet. Also genug Zeit für ein kleines Unternehmen. Schon länger will ich die Kranebitter Klamm machen, heute soll es soweit sein. Leider ist mein Bergspezi Alfons schon wieder verhindert, aber das soll mich nicht abhalten. Ich mache kurzfristig eine Bike&Hiketour aus meinem Unternehmen. In der Früh bin ich ja schon auf die Arbeit gefahren, jetzt, nachdem das virtuelle Horn das Wochenende geblasen hat, hüpfe ich in mein Bergoutfit und schwing mich auf meinen geliebten Drahtesel. Die Strecke bis Kranebitten habe ich schnell geschafft, beim Flughafen Innsbruck vorbei, an dem gerade ein paar kleine Flieger abheben und landen. Wunderschön liegt die Klamm vor mir…

Die letzten Meter gehen ganz nett rauf, aber schon bald stehe ich am Eingang der Klamm, wo ich auch mein Fahrrad abstellen muss. Da geht es mit dem Rad nicht mehr vernünftig weiter. Also habe ich gleich mal einen Baum identifiziert , der meinen Schatz beschützen muss…

Ich steige ins Bachbett hinunter, da beginnt auch gleich der Steig. Nachdem ich mich ein bisschen Schlau gemacht habe, habe ich mir die Tour so vorgestellt: Ich gehe auf dem Schleifwandsteig bis zum Magdeburger Hütte, von dort gehe ich ein Stück den Weg Richtung Rauschbrunnen/Hötting abzusteigen, werde dann aber … na, jetzt greife ich schon vor!

Der erste Teil des Weges geht, gut höhenmetermachend, hinauf, bis zu einer bekannten Abzweigung.

Hier könnte man auf das Hechenbergl gehen, aber diese Tour werde ich mir ein anderes Mal gönnen. Ab der Abzweigung wird der Steig ein wenig flacher, und folgt in respektvoller Höhe der Klamm ins Karwendel hinein. Im Hintergrund sehe ich die Hohe Warte und die Solsteine, rechts davon den Achselkopf und die Brandjochspitze. Ein wunderschönes Ensemble…

Der Weg ist die meiste Zeit super ausgebaut, ein paar Mal hat wohl Mutter Natur auch mitbauen wollen, dort ist es dann auch manchmal ein wenig ausgesetzt.

Aber alles in allem keine Gefahr, obwohl man schon schön steigen muss. Ein Fehltritt wäre an manchen Stellen fatal, und schnell ist was passiert, wenn man unachtsam ist. Doch ich komme gut voran, der Weg gefällt mir sehr gut, und bald erreiche ich das Ende der Klamm.

Der Aufstieg zur Magdeburger Hütte dauer nur noch ein paar Minuten, dann gönne ich mir ein „Weizen ohne“.

Da ich nicht weiß, wie der Weg zurück ist, will ich nichts riskieren :). Ich frage die Hüttenwirtin, ob noch viele Leute kommen. Noch ist genug zu tun, ist die schmale Antwort. Eine rustikale Dame… aber das passt genau hierher auf die Hütte.

Nach der kurzen Verschnaufpause beschließe, doch schnell abzusteigen. Es wird schon früh dunkel, und ich will eigentlich keinen unbekannten Weg suchen müssen. Daher gehe ich ein Stück den gleichen Weg zurück, dann zweige ich auf den Weg nach Rauschbrunnen/Hötting ab, mit der Nummer 220.

Zuerst geht es im Wald entlang, bei einem sehr interessanten Stein vorbei dann öffnet sich das Blickfeld wieder ein wenig. Der weitere Weg zieht an einem sehr schönen Wandfuß vorbei, irgendetwas schmeißt Steine… wahrscheinlich eine Gams. Ich sehe hier keine, aber später wird mein Verdacht an einer anderen Stelle bestätigt.

Ich bin ganz alleine unterwegs, schon seit dem Start (bis auf die Zwischenstation bei der Magdeburger Hütte). So nahe an Innsbruck, und doch so verlassen…

Bald erreiche ich die sogenannte Nasse Wand, die wirklich diesen Namen verdient.

Überall tröpfelt es heraus. Ich beschließe hier, in die Klamm abzusteigen, weil das ist ja das eigentlich Ziel. Stellenweise geht ein bisschen „reisenlaufen“, aber dann sind doch auch stellen, wo zu große, bzw. keine Steine liegen.

Dennoch bin ich schnell am Klammgrund, von hier aus folge ich dem nicht vorhandenen Wasserlauf. Alles hier ist staubtrocken. Man sieht jedoch, dass wenn einmal Wasser hier durchfließt, man vielleicht doch nicht dabei sein will…

Nach einer Weile erreiche ich die Engstelle, die immer wieder beschrieben wird, und auch sehr schön ist. Kurz danach geht’s noch eine alte Steiganlage hinunter, dann bin ich auch schon wieder am Ausgang… das ging ja schnell.

Der Weg zurück nach Aldrans mit dem Rad geht auch noch gut von Statten, bei den letzten Meter zum Haus bin ich immer froh, wenn diese um sind. Ein super „Greaschtl“ und eine Massage von meinem Schatz runden meinen Tag ab. Wunderbar…

Tourendaten – Bike:
Gesamtdistanz: 28 km
Gesamtdauer: 1:25 h
Höhenmeter: 510 m

Tourendaten – Hike:
Gesamtdistanz: 12,48 km
Gesamtdauer: 3:40 h
Höhenmeter: 1257 m

Schlicker Scheibenweg (01.09.2015)

Heute ist Letu´s Geburtstag, und da das Wetter noch schön zu bleiben verspricht, machen wir einen Ausflug. 

Ich habe mir den Nachmittag von der Arbeit freigenommen, damit wir gemeinsam etwas unternehmen können. Nach einiger Recherche finde ich den Schlicker Scheibenweg in Fulpmes, der recht spannend klingt und den wir alle noch nicht kennen.
Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir von zu Hause zur Talstation der Schlick2000, dort nehmen wir die Bahn hinauf zur Mittelstation. 

Dem Forstweg folgenden, erreichen wir mehr oder weniger unbeschadet den Panoramasee. Gott sei Dank ist der Anstieg vorbei, denkt so mancher… 

Auf dem Weg sind recht viele Pilze zu sehen, ich muss also doch einmal in den Wald schauen!
Der Weg hinauf war schon schön, doch am Panoramasee, der diesen Namen echt verdient, ist es fast eine Pflicht, eine kurze Pause einzulegen. Die Kinder schmeißen die Schuhe weg und stehen schon im Wasser… das dank der sommerlichen Temperaturen heuer sogar zum Schwimmen einladen würde, hätten wir die Badehosen mitgenommen… 

Und dann geht es los, den Scheibenweg entlang. Das Vergnügen ist so einfach wie lustig. Man bekommt bei der Talstation gegen eine kleine Leihgebühr eine Lärchenscheibe…

Mit dieser spaziert man am Wanderpfad entlang, und wo Rillenbahnen installiert sind, wird die Scheibe auch reingesteckt und darf ins Tal abfahren. Das ist mit Vorsicht zu genießen, denn manchmal will die Scheibe nicht in der Bahn bleiben, dann heißt es entweder schnell reagieren, oder im Wald zu suchen. Beides haben wir ausprobiert, das „schnell reagieren“ ist definitiv die angenehmere Variante.
Ca. eine Stunde sind wir unterwegs, immer wieder Bahnen und dazwischen auch ein paar kleine Aufgaben. 

Dann erreichen wir zufrieden die Brugger Alm. Dort genehmigen wir uns ein Hopfengetränk, die Kinder bekommen ein Eis. 

Mittlerweile ist der Himmel auch schon zugezogen, daher fahren wir mit der Gondel ins Tal. Den gemütlichen Tag lassen wir im Gasthof Walzl ausklingen, ein Restaurant, das sich sehr gut für Kinder eignet. Das kann ich nur empfehlen…

Super Tag, das gute Wetter nochmals ausgenutzt und einen feinen Familientag gehabt, was will man mehr.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: ca. 3km
Gesamtdauer: 1:15h
Höhenmeter: 231m

Hahlekopf, 1758m (22.08.2015)

Am Vormittag eine Canyoningtour, am Nachmittag, sozusagen als Würze noch eine kleine Bergtour. Mit Papa habe ich beschlossen, heute noch auf den Hahlekopf zu steigen. Ein Ziel, das mir schon lange sprichwörtlich vor der Nase gelegen ist… von unserem Küchenfenster in Pflach aus sehen wir genau auf diesen Berg.

Wir starten beim alten Skigebiet „Langtennenlift“ in Wängle. Wo der Lift noch im Betrieb war, bin ich hier einmal mit meiner Oma gewesen. Aber das ist schon lange her, und vom Liftbetrieb ist nur noch die Abfahrt zu sehen. Der Hahlekopf ist auch, wenn wir schon vom Skifahren reden, ein hervorragendes Skitourenziel.

Aber jetzt ist Sommer, also werden die Bergstöcke ausgepackt und wir starten hinauf, zuerst ein Stück der Piste entlang, dann zweigen wir in den Wald ab. Der Weg zieht stetig und steil hinauf. Erster Anlaufpunkt für uns ist die kleine Kostarieskapelle.

Dort ist ein Geocache versteckt, doch da ersten Leute (in Geocache-Sprache auch Muggels genannt) rumstehen, und wir zweitens beim runtergehen auch noch hier vorbeilaufen, gehen wir einfach weiter. Papa kennt ein paar versteckte Pflade, die uns schnell durch den Wald, die Forststrasse immer wieder querend, hinaufbringen, zum nächsten Zwischenziel: Die Sulztaler Hütte. Alle Hütten auf diesem Weg sind unbewirtschaftet, und privat geführt.

Dort, an der Alpe fließt noch ein bisschen Wasser aus dem Brunnen, daher nutzen wir die Gelegenheit und laben uns.

Und über dem Wasser wacht der Waldgeist, und wünscht den braven Wanderern eine gute Reise…

Bald brechen wir aus dem Wald heraus, dort steht noch verlassen auf einer offenen Fläche die Hahlealpe, auch dies ein notdürftiges Hüttchen, in dem wohl schon längere Zeit keiner mehr zu Gast war.

Über die schöne, im Winter wunderbare Skiwiese erreichen wir noch die kleine Schallerkapelle und sind dann schon auf dem Kamm. Die Aussicht wird von Meter zu Meter besser, besonders der Blick ins Voralpengebiet ist beeindruckend.

Zum Gipfel ist es nur noch ein kurzer Weg, einmal müssen wir noch ein wenig absteigen, dann erreichen wir nach dem letzten Anstieg den Gipfel, mit dem notdürftig reparierten Gipfelkreuz. Hier hatte vor nicht allzu langer Zeit der Blitz eingeschlagen. Nun wird das Kreuz mit Schraubzwingen zusammengehalten…

Der Aufenthalt am Gipfel ist kühl, denn das Wetter ist im Moment nicht so berauschend. Am Tauern fliegt ein Rettungshubschrauber, kurz danach ist der ÖAMTC auch mit einem Hubschrauber am Gimpel am Werk. Na, hoffentlich ist nicht allzu viel passiert.

Wir steigen ab, nehmen jedoch den direkten Weg hinunter ins Tal, die Winterskipiste folgend, und finden sogar meines Papas Stein: Wilhelm´s Stein. Na, ob er mit dem Fund eine Freude haben wird…

Als Abschluss dieses schönen Tages hat Papa beschlossen, den Grill anzuzünden. Wir lassen uns das Bier und das Gegrillte am Balkon gut schmecken, Papa´s Spezial-Gewürzmischungen wärmen uns von Innen gehörig an…

Vielen Dank wieder für einen wunderschönen Tag in den Bergen. Vergelts Gott.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 9,18km
Gesamtdauer: 3:05h
Höhenmeter: 912m

Auf den Kupf, 985m (01.08.2015)

7:00 Uhr in der Früh, die Kinder sind wach, ich noch nicht. Trotzdem, irgendetwas müssen wir machen, also kurzer Realitätsscheck. Wir beschließen eine Wanderung zu machen. Es geht auf den Kupf, einem kleinen, der Hohen Munde vorgelagerten Hügel. 

Als kleiner Bonus winken uns 18 Geocaches, die hier versteckt sind. Mal schauen, ob wir die alle finden. 

Am Start schaut das Wetter nicht so besonders aus, aber abgesehen von ein paar kleinen Tropfen bleibt uns der Wettergott doch gnädig gestimmt. 

Die Caches finden wir einer nach dem anderen, aber zwischendurch sind die Bremsen so lästig, dass wir laufen müssen um Ihnen zu entwischen. 

Am höchsten Punkt unserer Wanderung finden wir leider keinen geeigneten Picknickplatz, daher gehen wir weiter. Kurz nach einer Kurve finden wir einen schönen Platz im Wald auf einer kleinen Lichtung, an der wir uns niederlassen. Da die Wiese ein bisschen feucht ist, bereite ich den Biwaksack aus. Das anschließendem Picknick schmeckt fantastisch. 

Als wir schon fast fertig sind, hören wir lautes Kindergeschrei aus dem Wald. Eine Horde Pfadfinder zieht bei uns vorbei, anscheinend auch sie beim Suchen nach Geocaches. Bald schon sind die Jugendlichen an uns vorbei gezogen, und wir machen uns auf die letzten Caches zu bergen. 

Der letzte Teil unserer Wanderung ist nicht mehr auf einer Forststraße, sondern auf einen kleinen Pfad der uns steil hinunter nach Telfs führt. 

Auch diesen meistern mir und befinden uns bald wieder auf dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Eine schöne Wanderung, die die Kinder bravourös gemeistert haben.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 7,24km
Gesamtdauer: 2:40h
Höhenmeter: 388m

Fallerscheinalpe (26.07.2015)

Ein Familienausflug soll es heute werden, mit 3 Generationen. Mit von der Partie sind Oma, Opa, Larissa und Maggo mit den Kindern, Maria und ich mit den Kindern. Sozusagen die geballte Weissensteiner-Taskforce.

Einzig Daniel und Bettina sind nicht dabei, aber von Kopenhagen war der Weg dann wohl doch zu weit.
Wir beschließen, nach Fallerschein im Lechtal zu wandern, wir nehmen ein Picknick mit, damit wir uns an einem Bächlein verköstigen können. Die Verladetätigkeiten ähneln bei dieser Gruppengröße schon fast einer Militäraktion, aber wir haben das wirklich gekonnt erledigt… falls du, liebes Bundesheer, ein paar Logistikoffiziere brauchst, ich wüsste eine Handvoll…

Opa wird in Lechaschau abgeholt, dann sind wir komplett und fahren über Stanzach hinein ins Namlosertal. Es sind noch wenige Motorradfahrer auf dem Weg, daher ist die Fahrt recht entspannt. Mit den Parkplätzen, geschuldet auch der hohen Parkkunst mancher Automotivkünstler, schaut es schlecht aus, aber da wir einen „Local (=Opa)“ dabei haben, finden wir ein Stück weiter einen guten Parkplatz in einer Ausweiche. Bald versammelt, machen wir uns auf den Weg zur Fallerscheinalpe.

Das höchste bewohnte Almdorf Österreichs ist ein wirklich schöner Platz, wir wandern durch die nett hergerichteten Häuser zur Sennerstube, in der wir uns ein kühles Getränk gönnen wollen.

Heute ist Schnitzeltag, aber da wir unser Picknick dabeihaben, bleibt uns nur, den wunderbaren Duft der panierten Wunderwerke zu inhalieren. Leider ist heute viel los, und das mit der Getränkeverteilerei dauert ewig. Nach ca. 1 Stunde sind wir verköstigt und machen uns auf den Weg zurück, um unser Picknick doch noch zu genießen. Der Hunger passt auf jeden Fall schon.

Wir erreichen bald ein Bächlein, an dem wir uns niederlassen. Die ausgewählten Köstlichkeiten munden uns sehr.

Wir genießen die Ruhe und Aussicht auf die Lechtaler Berge, dann machen wir uns wieder auf, zum Parkplatz. Auf dem Weg fallen mir noch ein paar Strukturen auf, die ich am Nachhauseweg fotografiere…